Ausgabe 
1.8.1928
 
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Fritz LangsMetropolis" einen herrlichen Film genannt habe und daß vielleicht noch zwanzig Jahren wieder einmal ein Kinotheater auf den som­merlichen Einfall kommen wird, .Kino vor zwanzig Jahren" zu zeigen. Fritz Lang, wie mag es bann Metropolis" ergehen? Schallendes Gelachter läuft durch den verdunkelten Saal, in einer Ecke sitzen einige geduckte Männlein, die damals diesen Film höchlichst gerühmt haben, und müssen sich gefallen lassen, daß er jetzt von einem jungen Geschlecht un­barmherzig verhöhnt wird; denn die Jungen sind immer ohne Mitleid. A.

Wirtschaft.

Oie Oiskontfrage.

Die letzten Vorgänge an den internationalen Geldmärkten, hervorgerufen durch die Dis­konterhöhung der amerikanischen Federal Reserve Banken, haben zu einer gewissen Beunruhigung über die T e st a l - tung des deutschen Geldmarktes bei- getragen, die ihren Ausgang von der Börse genommen hat. Während man vor der Diskont- mahnahme Amerikas eifrig die Frage einer Diskontermäßigung in Deutschland dis­kutierte und dabei soweit ging. Kritik an der vorsichtigen und zurückhaltenden Diskontpolitik des deutschen Aotenbankinstituts zu üben, will man jetzt Befürchtungen in Richtung einer Dis­konterhöhung für berechtigt erklären. Demgegen­über muß mit aller Schärfe betont werden, daß die Reichsbank damit Recht getan hat, sich von saisonüblichen Erscheinungen in ihrem Status nicht beeinflussen zu lassen und an ihrem gegen­wärtigen Diskontsatz von 7 Prozent als dem, der unserer wirtschaftlichen Lage und der be­sonderen des Geld- und Finanzmarktes ent­spricht, sestzuhalten. Man darf bei einer Be­trachtung der deutschen Geldmarktlage die zu- fälligen Erscheinungen des Monats Juli nicht mit in den Kreis der Betrachtungen einbeziehen, wenn man Diskontpolitik auf län­gere Sicht treiben will. LInsere Geldmarktlage ist nach wie vor durch die ausländischen Einflüsse bestimmt, und Aufgabe des deutschen Rotenbank­instituts ist es. um in die Wirtschaft und in die geschäftlichen Dispositionen leine älnruhe hinein­zutragen, trotz dieser Einflüsse, je nach Möglich­keit natürlich, an dem Diskontsatz festzuhalten, mit anderen Worten, die vom internationalen Geldmarkt kommenden Störungsfaktoren im In­teresse einer stabilen deutschen Diskontpolitik aufzufangeii. bzw. ihre Wirksamkeit aufzuheben oder einzudämmen. Wenn an den letzten Bör­sen die Heraufsetzung des Diskontsatzes im Zu­sammenhang mit der Entwicklung des amerikani­schen und des internationalen Geldmarktes er­örtert worden ist, so zeigt die sich darin aus­drückende Nervosität nur, daß die betres- senden Kreise die inneren Zusammenhänge des deutschen Geldmarktes und die Erfordernisse der Wirtschaftsführung von der Geld- und Kredit­seite her übersehen. Hinzu kommt, daß die inter­nationale Geldmarktlage durchaus sich nicht so zugespitzt hat, daß die Reichsbank unmittelbar beeinflußt werden müßte. Cs liegt von dieser Seite gegenwärtig kein Druck vor, auch die Gold- und Devisenbe stände der der Reichsbank sind so aufgefüllt, daß die letzten Ausweise der Reichsbank ein recht gün­stiges Deckungsverhältnis selbst für den erheblich gestiegenen Rotenumlauf in diesem Jahre ge­bracht haben. In konjunkturpolitischer Hinsicht t ist die Frage einer Diskonterhöhung als ganz abwegig zu bezeichnen, denn eine Erhöhung des Diskontsatzes auch nur um ein halbes Prozent würde den bisher nur geringen Rückgang der ' Konjunktur beschleunigen. Selbst in dem Falle, wenn die Bank von England, was vorläufig allerdings nicht zu erwarten ist, in Anbetracht der großen Goldabflüsse nach Amerika ihren Diskont erhöhen würde, ist eine Erhöhung des Reichsbankdiskonts nicht notwendig, einerseits weil die Zinsspanne zu den ausländischen Geld- sähen immer noch groß genug bleibt, um aus­ländische Gelder nach Deutschland zu ziehen, an­dererseits, weil gerade aus dem französischen Geldmarkt genügend flüssige Gelder für Anlage in Deutschland vorhanden sind, die bekanntlich bereits in der letzten Woche eine Beanspruchung erfahren haben.

