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Deutschen Hechlern (^«mf r ,md zerra.

L«h emet ttxiieteii JHeU>uiig au6 4 m n c r bam haben sich die deutschen Florettsechter Easmir Gazzcrra. sowie die Damen 5r(. Helene Meyer Frau Oetkers und Frau Sondheirn für Die am Donnerstag stattfinden« den Endkämpfe qualifiziert.

Deutschland

führt im modernen Fünfkampf.

Der moderne Fünfkamps wurde am Dienstag mit dem Pistolenschießen in 3eeburg, einem Dorstadtviertel Amsterdams, begonnen. Das Ergebnis war. 1. Oberleutn. Hax. Deut I ch l a n d, 198 P.: 2. Olsen. Dänemark. 194 P. 3. Berg. Schweden. 191 P Kahl. Deutschland, solgi mit 184 Punkten an zehnter Stelle. Oberlt Hölter mit 169 Punkten an 16 Stelle.

Oie ersten (Sieger im freien Hingkampf.

Die Ringkämpseim freien Stil wurden am Dienstag soweit gefördert, daß bereit- schon die ersten Entscheidungen ftatfftnben konnten. 3m Schwergewicht siegte der Schwede Richt Hof en durch Lleberwurf in 4 41 über den Amerikaner George, im Halbschwergewicht konnte Sjöstedt -Schweden in 4:15 den Ame­rikaner Edwards besiegen, im Mittelgewicht gab es erst eine Entscheidung nach Verlängerung Der Schwede Khburz gewann die Gntscheidsng gegen Hammonds -Amerika. 3m leichten Mit­telgewicht stellte Finnland den Olympia-Sieger in H a a v i st o . der den Amerikaner Apple- ton zu Boden brachte.

Dom Ahönsegelflugwetibewefb.

Don 1 0 5 gemelde ten Flugzeugen wer­den nun doch etwa e i n Dutzend aussallen. Besonders wird bedauert, daß sich darunter die Danziger Gruppe befindet, die man gern als Gäste gesehen hätte. Die aus Frankreich ? u ru cf gef ehrten Flieger sind am Montag einge- I--offen Lach Beglückwünschungen für ihre großen Erfolge in Deauville wurden sie herzlich begrüßt. Die beiden Franzosen fehlen indessen noch. Wie wir erfahren, hat die Rhön-Ros|ittengesellschast die Ozeanflieger Köhl und v. HunefeId Aum Besuch der Wasserkuppe eingeladen. Die Ein­ladung wurde angenommen und beide werden in der .Europa" heraufkommen. Es ist anzunehmen, daß bei dieser Gelegenheit auch andere Motor­slugzeuge hier eintreffen werden. Da- Lager aus der Wasserkuppe hat sich schon gut gefüllt. Bei prächtigem Wetter herrscht reges Leben und Treiben.

Obrchessen.

tanbfreie Gießen.

' Drohen-Linden. l.Aug. Die Auswir­kungen der anhaltenden Trockenheit der letzten Wochen machen sich bei den Ze ldf räch­ten in unserer Gemarkung bereits in besorgnis­erregender Weise bemerkbar. Höher gelegene und trockene Wiesen zeigen ein graues Aussehen: nur hier und da ragen einige harte Grasstengel in die Luft, so daß nur Wiesen mit genügender Bodenseuchtigkert Aussicht auf eine Grummet­ernte bieten. Durch das schlechte Lachwachsen des dritten Klees beginnt sich eine empfindliche Fu 11 c cf n app hei t immer stärker bemerkbar zu' machen. Während der sengenden Gluthitze bieten die Hackfrüchte tagsüber mit ihren zchlasfwclken Blättern ein trauriges Bild. Wenn hier nicht bald ein durchweichender Legen kommt, wird nur mit einer ganz geringen Ernte gerechnet tperben müssen. Der Schnitt des Loggens und der S o m m e r g c r st e ist in vollem Gange unddürste bis zum Wochenende zum größten Teile beendigt sein. Die Ernteerträge des Roggens sind, abgesehen von dem etwas lichten Stand aus solchen Aeckern. wo Klee al- Vorfrucht war. sehr befriedigend, auch liefert die Sommergerste eine gute Ernte. Der Hafer reift bei dem heißen Wetter auch schnell heran, während der Wei­zen zumeist noch grün ist. Erfreulicherweise tritt die Ilofttranft;.-ii des letzteren in diesem 3ahre iiberhaupt nicht in Erfcheinung. so daß eine gute Körnerernte zu erwarten ist. Leider läßt es der

frrtaT au-getrocknete. Or* nharte Besen nichk vj. daß die Stoppeln ge hält und carrit b-e Auslaar der Futtererdfen und Wicken nicht erfolgen kann.

