Einzelbild herunterladen

nach der Stadt Bad Homburg nach dem Hirtchgar- tcn oder nach der Saalburg. J.n 2O.i5 il^r rt? ter Jug Bad Homburg uib traf um 21.30 1V,1 in Gießen wieder ein. Gleichzeitig halten ülj' Mc Eifenbahnerrcreine Marburg und Tittenburg' Hatger ihren Ausflug nach Bad Homburg unter­nommen

Nürnbergs ahrt der Hessischen Dolkshochschuleir Die hessischen DolShoch- schulen untern-bm en eine Fahrt nach Nürnberg zur Dürergedächtnisau-stellung GS war der erste Dersuch. Menschen, die sich nicht kannten, zu einer gemeinsamen F h t zusammenzufassen Der Dersuch ist aus« beste geglückt Es zeigte sich, daß gcrabc da« nur von der Sache her bestimmte Zusammensein, nämlich Nürnberg mcd die Dürer- gedächtniSausstcllung zu sehen, auch tür das Ge­sellige beste Dorbedingung war. Die ^Führung bemühte -fidj. au« der alten Stadt und der Aus­stellung .Dürer" und .Deutsche Kunst der Gegen- wart ' da« wesentliche herauSzunehmen und dieses wenige wirk-tch erleben zu lassen. Ts ist bei solchen Fahrten unwichtig, viele Namen und Zahlen genannt au bekommen, die man ja doch wieder vergißt. Wichtiger dagegen ist zu sehen. Die zwn Zage in Nürnberg waren vollkommen auSgesüllt Der Sonntag führte die Teilnehmer zunächst auf die Burg, um einen üeberblid auf die ganze Stadt au gewinnen, dann durch die alten Straßen und Psähe, in die Kirchen St. Lorenz unb St. Sebald und in eine Neihe von alten Höfen. Der Abend vereinigte die meisten Teilnehmer in die H ans-Sa chss viele. Der Mon­tag war den beiden Aufstellungen gewidmet, tie herzliche Fröhlichkeit der Rückfahrt zeigte. Mfi alle Teilnehmer von der Fahrt befriedigt waren und sicher wieder an solchen Dolkshoch- schulsohrten sich gerne beteiligen werden.

Oberheffen.

Landkreis ließen.

(.) Lang-Gons, 2. Juli. Ein U n g l ü ck s f a ll ereignete sich am Samstag in der hiesigen Ziegelei Wilhelm Fischer (Wiesbaden). Beim Ausfahren des Lastautos wurde ein junger Arbeiter aus Nieder­kleen, als er den Anhänger befestigen wollte, st a r k gequetscht. Dr. Schäfer von hier leistete die erste Hilfe. Doch sind die Wunden und Quetschungen nicht lebensgefährlich.

I. Trais-Horloff, 2. Juli. Die Kir­chengemeindevertretung hat in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, das Innere unserer Kirche renovieren zu lassen. Zunächst soll der Kirchenraum geweiht und dann in Oelanstrich erneuert werden. Da diese Herstellungsarveiten schon seit langer Zeit sehr notwendig sind, wegen anderweitiger drin­gender Inanspruchnahme deH Mittel bisher aber immer wieder zurückgestellt werden muhten, wird der jetzige Beschluß der Kirchengemeindevertre­tung allgemein begrüht.

tötete Friedberg.

