Fritz Langs „Metropolis" einen herrlichen Film genannt habe und daß vielleicht noch zwanzig Jahren wieder einmal ein Kinotheater auf den sommerlichen Einfall kommen wird, .Kino vor zwanzig Jahren" zu zeigen. Fritz Lang, wie mag es bann „Metropolis" ergehen? Schallendes Gelachter läuft durch den verdunkelten Saal, in einer Ecke sitzen einige geduckte Männlein, die damals diesen Film höchlichst gerühmt haben, und müssen sich gefallen lassen, daß er jetzt von einem jungen Geschlecht unbarmherzig verhöhnt wird; denn die Jungen sind immer ohne Mitleid. A.
Wirtschaft.
Oie Oiskontfrage.
Die letzten Vorgänge an den internationalen Geldmärkten, hervorgerufen durch die Diskonterhöhung der amerikanischen Federal Reserve Banken, haben zu einer gewissen Beunruhigung über die T e st a l - tung des deutschen Geldmarktes bei- getragen, die ihren Ausgang von der Börse genommen hat. Während man vor der Diskont- mahnahme Amerikas eifrig die Frage einer Diskontermäßigung in Deutschland diskutierte und dabei soweit ging. Kritik an der vorsichtigen und zurückhaltenden Diskontpolitik des deutschen Aotenbankinstituts zu üben, will man jetzt Befürchtungen in Richtung einer Diskonterhöhung für berechtigt erklären. Demgegenüber muß mit aller Schärfe betont werden, daß die Reichsbank damit Recht getan hat, sich von saisonüblichen Erscheinungen in ihrem Status nicht beeinflussen zu lassen und an ihrem gegenwärtigen Diskontsatz von 7 Prozent als dem, der unserer wirtschaftlichen Lage und der besonderen des Geld- und Finanzmarktes entspricht, sestzuhalten. Man darf bei einer Betrachtung der deutschen Geldmarktlage die zu- fälligen Erscheinungen des Monats Juli nicht mit in den Kreis der Betrachtungen einbeziehen, wenn man Diskontpolitik auf längere Sicht treiben will. LInsere Geldmarktlage ist nach wie vor durch die ausländischen Einflüsse bestimmt, und Aufgabe des deutschen Rotenbankinstituts ist es. um in die Wirtschaft und in die geschäftlichen Dispositionen leine älnruhe hineinzutragen, trotz dieser Einflüsse, je nach Möglichkeit natürlich, an dem Diskontsatz festzuhalten, mit anderen Worten, die vom internationalen Geldmarkt kommenden Störungsfaktoren im Interesse einer stabilen deutschen Diskontpolitik aufzufangeii. bzw. ihre Wirksamkeit aufzuheben oder einzudämmen. Wenn an den letzten Börsen die Heraufsetzung des Diskontsatzes im Zusammenhang mit der Entwicklung des amerikanischen und des internationalen Geldmarktes erörtert worden ist, so zeigt die sich darin ausdrückende Nervosität nur, daß die betres- senden Kreise die inneren Zusammenhänge des deutschen Geldmarktes und die Erfordernisse der Wirtschaftsführung von der Geld- und Kreditseite her übersehen. Hinzu kommt, daß die internationale Geldmarktlage durchaus sich nicht so zugespitzt hat, daß die Reichsbank unmittelbar beeinflußt werden müßte. Cs liegt von dieser Seite gegenwärtig kein Druck vor, auch die Gold- und Devisenbe stände der der Reichsbank sind so aufgefüllt, daß die letzten Ausweise der Reichsbank ein recht günstiges Deckungsverhältnis selbst für den erheblich gestiegenen Rotenumlauf in diesem Jahre gebracht haben. In konjunkturpolitischer Hinsicht t ist die Frage einer Diskonterhöhung als ganz abwegig zu bezeichnen, denn eine Erhöhung des ♦ Diskontsatzes auch nur um ein halbes Prozent würde den bisher nur geringen Rückgang der ' Konjunktur beschleunigen. Selbst in dem Falle, wenn die Bank von England, was vorläufig allerdings nicht zu erwarten ist, in Anbetracht der großen Goldabflüsse nach Amerika ihren Diskont erhöhen würde, ist eine Erhöhung des Reichsbankdiskonts nicht notwendig, einerseits weil die Zinsspanne zu den ausländischen Geld- sähen immer noch groß genug bleibt, um ausländische Gelder nach Deutschland zu ziehen, andererseits, weil gerade aus dem französischen Geldmarkt genügend flüssige Gelder für Anlage in Deutschland vorhanden sind, die bekanntlich bereits in der letzten Woche eine Beanspruchung erfahren haben.
