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3n[j. Eine vorbildliche und gltil hat die hiesioe Feld- Mi Seb'-ete der Heimat' 1 °>e alten historischen Ee- n der Demacking zu er» tnesse an ihnen, die «in w, in weiteren Kreisen zu l'äPng der Stadtverwaltung '.chtl'.ch bedeutenden Aewan« üchnungsftein« durch h I - Alssetd aufgeßellt, aus Tewann ausgezeichnet, d. b. lauen ist. DiShcr wurden abrzeichnung aus diese Meile itlung ausgestellt. Zur §r« ren Anzahl solcher Steine der hiesige Teschichts- und t Leitung von Kommerzien« n 'betrag von 50 Wl. Dieser ier Errichtung dieser Steine. Kenntnis innerhalb der ®c- chtlandvirte erleichtert und ch bic Erinnerung au die MarkungSgebietes wach f"* tm bet QesienLchleit nut erden, ^ne weitere 'S-:«" >ndschasMd ersahren durch V.H.E. bereits in Angüss ng eines schmucken Aus- aus dem in nächster Olaae n sehr schonen Aussicht^ lng'Dcrg'. »ozu da-'er- m Dege der Zeldde-em'guim er Stadt zu diesem Zveae llt worden ist. .,

,rod. 4. Juli. Cantern-- clzer vom Landwirt« nbng H 8* Ä eldrundgang ab.

^-rung halten hchv^N 5er Äundgangsleiter suy-ie dm Winter-, Sommer« und ^orach mit chnen aus dem Wiler Art.

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mittags der große historische Festzug durch die Straßen der Stadt bewegen. Er ist gedacht als der Einzug Philipp des Großmütigen 1527. Auf dem Marktplatz wird der Magistrat Philipp begrüßen. Dann begibt sich der Zug nach dem Schloß, wo der Landgraf von der Marburger Sängerschaft begrüßt und mit kurzen Worten das große Schloßfest eröffnen wird. Für die Gäste wird anschließend im Rittersaal ein Kaffee ge­geben. Das große Volksfest in den Anlagen zwi­schen Schloß und Dammelsberg soll den Beweis erbringen, daß älniversitcjt, Stadt und Provinz eine Gemeinschaft bilden. Es sind dort Zelte vor­gesehen, die insgesamt 7000 Personen aufnehmen können, und außerdem noch ungefähr 3000 Plätze im Freien. Schwälmer und ob>rhessische Dauern- tänze, Volkstänze von Jugendgruppen, histo­rische Schwertertänze des akademischen Turn­vereins, Liedervorträge der Marburger Gesang­vereine, Belustigung der Kinder durch Puppen­spieler, Spinnstubendarstellungen, Hans-Sachs- Spiele usw. werden für Unterhaltung und Froh­sinn sorgen. Um 9 Uhr abends findet im Fest- zelt auf dem Kämpfrasen ein Kommers und gegen 12 Uhr nachts große Schloßbeleuchtung statt.

Handelskammer-Tagung m Hanau.

gur 400-Iahrseier der Marburger Universität.

H Marburg, 4. Juli. Stadt und Uni­versität sind eifrig mit den Vorbereitungen zu dein Ende Juli stattfindenden Universi t ä t s - j u b i l ä u m beschäftigt. Der Gang der Feierlich­keiten ist kurz folgender: Am Rachmittag des 2 9. Juli Einweihung des Denkmals für die Gefallenen der Universität am Audolphsplatz, der turnerische Veranstaltungen der Studenten­schaft im Stadion vorangehen. Für den Abend ist seitens der Universität in dem großen Festzelt auf dem Kämpfrasen eine Begrüßungs­feier vorgesehen, während die Studentenschaft einen Facielzug veranstaltet, wobei die Häuser der Stadt illuminiert werden. Am Vormittag des 3 0. Juli finden zunächst Gottesdienste statt, und um 11 Uhr der erste Festaktus in dem großen Festzelt auf dem Kämpfrasen. Rachmittogs wer­den das neue Kunstinstitut, die neue Ohren-, sowie die Kinderklinik ihrer Bestimmung über­geben. Abends schließt sich ein Festessen an. Da­neben finden an anderen Stellen eineFaust - Rezitation von Wüllner und ein Sinfoniekonzert statt. Roch dem zweiten Festaktus im Festzelt am Sonntag, 31. Juli, vormittags Wird sich nach-

Werh.

