doch nicht mit dem Tango und dem neuen $oje zu vergleichen. Er ist lebhafter, man könnte sagen unruhiger. Der Boston seht auch mehr Tanz- technik voraus als der Fox und der neue Tango.
Wirtschaft.
Kreditbeschaffung der Reichsbahn.
Die Deutsche Reichsbahngesellschaft bedarf zur Deckung ihrer Kapitalaus- gaben größerer Geldmittel. Da zur Zeit eine Ausländsanleihe für sie nicht in Frage kommt, das Interesse der Bahn sowohl, wie der Wirtschaft aber eine Verschiebung oder gar weitere Verminderung der geplanten Arbeiten nicht verträgt, wird ein unter der Führung der Reichsbank stehendes Bankenton- s o r t i u m der Deutschen Reichsbahngesellschaft die zur Durchführung des Beschaffungsprogrammes erforderlichen Mittel zur Verfügung stellen. Das Konsortium übernimmt zunächst fest 100 Millionen Goldmark Zertifikate der Reichsbank über Vorzugsaktien Serie V der Deutschen Reichsbahngesellschaft, ohne Restowi- dendenschein für 1927. im übrigen genau tote die Zertifikate über Vorzugsaktien Serie IV auszustatten, und legt diese baldigst zur ö f f ent- lichen Zeichnung ,3 um Kurse von 93,d Prozent auf. Gleichzeitig hat sich das Konsortium verpflichtet, innerhalb der nächsten Monate nach seiner Wahl entweder weitere 100 Millionen Goldmark Zertifikate über Vorzugsaktien oder 100 Millionen Goldmark Iprozentige Schatzscheine der Deutschen Reichsbahngesellschaft mit dreijähriger Laufzeit fest zu übernehmen. Das Reich garantiert die 7prozentige Verzinsung.
Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten im Januar. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung. Wohnung, Heizung. Beleuchtung, Bekleidung und »Sonstiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den Durchschnitt des Monats Januar auf 150,8 gegen 151,3 int Vormonat. Sie ist sonach um 0,3 v. H. zurückgegangen.
* I-G.-F a r b e n i n du st r i e. Cs sind in den letzten Tagen in einigen Zeitungen (nicht im Gieß. Anz.) bezüglich der ^lebersiedlung der Verwaltung der I.-G.-Farbenindustrie A.-G. nach Frankfurt a. M. Rachrichten erschienen, die als durchaus irreführend bezeichnet werden müssen. Von Seiten der I.-G.-Farbenindustrie ist bereits mehrfach erklärt worden, daß es sich lediglich um die Zusammenfassung des Farbenverkaufs in Frankfurt a. M. handelt. Von einer ^lebersiedlung von 1100 Familien nach Frankfurt a. M. kann daher gar keine Rede sein. Cs wird sich höchstens um 300 bis 400 Familien bzw. Einzelpersonen handeln, und unter diesen nur um einige wenige Herren in leitender Stelle.
" Phtlipps A.-G., Frankfurt a. M. Die Generalversammlung genehmigte den bekannten dividendenlosen Abschluß. Von deut Reingewinn von 83 234 Mk. werden 59 710 Mk. zu Abschreibungen verwendet und der Rest von 23 710 Mk. auf neue Rechnung vorgetragen. Auf Anfrage wurde mitgeteilt, daß die Umsätze in den erften sechs Monaten des laufenden Iahres um 20 bis 25 Prozent gestiegen seien. Deshalb muhten die Fabrikationsbe..ände noch etwas erhöht werden, im Verhältnis zur Umsatzsteigerung sei jedoch die Anspannung nicht in gleichem Mähe gewachsen. Den größeren Umsätzen entspreche der Verdienst keineswegs, einmal infolge des Ab- schlagszahlungsshstems, dann infolge der großen Lagerbestände, die im Interesse der Fabrikatsgüte unbedingt nötig seien. Die Bankverbindlichkeiten seien um 40 bis 50 Prozent zurückgegangen. Wenn auch wahrscheinlich ein angemessener Gewinn im laufenden Iah re erzielt werde, sei ein« Dividendenausschüttung im Interesse der finanziellen Stärkung des Unternehmens noch nicht ratsam.