' 2 ich. 1. Aug. 3n der jüngsten Stadtver­ordnetensitzung beschäftigte man sich zu Punkt 1 der Tagesordnung mit der Faselhal- t u n fl. insbesondere mit der Anschaffung eines Ziegenbockes - Zum nächsten Punkt lag ein An­trag des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gvld Orts verein Lich auf Erlaß der Berg n u gungSsteuer anläßlich ferner Banner weihe am 1.3uh d. 3 vor Begründet wurde Der Antrag Damit, daß bei Erlaß der Vergnügungssteuer der von her Stadt gezeichnete Darantiefonds nicht in Anspruch genommen zu Verden brauche. Der Stadtvorstand trat dem Antrag bet. Erne An­regung aus 3 n st o n d i c tz u n g des defekten Schulglöckchens auf dem Dathause und da- mit auf Wiedereinführung deS alltäglichen Schul- geläutes fand Ablehnung Verschiedenen Ge­suchen auf Wei ter führ u ng der Kanal­und Wasserleitungsanlage außerhalb des Weichbrldes der Stadt, die mit einem Kosten­aufwand von insgesamt 12500 Mk. verbunden sind, wurde nur teilweise entsprochen. Zu einem Gefach eine- hiesigen Einwohners um Genehmi­gung zum Einbau einer Wasser st rahl- pumpe mit Anschluß an die städtische Wasser­leitung faßte der Stadtvorftand einen arundsätz- lichen Beschluß dahingehend, daß Wasserstrahl- pumpen für die Zukunft nicht mehr zugelafsen werden und daß den Besitzern vorhandener Was- ferstrahlpumpen ausgegeben werden soll, ihre An­lagen bis zum I. April 1929 zu entsernen. Dieser Beschluß gründete sich auf eine gutachtliche Aeuße- rung Der städtischen Bauleitung. Die sich dahin- gehend ausspricht, daß der jährliche Wasserver­brauch einer Wasserstrahlpumpe 400 bis 500 Kubikmeter befrage. 3n einem trockenen Sommer würde sich der Verbrauch mehrerer Pumpen un­angenehm bemerkbar machen und eventuell die Gesamtwasserversorgung der Stadt gefährden. Die vorhandenen Anlagen könnten durch Flügelpum­pen mil Handbetrieb oder durch elektrisch be­triebene Pumpen erseht werden Der Vor­anschlag des städtischen Wohlsahr ts- au-schusseS für 1928. der in Einnahme und Ausgabe mit 22 580 Mi. bei einem städtischen (Zuschußbedarf von 13000 Mk. abschließt, wurde genehmigt. Hieran anschließend wurde im Interesse der Förderung de« KteinwohnungSbaue« für drei bewilligte Baudarlehen die Bürg­schaft Der Stadt übernommen, sofern die Antrag­steller bereit sind, zur Sicherung der Stadt zwei leistungsfähige Rückburgen zu {teilen. Sodann teilte der Bürgermeister mit. daß, er in Aus­führung eines früheren Beschlusses des Stadtvor- standcs mrit der Firma Rinn & Eloos in Heuchel­heim übet die Einrichtung einer Z, - garrenfabrif am hiesigen Platze Verhand­lungen gepflogen und das alte Kleinkinderfchul- aebäude vorbehaltlich der Genehnriaung des Stadtvorstandes dieser Firma gegen Entrichtung einer entsprechenden 3ahresmiete vermietet habe. Der Mietvertrag* läuft vorerst drei 3ahre und kann eventuell um zwei 3ahve verlängert werden. Der Stadtvorstcond genehmigte Me getroffenen Ver­einbarungen.

Hreis Schotten.

