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Stirnen, (Sport uni) Spiel

Nachdruck verboten.

29. Fortsetzung.

Rheine werfen, so punktgleich

daß Sülz und Krefeld fetzt wieder in dec Tabelle führen.

Fußball in Kassel.

tcn. die sich ober dato veyeoen tauen, nnu die- die Gemeinden, in denen zur Zeit die Feld- bereinigung durchgesührt wird. Ss dürfte jedoch in Kürze auch hier gelingen, die begonnenen Arbeiten zu vervollständigen, damit das Gesamt- werk für den ganzen Kreis abgeschlossen werben

folgte dagegen Berufung. Er war in das Lokal eines mit ihm verfeindeten Wlrts eingedrungen und hatte diesem in schreiendem Ton wüste Bor- Würfe wegen angeblichen unsittlichen Verhaltens gemacht. 3n der heutigen Verhandlung suchte er den Wahrheitsbeweis anzutreten. Der Antrag wurde abgelehnt. da sich das Vorhandensein einer Beleidigung au» dem gesamten Verhalten des Angeklagten ohne wettere» ergab. Mit Rück- sich auf die schon vom Amtsgericht hervor- gchobene üble Gesinnung de» Angeklagten wurde die Berufung zurückgewiesen.

wenigen Gemeinden stößt man auf Schwierigkei- die sich ober bald beheben lassen. Es sind

Berliner Börse.

Berliner. April. (MTB. Funkspruch.) Der erste Frühverkehr des neuen Monats ist, da er zugleich mit dem Wochenbeginn zusanuncnsallt, äußerst ruhig. Kurse werden noch nicht genannt. Als günstige Mo­mente wären vielleicht der Monatst'ericht der Dresd­ner Bank und die Erhöhung der Beleihungsgrenze für Wertpapiere bei der Preußischen Seehandlung zu nennen. Am Devisenmarkt hört man Parts gegen London 124,1)2, Mailand 92,60, Spanien 29. Reichs mark gegen Kabel 4,1815, London gegen Kabel 4,8830.

L)»e gowenen Berge.

Vornan von Clara Viebig.

Lophrtght bh Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart.

3m Westdeutschen Spielverba n de rechtfertigte die S p. Dg g. 0 7 K öln - Sülz gestern La» in sie gesetzte Vertrauen und schlug Hagen .872 mit 4:1 ganz deutlich und ohne jegliche Mühe. Dagegen enttäuschte Preußen Krefeld, in dem man vielfach schon den mut­maßlichen Westdeutschen Meister gesehen hatte, ganz erheblich und lieh sich von Borussia " ' mit 2:3 Toren aus dem Rennen

Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 150 Marl verurteilt worden. Nachdem er vom Amtsgericht hier wegen Mißhandlung de» Sohnes eines Koniurrenten bestraft worden war. hatte er diesen bei der Polizei wegen Meineids an­gezeigt. 3n der Berufrinasverhandlung behaup­tete er wiederum, unschuldig zu sein, gab aber zu. mit einem Genossen, der ebenfalls bestraft worden war. aber keine Berufung verfolgt hatte, am Tatort gewesen und nach der angeblichen Tat weggelaufen zu sein. Die umfangreiche Deweis- außtahme ergab wiederum, daß an der Schuld des Angeklagten kein Zweifel bestehen kann: die Berufung wurde zurückgewiesen.

Wegen versuchter Gefangenen­befreiung, Widerst and» gegen die Staatsgewalt und Beleidigung zweier Gen- dannen war ein mehrfach vorbestrafter Arbeiter aus Bad -Nauheim vom dortigen Amts­gericht zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Auf die Berufung der Staats­anwaltschaft wurde die Strafe auf vier Mo­nate erhöht.

Lin vielfach vorbestrafter Arbeiter von hier war vom Amtsgericht wegen Hausfriedens­bruchs und Beleidigung zu fünf Wo­chen Gefängnis verurteilt worden und vcr»

Sie holte tief Luft, über ihr Gesicht jagte etwas, sie öffnete den Mund jetzt wollte sie jetzt sich aussprechen?! Aber nur ein flüchtiges trübes Lächeln huschte um ihren Mund, ihre Lippen schlos­sen sich wieder. Und dann, ihm kurz zunickend, ging sie schnell an ihm vorbei und ihres Wegs weiter.

