das
1929 tn LangSdorf statt.
Reichsverfassung von 1849, eine bundesstaatliche Arrfas.ung mit einheitsstaatlicher und demokratischem Grundzug. Zwei staatsrechtlich wichtige Ergebnisse dieser Epoche sind in der Vorarbeit der Nationalversammlung und im Uebergang zur konstitutionellen Regierungssorm in den süd- und mitteldeutschen Staaten zu erb'icken Die folgende Epoche (des Norddeutschen Bundes und der Dismarckschen Aera) steht staatsrechtlich im Zeichen der von Bismarck geschaffenen einheitlichen Verfassung: ihre drei Wurzeln sind die preußische Versa: sung, der Deutsche Bund und die Frankfurter Reichsverfassung, ihre Organe Bundesrat, Kaiser und Reichstag. Schon während des Weltkrieges ist dann die Entwicklung der parlamentarischen Regierung angebahnt wor-
T Erörterung des letzten Abschnittes der Weimarer Verfassung) mußte einer spateren Vorlesung Vorbehalten bleiben. —
Nach der Mittagspause wurden dann die Vortrage zunächst im Botanischen Institut fortgesetzt.
df Mus ch e n h e i m, 1. Oft Gestern fand hier Vorstandssitzung des Wettertal-Sänger- . s^t. Auf der Tagesordnung stand u. a. Beitritt zum HesfischenSängerbund. Der Provinzialvorsitzende G e n g n a g e l, Grün- berg der über dessen Ziele und den Aufbau desselben referieren sollte, war am Erscheinen verhindert Der Vorstand des Wettertatbundes k^inte sich über den Beitritt zum Hessischen Sängerbund daher nickt entscheiden, ohne nähere Informationen zu haben. Es wurde beschlossen auch im nächsten Iahre ein Wertungssin- g e n abzuhalten, ohne Rücksicht darauf, ob ein Bundesverein vielleicht ein Fest feiert Als Wertungsrichter soll auch diesmal Herr Blaß Gießen, gewonnen werden. Das Wertungssinaen sinbet im Frühjahr 1929 in Langsdorf statt.
Eine zweite Einwanderungsfchicht aus dem Lateinischen bringt das Christentum mit zahl- reichen kirchlichen Bezeichnungen. Auch ein starker Zufluß von Wörtern griechischen Ursprungs ist zu beachten In der zweiten Hälfte des 12. Iahr- putwetlä ist ein lebhafter Zustrom französischen Sprachgutes , festzustellen. Im 16. Iahrhundert machen sich italienische Einflüsse, vor allem auf rem Gebiet des Kriegswesens, des Bankwesens io n geltend, während im 17. und
tunfl des Freiherrn von Stein wenig oder nichts mehr übriggeblieben ist. Es ist hoch an der Zeit, daß wir schleunigst um kehren auf diesem Wege und den Städten wieder die Entfaltungsmöglichkeit geben, die ihnen gebührt Dann kommen wir vielleicht auch eines Tages dazu, den Traum Steins in die Wirklichkeit nmzusetzen, der nur ein Vaterland kannte, Deutschland heißt.
Kreis Friedberg.
4 Bad-Nauheim, 1. Oft. Die Bad- 71 a uheimer Kirmes, die gestern und heute gefeiert wurde, hat von ihrer alten Anziehungs- rwr verloren. Sie ist noch ein Stück
Alt-Nauheim, an dem die bodenständige Bevölke-
Zugezogene gleichermaßen festhalten. Auch für die Bewohner der näheren und weiteren Umgebung ist das Saisonschluhfest der Nauheimer besonders beliebt. Die diesjährigen Kirchweihtage sahen wieder Hochbetrieb. In 15 Lokalen wurde zum Kirmestanz aufgespielt und mit allen möglichen Vergnügungen aufgewartet. Auch das Kurhaus hatte Kirmes. Den Mittelpunkt des Kirmestteibens bildete nach altem Brauche der Marktplatz in der Altstadt, wo eine ganze Zeltstadt aufgeschlagen war und der Karussell- und Budenbetrieb zu jeder Stunde Tausende von Besuchern anlockte. Der alte Platz ist schon längst zu eng für den Riesenverkehr, der sich an den Kirmestagen dort abwickelt.
