schen Reiche an. Außerdem gehören ihr 5754 Personen als Einzelmitglieder an.
** Dienfljubiläum. Die Angestellte, Frl. Fini St r a u ch, Schillerstraße 20, bei der Firma 3atob Heilbronner, Marktstrahe, kann am 1. August auf -in 25jährige- Dienstjubiläum zuruck, blicken.
•• Bon der Lahm Heutige Wasserwärm« der Lahn 21 Grad Ecstius
•* Straßensperrung. Dos Hessische Polizei- amt teilt mit: Wegen Rohrverlegungsarbeiten in der (Aorten- und Loberttraße Ist die L ü b c r st r a ß e ab gestern drei Tage für ollen Fuhrverkehr polizeilich gesperrt.
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
g. Klein-Linden. 31. Juli. In der letzten GemeinderalSsihung wurde der Dor- anschlag für das RechnunaSjahr 1928 durchberaten. Der Umlagenbedars war tnm dem Bürgermeister auf 30 000 DZ!, festgesetzt worden. Bei der Durchberatung der einzelnen Rubriken wurden vom Gemeinderat 3000 DU. gestrichen, so daß sich der Ilmlagenbedarf aus 27 000 DZ!, ermäßigt. Auf Rubrck 3 waren 800 DZf. eingesetzt davon wurden 300 Dtt. welche für Daum* Pflanzung und Düngung vorgesehen waren, gestrichen. Auf Rubrik 22 waren für den Standesbeamten 400 DU. vorgesehen, davon wurden 200 Dtt gestrichen. Für Errichtung eines Schwimmbades und Sonstiges waren auf Rubrik 24 1200 DZT. vorgesehen, gestrichen wurden 1180 DU. Die für Beschickung zu BerbandS- taaungen der Feuerwehr auf Rubrik 26 vorgesehenen 60 DU. wurden ebenfalls gestrichen. Für Unterhaltung der Kirche waren auf Rubrik 29 500 DU. vorgesehen, davon wurden 400 DU. gestrichen. Für Unterhaltung dec Grenzen waren 100 DU. auf Rubrik 37 vorgc-'ehcn, gestrichen wurden 50 Dir. Die auf Rubri! 61 eingesetzten 150 DZf. für Ausfertigung der Steuer» zettel, Aufstellung deS HebregisterS und Be^ch- nung der Steuer für 1928 wurden gestrichen. Der Rest in Höhe von 660 DU. ist aus dem Reservefonds entnommen, so das) dieser um 660 Dlarf gekürzt wird. Außerordentlich bemerkens» wert ist, daß das bei der vorjährigen Beratung deS BoranschlaaS in anerkennenswerter Weis« zutagegelegte Borhaben des Gemeinderats, für die Errichtung einer entsprechenden Badegelegenheit, die für unsere Sm» wohner und namentlich der Jugend so dringend nottut, Mittel anzusammelln — es waren bereits 2000 DZf. für diesen Zweck in Doranschlag gebracht - , bei der diesjährigen Beratung Schiffbruch erleiden mutzte.
Y Mainzlar, 31. Juli. Am vergangenen Sonntag machte der hiesige Frauenverein mit den übrigen Vereinen des Kirchspiels Kirch- berg seinen diesjährigen Ausflug unter Leitung deS Dekan« G uh mann, Kirchberg, nach Frankfurt a. M. Die Beteiligung» der einzelnen Vereine war aut, fo datz um 9 Uhr morgens insgesamt 160 Mitglieder in Frankfurt eintrafen. Unter Führung von zwei Mitgliedern des Evangelischen VolkSdiensteS wur!>en sämtliche Sehenswürdigkeiten ter alten Mainstadt eingehend besichtigt. Leiter verflogen die wenigen Stunden, die zur Verfügung stanten, allzu schnell; mit dem Gefüfll. einen schonen, erinnerung-reichen Tag verlebt zu haben, wurde um i/fi Uhr die Rückfahrt anaetreten. Herrn Dekan G u ß m a n n gebührt besonderer Dank für daS Zustandekommen ter ganzen Veranstaltung.
