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doch nicht mit dem Tango und dem neuen $oje zu vergleichen. Er ist lebhafter, man könnte sagen unruhiger. Der Boston seht auch mehr Tanz- technik voraus als der Fox und der neue Tango.

Wirtschaft.

Kreditbeschaffung der Reichsbahn.

Die Deutsche Reichsbahngesell­schaft bedarf zur Deckung ihrer Kapitalaus- gaben größerer Geldmittel. Da zur Zeit eine Ausländsanleihe für sie nicht in Frage kommt, das Interesse der Bahn sowohl, wie der Wirtschaft aber eine Verschiebung oder gar weitere Verminderung der geplanten Arbeiten nicht verträgt, wird ein unter der Führung der Reichsbank stehendes Bankenton- s o r t i u m der Deutschen Reichsbahngesellschaft die zur Durchführung des Beschaffungspro­grammes erforderlichen Mittel zur Verfügung stellen. Das Konsortium übernimmt zunächst fest 100 Millionen Goldmark Zertifikate der Reichsbank über Vorzugsaktien Serie V der Deutschen Reichsbahngesellschaft, ohne Restowi- dendenschein für 1927. im übrigen genau tote die Zertifikate über Vorzugsaktien Serie IV auszustatten, und legt diese baldigst zur ö f f ent- lichen Zeichnung ,3 um Kurse von 93,d Prozent auf. Gleichzeitig hat sich das Kon­sortium verpflichtet, innerhalb der nächsten Mo­nate nach seiner Wahl entweder weitere 100 Millionen Goldmark Zertifikate über Vorzugs­aktien oder 100 Millionen Goldmark Iprozentige Schatzscheine der Deutschen Reichsbahngesellschaft mit dreijähriger Laufzeit fest zu übernehmen. Das Reich garantiert die 7prozentige Ver­zinsung.

Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten im Januar. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungs­kosten (Ernährung. Wohnung, Heizung. Beleuch­tung, Bekleidung und »Sonstiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den Durchschnitt des Monats Januar auf 150,8 gegen 151,3 int Vormonat. Sie ist sonach um 0,3 v. H. zurückgegangen.

* I-G.-F a r b e n i n du st r i e. Cs sind in den letzten Tagen in einigen Zeitungen (nicht im Gieß. Anz.) bezüglich der ^lebersiedlung der Verwaltung der I.-G.-Farbenindustrie A.-G. nach Frankfurt a. M. Rachrichten erschienen, die als durchaus irreführend bezeichnet werden müs­sen. Von Seiten der I.-G.-Farbenindustrie ist bereits mehrfach erklärt worden, daß es sich lediglich um die Zusammenfassung des Farben­verkaufs in Frankfurt a. M. handelt. Von einer ^lebersiedlung von 1100 Familien nach Frank­furt a. M. kann daher gar keine Rede sein. Cs wird sich höchstens um 300 bis 400 Familien bzw. Einzelpersonen handeln, und unter diesen nur um einige wenige Herren in leitender Stelle.

" Phtlipps A.-G., Frankfurt a. M. Die Generalversammlung genehmigte den be­kannten dividendenlosen Abschluß. Von deut Reingewinn von 83 234 Mk. werden 59 710 Mk. zu Abschreibungen verwendet und der Rest von 23 710 Mk. auf neue Rechnung vorgetragen. Auf Anfrage wurde mitgeteilt, daß die Umsätze in den erften sechs Monaten des laufenden Iahres um 20 bis 25 Prozent gestiegen seien. Deshalb muhten die Fabrikationsbe..ände noch etwas er­höht werden, im Verhältnis zur Umsatzsteigerung sei jedoch die Anspannung nicht in gleichem Mähe gewachsen. Den größeren Umsätzen entspreche der Verdienst keineswegs, einmal infolge des Ab- schlagszahlungsshstems, dann infolge der großen Lagerbestände, die im Interesse der Fabrikats­güte unbedingt nötig seien. Die Bankverbindlich­keiten seien um 40 bis 50 Prozent zurückgegangen. Wenn auch wahrscheinlich ein angemessener Ge­winn im laufenden Iah re erzielt werde, sei ein« Dividendenausschüttung im Interesse der finan­ziellen Stärkung des Unternehmens noch nicht ratsam.