Und er ließ sie gehen. Er hielt sie nicht länger zurück. Eine Bestürzung lähmte ihn: was, was war das mit ihr? Er stand wie vor den Kopf geschlagen. Es war etwas mit der Maria über was, was?! Hatte sie ihr Herz an einen gehängt ,' Und der wollte sie nicht? Das konnte nicht fein, die Maria wollte ein jeder. Vertrug sie sich zu Haus mit den Ihren nicht, nicht mit Vater und Mutter? Unsinn, die Dremms waren alle stets einig. Und wenn auch einmal ein Verdruß wäre, solch ein Unglück war das dann doch nicht. Grämte sie sich über die Lage, in der ihr Vater war, über die jetzige schlechte Lage im allgemeinen? Ach was, davon verstand ein so junges Mädchen ja kaum etwas, für die Rot der Zeit hatte das noch kein Ohr und kein.n so liefen Kummer. Und Kummer, den hatte die Maria. Es mußte etwas ganz anderes sein: etwas für sie weit Schlimmeres. Kaspar starrte trübe vor sich aus den steinigen Pfad, allerlei Gedanken durchschossen ihn, plötzlich ivilde Einfälle. Er verwarf sie gleich wie­der unmöglich!

Er hatte sich noch einmal nach ihr umgesehen: da ging sie, erst langsam, fast schlorrend. wie mühsam sich schleppend und nun rannte sie, rannte, als würde sie gejagt. Rach ihm sah sie nicht mehr zurück.

Aber Marias Gedanken sahen zurück. Sie fühlte: oh, wie gut ist der zu mir! Niemand auf der Welt hielt mehr von ihr. Aber gerade darum scheute sie ihn: vor ihm schämte sie sich am allermeisten. Er hatte sie immer jo hochgehalten und setzt? Wie niedrig stand sie vor ihm, wenn er es erfuhr! Sie scheute seinen Blick, der in thr forschte, scheut jedes Wort von ihm, das ihr bis ans Herz ging. Oh, daß sie ihm alles hätte gestehen tonnen, erzählen, wie alles gekommen war!

Ader Rtoria hatte keine Worte dafür, selbst im Gebet mit sich und mit Gott allein konnte fit die nicht finden. Stumm mußte sie das chr Verhaßte tragen, stumm, bis sie den Mui finden würde, es so von sich zu werfen, daß kam Mensch davon mertte.

(Fortsetzung folgt)

Rorddeutschland

Westdeutschland 2:1 (1:1).

Da» weitaus wichtigste Fußballspiel im Reiche war gestern wohl das erneute Wiederholungs­spiel um den Dundcspokal des D. F. V., das in Altona zwischen Nordbeutschland und Westdeutschland stattfand. Anfangs lag der Westen im Vorteil, konnte aber nach Ablauf der ordnungsgemäßen Spielzeit nur übet ein 1:1 quittieren. Die erste Verlängerung brachte ebenfalls keine Entscheidung, und erst nach aber­maliger Verlängerung konnte Rorddeutschland, daS inzwischen erheblich besser geworden war. durch Rave den Siegestreffer erzielen. Ergebnis also 2:1 für Rorddeutschland.

Westdeutscher Fußball.

Mannheim, der mit 2:1 Toren allerdings sehr mager auSfiel. Qlad) ihrem Unentschieden am vergangenen Sonntage gegen Waldhos er­lebten die Stuttgarter KickerS diesmal eine noch herbere Enttäuschung, da sie vom F.V. Saarbrücken 0:1 geschlagen wurden. Die Begegnung zwischen WormatiaWorms und dem K. F. D. Karlsruhe fiel der schlech­ten Wetter- und Bodenverhältnisse wegen aus.

