schlagen. Dr. Pelher belegte in 1:55,1 den zweiten Platz.
Neuer Rekord im Rückenflug.
Der Kunstflieger G l a r d o n der Raab-Katzenstein- Werke in Kassel hat am Samstag auf dem Flugplatz Waldau mit seiner „Schwalbe" im Rücke ns lug die Rekordleistung Fieselers, die er mit seinem Rückenflug Köln—Bonn in 15,24 Minuten hielt, übertroffen. Glardon begann seinen Rückenflug in 150 Meter Höhe und beendete ihn bei 700 Meter, er gewann also eine Höhe von 5 5 0 Meter. Rach einer Flugzeit von 1 9,6 Minuten brachte er das Flugzeug wieder in die normale Lage und landete glatt.
Wirtschaft.
Oie GeLdmarttiage am QuarialSuliimo
2lm Geldmarkt trat, nachdem infolge eines zufälligen Zusammentreffens verschiedener Zahlungstermine in der Woche nach dem Medio eine vorübergehende Anspannung eingetreten war, wieder eine Verflüssigung ein, besonders in Tagesgeld. Erst am Mittwoch und Donnerstag vergangener Woche traten die ersten Anzeichen der beginnenden älltimospannung auf. Die größere Vachfrage nach täglichem Geld konnte aber am freien Markte in vollem Umfange befriedigt werd em Unter ersten Aufgaben wurden dabei große Beträge zu 572—6^2 Prozent p. a. gehandelt. Sonstige Geldnehmer bezahlten 7—Z1/« Prozent. Auch am Privatdiskontmarkt traten stärkere Abgaben erst wieder am Mittwoch auf. Privatdiskonten wurden vorwiegend von der Reichsbank, aber auch von auswärtigen Stellen ausgenommen. Der Satz wurde am Mittwoch von 65/s auf 6s/4 Prozent p. a. für beide Fristen erhöht, und autf> bis heute trotz noch erheblich stärkeren Angebots unverändert auf dieser Höhe gelassen In Anbetracht der vorherrschenden Knappheit wurden Reichs- und Staatsschatzwechsel von den zuständigen Stellen nicht angeboten. Warenwechsel mit Bankgiro waren kaum im Verkehr. Der Satz für Geld Über Ultimo, das mehr gesucht als angeböten wird, stellte sich auf 9—97» Prozent p. a. Monatsgeld kostet bei verstärkter Nachfrage 8—9'/.. Proz. Wie sich die Verhältnisse nach dem Ultimo entwickeln werden, wird wesentlich davon abhängen, in welchem Umfange die Reichsbank auf dem Lombardkonto beansprucht wird. Außerdem darf nicht vergessen werden, daß in der ersten Hälfte des Oktober wieder große Steuerzahlungen fällig sind. Der Verlaus des Ultimo wird in starkem Maße auch von der Versorgung mit Auslands- geld abhängig fein, dessen Satz im Zusammenhang mit dem Ultimo in den letzten Tagen auch etwas angezogen hat.
Was die Auslandsgeldmärkte angeht, so ist darauf hinzuweifen, daß sich die Wirtschaftslage der Vereinigten Staaten in den letzten Wochen so gebessert hat, daß offenbar vorläufig Feine Erleichterung der Geldlage in Reuyork in nächster Zeit bevor steht. Ihre Einflüsse auf die ininternationalen Geldmärkte dürfen also nicht als schnell vorübergehend betrachtet werden, sondern geben durchaus berechtigten Anlaß zu einer prinzipielleren Wertung der neugeschaffenen Situation. Ziemlich stark ist gegenwärtig der Einfluß französischen Kapitals auf dem deutschen Geldmarkt; nach Schätzungen aus Finanzkreisen besinden sich etwa für V/2 Milliarden deutsche Wechsel im Portefeuille" französischer Banken. Man kann also sagen, daß Frankreich in steigendem Maße sich wieder in das Glau- bigerland verwandelt, das wie vor dem Kriege seinen Kapitalüberfluß ausleiht.