r. Kirch-Göns, 1. Oft. Bei der 0 bstver - st e r g e r u n g auf den P r o v i n z i a l st r a ß e n wuroen sehr hohe Preise erzielt. Galt doch der Zentner guter Aepfel (Boskop und Gold- Parmäne) auf dem Baum 20 bis 25 Mark und mehr Dagegen waren die Preise auf dem Teil vor Lang-Göns ziemlich niedrig, da es sich hier um jüngere Bäume, an denen oft sehr wenig hmg, handelte. Es kamen Landsberger. Edelapfei Goldparmäne und Boskop zur Versteigerung Durchschnittlich kostete der Zentner etwa 6 Mark am Baum. Man mußte allerdings, um diese Menge zu ernten, mehrere Bäume steigern.
Kreis Schotten.
^Gedern, 1. Oft. Aus dem Gemeinde- rat: Für die zu erbauende Wandcrerher- berge erhielt Karl Schrempf für die Maurer- '
£arIt V. für die Zimmerarbeit und i ©önft Guth für die Holzlieferung den Zuschlag.
Aniererheberstelle droht die Gefahr der Aufhebung. Der Gemeinderat stimmte erner Eingabe des Bürgermeisters zu, in welcher dreier die Notwendigkeit einer älntererheberstelle u^erer Stadt 'begründet. Mit der Firma Srohlrch und Bechtold, die bei ihrem Steinbruchbetrieb Gemeindegelände be- nuht, soll ein Pachtvertrag ausgestellt werden - ^ser Tage hielt dererwciterteKranke» Haus aus schuh unter Leitung vonRegierungs- rat Dr. Helmreich (Schotten) dahier eine Sitzung ab Die Rechnungsablage für 1927 erstattete Gernemderechner Vonalt (Gedern). Dem Rechner wurde Entlastung erteilt, lieber den Vor- unschlag für 1928 sprach Bürgermeister Mül- ler (Gedern). Bis letzt hat dir Frequenz des Hauses tm laufenden Iahre gegen das Vorjahr dedeutend zugenommen, was zu einem günstigen Ausblick auf die weitere Entwicklung unseres Krankenhauses berechtigt. Der Ankauf teÄ Haus^. der während des Aufenthaltes des pursten Stolberg-Wernigerode im Sommer im Gederner Schloß durch eine Kommission durch- gesuhrt war, wurde genehmigt. Haus samtGarten- gelande soll auf den Namen Gederns ins Grund- buch eingetragen werden. Mit den übrigen Be- ztrisgemeinden soll ein Vertrag ausgearbeitet werden, damit deren Ansprüche gewahrt bleiben RegierungSrat Dr. H e l m r e i ch (Schotten), Dür-
wurden aufgezeigt. Ein lieberblick über die zeitlichen Schichten der gesamten Sprachbeweguna ergab zunächst, daß gewiss Entlehnungen in eine sehr frühe Zeit zurückgeyen. Zuerst wurden vachbezeichnungen übernommen, Tier- und Pflan- zennamen, ferner Benennungen aus dem Wein-, Garten- und Hausbau.
Starkenburg.
WSN. Darmstadt, 1. Oft. In der Samstag- nacht stürzte der bei der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Darmstadt beschäftigte Kriminalinspek. tor Johann Würz in einer Wirtschaft in der Wendelstadtstraße die Kellertreppe hinab. Mit einem doppelten Schädelbruch wurde er in das hiesige Krankenhaus gebracht. Die Untersuchung wird festzustellen haben, ob es sich um einen Unglücksfall oder, wie von einer Seite behauptet wird, um die Auswirkung einer politischen Auseinandersetzung gehandelt hat.