* leit ft reit der Landarbeiter in Rheinhessen In WaldUelversheim sind die Landarbeiter bzw. Mitglieder de5 Zentral- verbandes der Landarbeiter, Bezirksverwaltung Mainz, auf Veranlassung der letzteren in einen Streik eingctretcn.

* Offenbacher Lederwarenfabrik A.-G Gnnzenhäu se r 8- Co., Offenbach a. M. Wie der DHD. erfährt, rouröe die Liquidation

der Gesellschaft beschlossen. Das Unternehmen wird jedoch im Anschluß an eine neue Gruppe weiter­geführt werden. Hierüber schweben noch Verhand­lungen.

* Ueberfchuß bei der Kur - A. - G. Bad Homburg. In Bad Homburg sand am Montag die Generalversammlung der Kur-A.-G. statt Rach dem Geschäftsbericht des Vorstandes schließt die Bilanz per 31. Dezember 1927 mit einem kleinen Lleberschuh von 16 403 Mark ab. Dieses Ergebnis konnte erzielt werden infolge der Betrtebszuschüsfe seitens des preußischen Staates der Städte Bad Homburg und t-rranf- furt und der Lokalbahn-A-G. Die Bilanz schließt mit einer Endsumme von 138 000 Mark ab. Trotz der schlechten Witterung der Saison sind die Be­triebserträgnisse gegenüber 1926 um 34 000 Mk. gestiegen. Es waren hohe Aufwendungen für In­standsetzung an den Kureinrichtungen erforderlich^ wodurch eine Erhöhung der Ausgaben um 68 000 Mark eintrat. Die Abschreibungen halten sich mit 14 000 Mk. aus der gleichen Höhe wie im Vorjahr Die Aussichten für die laufende Saison find durchaus günstig und weisen für Bad Hom­burg den Weg weiter zum Heilbad.

Baumwollspinnerei Speyer am Rhein. Die o. G. V. genehmigte die Bilanz mit Gewinn- und Vcrlustrechnung für das Jahr 1927, sowie den Geschäftsbericht des Vorstandes aus dem Berichtsjahre. Vertreten waren 1,114 Mill. Mark A K. mit 2228 Stimmen. Der bereits veröffent­lichte Geschäftsbericht wies einschließlich Verlustvor- trag für bas Jahr 1926 in Höhe von 36 862,42 Mk. einen Verlust von 181 564,38 Mk. auf, der sich um 51 480,55 Mk. Spezialreseroe auf 130 083,83 Mk. ermäßigte. Aus Aktionärkreisen wurde zum Vor­schlag gebracht, ben Reservefonds in Höhe von 125 000 Mk. zur Abdeckung des Verlustes zu be­nutzen, so daß ein Verlust von 5000 Mk. i^rbleibt.

? Motorenwerke Mannheim. Die G. V. genehmigte einstimmig die Bilanz und die Regu- larien. Die Bilanz schließt mit einem Verlust von 955 633 Mk. ab, der auf die Abstoßung unrentab­ler Beteiligungen zurückzusühren ist. Der Umsatz be­trug fast das Doppelte des Jahres 1926. Auch im lausenden Jahre ist der Auftragseingang Durchaus befriedigend. Der Verlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.