OieLage der deutschen Zrgarrenmdustrie
Auf der Baden-Badener Tagung des Reichs-- ve'rbandes der deutschen Zigarrenindustrie wurde folgende Erklärung zur Geschäftslage angenommen: „Der Wirtschaftspolitische Ausschuß des Reichsverbandes deutscher Zigarrenhersteller beschäftigte sich eingehend mit der Lage der Industrie. Er muß erklären, daß die Geschäftslage, gemessen am Auftragsund Zahlungseingang, außerordentlich schlecht ist. Der übliche Rückgang des Geschäfts im Sommer hat in diesem Jahr nicht allein sehr früh eingesetzt, sondern hält jetzt im Frühherbst wider Erwarten noch unvermindert an. Die bisherigen Arbeiislosenziffern sind in keiner Weise ein Spiegelbild der wirklichen Verhältnisse. Es muß vielmehr festgestellt werden, daß die Industrie während der zurückliegenden Zeit schon zum großen Teil auf Lager gearbeitet hat. Die Aussichten für die Zukunft können leider nicht als gut bezeichnet werden. Selbst wenn man mit einer Hebung des Geschäfts im
Winter und zu Weihnachten rechnet, so sind doch die Vorräte in Industrie und Handel zu groß, als daß hierdurch eine grundlegende Besserung zu erwarten wäre. Insbesondere muß für die ersten Monate des kommenden Jahres mit einer geradezu bedenklichen Zuspitzung der Lage gerechnet werden. Der Wirtschaftspolitische Ausschuß empfiehlt daher der Zigarrenindustrie dringend, sich diesen Ueberlegungen gemäß einzustellen und nicht allein eine entsprechende Pr 0 duk - tionspolitik zu treiben, sondern auch bei der P r e i s st e l l u n g zu berücksichtigen, daß bei abnehmendem Geschäft die Unkosten nicht in demselben Verhältnis füllen, und schließlich auf eine ausreiche ndeLiquidität der Unternehmungen bedacht zu sein."
Um sich einen gewissen Schuh zu schaffen bei in Zahlungsschwierigkeiten geratenden Kunden gegen Rachteile, die dadurch entstehen können, daß kurz vorher gelieferte Ware von anderer Seite gepfändet wird, beschloß der Vorstand die Einfügung einer Eigentumsvorbehalts- Klausel in die Verkaufsbedingungen. Verhandlungen fanden weiter statt u. a. über die vorn Reichsfinanzminister beabsichtigte Aenderung der Vorschriften über die Betricbs- führung, ferner über den Ausbau der Kreditoren- schutzstelle.
*
* D i e amtliche Grohhandelsricht- z a h l. Die auf den Stichtag des 26. September berechnete Großhand. Isrichizahl des Statistischen Rcichsamtes hat gegenüber der Vorwoche um 0,1 v. H. auf 139,80 (139,6) angezogen.
* D ie Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten irn September. Die Reichsindsxziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „Sonstiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den Durchschnitt des Monats September auf 152.3. gegenüber 153,5 im Vormonat. Sie ist sonach nm 0,8 v. H. zurückgegan- gen. Dieser Rückgang ist im wesentlichen auf das saisonmäßig bedingte Rachgeben der Preise für Kartoffeln und Gemüse zurückzuführen, das sich in diesem Jahre infolge der Witterungsver- hältnisie erst im September in größerem Umfange auswirkte. Auch ist .die Senkung der Brot- und Mehlpreise ins Gewicht gefallen. Die Indexziffern für die einzelnen Gruppen betragen (1913/14 — 100): für Ernährung 153,1, für Wohnung 125.9, für Heizung und Beleuchtung 146,8, für Bekleidung 170,8, für den „Sonstigen Bedarf" einschließlich Verkehr 188,1.
