Einzelbild herunterladen

Donnerstag, Mär; V)28

(78. Jahrgang

Nr. 52 Erstes Blatt

e der bisherigen

Abg. Tempel (Soz.)

land Gelegenheit erhält, an dem Wirtschaft- lichen Aufschluß der Rohstoffländer teilzunehmen, wodurch neue Kaufkraft zur Aufnahme von Marktwaren geschaffen würde. Eine solche Beteiligung sei nur durch enges Zu­sammenwirken von Ländern mit Kapital- Überschuß und solchen Ländern möglich, die die erforderlichen technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen bieten. Unter den Rationen mit Kapitalüberschuß ständen die Vereinigten Staaten an erster Stelle, während Deutsch­land über die erforderliche Technik und Wirt­schaft in vollem Umfange verfüge. Deshalb seien Deutschlands Augen auf die Vereinigten Staaten gerichtet: das bringend notwendige Zusammen-

liche Steuererleichterung muß kommen, vor allem müssen Reich und Staat die Schul- l a st e n übernehmen. Hoffentlich kommt es dar­über zu einer Einigung mit dem Reparations­agenten. Die mißbräuchliche Ausnutzung der Er» werbslo enversichecüng muß befcitigt werden. Bei der Kreditverteilung verlangen wir Berücksich­tigung der kleinen ländlichen Genossenschaften und vor allem des schwer leidenden Winzer-

ift, daß der Landwirtschaft durch eine planmäßige Handelspolitik, die unbedingt erforderliche Sicher- heil und der nötige Rückhalt gegeben wird. Der Mangel an Rentabilität in der Landwirtschaft wirkt ich naturgemäß in Löhnen und Lebenshaltung aus und ist die letzte Ursache für die zunehmende Land- lucht. Während auf dem Lande die Arbeiter- n o t wächst, stehen wir im Bereiche der industriellen " ' ' ' keitals Dauer-

Erscheint lügt,ch,ander Sonntag» nnd Feiertag».

Beilagen;

Metzener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle

monats»Be;n8spteis:

2 Reichsmark and 20 Reichspfennig für Träger, lohn, auch bei Nichter­scheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112

Anschrift für Drahtnach» richten; Anzeiger Hiebe«, postscheckkonro:

Frankfurt am Main 11686.

standes. (Beifall im Zentrum.)

Aög. Janson (D.B.P.)

Amerika und der deutsche Wiederaufbau

Botschafter von pnttwitz über die Wirffchastsverflechtungen beider Länder.

wirken mit den Vereinigten Staaten liege im Interesse beider Länder.

Endgültige Annahme der Freigabebiil.

W a s h i n g i o n, 29. Febr. (WB.) Das Reprasen- kanienhaus hat der Freigabebill in der gestern vom Senat verabschiedeten Sompromißfassung zuge- stimmt.

Die Abteilung Amerika des Bundes der Auslanddeutschen in Berlin, Luisen» straße 27/28, gibt bekannt, daß die Eigentümer in Amerika beschlagnatzmler Vermögen nach dem Inkrafttreten des Freigabegefehcs die nachstehen­den Bedingungen zu beachten haben:

1. Die Freigabe erfolgt nicht von Amts wegen, sondern sie ist von derEinreichungeines Antrages abhängig. Die Form des An­trages und der beizufügenden Eigenturnsnach» weise muh den Vorschriften des Treuhänder­amtes entsprechen. Der Antrag kann durch eine bevollmächtigte Interessenvertretung eingebracht werden.

2. Der Freigabeanspruch verfällt, sofern der Antrag nicht innerhalb einesJahres nach dem Inkrafttreten des Gesetzes eingereicht und das Besitzrecht nachgewiesen ist. Die Feststellungen haben ergeben, daß für eine große Anzahl beschlaguahm'.er Vermögenswerte der rechtmäßige Eigentümer bislang mdjt er­mittelt worden ist. Deutsche Firmen oder Privat­personen, bei denen die Möglichkeit besteht, daß sie, sei es aus Vorkriegsaußenständen, Waren­lieferungen, Erbschaft oder aus anderen Gründen Guthaben in Amerika hacen, sollten demzu­folge unverzüglich entsprechende Erkundi­gungen eiiiziehen.

3. Voraussetzung für jede Freigabe, deren Wert die Grenze von 2000 Dollar übersteigt, ist die Abgabe einer Einverständnis­erklärung für die einstweilige Einbehal­tung von 20 Prozent des Vermögenswertes. Die bisher von dem Treuhänder amt vorgeschrie­benen Anträge oder die Vertrctungsvollmachten der deutschen Eigentümer müfien einen dahin­gehenden Zusatz erhalten.