* Kapitalserhöhungen im Konzern der Continental Linoleum Union. Wie der DHD. von zuständiger Seite erfährt, haben die Verwaltungen der zum Konzern ge­hörenden Gesellschaften beschlossen, den alsbald einzuberufenden Generalversammlungen Kapital- erhöhungen vorzuschlagen, auf Grund deren den alten Aktionären neue Aktien mit halber Ge­winnberechtigung für das Geschäftsjahr 1928 zum Kurse von 115 Prozent in dem Verhältnis von einer neuen zu drei alten Aktien angeboten wer­den sollen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., l.Aug. Tendenz, fester. Die Kurserhöhung der P o l y p b o n a f t i e in Ber­lin beeinflußte den hiesigen Markt in stärkerem Maße, und es konnte sich bereits vorbörslich eine allgemein festere Haltung durchsetzen. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs war das Geschäft dann etwas lebhafter, als an den Vortagen, beschränkte sich jedoch nach wie vor im wesentlichen auf Deckungskäufe der Spekulation. Nur für vereinzelte Werte soll sich auch von außen her Interesse geltend gemacht haben. Die Stimmung war allgemein zuversichtlicher, so daß der unregelmäßige Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse und die Anspannung des dortigen Geldmarktes keine ungünstige Wirkung ausüben konnten. Bei der ersten Notierung war auf ben meisten Markt- gebieten eine ziemlich gleichmäßige 1- bis 2-v. H. Kursbesserung zu verzeichnen. Am Chemie- markt lagen J.-G.- Farben bei lebhafteren Um sätzen plus 3 o.H., Scheideanstalt 1 o.H. höher. Von den E l e k t r o w e r t e n waren Siemens 3,5 vH., Licht & Kraft 2,25 v. H. und A E G. 1 v.H. erhöht. Am Montanmarkt konnten Phönix 1,5 o.H. und Rheinstahl 2,5 v. H. an ziehen. Mannesmann waren erneut 1,4 v. H. gebessert, angeblich auf Käufe aus dem Rheinlande. Von ben 3 e 11 ft o f f ro c r t e n waren Aschasfen burger 2 o. H. und Waldbos 2,25 v. H. ge­bessert. Adler werke eröffneten unverändert. Daimler 1,5 v. H, höher. Schiffahrtswerte und Banken waren bei stillem Geschäft bis etwa 1 v. H. fester. Lebhafteres Interesse, auch von Aus- lanbleitc, bestand für Reichsbank, die weitere 4,5 v. H. anziehen konnten. D e u t s ch e A n l e i b e n lagen still und eher etwas schwächer. Ausländ, s ch e R e n t e n fast geschäftslos. Im Verlaufe wurde das Geschäft zwar allgemein fülle-, die Stimmung blieb jedoch f r e u n d l i ch, und verschiedentlich tonn­ten die Kurse weiter leicht anziehen. So waren F a r « b c n erneut 1 v. H. gebessert. Späterhin bröckelten die Kurse geringfügig ab. Tagesgeldfatz 8 v. H. 21m De - visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar

4 1880, gegen Pfund 20,344, Conbon geaen Kabel 4 85575, Paris 124,07, Mailand 92,82, Madrid 29,52, Holland 12,0850.

Berliner Börse.

Berlin, 1. Aug. Trotz des unregelmäßigen Verlaufes b:r Rcuvorker Börle und des dortigen hohen Tagesgeldlatzes bis zu 8 Proz., die man als Ultimoerscheinung ansieht, war schon im heu­tigen Vormittagsverkehr eine zuversicht­lichere Stimmung cr.cnnbor. Das jetzt erreichte niedrige Karsnivrau scheint dem Publikum einen Anreiz zu bieten, zumal auch die Banken fester gestimmt sind und ihre Kundschaft an­scheinend zum Kaufen zuraten. Die Ge'dverhält- nisse in England lassen die Hoffnung aufkommen, daß morgen eine Diskonterhöhung nicht e i n t r e t c n wird, und in einigen Kreisen rechnet man logar damit, daß dieselbe vorläufig ganz vermieden werden kann. Der Ordereingang bei den Danken hat eine Zunahme erfahren, auch seitens des Auslandes scheint wieder etwas mehr Interesse zu bestehen. Besonders Montan- werte waren heute mehr gefragt, was um so bemerkenswerter ist. da sie in der letzten Zeit auffällig vernachlässigt waren. Man hält hier die Kurse für steigerungsfähig. Auf fast allen Markt­gebieten waren 1- bis Zprozentige Kurserhöhun­gen festzustellen. Epezialwerte. wie Reichs­bank. Lorenz, Hirsch, waren bis zu 10 Proz. erhöht. Polpphon imd Glanzstoff je 19 Prozent erhöht. Deutsche Anlm hen freund­lich. Ausländer geschäftslos. Der Pfand­brief m a r k t war gehalten, nur Roggen- Pfandbriefe wieder fester. Der Geld­markt war eher etwas leichter. Tägliches Geld 7.5 bis 9.5 Proz. und vereinzelt 7 Proz. Monats- celd 7,75 bis 9 Proz. 3m Verlaufe machte die Befestigung Fortschritte. An einigen Märkten war las Geschäft sehr lebhaft. Die Führung hatten Kaliwerte unter Bevorzugung von Salz­detfurth, Banken. J.-G.-Farben und F e l d m ü h l e. Man sprach von Angstkäufen, und schon kleine Rachfrage führte zu mehrprozen­tigen Kurssteigerungen. Bemerkenswert ist noch, daß Polyphon ihren Anfangsgewinn nicht behaupten konnten, so daß sie 4 Proz. unter An­fang umgingen. Hiervon ausgehend wurde es dann kursmäßig wieder e^was schwächer, doch blieb das Geschäft ziemlich lebhaft und die Stim­mung recht freundlich.

