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Donnerstag, den 2. August
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Die Wetterlage.
Belgrad. 3. Aug. (XU.) Die bauet Its^-
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eine Rede des Dizepräsidenten der Bauernpartei Predavetsch befanntgegeben, in der dieser erklärte, haft ihm Dr. Korokettch im 3afcre 1924 in einem Gespräch gesagt hätte, daß die Slowenen besser daran tun würden fi ch an Italien anzuschließen. da für sie in 3 u g o f I a - toten feine Kulturautonomie zu erlangen sei. Für Die jetzige Haltung Dr. Koro- setsch sei dieser Ausspruch bemerkenswert Dr. Kvrosetsch erklärte dem Vertreter der Xelunion, die Angaben PredavetfchZ seien unwahr. Seit er diesem Staate angehöre, habe er niemals mit irgendeinem fremden Staat oder irgendeinem Vertreter desselben Verhandlungen gegen den jetzigen Staat geführt.
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nisten.
Landwirtschaft
Industrie Gewerbe Gastwirte handel Arbeiter Angestellte im Privatbetriebe Angestellte bei Korporationen usw. Hausfrauen
Schriftsteller und Schriftleiter Geistliche
Lehrfach:
Unioersitätsprofessoren
Akademisch gebildete Lehrer Nichtakademisch gebtkdetc
Aerzte und Apotheker Anwälte
Berufsbeamte:
Akademisch oorgebildete
Nichtakademisch oorgebildete
Nicht berufsmäßig vorgebildete Beamte Angestellte politischer Parteien (Parteisekretäre usw.)
Offiziere
Höhere technische Berufe
entsandte Kommission ist heute morgen in Ber - (in eingetroffen und hat dem Generaldirektor der Reichsbahn, Dr. Dorpmüller, über ihre Feststellungen eingehenden Bericht erstattet. Von den Verletzten befinden sich noch 10 in Lebens- gefahr; doch hoffen die Aerzte, alle Hellen zu können, so daß sich die Zahl der Todesopfer wahr- scheinlich nicht mehr erhöhen dürfte. Die Eisenbahn- strecke bei Dinkelscherben ist wiederherge- stellt, und der Verkehr konnte nach beiden Rech tungen wieder ausgenommen werden. Die unversehrt gebliebenen oder nur leicht beschädigten Wagen des Unglückszuges sind bereits abgeschleppt. Eine größere Anzahl von Eisenbahnarbeitern bemüht sich, die umgestürzte Lokomotive und die beiden zertrümmerten Wagen mit Hilfe von Kränen zu heben.
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Wettervoraussage.
Da« britisch« Hoch ist ostwärts vorgedrungen und liegt mit seinem Stern heute morgen übet Rordwestdeutschland. lieber Island naht eine neu« Zyklone heran. Ebenso ist über England und Frankreich der Luftdruck gefallen. Rach Borüberzug de« Hochdruckgebietes werden wir in den D«reich neuer Tiefdruckstörungen gelangen. Riede rfchlägc werden vorerst nur wenig auf treten.
Wettervoraussage für Samstag. Wechselnd wokk g. später Bewölkungszunahme, etwa- wärmer, vereinzelt geringe Rieterichläge.
Witterungsaussichten für Sonn« t a g. Weitere Bersch echterung der Wetterlage.
Lufttemperaturen am 2. August: mittag» 15J Grad Lelsius, abend» 13,4 Grad (Lelfiu»; am 3. nuauft; morgens 12 Grad Celsius. Marimum 20,8 Grad Celsius, Minimum 6,5 Grad Telfiu». — Lrdtempera- turen am 2. August: abends 22,6 Grad CCelflu»; am 3. August: morgens 16,4 Grad Celsius. — Sonnen- scheindauer 4 >4 Stunden.
jahr - in diesem Herbst nur Trupp e n u bun - gen kleineren Ausmaßes geplant sind. An den diesjährigen Herbstmanooern, die sich tm September in der Gegend südlich von Trier biszur Grenze des Saargebiets abspielen sollen, wird außer einigen Spezialtruppen nur eine kaoallerieDivision teilnehmen. Die Entwlck- lung der Angelegenheit wird von den zuständigen Stellen dauernd mit Aufmerksamkeit verfolgt.
Gtresemanns pariser Reise.