'..Offenbach, 1. Oft. Aus Anlaß des 75iahrigen Bestehens der Studienanstalt fand eine Reihe von Festveranstaltungen statt. In der akademischen Feier gab Oberstudiendirektor Dr. Hellwig ein anschauliches Bild von der äußeren und inneren Entwicklung der Schule. Zahlreiche Glückwunfch- reden schlossen sich an. Ein Prolog, Chöre. Orchester- und Solovorträge bildeten die künstlerische Umrahmung. Nachmittags wurde daS Wiedersehen der ehemaligen Schü- l e r i n n e n, deren sich 600 eingefunden hatten (darunter zwei Damen im Alter von 86 und 87 Iahren, die im.Gründungsjahr 1853 in die Schule eingetreten sind), beim gemeinsamen Kaffee gefeiert. Den Abschluß des ersten Tages bildete em Bunter Abend. Der nächste Tag bot eme Aufführung der „Deutschen Kleinstädter" von Kotzebue, mit viel Humor und Geschick gespielt von Schülerinnen der Unterprima. Am dritte,. Tag fand eine Wiederholung des Bunten Abends statt. Den Beschluß des Ganzen machte am vierten ^ag ein gemeinsamer Spaziergang mit anschließendem geselligen Zusammensein. Die herzliche Anteilnahme der Offenbacher Bevölkerung an dem Schuljubiläum ging unzweideutig daraus hervor, daß sämtliche Veranstaltungen vor überfüllten Sälen stattfanden.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
XX Vetzberg, 1. Oft. Unser Dorf war bisher in seiner elektrischen Lichtversorgung an das Ortsnetz der Gemeinde Rodheim angeschlof- sen Nunmehr wird durch die Firma Buderus nach unserer Höhe eine eigene Leitung erbaut und tonnen auf diese Weise auch die Amtmannsmühle und der Steinmüllersche Steinbruch bequem ange- 'ch'olsen werden. Dagegen bleibt unsere Pump-
)( Lich, 1. Olt. Gestern fand im Stiftischen Gemeindcsaal die Wahl zur Kirchenvertre- tung der evangelischen Kirche Lich statt. Von 1495 Wahlberechtigten machten 245, oder 16 Prozent, von ihrem Wahlrecht Gebrauch Es wurden von der Liste 1 (Wahlvorschlag Io- hcmncs Wahl, Oberbahnhofsvorsteher a. D.) 32, von der Liste 2 (Wahlvorschlag Bäckermeister Ludwig Ihring) 8 Mitglieder gewählt. Nach Genehmigung der Wahl findet die Wahl zum Kirchenvorstand statt.
!) Lich, 1. Oft. Zu dem heutigen Kirchweihemarkt waren 241 Ferkel aufgetrieben. Der Handel war schleppend. Es verblieb geringer Ueberstand. Bezahlt wurden für Ferkel bis zu echs Wochen 18—20 Mark, von 6 bis 8 Wochen 20—22 Mark und von 8 bis 13 Wochen 22-30 Mark.
I' Okt. Gestern nachmittag, etwa um 4 Uhr. überflog ein Freiballon unsere Sradst Die Hohe war jedoch so groß, daß weder der Name, noch die Anzahl der Insassen fest, gestellt werden konnte. Die Fahrt ging in südöstlicher Richtung und war ziemlich flott, obwohl in der Nahe der Erdoberfläche fast völlige Wind- st'l e herrschte. Seit Ausbruch des Krieges war uceser Ballon der erste, der hier gesichtet wurde. Es ist daher begreiflich, daß die Iugend ihn freudig begrüßte.