Treis a. d. L d a., 31. Juli. Gestern nach- inctag wurde der Schmiedemeister Kaspar Q e m- ri'e r von hier, ter ein Alter von über 81 Iah- rPi erreicht hatte, beerdigt. Derselbe war ter letzte hier noch lebende Mitkämpfer von 1370,71. Er stammte aus S>affenbaufen (Kreis Marburg) und hatte bei einem Kasseler Regiment gedient.
• Allenborf a. d. Lumda, 31. Juli. Dieser Tage hielt ter hiesige Spar- und Bors chuh- verein e. ®. m. b. H. in ter Gastwirtschaft zur Krone feine diesjährige erste ordentliche Generalversammlung ob. Die Tagesordnung umsastte folgende Punkte: 1. Gestattung des Geschäftsberichts für 1927. 2. Genehmigung der Bilanz 1927. 3. Beschlußfassung über die Gewinnverteilung. 4. Gntlaftung te6 Dorstantes. 5. Dornahn,e von Ersatzwahlen. 6. Vereinsange- legenh.'iten. AuS dem Geschäftsbericht tes Vorstandes ging hervor, dah die Kreditgenos enschaft auf ein befriedigentes Ergebnis tes abgelaufenen Geschäftsjahres zurückblicken kmm. Der Geschäftsverkehr war auf allen Konten ein lebhafter. Die 3aM ter Mitglieder stieg von 265 im Vorjahre um 17 auf 282. Zn Beanstandungen gab ter Geschäftsbericht keine Veranlassung. Rach Verlesung ter Rechnung und Bilanz wurden diese genehmigt und tem Vorstände Entlassung erteilt. Die Bilanzsumme betrug 324 332 DZf.. umgesetzt wurden 4 806 406 Mk. Die Geschästsguthaten betrugen 10 845 Mk. Di« Haftsumme stieg von 397 500 Mk. im Vorjahre auf 423 000 Mk. Die voraenommenen Srfatzwahlen ergaben die Wiederwahl ter beiten auSfcheidenden Auffichtsrats- mttglleter ObervermessungSsekretär Eberhard Lotz II. und Bauunternehmer Jost Benner von hier. An älteren Spareinlagen wurden auf- gewertet zusammen 131902 Mk. Vorstand sowohl als auch AussichtSrat gingen bei der Auswertung von tem Grundsätze aus. den Einlegern in weitestem Matze Rechnung zu tragen. Zur Auszahlung tommen 19 Proz. ter errechneten Gold- marflunune. Allgemein tourte die gerechte Durch- snhrung ter Auswertung von ter Versammlung anerkannt. Dah ter Spürsinn wieder mehr geweckt wird, zeigt die fiele Zunahme der Einlagen. 'Diese betrugen 101243 DU., wovon allein auf daS abgelaufene Geschäftsjahr etwa 55 000 Mk. entfielen. Die Versammlung wurde in Abwesenheit des Vorsitzenden des Aussichtsrats durch den Direktor Lotz geleitet. Die Genossenschaft ist eine ter ältesten in Hessen, sie blickt in 1930 auf ein 65jährig«S Bestehen zurück. -- Der hiesige Kr i«. aerverein. ter unter tem Vorsitz des Lehre rS Strack einen erfreulichen Aufschwung genommen Hot, hielt gestern sein diesjährig erste« Preisfchießen ab. GS wurden durchaus gute Resultate erzielt. Weitere Schietzen sollen ' am 5. und 26. August sowie am 2. September d. Z. abgehaltcn werten. Wertvolle Preise stehen zur Verfügung
I. Queckborn. 31. 3iril. Wieder «in neuer, diesmal leider tödlich verlaufener U n - glückSfall ereignete sich in tem Hellkops dem von ten Bakoitwerken ((frefkn) brtriften' L'ernbruch <tn ter Straße Hrmg^i merg Während ter 26 Iahr<- alle txrfy r.uete beiter Karl Graulich von Lauter unten n
Steinbruch beschäftigt war, begann man zu gleicher Zeit mit Ab rä umarbeit en an ter Ober» > lache Ber tem Wearäumen ter Erd- und Schuttmafsen kam ein schwerer Stein ms Rollen, ter mit größter Wucht in den tiefen Steinbruch sauste und den genannten derartig am Kopf« traf, datz der Tod eintrat. Der fo jäh umS Leben gekommene hinterlätzt eine Witwe und ein Kind von noch nicht drei Monaten.
