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wfli be ÄtttilxrtntilhrTt! bir fehlenbf Summt dvrch >utnabmf etner reüertn Inkibc auf- brinaen unbmc ^aubarltfcm all 3rrot!>e!«-nlrt- tntt unler brionbrrrt Berücksichtigung der kin­derreichen und KriegLdcsch^dtgten an die Bau- luftigen abfleben. Diele Vortage fand in der vor- gdd>laaenen Fassung die Annahme sämtlicher ^reiswflsmttfll'eder

®eüe4tn erteilt der Xretiiafl seine 3u- Umoumg »u dem Plane dcr Berleguufl der Kretswoftlfahrt-räume. in welchen feit Iuhren schon hu Furfvrgesprechstunben abflfal­len Durch Ber.egung der 'X<liinlx^<uen

m ba» fretnxTbenZie O-etjAhofi des neuen Xrei*- baule* totrb nicht nut me ron ärztlicher Seite ii)9ii (eck lanflvni geforderte Zusammenlegung sämtlicher Woh>tahll»raume erreicht, sondern auch rin# grössere OtoiMiuiune für einen sooft not­wendigen Reubau gespart.

Am Schlich der Sitzung teilte der Vorsitzende noch mit. bah der von dem Kreistag genehmigte Zuschuß a u den Ba ukvften des Stop- peldergiutmeS in Höhe non 5000 Mk »n hidter Seite zur Aetsugütig gefteUt ist. Die ötabti-ertpaltunfl habe gebeten, trotzdem den be­greifenden Betrag tu überladen, und Zwar zu heu weiteren Ausbau des KairmunteS, womit hw StadiverwLtung in dies em Jahre begonnen hol. Auch dieser Antrag fand dfifeinge 3u- fhunnung

Aach beendigter Sitzung lanh durch zahlreiche KreiZiags-bgeordneie eine Besichtigung heft neu­zeitlich eingerichteten Ktndererholunga- 0 e t m c * in Alb-Hausen statt, tooöei die Hesucher für den vorzüglichen Zustand des St- bolungOheinics TDorte her Aneriennung fanden.

Kreis Wetzlar.

Wetzlar, l.Aug Auf dem heute hier statt gehabten A.t r 111 m a r f t waren 325 Ferkel auf getrieben. Weil wenig Staufer erschienen waren, mar oud) Dir Kauflust verhältnismässig gering. Da» Sic Ichaft ging onfnnfli trotzdem gut. mar jedoch spater lehleppenb, so buh cm wesentlicher llehcrftnnb ner- hlieb. «$» würben folgende Preise bezahlt bis 6 jßod)cn alte Ferkel 16 bi» 19 Mark, 1 Wochen alle Ferkel 19 hi» 22 Mark, R bi» 9 Wochen alte Ferkel 22 bi» 26 Mark, Springet roaren nur einige auf- getrieben; sie wurden nicht notiert. Der nächste od)»finemarft findet zusammen dem Herbst- bullenmarh am 15. August statt.

--Aiedcrkleen, 1. Aug. Laut Beschluß der vorjährigen Kreickfh.iode in Atzbach soll di« dieS- -rrae Shnodaltagung der KemSgomeinde Dctzlcr ixr Pfarrer und Kirchcnällestc-n am 19. und 20. August in unserem Drtc stnttftndon

o" Krofdorf, 1. Aug Ein ungewohnlilh gro her Leichenzug bewegte sich heute nachmittag durch unferen Urt. st» galt, den allseitig verehrten, auf dem Kraftwerk bei Medenbach im DiUfreis oer Unglück teil riermann Bender von hier ZU feiner letzten Ruheftätte zu geleiten. Bender hinterläßt eine Witwe