Auch in der Runde der Zweiten und Dritten war am gestrigen Sonntage Dollbe­trieb, da alle Vereine zum Kampfe angetreten waren. 3n der Gruppe Rvrdwest hat sich die Lage weiterhin zu Gunsten deS F. Sp. V. Frankfurt gebessert Die Frankfurter haben zur Zeit 4 Punkte Vorsprung und nur noch 3 nicht allzu schwere Spiele auszutragen. Diesmal gewannen die Frankfurter in einem sehr Hartmr Kampfe mit 2:1 Toren gegen 6 a a r 05 Saar­brücken. Der V.s. L. Reu-Isenburg er­kämpfte sich gegen den F. Sp. V. Mainz sein 7. Unentschieden, diesmal allerdings mit ziemlich viel Glück, denn die Isenburger waren ihrem Gegner nicht gleichwertig. 2:2 lautete der Spiel- auSgang. Zum V.f. L. Reckarau war Rot- Weiß Frankfurt mit 5 Ersatzleuten ge­fahren und holte sich dort eine Riederlage mit 0:2 Treffern. Der F. G. 1S03 Ludwigshafen hatte man gegen Borussia Neunkirchen einen Sieg zugetraut, es kam jedoch mit 2:2 Toren zur Punkteteilung. Keine nennenswerten Aenderungen in der Tabelle. 3n der Gruppe Südost gewann der 1. F. E. R ü r n - berg erstmalig wieder mit hohem 6:0 über den V. f.B Stuttgart, der sich bi» Halbzeit auf 0:1 gehalten hatte. Phönix Karlsruhe überraschte durch sein 4:3 gegen D. f.R. Für th. Union Böckingen erlitt auf eigenem Platze eine hohe Riederlage durch Wacker München. Ergebnis 0:4. S.E. Freiburg riß mit 3:2 Toren den Sieg über S.V. München an sich.

Süddeutsche Hondballmeisterschast der O. S. B.

S.v. München Sportverein 98 Darmstadt 4:4. Darmstadt Süddeutscher Meister.

DaS Spiel um die Südd. Meisterschaft im Handball in der S. S.B., das gestern in Mün­chen zwischen D. S. V. München und S. D. 98 Darmstadt stattfand, hatte einen unentschiedenen Verlaus mit 4:4, zeigte aber die vorzügliche Darmstädter Mannschaft durch den Vorsprung eines Punktes als nunmehrigen Süddeutschen Meister. Das Spiel stand auf einem sehr guten Riveau. München fand sich in der ersten Halb­zeit nicht gut zusammen, und mit einem Halb­zeitresultat von 2:1 für Darmstadt wurden die Seiten gewechselt. Rach der Pause erhöhten die Darmstädter Stürmer, die ein großes Spiel lie­ferten. auf zwei weitere Tore. In der letzten Viertelstunde kamen die Münchener etwas mehr auf. bedrängten die etwas ermüdeten Darm-

gelauftn war, Blumen gesucht hatte, daß sie bann vor ihm gestanden halte, die Hände mit dem Sträußchen an seine Brust gelegt, und wie ein Kind gefragt hatte:Bist du mir bös?" Ach, böse konnte er ihr auch heute noch nicht sein! Mer warum riß sie sich so heftig los von ihm, warum (o trotzig, warum jo verkehrt? Sie tat ihm auf einmal sehr leib. Er hätte nicht sagen können, warum, aber ein Mitgefühl war plötzlich ba, und es verstärkte sich noch, als er sah, wie unter ihren gesenkten Libern jetzt etwas vorquoll und über ihre Wangen nieder- rollte. Sie meinte? Herrgott, was war mit dem Mädchen geschehen? Wer hatte ihr etwas getan? Warum weinst du, Maria?"

Ich wein ja gar nit." Hastig strich sie sich mit dem Handrücken über die Augen.

Hast du Kummer?" Er dachte, wie oft sie früher alles, was sie an kindischem Kummer gefühlt, bei ihm ausgeschüttet hatte, und wie rasch er sie immer getröstet hatte sollte es ihm nicht auch diesmal gelingen?Sei doch nlt traurig, Maria. Et is nix so schlimm in der Welt, bat et nit uorüberging. Sag mir, warum du traurig bist, und bat hilft dir bann schon." .

Sie schüttelte ftumm verneinenb ben Kopl.

Sag mir, wer hat dir etwas getan? Der Teufel fall den holen. Sag et mir doch!"

Sie schüttelte wieder stumm.

Du willst inirt also nit sagen." Er holle lief Lust:Dann muß et also wat Schreckliches sein."

Nein, nein!" Abwehrend schrie sie, die freie Hand gegen ihn streckend, ihn traf ein entsetzter Blick:Et is gar nix Schlimmes ich ich ich bin nur so dös, bat ich nit mehr mit in den Rott gehn darf und babran bist du schuld!"