LH Laubach, 1. Aug. Der Schnitt der Ge r ste ist feit Ende voriger Woche in vollem Gang. Die Körner sind trocken unb voll. Den Hack­früchten ist der Regen Der letzten Tage sehr zustatten gekommen, ebenso Den Grünsutter- Mitteln. Die Wiesen und Der Klee stehen im allgemeinen recht gut. Dagegen sind die Aussich­ten für die diesjährige Obsternte recht gering geworden. Rur geringere Apfelsorten bringen vielleicht ein besseres Ergebnis. Auch die Zwet- schenbäume bieten in einzelnen Teilen der Ge­markung bessere Aussichten. Viel geklagt wird über die zerstörende Tätigkeit der Wühlmä u s c. 3n Feld und Garten richtet dieser schädliche Rager, dem sehr schwer beizukommen ist. großen Schaden an. Gestern wurde der am 22.3uU gewühlte neue Bürgermei st er Otto Högv durch RegierungSrat Sh-. Helmreich (Schotten) in Gegenwart deS Gemeinderates auf sein Amt verpflichtet. Högh wurde gebüren zu Laubach am 5. 3anuar 1900 als Sohn des Gasthalters und Metzgermellters Högv ®v besuchte die hiesige Volksschule, sodann das Gtzmnasium Seine sach­liche Ausbildung erhielt er am Amtsgericht Lau-

Die letzten Tagebuchblätter des Zaren Nikolaus.

3m LondonerDailn Erpreß" werden jetzt die letzten Gintrag ungen, die Zar Rikolaus II in Jekaterinburg kurz vor Der Ermordung der kaiserlichen Familie in der Rächt des 16. 3ult 1918 gemacht hat. veröffentlicht. Der 3ar und seine Familie waren feit über einem Jahr in Gefangenschaft, aber in diesen fast täglich fort- gesührlen Riederschristen spielen die schicksalS- schweren Ereignisse der Zeit keine große Rolle, vielmehr überwiegen die Bemerkungen über das tägliche Leben und besonders den DesundheitS- zustand seiner Frau und seiner Kinder. Das Tagebuch des Zaren endet am 30. Juni 1918; es berichtet noch über das Gintressen de-Dok­tor" 3 urowskh. durch Den Die Ermordung vollzogen wurde, aber über die letzten 14 Tage ftnDen sich keine Rotizen mehr Aus den stän­digen Bemerkungen über das Detter, die Ge­sundheit und die Unterbauungen Der Familie beben sich folgende Eintragungen heraus: ..9. März: Heute ist Der Jahrestag meiner An­kunft in Zarstoje Velo und meiner und meiner Familie Gesangensetzung im Alefandrowsky-Pa­last. Ich kann nicht anders, ich muß an alles beiden, was in diesem letzten schwierigen Jahr sich ereignet hat. UnD waS birgt Die Zukunft noch für uns alle? ES ist alles in Gottes Hän­den Alle untere Hoffnung ruht nur auf ihm.' -30. März (Freitag): Jeder Tag bringt neue Meberrafdjunqcn. Heule brachte KobhlinSki einen Befehl, den er vorige Rächt aus Moskau vom Zentratexelutivkomitee erhalten hat und der an untere Kompagnie gerichtet ist. daß fic alle Die von unteren Leuten entfernen tollen. Die an Haufe über unS wohnen, und uns wieder als Gesangene atizufehen wie in Zarskoje Selo." 1. April: Heute wurde ein Beschluß von dem Soldatenrat gefaßt, zufolge Dem Moskauer De fehl, daß niemand, her in unterem Haufe lebt, mehr auf die Straße gehen darf." ,2. April Heute morgen durchsuchte der Kommandant mit einer Kommission von Offizieren und zwei Sol­daten unfern Teil des Hauses Da« Ergebnis die­ser Durchsuchung war. daß *ic Walia und M. Gilliard ihre Degen und mir einen Dolch sortnahmen."