Felling»haitsen, 1. tüm. Ta» Mif - I i n n f e ft, welche» am nächsten Sonntagnachmit- tag in unserer Gemeinde gefeiert werden soll, bürste hnburd) befanderem Imereste auch in weiteren Kreisen begegnen, weil e» zum erstenmal in einem ländlichen ort1 unferer Umgegend den Blick richtet auf da» christliche filebeemerf Im Orient, vor allem unter den Armeniern. Es ist gar nicht zur Genüge bekannt, welche unsägliche Grausamkeiten und Marter diese» von ben Türken zur Ausrottung bestimmte, uralt christliche Volk noch in jüngst vergangenen fahren aueaubnlten hatte Don diesem wahrhaft chrifttichen Samarstermerk an einem sterbenden Volk werden un» vom Deutschen Hilfshund für christstches Liebeswerk im Orient zu Frankfurt a.M. die Herren Mnfor a. D Moeller und der armenische Lehrer Krikor Rn hi ginn berichten Der Gottesbienft beginnt um 1.30 Uhr, hie Nachversommlung am Fuß he» Dunsberg» um 4 Uhr nachmittag»

-i,. £?aun»bad), 1. Aug Die Maul und Äläurnfeud)# ist nach dem nmlstierarzUichen Befund in unserem Orte r r I o (d) e n. Da» Lond- ial»amt hoi die angeordneten Sperrmaßnahmen aufgehoben

Dillkreis.

M. Breits cherk» l. Aug Der Wrftnwncm- kur Bender non Krvfdnrt bei Greften. brr in rmcfli Stetnbruch bei Medenbach mit der Anlage einer neuen riettr:lchen Leitung befchäfttgt war. foen her Stärkstromleituna zu nahe und wurde auf der Stelle getötet. Der bedauerns­

werte Mann war verheiratet »nid als tüchtiger Arbeiter bekannt

Maingau.

Lpd. Frankfurt a.HL. 1 Aug An der Strastburger TDerfl am Main gerieten in der Rächt Aum Mittwoch drei Arbeiter in Streit. Hierbei wurde der Arbeiter Ludwig Gritz von zwei Gegnern niedergeschlagen und in den Main geworfen. Seine Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Die Täter finßi n rmittelt; die Kriminalpolizei ist nach mit her Untersuchung der Qtnflrfcflenbeii be­schäftigst.

Schwere Bluttat in Frankfurt

Lpd. Frankfurt a M 1. Aug Sine schwere Äevolverschicsterei, die meh­rere Opfer forderte, «eignete lieh, wie in einem Teil der gestrigen Auslage bereite gemeldet, am Mittwoch früh m dem Bureau einet TDarenner- land GY ui. h H. Friedenestr. 8. hie |ich mit dem Dertrted brm Herrenftvffen befahf. Dort land eine Sinung statt, an der der Inhaber Dr. Hammel, der zugleich Thrcftnr her Frank- surier Getreidebmü A G ift. der Mitmhnber Grünebaum, der Prokurist Hammel. Bru­der de» Inhabers, sowie her Geschäftsführer Schmidt tcilnahmen. ®» banhelte sich darum, ob bet Vertrag deS Geschäftsführers gekündigt werden tollte Die Verhandlungen wurden nach Zeugenaussagen durchaus nicht erregt gefuhri.

Oer Sternhimmel im August.

»er. Äpturrt. Anschließend w0tx6f Such qh ft.nd . ein lustiger Gustan-Iacobv- Abend. An» lchruchend Don Berlin Lanzmuftk.

Sonnenaufgang üon 4bis 5.10 Uhr Sonnen­untergang von 19.53 dlS 18.50 Uht.

Sichtgenalten be» Monde» Vollmond am 1. um 16Jk Lhr 3. D'ertel am 8. um 18 Uhr. 1. Viertel am 23. um 9 Uhr Vollmond am 31. um 4 Uhr

mf. VorauSlichtttch bringt uni der August ein immerhin »lemltch lettene« Oreignii am Himmel, nämlich die Zeit grösttet Helligkeit für

hellste Stern im ClembUlNc der Leier, der vom Haupflicrii diese» CUmtilbe». der Wega. in der A-.ch'.ung nach dem Hauptstern hei Ablers hin steh: Auch dielet Stern ist veränderlich.