" D h ck e r h 0 f f & Widmann A. G., Bieb­rich a. Rh. Wie die Verwaltung der Dycker- Hoff & Widmann A. G., Biebrich a. Rh. mitteilt, steht sie den im Zusammenhang mit der Kurs­steigerung der Dyckerhoffaktien im Freiverkehr der Berliner und Frankfurter Börse aufgetauch­ten Gerüchten und der jüngsten Pressemeldung über eine wahrscheinliche Wiederaufnahme der Dividendenzahlung der Gesellschaft vollständig fern. Infolge der noch nicht abgeschlossenen Bi­lanzarbeiten sei ein Ueberblick über den Verlauf des Geschäftsjahres überhaupt noch nicht möglich.

Reue 8proz. Gold-Kom munal- Schuldverschreibungen v. I- 1 9 2 7 der Preußischen Central-Bodenkredit- A. ° G. werden in unserem heutigen Anzeigeir- teil zur Zeichnung angeboten. Die Anleihe ist

an der Berliner Börse kürzüch neu eingeführt und wird bereits amtlich notiert: letzthin mit 96 Prozent. Die Schuldverschreibungen sind aus- gefertigt in Abschnitten von 5000, 2000, 1000, 500, 200 und 100 Mk. und mit halbjährlichen Aprtl- Oktober-Zinsscheinen versehen. Der erste Zins- schein ist am 1. Oktober 1928 fällig. Die Zeich- nung auf einen Betrag von 5 000 000 Mk. findet statt bis zum 15. Februar, zum Kurse von 95,60 Prozent, abzüglich Stückzinsen vom Tage der Abnahme bis zum 1. April 1928. Die Ab­nahme kann in beliebigen Beträgen bis spätestens 29. Februar, eventuell aber auch schon sofort geschehen. Die Gold-Kommunal-Schuldverschrei-- bungen der Gesellschaft sind nach preußischem Ge­setz mündelsicher und werden von der Rei^s- bank beliehen. Der Antrag auf Beleihbarieit dieser neuen Ausgabe wird alsbald gestellt wer­den. Die Gesamtkündigung der Anleihe ist bis zum 1. April 1933 ausgeschlossen. Eine Aus­losung darf bis dahin nur in Höhe derjenigen Beträge erfolgen, welche aus die den Schuld­verschreibungen als Deckung dienenden Darlehen durch Tilgungsbeiträge bei der Gesellschaft ein» gehen. Die Tilgung der gesamten Anleihe muh bis 1. April 1958 beendet sein; sie ist auch durch Rückkauf zulässig. Bei einem Grundkapital von 18 200 000 Mk. waren von der Gesellschaft am 31. Dezember 1927 in Verkehr 80 408 768 Mk. Gold-Kommunal-Schuldverschreibungen, denen als Deckung 82 492 628 Mk. Gold-Kommunal-Dar- lehnsforderungen gegenüberstanden. Man beachte die Anzeige.

* Zusammenschluß in der Parkett- und Fußbodenindustrie. Die Süddeutsche Holzindustrie A.-.G., München, die Oberbayerische Parkett- und HolzindustriewerkcWrede" G. m. b. H. in München, die Hubertus-Säge- und Hobelwerke A.-G., München und die C. Ganzlin A.-G. Parkett­fabrik in Magdeburg haben sich zum Zwecke der Rationalisierung in der Fabrikation von Parkett- und Stabfußböden zusammengeschlossen und eine Aktiengesellschaft mit 1.8 Millionen Mark Kapital und Sitz in München gegründet.