Botschafter von Hösch bei Briand
Paris, 2. Aug. (XU3 Der deutsche Botschafter von Hösch hatte am Mittwoch mit dem Generalsekretär des französischen Außenministeriums, B e r - l h e l o t, und am Donnerstag mit B r i a n d längere Unterhaltungen, die verschiedene zwischen Deutschland und Frankreich und auf dem Gebiete der internationalen Politik schwebende Fragen zum Gegenstand hatten. Don französischer Seite verlautet, daß Briand und von Hösch sich über die 3 w «sch en fälle in Landau und über die P a r is e r R e i s e S t r e s e- manns unterhielten. In Pariser diplomatischen : < reifen verlautet, daß Dr. St re se mann und Primo de Rivera bei ihrer Pariser Anwesen, beit zuGroßofsiziercnderEhrenlegion ernannt werden.
Inangriffnahme der Reichsbahnreform.
Die Konstituierung des Arbeitsausschusses. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers-.
Berlin, 3. Aug. Wenige OH muten nach dem Abschluß der parlamentarischen Konferenz hat das ReichSverkehrSmlnisterium sofort mit Der Konstituierung des beschlvfJen en A r- beltSauSschusseS begonnen dessen Aufgabe «S sein soll, Die gesamte Sicherheitsfrage der Reichsbrchn eingehend zu prüfen- Dieser Ar- beitsausschuh wird ziemlich ähnlich dem sein, Der semerzcit nach dem Leilerder Unglück eingesetzt wurde. Cs ist beabsichtigt, zehn Persönlich ketten zu Mitgliedern dieses Ausschusses zu ernennen. Sowohl Reichsbahn, wie Reich sver- kehrsministerium werden durch je ein Mtt« glich vertreten sein, während sich die übrigen acht zur Hälfte auS technischen, völlig un- parteiischen Fachleuten und zur anderen Hälfte auS parlamentarischen Ver- tretern, die der ReichSverkehrSmmister ohne Rücksicht auf die Parteien lediglich unter dem G^'chlspunkt der fachlichen Qualifikation auswählen wird, zusammensetzen. Es M zu rwarien, daß der Ausschuß schon in diesen Tagen seine allerdings auhero-rdentlich umfangreiche Arbeit aufnehmen wird, die er nach den getroffenen Dispositionen schon m wenigen Wochen zu beenden hat. DaS Bereich seiner Aufgaben erstreckt sich auf die Fragen der Sichern n g s a n l a g e n, der Dienstein tetlung, sowie der Vereinfachung derDetriebS- vorschr iften. 3m wesentlichen wird der Ausschuß seine Prüfungen an Ort und Stelle vornehmen. — Auch die Reichsbahn ist bereits jetzt dabei, die femeryU zwischen dem ReichS- Verkehrsminister und Dr. Dorpmüller vereis- barten Maßnahmen durchzuführen, und es steht zu erwarten, daß schon in den nächsten Tagen die wichtigsten Schritte dazu vollzogen werden. Bayern und die Reichsbahn. 'Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeiger»-. ^Berlin, 3. Aug. 3n Bayern herrscht Helle Empörung über die Reichsbahn, die in der schar- fen Kritik aller Blätter ohne Parteiunterschied beredten Ausdruck findet. Leider muß diese Kritik aber wirkungslos verpuffen, da Jte an die falsche Adresse gerichtet wird. Alle Vorwürfe werden gegen die Zentrale ober gegen den ReichSbahndirektor Dorpmüller erhoben, waS vollkommen sinnlos ist, da für das in Bayern herrschende System ausschließlich die fast unabhängige bayerische Grupprnverwal- tunfi zuständig ist. Aber Wie so oft, hat man sich in Bayern dadurch auS der Fällung bringen laten, daß irgendwelchen bayerischen Vorrechten ein Ende bereitet werden soll, Die sich unter keinen Umständen mehr aufrechtervalten lall«", durch Deren Beseitigung aber auch Die bal)erische Eigenstaatlichkeit nicht im geringsten berührt wird. Dennoch scheint man in Bayern völlig den Kopf verloren zu haben, wes auS einigen sehr ungeschickten Bemerkungen Münchener Zeitungen hervorgeht, die bereits damit broljen. aus dieser reinen Verwaltungsange- legenheit der Reichsbahn eine innerpvli- tische Streitfrage zu machen. Wenn man von Bayern auS die Dinge so anpackt, Dann müssen wir das aufrichtig bedauern. Gerade Bayern war durch feine Kritik berufen, am ehesten an einer AuSmeczung der im bayerischen Betriebssystem vorhandenen Fehler mit- zuarbeiten. Alle Angriffe auf die ReichSbahn- zentrale vorn Standpunkt der Eigenstaatlichkeit auS sind nutzlos und führen nicht zum Ziel. GS wäre besser, wenn man sich in Bayern bemüht, die Äri'til Dort anzusetzen, wo eS notwendig ist, nicht aber die gegen die Reichsbahn aufgerichtete Front durch Angriffe zu schwächen, die fast ausschließlich parttkuiaristischen Mvttven entspringen. Auf dle'e Weise leistet Bayern seinen Interessen wirklich keine guten Dienste.