Lpd. Bad-Nauheim 2. Juli. Hier wurde eine angebliche Malerin aus Aachen v e r h a f t e t, die vor einiger Zeit in einem Frankfurter Hotel, aus dem sie unter Hinterlassung einer größeren Schuld plötzlich verschwunden war, Betrügereien ver­übt hatte.

r. Kirch-Göns. 2. Juli. Das Jahr 1928 ist das erste Jahr, in dem unsere Gemarkung nach beendeter F e l d b e r e » n i g u n g ein ganz anderes Gesicht bekommen hat. Ueberoll sieht man neue Wege und größere Grundstücke. Nördlich des Bahnhofes wurde die Uebcrfahrt durch eine neue Detonbrucke erleich­tert. eine ähnliche Drücke soll weiter südlich noch er­stehen. Die Kosten der Feldbereinigung sind durch den Berkaus von Mastegrundstücken, die zum Teil sehr teuer waren, gedeckt worden. Die Privat- jt räucher (Waldparzellen in Privathänden) sind bei der Bereinigung verschwunden und in Aecker Der wandelt worden. Der Naturfreund wird freilich die reizvollen Abschlüsse an dem Wald, die besonders im Herbst in bunten Farben prangten, sehr oermisien. Auch die Kinder, die hier Blumen, Erdbeeren und Brombeeren in Mengen pflücken konnten, sehen jetzt nur noch Kartoffeläcker. Winter- und S o m- mer frucht steht glänzend, und wenn kein Unwetter kommt, verspricht das erste Jahr nach der Bereinigung eine reiche Ernt . Bon den Aepselbäu men haben nur die spätblühenden etwas ongesetzt. Birnen bringen eine gute Mittelernte. Der Mo- nat Juni hat auch in unserem kleinen Dorfe u n - gewöhnliche Todeso pser gefordert. Drei Personen, im besten Aller stehend, wurden hinweg- gerafft.

WSN. Reichelsheim, 1.Juli. Der Fahrrad- Händler Robert Sprengel fuhr hier mit seinem Motorrad, aus einer Nebenstraße kommend, in das Lastauto einer Darmstädter Firma Er wurde bei dem Zusammenprall zur Seite geschleudert und erlitt ernste Verletzungen. Das Motorrad ist stark beschädigt, die Schuldfrage noch nicht geklärt.

törete Büdingen.

r* Nidda. 2. Juli. Die Wiederher- stellungsarbeiten an der evangeli­schen Kirche, für die etwa 15 ODO Mark vor­gesehen, haben im Laufe der vorigen Woche begonnen. Sie werden fast ausschließlich von ein­heimischen Geschäftsleuten auSgeführt und sollen bis zum Herbst beendet fein. Inzwischen werden die GotteSdienstr in den unteren Daumen des Kasinos abaehalten. Der innere Ausbau des Realschulneubau« macht gute Fort­schritte. so dan die Einweihung jedenfalls noch vor den öerbftferien erfolgen kann. Unter dem Vorsitz deS Studienrats Dr. Kraft hat sich eine Tetcini-iuna der ehemaligen Schüler gebildet, die die ki.nst e ische Au fchmückung der verschiedensten Räume übernimmt.

tötete Atefcld.

M AlSfeld. 2. Juli. Dom schönsten Som- mertretter begünstigt, fand am Sonntag die E i n- weihung d.'s vom Dogelsberger Höhenclub. Zweigv^rein Alsield, errichteten und der Stadt geschenkten AussichtStcmpels aus dem Dölsingberg statt. Unter den Klängen der Musikkapelle Meinhardt marschierte der Als- selber Zweigverein des D. H. C. vom Marktplatz in stattlicher Zahl nach dem hübsch über der Stadt gelegenen neuen Aussichtstempel. Für den D. H. L. sprach Schulrat Huis, der das errichtete Werk als eine Ehrung für den derzeittgen Dor- sitzenden deS Dercins. Bürgermeister Dr. Dölfchg, und als ein Geschenk für die naturliebende All­gemeinheit der Bewohner von Alsfeld feierte. Namens der Stadtverwaltung übernahm Bürger- meister Dr. Dölsing den Aussichtstempel in die Obhut und älnterhallung der Stadt, wobei er darauf hinwies, daß der Alsfelder D. H. E. ein, wenn auch bescheidenes, Denkmal rühmens­werten, bürgerlichen Gemeinsinns für die Stadt Alsfeld geschaffen habe. Es sei ein erfreuliches