S Nernhar dsh ai n, 1. Oft. Ein Ehrentag unserer Gemeinde war der Sonntag mit der Einweihung des Gefallene n den f- mals und der Weihe unserer von außen und innen renovierten Kirche. Zwar ließ sich das Wetter zunächst nicht sehr freundlich an, immerhin blieben wir aber während der Feier vom Regen verschont. In feierlichem Zuge, geleitet von den Klängen der Posaunen des Posaunen- chors Bersrod, der sich in dankenswerter Weise bereit erklärt hatte, bei den Feiern zu Helsen, zog die Gemeinde mit den Vereinen der Schuljuoend und vielen Großen zum Denkmal vor der Kirche. Die Feier Hierselbst verlief harmonisch. Eröffnet von dem Chor: „Wir treten zum Beten" durch die Posaunen und dem Liede der Kinder: „Morgenrot" folgte nach einem GedichtSvortrage: „Das Svldatengrab" und einer kurzen Ansprache des Vorsitzenden des Kriegervereins, Herrn Müller, die Enthüllung des Denkmals. Dabei präsentierte die Ehrenwache, der Pofaunenchor spielte: „Ich halt' einen Kameraden". Es folgten zwei Chöre des Männergesangvereins „Eintracht" und ein Gedichtvortrag. Hierauf hielt unser ?r rrcr- Pfarrer vom Wirberg, die Weiherede. Er sprach über Offenbarung 2, 10 und weihte das Denkmal zum Denkstein, Dankstein und Mahnstein. Es folgte ein Ge- meindegesang und darauf die Gedächtnishand- lung unter Glockengeläut. Nach einem Sprech- Hor der Schulkinder: „Fern im Osten da gähnt em Grab, hielt Lehrer Müller eine An- Iprache, die sich b^ anders an die Iugend richtete. Lehrer Muller hat die Hauptarbeit geleistet, dte unserem Fest den schönen Verlauf sicherte. Er hat die Gesänge, Gedichte und den Sprech- chor der Kinder eingeübt, er hat als Dirigent des Gesangvereins „Eintracht", den er neu arün- Ate. mit vieler Mühe eine Leistung gesichert, die hoher Anerkennung und Dankes wert ist. Es folgte die Ehrensalve und die Kranzniederlegun- gen, woran, Bürgermeister Gieß in markigen Worten das Denkmal in die Pflege und den §)uh Gemeinde übernahm. Nach einem Schluhchor des Gesangvereins und bent gemein^ halt' einen Kameraden" der eilte Teil der Feier. Anser Denkmal,
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
„ 00 Klein-Linden, 1.Oft. Da für die Wahl der Mitglieder zur K i rch e n g e m e i n b e - Vertretung nur eine Vorschlagsliste einge- rekijt worden war, braucht eine Wahlhandlung nickt vorgenommen zu werden. Die auf der Liste stehenden Personen gelten somit als gewählt.
1 G roßen-Linden, 1. Oft. Trotzdem auch In«t das Obst sehr knapp ist, waren die Preise bei der Versteigerung an den Provinzialstraßen sehr mäßig zu nennen. Die Biriwn an der Straß« nach Lützellinden waren sogar sehr billig. Zwischen Großen- und Klein-Linden war überhaupt kein Obst vorhanden. Auf der Straße nach Lang-Göns wurden immer viele Bäume zu einem Los bereinigt. Es Handelle sich hier in der Hauptsache um die Sorten Ontario, die dieses Iahr gut trug, Boskop, Goldparmäne, Gelber Edel- apfel und Goldrenette von Blenheim. Manche Steigerer konnten schon für etwa 3 bis 4 Mark einen Zentner Aepfel erwerben, nur die einzeln- hängenden leuchtenden Goldrenetten waren teurer
X» Großen-Linden, 1. Off. Zur Kirchew gemeindevertreterwahl waren hier zwei Wahloorschläge eingereicht, der eine von bürgerlicher, der andere von sozialdemokratischer Seite Gestern fand die Wahl statt. Gewählt wurden 13 sozialdemokratische und 27 bürgerliche Mitglie- der. — Heute mittag 12 Uhr brach in der Scheune des Philipp Faber Feuer aus, daß diese und die benachbarte Scheune des Ludwig Lang einäscherte. Die beiden Nachbarn hallen vor wenigen Tagen die Dreschmaschine gehabt, so daß die Körnerfrucht, die auf den Hausfpeichern lagerte, wenigstens gerettet ist. Heu, Stroh und Holz ist mitoerbrannt. Das Vieh konnte gerettet werden. Ställe zwischen den erhaltenen Wohnhäusern und den niedergebrannten Scheunen wurden stark beschädigt. lieber die Ursache des Feuers ist nichts be- könnt. Die um 1 Uhr von Gießen eintreffendc Motorspritze trat noch in Tätigkeit.