Weiß zieht und seht in drei Zügen Weiß: 3 Steine Ke4; Db5; La5.

Schwarz: 1 Stein Kc8.

Internationales Schachturnier zu Bad-Homburg.

Amtsgericht Metzen.

Gießen, l*3uli. Die Angeklagten L. F. aus Kl.-L.. W. F. und W. R. aus Gießen, der erstere aus der Straf-, der letztere aus der Unter­suchungshaft vorgeführt, alle mehr oder weniger vorbestraft, sämtlich sich alsKaufleute bezeich­nend. haben im Jahre 1925 26 mit dem Elektro­installateur A. W. aus W. mehrfache Geschäfte abgeschlossen, die an Unübersichtlichkeit nichts zu wünschen übrig ließen. Der Zeuge W. behauptet, den Angeklagten einzelne Gegenstände, wie Rad.o- apparate. Heizöfen, Bügeleisen u. dgl. übergeben zu haben, teilsin Rechnung", teils unter Eigen­tum svorb eh alt. Die Angeklagten bestreiten das letztere, behaupten, die Gegenstände seien chnen, z. T. als Pfand, jedenfalls nicht unter Eigen- tümsvorbehalt geliefert worden. Da als einziger der Zeuge W. in Frage kam und des,en oft wenig klaren Rechtsgeschäfte gerichtsbekannt sind er hatte übrigens erklärt, kein Interesse mehr an der Bestrafung zu haben wurden die An­geklagten von der Anklage der Unterschlagung mangels Beweises freigesprochen

Der vorgenannte Zeuge A. W. saß 6alb nachher selbst auf der Anklagebank. Er gatte Abonnentengelder unterschlagen. d,e er für eine Frankfurter Firma, die Zeitschriften vertreibt, vereinnahmt hatte. Es lag zugleich Untreue vor. Strafe: 7 0 R M.. im Fall der Unsinbringlichkelt

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Heinrich Mack N»M. Ubn a. 0.

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unterlassen hatte. Auch erschien es recht frag­lich, ob man bei der geschilderten Sachlage die Angeklagten i. S. des Gesetzes alsHilfspersonal' des W. jun. ansehen konnte. Trotzdem konnte auf Grund dieses Sachverhaltes nicht verurteilt wer­den, da den Angeklagten nicht nachzuweifen war. daß sie sich bewußt waren, unberechtigt zu fischen. Es scheinen in dieser Beziehung in beteiligten Kreisen rechtlich irrige Auffassungen zu bestehen, die den Angeklagten zugute zu halten waren. Da jedoch festgestellt wurde, daß die beiden An­geklagten auch dann noch gefischt hatten, als W. jun. schon weggefahren war, wurde jeder von ihnen in eine Geldstrafe von 20 RM. ge­nommen.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch«

Das Aepfelchen.

Bevor wir - es war 1915 in die Karpathen einmarschierten, lagen wir in Ragy-Berezna, einem kleinen ungarischen Städtchen. Der Kompagnie- schnutenfeger war abgängig geworden, und so ließ der Feldwebelleutnant Pulverloch den Barbier des Ortes zu sich inä Quartier kommen.