Ton den Wandelsternen ft ad der Jupiter und ber War» hetvorzuheben ron denen sich her War» etwa» zögernd, der 3iUxter aber daftir um o entschiedener auf den Abeiiddimmel verichrebt Gegen Ende bei Monats wird der Jupiter gegen

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ben Stern Mira,tue Wunderbare . im Wal­fisch. grell ich ist tneler Stern, was b»^ Gröste und die im Höchstwert erreichte Helligkeit an­langt, unrcgelmaft'g. GS ift auch bedauerlich, hast er erst spät aufgeht Zu Anfang deS Monat» gelchteht die» um Mitternacht um die Monats­mitte etwa eine Stunde früher Wann er wirk­lich sichtbar wird, hängt von der Klarheit und der Gestaltung de» Horizonte» ab. Der Stern ist der erste, der als veränderlicher Stern erkannt wurde, unb in der Tat ift b»c Veränderlichkeit rc4>t auffallend, denn der Stern kann eine Hellig­keit bis reichlich zweiter Gröste erreichen unb andererseits für da» bloste Auge vom Himmel ganz verschwinden. Minder auHaUenb. aber dafür um so bequemer zu beobachten, ist der zweit­

21 Uhr sichtbar, der Akar» etwa» <pater Beide Wandelstetne bewegen sich ischtläufig.

Auch über den Wand ist noch ein Wort au lagen: )n diesen» Monat haben wir tna» nicht allzuoft vorkvmmt. zweimal Bollmond. nämlich am 1. und am 31. de» Monat». Da der VoNmond ber Sonne immer gegenüber steht, erhält man so die ungefähren Gegenpunkte bei Sonnenstände» an ben genannten Tagen, also zu Beginn und am Ende des Monat».

Aamenflich gegen Schluß de» Monat» tritt die Milchst raste I chbn hervor: zuBeginn he» Monat» und namentlich »un den 10. herum Haden wir h-liufiae Sternschnupven. die foflenannten Lau- rentiustranen. Küstermann.

Oie neue Wohnung.

Der Bau gesunder Wohnungen ift die bru.glubite Ämeine Jutgabc de» deulfchen ° ölte». Tic zweck-

ige EniNchtung ber Wohnung ift die Äuigahc be* einzelnen. Unendlich fiel mnb über beide Pro­bleme geredet unb gefchricben. UUmählich mutz Klar­heit w».den un Wirru» ir ber Meinung«ii, unb die» um jo schneller, je graster die bisherig« n Erfahrungen, |f großer aber auch von lag zu Zug du Wohnung»- bcdurtnilj, nxrb.-n Luchliche Kritik unb flammen- IteUung be* WeientUch noiivenbig Tie» g«*- 'chicht endlich in vorbildlicher Weif» »tn neuriun SonberbcfiDie neue Wodnung der Suddeut- schen Monat»defte iMunchenI j>iet ift nicht» Unnötiges aefagt, aber alles Nötig« Uub die» ohne Scheu *tc iiraii bat mitzureben beim Problem der Wohnungsbefdrajjung wie der Wohnungscmrickp tung, im kleinen wie im groben. SO v. H be» Palks- vermögens gehen durch die Hande der 5)auefTaucn. Darum ifl diele Kundgebung deutlcher Frauen cdenfn für die Männer b«'|nmmf, deren keiner sich ihr zu feinem eigenen, wie zum ?lufccn ber Gesamtheit ent- ziehen sollte. Diese» Heft ist btr beste innere Vor­bereitung für blc Besichtigung der groste i deutschen Ausstettuna .Beim und Technik- in Munckien und zugleich Ihre beste kritische Nachlese