4. Bei der Ausfolgung der Vermögenswerte ist dem Treuhänderamt eine Entlastungs­quittung zu erteilen. Die Eigentümer werden gut daran tun, vorher eine Rachprüf ung der Rechnungslegung des Treuhänder­amtes vorzunehmen.

5. Für die Fälle, in denen nicht genügend Barbestände vorhanden sind, um die Ab­zweigung der einstweilen einbehaltenen 20 Proz. des Vermögenswertes in bar zu ermöglichen, den deutschen Eigentümern aber daran gelegen ist, die beschlagnahmten Sachwerte wie Grund­besitz, Wertpapiere usw. unveraußert in natura

Wirtschaft geht.

Aög. Aeyses (Z.)

meint, die jetzige Hilfsaktion komme reichlich spät, nachdem die Landwirte jahrelang vergeb»

abhangig. Deshalb braucht sie Z o l l s ch u tz. Leider ist im Ausschuß unser Antrag abgclehnt worden, die Rentenbank-Grundschuldzinsen für ein b;s zwei Jahre zu erlassen. Allerdings wäre durch feine An­nahme das Reparationsproblem neu oufgerollt morden, aber das hätte wenigstens zu dem Nach­weis geführt, daß der Dawesplan für die Landwirtschaft untragbar ist. Wir ver­langen einen Abbauder Grundsteuern und eine Reform der Arbeitslosenversicherung. Der Aus­schuß hat unseren Antrag auf Beseitigung des Oe- friersleisch - Kontingents angenommen. Das Ror- Programm sieht jedoch nur ratenweisen Abbau des Kontingents vor. Wir sind auch damit einoerfbin- den. Wir bekämpfen die polnische Schweineeinfuhr. Großhandel und Agrarhilfe.

Scharfer Protest

gegen die Genossenschaftskrcdite.

Berlin, 29. Febr. (WB.) Der Re ichS» verband des Deutschen Groß- und Ll e b e r s e e h a n d e l s hat sich mit dem Rot- programm der Reichsregierung beschäftigt und in einer Erklärung an die Reichsregierung zum . Ausdruck gebracht, daß der Großhandel an der Besserung der Lage der Landwirt­schaft in ganz außerordentlichem Maße t n - teressier t und bereit ist, mit allen chm zu Gebote stehenden Mitteln an der Besserung dieser Lage mitzuarbeiten. Aber mit größter Entschiedenheit müsse der Verband gegen die Absicht der Reichsregierung Stellung nehmen, den Genossenschaften 25 Mill. Mk. als Rotkredite zuzuführen. Es sei keinerlei Gewähr dafür gegeben, daß diese Beträge auch tatsacy- lich der Landwirtschaft zugute kä­men. Die jetzt geplante Aktion der Reichs» regierung bedeute nichts weiter als eine Ver­schleuderung der Mittel der Allgemeinheit und ein einseitiges Eingreifen des Staates in den Konkurrenzkampf zwischen Großhandel und Genossenschaften.

erklärt: Die hohen Zinsen der Neuverschuldung, die alle Betriebsgrößen und -arten treffen, sind gerade­zu erdrückend. Zur Hebung des Milchabfatzes sollte man sich bemühen, die Qualität zu verbessern, da­mit die Milch zum wahren Volks- und Kinder­nährmittel wird. Selbst die Nebenbetriebe der Land­wirtschaft, die früher einen gewissen Wohlstmd sicherten, sind heute unrentabel. Die Industrie hat sich in ihrer Not kartelliert. Das konnte die Land-

Erzeugung der Erwerbslosig Problem gegenüber. An die Stew Notstandsmaßnahmen auf dem Gebiete der Er­werbslosigkeit muß eine produktive Lösung treten dadurch, daß wir durch eine planmäßige Hebung unserer Landwirtschaft neue Arbeits st eilen dauernder A r t schassen. Meine besondere Sorge wird die Schaffung einer geeigneten Form der Wirtschaftsberatung für neu angesetzte Siedler sein, die dringender Unterstützung bedürfen. Das Bauerntum ist stets der treueste Hort bodenständiger Art und vaterländischer Gesinnung, der stärkste Rückhalt und das sicherste Bollwerk des Staates gewesen. Hier liegt die Grundlage un- erer Vergangenheit. Nur in der Besinnung auf liefe Grundlage können wir unsere Zukunft er- olgreich gestalten. Es gibt nur einen Weg zu diesem Ziel: Den Weg über eine wieder gesun- dende deutsche Landwirtschaft. (Beifall rechts.)