ÜJ Lollar, 1. Oft. Eine öffentliche (Semei nderatssitzun g fand dieser Tage statt, aus der u. a. folgendes zu berichten ist: Zum Ankauf des Gebäudes der Apotheke teilte zunächst der Bürgermcister die Antworten der umliegenden Gemeinden Ruttershausen, Staufenberg, Mainzlar, Daubringen und der Bude- russchen Eisenwerke Lollar auf die vom Gemeinderat beschlossenen Anfragen wegen Leistung eines Betrages zum Kaufe mit. Während die Gemeindevertretungen der Gemeinden jegliche Beteiligung ablehnten, sehen die Buderusschen Eisenwerke Lollar durch die seinerzeitige kostenlose Abgabe des Bauplatzes für die Apotheke ihren Anteil als brigesteuert an. Die Finanzkommission schlug vor, das Gebäude zum Preise von 50 000 Mark mit dem Tage des Ablaufes des gegen- wärtigen Pachtvertrages zu kaufen. Die Abstimmung ergab nach längerer Aussprache die einstimmige Annahme des Kommis ionsbeschlusses. Der folgende Punkt betraf die Gebührensätze für die Srbbegrä bnisplätze, deren Abgabe der Gemeinderat im Iahre 1926 bei Festsetzung einer Liegezeit von 30 Iahren beschlossen hat und tm Frühjahr durch Genehmigung des Hess. Ministeriums des Innern in Kraft getreten ist. Der Gemeinderat hatte vor etwa 2 Iahren die Erhebung einer Gebühr von 400 Mk. für jede Grabstätte eines solchen Familiengrabes beschloßen. Dieser Betrag hat nicht die Billigung des Kreisamtes Gießen gefunden. Nunmehr ist durch das Kreisamt Gießen die Entscheidung des Hess. Ministeriums des Innern mitgeteilt worden, die dahin lautet, daß ein Betrag über 250 Mk. für die einzelne Grabstätte nicht genehmigt werden kann. Ein Antrag Klinkel, das Kreisamt Gießen um eine Abschrift des Schreibens des Hess. Ministeriums des ' Innern zu ersuchen, und auf äleberweisung der Angelegenheit an die Finanzkommission zum Zwecke der Vorbereitung eines neuen Beschlusses, ' fand mit 7 gegen 5 Stimmen bei einer Enthaltung Annahme. Eine nichtöffentliche Sitzung '
schloß sich an. •
eine schlanke Säule, gekrönt von dem Eisernen Kreuz, nach einem Entwurf von Bildhauer Ar- n o l d-Beuern angefertigt, ist ein Schmuck unseres Dorfes, das ist das allgemeine Urteil. Der zweite Teil der Feier, die Einweihung der Kirche vollzog sich im Anschluß. Da die Kirche bei weitem nicht die Schar der Gäste fassen konnte, fand die eigentliche Weihe zunächst in öer Kirche statt. Der Ortspfarrer weihte in Vertretung des verhinderten Dekans das schmucte Gotteshaus überbrachte auch die Grüße des Superintendenten, der ebenfalls am Erscheinen verhindert war. Die Weihepredigt hielt der Pfarrer vor der Kirche über Psalm 26,8 „Herr ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort da deine Ehre wohnt". Er forderte auf zu einem Bekenntnis und zu einem Gelübde nach dem Psalmenwort. Die gemeinsamen Gesänge begleitete der Posaunenchor, nach dem Schlußgebet fangen die Kinder noch einen Chorgesang, die Feier schloß mit dem Segen. Darauf war noch Gelegenheit, die Kirche zu besichtigen: sie ist Dank der Opferwilligkeit der Gemeinde eine wirkliche Stätte der Andacht geworden.
f genneifter Müller (Gebern), das KreiKtaqS- Mitglied Zitzelsberger (Gedern), Dr. Lu- zius (Hirzenhain) und Bürgermeister Herget (Kaulstoß) wurden mü der Ausarbeitung des - Vertrages beauftragt. Was die bauliche Unter* I Packung für das laufende Iahr betrifft so soll ‘ Ave Schindelung, sowie die unbedingt notwendige 1 Dachreparatur vorgenommen werden. Der Ope- ’ Krtionsfaal soll vergrößert, unter diesem soll ein 1 . "m zur Aufstellung eines Röntgenapparates
geschaffen werden. Der Voranschlag wurde ae- 1 ’Wnigt. Dr. Bach (Gedern) wurde in den er*
Ausschuß aufgenommen. In den engeren Ausschuß wurden Hirzel (Hirzenhain) als Der- treter der Krankenkasse, sowie ein noch zu be- L^Ender Vertreter der Arbeitnehmerschaft gewählt. Auch in diesem Herbst soll, wie in den vergangenen wahren, eine Sammlung v o n K a r- toffeln und Gemüse für das Krankenhaus vorgenommen werden. — Gestern hielt der hie- for9L?,Urnl>e^in (D.T.) sein diesjähriges 31 uU r n x11, r tout^en folgende Lüftungen b£cü>crtel2, 1. aktive Riege.