" D h ck e r h 0 f f & Widmann A. G., Biebrich a. Rh. Wie die Verwaltung der Dycker- Hoff & Widmann A. G., Biebrich a. Rh. mitteilt, steht sie den im Zusammenhang mit der Kurssteigerung der Dyckerhoffaktien im Freiverkehr der Berliner und Frankfurter Börse aufgetauchten Gerüchten und der jüngsten Pressemeldung über eine wahrscheinliche Wiederaufnahme der Dividendenzahlung der Gesellschaft vollständig fern. Infolge der noch nicht abgeschlossenen Bilanzarbeiten sei ein Ueberblick über den Verlauf des Geschäftsjahres überhaupt noch nicht möglich.
Reue 8proz. Gold-Kom munal- Schuldverschreibungen v. I- 1 9 2 7 der Preußischen Central-Bodenkredit- A. ° G. werden in unserem heutigen Anzeigeir- teil zur Zeichnung angeboten. Die Anleihe ist
an der Berliner Börse kürzüch neu eingeführt und wird bereits amtlich notiert: letzthin mit 96 Prozent. Die Schuldverschreibungen sind aus- gefertigt in Abschnitten von 5000, 2000, 1000, 500, 200 und 100 Mk. und mit halbjährlichen Aprtl- Oktober-Zinsscheinen versehen. Der erste Zins- schein ist am 1. Oktober 1928 fällig. Die Zeich- nung auf einen Betrag von 5 000 000 Mk. findet statt bis zum 15. Februar, zum Kurse von 95,60 Prozent, abzüglich Stückzinsen vom Tage der Abnahme bis zum 1. April 1928. Die Abnahme kann in beliebigen Beträgen bis spätestens 29. Februar, eventuell aber auch schon sofort geschehen. Die Gold-Kommunal-Schuldverschrei-- bungen der Gesellschaft sind nach preußischem Gesetz mündelsicher und werden von der Rei^s- bank beliehen. Der Antrag auf Beleihbarieit dieser neuen Ausgabe wird alsbald gestellt werden. Die Gesamtkündigung der Anleihe ist bis zum 1. April 1933 ausgeschlossen. Eine Auslosung darf bis dahin nur in Höhe derjenigen Beträge erfolgen, welche aus die den Schuldverschreibungen als Deckung dienenden Darlehen durch Tilgungsbeiträge bei der Gesellschaft ein» gehen. Die Tilgung der gesamten Anleihe muh bis 1. April 1958 beendet sein; sie ist auch durch Rückkauf zulässig. Bei einem Grundkapital von 18 200 000 Mk. waren von der Gesellschaft am 31. Dezember 1927 in Verkehr 80 408 768 Mk. Gold-Kommunal-Schuldverschreibungen, denen als Deckung 82 492 628 Mk. Gold-Kommunal-Dar- lehnsforderungen gegenüberstanden. Man beachte die Anzeige.
* Zusammenschluß in der Parkett- und Fußbodenindustrie. Die Süddeutsche Holzindustrie A.-.G., München, die Oberbayerische Parkett- und Holzindustriewerkc „Wrede" G. m. b. H. in München, die Hubertus-Säge- und Hobelwerke A.-G., München und die C. Ganzlin A.-G. Parkettfabrik in Magdeburg haben sich zum Zwecke der Rationalisierung in der Fabrikation von Parkett- und Stabfußböden zusammengeschlossen und eine Aktiengesellschaft mit 1.8 Millionen Mark Kapital und Sitz in München gegründet.
• RS^l. Vereinigte F a h r z e u g w e r k e A.-G. Reckarsulm. Wie Lpd. hört, werden der Ausbau und die Amorganisation der Betriebe, entsprechend den Plänen in den nächsten Wochen sein. Die Motorrad-Fahrradproduktion usw. wird dann in Reckarsulm, die Automobilerzeugung in Heilbronn konzentriert sein. Die Gesellschaft hofft bei entsprechenden Absatzverhältnissen 1928 die Produktion von Autos auf ca. 20 Wagen pro Tag, von Motorrädern bis 2500 pro Iahr und von Fahrrädern auf 50 000 Stück pro Iahr steigern zu können.