Am 12. April erfolgt Die UeberfieDIung nach Jekaterinburg. .,12. Aprll: Jakowlew kam mit Kobhlinsky nach Dem Frühstück und er- llärte, daß er Befehle erhalten habe, mich fort- zubringen, ohne zu sagen, wohin. Alix beschloß, mit mir zu gehen und Maria mitzunehmen: zu protestieren würde nutzlos gewesen sein. Es war mehr als hart, die anderen Kinder und Alexei krank und unter den jetzigen Verhält- nissen zu verlassen! Begann die notwendtesten Dinge zu packen. Dann sagte Jakowlew, daß er Olga. Tatjana. Anastasia und Alexei holen würde und daß wir in drei Wochen wie­der zusammentreffen sollten. Es war ein trau­riger Abend, und natürlich schlief niemand in die­ser Rächt." .,13. April: Um 4 Uhr morgens un­fern lieben Kindern Lebewohl getagt und Platz in den TarantaS (Wagen ohne Feder) genommen; ich und Jakowlew. Mix und Maria. Walja und Botkin. Von den Dienern hatten wir Rjuta De- widowa. Chemodurow und Sednew. 8 Soldaten imD eine Militärwache von 10 Mann bei uns." 17. April: Wieder ein schöner warmer Tag. Angekommen in Jekaterinburg um 8 Uhr 14. Rach eineinhalbstündigem Warten den Zug ver­lassen. Jakowlew übergab unS dem OrtSkom- mifsar. mit Dem wir drei in ein Auto fliegen und durch verlassene Straßen zu dem für uns bereügefteUtcn Hause Zpatiews (in dem Die Zarenfamilie fpater ermordet wurde) fuhren. Das Haus ist hübfch und sauber. Wir hatten vier große Zimmer zu unserer Verfügung." .1. Mai: Uns wurde heute mitgeteilt, daß wir in Zukunst nur noch eine Stunde am Tag spazierengehen Dürften. Aus die Frage, warum, antwortete Der Kommandant. .Damit dies mehr einem Gesäng- niÄleben ähnlich ist.' Hatte während des Spiels am Abend vier BesigueS." .2. Mai: Die Aus­führung des DefLngnisregimes wird fortgesetzt. Heute morgen sand dieS seinen Ausdruck durch einen älteren Maler. Der alle unsere Fenster mit 'Tünche anstrich. Es sieht aus. wie wenn ein Rebel in Die Fenster blickte. Um 3 Uhr 30 Aum Spazier­gang hinauSgegangen und um 4 Uhr 10 wieder bincmgetricben7* .6. Mai: Habe das 50. LebenS- iahr erreicht, ganz erschreckendl Das Wetter ist schön wie auf Bestellung."

Am 21. Juni erscheint Iurowskv. ,21. 3unt: Heute war ein Wechsel der Befehlshaber - wäh­rend Der Mahlzeit tarnen Beloborodow und andere uns mitzuteilen, daß an Stelle von Aw-

hxf> und am Kreisamf *3T«frfD. Der m» Bvr- germcister ist ein Großneffe Dc« Bürgermeisters 3ochem, brr 1883 Rachfolger deS Bürger- meisters Daniel Ritter wurde und fast Drei Jahrzehnte in Laubach amtierte.

> Gedern. 31 Juli. Für gestern abend batte unser Bürgermeister die Vortihenden Der Par­teien und der einzelnen Vereine zu einer Be­sprechung über die Gestaltung Der Diesjähri­ge n Versaffungsfeier in hiesiger Stadt cingdaben. Die Beteiligung war recht gut. wenn auch einzelne Dereii»e keine Vertreter enttcmdt hatten. 3n feiner Begrüßung teilte der Vor- siheTtde Der Versammlung mit. daß er von Der Gerneindevertretung beauftragt sei. für eine wür- Digc Ausgestaltung Der diesjährigen Verfassurrgs- feier zu sorgen. Es kann festgestellt werden, daß Die Versammlung in schönster Harmonie zu einem guten Ergebnis geführt hat Hs wird am Ver­fass ungs tag cm Festzug vom Bahnhoi auS nach dem Festplatz gehen, wo die Feier unter Mit­wirkung der Gesangvereine Liederkranz" und Vorwärts" sowie des Turnverein» und Der Feuerwehrkapelle ftattfinDen wird. Oberamtetid>- ter Dr. Andrä (Ortenberg) hat sich in liebens­würdiger Werfe bereit erklärt, die Festrede zu übernehmen.

l Gedern. l.Aug. Aus Der jüngsten Ge­meinderatssitzung ist zu berichten: Seit 16.3uni ist die Kadaververwertungs- a n ft a 11 bei Rainrod in Betrieb. Rach einer Verfügung des Kreis am tes Schotten soll Den seitherigen Wasenmeistern gekündigt werden, da sich ihre Arbeit für die Zukunft erübrigt Es wird beschlossen, den hiesigen Wasenmeister min­destens noch ein halbes Jahr beizuvehalten. weil man abwarten will, ob es für hier nicht angebracht ist, gefallene Kleintiere auch künftig innerhalb Der Gemarkung zu begraben. Die Abgabe eines Doppelbauplahes seitens Der Standesherrfchaft an Arnold Diehl. Der ein Wohnhaus mit Werkstätte zu bauen bcab- sichtigt, wird genehmigt. Die Arbeiten zur (Erneuerung Der alten H a u s a n s chl ü s s e d er Wasserleitung werden endgültig an die beiden Spenglermeister Dinges und Sauer vergeben. Als Turnplatz für die Volksschule wird das von der Pfarrei er­taubte Gelände am neuen Marktplatz bestimmt. Mit Der Einführung der Reichs- verdingungsordnung ist der Deineinde- rat einverstanden, behält sich jedoch^sür Die An­wendung freie Hand von Fall zu Fall vor.