Das landwiristhastliche MspwMNim vor dem Reichstag.

Berlin, 29. Febr. (DDZ.) Aus der Tages­ordnung steht die zweite Beratung des Haus- holles des Reichsmi ftfteriums ,ür Ernährung und Landwirtschaft.

Reichsernährungsmimster Schiele

betont, die deutsche Landwirtschaft stehe an einem Wendepunkt und bedürfe der Hilfe, wenn nicht ein schweres Verhängnis für die ganze deutsche Wirtschaft herauf beschworen werden soll. Die im Rotprvgramm der Regierung vorge,ehen« Um« schuldungso ktion könne den Landwirten nur hinweghelien über die Zeit bis zur nächsten Ernte. Eine dauernde Hilfe könne sie nicht bringen, sie tonne nur bewirkt werten dadurch, daß durch wirtschaftspolitische Mahnahmendie Landwirtschaft wieder rentabel gemacht wird. Die schwierige Betr.ebslage der Landwirtschaft wird wesentlich verschärft durch die Verhält­nisse aus dem Viehmarkt. Die Schweine- Preise der letzten Monate liegen 20 Prozent unter dem Crzeugnngspreis. Dadurch werden gerade die Kleinbauern und die Land­arbeiter am schwersten getroffen. Unter diesen Umständen bedeutet es geradezu eine Großtat der Landwirtschaft, wenn sie dennoch den Vieh­bestand aus das Maß der Vorkriegszeit gebracht hat. Das Ziel der Eigenversorgung mit frischem Fleisch in Deutschland ist im we­sentlichen erreicht. Der Fleischverbrauch auf den Kops der Bevölkerung hat im letzten Jahre mit 52,42 Kilogramm dem Verbrauch der Vorkriegs­zeit überschritten. Die sozialwirtschastliche Rot hinsichtlich der Fleischversorgung ist also vorüber. Wollen wir die Existenz unseres Rähr- standes nicht noch weiter gefährden, so müssen wir die Einfuhr an Fleisch und lebendem Schlachtvieh möglichst einbämmen. Die Re­gierung beabsichtigt in ihrem Rotprvgramm

eine ralcnwsise Herabsetzung de» zollfreien Ge- frierfleischkonlingente» und die Ausdehnung des Linfuhrschemsnstems auf die Ausfuhr von Schrveinen und Schweinefleisch. Der Einführung von Viehseuchen aus dem Auslande soll durch eine gleichvnäßige Handhabung der veterinärpoli­zeilichen Grenzsperren und durch eine Aushebung der bisherigen Einfuhrerleichterungen vor gebeugt werden.

Für eine belfere Organisation der Markt Verhältnisse für Vieh und Fleisch ist ein Betrag von 22 Millionen als Reichsbürg- schäft vorgesehen und weiter ein Betrag von 8 Milliorien, der im Ernährungsetat für 1928 angeforix.Tt werden soll. Erreicht werden soll eine Stabilisierung der Viehpreise und eine Ver­minderung der Preisspanne z toi - schen Erzeuger und Verbraucher. Der Rentenbankkreditanstalt soll die Finanzierung der lcmdwirtschastlichen Produktion erleichtert werden. Zu dem gleichen Zwecke sollen 25 Mil­lionen den Genossenschaften zur Verfügung ge­stellt werden. Als Rotfonds für die schleunige Durchführung der vorgesehenen Hilfsmaßnahmen sind 30 Millionen vorgesehen. Der deutlichste und sichtbarste Ausdruck für die verlustreiche Entwicklung der vergangenen Zähre ist die riesige Höhe der R a ch k r i e g s v e r s ch u l d u n g, dte feit dem Jahre 1923 bis zum Herbst 1927 allein die erschreckende Höhe von sieben Milliarden Reichsmark erreicht hat. Die Zinslast der Landwirtschaft ist damit einschließlich Verzinsung der Aufwertungsschuld und der Rentenbank­arundschuld auf rund eine Milliarde Reichsmark angewachsen. Sie übersteigt also die Dorkriegszinslasten um rund 300 Millionen Mark. Die Verschuldung trägt durchweg den Charakter der Rot. Die Marktverhältnisse, wie sie sich in der Landwirtschaft gestaltet hatten, mußten den normalen Betrieb zum Verlustbetrieb machen. Diese Entwicklung erstreckt sich auf Be­triebe aller Größenklassen. Wo bei Kleinbetrieben das Fortschreiten der Verschuldung nicht so stark nach außen hervor tritt, ist dies durch eine schwere Beeinträchtigung berat (ge­meinen Lebenshaltung der Kleinbauern und ihrer Familien erkauft worden.