(Sin neues Eisenbahnunglück in Bayern in letzter Minute verhütet.
Berlin, 3. Aug. CPrfo.-IeL) Durch die Auf. merksamkeU eine» Lokomotivführer» ist gestern abend auf dem Hauptbahnhof Würz bürg ein neues Eisenbahnunglück verhütet worden. Der vor- zug de» beschleunigten Perfoneuzuge» Frankfurt—Würzburg muhte, weil alle «Steife auhergewöhnlich dicht beseht waren, i n e i n sonst von ihm nicht benuhtesGIei» ein- fahren. Dabei bemerfle der Lokomotivführer tz o - ferer aus Frankfurt gerade noch rechtzeitig, daß auf diesem Gleis bereits eine Wagengruppe abgestetlt war. 6s gelang ihm zum Glück, feinen Fug noch etwa 100 Meter vor diesen wagen zum Halten zu bringen. Eine Untersuchung ist eingeleitet.
Oie Llntersuchung der Ointelscherbener Katastrophe.
Oer Berus der Reichsboten.
Eine interessante Statistik.
lieber den Beruf der Reichstagsabgeordneten findet sich eine interessante Zusammenstellung in dem vortrefflichen Büchlein „KürschnersDeutscher Reichstag 192 8" (Herausgeber Hermann Hillger in Berlin W 9), das mit den Bildern und Lebens- befchreibungen aller 490 Abgeordneten und einer Fülle von wichtigen Zusammenstellungen zu dem Prelle von 1 Mark soeben zur Ausgabe gelangt. Man ersieht daraus, daß immer mehr die Vertretung der Wähler im Reichstag zu einem Beruf wird. Der Berufspolitiker spiett in allen Parteien, auch in den Mittel- und Rechtsparteien, eine große Rolle. Die größte freilich in den Linksparteien. Hu den Berufspolitikern find vor allem die Geschäftsführer der Parteien mit der Menge der Geschäftsführer von politisch eingestellten Verbänden, sind die Gauleiter und Sekretäre der Verbände und Gewerkschaften anzusehen. Aber auch sehr viele Abgeordnete, die sich als Schriftsteller bezeichnen, find als Berufspolit-ker zu bewerten, denn sie agitieren berufsmäßig für ihre Partei unb bekleiden zeitweise Parteistellungen. Sie sind also als „Funktionär", wie der Ausdruck lautet, zu betrachten. In der folgenden Tabelle sind die Zahlen ersichtlich, aus denen hervorgeht, wie sich die M. d. R. nach ihren Berufen gliedern, und aus welchen Kreisen sich die einzelnen Fraktionen rekru- tteren. Bei der Durchsicht muß man berücksichtigen, daß die Grenzen fließend sind. Ebenso, wie die katholischen liniversitätsprofessoren vielfach Geistliche sind, so sind ehemalige Offiziere zu richtigen Industriellen oder Landwirten geworden. Viele ehemalige Handwerker oder Arbeiter sind jetzt Parteiangestellte oder Schriftsteller und Schriftleiter- unter denen, die sich als Arbeiter bezeichnen, sind die meisten Kommu-
Aue aller Welt.
waldbrond bei üapcllen-Ltolzeafels.