• Bellersheim 31. Juli. Dieser Tage tourte unter Gemeinderechner i R. 5> e in r i d) Schweitzer, ter em Alter von 81 Zähren erreichte z u Grabe getragen. langem bewegte sich kein solch grotzer Trauerzug durch unser Dors, war doch jete Familie vertreten, und auch von auswärts erwieseu ihm viele die letzte Ehre, cm Zeichen dafür, welcher Wertschätzung sich der Verstorbene erfreute. Beinahe 30 Zähre hat er mit 2reue und Gewissenhaftigkeit das Amt des Gemein Rechners bekleidet, big ihn geschwächte Gesundheit vor einigen DZonaien zwcmg, diese Tätigkeit jüngeren Kräften zu überlassen. Auch die UntererbeteMlc fat er eine Zeitlang geführt. - Unsere l. Le h re rwo h n u n g genügt schon seit Jahren nicht den Anforderungen, die man an sie stellen mühte. Durch die mit Ente des Schuljahres erfolgend« Pensionierung des 1. Lehrers und durch die Versetzung teS 2. Lehrers wird über kurz oder lang eine Reubesetzung der betten Schul stellen erforderlich. So hat eS sich aklS notwendig erwiesen, vorher die Wohnungsfrage zu regeln. 3m Einvernehmen mit dem Kreisschulanrt. tem KreiSbauarnt und ter OcmcinteDettretung hat die Markgenossenschaft, die gesetzlich zur Rinderhaltung ter 1. Lehrerwvh- rtung verpflichtet ist, in Erwägung gezogen, die jetzigen Schulsäle in ter Mittelburg alS Lehrer- wohnnng auszubauen und in et nein Anbau die beiden Schulsäle unberzubrkngen. Gin endgültiger Deschäuh ist noch nicht gefaßt Wochen.
n. Großen-Linden, 31. 3uüi. Hiesige Turner nahmen ten Wettkampf auf dem 14. Deutschen Turnfest in Köln mit Erfolg auf. Zm Zehnkampf wurde ter 20jährige Richard Seth 26. Sieger bei 450 Bewerbern und im Fünfkampf Fritz Weitershaus 27. Sieger bei 2300 Wettkämpfern. Der Gau Hessen stellte eine zwölf Mann starke Gauriege. Zwei hiesige Turner, der obengenannte Richard Seth und Karl Kehler, gehörten zu dieser Riege. Wenn man bedenkt, dah u. a. Sie Städte Marburg, Gießen, Friedberg, Bad-Rauheim und Wetzlar zum Gau Hessen gehören, so kann man sagen, dah die hiesigen Turner nicht an letzter Stelle stehen.
Kreis Friedberg.