Anlästlich des 1 2 Deutsche» Skaf - fongrelfc» in Altenburg bringt die neueste Bummer 4350 der Illustrierten Ze i - tung (Derlag 3. 3 Weder, Lelpzig) inter­essante Artikel über dieses so beliebte Karten­spiel. bas vv.i Altenburg aus seinen SiegeSzug durch die Welt machte. Benno D i r s schildert in feinem Beitrag .Die Allenburg zur ölatflabt wurde" die Entstehung de» CfatlpteU iu An­fang he» vor.gen 3«iirbunbert». feine ^ultoirf- luna unb feinen Auvbau zu der Gestalt, in her e» heute in den Skatturnieren auftrill. fcltgekgt durch acnaue Ttegeln unb 'Bcfthnmunarn Gin von lebendigen ^«eichnunflen von Ttuboil L i - pu» begleiteter Aufsatz inacht uns mit dem IPHen des modernen Skatspiels und den Skat- fanatifern bekannt Heber bk- Kullirra3chichte her Spielkarte überhaupt berichtet Dr. Dalerian Tvrniu». Durch die Kreuzfahrer au» dem Orient in Europa etngesührt ift fie ein Spiegel- bild ber verschiedenen Kulturepochen geworden, tote die» einige deigefledene Holzschnitt- und KuplerftichlaNen aus bm 15., 17. unb 18. Jahr­hundert bartun.

Erweiferies Schöffengericht Gießen.

Plötzlich hörte man mehrere Schüsse, Dr. Hammel stürzte, durch einen Brust- unb Kopf schuh be» Geschäftsführers Schmidt tödlich aetroffen nieder. Grünebaum wurde durch einen Arm- und Kopfschutz, unb der Prokurist Hammel ebenfalls durch einen Schub schwer verletzt Der Geschäftsführer Schmidt richtete dann den Revolver gegen sich felbst und bradjtc sich einen schweren Kops schuh bei, an dessen Folgen er bald nach feiner Einlieferung in» Krankenhaus starb Schmidt war Vater von 8 Kindern. Den beiden Verletzten geht e» den Umständen nach gut.

Vundfunkprogramm

des FrankfRrter Seadrrs.

(Aus derRadio-Umschau''.)

Samstag, 4. Augiisl

12.15 di« 12.45 Uhr Schulfunk. ..Deutsch", Vorfrag von Adalbert Reumann. 13 bi» 14: Schallplattenkonzert. 15.30 bi» 16: Die Stunde der Jugend. - 16.15 bi« 18.35: Die Lesestunde. 16.35 diS 18.05: Konzert de» Rundfunk­orchester» Wal.zer. 18 30 M 18.45: Der Vnefkastci 18.45 bU 19.15: ..Liebe in der omentalischen Dichtung", Vortrag von Dr. Ludw. Harald Schütz. - 10.15 bi» 19.45: Stenographi­scher Fvrtdstdungeckursu» für Ansänger unb Jort* Sschrittene. 19.45 bi« 20.15: Der Himmel im uti die Bilanz unserer Sonne", Vortrag von Prvfeftor 9. Siftig. - 20.15: Von Dad Wlldun-

G i e h e n, 25. Zull.

Aus der Untf«|ua)uiiflJ)ü|l oorgesuhrl mürbe ein junger Mann, ber al Hanblungsreiienber für em groBcic:« inbijtneUtu Untcrnehin.-n mcbierc D« ben Verkauf von neuzeitlichen «lektrüchen 'Apparaten Dermuteltf und für pben reell gctiihgten Staujah- fchluh neben Neisesvejetl eine ansehnüche Provision erhielt. Hiermit nicht zufrieden, versuchte er tu be- trügerischer Weife, ^nkreffenten zu Bestellungen non 'Apparaten au beftiinmcn uno Damit auf unrecht- möstige Weise feine Einnahmen enifprechi id zu vei- grobem, uxh ihm auch in zahlreichen Fallen gelang, oo fchwinbelkc er einem Teil drr ftunb|d)a(t vor, bah sie, fall» der Apparatauf Abruf bestellt wurde, zu jeder Zeit nach freiem Belieben ben Siauf wieder rückgängig machen könnten, einem anberen Teil legte er em Bestellfcheinformular zur Unterschrift unter dem Dorwanb nor, ihm bannt lediglich bie Vorfüh­rung beo Apparats ab Ausweis für leine Firma zu bescheinigen, wahrend in Wirklichkeit die Bel reisenden einen Äaufoertiag für einen Apparat unterschrieben, bei anderen fälschte er durch geeignete Zusätze bie Be^ ftellfd)rinc. Eine große Zahl der durch ben Lchmindel des Angeklagten t8eid)abifltcn muhte als Zeuge ner- noinmen werben, da der Angeklagte sich Irasi be» erdrückenden Beweisirmterialv zu keinem <Äeü«»nbnb bequemte. Er würbe bes f v r t g e f e tz t e n Be­trüge«. in Tateinheit mit f d) a> e r f r 11 r f u n benfalfchung für schuldig befunden und unter Zubilligung mildernder Ümftanbc mit Rücksickst auf (ein jugendliches Aller zu acht Monaten Ge­fängnis verurteilt.