Di« erste Meldung eines Riesenwaldbrandes kam von den Patres des Riederlahnsteiner 3o» hannisklosterv. das genau gegenüber Der Brandstätte liegt. Das Kloster telephonierte nach Koblenz, die Brandwache auf dem Plan schickte sofort einen 3ug hinaus, der nach einigen Minuten schon an Ort und Stelle war. Die Brandstelle liegt im SiechhauStal. der grüßte Teil des Brandgeländes gehört der Gemeinde Kapellen- Stvlzenfels. ein kleines Stück ist Eigentum der Stadt Koblenz. 3m 2u stand der untere Teil des stellen Hanges in Flammen. Die Befürchtung, daß ein sog. „HHpfelfeuet“, das von Wipfel zu Wipfel überspringt und dadurch nicht gelöscht werden kann, ausbrechen wurde, hat sich glücklicherweise nicht erfüllt. Jedoch das umfangreiche und außerordentlich dichte Riederholz, sowie Der der Ausbreitung des FeuerS günstige Wind, dazu die große Hitze machten die Sachlage zu einer sehr ernten. Das trockene Laub und das verdörrte Gras zischen auf wie Zunder. Die Rauchbildung war so stark, daß man zeitweise nichts mehr erkennen konnte. Durch Einschneiden einer fünf Meter breiten Schneise wurde rundherum das Feuer abgesperrt. Das Erklimmen der steilen Höhen. Die RauchschwaDenbilDung und Das Glühen Des Bodens brachten Die Feuerwehrleute in erhöhte Gefahr. Leider ist ein Koblenzer Feuerwehrmann schwer verletzt worden. Bis zum Lahnsteiner Ufer zogen dichte Rauchwolken, selbst in Oberlahnstein roch alle« nach Holzbrand. RachDem Die Koblenzer Wehren heimgefahren waren, mußten die Ortsfeuerwehrleute noch Die ganze Rächt wachen: es glimmt immer noch, so Daß Die Gefahr noch nicht vollständig beseitigt ist. Insgesamt sind 30 Morgen Waldgelände von Dem Feuer berührt worden. 2llS Brandursache wird entweder Funkenflug von der Lokomotive eines vorbeifahrenden Zuges (Die Bahn fahrt ganz dicht an Der Brandstelle vorbei) oder daS Wegwerfen eines glimmenden Zigarren- oder Zigaretten st ummelS angenommen.
Lin sranzSsisch-ilaNenifcher Grenzzwischenfall.
Der „Matln" berichtet aus Annecy. Daß zwei französische Touristen, ein Hotelbesitzer und ein Postbeamter, Die einen Ausflug nach Dem großen St BernharD machten, beim Heberschceiten Der italienischen Grenze von zwei italienischen Mllizsoldaten angehalten wurden, Die Dem Postbeamten erklärten, daß er mit einem Photoapparctt Die Grenze nicht betreten dürfe. Der Hotelbesitzer griff ein und soll Bemerkungen gemacht haben, die von Den Miliz- foIDaten als Beleidigungen Mussolinis auf gefaßt wurden. Beide Franzosen wurden festgenommen und nach 2losta geführt. Rach Der Vernehmung konnte der Postbeamte wieder über Die Grenze zurückkehren, während Der Hotelbesitzer trotz Der Interventton DeS französischen Konsuls in Hast behalten wurde.
Notlandung Des Majors Franco.
Das Wasserflugzeug „Numancia" mit dem Major Franco an Bord, das zu einem Fluge um die Welt aufgestiegen ist, hat im südlichen Portugal in Der Nähe Der Mündung Des Guadiana auf das Wasser nicdergehen müssen. Obwohl Der Motor nicht beschädigt ist, konnte Das Flugzeug bisher nicht wieder hochkommen. Nach Prioatmel- düngen scheint es, daß Die „Numancia" infolge M o t o r e n D e f e k t s auf die Erreichung Der Azoren verzichtete. Die Besatzung Des Flugzeuges wurde an Land gebracht unb begab sich in ein Hotel. Es geht Das Gerücht, Daß Die Flieger am Freitag von neuem nach Den Azoren starten werten; bte Besatzung weigerte sich aber, irgendwelche Erklärungen abzugeben.
31 Personen
bei einer Feuersbrunst ums Leben gekommen.
Das Dorf Eonturella in Süditalien wurde durch eine Feuersbrunst schwer helmgesucht. Etwa 100 Häuser sind vollständig nieder- gebrannt und mehrere hundert Personen obdachlos. Soweit bisher feftsteht, sind 31 Personen in den Flammen umgekommen. Die Zahl Der Verletzten ist sehr groß. Den Feuerwehren aus Den umliegenden Ortschaften gelang es, noch mehrstündiger Tätigkeit ein weiteres Umsichgreifen des Feuers zu verhindern. Das Feuer ist, wie man vermutet, durch Selbstzündung infolge der gegenwärtigen Hitzwelle entstanden.
Mit dem Automobil verbrannt.
Sn der Rühe von Hall« fuhr daS Person«i- auto des Mobeisabrilanten Dechmann auS Hall« gegen einen Lastwagenzug. Der eine Panne gehabt hatte und schlecht beleuchtet war. Bei Dem Zusammenstoß wurden Dem Ehauf. feur Leopold des Personenwagens beide Beine weggelchnitten. Das Auto geriet in Brand, und Leopold verbrannte. Der Fabr.kant Beth- mann und seine Frau konnten sich nur mühsam, indem sie das Fenster «infchlugen. aus dem Wagen retten. Bechmann wurde schwer verletzt, seine Frau leichter.