Frankfurter (Getreidebörse.

F r a n k f u r t a. M.. 1. Aug. Der hiesige Pro- dukteninarkt verkehrte bei recht flauer Tendenz in weiter etwas abgeschwächter Haltung. Weizen konnte sich behaupten, dagegen Roggen verlor 0 25 Mk.. ebenso Weizen- und Roggenmehl er­litten eine Einbuße von 0,25 Mk. Futtermittel behaupteten ihre Kurse bei weiterhin fester Ten­denz: Es wurden notiert: Roggen neuer Ernte 23,75 bis 24: Hafer, inländischer 26.75 bis 27; Mais (gelb) für Futter zwecke 24.75 bis 25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 34,25 bis 34 75; Roggenmehl 35 bis 35,50; Weizenkiele 14,10 bis 14,75; Roggenkleie 15,75. Tendenz: flau.

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 27. 3ult.

Das Handeln am Tage des Ruhviehmarktes sowie am Vortage und am Tage darauf ist auf öffentlichen Strafen und Plätzen aus Verkehrs- polizeilichen Rücksichten verboten. Von den Vteh- händlern, die vielfach nur ihre eigenen gewinn- süchtigen Interessen dabei im Auge haben, wird dagegen mehrfach verstoßen. Im Interesse der Allgemeinheit muh jedoch auf eine strenge Ein­haltung dieser Vorschriften gesehen werden. Ein Viehhändler aus dem Kreise Biedenkopf, der gegen diese Vorschriften verstoßen hatte, wurde zu einer Geldstrafevonl2 M k. und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Zunehmende verkehrsunficherheit.

Am Freitag, 27. Juli, wurde an der Kreuzung Goethestraßc-Ludwigstraße eine Radfahrerin von einem Motorradfahrer ungefähren; letzten Samstag, also am Tage darauf, stießen ein Auto und ein Motorrad zusammen. Das Motorrad wurde stark be schädigt, die Beifahrerin brach verletzt zusammen.

Da man von meiner Wohnung sowohl die Goethe- als auch die Ludwigstraße übersehen kann, konnte ich ben Verlauf des Unfalles jedesmal beobachten. Ein Fahrzeug wollte die Goethestraße, das andere

die Ludwigstraße kreuzen. Beide gaben eignet, überhörten sich jedoch und prallten aufeinander. Drei Derkehrsunsälle dieser Art habe ich nun schon mit ooraussehen müssen, ohne die Fahrer durch Zuruf noch rechtzeitig warnen zu können. Empfindliche Verletzungen und Materialschaden waren stets die Folge; Krankenhaus und unerquickliche Gerichtsver­handlungen das Ende.

Selbst Fahrer, muß ich scststellen. daß selten Un- achtsamkeit der Beteiligten vorlag. Nicht überall kann ein Verkehrsbeamter (ein Wie wäre es mit Ser- kehrsspiegel, Warnungstafeln ufw.. wie Wetzlar es so vorbildlich durchführte?