Herein trat ein kleiner, buckliger Kerl, der sich unter vielen Verbeugungen vorstellte, und geschäftig Messer, Schere, Seife, Schleifstein, Riemen, Puder­quaste, Handtuch und ein ganz kleines Aepfelchen auspackte. Dann stellte er einen Stuhl zurecht, sagte in seinem Ungarisch-Deutsch:Teszik, nemmen Sie Platz", und seifte den Feldwebelleutnant mit einer stark parfümierten Seife ein.

Stinko gutt, Gnaden, nit wahr?"

Mit flinken Bewegungen zog er das Messer ab: Habe oft Ehre gehabt, gnädige Herren zu bedienen."

Run ergriff er das Aepfelchen:Haben Gnaden Gnad' und nemmen Apfel in Maul, damit ausfillt Wange."

Und weil der Apfel wirklich ganz appetitlich ausfah, tat es der Feldwebelleutnant auch. So wurde er über den Apfel rasiert, gewaschen und gepudert. Zufrieden erhob er sich und gab dem Barbier seinen Lohn. Der dankte und bat mit vielen Bücklingen um sein Aepfelchen.

3 das habe ich ja gegeben und herunter­geschluckt."

3oi, joi, hab' ich schon viel' Kunden mit jennern Aepfelchen rasiert wo soll ich nun her- nernrnen Aepfelchen so klaines?"

Mediziner-Spässe.

Die folgenden Kleinigkeiten sind den in der Medizinischen Welt" mitgeteiltenAnekdoten um Erb" entnommen.

Erb hatte in der Vorlesung bei einem Kranken die Diagnose auf einen apfelgroßen Tumor gestellt, und als der Mann starb, fand sich bei der Autopsie nichts. Erb sagte bei der Besprechung des Falls in der Klinik mit großer Verachtung:

Traurige Kerl, die Pathologe, noch nit ernol mein Tumor hawwe fe g'funnel"

Kolleg, Praktikant: Patient von einem Baum gefallen, geringe Störungen in den unteren Extre­mitäten. Der norddeutsche Praktikant macht seine Sache ganz gut. Diagnose: Ouerfchnittslrauma des Rückenmarks. Erb, gemütlich mit dem Kopf nickend: Ra, junger Freund, e bissel zu nobel und zu viel. Sagen mer halt, er Hot sich ordentlich de Hinnere verbellert!"

Der Rorbdeutsche verstand kein Wort.

Dem Chefarzt des Krankenhauses fällt es eines Tages auf, daß der Inhalt der großen Weingeist­flasche im Operationsfaal stärker abgenommen hat. als es dem chirurgischen Verbrauch entspricht. Er stellt seine Diagnose aufinnere Anwendung" durch das Personal und hängt an die Flasche einen Zettel mit der Aufschrift: Methylalkohol! Gefahr der Er­blindung! Am andern Morgen fehlt wieder etwas, doch nur halb so viel wie beim ersten Male. Auf dem Zettel aber steht geschrieben:Een Ooge riskier' ick!"

7 Tage Gefängnis. W. war seither noch nicht vorbestraft. Deshalb wurde von einer Freiheits­strafe abgesehen.

H. B. aus Lg. hatte nicht für sein uneheliches Kind gesorgt, obwohl er von der Bürgermeisterei seines Heimatortes dazu aufgefordert war. Er behauptete, wirtschaftlich nicht dazu in der Lage gewesen zu sein. Das Gericht nahm jedoch an, daß der Angeklagte wenigstens etwas für das Kind habe tun und er zum mindesten seine Ar­beitskraft intensiver habe verwerten können. Strafe: 2 Wochen Haft. Bei der Urteils­verkündung wurde darauf hingewiesen, daß bet dem Justizminister eine bedingte Begnadigung angeregt werde. Der Angeklagte hat es dann in der Hand, durch eine gewisse Fürsorge für das Kind sich den Erlaß der Strafe zu sichern.