Mreis Lauterbach.

h Lauterbach. l.Aua. Oef onomicra t Glaser, der seitherige Direktor deS hiesigen Landwirtschaftsamts, trat auf Grund des Gesetzes über Die Diensteltcrsarenze der Staatsbeamten am 31. Juli in den Ruhestand. Aus diesem Anlaß sand in Dem Bahnhvsshotel Schmidt, hier, heute eine Abschiedsfeier statt, zu Der sich Der Minister für Arbeit und Wirtschaft, die Beam­ten des LandWirtschaftSamtS Lauterbach und der Rachbarämter. Vertreter Der hiesigen Behörden, eine große Anzahl Durgermeister des KreiseS und ehemalige Schüler des in den Ruhestand tretenden eingefunden hatten. Die Feier wurde eingeleitet durch das Beethoven-Quartett , Ada­gio". LaichwirtschaftSassessor Dr. Lorentz be­grüßte hierauf die zcchlreich Erschienenen, be­sonders den Minister K o r e l l und das Ehepaar Glaser. 3m Ramen des Lehrerkollegiums Der Landwirtschaftlichen Schule richtete der Redner herzliche Abschiedswvrte an den seitherigen An­staltsleiter und bat ihn. Der Schule auch fernerhin ein treuer Freund zu bleiben. Pros. Dr. Krae - mer, Direktor deS Tierzuchtinstituts der Uni­versität Gießen, hielt einen äußerst interessanten Vortrag übet daS geistige Leben der Tiere. Es sprachen sodann: Minister Korell im Ramen Der Staatsregierung. Kreis Direktor' Dr. Michel im Ramen des KreiseS und deS Landwirtschast- lichen Vereins. Bürgermeister Heitzenröder iRieder-MooS) im Ramen des LandwirtschaftS- kammerausschusses. Direktor Becker im Ramen des Landwirtschuftsamts Alsfeld, Geschäftsführer Dr. Finger kDarmstadt) im Ramen des Ver­eins der hesiischen höheren landwirtschaftlichen Staatsbcamten. Landwirt Euler (Maar) im Ramen des Simmentaler ZuchtvereinS. Landwirt Hoppe l Schadges) im Ramen der ehemaligen Landwirtschaftsschüler. Assessor Wettendorf im Ramcn. des Vereins für Grünlandwirtschaft.

Bürgermeister Dr Re p o k b sSchlitz'» km Tasten ter Bürgermeister des Kreises, ein Ser tretet des VerbandeS landwirtschaftlicher GenolleTifchatt en, Baton Albrecht Riedesel zu Gisenbach in Seckendorf im Ramen der Freihertlichen Familie, Kammerdirektot R o ll im Ramen der Frei Herr- lichen Verwaltung. Vürgerineistet Walz im Ramen Der StaDt Lauterbach Alle Redner wid­meten Dem 3 uh tun Worte Des Dankes und der Anerkennung für seine Verdienste mn Die lairb- wirt'chaslliche Schule und Die Landwirtschafl des Krc3cS. und sprachen Die Hoffnung aus. dost Der aus dem Amt Scheidende lern reiches Wissen unD seine Erfahrungen auch fernerhin der Land­wirtschaft deS Kreises Lauterbach widmen, unD Daß es ihm vergönnt fein möge, an Der Seite feiner Gatten noch einen langen friedlichen Le­bensabend zu geinehen. Oefmuwmerat Glaser dankte beweg! für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen: er werde iwrauLsichllich lerne:- zu­künftigen Wohnort im Kreise Lauterbach dehatten und fetne Kräfte auch fernerhin dem ihm iteb- aemorDenen Beruf zuwenden. Rach der offweHen Feier fand ein gemeinsames Mittagessen stau. 3m Verlauf Des Eilens brachte Der-Munster K o r e l l«einen Toast auf die deutsche Arbeit, ver­körpert in Dem Ghevaar Glaser, und das Deutsche BatevIanD aus

Vheinheffev.