* Entlassungen auf Grube „Unser F r i h". Bereits im Juni d. I. erfolgte auf der Grube „Unser Fritz" in Wanne-Eickel die Kündigung von mehr als 1000 Bergarbeitern. Ende September ist nunmehr sämtlichen Angestellten des Unternehmens — es handelt sich um fünf Schächte — die Kündigung zugestellt worden, und zwar zum 1. Januar bzw. 31. März 1929. Die Kündigung der übrigen noch beschäftigten Bergarbeiter — es kommen rund 1200 in Frage — wird bis zum 1. Rovember d. I. durchgeführt werden. Diese Maßnahmen erfolgen, weil der gesamte Betrieb stillgelegt werden soll.
Frankfurter Börse.
Frankfurt 0. M., l.Okt. TAidenz: fester. Zü Beginn der neuen Woche blieb die Stimmung freundlich. Wie es hierfür erhofft worden war, lagen von außen her einige Kaufaufträge vor, so daß die Kulisse wieder Teilnahme bekundete. Das Hauptinteresse konzentrierte sich wieder auf einige Spezialwerte, und es entwickelte sich darin lebhaftes Geschäft. Der Quartalsultimo gilt als überwunden, und man war anscheinend darüber befriedigt, daß am Geldmärkte infolge der festen Inanspruchnahme von Auslandgeldern die Anspannung nicht das befürchtete Ausmaß erreichte. Außerdem verwies man auf die feste Tendenz der Neuyorker Börse vom Samstag. Bei der ersten Notierung waren gegen die Schlußkurse vom Samstag meist Kursbesserungen von 1 bis 2 v. H. zu verzeichnen. Lebhaft verlangt waren Kaliaktien, von denen Aschersleben weitere 2 v. H. und Westeregeln 1 0. H. anziehen konnten. Interesse bestand vor allem für Elektrowerte, die ziemlich gleichmäßig 1 bis 2 0. H. gewannen. Nur Licht und Kraft büßten 1 v. H. ein. J.-G.-Farben waren, wie schon zum Schluß der Samstagbörse, stärker beachtet und 1,5 v. H. fester. Bon den Zellstoffwerten konnten Aschaffenbura 3 0. H. anziehen, während Waldhof bei dem stark erhöhten Kursniveau nur gut behauptet blieben. Am Montanmarkt waren Buderus mit plus 1,25 v. H., Rheinbraun mit plus 2 v. H. und Rheinstahl mit plus 1 v. H. etwas gefragt. Gelsenkirchen, Mannesmann und Phönix konnten sich behaupten. Scheideanstalt waren weiter vernachlässigt und 0,5 v. H. gedrückt. Bon Bank- werten lagen Commerzbank 1,75 v. H. und Danat- bank 2 v. H. erhöht. Am Markte der Autoaktien war
die Haltung schwach. Kleyer gaben 1,25 o.H., Daimler 1 v. H. nach, NSll. 1,5 0. H. niedriger. Lebhafter verlangt waren Karstadt mit plus 3 v. H. Deutsche Anleihen lagen still. Bon ausländischen Renten Zolltürken befestigt. Im Verlaufe wunde das Geschäft allgemein ruhiger, nach dem die Orders ausgeführt waren, bröckelten die Kurse überwiegend leicht ab. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 v. H. wieder etwas knapper. Am Devisenmarkt konnten sich der Markkurs weiter erhöhen. Spanien blieb unverändert schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1949, gegen Pfund 20,342, London gegen Kabel 4,85, Paris 124,04, Mailand 92,10, Madrid 29,52, Holland 12,0913.
Berlnrer Börse.