Er sah sie ftumm einen Augenblick an: wirklich darum? Aber dann mußte er aufiachen, trotzdem es ihm eigentlich gar nicht zum Lachen war: das war ja zu dumm! Aber die Maria konnte nicht lügen, sofort wieder ernst werdend, sagte er traurig:Mir machste nix vor, Maria. Dafür kennen ich dich viel zu lang. Und viel zu gut Und hab dich zu lieb. Du bist ja nit bös du bist mehr als das. Ich weiß nit, wie ich et nennen soll, aber ich fühl et. Du bist ja so anders, du bist in Unruh. Dat Herz is dir schwer. Laß mich dir doch helfen!" Er hatte es, ängstlich geworden, über ihre Veränderung wahr- hast erschrocken, aus tieffter Seele heraus gesprochen, nun wartete er: würde sie nun etwas sagen?!

kann.

=r. Bobenhause n II. 1. April. Dieser Tage hielt Kreisobstbauinfreltor Metternich von Büdingen hier einen Vortrag über Obstsorten und planmäßiges uni - pfropfen. Er forderte Abkehr von dem un- übersichtlichen Sortenwirrwarr, dafür Uever- aang zur Zucht großfrüchtiger Marktware wie Schöner von Boskop", .Goldrenette von Blen­heim", .Gelber Sbrlapsel", selbstverständlich immer unter Berücksichtigung kaufmännischer Ge­sichtspunkte des Absatzes. Der Uebetgang sei nur durch Umpfropje.i. zu dem die Regierung Zuschüsse gewähre möglich. Unter eingehender Würdigung der Obstbaumpflege und Schädlings­bekämpfung schloß der Vortragende seine be- lehrend^i Ausführungen. - Bei bet jüngsten Fichtennutz- und Drennholzverstei- gerung wurden folgende Preise erzielt: ein Schichthaufen (ungefähr 100 Stangen) kostete 11 bi» 16 Mk. - im Gegensatz zum Vorjahre mit 30 bis 35 Mk. und fand dies Holz nur sehr schlechten Absatz. Ruyholz kostete- der Festmeter 34 bis 40 Mk. Brennholz kosteten zwei Raum­meter 11 bis 17 Mk. Trotz der schlechten Kauflust konnten sämtliche Bestände abgestohen werden.

Kreis Alsfeld.

Burg-Gemünden, 1. April. Das S P i e l mit der Schußwaffe hat gestern abend in unserem Orte wieder einen tragischen Un- gl ü ck s f a l l zur Folge gehabt. Ein 16 Jahre alter Bursche zielte mit dem R e v o l v e r in dem Glauben, dieser sei nicht geladen, auf feinen Freund und brückte ob. Der Schuß traf den Freund, Karl Stein, unglücklicherweise in den Bauch. Der junge Mann wurde schwer verletzt und mußte auf ärztliche Anordnung sofort in die Klinik nach Gießen überführt werden.

< Ober-Ohmen, 1. April. Durch Ver­mittlung de» Vertreter« deS Norddeutschen Lloyd Bremen. Herrn Kraft in Alsfeld, konnte die Sammlung unserer Schule wieder er­weitert werden. Eine Tafel zeigt uns einen Schnitt durch einen modernen Ozeanriesen. Klar veranschaulicht werden daraus Grötzenver- hälttttsse und Raumeinteilung eines solchen Dop­pelschraubendampfers. Die in klarem Druck ge­haltene Weltverkehrskarte ist als Ergänzung des Kartenmaterials unserer Schule sehr zu bc- § rußen. Das Chilesalpeter-Syndikat erweiterte le Lehrmittelsammlung der Fort­bildungsschule um weiteres Anschauungs­material. Auf den einzelnen Tafeln werden das Liebigfche Gesetz des Minimums, der Rähr° stoffbedarf der einzelnen Kulturpflanzen, sowie die Wanderung de« Stickstoffes aus dem Boden in die einzelnen Teile der Pflanzen und der Verbleib desselben erläutert.