* leit ft reit der Landarbeiter in Rheinhessen In WaldUelversheim sind die Landarbeiter bzw. Mitglieder de5 Zentral- verbandes der Landarbeiter, Bezirksverwaltung Mainz, auf Veranlassung der letzteren in einen Streik eingctretcn.
* Offenbacher Lederwarenfabrik A.-G Gnnzenhäu se r 8- Co., Offenbach a. M. Wie der DHD. erfährt, rouröe die Liquidation
der Gesellschaft beschlossen. Das Unternehmen wird jedoch im Anschluß an eine neue Gruppe weitergeführt werden. Hierüber schweben noch Verhandlungen.
* Ueberfchuß bei der Kur - A. - G. Bad Homburg. In Bad Homburg sand am Montag die Generalversammlung der Kur-A.-G. statt Rach dem Geschäftsbericht des Vorstandes schließt die Bilanz per 31. Dezember 1927 mit einem kleinen Lleberschuh von 16 403 Mark ab. Dieses Ergebnis konnte erzielt werden infolge der Betrtebszuschüsfe seitens des preußischen Staates der Städte Bad Homburg und t-rranf- furt und der Lokalbahn-A-G. Die Bilanz schließt mit einer Endsumme von 138 000 Mark ab. Trotz der schlechten Witterung der Saison sind die Betriebserträgnisse gegenüber 1926 um 34 000 Mk. gestiegen. Es waren hohe Aufwendungen für Instandsetzung an den Kureinrichtungen erforderlich^ wodurch eine Erhöhung der Ausgaben um 68 000 Mark eintrat. Die Abschreibungen halten sich mit 14 000 Mk. aus der gleichen Höhe wie im Vorjahr Die Aussichten für die laufende Saison find durchaus günstig und weisen für Bad Homburg den Weg weiter zum Heilbad.
♦ Baumwollspinnerei Speyer am Rhein. Die o. G. V. genehmigte die Bilanz mit Gewinn- und Vcrlustrechnung für das Jahr 1927, sowie den Geschäftsbericht des Vorstandes aus dem Berichtsjahre. Vertreten waren 1,114 Mill. Mark A K. mit 2228 Stimmen. Der bereits veröffentlichte Geschäftsbericht wies einschließlich Verlustvor- trag für bas Jahr 1926 in Höhe von 36 862,42 Mk. einen Verlust von 181 564,38 Mk. auf, der sich um 51 480,55 Mk. Spezialreseroe auf 130 083,83 Mk. ermäßigte. Aus Aktionärkreisen wurde zum Vorschlag gebracht, ben Reservefonds in Höhe von 125 000 Mk. zur Abdeckung des Verlustes zu benutzen, so daß ein Verlust von 5000 Mk. i^rbleibt.
? Motorenwerke Mannheim. Die G. V. genehmigte einstimmig die Bilanz und die Regu- larien. Die Bilanz schließt mit einem Verlust von 955 633 Mk. ab, der auf die Abstoßung unrentabler Beteiligungen zurückzusühren ist. Der Umsatz betrug fast das Doppelte des Jahres 1926. Auch im lausenden Jahre ist der Auftragseingang Durchaus befriedigend. Der Verlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.