Berlin, 1. Oft. Vormittags noch recht fest, konnte man vorbörslich auf die angecündig - t e n Unruhen in Wien eine gewisse U n = sicherheit feststellen, die aber schon zu Beginn der heutigen ersten Börse im neuen Monat als überwunden zu betrachten war, denn die Eröffnungstendenz war bei-lebhafterem Geschäft wieder fester. Es Waren verhältnismäßig viel Orders bei den Banken eingetroffen, was allerdings zum Teil mit der heute notwendigen Limiteerneuerung für variable und Kafsawerte zu- samineichängen dürfte. Trotzdem war eine weitere Intercssenzunahmc seitens des Publikums festzustellen. Die letzte feste Reuhorker Börse und der Wirtschaftsbericht der Dresdner Bank, der eine gute Prognose für die Börse enthielt, dürften hierzu beigetragen haben. Auch die Aussichten am Geldmarkt sind entschieden günstiger geworden, zuinar der Ultimo als solcher ziemlich leicht verlaufen ist. Das Geschäft erstreckte sich auch heute wieder auf einen größeren Kreis von Spezialpapieren. Während Kursbesserungmi von 1 bis 2 Prozent der Durchschnitt waren, erzielten Papiere wie A. G. für Verkehrswesen, Holzmann, Stöhr, Dessauer Gas, Polyphon, Tietz, Ilse Bergbau, Rheinbraun, Oberkoks, Bergmann, Schuckert und Schlesische V.-Gas Gewinne bis zu 5 Prozent. Deutsche Telephon und Kabel waren heute erstmalig 2 Prozent über letzte Rotiz mit 130 variabel gehandelt. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer geschäftslos. Pfandbriefmarkt noch unentwickelt. Der Geldmarkt war etwas leichter. Tagesgeld 7,75 bis 9,25 Prozent. Monatsgeld 8,25 bis 9,25 Prozent, Warenwechsel etwa 7 Progent. Rach Erledigung der Orbci Eingänge wurde es im Verlaufe wied/r etwas ruhiger, besonders die anfangs stärker gestiegenen W:rte bröckelten bei Gewinnmitnahmen der Spekulation 1 Prozent ab. Lebhafter blieben Danatbank, Deutsche Waffen und Salzdetfurth. Am Markte der Autoaktien und am Farbenmarkt lagen die Werte behauptet. Daimleraktien gaben jedoch im Verlaufe weiter 2 Prozent nach. Tic ungünstigen Kommentare der Presse, die sich in den letzten Tagen ziemlich häusig mit der Autoindustrie beschäftigte, veranlaßten anscheinend die Spekulation zu einem erneuten Baissevorstoß.
Getreidebörse
Frankfurt a. M„ 1. Oft. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte heute in durchaus weiter befestigter Haltung. Die Umsahbewegung ist jetzt durchaus beständiger geworden und es werden allgemein größere Umsätze getätigt, sowie auch für die meisten Sorten rege Nachfrage herrscht. Auch Futtermittel sind sehr gefragt. Es wurden notiert: Weizen 22,75 bis 22,90; Roggen 22,25 bis 22,40; Braugerste 25,50; inl. Hafer 22,50 bis 22,75; Mais (gelb) für Futterzwecke 20,75 bis 21; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 32,25 bis 33,75; Roggenmehl 30,50 bis 31; Weizenkleie 13,75 bis 14; Roggenkleie 13,75 bis 14; Erbsen je nach Qualität für Speisezwecke 32 bis 56, Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 55 bis 105; Heu 12; Weizen- und Roggenstroh, draht- gepreßt, 4,50; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt. 3 bis 3,25; Treber, getrocknet. 18.75 bis 19 Mark. Tendenz: befestigt, Futtermittel gefragt.
Frankfurter Schlachtvrehmarkt.