=r. Ober-Ohmen, 1. April. Ein hiesiger Land­wirt sand beim Pflügen seines Ackers einen leuchtenden Gegenstand. Bei näherem Besehen ent­puppte dieser sich als die Taschenuhr seines Vaters, die dieser vor zehn Jahren bei Ernte­arbeiten auf diesem Grundstück verloren hatte. Die Uhr nxir innen und außen noch völlig unbeschädigt. Schon mehrfach ist in unserem Dorfe der Ge­danke aufgetaucht, das Dorf zu kanalisieren. Auch im Gemeinderat wurde schon dazu Stellung genommen, doch aus finanziellen Gründen wurde der Plan noch nicht verwirklicht. Jedoch der Ge­danke marschiert. Die Kanalisation tft eine bringende Notwendigkeit, da das Dorf siellenweise tiefer liegt als der Wasterfpiegei der Ohm, und so infolge Versumpfung der Fundamente und Abflüsse eine Anzahl ungesunder Wohnungen vorhanden sind. Wie nun verlautet, wird sich der Gemeinderat in Kürze nochmals eingehend mit der Angelegenheit befassen. Fachleute berechnen die Kosten auf 60 000 Mk., die sie Vorschlägen, im Wege einer Anleihe flüssig zu machen unb durch Erhebung entsprechender Kanalanschlußgebühren abzutragen, so daß sich die Anlage nach 35 Jahren amortisiert haben würde.

Streik Lauterbach.

^Lauterbach, 1. April. Die F i l m v o r s ü h - tungen des Kreisschulamtes, d i e in der letzten Schulwoche ftattfanden, gestalteten

Als einziges Spiel von Bedeutung fand gestern in Kassel ein treffen zwischen Dresdener Sportklub und Sportklub 03 Kassel statt. Es endete mit einem verdienten Siege der Dresdener mit 5:4 Toren.

In der 2. Bezirksklasse fand ein Ausstieg- spiel statt. Es standen sich Hessen H e r 6 f e l b unb B.D.V6 Kassel gegenüber. Das Spiel enbete unentschieben mit 2:2 Toren.

Die süddeutschen Fußballspiele.

Die Runde der Meister hatte gestern ihre bei weitern wichtigste Veranstaltung nach Franksurt anberaumt, wo sich Eintracht Frankfurt und die Sp. -Vgg. Fürth in heißem Kampfe um den zweiten Tabellenplatz trafen. Dis zur Pause war Fürth ziemlich un­unterbrochen im Vorteil und führte 1:0, später erkämpfte sich die mit einem Ersatzmann und dem noch verletzten Schalter nicht ganz aktions- fähige Eintracht manche schöne Torgelegenheit, glich aus und führte sogar kurze Zeit mit 2:1 Toren. Dann aber kamen die Gegner wieder zur Geltung unb rissen in dem überaus spannen­den Kampfe, der.beiderseits sehr gute Leistungen getilgte, einen ganz knappen Sieg von 3:2 Tref­fern an sich. Hierdurch gelangte Fürth aus den 2. Platz und liegt nunmehr 1 Punkt vor Ein­tracht. Die Bayern München behaupteten sich aus dem 1. Platze durch ihren Sieg au eigenem Platze über S p. - D. Waldhos

Aber sie traf ihn doch. Als sie am wenigsten an eine Begegnung dachte, stand er plötzlich vor ihr. Er kam von unten herauf, sie kam von oben herab: weit über ihnen schwelte der Rott, er sandte seinen Rauch auf sie herab, und bas benahm ihnen ben Atem.

Der junge Mann war so überrascht, baß er zu­erst keinGuten Tag" hervorbrachte, eine so hohe Glückswelle überflutete ihn, baß alles, was er an Grimm, an Eifersucht, an Beleibigtsein gefühlt hatte, in dieser Welle ertrank. In ihr Haus wäre er nicht gegangen wenn sie ihn nicht rief, suchte er sie incht auf, aber daß er sie hier, ungerufen, un­gesucht antraf unb bazu ganz allein, bas war mehr als Glück. Stumm streckte er ihr die Hand entgegen, und dann erst brachte er es heraus:Guten Tag, Maria!"

Sie hatte Vater und Brüdern bas Essen hmaui- gebracht: bas Dlechgeschirr, bas sie Heimtrug, klap- perte, so sehr fuhr sie zusammen:Du?!" Sie konnte ihm nicht ausweichen, ber Weg, ber sich um die Felsnase bog, war zu schmal bagu. Ihre Augen suchten: unb auch ein Versteck war nirgenbiuo. Allein, ganz allein, ragten bie zwei sich beaegnenben Gestalten einsam aus ber Unbegrenztheil hier oben.

Wo willst bu benn hin?" fragte sie mit bleichen Lippen. In Ihrer Frage lag bas ganze Erstaunen unb ber ganze Schrecken, ihn hier zu treffen.