Sisenbahnunfall im Mainzer Hauptbohnhof

Lpd Mainz, l.Aug. Am M-ttwochmMag 12.02 Ahr fuhr Der Triebwagen 2018. von Wies­baden Biebrich fommenD. im Hauptbahnhol Mainz in G'.ris 1 b aus noch nicht festgeftellter Urlache auf Den Prellbock auf. Hierbei würben 12 Reisende durch Hautabschürfun­gen. Prellungen usw. leicht verletzt. Der Mater'allchaden ist gering, der Betrieb erleidet keine Störung

Preußen.

Kreistag des Arcises Wehlar.

-$ Wetzlar. 1. Aug. Unter Dem Vorsitz deS ßanbrat», Geheimrats Dr. Sartorius, trat Der Kreistag Des Kreises Wetzlar gestern im SitzungSsaale DeS alten KreishauseS zu einer Sitzung zusammen, zu welcher Die KreistagsmitglicDer verhältnismäßig zahlreich erschienen waren.

Zunächst löste vor Eintritt in die Tagesord­nung ein Antrag der Linken zwecks Ausarbei­tung einer Vorlage über die beschleunigte Pflasterung der O r t s D u r ch s a h t te n zum Schuhe der Landbewohner gegen die starke Staubplaae eine lebhafte Debatte aus. Der An­trag wurde dahingehend erledigt, daß die ftrei*» straßenverwaltung sich bereitcrtlärtc. zwecks Ab­stellung dieses Llebelstandes dieser Angelegenheit ihr besonderes Augenmerk zuzuwenden und so­weit die Pflasterungen in absehbarer Zett nicht möglich wären, für die Oberflächenteerung der in Frage kommenden Strecken zu sorgen.

Den ersten Punkt der nun zur Beratung kom­menden Tagesordnung bildete die Einführung einer neuen Satzung für die Kre iS - sparkaffe, wie diese von dem Deutschen Sparkassenverband entworfen und von der Auf­sichtsbehörde gutaeheißen und zur Annahme emp­fohlen ist. Rach längerer Beratung der einzelnen Paragraphen wurde die neue Satzung einstimmig genehmigt. 3m Anschluß hieran erteilte Der Kreistag seine Zustimmung zu einer Erneuerung Des Vertrages mit Dem Preußischen LandeS- verein vom Roten Kreuz in Berlin auf wei­tere 10 3ahre. nach welchem sich Der Verein verpachtet, beim Ausbruch einer Seuche Dem Kreise zerlegbare Baracken zu überladen, wo­gegen Der Kreis vertragsgemäß jährlich für je- Des angefangene Taufend der KreiSbevöllerung 3 Mark Beitrag zahlt

Den nächstsolgenDeu Teil der TageSorDnung bildete eine Vorlage zwecks Ausnahme einer weiteren Anleihe zur Fördern ng des Wohnungsbaues. Det Kreis Verwaltung liegen zur Zeit 140 Baubarlehnsanträge aus dem Kreise vor, zu deren BefneDiguno außer den verfügbaren Mitteln noch rund 170 Ö00 Mk. fehlen. Um die Ausführung der noch für dieses Jahr geplanten WohnungSbauten zu ermöglichen.