400 Schaf« verbrannt.
Das mecklenburgische Gut L e p p i n wurde von einer Drandkatastrophe schwer betroffen. Das Feuer, das in einem Schafstall, wahrscheinlich infolge Kurzschlusses, entstand, legte fünf Wirtschaftsgebäude In Asche Etwa 400 Schafe kamen in Den Flammen um; außerdem wurden beträchtliche Vorräte und viele landwittschastliche Maschinen vernichtet.
Die Untersuchung Des Falles Jacobowskl.
Der Berliner Ärrmlnalrat ® e n n a t, der im Auftrag« deS Untersuchungsrichters beim Landgericht Reu-Strelch Die neuen Ermittelungen tm tfälle 3ocubotD<Tt führt, hat jetzt das Studium der Akten beendet. Die neuen Untersuchungen am Tatort Pallnaen und Die Zeugenvernehmungen werden zetzt beginnen. Reben der neuen Vor- mrterluchung gegen die Drei verhaftet gewesenen, aber wieder Freigelassenen Landarbeiter ickmmt
die Vorbereitung des Wiederaufnahmeverfahrens für Den Hingerichteten ZacubvwsA ihren Fortgang. Auf Grund der Vollmacht Der Eltern Ikacubowstis haben Rechtsanwalt Dr. Brandt k Berlin: und Dr. Koch «Schvnbevyi Adten- cinlicht bei dem Landgericht Reu-Strelrtz beantragt. um das Wied erausn ahmepeluch begründen zu können.
Schweres Bctgnxrfsunglüd in Südafrika.
Auf der Eitv-Doop Grube in den Whitwatersrand- Feldern in Südafrika wurden nach Berichten aus Iohannisburg durch niedergehende Gefteinsmasien 13 Berg/''ute, 2 Europäer und 11 Eingeborene g e - tötet. Ein Europäer und sieben Eingeborene werden noch vermißt. Es besteht fedoch keine Hoffnung, ie noch lebend zu bergen.
Vie Reklameausgaben Der stleineiseno»aeeui»dustrie.
Bekanntlich stehen d'.e Kleine.scnwarrnindustrien der verschiedenen Länder in starkem Wettbewerb miteinander. Gerade auS diesem Grunde Dürfte es nicht uninteressant fein, einmal die Reklame- auägaben der einzelnen Länder bzw. deren Kleincisenindustrirn einer vergleichenden Betrachtung zu unterziehen. Zunächst allerdings müssen wir feststellen, daß Zahlenmaterial hierüber aus Deutschland nicht au erhalten ist. Man verschanzt sich bei uns noch immer hinter das schöne Wort .Geschäftsgeheimnis". Die amerikanische Klein ei'enlnduftrie veraus- gable 192c etwa 87 Millionen Mark, di« englische etwa A4 Millionen Mark, di« f r a n - zosische insgesamt 19 Millionen Franken, die andern Länder folgen erst in größerem Ak» tande. Am rührigsten war die ftaiu6fif*t Kleineisen waren Industrie, die auch erhebliche Erfolgsziffern aufwcisen könnt«.
Das Sängetbunbesfcfl In Fahlen.