Die nächste und dringende Ausgabe ist die Umwandlung der druckenden hochoerzinslichen und kurzfristigen landwirischaftlichcn Schulden in langfristige Realkredite. Zur Beschaffung von langfristigem Leihkapital wird die Reichsregie­rung an die territorialen Kreditinstitute krafsen- vorschusse in höhe von zunächst 100 Millionen Mack gewähren und nach Möglichkeit darüber hinaus weitere Vorschüsse flüssig machen. Der­artige Umschnldnngskredite sollen an bedrängte landwirtschaftliche Betriebe abgegeben werden, deren rationelle .Fortführung bei Gewährung des Kredites zu erwarten ist.

Das oorgeschlagene Hilfsprogramm der Regierung wird die Krise nicht beseitigen, sondern nur mil­dern können. Es bedarf daher notwendig einer Ergänzung durch weitere grundlegende Maßnah­men, die das Mißverhältnis zwischen den Ein­nahmen des Landwirtes und feinen Betriebsaus­gaben, Schuldenzinfcn und öffentlichen Lasten de- feitigen und die Rentabilität wiederherstellen sollen. Entscheidend beeinflußt wird die Preisbildung für landwirtschaftliche Erzeugnisse durch die ge­waltige Einfuhr von ausländischen Nahrungsmitteln, die im letzten Jahre den Betrag von 4 Milliarden überstieg. Es können hier­von rund drei Milliarden durch eigene Er­zeugung ersetzt werden, wobei Voraussetzung

l i ch auf die wachsende Rot hingewiesen hätten. Die Rot der Klein- und Mittelbauern ist größer als die der Großgrundbesitzer. Ihnen g:ht es in vielen Fällen schlechter als den Erwerbslosen. Reben auskömmlichem Lohn ist den Arbeitern auch ihre Existenz in Zeiten der Krankheit und Rot gesichert. Davon ist in der Landwirtschaft keine Rede. Die Abwanderung aus land­wirtschaftlichen Gebieten ist daher erschreckend, besonders in Ostpreußen und im Westen des Reiches. Das Zentrum erkennt gerne an, daß das Rotprogramm geeignet ist, zur Milderung der Rot der Landwirtschaft beizutragen. Dankbar ist die Landwirtschast für die jetzt versprochene schärfere Handhabung der vetorinärpo iz:ilichen Gre: zkontrolle Der Industrie h t man durch Zoli- schutz die Durchführung der Rational^-erring er­möglicht. Auch sie würde wahrscheinlich heute am Rande des Abarundes stehen, wenn sie diese Auf- gäbe schutzlos hätte durchführen müfien. wie man es von der Landwirt chaft verlangt. Eine wesent-

GieheimAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Vrvckmrd Verlag: UirtDerfitäts-Biufr mrd Stetnöroderd B. Lange tu Sieben. Schristlettrmg und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7.

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Oie. klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20 u mehr.

Chefredakteur

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot, für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den An« zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in (Dießen.

meint, die Erklärungen des Ministers würden die Landwirtschaft teilweise sehr enttäuschen, denn statt der angekündigten neuen Wege der Agrarpolitik sei nur das alte Rezept der Drosse- lung der Einfuhr gekommen. Das fei nicht der richtige Weg. Der Landwirtschaft könne nur geholfen werden durch eine Stärkung der Kauf­kraft der breiten Derbrauchermassen. Die Sozial­demokratie sei nicht eine einseitige Vertretung der Arbeiter und Verbraucher. Die Sozial­demokratie weiß längst, daß Bauernnot Volks- not ist. Die Bauernschaft und Landarbeiterschaft bildet eine Vcrbraucherschicht, die für das Ge- ... .....---------

deihen der industriellen Produktion von größter wirtschaft nicht. Sie tft von den Weltmarktpreisen Bedeutung ist. Es ist richtig, daß heute eine Krise in großen Teilen der Landwirtschaft be­steht Eine Ursache der landwirtschaftlichen Krise ist die Rückständigkeit der land­wirtschaftlichen Produktion in Deutsch­land. (Große Unruhe rechts.) Wir sind bereit, Mittel für eine bessere technische Schu­lung zu bewilligen. Eine weitere Ursache ist die Desorganisation deS Marktes, die dazu führt, daß der Bauer seine Ware der Reuhork, 29. Febr. (WB.) Der deutsche Spekulation überläßt und ein teilweise, parasr- Botschafter v. Prittwitz und Gafsron hielt heute tärischer Zwischenhandel die Preisspanne ^nem ihm zu Ehren veranst rlteten Frühstück zwischen Erzeuger und Verbrauchs m ungesun- I deutsch-amerikanischen Han-

um Ä 'Ä. Sft »«»l « » m er im Wer ".®ub

fünften Bodenverteilung, die ihren Ausdruck eine Rede, in der er missuhrte, die völlige wirt-

darin findet, daß östlich der Elbe fünfzig Mag- schaftliche Gesundung Deutschlands hange haupt- naten sitzen, von denen jeder 10 000 Hektar sächlich von der Lösung dreier Probleme ab.