* Kapitalserhöhungen im Konzern der Continental Linoleum Union. Wie der DHD. von zuständiger Seite erfährt, haben die Verwaltungen der zum Konzern gehörenden Gesellschaften beschlossen, den alsbald einzuberufenden Generalversammlungen Kapital- erhöhungen vorzuschlagen, auf Grund deren den alten Aktionären neue Aktien mit halber Gewinnberechtigung für das Geschäftsjahr 1928 zum Kurse von 115 Prozent in dem Verhältnis von einer neuen zu drei alten Aktien angeboten werden sollen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a.M., l.Aug. Tendenz, fester. — Die Kurserhöhung der P o l y p b o n a f t i e in Berlin beeinflußte den hiesigen Markt in stärkerem Maße, und es konnte sich bereits vorbörslich eine allgemein festere Haltung durchsetzen. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs war das Geschäft dann etwas lebhafter, als an den Vortagen, beschränkte sich jedoch nach wie vor im wesentlichen auf Deckungskäufe der Spekulation. Nur für vereinzelte Werte soll sich auch von außen her Interesse geltend gemacht haben. Die Stimmung war allgemein zuversichtlicher, so daß der unregelmäßige Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse und die Anspannung des dortigen Geldmarktes keine ungünstige Wirkung ausüben konnten. Bei der ersten Notierung war auf ben meisten Markt- gebieten eine ziemlich gleichmäßige 1- bis 2-v. H. Kursbesserung zu verzeichnen. Am Chemie- markt lagen J.-G.- Farben bei lebhafteren Um sätzen plus 3 o.H., Scheideanstalt 1 o.H. höher. Von den E l e k t r o w e r t e n waren Siemens 3,5 vH., Licht & Kraft 2,25 v. H. und A E G. 1 v.H. erhöht. Am Montanmarkt konnten Phönix 1,5 o.H. und Rheinstahl 2,5 v. H. an ziehen. Mannesmann waren erneut 1,4 v. H. gebessert, angeblich auf Käufe aus dem Rheinlande. Von ben 3 e 11 ft o f f ro c r t e n waren Aschasfen burger 2 o. H. und Waldbos 2,25 v. H. gebessert. Adler werke eröffneten unverändert. Daimler 1,5 v. H, höher. Schiffahrtswerte und Banken waren bei stillem Geschäft bis etwa 1 v. H. fester. Lebhafteres Interesse, auch von Aus- lanbleitc, bestand für Reichsbank, die weitere 4,5 v. H. anziehen konnten. D e u t s ch e A n l e i b e n lagen still und eher etwas schwächer. Ausländ, s ch e R e n t e n fast geschäftslos. Im Verlaufe wurde das Geschäft zwar allgemein fülle-, die Stimmung blieb jedoch f r e u n d l i ch, und verschiedentlich tonnten die Kurse weiter leicht anziehen. So waren F a r « b c n erneut 1 v. H. gebessert. Späterhin bröckelten die Kurse geringfügig ab. Tagesgeldfatz 8 v. H. 21m De - visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar
4 1880, gegen Pfund 20,344, Conbon geaen Kabel 4 85575, Paris 124,07, Mailand 92,82, Madrid 29,52, Holland 12,0850.
Berliner Börse.