Diesten. 30. 3uh. Unter AuSfchluh der OeffentiWctt lanh die Verhandlung gegen ritt

Möwe im Sturm.

Vornan non Gophie Moecft

30. Fortsetzung. Nachdruck ocrtzotcn.

JDb. denke nicht, datz mein Mann auf schlechten '5kflen geht. Er ist burchau» zuoerlässig. Aber fo bie alten Gewohnheiten Mein (Rott, man muh ihm immer einmal die Zügel ein wenig lose laffen. Heute abend geht er da in irgendeinen Kegelklub .Gut Holz' oder ,ZU1< Neune. Da sitzen die neuen Spiestcr bei einem Töpfchen Bier in einem grotzen Kester zusammen unb ichmenken bie Kuaeln und stärken ihre Armmuskeln. Und morgen früh mutz Cour, ihn eine dulde Stunde langer mani­küren. weil er sich Blafcn angridjoben unb die '.'läget abgebrochen hat Ader wenn es zu fei­nem Woolbesinden notwendig ist man muh eben Zugeständulssc machen In der Ehe. Du wirft e» auch einmal müsien."

Maria lachte hellauf, Zhre Hohe,! ftünnUe mit chrem tiefen, immer ein wenig rauhen All ein

..Wir sollten einmal ernstlich daran denken, liebe» .Hinb. Die Hand in ben Arm der 9lid)te schiebend, führte fit die die fo gern heimlich mit ihrem Päckchen in das eigene Zimmer eniimchen wäre in ihr BudosrDu darfst Dir etnr Zigarette mijünben." jagte sie. ..Ich weih, du halt die» Laster von Elena angenommen. Wann hattest du zuletzt .'«achrichi von ihr?'

-Die erste und die letzte, wie du weiht.^ vor etwa ubn lagen. Unb fo absichtlich oberflächlich wie der Bttei gehalten war. mufc idi annehmen, sie will mich wieder in nichts hlneinfehen lassen. Sie brad) ab. Don der Schwester sprechen müssen unb fit nicht verteidigen können, bas war bitter.

-3a. ,a. Es wird schon so fein, wie man Herrn cdmljc geschrieben hat. auf meinen Dimlch hat er ba Erkundigungen eingezogen. Wohnung in einem «r ersten Hotels sehr sioelcs Leben. Borschüsie von allerlei neureichen Leuten, bie an den Eriolg ein», aussichtslosen Prozefsec. glauben und auher- dem noch eine Ehre darin sehen, verkrachten Groh- k'irsten gefällig zu fein Wie lange bie Thofe geben wirb, kann sich jeder selbst sagen. Dann gebt mein lieber Sergei Wladimirowitsch seiner Wege, und Dena ist um eine Erfahrung reicher. Eigent­

lich bürite sie von denen schon genug gesammelt haben. Weih ber Kuckuck, was sie immer nach so an den Mann binbet."