RS^l. Vereinigte F a h r z e u g w e r k e A.-G. Reckarsulm. Wie Lpd. hört, werden der Ausbau und die Amorganisation der Be­triebe, entsprechend den Plänen in den nächsten Wochen sein. Die Motorrad-Fahrradproduktion usw. wird dann in Reckarsulm, die Automobil­erzeugung in Heilbronn konzentriert sein. Die Gesellschaft hofft bei entsprechenden Absatzver­hältnissen 1928 die Produktion von Autos auf ca. 20 Wagen pro Tag, von Motorrädern bis 2500 pro Iahr und von Fahrrädern auf 50 000 Stück pro Iahr steigern zu können.

* Hanomag, HannoverscheMaschinen- b a u A. G. Die Generalversammlung der Hanomag beschloß, den Reingewinn von 263 435 Mk. auf neue Rechnung vorzutragen. Nach Mitteilung der Ver­waltung ist der Auftragseingang sehr gut und der Geschäftsgang normal, so daß die Aussichten zufrie­denstellend beurteilt werden können. Trotz sehr schwerer Auslandkonkurrenz hat die Gesellschaft einen Auftrag auf 15 Lokomotiven mit Tendern jetzt endgültig von der siamesischen Regierung erhalten.

Kurseinbruch in Bemberg-Akiien.

Berlins Börse.

Berlin, 1. Febr. Die Anstrengungen interes­sierter Kreise, eine Geschäftsbelebung herbeizu­führen, waren anscheinend wieder einmal ver­geblich gewesen. Im Gegensatz zu gestern waren neue Kundenorders nur in ganz geringem Um­fange eingetroffen, so daß die Tendenz voll­ständig von den Dispositionen der Spekulation abhing und die Kurse uneinheitlich wer­den mußten. Rachrichten von Belang lagen nicht vor. Einem gewissen Mißtrauen begegneten die Reuemissionen der Reichsbahn, obwohl zur Beruhigung gesagt wird, daß die Cinzahlungstermine auf eine Reihe von Mo­naten verteilt werden, um eine Störung des Geldmarktes zu vermeiden. Der Geldmarkt war weiter angespannt. Die Kursverän­derungen an den Effektenmärkten hielten sich in Grenzen bis zu 1 Prozent, nur Glanz- stoff lagen schon anfangs 5 Prozent schwächer. Auch Harpener und Rheinstahl verloren zirka 2 Prozent. Heimische Anleihen behaup­tet. Ausländer eher fester. Anatolier und Bosnier zirka 0,25 bis 0,50 Prozent höher. Pfandbriefe überwiegend freundlich. Rach den ersten Kursen kam allgemein Ware heraus. Einen plötzlichen Kurseinbruch hatten Bern- berg aufzuweisen, die auf angebliche Abgaben vom Auslande 10 b i s 20 Prozent ver­loren. Hierdurch wurden die übrigen Märkte stark beeinflußt und Kursverluste von 3 dis 5 Prozent bildeten keine Seltenheit.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 1. Febr. (Eigener Draht­bericht des Gießener Anzeigers.) Tendenz: un­

