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benbgc®id^t 50 bis 52. van ca 200 bie 240 Pfund 51 bis 53; von ca 160 bis 200 Pfund 51 bis 53. fleischige Schweine von ca. 120 bis 163 Pfnnd 46 bis 50 Mark. Marktverlauf Bei allen Licbgattungen ruhiger Hand.'!, ausverkauft.

Aach dem Ausweis der Aeichsbank vom 30. April hat sich die gesamte Kapi­talanlage der Dank in Wechseln und Schecks. Lombards und Effekten in der Llltimowoche um 525.1 Mill, auf 2690.6 Mill. Mark erhöht. Im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 457,3 Mill, auf 2492.9 Mill. Mark, diejenigen an Lombards um 66,8 Mill, auf 102.8 Mill. Mark zugenommen. Außer­dem sind Reichsschahwechsel in Höhe von 1 Mill. Mark angekauft worden. Die Anlage in Effekten ist mit 94,0 Mill. Mark weiterhin annähernd unverändert geblieben.

An Reichsbanknoten und Rentenbant­scheinen insgesamt sind 701,1 Mill. Mark neu in den Verkehr abgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 649,4 Mill, auf 4409,5 Mill. Mark, derjenige an Renten­bankscheinen uni 51,7 Mill, auf 609,3 Mill. Mark erhöht. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 16,3 Mill. Mark verringert. Die fremden Gelder zeigen mit 557,9 Mill. Mark eine Abnahme um 113,2 Mill. Mark.

Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen zusammen sind mit 2208,7 Mill. Mark, im einzelnen die Goldbestände mit 2040,9 Mill. Mark, die Bestände an deckungs­fähigen Devisen mit 167,7 Mill. Mark ausge­wiesen. Die Deckung der Roten durch Gold allein betrug 46,3 Proz. gegen 54,3 Proz. in der Borwoche, die durch Gold und deckungsfähige Devisen 50,1 Proz. gegen 58.8 Proz.

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Keine Aenderung der Gummi- rcifenpreise. Der Verein deutscher Gummi­reifen-Fabriken hat beschlossen, eine Aenderung in den Reifenpreisen nicht eintreten zu lassen. Die Senkung der Rvhgummipreise in den letzten Wochen hat sich auf die Bestände in den Roh­materialien und Fertigfabrikaten bei den ver­arbeitenden Fabriken und im Handel noch nicht auswirken können. Dazu kommt, daß die Ge­stehungskosten durch die Erhöhung der Löhne und Gehälter und andere, die Preise berühren­den Faktoren ungünstig beeinflußt werden.

- 3 M i l l i o n e n - 25n l e i h e des Be- zirksvcrbandes Kassel. Ein Konfor- lium, dem das Bankhaus Gebr. Arnhvld in

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Letzte Nachrichten.

Ein neuer deutscher Ozeanflug.

R u b o l ft a b t, 3. Mai. (MTV- Funkspruch.) Ivie mir erfahren, find bie Verhandlungen über einen flveilen deutschen Flug nach Amerika zum Abschluß gekommen. Die Maschine wird von dem Piloten Riftic geführt veroen. und al» iroeitet Pilot wird ooroussicht.ich der Flugzeugführer Bader an dem Unternehmen teilnehmen Bader versieht zurzeit den regelmäßigen Luftverkehr auf der Strecke Rudolstadt Nürnberg. Die Initiative zu diesem neuen Ozeanflug geht von der Diener Schauspielerin Frau D i 11 e n z aus, die bereits im vorigen Jahr den Azorenflug mitge- macht hat. Al» Startorf ist der Flugplah R u - bolftabt-Saalfelb (Schwarzatal) in Aussicht genommen. Die Masästne wird in ben nächsten Tagen hier erwartet. Der Flug wirb dann zunächst ebenfalls nach Balbonell (3rlanb) führen. L» ist beabsichtigt, nach Möglichkeit von dort Jl e u n o r f zu erreichen. Bi» Balbonell wirb vielleicht auch eia Rabolftäbfer Journalist an dem Fluge teilnehmen Auf Anfrage wird uns in Berlin von dem Bet tretet der Frau Dillenz bestätigt, daß die verband lungen über diesen Ozeanslug tatsächlich perfekt geworden sind. Tlut läßt sich übet den Zeit­punkt des Start» noch nicht» sagen, da et natur­gemäß vom ID etter und von ben technischen Vor­bereitungen abhängig ist-