CO Nieder-Florstadt, 31. Juli. Der Voranschlag der Gemeinde für 1928 liegt zur Einsichtnahme offen. Er schließt in Einnahme und 2Iusflabe mit 198351,48DZf. unb weist einen Umlage« bedarf von 28 200 Mk. auf. Da sich die Umlage gegen das vorige Jahr um 1200 Mk. erhöht, beschloß her Gemeinderat die Erhöhung der Grund- st euer auf Gebäude und Bauplätze von 22,75 Pf. auf 25 Pf., auf land- und forstwirtschaftlich genutzte Fläche non 49,85 Ps. auf 52 Pf. je 100 Mk. Steuerwert. Die Sonderoebaudr- (teuer wird von 36,7 aus 37,43 auf 1 Mk. staatliche Sondergebäudesteuersoll erhöht. Die Ausschlagsätze für gewerbliches Betriebskapital und den Oe- werbeertrao werten später festgesetzt. Die Grundsteuer an Gebäude und Bauplätze bringt 3582 Mk., an land- und forstwirtschaftlich genutztem Grundbesitz 18 633 Mk., die Sondergebäudesteuer 4049 Mk., der Rest entfällt auf Steuern der gewerblichen Betriebe. Die wichtigsten Posten in Einnahme sind Ge- bäude mit 3563 Mk., Grundstücke mit 14 335 Mk., Waldungen mit 16 510 Mk., Gemeindesteinbruch mit 95 000 Mk., die in Ausgabe Waldungen 13172 Mark, Steinbruch 91 060 Mk., allgemeine Verwaltung 11 179 Mk, öffentliche Gesundheitspflege mit 3675 Mk., Schulen mit 4270 Mk., Straßen mit 4991 Mk. und Landwirtschaftszwecke mit 5939 Mk. Bei der Durchberatung beantragte der Gemcinderat Erhöhung der Einnahmen aus dem Steinbruch von 94 000 auf 95 000 Mk., aus Wasserversorgung von 4107 auf 4517 Mk., Herabsetzung der Gehälter des Bürgermeisters auf 3800 Mk., des Gemeinderech- ne re auf 2500 Mark, des Bureauschreibers, des Polizeidieners und der Feldschützen auf je 2200 Mk. Die dadurch erzielten Ersparnisse betragen 8680 Mk., davon 3010 Mk. durch Erhöhung der Einnahmen. Die Umlage erniedrigt sich durch diese Anträge von 37 000 auf 28 200 Mk.
Kreis Büdingen.
Y WeningS. 31. 3uIL Heute früh hat sich der 22jährige Albert R u v p e l, hier, beim Holzsägen mittels Kreissäge die fünf Finge r der linken Hand abgeschnitten. Der Verunglückte wurde sofort dem Gederner Krankenhaus zugeführt. Ob die Hand erhalten werten kann, ist noch sehr fraglich.
)( älsenb orn, 31. ZM. Zn Kürze wird Pfarrer Werner untere Gemeinte verlassen, um die ihm übertragene Psarrstette in Rieter-Wollstadt zu übennhmen. Untere lanteS- kirchliche Gemeinte sieht ihren langjährigen Seelsorger, ter fast 14 Zahre in größtem Segen hier wirkte, nur mit tem allergrößten Bedauern scheiten. Richt nut alS Prediger und Kanzel- rcfrncr. ter seine Zuhörer immer in die Tief« tes göttlichen Wortes zu führen wußte, sondern auch als Seelsorger erfreute sich Pfarrer Werner infolge feinet allezeit freundlichen Wesens, sowohl biet alS cud? in ten Gemeinden Bergheim. Gelnhaar und Bindfachlen, die er in ter Kriegs- unb Rachkriegszeit jahrelang mit ter größten Hingabe verwaltete, bei allen Gemeinteglietern her größten Beliebtheit. Sein« Tätigkeit reichte jedoch weit über die Grenzen feiner Pfarrei hinaus. Seit dem Tod von Plärrer Wilhelm. Bleichenbach, stand Pfarrer Werner in aufopfernder Tätigkeit dem ErziehungSverem tes Dekanates Büdingen vor und leitete zuletzt auch noch ten evangelischen Wohlfahrts dien st teS KreiseS Büdingen. Außerdem war er Schriftführer tes Zweigvereins Büdingen ter Girftav- Adolf-Stiftung und hatte daS Amt eines Vertrauensmannes für die Innere Mission im Dekanat inne. Dte heften Wünsche seiner bisherigen Gemeind« begleiten ihn und seine Familie nach * einem neuen Wirkungskreis, um tem er sich m Interesse ter weiteren Erziehung feiner Kinder beworben hat.