Er ift nicht mein Geschmack,' jagte Maria nach­denklich ..Aber ich kann e» doch begreifen. Wie ein schönes Raubtier ist er. Geschmeidig und slbmeichlc- rifch unb liebenswürdig, unb bah man nie weih, ob er nicht plötzlich bie Krollen zeigen wird ich glaube, das ift bei (Elenas Temperament sein gefährlichster Reiz.*

..Äch danke für solche Rei.ze." meinte die Hoheit trocken. ..Mir find Solidität und Anständlgkeii unb ehrliche Sorge für da» Wohlergehen der Ehefrau sehr otel jympalhifcher. Ader jeder bat feinen (9e jchmack. Na, Elena wird einmal nicht auf Rosen hegen."

Da schwieg Moria. Sic wuhtc gut genug, dah Ihre Haheu unb Herr Schulze für bie leichtheruge Schwester nickst zu haben waren. Unb fie fewft? Ach Gott, man forgte rührend für fie, rote für eine Tochter, aber selbständig konnte sie nicht über hunbett Mark verfügen.

Maria, alfo, was ich doch dir besprechen wollte. Dir haben dich ja sehr gerne bei un», nein, wirklich, ich möchte dich am liebsten für immer behalten. Ader da» wäre Sunde gegen dich. Du mutzt einmal deine Chancen ruhig erwägen. Wenn ich vorhin auch so sprach als gelte ÄoUmanns Auf­merksamkeit im Grunde meinen Wünschen bae tat ich nur meines Manne» wegen. Man must bie Männer nicht vorzeitig in bie Dinge hlneinsedrn lasten. 3m Ernst, wie denkst du über ÄoOmann* Ich meine al» Bewerber?*

..Gar nicht, liebe Tante.*

Sehr töricht. Austcrordenllich töricht. Solche Partie ift zurzeit selbst unter ben gebrimieften Häuptern (eiten. Unb arme Prinzessinnen und Her­zoginnen sind leider jo billig roic Brombeeren. Du hast allerdings deine Schönheit in btt Waagschale zu wersen, aber bie bleibt dir auch nur nrdj (o ein halbes Dutzend Jahre auf der Höhe. Ich kann btr nur ehrlich raten, fei heute abend nicht allzu ab» sprechend gegen ihn. Du hast ganz tas Zeug zur großen Dame. Die ganze Welt steht dir offen als ftollmcnns grau. Das hätte man mir bieten sollen!'

Als Maria hoheltsvall schweigend aus dem Zim­mer ging, sah ihre Tante ihr nachdenklich nach. So hübsch hab' ich fte bamal» in Leoni gar nicht

lefunben. Sonst hätte ich mich doch vielleicht be- onnen Na. nun ift sie hier. Und natürlich muß ie RoUmann nehmen. Es wird ihr doch nicht ber anbere Lieber Himmel, da» wäre eine riesen­große Dummheit. Da muß ich ernstlich vorbeugen.'

Inzwischen stand Maria in ihrem Wohnftubcben, hatte aus dem Umschlag endlich einen Rarton per- ausgenommen unb (ah ihn mit strahlenden Augen an. Eine flotte Federzeichnung war es, auf ichau- menben Wellen ein Segelboot, über dem eine Äöve freifte. Darunter geschrieben ein kleiner Pers:

Du weiße Möwe, in Sturm unb Not Romm in mein Boot.

Wenn bie Winde brausen, die Wogen schlagen, Soll c» dich tragen.

Seine Planken sind stark, fein Steuer ist fest. Sicher schifftl du zum eigenen Nest.

Ein seliges A"fjauchzen, bas fast wie ein Schluch­zen klang.Tu mein Geliebter! Du mein lunger. Harter Liebster. Mu bir im Rest tausendmal lieber als mit dem andern im stolzesten RLnigsschtoß."