Zeichen, daß allmählich in weiten Dolkskreisen der Sin- iür di: Schön).sit.". der freien Natur erwacht f ?(. der tn 6er. icgen Del ach der von ter Stadl in deren Umgebung geschaffenen An- . gen zum Ausdruck komme Die von Lehrer Heidt (Leusel» geleitete Gesangsabtcilung des D. H. E. umrahmte die schlichte, aber stimmungs­volle Feier durch einige schön oorgetragenc Ehöre im Derein mit Musikstücken der Kapelle Meinhardt. Don dem Aussichtstempel, der in Naturrundhvlz nach den Plänen des kürzlich verstorbenen Stadtbaumeisters Egner errichtet ist, genießt man einen prächtigen Rundblick in die weitere Umgebung der Stadt. Bei der Feier wurde zum ersten Male das von dem verstor­benen Alsfelder Lokaldichter Ludwig Sonder­mann verfaßte und von Mufiklehrer Meinhardt vertonte Alsfelblied gesungen, das von nun an bei allen festlichen Gelegenheiten zu Gehör gebracht werden soll. Nach Beendigung der Feier begaben sich die Teilnehmer in geschlossenem Zuge nach dem schön gelegenen Wäldchen in der Steinfaute. woselbst man noch bei Mufii und Gesang einige schöne Stunden der Unterhaltung genoß

»er. Nieder-Ofleiden, 2. Juli. Das hiesige Basa11werk der Mitteldcutschcn Hartstein- Industrie hat im Laufe der letzten Monate einen großen Betonneubau mit Eisenkonstruk- t i o n errichtet. Für die zu diesem Neubau führen­den Drahtseile wurden neue stärkere Träger erbaut, weil diese nunmehr Förderkörbe mit einem Kubik­meter Inhalt tragen sollen, während die alten För- derkörbe nur i Kubikmeter faßten. Die Errichtung eines zweiten Betonbaues in denselben Dimensionen ist geplant. Statt der bisherigen drei Tagesschichten läßt die Firma nach der Inbetriebnahme dieser neuen Anlage nur noch eine Schicht arbeiten.

V Otterbach, 2. Juli. Am gestrigen Sonntag veranstaltete der hiesige Schützenoerein sein diesjähriges Preisschießen. Bester Schütze wurde Heinrich H a n i t s ch aus Hainbach mit 35 Ringen, Zweiter war Wilhelm Musch (Hainbach), ebenfalls mit 35 Ringen; den 3. Preis erzielte August Decher (Hainbach) mit 35 Ringen.

Starkenburg.

40 Jahre Darmstädter Freiwillige Sanitätökolonne.

WEN. Darmstadt, 2. Juli. Am Sonntag beging die Freiwillige Sanitätö - Haupt-Kolonne vom Roten Kreuz in Darmstadt die Feier ihres 40jährigen Be­stehens. Bei dem offiziellen Festakt hielt nach einleitenden musikalischen Dorträgcn Professor Dr. Eugen Köfer die Festrede, in der er auf die hohe Bedeutung des Tages hinwies. Mit Andacht und Ehrfurcht blicke man auf die Män­ner. die in uneigennütziger Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft das Wort ..Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" täglich, ja stünd­lich bewahrheiten. Hoch llinge der Hymnus vom braven Mann. Der Redner ging dann kurz auf die Geschichte der Kolonne seit ihrer Gründung ein und gedachte der Männer, die in Ausübung ihrer Pflicht ihr Leben ließen. Auch ein Der- treter der hessischen Regierung ergriff in an­erkennenden Aeußerungen das Wort. Namens des Hessischen Landesverbandes vom Roten Kreuz beglückwünschte dessen Präsident Geheimrat von Hahn die Kolonne und überreichte eine Uyft- voll ausaeführte Ehrenurkunde, ferner daS vom Hessischeck Landesverein gestiftete Ehrenzeichen an einige Kolonnenmitglieder, und brachte ein begeistert auf genommenes Hoch auf die Kolonne aus. Am Nachmittag fand eine öffentliche Sani­tätsübung auf dem Flugplatz statt, die einen sehr interessanten Derlauf nahm. Zu der Deranstal- tung waren viele Kolonnen aus Mainz, Offen­bach und anderen hessischen Städten und Otten erschienen.