Zwei Llnglücketfällc in Gießen

Sin Zusammenstoß zwischen einem Klein­auto und einem schweren Motorrad ereignete sich heute vormittag gegen 10 Uhr in der Äatfer- Allee auf dem Platz vor der Moltkestraßc Doti kam der Pflasterermeister Karl Philipp Schäfer von W i e s e ck mit seinem Motorrad gefahren, um nach dem Schisfenberger Weg zu gelangen. Auf biS jetzt noch ungellärte Weife geriet er auf dem erwähnten Platze mit e inem Hanornag - Auto zusammen und wurde dabei von der Maschine herabgefchleudert. Bei dem Zusammenprall der Fahrzeuge trug Schäfer einen komplizierten Unterschenkelbruch am linken Bein und eine erhebliche Fleischwunde am rechten Oberarm davon. Die sofort benach­richtigte und schleunigst herbeigeeilte Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz verbrachte den Verunglückten nach Anlegen eine- Schienen- Verbandes in die Chirurgische Klinik. Das Motor­rad wurde nur leicht beschädigt. daS Hanomag- Auto konnte mit seinem Lenker alSbald wieder weiterfahren Die Ursache des Unglücksfalles muh erst die behördliche Untersuchung ergeben.

Der 50jährige Arbeiter Heinrich Löwen­stein aus Wieseck. beschäftigt in der Holzhand­lung von Dürr & Co., erlitt beim Arbeiten an einem Holzstapel durch das Herabfallen eines schweren Brettes erhebliche Gesichtsverlehungen. Die Freiw. Sani- tätskolonne vom Roten Kreuz leistete die erste Hilfe und verbrachte den Schwerverletzten in ihrem Auto in die Chirurgische Klinik.

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Kohlenbergbau getroffen. Die preife Sächsischen Sfeinkohlensynbikats würben 1,10 Mk. je Tonne herausgesehf.

Oie ^eichöbank Ende April.

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Wirtschaft.

Aeusestsehung der Kohlenpretse.

Der Reichskohlen-verbanb und ber Große Ausschuß bes Reichskohlen­rats haben gestern folgenben Beschluß gefaßt: Da» Rheinisch westfälische tzohlensynbikal bars seine Kohl en preise ab 1.2H a i in bem Grabe et- höhen, baß ber Durchschnittserlös je Tonne be» gesamten Synbikatabsahes sich um 1 wark erhöht. Da» Synbikat wirb bie innerhalb biefer Grenze festzusehenben Preise unverzüglich bem vor- ftanb bes Reichskohlenverbanbes vorlegen, ber sie nach Prüfung imReichsanzeiger" veröffentlicht. Das Rheinisch-weftsälische Kohlensynbikat wirb ben Organen ber Kohlenwictschaft ben monatlichen Durchschnittserlös jeweils mitfeilen. Rach ber Lage bes Marktes wirb bas Rheinisch-Westfälische Koh- lensynbikat Preiserhöhungen für K o k s unb Br i- fetts zur Zeit überhaupt nicht vornehmen. Für ben unbestrittenen Absatz wirb eine Er­höhung be» Fettförberkohlenpreisev um etwa zwei Mark je Tonne einlreten. Der gesamte deutsche Inlanbabsah bes Synbikats wirb baburch um etwa eine Mark burchschnittlich je Tonne im preise erhöht.

Die gleiche Regelung hinsichtlich ber Preiser­höhung mürbe für ben niebersäch fischen

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Norddeutscher Llovd . . 2tng. Deutsche ttrebttanfl.. Barm.r Bankvelcin Äcrltnrr Handcloaesellsch. tionun'fv und privat Bt. Darms«, u. Nationaldank. Deutsche Bank Diskonto.^ciellschan Ant Dresdner Bank Mittrldcutschc Srtfcltbant Metalldank . ReichSbant

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131.5

Buntes Allerlei.

Sechzig Jahre beuljchcr Kognak.