Berlin, 1. Aug. Trotz des unregelmäßigen Verlaufes b:r Rcuvorker Börle und des dortigen hohen Tagesgeldlatzes bis zu 8 Proz., die man als Ultimoerscheinung ansieht, war schon im heutigen Vormittagsverkehr eine zuversichtlichere Stimmung cr.cnnbor. Das jetzt erreichte niedrige Karsnivrau scheint dem Publikum einen Anreiz zu bieten, zumal auch die Banken fester gestimmt sind und ihre Kundschaft anscheinend zum Kaufen zuraten. Die Ge'dverhält- nisse in England lassen die Hoffnung aufkommen, daß morgen eine Diskonterhöhung nicht e i n t r e t c n wird, und in einigen Kreisen rechnet man logar damit, daß dieselbe vorläufig ganz vermieden werden kann. Der Ordereingang bei den Danken hat eine Zunahme erfahren, auch seitens des Auslandes scheint wieder etwas mehr Interesse zu bestehen. Besonders Montan- werte waren heute mehr gefragt, was um so bemerkenswerter ist. da sie in der letzten Zeit auffällig vernachlässigt waren. Man hält hier die Kurse für steigerungsfähig. Auf fast allen Marktgebieten waren 1- bis Zprozentige Kurserhöhungen festzustellen. Epezialwerte. wie Reichsbank. Lorenz, Hirsch, waren bis zu 10 Proz. erhöht. Polpphon imd Glanzstoff je 19 Prozent erhöht. Deutsche Anlm hen freundlich. Ausländer geschäftslos. Der Pfandbrief m a r k t war gehalten, nur Roggen- Pfandbriefe wieder fester. Der Geldmarkt war eher etwas leichter. Tägliches Geld 7.5 bis 9.5 Proz. und vereinzelt 7 Proz. Monats- celd 7,75 bis 9 Proz. 3m Verlaufe machte die Befestigung Fortschritte. An einigen Märkten war las Geschäft sehr lebhaft. Die Führung hatten Kaliwerte unter Bevorzugung von Salzdetfurth, Banken. J.-G.-Farben und F e l d m ü h l e. Man sprach von Angstkäufen, und schon kleine Rachfrage führte zu mehrprozentigen Kurssteigerungen. Bemerkenswert ist noch, daß Polyphon ihren Anfangsgewinn nicht behaupten konnten, so daß sie 4 Proz. unter Anfang umgingen. Hiervon ausgehend wurde es dann kursmäßig wieder e^was schwächer, doch blieb das Geschäft ziemlich lebhaft und die Stimmung recht freundlich.
Frankfurter (Getreidebörse.
F r a n k f u r t a. M.. 1. Aug. Der hiesige Pro- dukteninarkt verkehrte bei recht flauer Tendenz in weiter etwas abgeschwächter Haltung. Weizen konnte sich behaupten, dagegen Roggen verlor 0 25 Mk.. ebenso Weizen- und Roggenmehl erlitten eine Einbuße von 0,25 Mk. Futtermittel behaupteten ihre Kurse bei weiterhin fester Tendenz: Es wurden notiert: Roggen neuer Ernte 23,75 bis 24: Hafer, inländischer 26.75 bis 27; Mais (gelb) für Futter zwecke 24.75 bis 25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 34,25 bis 34 75; Roggenmehl 35 bis 35,50; Weizenkiele 14,10 bis 14,75; Roggenkleie 15,75. Tendenz: flau.
Amtsgericht Gießen.
Gießen, 27. 3ult.
Das Handeln am Tage des Ruhviehmarktes sowie am Vortage und am Tage darauf ist auf öffentlichen Strafen und Plätzen aus Verkehrs- polizeilichen Rücksichten verboten. Von den Vteh- händlern, die vielfach nur ihre eigenen gewinn- süchtigen Interessen dabei im Auge haben, wird dagegen mehrfach verstoßen. Im Interesse der Allgemeinheit muh jedoch auf eine strenge Einhaltung dieser Vorschriften gesehen werden. Ein Viehhändler aus dem Kreise Biedenkopf, der gegen diese Vorschriften verstoßen hatte, wurde zu einer Geldstrafevonl2 M k. und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Zunehmende verkehrsunficherheit.
Am Freitag, 27. Juli, wurde an der Kreuzung Goethestraßc-Ludwigstraße eine Radfahrerin von einem Motorradfahrer ungefähren; letzten Samstag, also am Tage darauf, stießen ein Auto und ein Motorrad zusammen. Das Motorrad wurde stark be schädigt, die Beifahrerin brach verletzt zusammen.
Da man von meiner Wohnung sowohl die Goethe- als auch die Ludwigstraße übersehen kann, konnte ich ben Verlauf des Unfalles jedesmal beobachten. Ein Fahrzeug wollte die Goethestraße, das andere
die Ludwigstraße kreuzen. Beide gaben eignet, überhörten sich jedoch und prallten aufeinander. Drei Derkehrsunsälle dieser Art habe ich nun schon mit ooraussehen müssen, ohne die Fahrer durch Zuruf noch rechtzeitig warnen zu können. Empfindliche Verletzungen und Materialschaden waren stets die Folge; Krankenhaus und unerquickliche Gerichtsverhandlungen das Ende.