]:f A u S dem Bl eichenba chl al, 31. Juli. Zn d,efen Tagen tourte mit tem Schnitt btt Gerste und des KorneS begonnen. Leiter iR ter Ertrag ter Körner sehr mittel» | mäßig, da h er fett ungefähr vier Wochen kein I Regen war. Auch Weizen und Hafer könnten I "och Feuchtigkeit gebrauchen Sehr nötig ist er | *ür tee Hackfrüchte, Mt sehr mager und I hungrig auf tem Fekte stehen. Mt Diesen sind
MiWtMsMti erfordern stets eine forgfältige lertgebung und Sagaus Rettung. Gute Satzleistungen sind nur erreichbar, wenn di« Anzeigen MW genas cnlgegeden werden. Der Annahrnefchluß für alle Anzeige», hn Gießener Anzeiger entsäM auf den Nachmittag vor der Ausnahme. Empfehlungs- enzeigen müssen, je nach Umfang und Satz- fchwierigsteilen, zwei bi» drei Tage vorher bestellt jein. Nur mit Sorgfalt und dem notwendigen Ieitaufwand gefetzt« Empfehlungen
Win Den ermKleg erfolg!
rotgebrannt, besonders die nach ter Heuernte mit Pfuhl gedüngt wurden. Im großen ganzen steht alleS im Zeichen einer sehr schnellen Rotreife.
Kreis Scholien.
• Gedern, 31.IM. Zn ten Konfirmandenunterricht, ter m dieser Woche seinen Anfang nahm, tourten 26 Konfirmanden ausgenommen, und zwar 15 Knaben und 11 Mädchen. gegen 43 im Vorjahr (24 Knaben und 19 Mädchen). ES ist der erste Kriegsjahrgang. woraus sich die starke Abnahme ter Zahl erklärt. Der fcicriidr Srösfnungsgvktesdienst des Kon- firrnandenUnterrichts fand am letzten Sonntag statt. — Vor einigen Tagen konstituierte lich hier eine Freiwillige DanitStSkolonne vom Roten Kreuz, deren Gründung durch einen Lichtbil te rvortr ag tes Hauptmanns a. D. Lot heißen (Darmstadt) angeregt worden war. Der Kolonne, deren Bereich sich aus Gedern und .Umgegenb erstreckt, traten 23 Mitglieder bei. Zum geschäft-führenden Vorsitzenden tourte 6er Vorsitzende des hiesigen Zweigvereins vom Roten Kreuz, Hvfprediger Widmann, gewählt, zum Kolonnenarzt ter praktische Arzt Dr. mcd. Bach, zum Kolonnenführer Vorarbeiter Friedrich Wilhelm Bailer, zum Kolonnenführer-Stellvertreter Bäcker Heinrich Deckenbach II. Mit tem älnterricht und ten praktischen Hebungen soll in aller Kürze begonnen werden, sobald die Genehmigung und Anerkennung der Kolonne durch den Hessischen Latches verband vom Roten Kreuz erfolgt ift Letzterer hat sich bereiterrlärt, die Kolonne mit den erforderlichen Hn.errichlSbüchem, AuSbkldungsgegenstänZien, fotoie mit einem ©eite betrag zu unterstützen.
* Sichenhausen, 31. Zull. Der diesjährige Jugendtag war auf einen Sonntag verlegt worden, damit sich auch die Ellern an dem Fest beteiligen konnten. Unter Dorantritt einer Musik kapelle marschierte man durch die Straßen unserer Gemeinde. Insgesamt schätzte man die Zahl der Teilnehmer auf 700. Nach dem Besang des Liedes „Das Mandern ist des Müllers Lust" spielte die Musik einen flotten Marsch, worauf Lehrer Nies von hier eine kurze Begrüßungsansprache hielt. Es folgten dann frohe Lieder und muntere Spiele. Wettkämpfe wecyseltcn mit Gedichtoorträgen. Ein Nixen- und Zwergenreigen, sowie ein Hans-Sachs- Splel „Der fahrende Schüler im Paradies" trugen zur Erheiterung der Feftteilnehmer bei. Es folgten Kletterübungen, Eierlauf, Verlosungen und Belustigungen verschiedenster Art. Nach mehreren Stunden fröhlicher Stimmung rüstete man zum Abmarsch im Bewußtsein, einen schönen lag verlebt zu haben.