In bie Eifel, mir Mäbchen hingen zur Lese. Ich hab grab geflucht, ber Weg is so weit, aber nu bin ich froh, bat ich hier geh. Wie geht et bir, Maria?"

Gut", sagte sie kurz.Unb bir?"

Ich bin froh, bat bu wieher hier bist, Maria! Er ließ ihre Hanb noch nicht los.

Eie versuchte, ihn anzulächeln, aber bas Lächeln mißlang ihr, es mürbe nur eine Grimasse, in ber sich ihr Munb oenog. Wenn er boch nur gleich wetterginge!"Du hast bu't aber weit noch en gut Stück bis bahin. Da mußte voran machen."

Aber er zeigte gar keine Eile. Kaspar fühlte, bis zum jüngsten Tage hier stehen unb bas Mädchen ansehen, bas möchte er.

Kleine (Straffammer Gießen.

Gießen. 30. März. Ein erwerbsloser Schmieb aus Schlitz verfolgte Berufung gegen ein Urteil des dortigen Amtsgerichts, durch das er wegen Körperverletzung und Be- brvhung zu einer Gesamtstrafe von einem Monat Gefängnis verurteilt worben war. Er hatte, in einen belanglosen Kinbetstteit ein* gteifenb, dem Sohn eines Rachbarn eine Hacke an den Fuß geworfen unb ben Vater des Jun­gen mit erhobenem Beil schwer bedroht. Da die Hauptvcrhandlung heute, in der eine Reihe von Zeugen vernommen wurden, daS gleiche Beweis» etgebnis hatte unb die Strass im ^inbüd aus bie schwere Störung des Rechtsfriedens ange­messen erschien, wurde die Berufung zu- rückgewiesen.

Wegen wissentlich falscher Anschul­digung war ein Weißbinder von hier vom

Maria senkte die Liber, es war ihr peinooll, wie er sie anjah. Um Gottes willen, er würbe jetzt boch nicht noch von ihrem Brief anfangen? Wenn er ihr bös war besroegen, bas wäre ihr lieber, tausenb- mal lieber geroejen, als baß sie fühlte, wie glücklich ec über ihre Begegnung war. Ach, weglaufen, ab­wehren: fieh mich nit jo an, sieh mich boch nit so an! Das war berselbe Blick wieher, mit bem er sie angesehen hatte, batnals auf bem Wege vom Kloster- berg ganz beutlich sah man von hier bissen Weg, er lief vom Kirchlein hinab durch den Wald und von da in die Wiese. Damals, an jenem Tag Frühling unb erste Veilchen, oh, sie erinnerte sich jo ganz genau ba hatte sie biejen Blick nicht verstauben. Jetzt aber verstand sie ihn. Sie wandle sich ab:Ich muß jetzt gehen."

Er legte die Hand auf ihren 21 rm, er hielt sie nicht je ft, aber ihr war es, als würde sie sestgehalten, sie blieb noch stehen: jetzt, jetzt karn's heraus!

Er jagte:Warum hast bu mir jo häßlich ge­schrieben? Wat hab ich getan, bat bu auf einmal uit mehr wolltst, bat ich dich besuchen kam? Du schreibst vom Herrn Doufemont o wat, der Herr Doufemont, ber hall' damit nix zu tun! Du hattestnen andern sag .nein Mana, fag ,ncin". Heftig ergriff er ihre beiden Hände, brachte jein Ge­sicht ganz nah an das ihre. Alles, was er an Liebe für dies Mädchen sühlle, an Treue, an Hingabe, war hineingepreßt in dieses angstvolleSag .nein !"

Rein." Eine Sekunde hatte sie mit der Antwort gezögert, bann es laut gesagt.

Rein?!" Er schrie ganz hell auf, es klang wie Jubel: .nein' sagte Maria, sie hatte keinen anberen! Rein! Unb bie Maria log nicht. Er wollte ben Arm um sie schlingen.

Sie aber machte sich unsanft frei:Wat fällt bir ein? Wenn ich auch keinen anbem hab, darum bin ich doch lang noch nit dein. Wat ich dir geschrieben hab, dal bleibt stehn: Mein Schatz bist du nie ge­wesen unb wirst et auch nie nit sein. Jetzt erst recht nil." Das letzte hatte sic ganz tonlos gesprochen und ben Kopf habet tief gesenkt.