Durch ben Versailler Vertrag ist es den deutschen Wernbrandfirmen betannlid) verboten, für ihre Er­zeugnisse ben NamenCognac" zu gebrauchen. Frankreich will mit diesem Verbot bie Erzeugnisse seiner Wcinbrennereien in der französischen Provinz Charontö, bie unter dem NamenCognac" nach aller Welt erportiert werden, schützen Diese Tatsache ändert aber nichts daran, daß die deutschen Firmen heute in ber Lage sind, mindestens ebenso gute Weinbrande herzustellen, wie sie aus ber Charantö bezogen werden. Die deutsche Weinbren- nerei feiert soeben ihren 60. Geburtstag. 3m Fahre 1892 wurden die ersten deutschen Weinbrennereien gegründet, nachdem schon vorher in kleinem Maß stabe, besonders in der Rheingegend, Branntwein hergestellt wurde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde mit der Herstellung von deutschen Wein- branden industriemäßig begonnen, die seitdem einen ungeahnten Aufschwung genommen hat. Deutsche Weinbrände werden heute ebenso wie französische Cognacs, beide qualitatio ebenbürtig, in alle ®cll-

ntdjt ergeben haben. In Italien sind z. B 6,6 v. H der Strecken, in Oesterreich sogar 8,6 v H , in Schau ben 7,5, Frankreich und England rund 2,1 und in der Schweiz 43,7 o. H. der gesamten Streckenlänge in elektrischem Betrieb, ohne daß diese Länder durch Streiks oder bei der Landesverteidigung ernstliche Schwierigkeiten zu befürchten gehabt hätten. Daß durch eine großzügige Clektrifizierungspolitik der Reichsbahn die ganze Elektroindustrie einen erheb lichen Aufschwung nehmen wird, versteht sich von selbst. __

Philipp Holzmanu . . . Vdbelbtrncr Tement . . «Itment Karlstadt Äavß 4 ffrcttag . . . .

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Dresden augehöri. hat vom Bezirksverband für den Regierungsbezirk Kassel 3 Mlllionen Mark ö prozentige fiinfiäfitigc Schahantoeisungen ruck- zohlbar zu 110 Prozent übernommen, die in allernächster Zeit zur öffentlichen Zeichnung ge- langen. ,

Zellstoffabri t Waldhof. Mann - heim-Waldhos. Die in der gestrigen Aus- lichtsratsfihung vorgelegte Bilanz für das Jahr 1927 weist nach angemessenen Rückstellungen ein­schließlich des Dortrages einen Gewinn von. 6 887 040 Mk. (6 260 756 Mk.) auf. der wie folgt Verwendung finden soll Für Abschreibungen: 3 153 963 Ml. (2 660 030 Mk.). Zuweisung an die Invaliden-. Alters- und Hinterbllebencn- kasse 200 000 Mk. (100 000 Mk.). für Dividenden­zahlungen 3 166 700 Mk. (wie im vergangenen Iahrc). für Genuhrcchte 6 Prozent, gleich 35 400 Mart «36 486 Wk.I. Vortrag auf neue Rechnung 330 977 Mk (297 539 Mk ). Oluf die für das Geschäftsjahr 1927 divldendenberechtigten Stamm­aktien in Höhe von 25 150 000 Mk. wird wieder eine 12prozentige Dividendenausschüttung vor­geschlagen. Die Vorzugsaktien erhalten die satzungsmäßige Dividende. Die G.-V. findet am 15. 3uni statt