• Herchcnhain, 31. Juli. In diesem heißen Sommer ist unserer hvchstgelcgcnen Hessengemcinde das Trinkwasser ausgegangen. Um die Wasserleitung zu speisen, wird vom nahen Hartmannshain das nötige Ouellwasier heraufgepumpt. Nur das Dater-Bender-Heim auf der Herchenhainer Höhe kann nicht beliefert werden. Der dortige Verwalter ist deshalb genötigt, täglich mit einem Faß ins Tal zu fahren und sich das nötige Trink- unb Waschwasser hinaufzuholen.
Kreis Alsfeld.
-er. Homberg a. d. Ohm. 31. Juli. Am vergangenen Sonntag früh begab sich unsere Schützengilde (Kleinkaliber-Schühenverein) nach Lauter bei Grünberg. Der dortige Schüyen- verein hatte zum MannschaftSvergleichs- schießen, verbunten mit Preisschießen, ein« geladen. Jeter Verein stellte eine Mannschaft von sechs Schuhen. Geschossen wurden neun Schuß freihändig in den drei verschiedenen Anschlags- arlcn, wobei die hiesig« Gilde als erster Sieger mit 480 Ringen hervorging. Gleichqeitig wurde beim MannfchaftSschießen die Einzelhöchstleistung besonders gewertet: diese erzielte unser Schutze Friedrich Goßfelder mit 87 Ringen. Hieran anschließend sand daS Preisschieyen statt, bei welchem di« hiesige Gilde gleichfalls gut «bschnitt. Fünf ter ersten Preise konnten unsere Schützen bei ter am Abend erfolgten Preisvertei- lung in Empfang nehmen, darunter auch den ersten Preis, ten Schütze Daniel Becker errungen hatte. Für MannschaftS- und Einzel» höck^tleistung fernen dabei Urkunden unb «in Geldpreis zur Bert«ilung.
(Starkenburg.
WSR. Darmstadt. 31. Juli. Gestern weilt« der DZozort-Gefanaverein Reuvork. bet an hem Deutschen Bun d e S sä n g« rf e st in Wien teilgenvmrnen hatte, zu einem Besuch in unserer Stadt. Ilm 11.07 ilRr trafen die Sänger mit ihren Angehörigen in Darmstadt ein, too fit von Bürgermccktcr Mueller und fon- stigen Vertretern ter Stadt Darmstadt herzlich willkommen geheißen wurden. Abends waren die arnerikanifchen Sänger mit ihren Damen Gaste unserer Stadt auf dem Oberwaldhaus. Bürgermeister Mueller hieß in einer längeren An- Äbie Gäste herzlich willkommen. Der Shren- nt der Vereinigten Sänger von Reuhork, Henning Minte. dankte mit warmen Worten für die herzliche Begrüßung, die ihnen in ihrem Heimatlande zuteil tourte. Unter musikalischen und gesanglichen Darbietungen verflogen die Stunden nur allzufchnell, und man trennte sich m dem Bewußtsein, haft deutsche Sängerbrüder in der Heimat unb im fernen Land «in eng#» Bond .lmfchkleßt
preuhen.
Kreis Wetzlar.
Z Oberkleen. 31.Juli. Die Firma Glätzner, Stichel & Es zu Butzbach Hal mit tem beutiaen lag« ben Betrieb in Dem hiesigen, von der Bemeino« Obtrflten gepachteten Saltsteinbruchin vollem
Umfange wieder mtfgtntnmnen. Durch dke rmrütef* gehende Stillegung des Bruches waren 30 Arbeiter aus ter hiesigen unb der benachbarten Gemeinte Ebersgöns einige Wochen arbeitslos.
■0* Lützellinden, 31. Juli. Die Kreisstratz««- verwoltung läßt gegenwärtig die In ihrer Unter» Haftung befinbliche Derbinbungsstraße von h ie r nach Klein-Linden auf einer längeren Strecke bis nahe an bic preußisch-tefsische Bemar» kungsgrcnze neu cintetfen. Während ter Instante setznnäsarbeiicn ift bi« Straße ntm der Abzweigung nach Allenborf a. b. Lahn ab für ten öffentlichen Verkehr gelverrt. Der Verkehr wirb über Allen- darf a. b. ß.—Alein-Sinten unb umgekehrt umge- leitet. Der zur Neueindeckuna erforderlich« schlag wirb au» oberhefsischen «leinbrüchen tezogen: die Walzardeiten werten von ter Firma Ttevdar Ohl (Limburg) ausgesiihrt.