Zitterte sie? Was war nur mit ihr? Plötzlich er­nüchtert, aus allen Himmeln gerissen, forschte ber junge Mann mit seinem burch Liebe geschärsten Blick. Ueber Maria lag es wie Trauer, oie war nicht bie gleiche mehr. Ach, nicht viel mehr als ein unb einhalbev Jahr war es der, baß sie hort unten, drüben auf ber Wiese ums Klostergemauer jubelnd

sich zu einer umfassenden. fruchtbaren Unter» Weisung' über das Deutschtum im Aus - lande. An Hand des Goslar-Films des V. D. A. bekamen die Schulkinder eine Ahnung von der Allverbundenhelt. die In deutscher Sprache unb Sitte begründet ist. Der Film warb auch in ausgedehntem Maße unter den anwesenden Lehrern, von denen mancher der diesjährigen PUngsttagung beiwohnen dürste. Sin Harz-Film gab beredt Zeugnis von der Schön­heit deutscher Landschaft. Die gesamten Sin- nahmen aus den diesmaligen Vorführungen fließen in die Kasse de» Gaurs Hessen des D. D. 21. und kommen damit dem Deutschtum in der Dobrudscha ^Rumänien) zugute, für Welches Gebiet der hessische D. D. A. die Be­treuung übertragen bekommen hat.

Preußen.

Verhaftung in der Offdillner Mordsache.

WSR. Offdilln bei Dillenburg. 31. März. Gestern nachmittag ist der 40 Jahre alte Han­delsmann Jakob Schadt aus Hirzenhain verhaftet worden, der unter dem dringenden Verdacht steht, den Mord an der Witwe O r t m a n n verübt zu haben. Rach dem bis­herigen Ergebnis der Untersuchung ist die Frau durch Beigabe von Gift in den Kaffee vergif - t e t unb bann zu berauben versucht worden. Der Verhaftete ist erst kürzlich au» dem Gefängnis, wo er eine vierjährige Strafe wegen Falsch­münzerei verbüßt hatte, entlassen worben.

Kreis Wetzlar.

ex) Klein-Rechtenbach, 1. April. Vor für- zem wurde imGießener Anzeiger" berichtet, daß bie hiesige Gemeinbe seit Jahren ohne jeglichen Ga st-undSchank Wirtschaftsbetrieb sei. Diesem Zustanbe ist nunmehr baburch ein E n b e be­reitet, baß her Lanbwirt Wilhelm Krämerin bem von ihm erworbenen, an ber Provinzlalstraße Wetz- lurButzbach bclegenen Helmschen Anwesen bieser Tage eine Schankwirtschaft eröffnet hat.

Q Dornholzhausen, 1.April. Ostern bic- jes Jahres kommen hier sechsKonfirmanden zur Schulentlassung, unb zwar vier Knaben unb zwei Mädchen. In bie Schule neu ausgenom­men werben zehn Kinber. Die Neubautä­tigkeit, die hier in ben Nachkriegsjadren fast vollständig lahmgelegt war nach dem Kriege ift nur ein einziges Wohnhaus neu gebaut worden erfährt in diesem Jahre eine außerorbent- l i d)e Belebung. Es sollen neben dem Neubau unb der Reparatur landwirtschaftlicher Gebäube fünf neue Wohnhäuser erbaut werben, bavon brei am Dorfausgange nach Niederkleen unb zwei am Dorf- ausgange nach Groß-Rechtenbach. An zwei Bau­herrn hat bis Gemeinde von ihrem Eigenbesitz Bau- gelänbe zu verbilligtem Preise abgegeben.

<> Ebersgön s,l. April. Die hiesige unb bie benachbarte Gemeinbe Oberkleen haben ber Butz- Vach L i ch e r E i s e n b a h n zur Deckung bes D e - f i 3 i t s aus bem Betriebsjahre 1926 aus Genieinbe- mitteln je einen Zuschuß unter ber Bebingung be willigt, baß ber S o n n t a g s v e r k e h r auf ber Strecke ButzbachOberkleen roieber endgültig ein- geführt wirb. Die Berliner Verwaltung ber Butz- bach-Licher Eisenbahn hat ben Gerneinben mitgeteilt, baß sie bie versuch sw eise eingelegten Sonntags­züge auf ber Dbertleener Strecke vorläufig weiter verkehren lasten will.