* Hanomag, HannoverscheMaschinen- b a u A. G. Die Generalversammlung der Hanomag beschloß, den Reingewinn von 263 435 Mk. auf neue Rechnung vorzutragen. Nach Mitteilung der Verwaltung ist der Auftragseingang sehr gut und der Geschäftsgang normal, so daß die Aussichten zufriedenstellend beurteilt werden können. Trotz sehr schwerer Auslandkonkurrenz hat die Gesellschaft einen Auftrag auf 15 Lokomotiven mit Tendern jetzt endgültig von der siamesischen Regierung erhalten.
Kurseinbruch in Bemberg-Akiien.
Berlins Börse.
Berlin, 1. Febr. Die Anstrengungen interessierter Kreise, eine Geschäftsbelebung herbeizuführen, waren anscheinend wieder einmal vergeblich gewesen. Im Gegensatz zu gestern waren neue Kundenorders nur in ganz geringem Umfange eingetroffen, so daß die Tendenz vollständig von den Dispositionen der Spekulation abhing und die Kurse uneinheitlich werden mußten. Rachrichten von Belang lagen nicht vor. Einem gewissen Mißtrauen begegneten die Reuemissionen der Reichsbahn, obwohl zur Beruhigung gesagt wird, daß die Cinzahlungstermine auf eine Reihe von Monaten verteilt werden, um eine Störung des Geldmarktes zu vermeiden. Der Geldmarkt war weiter angespannt. Die Kursveränderungen an den Effektenmärkten hielten sich in Grenzen bis zu 1 Prozent, nur Glanz- stoff lagen schon anfangs 5 Prozent schwächer. Auch Harpener und Rheinstahl verloren zirka 2 Prozent. Heimische Anleihen behauptet. Ausländer eher fester. Anatolier und Bosnier zirka 0,25 bis 0,50 Prozent höher. Pfandbriefe überwiegend freundlich. Rach den ersten Kursen kam allgemein Ware heraus. Einen plötzlichen Kurseinbruch hatten Bern- berg aufzuweisen, die auf angebliche Abgaben vom Auslande 10 b i s 20 Prozent verloren. Hierdurch wurden die übrigen Märkte stark beeinflußt und Kursverluste von 3 dis 5 Prozent bildeten keine Seltenheit.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M.. 1. Febr. (Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Tendenz: un
sicher und schwacher. — Rach etwas freundlicherem Vorbörsenverkehr machte sich zum offiziellen Beginn eine wachsende Unsicherheit geltend, die zum Teil wieder auf die neuen Reichsbahn-Emissionen zurück- geführt wurde, obwohl die Einzahlungen auf eine Reihe von Monaten verteilt werden sollen, um am Geldmarkt keine einschneidende Wirkung herbeizuführen. Bei weiterem Fehlen der Privatkundschaft war die U m s a tz t ä t i g k e i t der heutigen Börse wieder stark eingeschränkt. Die Spekulation nahm verschiedentlich Abgaben vor und ging trotz einiger anregender Momente nicht aus ihrer Zurückhaltung heraus. So blieben die neuen günstigeren Meldungen über die Freigabeangelegenheit ohne Einfluß auf die Tendenzgestaltung. Die ersten Rotierungen lagen nicht einheitlich, gegen die gestrige Abendbörse ergaben sich jedoch überwiegend Kursrückgänge von 1 bis 2 Prozent. Angeboten waren vor allem Montanwerte; Harpener, Rheinbraun. Rheinstahl und Klöckner gaben bei geringen Umsätzen 1 bis 1,5 Prozent nach. Rur Mannesmann lagen gut behauptet. Von Zellstoffwerten lagen Aschaffenburger 2 Prozent und Waldhof 2,5 Prozent schwächer. I. G. Farben eröffneten gut behauptet. Auch Elektrowerte konnten sich überwiegend behaupten. Von Bauunternehmungen gaben Zement Heidelberg 1 Proz. nach, Holzmann dagegen gut behauptet. Bankaktien bei stillem Geschäft wenig verändert. Rach den ersten Kursen schrumpfte das Geschäft auf ein Minimum zusammen, und die Kurse bröckelten zumeist bis 1 Proz. ab. Von he imi- schen Anleihen konnten Ablösungsschuld für Reubesih etwas anziehen. Von Ausländern bestand für Russen bei behaupteten Kursen weiter Interesse. Im Verlaufe wuchs die Lustlosigkeit und Unsicherheit. Man verwies auf den auch nach dem Zahltage noch ziemlich angespannten Geldmarkt. I. G. Farben wurden zu 258 Proz. angeboten. Am Geldmarkt stellte sich der Sah für Tagesgeld auf 71/» Proz. Im Devisen verkehr konnte sich die Reichsmark stärker befestigen, dagegen lag das englische Psund schwächer. Reichsmark gegen Kabel 4.1945, gegen London 20,4375. London-Kabel 4.8710. Paris gegen London 124,02, Mailand 92.05, Madrid 28,65.