Rheinhessen.

WSN. Mainz, 2.Juli. Die Stadtverordneten­versammlung gab gestern einstimmig ihre grundsätz­liche Zustimmuna zu dem Bau einer gewerd- lichen Knabenberufsschule und einer K u n st g e we r b e f ch tt le auf Fort Martin mit einem vorläufigen Kostenaufwand von 2,5 Mill. Mk. Ferner wurde beschlossen, zum Andenken an den ver­storbenen Oberbürgermeister Göttelmann eine Straße Göttelmannstraße zu benennen.

Heffen-Rassauischer Kurzschristverband.

WSN. Mainz, l. Juli. Dom 30.3uni bis 2. Juli tagte in Verbindung mit der Feier des 20jährigen Bestehens der Stenographenvereini­gung Mainz der Hessen-Nassauische Kurzschriftverband Die Deroandsver- treterversammlung am Samstag beschloß, den 49. Verbandstag im Jahre 1929 in Wiesbaden abzuhalten. Der Derband zählte am 1. April 1928 15? Dereine mit 11 300 Mitgliedern. Der Dor­stand wurde in seiner Gesamtheit wiedergewählt. Beim Derbandswettschreiben am Sonntag, an dem sich über 1000 Mitglieder beteiligten, konnten verteilt werden 70 Ehrenpreise, 636 erste, 152 zweite und 78 dritte Preise Don den Spitzen­leistungen seien erwähnt: 320 Silben: Böh - mann (Darmstadt) erster und Ehrenpreis, 300 Silben: Qhigufti* Hock (Mainz- erster und Ehrenpreis. Die Ehrenpreise »ertnlten sich unter 64 Ginheitler und sechs Gabelsvergeraner. In der Festve sammlung am Sonntag, zu der Ver­trete r der hessischen Regierung, der Reichs- und städtischen Behörden sowie de: Wirtschaft unb der Schulen erschienen waren, hielt der Dundes» vorsihendr, Regierungsrat Dr. Blaue rt, vom Stenographischen Landesamt Dresden den Fest­vortrag

Preußen.

Mreid Wetzlar.

Lützellinden, 2. Juli. Dieser Tage fand an derHolzburg" die Versteigerung der dies- jährigen Kirschenernte der Kirschbaumanlage unserer Gemeinde statt, die verhällnismäßia gut be­sucht war. Die Gebote für den einzelnen Baum be­wegten sich durchschnittlich zwischen 2,50 Mark bis IL50 Mark, so daß der Zentner Kirschen am Baum schätzungsweise mit 30 bis 40 Mk. ersteigert wurde G, Niederkleen, 2. Juli. Der Ge­rn e i n d e r a t beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung mit dem Umbau des hiesigen Schuthauses. Der bauliche Zustand des Schulhauses ist feit einigen Jahren ein derart schlechter, daß die Gemeinde zur Domahme um» fangreicher Reparaturarbeiten gezwungen ist. Die Arbeiten sollen nach einem von dem Kreisbau­amt aufgestellten Kostenvvranschiag ausgeführt und sofort öf entiidb ausgeschrieben werden. Die Kosten des Umbaues belaufen sich auf mehrere tausend Mark. Das Dach des Schulhauses ist