Welch gewaltiges Ereignis das „Deutsch«' Sängerbunoesfest" in Wien, das 1932 in Frankfurt a. M. abgnhalten wird, darstellte, kann man arst recht ermessen, wenn man sich einige Zahlen über diese Veranstaltung vor Augen hält. Das Fest dauerte vier Tage. Rach den Schätzmigen Dor Eingeweihten wurden etwa 40 Mill. All. Dabei umgescyt. Allein der Verkauf der Festkarten für Die Sänger bracht« anderthalb Millionen an Einnahmen. Die Festschriften für Die Hänger wogen 60 000 Kilogramm. Meh re re Güterwagen waren notwendig, um sie nach Deutschland zu tcanSportteren. Die Roten für die Wassenchore waren in fünf Güterwagen nach Oesterreich gebracht worden. Hinzu kommen noch 3 Millionen Festabzeichen, viel« Ladungen Propa gandamate-rialS und die Sängerzeitung in einer Auslage von fast einer halben Million. Die Hotels waren saft ausschließlich von den 5000 Deutschamerikanern beseht. 300 Schulen dienten als Quartier für 40 000 Sänger. Für Die 2hK- ftattung hatte die deutsche Heeresverwaltung 140 Gutorwagen mit 60 000 Dettgamituren geschickt. Für Die Strohsäcke mußte ein ziemlicher Seil der österreichischen Strvhernte aufgekauft worden. Außer den Massen quartieren wurden noch 55 000 Privatquartiere belegt. Gs wurde auffallendvielMil ch g e trunken, und »tour 20 Prozent mehr, als Wien sonst gewöhnt ist. Ferner haben Die Sänger etwa 8000 Liter Speiseeis vertilgt. Die Bäcker haben an Dem vier Festtagen 400 000 Brote und 4 Mil - Honen Semmeln gebacken. Dagegen ist Die für daS Fest bereitgestellte Butter zum großen Te-ii verdorben. 35 000 Sänaer hatten sich für die Festtage gegen Tod und Unfall versichern lassen, 3000 Vereine hatten svaar ihre Fahnen und Fahnenbänder versichert. Der Festzug soll 20 000 Mk. gekostet haben. Ueber 600 000 Festpostkarten wurden verkauft, ferner 150 000 Fest- abzeichen und 100 000 Papierfahnen. Man rechnet mit einem Ueberschuh.
Das serbische Regiemngsprogramm. Korosetfck vor der Lkupschtina.
Belgrad. 2. Aua. (WB.) In der Skup- schttna verlas der Ministerpräsident K o r o • setsch die Regierungserklärung, in der betont wird, daß die Regierung in der staatlichen Verwaltung den Geist der Objekttvität, der vollkommenen Ehrlichkeit unter größter Beschleunigung einführen wolle. DaS Arbeitsprogramm der Regierung umfaßt für die gegenwärtig« kurze Tagung die Erledigung der Gesetze über die Steuerreform, über Die Gerichte und über Die Staatsbürgerschaft, sowie Die Erfüllung der bereits seit längerer Zeit bestehenden Verpflichtungen internationalen Eharakters, womit D i e Ratifizierung der Konvention von Rettuno gemeint ist, weiter die Agrarreform. Sodann wird in der Erklärung gesagt, Die Regierung werde es bedauern, wenn an diesem Programm nicht die Abgeordneten au- sänitlichen Parteien teilnehmen sollten. Das in schärfster Weise zu verurteilende Verbrechen vom 2 0. Juni dürft« fein Grund für Die Unterbrechung Der Zusammenarbeit fein. Diese traurige Tat eines Einzelnen dürfe nicht verallgemeinert werden. Die Regierungsparteien wünschten, daß die 2lbg«ordneten, welche ohne genügenden Grund daS Parlament verlassen hätten, zur gemeinsamen gesetzgeberischen Tätigkeit zurückkehrt en. Es wäre sehr zu bedauern, wenn einzelne Parteien und Personen das tragische Ereignis benutzen sollten. Die Vollsmassen zu Schritten zu veranlassen, welche mit der bestehenden Verfassung und mit Den bestehenden Gesetzen im Widerspruch stehen würden. Die Regierung wäre nicht nur verpflichtet, sondern auch bereit, der Verfassung und Den Gesetzen gegenüber jedermann Achtung und Geltung zu verschaffen. In bezug auf Di« auswärtige Politik wird in Der (Sdlärung festgeftellt, daß Die bekannte Friedenspolitik SüdslawienS unverändert bleibe. Rach der Verlesung Der Erklärung ging Die Skup- schtina zur Tagesordnung über, lehnte den Antrag auf Erhebung einer Anklage gegen den ehemaligen Iulttzminister Subottftch mit 139 gegen 3 Stimmen ab, nahm das Gesetz über die Gerichtsreform an und wählt« an Stell« des verstorbenen Abgeordneten Madonowitsch Den Demokraten Michails Kufunllchittch zum ersten V'^prälidenten der Skupschtina.
Angriffe gegen Koroseisch.
Berlin, 2. Aug. Die vom Reichsverkeyrs- Belgrad. 3. Aug (XU.) Die bäuerlich- Ministerium und von der Hauotverwaltung her Dcmotrati'cf c Koalition hat. wi« aus Agram ge- Dculschen Reichsbahn zur Untenuchung der Ur- meldet wird am Donnerstag eine geheime Sit- lathcn Der Istnkelscherbener Eisenbahnkatasi rophe 1 zung abgehalten. Der Oeffentttchkett wurde allein