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 1. Febr. Tendenz: matt. Weizen ist sehr stark angeboten und findet auch zu den ermäßigten amtlichen Kotierungen nur wenig Absatz. Die Käufer sind in Erwartung noch weiter zurückgehender Preise sehr zurückhaltend. Roggen ist verhältnismäßig wenig angeboten und zeigt kleines Geschäft. Braugerste liegt etwas schwächer. Das Mehlgeschäft ist weiterhin außerordentlich ruhig bei abbröckelnden Preisen. Alle Futtermittel, auch Weizenkleie, liegen stiller. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs, 24,75 Mk.: Weizen 2, gut, gesund, trocken bis zu 3 Prozent Auswuchs, 23,25—23,50; Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit, 22,75—23,25; Roggen 24,50; Sommergerste für Brauzwecke 27,50—29,50; Hafer, inländischer 23,50—24; Mais (gelb) für Futterzwecke 21,75—22; Mais (gelb) für andere Zwecke 22,50—22,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 36,50—37; Roggenmehl 33,50—35,50; Weizen- kleie 14,15—14,25; Roggenkleie 15-15,25 Mark.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 31. Ian. Die weiter abgeschwächten Auslandmeldungen, vor allem aber der Verkaufsdruck eingetroffener Partien von Ausland- weizen und das anhaltende reichliche Inland- angebot, namentlich geringerer Qualitäten von der Küste, wirkten hier weiterhin verflauend auf den gesamten Brotgetreidemarkt. Die Stagnation des Weizenmehlgeschäftes trug noch dazu bei, die Llnternehmungslust völlig zu lähmen. Roggen ist nach wie vor in mittleren und guten Qualitäten nicht stark angeboten, aber das dauernde Rachgeben der Roggenmehlpreise ver- flaut auch den Roggenmarkt, so daß effektive Ware nur etwa 2 Mark unter gestrigem Preis Unterfunft finden konnte. Geringe Qualitäten blieben unbeachtet. Die Exportnachsrage, die zwar nicht mehr so lebhaft ist, läßt die Verkäufer von Hafer auf Forderungen halten, die der hiesige Konsum nur selten bewilligt. Gerste im allgemeinen ruhiger.
Große Strafkammer Gießen.
• Gießen, 24. und 25. Ian. Ein Pensionsinhaber war beschuldigt, an seinem unter 14 Iahre alten Pflegekind schon seit Iahren unsittliche Handlungen vorgenommen zu haben, Verbrechen gegen Paragraphen 174 und 176
Ziffer 3 StGB. Das erweiterte Schöffengericht hat den Angeklagten nach eingehender Beweisaufnahme zu einer Zuchthausstrafe von zwei Iahren verurteilt. Gegen dieses Urteil verfolgte der Angeklagte Berufung. Die heutige Verhandlung, zu der wieder eine große Anzahl von Zeugen geladen war, und in der dem Angeklagten zwei Verteidiger zur Seite standen, nahm über zehn Stunden in Anspruch, so daß wegen vorgerückter Stunde die Veickündung des Urteils erst am Rachmittag des 25. Januar erfolgen konnte. Das Berufungsgericht konnte nicht die volle Ueberzeugung von der Schuld des Angeklagten gewinnen und sprach ihn unter Belastung der Staatskasse mit den Kosten frei. Der Vorsitzende hob jedoch mit Rachdruck hervor, daß der Angeklagte trotz des Freispruchs nach wie vor erheblich belastet bleibe, es habe nur wenig an seiner Verurteilung gefehlt und er habe kein Recht, etwa erhobenen Hauptes den Gerichtssaal zu verlassen.
Zu Beginn der Verhandlung lehnte der Staatsanwalt einen Universitätsprofessor, der als psychologischer Sachverständiger fungieren sollte, als befangen ab. Das Gericht gab dem Antrag des Staatsanwalts statt.