m Heinrich Hoffmann
l97an r2r r$rG™-??l$arö Mehring 188; 3. Preis Wilhelm Muller 179. 2. aktive
kämpf: 1. Pr. Heinrich Nau- mann 196; 2. Pr. Hermann Ziegler 188- 3 Dr. Demhard Schneidmüller 187; 4. Pr. Hein^ck Maar 178; 5. Pr. Willi Roberts 142. 1. Volks-
$iege, Fünfkampf: 1. Preis Söuarb 2tei$ert 90; 2. Pr. Werner Stöhr 79-
Baumann 64; 4. Pr. Willi Köhler 61; 4. Pr. Heinrich Oberheim 6'; 5. Pr. Theodor Hofmann 46. 2. volkstümliche Riege tfunffambf. 1. Pr. Ludwig Stiebeling 106; o $r- S?.1^ Wagner 86; 2. Pr. Willi Buß 86; 7 Hoffmann und Walter Göhner 80-
£ Pr- Albert Oberheim 70; 5. Pr. Bernhard ProschLr62 1. S chü lerriege, Zehnkamps: ^.Pr. Wnhelm Schneidmüller 187; 2. Pr. Willi 186; 3 Pr. Rudolf Spielmann 149; 4. Pr. ^"U'nann 148; 5. Pr. Ernst -Hermann i aLS^uAert1e9e' Zehnkampf: l.Pr.
172; 2. Pr. Karl Sauer 168; 3. Pr. ?^Selm Ladner 161; 4. Pr. Walter Maar 136: 5. Pr Rudolf Alt 134. Abends fand im Berg- tDirtöbauö die Preisverteckung statt. Die künst- terisch wertvollen Diplome hatte unser heimischer Mater Gewerbelehrer Limpert, entworfen ausgeführt und dem Verein kostenlos zur Der- fugung gestellt, wofür ihm der erste Vorsitzende, Cisenba hnas si st ent Stöhr, besonders dankte.
Kreis -llsfeld.
Alsfeld, 1 Oft. Zu einem vollen Erfolge gestaltete sich das vom Alsfelder Iu» । gendorchester unter Leitung de« Reallchrers Dotter veranstaltete öffentliche Konzert am Lonntagabend tm großen Saale des „Deutschen Hauses'. Es war das erstemal, daß das seit etwa drei Iahren bestehende Iugendorchester mit einer rein klastischen Musik und unter Mitwirkung von Solisten in die Oeffentlichkeit trat. Sämt- hdte Darbietungen der jugendlichen Künstler zeig- ten daß es Herr Dotter verstanden hat, deren Lf'stungen auf eine recht beachtenswerte mufifa-
Hohe zu bringen. Der Qlbenb war in erster Linie dem Gedenken von Franz Schubert ge- widmet Die zur Eröffnung gespielte Symphonie Nr. 5 in v°Dur von Franz Schubert machte der lugendlichen Kapelle alle Ehre. Die von Frau Steffi Grünewald- Als,eld vorgetragenen Lieder von Schubert und Brahms sanden lebhaften Beifall. Ein von stad. G.Völsingge pieltes Impromptu von Schubert, das mit feinem Verständnis und tiefer Empfindung vorgetragen wurde, fand starken Beifall, der sich noch steigerte nach den von Herrn H. M ö b u s - Darmstadt (Tenor) vorgetragenen Liedern, der sich als ein vielversprechender jugendlicher dramatischer Sänger erwies und dessen Darbietungen, zum Teil auch mit Orchesterbegleitung, stürmischen Beifall auslosten. Das Konzert darf Herr Reallehrer Dotter als einen vollen Erfolg betrachten, und der dichtbesetzte Saal war ein Beweis dafür, daß sich das unter seiner Leitung stehende Alsfelder Iugendorchester großer Sympathien eines dankbaren Publikums erfreut, dem sonst in Lllsfeld bie Möglichkeit, gute klassische Musik zu hören, nicht oft geboten wird.