dejew der ernannt fei. den wir für den Doktor 3urowsky hielten . . . Am Rachmittag vor dem Tec machte er unD seine Assistenten eine Liste unserer Goldsachen unserer und der der Kin­der: den größeren Teil davon (Ringe. Arm­bänder usw.) nahmen sie mit sich fort. Sie er­klärten dieS Damit, daß ein unliebsamer Vorfall in unserem Hause ftattgefunDen hätte, wobei sie auf das Verschwinden einiger Besitztümer anspiel­ten."23. 3urri: Gestern kam Der ÄommanDant Iurowsky und brachte eine Schachtel mit allen WertgegenstänDen, Die uns genommen waren, for­derte uns aus, nachzuprüscn. und versiegelte fic in unserer Gegenwart und ließ sie in unserer Ob­hut. 3urowSktz und sein Assistent beginnen diese Art Leute zu durchschauen, die uns bestahlen, während sie und bewachen sollten. Sic hielten selbst den größeren Teil der uns vorn Kloster gebrachten Vorräte zurück Erst jetzt bemerken wir dies, seit der ganze Vorrat in die Küche kommt. ' . 23. 3uni: Heute morgen tarnen um 10 Uhr drei Arbeiter hinaus zum osfenen Fen­ster, hoben ein schweres Gitter und brachten es an der Außenseite an dies ohne Ankün­digung von 3urowStl) Wir können dieses Indi­viduum weniger und immer weniger leiden." 25 3uni: Unser Leben hat sich unter IurowSth überhaupt nicht geändert. Er kommt in das Sch las zimmer, um zu sehen, ob das Siegel an Der Schachtel unangetastet ist unD sieht durch daS offene Fenster herein. Die Tür zum Rebenhau«, das unser Gepäck enthält, ist versiegelt worden. Wenn Das nur einen Monat früher gemacht wor­den wäre!" .30. Juni: Alexei hat sein erstes BaD nach Tobolsk genommen: sein Knie ist besser, aber er kann eS noch nicht vollstänDig aus- ftreden. Das Wetter ist ruhig unD angenehm. Ich habe keine Rachrichten von draußen " Mit diesen Dorten schließt daS Tagebuch.

Tanztultur in Alt»<Lngland.

Die überspitzte Etikette deS höfischen Ledens fmöct ihren sinnfälligsten Ausdruck in den Tän­zen. die Die Zett am meisten Liebte: die der Königin Elisabeth besonder« in Dem Pfauen tanz. 3n einer reichrllustnerten Darstellung. Die Prof. Ma, Eisler in einem Künstleraufsatz ..Die englilchc Frau im Leben unD Bildnis" im August- bett von BelhagenL Älafinge. Monats­heften gibt, ist triefet Pfauentanz als ernster.

majestätischer Tanz geschildert. Die Herren er­schienen mit Mänteln und Mützen, den Denen an Der Seite, Die Damen in ihren langen Roben mit Schleppen. Die Tänzer schritten zunächst den Raum in der Runde ab. baim kreuzten sich frie Reihen in der Mitte Hierbei führten sic den sogenannten Fünllchrttt aus. Der ganze Reigen zerfiel in Drei Figuren. Shakespeare vergleicht sie mit der Werbung, der Hochzeit unD. Der Reue. Als eS inViel Corrn um nichts* Darum geht. Der Muhme Sero ehren Rat zu geben, wie sie sich auf Dem Balle zu Den Werbungen Des liebe«* heißen Prinzen verhalten fvll, rät Beatrice: Wenn Der Prinz zu ungestüm wirD. sag' man müsse in jedem Ding Maß halten. Bet- tanze also Die Antwort: Denn siehst Du, Hero. Freien. Heiraten unD Bereuen sind wie eine Courante, eine Sarabande und ein Grave Der erste Antrag ist heiß unD rasch wie eine manierlich, sittsam wie eine Sarabande, voll- astfränkischer Feierlichkeit: unD Dann ^mmt Die Reue unD fällt mit ihren lahmen Beinen m Den Pas Grave immer schwerer unD schwerer, Di« sie ins Grab s'rnkl." -- Die Tänze jener Zeit waren cklso nicht tote Die unserer Tage tedigllch Bv- wegungSspiel Sport, fonDern sie hatten, wenn wir Dem großen Dichter glauben Dürfen, ehren lieferen Smn.

Hochschulnachnchten.

Generalkonsul statt von Weinberg Dr. b. c.

Die wirtschaft»- und sopalwissen'chaftliche Fakultät der Frankfurter Universität hat den General­konsul Karl non Weinberg einstimmig In An­erkennung seiner Verdienste al» führenber Haus­mann, der in hervorragender, mehr als 50|äbnfltr Arbeit der deutschen chemischen Industrie ihre Welt- geltung erkämpfen half, bie B ü r b e e i n e s Dr. rer. pol. h. c. verliehen.

Der Ordinarius für deutsches, bürgerliche» unb Kn-chenrecht an ber Universität Greifswald, Dr. Walther Schönfeld, hat einen Stuf an bie Universität Tübingen erhalten. Der aut. Daum- garten, Kreis Bollenhain in Schlesien, gebürtige Rechtslehrer ftublerte in Göttingen, Leipzig, Breslau und erwarb 11'11 ben Dortorgrab mit einer preis« gefrönten Arbeit überDie Teilnahme von Militär« unb Zivilpersonen on gemeinen unb militärischen Delikten''.