bereits im Dorjahre einer gründlichen Instand­setzung unterzogen worden - Die burev den hiesigen Ort führende Provinzialstrahe 'oll in die'em Jahre von feiten der Prvvinzial- straßenbauverwaltung vom Backhause bis zu der Michelschen Wohnung mit einem neuen Pflaster versehen werden. Die Provinzialstraßenbauver­waltung macht hierbei zur Bedingung, daß die Gemeinde auf der zu pflasternden Straßenstrecke auf der einen Seite einen Bürgersteig anlegt, um den Fußgängerverkehr mit Rücklicht auf den Durchgangsverkehr von der Fahrbahn ab- Auleitcn. Der Gemeinderat ist nicht abgeneigt, den Bürgersteig anzulegen, wünscht jedoch vorher die Ausstellung eines Kostenvoranschlages durch die Kreisstraßenbauverwaltung, der sich auf die Anlegung des Bürgersteiges bis zum Dorf aus- gang nach Dornholzhausen erstrecken soll. Die Gemeinde hat bei dem Mathildenstift zu Butzbach zur Ausbringung der Kosten für den Wasserleitungsbau ein Darlehen von 20 000 Mark ausgenommen, dessen Tilgung so­lange auSgesetzt werden sollte, bis daS von Reich und Staat aus Mitteln der produktiven 6r- werbslofenfürsorge gewährte Darlehen für den Was'erleitungsbau abgetragen ist Die Aufsichts­behörde bat sich hiermit nicht einverstanden er­klärt. verlangt vielmehr den sofortigen Be­ginn der Tilgung dieses Darlehen-, und zwar aus der Entschödiauna. die der Gemeinde aus der Abgabe des überschüssigen Wasser- für die gemeinsame Wasserversorgungsanlage der Ge­meinden Hochelheim und Hörnsheim zuslieht. Da die Gemeinden Hochelheim und Hörnsheim mit

dem Wasserleitungsbau noch nicht begonnen ba­ten und auch noch nicht fest loht, von welchem Zeitpunkte ab der hiesigen Gemeinde die Ent­schädigung für die Wasserabgabe tatsächlich au- fließt, behielt sich der Geme.nderat spätere Be­schlußfassung über diese Angelegenheit vor.

Tilltrcie.

bl Herborn, 2 Juli Jrn nahen Herborn­see l b a d) stürzte der über 70 Jahre alte Bergmann Karl G 0 rzeI von einem Heuwagen. Der be­dauernswerte Mann ist an seinen schweren Verletzun­gen g e ft 0 r b e n.

C bc no cfterronlb trete.

WSN Hachenburg, 2. Juli. In dem hier zur Zeit gastierenden Zirkus Hagenbeck verletzte ein Tiger während der Vorstellung den Tier­bändiger durch B i s s e u n d T a tz e n h i e b e an Schulter und Hand. Durch das Eingreifen einiger Tierwärter und das besonnene Verhalten des Domp­teurs konnte die Vorstellung zu Ende geführt werden.

Berliner Börse.

Berlin, 3.3uli. <WTD Funkspr.) Auch heute früh ist da« Geschäft noch sehr Nein. Der Marli liegt ohne Anregungen, die Tcndenz neigt bei der herrschenden Lustlosigkeit zur Schwache, zumal die gestrige Ne. Yorker Börse ebenfalls schwach verlies. Die Spekulation Ist aber zurückhaltend, da sie immer noch mit einer baldigen Erleichterung am Geldmarkt rechnet. Dorläusig hört man Farben 271 Bries und Siemen« 367 zu 368. Am Devisenmarkt nennt man: Paris 124,21, Mailand 92,78, Spanien 29,54.

ÄegM der Gießener MergeseUchasi 1877.