Selbst Fahrer, muß ich scststellen. daß selten Un- achtsamkeit der Beteiligten vorlag. Nicht überall kann ein Verkehrsbeamter (ein Wie wäre es mit Ser- kehrsspiegel, Warnungstafeln ufw.. wie Wetzlar es so vorbildlich durchführte?
Walltor, Ecke Mühl- und Bahnhofstraße, Ecke Goethestraße und Südanlage z. B. sind wiederholt Schauplatz von Verkehrsunfällen gewesen, und auch da bedarf es dringender Vorkehrungen. Nicht lany. atmige Anträge und zeitraubende Lieferfristen, son. bern schnellstes Zupacken tut not, um weiteres Un- heil zu verhüten, das meistens Fremden, Stadtunkun- bigen zustößt. Denn ihnen kann die Verkehrssrequenz an jenen Gefahrpunkten des Gießener Straßenverkehrs ohne Vorhandensein von Warnungsschildern ober dergleichen unmöglich bekannt fehl.-*- W. K.
Kunst und Wissenschaft.
(Eine Entschließung de» Deutschen Studentenlage».
Wie Berliner Blätter aus Danzig melden, hat der 11. Deutsche Studententag am Montagabend einstimmig eine Entschließung angenommen, in der betont wird, daß die Studentenschaft, trotz der Ablehnung des preußischen Staatsministers entschlossen ist, die st u d e n t i s ch e S e l b st v e r w a l - tung in Preußen sortzusegen. Die auf dem föderativen Gedanken aufgebaute Würzburger Satzung, die unverrückbare Grundlage für den groß- deutschen Zusammenschluß der Studentenschaft, schließt jeden Druck auf die auslanddeutschen Studentenschaften aus, ihren Aufbau zu ändern.
geschäftliches.
15 000-Reichsmark-Jubiläumsgabe.
Anläßlich des 25. Herstellungsjahres der bekannten 5-Pfcnnig Zigarette S l e i p n c r veranstaltet die A. B a t s ch a r i Zigarettenfabrik A. G., Baden-Baden ein Jubiläumsausschreiben. 15 000-Reichsrnark Bai preise sind für treffende Urteile über die „Sleipner Zigarette" ausgesetzt. Alles Nähere finden unsere Leser in der heutigen Anzeige.
Letzte Nachrichten.
Schwere Bluttat in Frankfurt
Jranffurl a. 211., 1. August (U3IP. Dtabl- bcrldjf.) 3n den Räumen des Frankfurter IDarcn- vcrbande» in der Friedensstraße erschoß der Geschäftsführer Schmidt nach einem oorauegegangc- nen Wortwechsel im Beisein de» Bücherrevisor» den Mitinhaber der Firma, Dr. Hamel, den Direktor der (Betreibebant Gleichzeitig verletzte er dessen Bruder, den Prokuristen Hamel, und einen Angestellten der Firma GrÜnebaumschwer. Rach der Tat machte er einen Selb st Mordversuch, wobei er sich ebenfalls schwere Verletzungen zuzog. Heber die Gründe der Tat ist nicht» Nähere» bekannt.
Oie Opfer der Dinkelscherbener Katastrophe.
München, 1.August. WTB. Funkjpruch. Rach ben bis zwei Uhr nachts getroffenen Feststellungen befanden sich in Dinkelscherben zehn Tote:
1. Haller, Holzhändler aus Stuttgart;
2. Bartel. Clemens, Schloster aus Wolfratshausen;
3. Manges, Jakob, Schustermeister au» Eschenbach (Bez.-Amt Sünsheim);
4. Salzher, fünfjähriges Mädchen aus Söflingen bei Ulm;
5. 5) o 11 m a n n aus Schliersee;
6. Rummelsberger aus Miesbach.
7. Hötzmann, Prof., (Geistlicher?), Herkunft unbekannt;
8. -10. bisher noch nicht feftge teilte roeiblube Leichen von etwa 60, 40, bzw. 25 Jahren.