Frankfurt a.M., l.Okt. Auftrieb 1650 Rinder, darunter 421 Ochsen, 118 Bullen, 669 Kühe, 410 Färsen, 534 Kälber, 103 Schafe, 609U‘Sd)roeine. Es notierten: Rinder. Ochsen: vollfleischige, aus gemästete höchsten Schlachtwerts, jüngere 56 bis 59 Mark; ältere 52 bis 55; sonstige vottfleischige, jüngere 48 bis 51; ältere 43 bis 47. Bullen, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 50 bis 53; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 46 bis 49. Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 45 bis 48; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 40 bis 44; fleischige 34 bis 39; gering genährte 25 bis 33. Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollflipschige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 56 bis 59; vollfleischige 51 bis 55; fleischige 44 bis 50. — Ko lb e r. beste Mast- und Saugkälber 74 bis 78; mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 73; geringe Kälber 59 bis 69. — Schaf e. Mastlämmer und jüngere Mast-
hämmel (Weidemast) 52 bis 55. — Schwein e. Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 77 bis 79; oollfleischige von etwa 240 bis 300 Pfund 76 bis 79; von etwa 200 bis 240 Pfund 76 bis 79; von etwa 160 bis 200 Pfund 75 bis 78; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 70 bis 75; Sauen 64 bis 68 Mark. Marktverlauf: Rinder ruhig, Ueber- stond, Schwei: e ruhig, leichte Ware vernachlässigt, Ueberstand. Kälber und Schafe ruhig, ausverkaust.
Rundsunkprogramm
deS Frankfurter Senders.
(Aus der ..Radio-UmsHau".)
Dienstag, 2. Oktober.
6,30: Morgengyrnnafti!. 13 bis 14: Bon Stuttgart: Mittagskonzert. 15,05 bis 15,35: Stunde der Jugend. 15,55 bis 16,05: Hausfrauendienst. 16,35 bis 18,05: Bon Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. >8,10 bis 18,30: Lesestunde. 18,30 bis 19: Von Kassel: Stunde' der Landwirtschaftskammer Kassel: ..Praktische Winke für die Herbstbestellung". Vortrag von Landwirtschastsrat Dr. Greve. 19 bis 19,30: „Die Entstehung des Aeppelweins in der Mundartdichtung". Vortrag von Conrad Hub. 19,30 bis 20: Schachstunde. 20: Vom Frankfurter Opernhaus: Margarethe. Oper von Gounod. Anschließend: Schallplatten- Konzert: Bunter Abend.
Mittwoch, 3. Oktober.
6,30: Morgengymna lic. 13 bis 14: Rgch Stuttgart: Mittagskonzert des Rundfunkorchesters. 15,05 bis 15,35: Stunde der Jugend. 15,55 bis 16,05: Hausfrauendienst. 16,35 bis 18,05: Alte Tanzmusik, Konzert des Rundfunkorchesters. 18,10 bis 18,30: Dücherstunde. 18,30 bis 19: „Die Organisation des Roten Kreuzes". Vortrag von Geh. Iustizrat Dr. Schulz. Vorsitzender des Vereins vom Roten Kreuz. 19 bis 19,30: Esper ant o-Unter- richt. 19,30 bis 19,45: Französische Literatur- Proben. 19,45 bis 20,15: Französischer Sprachunterricht. 20,15: Von Stuttgart: Schwarzwaldmädel, Operette in drei Akten von Leon Iessel.
Donnerstag, 4. Oktober.
6,30: Morgengymnastik. 13 bis 14: Von Stuttgart: Mittagskonzert. 15,05 bis 15,35: Stunde der Jugend. 15,55 bis 16,05: Hausfrauendienst. 16,35 bis 18,05: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters 18,10 bis 18,30: Lesestunde. 18,30 bis 18,45: Von Kassel: Fünfzehn Minuten Ratschläge für den Gartenfreund: „Tee und Gewürze aus dem eigenen Garten". Vortrag von Garteningenieur Karl Hinze. 18,45 bis 19,15: Von Kassel: Vortrag von Prof. Dr. Paul Gras- ner. 19,15 bis 19 45: „Pflanzenkrankheiten und deren Bekämpfung', Vortrag von Diplomagronom O. Ohnesorge. 20,15 bis 21,15: Von Kassel: Kompositionsabend Paul Graener. 21,15: Bunter Abend.
Äüchertisch.