Walltor, Ecke Mühl- und Bahnhofstraße, Ecke Goethestraße und Südanlage z. B. sind wiederholt Schauplatz von Verkehrsunfällen gewesen, und auch da bedarf es dringender Vorkehrungen. Nicht lany. atmige Anträge und zeitraubende Lieferfristen, son. bern schnellstes Zupacken tut not, um weiteres Un- heil zu verhüten, das meistens Fremden, Stadtunkun- bigen zustößt. Denn ihnen kann die Verkehrssrequenz an jenen Gefahrpunkten des Gießener Straßenver­kehrs ohne Vorhandensein von Warnungsschildern ober dergleichen unmöglich bekannt fehl.-*- W. K.

Kunst und Wissenschaft.

(Eine Entschließung de» Deutschen Studentenlage».

Wie Berliner Blätter aus Danzig melden, hat der 11. Deutsche Studententag am Montagabend ein­stimmig eine Entschließung angenommen, in der betont wird, daß die Studentenschaft, trotz der Ablehnung des preußischen Staatsministers ent­schlossen ist, die st u d e n t i s ch e S e l b st v e r w a l - tung in Preußen sortzusegen. Die auf dem föderativen Gedanken aufgebaute Würzburger Sat­zung, die unverrückbare Grundlage für den groß- deutschen Zusammenschluß der Studentenschaft, schließt jeden Druck auf die auslanddeutschen Stu­dentenschaften aus, ihren Aufbau zu ändern.

geschäftliches.

15 000-Reichsmark-Jubiläumsgabe.

Anläßlich des 25. Herstellungsjahres der bekannten 5-Pfcnnig Zigarette S l e i p n c r veranstaltet die A. B a t s ch a r i Zigarettenfabrik A. G., Baden-Baden ein Jubiläumsausschreiben. 15 000-Reichsrnark Bai preise sind für treffende Urteile über dieSleipner Zigarette" ausgesetzt. Alles Nähere finden unsere Leser in der heutigen Anzeige.

Letzte Nachrichten.

Schwere Bluttat in Frankfurt

Jranffurl a. 211., 1. August (U3IP. Dtabl- bcrldjf.) 3n den Räumen des Frankfurter IDarcn- vcrbande» in der Friedensstraße erschoß der Ge­schäftsführer Schmidt nach einem oorauegegangc- nen Wortwechsel im Beisein de» Bücherrevisor» den Mitinhaber der Firma, Dr. Hamel, den Direktor der (Betreibebant Gleichzeitig verletzte er dessen Bruder, den Prokuristen Hamel, und einen An­gestellten der Firma GrÜnebaumschwer. Rach der Tat machte er einen Selb st Mordversuch, wobei er sich ebenfalls schwere Verletzungen zuzog. Heber die Gründe der Tat ist nicht» Nähere» bekannt.

Oie Opfer der Dinkelscherbener Katastrophe.

München, 1.August. WTB. Funkjpruch. Rach ben bis zwei Uhr nachts getroffenen Feststellungen befanden sich in Dinkelscherben zehn Tote:

1. Haller, Holzhändler aus Stuttgart;

2. Bartel. Clemens, Schloster aus Wolf­ratshausen;

3. Manges, Jakob, Schustermeister au» Eschenbach (Bez.-Amt Sünsheim);

4. Salzher, fünfjähriges Mädchen aus Söflingen bei Ulm;

5. 5) o 11 m a n n aus Schliersee;

6. Rummelsberger aus Miesbach.

7. Hötzmann, Prof., (Geistlicher?), Her­kunft unbekannt;

8. -10. bisher noch nicht feftge teilte roeiblube Leichen von etwa 60, 40, bzw. 25 Jahren.

Im Krankenhaus Zusmarshausen sind ihren Ver- letzungen erlegen:

11. Pieyl. Joh., Bergmann aus Miesbach:

12. Schenk, Oberlehrer aus Weinheim a ii d e r Bergstraße.

Im Krankenhaus Augsburg sind geftorben: 13. Ambros, Johann, aus Schliersee; 14. Rehm, Ehemann, aus Stuttgart.

Auf dem Transport in das Krankenhaus in Augsburg sind verstorben-

15. Wiedemann, Josef, aus Augsburg;

16. ein unbekannter Mann mit einer Fahr- karte Vismaringen'München (Cimbrunner?)

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