Herr RoUmann ( Ihrer Hoheit m Deren Emp- fang»|alon gegenüber Ihr (befiehl war heiß bis in die Augen hinein. Die Augen selbst (ohen unver­wandt den großen starten Mann an. ber ba auf Dem Seibtnfeffel faß, er war ganz Rufst und Be- odachtuna unb mnilte endlich Klarheit haben: ba Maria ihm in anichetnender Unbefangenheit keine Gelegenheit zu einer Aussprache gab, hatte er bei der Hoheit um eine Unterredung nngefragt.

3d> bin kein Amerikaner, (Euer Hoheit.' tagte er. ,,3d) stamme aus Uerdingen. Mein Pater hatte eine kleine Fabrik. Und als junger Bankbeamter ging ich zu verwand len nach drüben. Die berühmte Laufbahn oom Stiefelputzer zum Millionär hangt man mir ganz ungerechtiertigtcrroeiie an. 3d) bin bis zum funfundzwanzigsten Jahr meinen Weg gegangen, wie ihn tausend pinge Clerks geben, die alle nach einer Gelegenheit spähen, etnmal mehr zu werden als rin Angestellter.

Ein bißchen Glück muß zur Hilfe kommen. Mir kam es. Ich heiratete* bie Hoheit hob den Kops höherunb meine Frau brachte mir rin kleines Vermögen zu. Zwanzigtausend Dollar. Es ließ sich immerhin etwa» bamit anfangen. Es wurde eine Bohn nach Texas gebaut 3d) fepte bie Hälfte bei vermögens em ja, und bie Sache ftrnftionkrte.

Das war bann der Anfang Erst Bahnen, bann Landtäuse in Texas und Mexiko nach bem Krieg haben die deutschen Auswanderer sich in Scharen auf das (Behüt ergoffen Otlquellen. Es durfte (Euer Hoheit nicht weiter intereffieren. Dabei blieb ich bei ber Bank, nur daß ich vom (Elert zum Ab- teilungslciter unb endlich jum Chef emporftieg, un selben Maße, wie mein Vermögen mitarbeltetf.

3etzt wenn ich einmal zuruckgehen sollte nach brühen kann ich mir mein Haus in Wallstreet kaufen.'

So ungefähr wußte seine Zuhörerin, was Da* heißen (out-

Unb Ihre Frau?'

Meine 3rau ist tot* Knapp und kurz. (Eine kleine Pause.

Äollmann dachte, es mochte doch nötig jein, einen kurzen Abriß be perkönlichen Lebens zu geben, wenn man nicht allein mit geschäftlichen Erwä­gungen kam

Wir paßten nicht zusammen. Ich bo» gebe ich offen zu hin bas, was man in Deutschland einen Herrenmenschen nennt Sonst wäre ich nicht geworden, was ich bin. Meine Frau war die ame­rikanische Fraucnrechsterin vom Scheitel bis zur Sohle Heine Bollblutamerikanerin, sie flanume von dänischen (Eltern. Aber man sagt, niemand sri fo ianatisch wie ber Däne, wenn er sich in eine politische ober ioziale Ueberzeugung verbissen hat.

Ich glaube, sie heiratete mich nur, mir zu be- weilen, daß auch ein fo energischer Mensch w.e ich ihrem Willen nicht gewachsen (et Cs geb Reibun- gen, es aab Szenen es gab endlich ein Neben- kinLiiderherleben, bei dem ber eine oft wochenlang nicht wußte, wo der andere war."

Was für eine traurige Erfahrung für Eie"

Ein Achselzucken..3d) hatte es nicht andere er­wartet das muh ich zugeben. 2bich hatte m der Hauptsache bas Vermögen zur Heirat bewogen. Man fieht Drüben die Ehe noch viel mehr als Spe­kulation an als hier. Und ich glaube nicht, daß einer von uns sonderlich unter den Lerhalmstfen gelitten hat Die UnionHtft groß genug, um sich aus dem Wege zu gehen. Ich hatte meine Ge­schäfte, fie hotte ihre Reifen zu Vorträgen unb Versammlungen, in denen unoerftanbenc und un­befriedigte Frauen nach Verständnis und Erlösung schrien.

(Fortsetzung folgt)