sicher und schwacher. Rach etwas freund­licherem Vorbörsenverkehr machte sich zum offi­ziellen Beginn eine wachsende Unsicher­heit geltend, die zum Teil wieder auf die neuen Reichsbahn-Emissionen zurück- geführt wurde, obwohl die Einzahlungen auf eine Reihe von Monaten verteilt werden sollen, um am Geldmarkt keine einschneidende Wirkung herbeizuführen. Bei weiterem Fehlen der Privat­kundschaft war die U m s a tz t ä t i g k e i t der heutigen Börse wieder stark eingeschränkt. Die Spekulation nahm verschiedentlich Abgaben vor und ging trotz einiger anregender Momente nicht aus ihrer Zurückhaltung heraus. So blieben die neuen günstigeren Meldungen über die Freigabeangelegenheit ohne Einfluß auf die Tendenzgestaltung. Die ersten Rotierun­gen lagen nicht einheitlich, gegen die gestrige Abendbörse ergaben sich jedoch überwiegend Kursrückgänge von 1 bis 2 Prozent. An­geboten waren vor allem Montanwerte; Harpener, Rheinbraun. Rheinstahl und Klöckner gaben bei geringen Umsätzen 1 bis 1,5 Prozent nach. Rur Mannesmann lagen gut behauptet. Von Zellstoffwerten lagen Aschaffen­burger 2 Prozent und Waldhof 2,5 Prozent schwächer. I. G. Farben eröffneten gut be­hauptet. Auch Elektrowerte konnten sich überwiegend behaupten. Von Bauunterneh­mungen gaben Zement Heidelberg 1 Proz. nach, Holzmann dagegen gut behauptet. Bank­aktien bei stillem Geschäft wenig verändert. Rach den ersten Kursen schrumpfte das Geschäft auf ein Minimum zusammen, und die Kurse bröckelten zumeist bis 1 Proz. ab. Von he imi- schen Anleihen konnten Ablösungsschuld für Reubesih etwas anziehen. Von Ausländern bestand für Russen bei behaupteten Kursen weiter Interesse. Im Verlaufe wuchs die Lustlosigkeit und Unsicherheit. Man verwies auf den auch nach dem Zahltage noch ziemlich angespann­ten Geldmarkt. I. G. Farben wurden zu 258 Proz. angeboten. Am Geldmarkt stellte sich der Sah für Tagesgeld auf 71/» Proz. Im Devisen verkehr konnte sich die Reichsmark stärker befestigen, dagegen lag das englische Psund schwächer. Reichsmark gegen Kabel 4.1945, gegen London 20,4375. London-Kabel 4.8710. Paris gegen London 124,02, Mailand 92.05, Madrid 28,65.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 1. Febr. Tendenz: matt. Weizen ist sehr stark angeboten und findet auch zu den ermäßigten amtlichen Kotierungen nur wenig Absatz. Die Käufer sind in Erwartung noch weiter zurückgehender Preise sehr zurück­haltend. Roggen ist verhältnismäßig wenig an­geboten und zeigt kleines Geschäft. Braugerste liegt etwas schwächer. Das Mehlgeschäft ist wei­terhin außerordentlich ruhig bei abbröckelnden Preisen. Alle Futtermittel, auch Weizenkleie, lie­gen stiller. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs, 24,75 Mk.: Weizen 2, gut, gesund, trocken bis zu 3 Prozent Auswuchs, 23,2523,50; Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit, 22,7523,25; Roggen 24,50; Som­mergerste für Brauzwecke 27,5029,50; Hafer, inländischer 23,5024; Mais (gelb) für Futter­zwecke 21,7522; Mais (gelb) für andere Zwecke 22,5022,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 36,5037; Roggenmehl 33,5035,50; Weizen- kleie 14,1514,25; Roggenkleie 15-15,25 Mark.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 31. Ian. Die weiter abgeschwächten Auslandmeldungen, vor allem aber der Ver­kaufsdruck eingetroffener Partien von Ausland- weizen und das anhaltende reichliche Inland- angebot, namentlich geringerer Qualitäten von der Küste, wirkten hier weiterhin verflauend auf den gesamten Brotgetreidemarkt. Die Stag­nation des Weizenmehlgeschäftes trug noch dazu bei, die Llnternehmungslust völlig zu lähmen. Roggen ist nach wie vor in mittleren und guten Qualitäten nicht stark angeboten, aber das dauernde Rachgeben der Roggenmehlpreise ver- flaut auch den Roggenmarkt, so daß effektive Ware nur etwa 2 Mark unter gestrigem Preis Unterfunft finden konnte. Geringe Qualitäten blieben unbeachtet. Die Exportnachsrage, die zwar nicht mehr so lebhaft ist, läßt die Verkäufer von Hafer auf Forderungen halten, die der hiesige Konsum nur selten bewilligt. Gerste im allgemeinen ruhiger.