Im Krankenhaus Zusmarshausen sind ihren Ver- letzungen erlegen:
11. Pieyl. Joh., Bergmann aus Miesbach:
12. Schenk, Oberlehrer aus Weinheim a ii d e r Bergstraße.
Im Krankenhaus Augsburg sind geftorben: 13. Ambros, Johann, aus Schliersee; 14. Rehm, Ehemann, aus Stuttgart.
Auf dem Transport in das Krankenhaus in Augsburg sind verstorben-
15. Wiedemann, Josef, aus Augsburg;
16. ein unbekannter Mann mit einer Fahr- karte Vismaringen'München (Cimbrunner?)
Berlin, ti ftuli
f
BcehiotexL
167.9b
III. M 59.03 3.415 111,61 bO,6J 68,61 13.37 73,75
TTTT 168,M 23,08 111,97 49.37 2,565
113.12 81,01
68,89 12.1.2 79.05
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. U Telegrap hllch« 2! u Qo b 1 u n q.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Sie bin.« ben Pari««, „ng.iübttcn 3W«n geben die Hobe b« »uieg. betoloHenen «inibenbe an. - MtSbantbitton. 7 P«z«n.. Lambarb« 8 Prozeß
HranjöttsHc 'JJoten......
rodänfcddbe '.Koten .... Htallenritfie Violen......
Norwegische Noten......
Deutsch Qrsteer..5100 »tonen iRnmanHdit Noten......
schwedische Noten......
Schwerer Noten.......
Spanische Noten...... •
Tichechi-'lowaktschc Noten . - Ungarische Noten
Jrankfurt a.W.|
Berlin
Schlud-: I'Uhr. Sur» 1 Äur»
SchUch Aur*
Anfang Aur«
Datum:
31.7. 1.8.
| 31. 7.
1. 8.
Phlltvv poljm.uu, . . . t-eibdbetger Ccment . . (Scment Sadftabl . • » SagB A streilog ....
«chullheio Patzen Hofer . ................
Ler. Slantzftoii . . . • Vemberg.......
HeOftoft «aldbos . . . anmpfl entboHenf>uia - Cb-nloitfntmrgtt voner fcilauc* Lat.....
Tmriier vlotore» . . • Tfmofl ..... •
?iNa®erie »lese* . . -
Lutz», ..........
Nat. etiüemeMl ...» rtenftem * Hofpet . . ^rondarb Tietz . . . .
.
•
. ?
10 . s
10
15 it
14 13
13
. p . 0 . o . 5
10 . 0 . 6 . s . 0 . fr
11 . 0 . 4 . 8 . 8
m . i . -
138.4 , - ! 137.5
lf 7
U0.25 112,75
190.76 293
218
101.5 , 104
121.5 . 121,5
S i 1 SSÖ. i L i 1 -L l 1 i s
tu
HS 569 293
129
IW. 5
IU3.75 55.6
Ui.5
81 254.5
ymnafrWflum . .
Mai ilnnen . chrttzoer.....
veai'aeoftaedi . . ilunobanl. . . « • i?ed>nwdt. - «
M atnkastwer» . • ............ Sitadulmer . . . Beter» Unton . . . (Hebt, flott« . . . Ipoigi e Haetfn« . eebb. äntfrr . . .
• •
•
1 »Mil l 1 i £ । -23^3 1 8'".
IJ8.4 —
2
-
Zrantzfnrt a. T? 1
Berlin
!
JtanMurl a. SR. |
•Berlin
Schlub-l Aur»
-Uhr- Aue»
Sd)lu6>| Aur»
Anfang Aur»
Schlub-,
Aur» 1
1-Uhr- Aur»
Schlich'. Anlang Aut» 1 Aur»
Dalum
31.7. 1.8.
31.7.
1.8.
Tatwn: |
31.7. | 1 8-
31.7.
1.
8.