Eröffnung der Gießener Jerienkurse Am gestrigen Montagvormittag wurden in der . -ieinen Aula der Universität die Gießener I Ferienkurse für Deutsche und Ausländer (vom 1. bis 13. Oktober) in Anwesenheit von Vertretern des akademischen Lehrkörpers, der Stadtverwaltung, der Presse, sowie der Ä irs» teilnehmer eröffnet. Die Kurse finden nach dem Vormlde von anderen deutschen Hochschulen zum ersten Male an dec Landesuniversität statt, und ihre in der Zahl von insgesamt 50 Teilnehmern darunter Schweden, Franzosen und Niederländer) sich ausdrückende Beteiligung darf als ein zufriedenstellender Erfolg und verheißungsvoller Beginn bezeichnet werden.
derzeitige Rektor, Prof. Dr. Herzog, hieß zunächst die Anwesenden namens der Lan- desuniversität herzlich willkommen und gab der , UIW ,zumr n»ir(,nn minronn i7 . , un^n®SnufiIUninllC?i Teilnehmer Nutzen 18. Iahrhundert fremdes Sprachgut (Eisenbahn-
und Ctenuß von dem Lehrgänge heimbrächten, wesen, Sport u. a.) vielfach von Gimtend des,en bodenstandte heimatlichen Chara ter er be- einbringt Nach einer%recbJna 7Lllckkn"a'tsache" ÄÄ &
^„2* gsrmamnrcgen Wirschaft, am bet Otebner feine fe&i igt&S 1. Oktober auf eine 4(yahrige Wirksamkeit an Ausführungen mit einer Abtehnuna des fremden
hie, Bürger- oÄ
bte Stadt Gießen selbst m guter Erinnerung des Deutschen Reiches".^ Er gliederte ^en Stott i?en, die am in fünf gliche ^twicklungWen (bks 1805?
Ä?^»^lvwmen der für Gießen so wichtigen 1806 bis 1313; 1815 bis 1866- 1867 bis 1918- Serwmfurte mitgearbeitet ha en, und er wünschte die Zeit seit der Weimarer Verttittnn^ Ä ^anftaftnng einen ailfeiti btftiebigen^n Beb^r w'Ä u Ä
ÄÄX ^wesenden bet Kars- 'ÄÄ. «fÄ*jÄ/utf?S'Ä
tisch-^An^ck Nn^,en’ weiterhin e.Nlge Prak- feine Zusammensetzung und Entwidlung die Be- im Hinblick auf dm Arbeits» fugnifte der Kurfürsten und des Kaisers In der ^btoicflung der Lehrgänge und Zeit des Rheinbundes ist die nationale Reaktion
-ää; anw
l^^schen Sprache Reichsverfas;ung von 1849. eine bunb^imnfii.L
wobei er u. a. folgendes aussuhrte: Wie tn fast allen Sprachen, so lassen sich auch im Deutschen mannigfache Einflüsse fremder Sprache und Kultur ausweisen. Als Träger solcher Einflüsse kommen in erster Linie etwa Händler, Glaubensboten und Söldner in Betracht. Aber auch Orts- veränderung des eigenen Volkes auf Wanderungen, das Zusammen- und Durcheinanderwvhnen mit fremden Völkern (den Römern z.B.), und die Einflüsse fremden Schrichtums sind als Ursachen anzusühren. Nachbildungen aus dem Lateinischen und Griechischen, Zachausdcücke, literarisch vermittelte Bildungen und zusammengesetzte Wörter wurden in zahlreichen Belegen herangezogen. Neben den zeitlich, örtlich und kulturell verschiedenartigen Einflüssen auf die deutsche Sprachgestaltung wurde dte Häufigkeit fremder Bildungen in einzelnen Wortgruppen (Haupt-, Bei-, Zeit-, Zahl- und Llmstandswörtern) besprochen und an Beispielen erläutert. Auch Wort Verwandlungen, Umbildungen und Abkürzungen, sowie die Uebernahme ganzer Wortgruppenund Sähe