Große Strafkammer Gießen.

Gießen, 24. und 25. Ian. Ein Pensions­inhaber war beschuldigt, an seinem unter 14 Iahre alten Pflegekind schon seit Iahren un­sittliche Handlungen vorgenommen zu haben, Verbrechen gegen Paragraphen 174 und 176

Ziffer 3 StGB. Das erweiterte Schöffengericht hat den Angeklagten nach eingehender Beweis­aufnahme zu einer Zuchthausstrafe von zwei Iahren verurteilt. Gegen dieses Urteil verfolgte der Angeklagte Berufung. Die heutige Verhandlung, zu der wieder eine große Anzahl von Zeugen geladen war, und in der dem Ange­klagten zwei Verteidiger zur Seite standen, nahm über zehn Stunden in Anspruch, so daß wegen vorgerückter Stunde die Veickündung des Urteils erst am Rachmittag des 25. Januar erfolgen konnte. Das Berufungsgericht konnte nicht die volle Ueberzeugung von der Schuld des Ange­klagten gewinnen und sprach ihn unter Be­lastung der Staatskasse mit den Kosten frei. Der Vorsitzende hob jedoch mit Rachdruck hervor, daß der Angeklagte trotz des Freispruchs nach wie vor erheblich belastet bleibe, es habe nur wenig an seiner Verurteilung gefehlt und er habe kein Recht, etwa erhobenen Hauptes den Gerichtssaal zu verlassen.

Zu Beginn der Verhandlung lehnte der Staatsanwalt einen Universitätsprofessor, der als psychologischer Sachverständiger fungieren sollte, als befangen ab. Das Gericht gab dem Antrag des Staatsanwalts statt.

Kunst und Wissenschaft.

Karl Bleibtreu t-

Der Schriftsteller Karl Bleib treu ist, einer Meldung aus Locarno zufolge, dort im Alter von 69 Iahren an einem Herzschlage gestor­ben. Mit Bleibtreu ist nun, nach M. G. Con­rad, abermals ein Fahnenträger des deutschen Raturalismus dahingegangen; von seinen über­aus zahlreichen Arbeiten, deren Mehrzahl heute schon so gut wie vergessen ist, sind etwa neben den seinerzeit viel gelesenen Schlachtenbildern die Romane »Schlechte Gesellschaft" (1885) und Größenwahn" (1887) zu erwähnen, in denen Bleibtreu feine literarische Revolution zu verwirk­lichen suchte.

Vermischtes.

Raubüberfall auf einen Postomnibus.

Auf den Postommbus, der den Verkehr zwischen Jebenhausen und Göppingen (Wttbg.) aufrechter« hält, wurde von mehreren maskierten Räubern em Raubüberfall verübt. Die Ban­diten verlangten vom Schaffner die Aushändigung der Kasse. Der Schaffner weigerte sich, worauf die Räuber auf ihn und den Chauffeur schossen. Der Chauffeur wurde in den Arm getroffen. Da die im Omnibus sitzenden sechs Passagiere sich zur Wehr setzten, ergriffen die Räuber die Flucht.

Rätselhafte kohlergasvergiftungen.

In einer Grohdam Pfbäckerei im Osten Berlins erkrankten elf Arbeiter und Arbeiterin­nen unter geheimnisvollen Vergiftungserschei­nungen. Ein Arzt stellte Vergiftung durch Koh- lenoxvdgase fest. Zwei Personen, die durch die Gaseinwirkung besonders schwer mitgenommen waren, wurden in die Charite übergeführt. Die übrigen neun Erkrankten konnten nach ärzt­licher Behandlung in ihre Wohnungen entlassen werden. Rach den bisherigen Feststellungen scheinen die Kohlenoxydgasc dem jedenfalls schadhaften Backofen entströmt zu sein.