— Hui-Hui. Asiens Islam kämpfe. Von Dr. phil. h. c. Wilhelm Fi Ichner. Mit 18 Federzeichnungen, einem Porträt des Verfassers und einer Orientierungskarte. In modernem Halbfranzband 7,50 Mk. (Verlag Peter I. Oestergaard, Berlin-Schöneberg.) (491) Der berühmte und erfolgreiche Tibetforscher Dr. phil. h. c. Wilhelm Filchner ist vor kurzem von seiner jüngsten, zweiundeinhalbjährigen Forschungsreise nach Innerasien mit reichem wissenschaftlichen Material in die Heimat zurückgekehrt. Heute abend wird er bei uns in Gießen über seine Erlebnisse berichten. Roch ehe er sich die nach größter psychischer und physischer Anstrengung so notwendige Erholung gönnte, hat er die Herstellung dieses hochinteressanten und aufschlußreichen Werkes, das im Manuskript kurz vor der Ausreise zu seiner letzten Expedition vorlag, geleitet, so daß die Ausgabe unmittelbar nach seiner Heimkehr erfolgen konnte. Wilhelm Filchner, der scharfe Beobachter und zuverlässige Kenner Zentralasiens, führt den Leser in leicht faßlicher, populärer Form in die Welt der Kämpfe, Intrigen und wilden orientalischen Leidenschaften ein, die das Problem des Islam für uns fo schwer begreiflich machen. Filchners Darstellung über diese Fragen ist deshalb von ganz besonderem Werke, weil der Forscher auf seinen zahlreichen Reisen nicht nur Land und Leute, ans eigner Wahrnehmung kennenlernte, sondern sogar, und das ist hier von entscheidender Bedeutung, mit vielen führenden Persönlichkeiten, die während des letzten Vierteljahrhunderts und noch heute in Asien eine Rolle spielen, freundschaftlich verbunden ist! Dieses aufschlußreiche -Werk behandelt eine der wichtigsten weltpolitischen Fragen lichtvoll und erschöpfend und beseitigt zugleich manche irrigen Vorstellungen über die wahre Ratur des Islams und seinen fanatischen Älaubenskampf.
Telegraphische Auszghl u n g.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.
Frankfurt a,M.
Berlin
Frankfurt a.M.
Berlin
Frankfurt a. TI.
Berkin
Schlug- fturs
'Mr- Kurs
Schlich- Kurs
Ansang Kurs
Schlich- Kurs
1-Uhr- Kurs
Schtrch- Kurs
Anfang Kur»
Schlich-!
1-Uhr-
Schlutz- Kurs
Ansang Kura
Datum
29 S.
1. 10.
29.9.
| 1. 10
Datum: |
29. 9.
1 10.
29. 9.
1.10.
Datum:
29. 9.
1. 10
| 29. 9.
| 1. 10.
6% Dt. «etchüanleihe v. 1927 .
Dt. Anl.-Ablös.-Schuld mtl 8lu& los.-Acchlen .....
Desgl. ohne AuSIos.-Rechte . . .
7% Franks. Hyp.-Bl Goldps. unkündbar bis 1932 .....
iV*% Rheinische Hyp.-Bank Liqu - Goldps. ...
V.E.G. aba. BorkriegS-LbUgation., rückzahlbar 1932 ...
4% Schweiz. BundeSb.-Anl.. . .
4% Oeslerretchijche Goldrte.. . .
4,20% Oekierr. Silberne.....
<% Oesterreich. einheiU. Rte . .
4% Ungarische ©olbite......
4% Ungarische Slaaisr. v. 1910 4%% deSgl. von 1913 . ...
4% Ungarische Kronenrie.. .
4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . .
4% Türkiiche Bagdadbahn-Anl., Serie 1 ...