Kunst und Wissenschaft.
Karl Bleibtreu t-
Der Schriftsteller Karl Bleib treu ist, einer Meldung aus Locarno zufolge, dort im Alter von 69 Iahren an einem Herzschlage gestorben. — Mit Bleibtreu ist nun, nach M. G. Conrad, abermals ein Fahnenträger des deutschen Raturalismus dahingegangen; von seinen überaus zahlreichen Arbeiten, deren Mehrzahl heute schon so gut wie vergessen ist, sind etwa neben den seinerzeit viel gelesenen Schlachtenbildern die Romane »Schlechte Gesellschaft" (1885) und „Größenwahn" (1887) zu erwähnen, in denen Bleibtreu feine literarische Revolution zu verwirklichen suchte.
Vermischtes.
Raubüberfall auf einen Postomnibus.
Auf den Postommbus, der den Verkehr zwischen Jebenhausen und Göppingen (Wttbg.) aufrechter« hält, wurde von mehreren maskierten Räubern em Raubüberfall verübt. Die Banditen verlangten vom Schaffner die Aushändigung der Kasse. Der Schaffner weigerte sich, worauf die Räuber auf ihn und den Chauffeur schossen. Der Chauffeur wurde in den Arm getroffen. Da die im Omnibus sitzenden sechs Passagiere sich zur Wehr setzten, ergriffen die Räuber die Flucht.
Rätselhafte kohlergasvergiftungen.
In einer Grohdam Pfbäckerei im Osten Berlins erkrankten elf Arbeiter und Arbeiterinnen unter geheimnisvollen Vergiftungserscheinungen. Ein Arzt stellte Vergiftung durch Koh- lenoxvdgase fest. Zwei Personen, die durch die Gaseinwirkung besonders schwer mitgenommen waren, wurden in die Charite übergeführt. Die übrigen neun Erkrankten konnten nach ärztlicher Behandlung in ihre Wohnungen entlassen werden. Rach den bisherigen Feststellungen scheinen die Kohlenoxydgasc dem jedenfalls schadhaften Backofen entströmt zu sein.
Aus vem AmtsverknuJigungsblatt.
* Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 8 vom 31. Ianuar enthält: Die Errichtung eines Forstbetriebsstocks für die Waldungen der Stadt Gießen. — Die Wahlen zum Omsschuh 1 der Hessischen Versicherungsanstalt für gemeind* liche Beamte. — Feldbereinigung in Bergheim. — Dienstnachrichten.
Letzte Nachrichten.
Drei Gießener Reichswehrfunker freigelaffen.
Wie wir von gut unterrichteter Seite Horen, sind gestern nachmittag drei von den fünf in Gießen verhafteten Reichswehrfunkern wieder aus der Haft entlassen worden. Auf freiem Fuße befinden sich jetzt der Funkstellenführer und zwei Mann. Die beiden andern Funker befinden sich gegentoärtig noch in Hash Ob gegen diese Leute ein gerichtliches Verfahren in Gang kommt, ist bis zur Stunde nicht bekannt.
Singen mit belegter Stimme ist ein unding. Sie werten rasch eine klare Stimme haben, wenn Sie einige Pastillen §ag's Soöener tm munöe zergehen lassen oder in warmer Nlljch ausicssen <mö langsam trinken.
<L M.
Ung.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt Telegraphische 2,-zahl
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Sie hinter den Papieren angesührten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.
Berlin. 31. Jon. französische 'Jioten......
Holländische Noten .....
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch Qesterr .L 100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten
Frankfurt a.M
Berlin
Frankfurt a. M
Berlin
Frankfurt a. M
Berlin
Schluß» Kurs
l-Uhr- kur»
Schtuh- Kurs
Anfang
8 tu-
Schlich» Kurs
Schuchs Anfang Kur» 1 Kur-
Schluß» Äurs
1-Uhr- Kurs
Schltch- Kurs
Anfang Kurs
Datum:
31.1.
1.2.
31.1.
1.2.
Datum:
31 1.
1. 2.
31.1. | 1 2.
Datum:
31. 1.
1 1.2.
| 31.1.