Phönix A.-G für 'Bergbau, Düssel­dorf. In der gestrigen ordentlichen y)augtuec jammlung wurden die Regularien erledigt. Gene­raldirektor Dr. Fahrenhorst führte u. a. aus: Entsprechend der Entwicklung unserer Gesellschaft zur Finanzgesellschaft haben sich die Geschäftsvor­gänge weiter vereinfacht. Die Bereinigten Stahl­werke, deren Geschäftsgang für unsere Verträge be stimmend ist, haben vor kurzem auf der Hauptver­sammlung eingehend Bericht über die Lage der Eisen- und Äohlenwirlschast erstattet. Die dort ge äußerten Ansichten sind durch die Entwicklung der letzten Wochen bestätigt worden. Nach der Ge schästsstille der letzten Zeit macht sich im Inlande auf einzelnen Gebieten eine leichte Belebung geb tenb, auch im Auslande zeigt sich etwas Material­bedarf bei kleinen Pre'sbesserungen. Die Lage wird aber ständig bccinträdp gt und gefährdet durch eine amtliche Arbeits- und Lohnpolitik, die den wirt­schaftlichen Erfordernissen in keiner Weise Rechnung trägt. Die Äoftenftcigerung im Bergbau muß eine Kohlenpreiserhöhung nach sich ziehen. Zugleich un­terbindet sie unsere Wettbewerbsfähigkeit im bestrit­tenen Gebiet gerade während des kritischen Zeit­raums, in dem die Entscheidung über die Derlei lung der europäischen Kohlenmärkte bevorsteht. Wir werden gezwungen, uns von einem Teil dieser Märkte freiwillig zurückzuziehen. Die Folge ver­ringerten Kohlenabsatzes wird sich in Stillegungen der weniger rentablen Zechen und in Arbeiterent- laffungen äußern. Andererseits bedeutet die Er­höhung der Gestehungskosten der Kohle eine Ver­teuerung der Produktionskosten des Eisens, wo­durch unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter vermin- dert wird. Die Auswirkungen, die eine Kostener Höhung in zwei Schlüsselindustrien auf das allge­meine Preisniveau ausüben, brauche ich nur anzu- deuten. Die Verteuerung der Grundstutzen muß in den Preisen der Fertigfabrikate wiederkehren. Auch rückt weiter bei der Reichsbahn infolge der ein- tretenden Steigerung ihrer Betriebskosten die Ge- fahr einer allgemeinen Tariferhöhung näher und wirkt weiter noch auf die Arbeitszeit-, Lohnsteuer und Sozialpolitik der Regierung ein.

Frankfurter Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Frankfurt a. M.. 3. Mai. Tendenz: ilnein- beitlich. 3m Anschluß an die gestrige Abend- vörse bestand im heutigen Börsenverkehr weiter rege Rachfragenach einlgenSpezial- werten, die für Rechnung des Auslandes, namentlich England und Amerika, in größeren Poften vom Markt genommen wurden. Bevorzugt waren weiterhin die F a r b e n a k t i e n. die gegen den bereits gestern abend erhöhten Kurs erneut 3 Proz. anziehen konnten. 3m Zusammenhang da­mit sind Rheinstahl stark verlangt und 2,5 Prozent fester. Die Spekulation bekundete jedoch Abgabeneigung und benutzte die höheren Kurse verschiedentlich zu Glattstellungen, so daß die Kursentwicklung nicht einheitlich war. Die Grundstimmung blieb jedoch f e st, und das herauskommende Material konnte zumeist glatt ausgenommen werden. 3n Elektrowerten nahmen die Realisationen nach den lehttägigen Kurs­steigerungen etwas größeres Ausmaß an. AEG., Berger. Licht & Kraft lagen je 1 Prozent abge­schwächt. Siemens verloren 1,25 Prozent. Rur Gcsfürel konnten 1,5 Prozent anziehen. Zell­st o f f w e r t e waren vernachlässigt. Aschaffen­burger gaben 0,75 Prozent, Waldhof 1,25 Pro­zent nach. Montanwerte lagen still, da die Verhandlungen zwecks Kohlenpreis­erhöhung Zurückhaltung veranlaßten. Rur Harpener konnten 1,5 Prozent gewinnen. D ch i f f- fahrtswerte waren knapp behauptet. Ban-

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Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch CtftetT .ÄlOO Äronnt Rumänische Noten Schwedische Noten Schweiler Noten Spanischc Noten Tschechoslowakische Noten . . Unaartsche Noten

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Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzmSfuß 8 Prozent

ken im Kurse leicht erhöht Danatbank jedoch sehr lebhait verlangt und 4 Prozent fester. Schcidean statt eröffneten 125 Prozent höher, Karstadt dagegen überwiegend 1 bis 1.25 Prozent schwäche r. Von den Kaliwerten lagen Westeregeln auf angeblichen günstigen Kaliabfay 2 Prozent höher. Deutsche und ausländische Renten lagen fest. 3m Frei- vcriehr hat das Geschäft in amerikanischen Kunst- seidewerten stark nachgelassen. 3m weiteren -'er­lauf wurden erneut Realisationen vorgenom­men. und die Kurie bröckelten verschiedentlich etwas ab 3 -G -Farben blieben knapp be­hauptet. Stark angeboten waren ?2aldhof. die 4 Prozent verloren. Für Rutgerswerke erhielt sich einiges 3nteresfe (plus 1 Prozent». Sehr fest tagen Olöll, für die später Kurse bis zu 68 Prozent zustande kamen. Der Geld­markt war wenig verändert. Tägliches Geld 15 Prozent. Am Devisenmarkt nennt man Reichsmarl gegen Dollar 4 1807. gegen Pfund 20.401. London Kabel 4 8793, Paris 124.02 Mai- land 92.60. Madrid 29.33 Holland 12.10

Merline Börse.