73 »1
■o .5
55 25
39 .5
75
25 .5
34 .5
35
25
23 .5 .5 25
75
21 75 .5
42
r- .5 1.5
,5
.5
5,9 4.6
RHthMnlflht o J'.*v7 . . »i. einl.-iÄbtoMSdlulb mti Bufr los^flechlen.........
Tool, ohne Ütuslol.-Rechte . . . 7% Qarnfl. Pvv.-VI. »pibOf. un- tünbbax Mi 1932.......
*H% KbdmlAc Huv.-B°nt Ltqu.- Goldv!............
ft.tt.9). abfl. SSntfr'eg^-CbliQaticn., tidiablbac U«33.....
4% Schwei,. iPuntv'b ■4nl.. . . 4% OeNerrrtchisch« »olbrtt.. . . 4JO% Oflttt. eltotnlc.....
4% CeOcndd). etnbdtl. 9Nt . . 4% Ungarische Volbric......
4% Ungar» ch« Siaattr. v. 1810 . 4h% «efll. von 1913.....
4% Ungarisch« Kronrnrie.....
4% türt AoNanleide v. 1911 . . 4% LürMche Bagdadbada->nl., Gerlr 1 .........
4% brtflL Serie II.......
4% Sumilnen (onfrfti. tRff. . . . 4'i% Rumänen ü'.'lbanL con 1918
«Uz. DeuNche Etseo'^dn . . 4H Qunbueu-Äment» <afrt . . . fr Vamb.-'SÜt'am. i acirffd). • . f* Paula Damplickch.....10
Viorddentscher Ltovd.....fr
Stlstz. Deuilche Lredlianll. . . 10 Sanier Bank»«rein .... 10 Otdinci t'antxL4nfleni<6. . • H Commtrj. und Pnrat-Bank. L Darm», u. «aktonaldan! . . 11 reutsche vant .....in
riUonio-Vesellildasi Uni-. . H Dresdner Bank .... U viineideul'ch« «rediidmU . .
iReiainiant ...............H
87.25 61.2
17 13
1
10,75
11
10
162,75
153.6 137
142.5
180.5
IM 163.5 167.5 164.75
U3 281
gt c - v i — X S *-»
I .'. «äi । । k । i iiii i i 11 i i 11 i i i । ' 2 '
87.5 1
61.2
17.13 -
30.7
3,3
25.6.'
30.5
1.85
10.3
11
10,25
22.13
16.1.35
191.5
152,9
lJb.65
142.5
416
180.5
464,5
163
157.5 164*5
200.3 149
<81.fr5
। 5» । » । । M iti11। i5i । 3''^222^212-^32 - - Ä 2 - z 3S
.................8 Bergmann.....
ttiettx. Lieferungen.....1°
Lickt unb ftraft......1°
sielten » Smlieaume.....fr
Wf|. |. (riehr. Untere.....w
Hamb. 6totkr. Serie «... 10 Rhein. Elektr. . . .«•••• 0 Achtes, irlektr. ...■••• 10 vidiudcn..........i*
Siemen« » Hallte . . . • • 12 T ranfrdbio ........ fr Lavmeoer »Lo.. ..... 1"
Sn beruf.......... 5
Deutsche Ctbdl.......6
Wiener --temtohle......fr
KelsenUrchener ... |. H 3- 4 rarpener ......... fr Voesch tonen. ....... fr 31 le Bergbau ...... ..8 glcdnenverfe ........1 »bln-flruefien. ...... .9 i'tannefmann ........ 8 iQoitolelbet.........7
C berichles. »lenb. Vedors ... 5 CberiAlef. RoMroertr ... fr Yttonir verada i......6%
Rbeinilche 8 raun fohlen ... 10 flhetafiabl 1.
Mebed Montan......7,S
Veteteieie feiablm......<i
t tarn Säuen ...... t »t »oh eiis-r4le»eii.....w
Sali fc>eftr.eae>n ...... 1' Reltwert ^aljbetfetl ... 15
3 0». Zarbe»-3ovustM ... 1- 7 n^ent -.Hubel . ...... b Ai'-beonHal* . ..•••••(
■* -Idschmtoi . ....... b "ura - -Tfe........e
MetaNgeieUichaft......11
172
212 13«
255
357.6
174
82
136.5
133
14«. c
235
134.5
109,75
90.75
275
139.5
'.»3.4
249
43b
«8.6
205 !N
101
172.75 195
814,26
196 J61
et
137.25
134,5
135.9
110.75
92.25
219.0
93.5
251 254
261.5
.05,75
104.9
194
172
193
168
211.75 .