4% besgl. Serie H ...... . 4% Rumänen convert. Rte. . . . Wi% Rumänen Woldanl. von 1913
flllg. Deutsche Etlen/alm . . 4% Hamburg-Amerika Palet ... 8 Hamb.-Südam. Tampssch. . . 8
Hansa Dampsschiss ... 10
Norddeutscher Lloyd.....8
Allg. Deutsche Credilanst. . . 10
Barmer Bankverein ... 10
Berliner Handelsgesellsch. . . 12
Commerz- und Privat-Bank . 11
Darmst. u. Nationolbank 12
Deuische Bank .... 10
DtSlonto-Gesellschast Ant.. . 10
Dresdner Bank ... 10
Mitteldeutsche Creditbanl ... 9 vletallbank...... 8
«fWbanf .......12
87.3
52.75 16.825
90
75,1
85
95
3,25
26,9
26.13
2.5
11.75 10,75
7.25 22.66
153.75 138.6
143.5
19?
292
170,5
166 172.25 ?03.5
140 75
809.5
, us( i । | 1 i | i 3 i | 1 S । । । । ig i^ii i H i jj®
-.7 ,2 co to S5*? co
M 2 ■= co — CO <2
87,5
62,6
16,8
32
3,3
26,9
2,5
10,8
11,8
10,8
22,5
162,4
198
155
140
14 -.25
305
194
294 171.76 166.13
173
209
142 6a
409,75
I l । i (ii i-j ii iiil § i
'M-* e 0ÜtDÖ> 2 5
A.E.G............8
Bergmann . ........ 9
Elektr. Lieserunge«.....10
Licht und Kraft ..... 10 gelten L- Guilleaume. «... 6 Ges. s. Eleklr. llutcnu. ... 10 Hamb. Elektr. Werke .... 10 Rhein. Elektr..... 9
Schlei. Elektr........10
Schuckert...... 8
Siemens & Halske ..... 12
Transradio..... 8
Lohmener & (Jo...... . 10
Buderus..........5
Deutsche Erdöl ....... 6
Gelsenkirchener ... $. K 3- 4
Harpener. . ........ 6
Hoejch Eisen. ........ 8
Ilse Bergbau ........ 8
Klöcknerwerke ..... 7
Köln-Neuessen........ 9
Mannesmann........8
Mansselder.........7
Oberschles. Etsenb. Bedart... 5
Oberschles. KokSwerle ... 0
Phönix Bergbau ■ • • 6¥s
Rheinische Braunkohlen .10 Rheinstal» s. % Jahr 4y2
Riebeck Montan......7,2
Bereinigte Slahlw. ..... 6 Otavi Minen . ... . tsh
Kalt Aschersleben.....10
Kall Westeregeln ...... 10
Kaliwerk Salzdetfurth ... 15
s- ® Farden.ZndUkM ... 12
Dynamit Nobel ....... 6
Schetdeanstalt........ 9
Goldschmidt ....... 6
Rütgerswerke ........ 6
MetollgeseMchaft. . 11
190
207
183.5
227
164,9
210.5
391
176,25
88,25
143
131
258
136,9
113
97,5
150,5
97,5
295
488
266.5
218,25
105
107,25
193
193,2g
210
185,5
228.5
159.75
279
H65
214
396
179
90.25
.45,5
132.75
125,9
137,25
122,25
97
292,5
153
55,4
298. l
298.25
-
269,5
218
106.4
108.5
192,13 207,75
185,5 2.28.5
158.65 278,25 163,75
161.75
213 212.65
395.5 159,4
178
89.65 143.75
133 132
156,75 139.25
124,5 135.75
137,4
12- 114,5 113.5 97,75
289.25 152 153
98 55,4
297,5 297,75
489,.