O DolpertShaufen, 31. Juli. Am vergangenen Sonntag fand hier im Freien bei ter Kirche daS diesjährige M i f s r o n s f e st statt, das sich bei gutem Wetter eine« zahlreichen BelucheS erfreute. In tem Festgottosdienst hielt DZlfftonar Lück. Herborn, die Festpredj^t. Weitere Festansprachen hielttn ter Ort-geistliche Pfarrer PIaff. VvlpertShaufen, Vsarrer H«i• der. Dorlar, und Bikar Starkebaum, Wetzlar. DZtfiionat Lück erstattete außerdem einen ausführlichen Bericht über seine langjährige Tätigkeit im Dienste ter Rheinischen Million auf ter Insel Rias. Zur Verschönung deS Festes trugen die Posauncnchbre von Groß-Rechtenbach. Rleterwetz und Wridenhausen und ter Gemischm Thor von Weitenhaufen, unter Leitung tes Dirt- qenten Bartb Weitenhaufen, bei. Die am Schluffe tes Festes erbotene Kollekte war füt das lOvjährlgr Jubiläum ter Rheinischen DZlfHon bestimmt.
-$• Aus dem Hüttenberg, 31. Juli Währe nb die Preise für feite Schlacht- schweinc in ben letzten Wochen einen merklichen Auckgang erfahren haben, halten sich bic Ferkel- preise fortgesetzt auf gleicher Hohe. Ferkel im Alter von 5 bis 6 Wochen kosten augenblicklich 18 bis 20 Mk, für 6 bis 8 Wocheti alte Ferkel werben 22 bis 27 Mk. geforbert, währenb altere litrt unb Läuferschweine entsprechend hoher bezahlt werden. Da in den meisten Haushaltungen die Futter- Vorräte stark zur Nelae gehen, müssen die fetten Schweine so schnell wie möglich abgesetzt werden, so daß die Schlachtschweine, für di« noch vor drei Wochen bis zu 70 Pf pro Pfund Lebendgewicht geboten wurde, jetzt mit 64 Pf. getauft werben. Obwohl immer wieder, auch von führenden Stellen auf die völlige Unrentabilität ter Schweinezucht bei diesen schlechten Preisen hingewiesen wurde, wird diese in unserer Gegend noch immer nicht in dein Maße eingeschränkt, wie bic» bei solchen Verhältnissen erforber(id) wäre. Zahlreiche ländliche Haushaltungen mit geringem landwirtschaftlichem Besitz, die in den Dortriegsjahren ihre Schlacht schweine bei ben Landwirten sausten, mästen trotz der hohen Futtermitteipreise, die sich doch zum großen Teile kaufen müsfen, ihre Schlachtschwem« ielbft und bringen sogar noch ein oder zwei Schwein« jährlich Aum Berkaus. So erfreulich die» auch in züchterischer Hinsicht ist, so wirb doch hierburch di« Konjunktur außerordentlich verschlechtert unb bl« Existenz ber eigentlichen Derufslandwlrle auf» schwerste gcfährbet.