Eigene Drahnneldung desGießener Anzeigers".

Berlin. 3. Mai. Heute ist wieder ein Tag an dem man sich durch die feste Haltung einiger Spezialwerte täuschen kann. Schon im Vormittagsverkehc standen Farben- aktien. in denen die Auslandkäufe (Eng­land und Amerika) anhalten, im Vordergrund des Interesses. An anregenden Momenten lag nicht viel vor. Die geringe Kohlenpreiserhö­hung schien die Montanwerke etwas anzuregen: die ungünstige Seite dieser Angelegenheit, im Zusammenhang mit neuen Tarifverhandlungen bei der Reichsbahn, sind aber sicherlich nicht außer acht zu lassen. Obwohl der Bericht der preußischen Handelskammern ziemlich optimistisch gehalten war. bekundete die Provinzkundschaft zu den ersten Kursen eher Aba a b en e i g u n g. der nur in Spezialpapieren Kaufaufträge des Auslandes gegenüberstanden. So war die Kurs- ontwicklung zum heutigen Börsenbeginn unein- h e i t l i ch. 3m Vordergrund des Interesses stan- den Farben und verwandte Werte, die 5 bis "l Prozent gegen gestern gewinnen konnten. Aber auch Danatbank (plus 3 Prozent) stärker be­amtet. Salzdetfurth plus 5.75 Prozent. Mir und Genest plus 4 Prozent, Schubert & Salzer plus 7,5 Prozent und Svenska auf die bekannten Dividendenerhöhungshoffnungen plus 7 Mark Ausgesprochen schwach eröffneten Glanzstvfs. Waldhof. Polyphon und besonders 3lfe Berg­bau bei Kursrückgängen bis zu 12,5 Prozent. Deutsche Anleihen behauptet Aus­länder ruhig. Bosnier und Mexikaner schwach. Pfandbriefe geschäslslos und eher ange­boten. Der Geldmarkt ist unverändert. Die starke Anspannung des Reichsbankausweises vom Ultimo April (Zunahme der Gesamtkapitalan­lage um 515 Millionen und Abnahme der Deckungen um etwa 8 bis 9 Prozent), kam der Börse zwar nicht überraschend, drückte aber im Verlaufe doch etwas auf das Kurs­niveau. Das Geschäft wurde sehr ruhig. Die Spekulation schritt zu Glattstellunaen. die die Rotierungen bis zu 2 Prozent drückten. Polyphon minus 7 Prozent. Fest bleiben Da­natbank plus 2.5 bis 3 Prozent und Commerz­bank plus 1 Prozent und Svenska 1,5 Mark höher.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. W.. 3. Mai. DaS Geschäft am heutigen Frankfurter Produltenmarkt war sehr Nein. Die schwachen amerikanischen Votie­rungen bewirkten ein Rachgeben der Preise. Die zweite Hand gab ziemlich Ware heraus, der kaum Kaufneigung gegenüberstand. Rur Kleie und Roggemnehl hatten einiges Geschäft. Es wurden notiert: Weizen 1. gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs. 27 bis 27,75; Rog­gen 29; inl. Hafer 27.75 bis 28,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 24,25 bis 24,50; Mais (gelb) für andere Zwecke 25 bis 25,50; Weizenmehl, süd­deutsches Spezial 0. 38,50 bis 40; Rogyenmehl 40 bis 41; Weizenkleie 15,75; Roggenklme 17,50 Mark. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtvichmarkt.

Frankfurt a. M.. 3. Mai Auftrieb 40 Rinder, darunter 1 Färse; 1030 Kälber, 120 Schafe. 808 Schweine. Es kosteten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 70 bis 74 Mark; mittlere Mast- und Saugkälber 63 bis 69; ge­ringe Kälber 52 bis 62. Schafe: Mast- lämmer und jüngere Masthärnmel (Weidemast) 55 bis 58; mittlere Mafllämmer. ältere Mast- hämmel und gut genährte Schafe 45 bis 54; flei­schiges Schafvieh 35 bis 44. Schweine: voll- fleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfund

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