Am Samstag und Sonntag veranstaltete die Gießener R u d e r g e s e l l s ch a f t v. 18 7 7 ihre diesjährige Regatta. Man war sichtlich überrascht, daß auch die Ruderer seit langer Zett einmal bei ihren Weitkämpfen wirklich gutes Weiter hatten, daS ihnen in den letzten Jahren meist versagt war. Die Folge davon war, daß alle Betettigten mit viel größerem Eifer und Interesse bei der Sache waren, als e« vielleicht bei schlechtem Wetter gewesen wäre. Am Samstag waren verhältnismäßig wenige Zu­schauer Zeugen der interessanten Wettkämpfe, während am Sonntag beide Lahnufer dicht von Zuschauern besetzt waren, die bi« zum Schluß dem Derlauf der einzelnen Rennen folgten. Während der Wettkämpfe sorgte die Kapelle Topp für eine sehr gute Unterhaltungsmusik.

In sportlicher Hinsicht war der gebotene Sport gut und fand auch verdientermaßen volle An­erkennung. Leider konnten die Gießener Ruder­gesellschaft v. 1877 und der Derein Rudersport 1913 Gießen keinen ersten Sieg für sich buchen.

Unseren Gießener Paddlern, mit Ausnahmen, sei hiermit dringend ans Herz gelegt, für die Folge bei Ruderregatten, ganz gleich, von wem sie veranstaltet werden, ihre Paddelboote zu Hause zu lasten und nicht, wie es am SamStag und Sonntag geschah, dauernd auf der Renn­strecke ihre Künste zu zeigen: denn e« ist nicht ausgeschlossen, daß durch ein derartige« Ver­halten sich leicht ein unbeabsichtigter, unvorher­gesehener Unfall ereignen kann. Schließlich hatten doch auch die Ruderer eine Regatta und nicht die Paddler. Wie wäre e« im umgekehrten Falle?

Im Anschluß an die Wettkämpfe wurde durch den ersten Dorsihenden der Gießener Ruder­gesellschaft v. 1877, Ernst Niemann, diePreis- verteiluna auf dem Boot«platz vorgenommen.

Den Schluß der CBeranftaltung bildete am Sonntagabend ein prächtiges Brillant- Feuerwerk, das nochmals eine zahlreiche Menschenmenge an beide Lahnufer lockte und von ihr mtt großem Bestall ausgenommen wurde. Nachstehend Die

Ergebnisse bet Hauptrennen.

Dahnlänge etwa 2000 Meter.

Erster Tag (SamStag).

Jean - Kirch - Gedächtnis-Rennen. Dieter (Herausforderungspreis): 1. Limburger Ruderverein von 1895. 7 Min. 17 Sek. 2. Wetz­larer Ruderclub von 1880 (bei 1700 Meter auf­gegeben).

Junior-Dieter (Herausfcrderungspreis): 1. RuderclubGermania" Köln. 6 Min. 55 Sek. 2. Ruderverein Kassel, 7 Min. 2 Sek. 3. Derein Rudersport" 1913, Gießen. 7 Win. 11 Sek. (Haller. Weller. Gistey, Heck, Steuer: Roll). Germania" Köln seht sich kurz nach dem Start an die Spitze und fährt das Rennen sicher nach Hause, während Kassel mit einem Abstand von einer Bootslänge den zweiten Platz belegt, und Gießen weitere drei DootSlängen als dritte das 3iei passiert.

Jungmann-Di erer, Gefallenen- GedächtniS-Rennen (Herausforderung«- pre:S): 1. Ruderverein Rüsselsheim. 7 Win. 9. Sek. 2. Limburger Ruderverein von 1895, 7 Min. 27 Sek. Eins sichere Sache für Rüsselsheim.

Jungmann-Ciner (Ehrenpreis): 1. Lo­che mer Rudergesellscha^t (Hans Fellenz), 7 Min. 36.5 Sek. Bei 1000 Meter geraten die zwei weiteren Boote, die ebenfalls in die'e.n Rennen starteten, und zwar Rudrrclub Griesheim (Al­bert Garthe) und Gießener Rudergesellschaft lWilli Michel) in Kollision. Griesheim wird daraufhin vom Rennen ausgeschlossen und Michel l Gießener R.-G.) gibt auf. weil da« Rennen durch den Zwischenfall an Interesse verloren hat.