Der Eisenbahnbeamte i. R. G. H. aus H. war angeklagt, im August vorigen Jahres den Rachtwächter von Gr.-L. mit gröblichen Be­schimpfungen beleidigt zu haben, als dieser ihn nachts archielt, weil er mit dem Rad ohne La­terne fuhr. Der Angeklagte bestritt, der Täter gewesen zu sein. Sein Arzt, bei dem der An­geklagte 4 Tage später zur Konsultation er­schienen war, hielt es für fraglich, daß der An­geklagte 4 Tage zuvor noch Rad gefahren sei. Der als Rachtwächter vernommene Zeuge hatte jedoch den Angeklagten, den er schon lange kennt, an Stimme, Gestalt und Gesicht mit einer jeden Zweifel ausschließen'oen Gewißheit erkannt. Er hatte ihn mit einer hellbrennenden Taschen­laterne beleuchtet, als er auf ihn zufuhr, vor ihm hinfiel und dann mit dem Rad in der Hand wütend auf ihn losging. Das Gericht sah den Angeklagten als überführt an. Strafe: 40 R M., im Fall der Uneinbringlichkeit 7 Tage Gefängnis. Dem 'Rachtwächter wurde das Recht zugesprochen, das Urteil durch Aushang an der Ortstafel zu veröffentlichen.

Die üblichen Fälle von Verstößen gegen das Kraftfahrgesetz fehlten nicht. Ein Fall wurde zur weiteren Aufklärung vertagt, im anderen auf eine Geldstrafe von 20 RM. erkannt. Beidemal wurde die mißbräuchliche Benutzung eines Probe­fahrtkennzeichens zur Last gelegt.

Eine Fifchereisache nahm längere Zeit in Anspruch. W. fcn. war 1926 Pächter einer Fischerei an der Lahn. Er gestattete seinem Sohn, die Fischerei für ihn auszuüben. Dieser beauftragte im Juli v. I. den Gastwirt A. S. und den Schuhmachermeister T. E., auf einem Kahn mit einem Reh zu fischen, während er selbst in einem Paddelboot hinterher fuhr. S. und E. hatten wegen unberechiigten Fischens Strafbefehle erhalten, gegen die sie Einspruch einlegten. In der Hauptverhandlung wurde festgestellt, daß W. sen. nicht ohne weiteres die Ausübung der Fischerei an W. jun. überlassen durste. Der letz­tere mußte eine Fischereikarte Hen was er

Bearbeitet

Problem Nr. 116.

Don W. Shinkman.

Schwarz.

Amtsgericht Wetzlar.

£2 Verstoß gegen die Verordnung des Ober- Präsidenten der Rheinprovinz weil sie in Öen Gemarkung Dorlar entgegen dem Verbot ein weibliches Reh und einen Rehbock gelegentlich der Treibjagd abgeschossen haben sollten war zwei Jagdberechtigten aus Altenhundem bzw. Rodheim a. L. zur Last gelegt. Gegen die er­lassenen gerichtlichen Strafbefehle über je 100 Mk. Geldstrafe hatten beide Angeklagte Einspruch er­hoben. Das Gericht vermochte nur die Schuld des

heiten, Dearbeitungs- und Düngungsfragen er­örtert. Linker den beobachteten Pflanzenkrank­heiten sind besonders hervorzuheben: Gelbrost an Weizen. Blasenfluß an Roggen und Streifen­krankheit an Gerste. Heber Die Rostkrankheiten und ihre Bekämpfung gab Dr. Selzer auf Befragen näher Anschluß und empfahl die Rot- wendigkeit sachgemäßer Düngungs- und Boden­bearbeitungsmaßnahmen. Die Gemeinde Rup­pertenrod war durch den Beigeordneten Phi­lippi vertreten, der am Schluffe des Ganges Dr. Selzer für seinen belehrenden Rundgang und seine allgemein verständlichen Ausführungen dankte. Die versammelten Landwirte äußerten fernerhin noch den Wunsch, daß im Winter ein Vortrag überDüngungsmaßnahmen" gehal­ten werden möchte.