189.25
255 . 26
156
151
836.5
194
358
144
81.75
136. A
119
133
145
130
232.5
119.5
185.75
134.tj
106.75
104
Il8.?u
91
273.6
139.25
153
93.9
47.13 24»
252. -j
436
258.4
94.75
103.5
1
1 1
212
L
151 m- 360.
83.
137
1
l 235.
Ufr
135 IN. Ufr.
91. 27«
94
1
35t
9i 1»
1. fluguft
31. galt
Amtliche gtottentna tltir, Bru-
amtliche Notierung '*eto <*ritr
Smft.» Stolt Bum. Itrd Brss--?tnlw IfbrHHanto flppenbaotn iruxfbPlm . Helsuustors- Qiolten. . - London. . . VteuBorf . - Porto. - - - «chwetz .. CpenteH . . Farxui . - - Zito de (ton Bten t»T - Ceft- abfltft Vraa . . - - «etjrab . - «ndavel» . . Bntjcrton ytfiabon Tanzto. . . .yonft.wtm. ettee- . .
Caxaba llrn naö ■ Un - - •
R37zi 135733
L7U4 I,.6fr
>8.21 58,33
ni.69 in.ui
Ul.76 111.98
111.92 112.14
10.429 10,549
21.895 21.955
4.184 । 4.1925
16,315 16,415
»0.565 60,7/5
! i».0O
I.89J , 1,695
5.498 0.560
59,06 i 69,18 12,404 12,424
7,3-8 7,372
72.90 73,04
3,047 3,03.
18.73 18.77
bl,29 81.to
2.130 3.134
5.415 5,425
4.183 4.191
4.281 4,289
36.84 20.M
168,15 1,765
58.215
111,72
111,74
111,98 10,53 -1,89
20,32
4,1855
16.275 60,5b
68 81
0.498
■»9,07 U.^üb
7.358 71,91
3,022
18.73 81,28
2.131
5.415
4.18-3 4.281
20 34
168,49
1,76» 58,345 112,94 111.98 112,20
10,55
31.04 20,36
4,1935 10.415
80,72 68.
1.90.* 5.500
59.18 12.42b
7,371 73,05
3.028 18,74
81,44
2.135 5,425
I 4.191 1 4.289
| 20.86
Berti». 31 JuU
»elf
eunertfinnttte tftoee.....
17164
ITTm
^etsstche Note« ......
5H.1Ü
58.59
Danriche No«« ........
111,5*
112.03
S«tzlstche flsta .••••••»
20.3J
20.37
tri ch«?
v»
.’M 001 feinen ej jifoig« ’ 5et5l,! sstchrist. ndjuw ■ v"
Stantte
A
6ini
lii
Der i rate do: ben, ua Mrumfl mietet fr bahnunA' nicht m ab tun ft Zeit io ft Müiten w btt 6: rcrliegtn teimal se' muhten b werten, i alt und r hört mar baut wir traft mv tarnt $ quellen, lönnen, werten eisenda
Zu
Aeich» (tätigt fi die ijra hatte t‘ den, Dbt aitlfen in jtbtr fttllUn| Ittenfalli
unb tanr ihr nicht ritot S mehr M
es bani kritisiere ben Fel bahn, bi tvollte, u fiaben. I grunö zu spielt im. leine |o h wird, M ter J vollem Ut Haltung kann» nicht bit Untersml werden resormir samt«
Da ni Heparai todltunj «ich hm übrigen «ne äh &ug. 'ache, i um fei ’ontere ÄAu c Ehrend Kn D. HS 5er vei • ^deriic 7. notta bti Jätern
■»»i i
A Seiler S ÄS* S die 7-