Dieter (Wanderpreis der Stabt G.eßen): 1. Limburger Ruberverein von 1897. im Allein­gang 7 Min. 35 Sek.

Junior-Achter (HerausforderungSoreis): 1. RuderklubGermania" Köln. 6 Min. 20 Sek. 2. Kölner Ruberverein von 1877. 6 Min. 20.2 Sek. Wirklich ein äußerst spannendes Rennen, dasGermania" Köln mit halber ßuftfaftenlänge kurz vor dem Ziel für sich entscheiden konnte. Beide Mannschaften kämpften vom Anfang bi« zum Schluß mit aller Energie um den Sieg, die 'chliehlich dem Rennen eine besondere Rote ver­lieh.

Zweiter Dieter (Ehrenprei«): 1. Ruber- club ..Kuthesten". Kassel. 7 Win. 7 Sek. 2. Wetz- later Ruderclub von 1880. 7 Win. 24 Sek. Kassel schiebt sich am Start sofort an die Spitz« und gewinnt mit 6 Dostslängen Dorsprung.

Zweiter Jungmann-Dierer (Ehren­preis): 1. Rudcrverein Kassel, 7 Min. 19 Sek. 2. Ruderverein -Hella-" Offenbach, (bei 1700 Meter aufgegeben).

Zweiter Einer (Ehrenpreis): 1. Ruber- verein Kassel (Erich Jeep), 7 Min. 28.2 Sek. 2. Cochemer R.-G. (Hans Fellenz), 7 Min. 33 Sek. Jeep-Kastet geht kurz nach bem Start

in Führung und vergrößert auf der Strecke seinen Dorsptung. der ihm einen sicheren Sieg bringt.

Anfänger-Dierer (Ehrenpreis): 1. Lim­burger Ruderclub von 1907 7 "Jilin. 15 Sek.: 2. Gießener R.-G. von 1877 7 Min. 45 Set. (Möhl, Fehn, ßiebau. Reichert: Steuer: Loh): 3. Limburger Ruderverein 1895 (bei 1200 Meter aufgegeben). Das Rennen war schon bei 1000 Meter entschieden: Limburger Ruderctub gewann überlegen.

ö - Achter (Ehrenpreis): 1. Ruderclub Gries­heim 6 Min. 20 Sek.: 2. Derein .Rudersport" 1913 Gießen 6 Min. 28.2 Sek. (Haller, Weller. Gifseh. Keller. Borst, Heck. Best, Heck: Steuer: Mühlich). Die Boote blieben bi« etwa 1200 Meier auf gleicher Höhe, dann schiebt sich Gries­heim langsam vor und fährt das Rennen sicher nach Hause.

Zweiter Achter (Ehrenpreis): 1. Ruder- ctub .Germania". Köln 6 Min. 30 Set; 2. Kölner Ruderverein von 1877 6 Min. 33,6 Sek Auf der ganzen Strecke ein herrlicher Bord- an-Dorbkampf, dem schließlich R.-E.Germania" Köln ein Ende bereitet, indem er die Führung übernimmt und mit 3'4 DootSlänge Dorsprung den Sieg an sich reiht.

Zweiter Tag (Sonntag).

Iunarnann-Dierer, Adols-Fischer- Dedächtnis-Rennen (Herausforderungs- Preis): 1. Limburger Ruderclub von 1907 7 Mm. 25,6 Sek.: 2 Limburger Ruder verein von 1895 7 Min. 46,4 Sek. 3. Gießener Ruderaesellschaft von 1877 (bei 1700 Meter aufgegeben). Bi« 500 Meter liegen die Boote auf gleicher Höhe, bann schiebt sich der Limburger Ruderclub 1907 vor, dahinter Limburger Duderverein 1895, wäh­rend die Gießener Ruderaesellschast von 1877 zurückfällt und bei 1700 Meter aufgibt. Lim­burger Ruderclub gewann das Rennen mtt sieben DootSlängen Dorsprung.