Aus vem AmtsverknuJigungsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 8 vom 31. Ianuar enthält: Die Errichtung eines Forstbetriebsstocks für die Waldungen der Stadt Gießen. Die Wahlen zum Omsschuh 1 der Hessischen Versicherungsanstalt für gemeind* liche Beamte. Feldbereinigung in Bergheim. Dienstnachrichten.

Letzte Nachrichten.

Drei Gießener Reichswehrfunker freigelaffen.

Wie wir von gut unterrichteter Seite Horen, sind gestern nachmittag drei von den fünf in Gießen verhafteten Reichswehrfunkern wieder aus der Haft entlassen worden. Auf freiem Fuße befinden sich jetzt der Funk­stellenführer und zwei Mann. Die beiden andern Funker befinden sich gegentoärtig noch in Hash Ob gegen diese Leute ein gerichtliches Verfahren in Gang kommt, ist bis zur Stunde nicht bekannt.

Singen mit belegter Stimme ist ein unding. Sie werten rasch eine klare Stimme haben, wenn Sie einige Pastillen §ag's Soöener tm munöe zergehen lassen oder in warmer Nlljch ausicssen < langsam trinken.

<L M.

Ung.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt Telegraphische 2,-zahl

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Sie hinter den Papieren angesührten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

Berlin. 31. Jon. französische 'Jioten......

Holländische Noten .....

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch Qesterr .L 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten

Frankfurt a.M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

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Schlich» Kurs

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Schluß» Äurs

1-Uhr- Kurs

Schltch- Kurs

Anfang Kurs

Datum:

31.1.

1.2.

31.1.

1.2.

Datum:

31 1.

1. 2.

31.1. | 1 2.

Datum:

31. 1.

1 1.2.

| 31.1.

1 *-2

*1« Dl Reichsanleihe v. 1927 Dl Anl Ablös Schuld mit

AuSlos.-Rechten

Dcsal. ohne Auslcs.Rechten 7*lo Franst Hnp.°Bt. Go byf unkündbar bis 1932 . .

<V*°/o Rheinisch. Hpp -Bank öiqu -Goldpi

SED adg BorkriegS-Ob« ligationen. nidiablbar 1932

VI» Schweiz. BundcSb.-Anl. 4°/o Oeftereichilche Goldrtc 4.20% Oeftcrr ich Silberne u/o Oesterreich embeitl. Rte 4% Ungarische Goldrte 4% Ungarische StaatSr v. 1910 </«% besgl von 1913

*% Ungarische Shoncnrte 4% Türk. Zollanleihe v 1911 4% lürt. Bagdabdahn-Anl.

serie I

4°/c, deLgl. Sertr 11. . .

4t0 Rumänen convert. Rte. 4'/,°>o Rumänen Goldanl.

von 1913

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Norbbeutscher l-lot)b v

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Belgische Noten......

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Amtliche Notierung

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111,69

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10,558

10,578

10,552

10,572

Italien . .

22,19

22,23

22,195

22,235

London. . ,

20,424

20,464

20,413

20,453

NetWork . .

1,1930

4,2010

4,1910

4,1990

Daris. . . .

16,475

16,515

16,46

16,50

Schweiz . .

80,66

0,82

80,63

80,79

Spanien

71,21

.1.35

71,31

71.45

Japan . .

1.964

1,968

1,965 0,505

1,969 0.507

Nto de Jan

0.504

0.506

Wien in D-- Oest- abgest

59,075

59,195

->9,05

12,423

69,17

Prag . . . .

12.429

12,449

12.443

Belgrad

7,376

7,393

7,37t

7,385

Budapest.

73,26

73,40

73,30

73.44

Bulgarien

3.027

3,033

3,030

3,036

Listabou

19,98

20,02

20,88

20,92

Danzig. . .Qonftüntin.

sl.67

81,83

81,62

81,78

2,122

2,126

2,125

2,129

«Iben. .

5,564

5,576

5,544

5,556

Kanada

4,185

4,193

1,184

4,192

Urounav

4.276

4,284

4,286

4,294

«atro . -

20.95

20.99

20,935

20,975