268.25 127
105,75 107,35
19.1.25 210,5 186.5
228
159,4
279 164,6 165.5
246 25 214.75
396
159 25
90
145.5
132
157
141
264,5
126 135,75 137.7'
122
114,75
115.5
97.75
292 153,25
97.75
55 297.5 298.5
490
269,5 127,75
108
Philipp Holzmarm......7
Heidelberger Cement .... 10 Kemern Karlstadt ...... 8 Wayb & Freitag......10
Schultheis Patzenhofer ... 15 Lstwerke.........12
Ber. Glanzstoss ...... 18 Bemberg........ . 14
Zellstoff Waldhos.....12
Zellslojs Aschasfenbura ... 12 Charlottenburger Wasser ... 7 Dessauer Gas....... . 8
Daimler Motoren ...... 0 Demag . . . ...... 0 Adlerwerke Kleber ...... 5
Ludw. Loewe ...... 10 Rat. Automobil ....... 0 Lrenstein & Koppel » .... 6 Leonhard Tietz . ...... 6 Bamag-Megutn . ...... 0 Armin. Maschine« ...... 6 Gritzncr ....... 11 Heyliaenstaedt ....... 0 Iunglmns ........ 4
Lechwerke. . ..••••. .8 Mainkraftwerke ....... 8 Miag ...... 10
Nekarsulmer ........ 8 Peters Union ....... .8 Gebr. Roeder..... . 10
Boigl & Haesfner ...... 8 Südd. Zucker........8
float
Berlin, 2 >. September
Amerikanische 'Jioten . . . . , Belgische Noten ....... Dänische Noten ........
Englische Noten........
142
136
170
142,75
296 6
215
129
263
76.25 120.5
267.5
19
77
126
89,75
141.5
32
112
213.25 148.5
noten.
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261,5
77 120.25
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126
89,5
141.5
32 111
213 146,5
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1 l 1 1 l ft 1 1 1 1 1 1 1 S 1 Sb. i 1 1 £
Berlin. 29 Sevtnnber
Geld
Brief
französische Noten.....
16,35
16,41
Holländische Noten ......
167,81
168,1:1
Italienische Noten ......
21.98
22.06
Norwegische Noten.....
111,48
111,92
Deuksch-Oesterr-, äiooÄronen
58,88
59,12
Rumänische Noten......
2,54
2,56
Schwedische Noten ......
111,83
112,27
Schweizer Noten .......
80,48
80,80
Spanische Noten ........
68.61
68, *9
Tschechoslowakische Noten . .
12.365
12.425
Ungarische Noten
72.80
73.10
Devisenmarkt Derlm
—Frankfurt a. 'M
29. September
l. Oktob r
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
örter
iÄeld
1 Briei
Slmst.-Rott.
168,12
168,46
168,0»
168,43
Bucn.-Aires
1,762
l, <66 58,355
1,76:
1,766
Brii.-Antw,
58,235
J8/23
98,35
Chftstiania.
111,69
112,9t
111,70
111,92
Kopenhagen
111,76
111,98
111,71
111,01
Stockholm .
112,08
112,30
112,11
112,33
Helsingfors.
10,54
10,56
10,55
10,57
Italien. . .
21,1105
21,945
21,91
21,95
London. . .
20,325
20,365
20,33
20,37
Neupork . .
1,19'0
4,19:11)
4,19
4,20
Parts....
16,365
16,425
16,385
16,42u
Schweiz •.
80,665
80,825
>0,67
80,83
Spanien. .
68,93
69,07
68,76
68 99
yapan . . . Rio de Fan.
1,920
1,924
1,918
1,922
> 5005
0.5025
9.501
0,503
Wien in D-- Oeft abgeft.
'8,98
59.10
59,01
09,13
Prag . ■ .
12,1'3
12.44.1
12,42
12,44
Belgrad - -
*,363
7,377
7,363
7,367
Budapeft. . Bulgarien
<2,99
3,027
73,13
3.033
72,99
3,027
73,13
3,033
Lissabon
18,88
18,92
18,88
18,92
Danzig. . .
Konstantin.
80,965
80,978
81,2?
81,43
2,172
2,176
2,17
2,13
Athen . .
5,425
5,435
5,43
5,44
Lanada
1,191
4,199
4,1915..
4,1995
Nrn inav . .
4.266
4,274
4,266'
4,274
Latrv . . .
20 846
20.886
20.847
20.887