Jungrnann-Achter (HeraussorderungS- preis): 1. Ruderverein Rüsselsheim 6 Win. 28,2 Sek.; 2. Ruderclub Griesheim 6 Min. 35,4 Sek. Nach dem Start übernimmt Gries­heim die Führung, muß sie aber bald, infolge starken Aufkommens von Rüsselsheim, abgeben. Rüsselsheim hält sich an der Spitze und gewinnt mit zwei Längen voraus.

Einer, Lahn-Pokal, (Herausforderungs­preis): 1. Cochemer R.-G. (Carl Hausmann) 7 Min. 45 Sek.: 2. Gießener R.-G. von 1877 (Dr. W. Mütter) 7 Min. 53 Sek. Bis 1000 Meter liegt Müller etwas vor, bann kommt HauSmann vor Müller zu liegen und gewinnt außerdem noch weiteres Terrain, weil sich Mütter bei der 1700 Meter-Marke erheblich versteuerte und beträchtlich zurückfiel. HauSmann buchte dadurch einen sicheren Sieg für sich.

Dierer ohne Steuermann (Heraus- sorderungspreiS): 1. R.-G. Wiesbaden-Biebrich 1888 1900 7 Min.: 2. DereinRudersport" 1913 Gießen 7 Min. 0,8 ©et. Auf der gangen Strecke ein Kampf um die Führung, erst kurz vor dem Ziel kann sich Wiesbaden-Biebrich eine Kleinigkeit vor schieben und gewinnt das Rennen mit halber Luftkastenlänge.

Junior-Einer (Ehrenpreis): 1. Ruderver­ein Kassel (Erich Jeep) 7 Min. 52 Sek.: 2. Cochemer R.-G. (Hans Fellenz) 8 Min. 6 Sek. Jeep R.-D. Kassel nimmt sofort die Spitze ein und siegt unangefochten mit sechs Boot«- längen voraus.

Dritter Dierer (Ehrenpreis): 1. R.-Spv. .Teutonia", Frankfurt a. M. 6 Min. 58 Sek.: 2. RuderclubSaar" Saarbrücken 7 Min.: 3. Ruderverein Kassel (bei 1800 Meter aufgegeben). Wechselnde Führung zwischenSaar' Saar­brücken undTeutonia" Fransiurt, schließlich schiebt sichTeutonia" Frr.nkfurt vor und ge­winnt, nach einem 200 Meter vor bem Ziel heftig einsetzenden Endkampf, mit knapp einer Bootslänge Dorsprung bi« Rennen.

Zweiter Junior-Dierer (Ehrenpreis): 1. Ruderverein Kassel 7 Min. 5 Sek.: 2. Ruder­verein Rüsselsheim 7 Min. 9 Sek. Kassel läßt Rüsselsheim einige Zeit nach bem Start hinter sich unb gewinnt das Rennen, obwohl Rüssels­heim teilweise stark von hinten brängte, mtt zwei Bovtslängen Dorsprung.

Achter (Herausforderungspreis-: 1. Limbur­ger Ruderverein von 1895 6 Win. 35 Sek.: 2. Wetzlarer Luderclub von 1880 6 Min. 40,4 Sek. Limburg schüttelt 'einen Gegner bald ab unb fährt ein scharfes Hermen, dicht gefolgt von Wetzlar, zum Sieg.

Ermunternngs-Dierer (Ehrenpreis): 1. Ruderverein Rüsselsheim 7 Min. 28,4 Sek.: 2. Gießener Rubergesellschaft von 1877 7 Min. 40 Sek. Bei etwa 1000 Meter fällt die Gieße­ner Rudergesellschaft zurück und muß den Sieg den Rüsselsheimern überlassen, die tm Ziel vier Bovtslängen vorliegen.

Akademischer Dierer Herausforde­rungspreis): 1. Frankfurter Ruderverein von 1865