«o, Schadenbach, 4. Juli. Unter starker Be­teiligung von hier und auswärts feierte gestern die hiesige evangelische Kirchen- gemeinde ein G u st a v - A d o 1 s - Fe st. Zu Dem Festgottesdienst am Vormittag hatten sich so viele Teilnehmer eingefunden, daß die Kirche bei weitem nicht alle Besucher fassen konnte. Die Festpredigt hielt Pfarrer Hoffmann, früher in Maulbach. Der Gottesdienst wurde durch Ge­sangsvorträge der Gemischten Chöre von Decken­bach und Schadenbach sehr bereichert. Im An­schluß cm den Gottesdienst waren die auswär­tigen Gäste von den hiesigen Ortseinwohnern zur Bewirtung eingeladen. Die Rachversamm­lung im Freien hatte gleichfalls starken Besuch aufzuweisen.

Dieser Tage trafen sich Vertreter der hessi­schen und hessen-nassauischen I n - dustrie- und Handelskammern in Hanau zu einer gemeinsamen Versammlung. Nach einem Referat des Syndikus Dr. E h a r i f f e-- Mainz über die wirtschaftliche Lage des besetzten Gebiets nahm die Versammlung olgende Entschließung an:

Die in Hanau versammelten Vertreter der In­dustrie- und Handelskammern des Gebietes am Mittelrhein und Main halten sich für verpflichtet, mit Nachdruck auf das schwere, immer fortwirkendc Hemmnis hinzuweisen, das die Besetzung eines großen Gebietes des Rheinlandes durch fremde Mächte für eine freie Entwicklung der Wirt­schaft in den besetzten Gebieten selbst und den an­grenzenden Bezirken darstellt. Allein die Tatsache der Besetzung schafft eine unsichtbare, aber stark trennende Grenze auch in wirtschaftlicher Beziehung. Das Vertrauen der Wirtschaftskreise des unbesetzten Deutschlands zu einer ruhigen und ungestörten Ent­wicklung der Geschäftsbeziehungen mit dem besetz­ten Gebiete ist nach den Ereignissen der letzten Jahre noch nicht zurückgekehrt, besonders auch da die Auswirkungen der Verträge von Locarno im besetzten Gebiet noch immer auf sich warten lassen. Die Wirtschaft des besetzten Gebietes selbst, die ihrer Struktur nach mit der des unbe­setzten Gebietes in inniger Wechselbeziehung stehen muß, wird hierdurch aufs Schwerste geschä­digt. Dazu kommt noch die lähmende Wirkung, die die Anwesenheit von fremden Truppen auf den einheimischen Unternehmungsgeist und die freie Entwicklung der ansässigen Unternehmungen aus- üben muß. Noch heute ist z. B. durch die Besetzung der freie, für die Wirtschaft immer bedeutungsvoller werdende Luftverkehr unterbunden und das besetzte Gebiet in einen Ausnahme- zuftand versetzt, unter dem kein anderes Gebiet der Welt steht. Wertvolles Jndustriegelände ist für militärische Zwecke beschlagnahmt. Die oben ge­nannten Handelskammern ersuchen daher die Reichsregierung dringend, mit Nachdruck auf eine baldige Beseitigung d e r B e - s e tz u n g hinzuwirken im Interesse einer freien wirtschaftlichen Entfaltung der für die gesamte deutsche Volkswirtschaft so wichtigen, von der Be­setzung mittelbar ober unmittelbar betroffenen Ge­biete." r , , , ...