1 *-2
*1« Dl Reichsanleihe v. 1927 Dl Anl Ablös Schuld mit
AuSlos.-Rechten
Dcsal. ohne Auslcs.Rechten 7*lo Franst Hnp.°Bt. Go byf unkündbar bis 1932 . .
<V*°/o Rheinisch. Hpp -Bank öiqu -Goldpi
SED adg BorkriegS-Ob« ligationen. nidiablbar 1932
VI» Schweiz. BundcSb.-Anl. 4°/o Oeftereichilche Goldrtc 4.20% Oeftcrr ich Silberne •u/o Oesterreich embeitl. Rte 4% Ungarische Goldrte 4% Ungarische StaatSr v. 1910 <•/«% besgl von 1913
*% Ungarische Shoncnrte ■ 4% Türk. Zollanleihe v 1911 4% lürt. Bagdabdahn-Anl.
serie I
4°/c, deLgl. Sertr 11. . .
4t0 Rumänen convert. Rte. 4'/,°>o Rumänen Goldanl.
von 1913
HUfl Deutsche Ihltnbabn .4'/, Hamburg-Amerika Palei. 6 Hamb-Subam Dompssch 8 Hansa Damvsschiss • ■ 6
Norbbeutscher l-lot)b v
Allg. Deutsche Creditanst.. 10 Barm t Bankverein 10
Berliner Hanbelsyescllsch. 12 Commerz- und Privat-Bk. 11 Tarmst- u. Nanonalbank. 12 Deutsche Bank 10
DiLkonto-Geselllchast Hnt 10 Dresdner Bank . 10
Mitteldeutsche Ereditbanl 9 Metallbank.......8
AeichSbank ... tu
, — U-, — — -nc«s 1 *-1 1 S2‘o22:i2ci3i3?i2lll
1 . . S Öfc A • — 1 O1N 1 1- -MO «- 1 1 — — — — .
iöeo «r y ?o u» «» v — 5, 3
1I1SlI1ÄI811 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 I 1 i >
87,6
52
16,65
4,3
25,25
24,4
1,65
12.9
14.13
13,13
16,9
144,5
210.5
209.75
148.5
145.2.>
147.5
260
174.5
231,5
162.25
158.5
158.75
208.5
129,25
194.65
1 1 । l i 1 1 1 1 1 1 -1 111 1 ‘
LES.........7
Bergmann ........8
Elektr. Lieferungen . » . lo
Licht imb Straft......10
Felten k Guilleaume ... .6
Ges f. Elektr Untern- . . 10 Samb Elektr Werke . . 10 Rhein. Elektr.......8
Echtes. Elektr. ......10
Schuckert ...... 7
Siemen- k HalLte ... 16
Traneradio . ....... 8
Labmever k <o- ....... 9
Buderus . . . . . 0
Deutsche Erdöl ...... .6 Essener Sietnkohle.....8
Gelsenkirchener • f- *4 9*. 4 Harpener 8
Voesch Eisen.........5
Ilse Bergbau . .......8
Klöllnerwcrkc ...... .5 Köln-Neuesten .....
Mannesmann f. '/, I. 4
Manselder........7
ObersHles Eisend. Bedarf 0 Oderschles. Kokswerke . . 0 Phönix Bergbau f '/, I 3 Rheinische Braunkohlen io Ryeinstahl . o
Rtcbell Montan......f,
Bereinigte Stahl«, f. 3 3 Otavi Minen . . 1 sh
Kali Aschersleben - - lo
KaliWesteregelo ■ . io
Kaliwerk Salzdetfurth 12
9- G Karben-Industri« 10
Dynamit Nobel.....o
Echeideanstalt . ......8
Goldschmidt 5
RütgerSwerke........o
Metallgriellichatt.....10
164,5
186
219.9
124,5
264
154
180 281
165
99
130.5
134
188
122
148
101 5
234.5
166
101,75
177.5 185.25
—
260.75
189.5
112,75
97.25
164,5 18a
168,5
219.5
264,5
281,5
99.75 131
187
121
148.5
100
232 165
261,25
96.75
165.25
186,25
170,75
220,5
125
264,9
148,5
155,75
190,75
180.65
281.5 134 165
100
131.5
145
134,75
188,5 111 225
122,5 14;
148.13
120
105 5
95,9
101,65
235
166,5 149
104.75
42
177.5
185,25
255.75
261,5
128.5
113.5
96.75
164,5
185
170
220,25
125
265,5
155
180,5
282,5 —
—
100
131,5
186,25
121
142
149
120,25
104,5
95,9
101
233 5
164,5
104,25
43
175. u
185
253
261.75
185
96,9
Bbtltpp Holzmann . vz
Heidelberäer Eement . . 8
Tement Karlstadt......8
Wavß & Freitag . . . 10
ScholthetS Payenhofer. . 15
Ostwerke..... . 12
Brr. Glanzstoff ...... 15 Bemberg..........