besitzt. Die Rot der Landwirtschaft ist großenteils Erstens von der Rationalisierung des

verschuldet durch die Politik der jetzigen Re- Produktions» und Derkaufsappa- gierung. die nicht die schädliche P^politirfter zweitens von der Teilnahme an der

ffÄÄÄ* S ä kirtfVaftlidKn 21 u f I =61 i c B u n g bzw im Ruhrgebiet der Milchverbrauch pro Kopf Entwicklung anderer Land er, und drittens und Tag nur Vio Liter beträgt. Zur Regierung von der Möglichkeit der Erfüllung der haben wir nicht das Vertrauen, daß sie die öffentlichen und privaten finanziel- Hilfsmittel gerecht verteilt. Die großen Summen, Hen Verpflichtungen an das Au S - die die Regierung plötzlich zur Verfügung stellt sand. Die Produktionsfähigleit habe unter dem wecken den Verdacht, daß hier Vabanque-Politik aIIflmeinen günstigen Wirtschasts-

getrieben wird, daß man dek kommend en ueuen ^njuicktur des vorigen Jahres wieder einen

hohen G-ad-r-eicht. ®ag£flcn Men Me grobe nähme vor. bis wir die Einzelheiten der ge- P a ss lvi t a t der Handelsbi l anz und planten Hilfsmaßnahmen übersehen können. Wir die ungünstige Zahlungsbilanz erken- verlangen Aufhebung der Futtermittelzölle und nen, daß der Einfuhrüberschuß und die in bar Förderung des Fleischexportes. leistenden Reparationen bisher

Ahg. Iandrey (£)n.) zweifellos in weitgehendem Maße aus dem

erklärt: Die Qiot sei ungeheuer groß in allen Erlös der auswärtigen Anleihen ge» Kreisen der Landwirtschaft, nicht nur bei den deckt wurden, was auf die Dauer nicht fortgesetzt selbständigen Bauern, sondern auch bei den werden könne. Alle privaten und öffentlichen Landarbeitern. Auch der Landarbeiter be- finanziellen Verpflichtungen an das Ausland komme beim Verkauf seines Schweines einen so&ten letzten Endes aus den Ausfuhr- niedrigen Preis, daß nicht einmal ferne Selbst- Überschüssen gezahlt werden. Die große j°6tCnu* Sauetnfitmmcn toir!°To muß man Steuerlast di- Produktion und be-

an die Bedingungen erinnern, zu denen die von schränke die Kaufrraft des heimischen Marktes. Sozialdemokraten beeinflußten Länderregierungen Straff durchgeführte Sparmaßnahmen zur Er­der Landwirtschaft die Kredite gegeben haben, möglichung der Steuerherabsetzung hätten nur Sie verlangten nur 2 Prozent Zinsen, aber e|ne beschränkte Wirkung, weil der größte Bud- 8 Prozent Amortisation, wie ein Wu- getposten, nämlich die Reparationen, die cherer. Die von der Regierung geplante Hilfs» zische Wirtschaft zudem noch mit anderen dem'Dauernde^Hilfe 'kann erst^gesch?ffen werden, Abgaben schwer belasten, der Kontrolle der deut- toenn die Landwirtschaft wieder rentabel gemacht I schen Regierung entzogen fei. Derartig große wird. Die veterinärpolizeilichen Bestimmungen | Verpflichtungen seien nur erfüllbar, wenn Deutsch- sollten auch bei Gefrierfleisch angewendet wer­den. Das Kontingent von 120 000 Tonnen zoll­freien Gefrierfleisches entspricht einer Menge von 1 200 000 Schweinen. Würden diese Schweine Öer Landwirtschaft abgenommen, so wäre das schon eine große Hilse. Rotwendig ist auch der Ab­bau der Einfuhr von d f r ü ch t e n und ausländischen Gemüsen. Wenn nicht geholfen wird, dann werden wir Bauern mit unseren Handwerkern und Kaufleuten zusam­men nach Berlin kommen, um in ruhiger, stiller Demonstration zu zeigen, wie es der Land-