Zur Frage der B i n n e n u m s ch 1 a g t a r i s e berichtete das Mitglied der Industrie- und Handels­kammer Mainz, Philipp Schmitt. Hierzu gab die Versammlung einstimmig folgende E r kl a r u ng ab:

Schon seit Jahren muß die Rhein- und Main- schisfahrt mit Befremden feststellen, daß die Tarif­politik der Deutschen Reichsbahn immer wieder darauf gerichtet ist, Transporte, die seither auf dem Wasserweg zur Verfrachtung ge­langten, durch Ausnahmetarife der Eisen­bahn zuzusühren. Mit großer Sorge beobachten die Wirtschaftsvertretungen diesen immer starker wer­denden Kampf gegen die Binnenschiffahrt Die am 28. Juni d. I. in Hanau versammelten Vertreter der Handelskammern des Rhein-Maingebietes stehen da­her auf dem Standpunkt, daß die Deutsche Reichs­bahn-Gesellschaft die einseitige Bevorzugung der Seehafenplätze beseitigen und der Binnen­schiffahrt die ihr zukommenden Umschlags- t a r i f e gewähren muß. Es muß insbesondere er­wartet werden, daß die von den rhein-mainischen Handelskammern bereits feit langem gestellten For­derungen auf Wiedereinführung einzelner Was­serumschlagstarife endlich erfüllt werden.

Ueber die kommende Reichsra hmen- reaeliing für die Gewerbesteuer sprach Syndikus Dr. Cratz, Offenbach. Eine bal­dige reichsgesetzliche Regelung der gesamten Ge­werbesteuern wurde von der Versammlung als dringend erwünscht bezeichnet.

Weiterhin standen noch zur Beratung meinsame Vorschriften für Bucher­revisoren, sowie für Sachverständige im allgemeinen.

Starkenburg.

Lpd. D a r m st a d t, 4. Juli. Heute um die Mittagszeit wurde in der Langestraße ein ein­einhalbjähriges Mädchen durch ein Bierfuhr- werk schwer verl etzk. Das Kind faß mit hem Rücken an ein Haus gelehnt auf dem Fußsteig. Als der Bierwagen umwenden wollte, ist er wahrscheinlich mit dem Hinterteil des Hauswand ziemlich nahe gekommen und hat dabei das Kind ersaßt oder an die Wand ge­drückt. Das bedauernswerte Kind wurde mit einem Schädelbruch und innerenVer- l e h u n ge n ins Krankenhaus gebracht.

Lpd. Erbach i. O., 4. Juli. Die in der Rahe vvn B i e l b r u n n im Talkeffel gelegene G eyersmühle brannte mit dem. an­schließenden Wohnhaus vollkommen nie­der. Die Scheune konnte vor dem Feuer be­wahrt werden. Der Sachschaden ist sehr bedeu­tend, wenn auch teilweise durch Versicherung gedeckt. Die Ursache des Brandes ist vermut­lich in dem Heißlaufen von Lagern zu suchen. Der angestrengten Tätigkeit der Feuerwehr von Vielbrunn gelang es, das Feuer zu löschen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

-t- Hochelheim, 4. Juli. Eine ansehn­liche Festgemeinde war am gestrigen Sonntag hier zusammengekommen, um gemeinsam mit der hie­sigen Christlichen Gemeinschaft dieEin- weihung des neuerbauten Vereins- Hauses festlich zu begehen. Eingeleitet wurde das Fest, das von Prediger Tripp le r lGrvß- Rechtenbach) geleitet wurde, durch eine Begrü­ßungsansprache des Ortsgeistlichen Pfarrer Schneider. Hiernach hielt der Direktor der Evangelischen Gesellschaft, Pastor Essen (Elber­feld) die Festansprache. Im Anschluß hieran folgten kurze Begrüßungsreden durch ^Prediger Meng (Grohen-Linden), Missionar Bär (Groß- Rechtenbach) und Rektor Ahbach (Rieder- girmes). Das Schlußwort sprach Prediger Sem­mel (Darmstadt), worauf Prediger Trippler (Groß-Rechtenbach) in warmen Worten allen denen dankte, die bei dem Bau des Vereins- Hauses tätig mitgeholfen haben. Die gemein­samen Lieder wurden durch mehrere Posaunen­chöre der Umgegend, unter Leitung des Diri­genten Doller (Lang-Göns), würdcg begleriet, ebenso trugen die Gemischten Chöre bou ojer, Hörnsheim und Lützellinden durch gesanglichL Darbietungen zur Verschönerung des Festes bet. Das neue Dereinshaus ist am Dorsausgang nach Lang-Göns errichtet. Es enthält einen größeren unb einen kleineren Saal von 11 bzw. 6 Meter Länge und 10 Meter Breite, die gegebenenfalls vereinigt werden tonnen. Der Bauplatz wurde der Gemeinschaft von einem hiesigen Emwohn^ geschenkt. Die Bauarbeiten wurden, wte auch sonstige Arbeiten, wie Backsteinbrennen, Sand­graben usw-, von Mitgliedern der Gemetnschaft. unter denen viele Maurer sind, kostenlos aus­geführt. Die übrigen Baukosten wurden größten­teils durch Verkauf von sog. Bausteinen m den umliegenden Gemeinschaften aufgebracht.