Q Hochei heim, 31. Juki. SXc Verbret teruna i)er Verbinbungsstraße von biet nach Dornholzhausen, ter sogenannten .Kleebachtalstraße", bic im vorigen Jahre am Dorf- ausgange begonnen und bis zur Abzweigmig des Weges nach ter Kunstmühle forige! abrt tourte, ist jetzt aus ter reftlichen Strecke bis zur Ge- markungsgrenze Dornholzhausen beendet Worten. Die letzten Arbeiten teftanten in ter Ausbreitung einer neuen Kleinschlagdecke unb ten damit verbundenen Walzarbeiten, die Meier Tage durch die bekannte Damps walzen firm a Ohl (Limburg) ausgeführt wurden. Die übrigen Arbeiten tourten durch ten Bauunternehmer ® ü m bei (HörnS- hevm) ausgesuhrt. Die Kosten ter gesamten Arbeit belaufen sich auf mehrere taufend Mark. Das zur Verbreiterung ter Straße erforderlich« Gelände tourte bereits früher im Zufammeniegungsver- fähren der hiebg«n Gemeinte Mircb das Kuliuramt ausgewTefew
Aus dem Kreise Wetzlar. 31. Juli. Zur Ausbildung von HandarbertSIehrei
Me Volksschulen unsere- Kreises wird Me KreiS- verwattung in diesem Jahre wieder etnen sechswöchigen HandarbeiiSkursuS durch die KreishanLarbeitSlehrerin, Frl. Müller (Wetzlar), abhalten lasten. Di« Kursusieilnehmer müssen ein Dlmte ft alter von 18 Jahren erreicht haben; der Unterridyt wird ihnen unentgeltlich erteilt, ferner erteilen auswärtige, minderbemittelt« Teilnehmerinnen auf Antrag einen Zuschuß zu ten Verpflegunaskosten. Der Kursus wird am 18. August in den Räumen ter ehemaligem Herberge zur Heimat am Kornmartt beginnen.
3 Au» dem Kreise Wetzlar, 31. Juli Bei ter von tem KreiSz tegen z uchivereln vercmstakteten Lämmerschau wurden McDer« folgender Besitzer mit Preisen ausgezeichnett a) Docflämmer: Wilh. Fuhr, Büblingshausen. I.Pr 15 Dlf.; Ioh Greiger. Wetzlar, 2. Pr. 12 Dtt.; Wllh. Lang II., Hörnsheim. 2. Pr. 12 Mk.: Heinrich Zörb, Hörnsheim. 3.Pr. 10 Dlt; Friedr Blauert, Greifenstein. 3Pr. 10 Mk.; Anton Ohltz, Höms-etm. 3.^10^.; Wilh Kurz. DraunfeM, 3 Pr. 10 Dtt; Dor- fteter Droh. Stockhausen, lob. Dnerf. unb 5 DU.: W.lb Schmid i Stockhausen, lob Dnetf. und 5 Dtt; Friedr. Dlün ft er. Braunfels, je eine lob. Dnerf. und je 5 Dtt. b) Dluttetlänrrn«: enge I, Hörnsheim. 1 Pr. 20 Dtt; Jakob Kunz. AlbShausen, 2. Pr 15 Dtt: Anton Ohly, Hörnsheim 2. Pr. 15 Dtt.. Martin Walter. Wetzlar. 3.Pr. 10 Dtt; Louis Dolf. Hörnsheim. 3 Pr. 10 Mk: Friedr. Heuß. Burgsolms. 3. Pr. 10 Dlf.; Karl D«fort. Wetzlar, lob. Aneick, unb 5 Dtt; Heinrich Will. Aßlar, lob. Dnerf. und 5 Dtt; Heinrich Füller. Wetzlar, lob. Dnett. unb 5 Dtt
Dillkrci-.
• Diedertoeidbach. 31. Juli. 3m vorigen Winter wurde frier unsere Wasserleitung ferttggeftetlt. tee anfangs soviel Wasser lieferte, daß man den Plan ins Auge faßte, auch Me Ruchbavgemeinte Ahrdt mA Wasser zu versorgen. Run vertagt aber hie Leitung bei ter Trockenheit ter letzten Zeit vollständig Kaum bi« Hälfte des Wasserbedarfes für ben eigenen Ort tft vorhanden. Sv ist man also wieder gezwwaen, fein Wasser im eigenen Brunnen ober in tem ter Nachbarschaft zu holen. DcfonterS bedauerlich ist dies für bi« am Berge wohnenden Einwohner, bi« jetzt wieder ihr Wafstr große Strecken wett tragen müssen. Ob Z>w üwrfle ter Wafserlertu« nicht ausreichend, oder r*> ein Fehler m ter 9*