Zellstoi' Waldhof. . . . 12
Zellstoff Aschaffenburg . 10
Charlottenburger Wasser 7
Dessauer GaS . . . 8
Daimler Motoren..... 0 Demag .......
Adlerwerke Sie der. .... 0
Lodw- Loeice .....lf
Rat Automobil......6
Drcnftrtn ± Koppel . . . . 4
Linke Hofmann .... 0
Leonhard Tiey. .... 6
Bamao-Megunt ...... 0
Franks. Muschln« «... 0
Griyner ..... 7
Hevliaeuftaedt ...... 0 ttunghonS ...... 6
Lechwerkc ....... 8
Mainkraftwerke ...... 8
Miag . ........
Nekattulmer ..... 8
PeterS Union ....... s
Gebr. Roeder ...... H 2‘mgt 4 Hacffncr ... 6
vüdd Kuller ....... c
Ban
Berlin, 31. Jan.
140,5
138,5
180
137,9
250.5 175,75
82J5
—
-
29,9
126 30,75 85.75
122
140
101
113
146
17.8
140
knoten.
_
<y Q' w
. 1 । 1 i i । 1 ■ . ' h 1 i 1 1 1 । % 1 £ । 1 Bs 1 । 1 1 Z1 -»E
141
396
342,5 555
431
251,25
128,5 176
82,25
65,5
84.5
258
100.25
130,5
199,75
29
73
127,75
85.25
-
138.25
100
111,25
179.5
140,13
1 B
397,5
342.5
550
251
173
175.75
80,25
66
84
257,75
130,5
199,75
net
Amerikanische 'Jiolcn.....
Belgische Noten......
Dänische Noten......
Englische Noten.......
4,173
58,25 112,03 '0.395
4
5
11
20
193
S.49
2.47
475
Geld
—ra—
UM
168,71
169,39
22,22
22,30
111,28
111,72
59,00
59,24
2,58
2,60
112,24
112,70
80,62
80.94
70,98
71,26
12,385
12,445
73.10
73,40
31. Jan.
1. F«br.
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Bries
Geld
Brret .
Ämtt^Rou
169,01
169,35
168,92
169,26
Buen.-Aireö
1,790
1,794
1.791
1,795
Brff--Antw
58,38
58,50
58,34
58,46
Ehristianin
111,47
111,69
111,11
111,63
«opendage»
112,22
112,45
112,44
112,18
112,40
Stockbolm .
112,67
112,44
112,66
Helstngfors-
10,558
10,578
10,552
10,572
Italien . .
22,19
22,23
22,195
22,235
London. . ,
20,424
20,464
20,413
20,453
NetWork . .
1,1930
4,2010
4,1910
4,1990
Daris. . . .
16,475
16,515
16,46
16,50
Schweiz . .
80,66
0,82
80,63
80,79
Spanien •
71,21
.1.35
71,31
71.45
Japan . .
1.964
1,968
1,965 0,505
1,969 0.507
Nto de Jan
0.504
0.506
Wien in D-- Oest- abgest
59,075
59,195
->9,05
12,423
69,17
Prag . . . .
12.429
12,449
12.443
Belgrad • •
7,376
7,393
7,37t
7,385
Budapest.
73,26
73,40
73,30
73.44
Bulgarien
3.027
3,033
3,030
3,036
Listabou
19,98
20,02
20,88
20,92
Danzig. . .Qonftüntin.
sl.67
81,83
81,62
81,78
2,122
2,126
2,125
2,129
«Iben. .
5,564
5,576
5,544
5,556
Kanada
4,185
4,193
1,184
4,192
Urounav •
4.276
4,284
4,286
4,294
«atro • . -
20.95
20.99
20,935
20,975