Kreis Kirchhain.

][ Kirchhain, 4 Juli. Gestern nach­mittag ereignete sich tn der Rähe des Raden- häuser Hofes ein schwerer Motorrad- Unfall durch Platzen eines Radreifens. Einer der beiden Fahrer, der Schreiner Fischer aus Moischt bei Marburg, mußte mit lebens­gefährlichen Kopfverletzungen m die Marburger Klinik gebracht werden. - Auf dem Wege zum Frankfurter Flugtag blieb gestern ein Flugzeug der Kasseler Raab-Kahenstein- werke in den Bäumen des Herren­waldes hängen. Das Flugzeug wurde be­schädigt und muhte abmontiert werden.

von W. O r b a ch.

London 5 P. 2. Pr.: Bleutgen. Mainz 4 P.

3. Pr.: Bre.h Aachen und Haar, Frankfurt a. M., 3V-. P. 4. bis 5 Pr. get; Dr. Stern. Würzburg 3 P. 6. Pr.: Springe, München 2»,'s P. 8. Pr.: Riemann. Frankfurt a. M. 1 P. 8. Pr.

Lösung des Problems Rr. 113. Dvn A. don Elbe.

1. Dh3 h2! usw.

Das Sechs meisterturnier zu Bad Homburg v. d. H. ging Donnerstag, den 24. Juni, zu Ende, über das wir schon kurz berichteten. Rachstehend geben wir die Resultate zu den einzelnen Run­den. 1. Turnus: 1. Runds: Tartakower gewinnt gegen Orbach. der jedoch Remis erzielen konnte. Reti gegen Sämisch Bogoljubow gegen Jades, trotz besserer Position des letzteren. 2. Runde: Tartakower gewinnt gegen Bogoljubow trotz einer toten Remisposition, da Bogoljubow ver­gebliche Gewinnversuche unternahm. Reti gegen Jates. sowie Sämisch gegen Orbach in einer Gewinnstellung für Orbach, der jedoch in Zeit- bedrängnis einen groben Fehler beging. 3. Runde: Orbach gewinnt in glänzender Weise gegen Jates, Bogoljubow gegen Reti, Sämisch gegen Tartakower remis. 4. Runde: Orbach gegen Bogoljubow remis, Tartakower gegen Reti remis, Sämisch gegen Jates remis. 5. Runde: Jates gegen Tartakower remis, Bogoljubow gegen Sämisch remis, Reti gewinnt gegen Or­bach ebenfalls in einer ausgesprochenen Remis- tellung infolge eines Versehens Orbachs. 6. Runde: Tartakower gegen Orbach remis. Bogoljubow gegen Jates remis. Reti gewinnt gegen Sämisch durch kraftvolles Spiel. 7. Runde: Bogoljubow gewinnt in glänzender Weise gegen Tartakower, Reti gegen Jates. Sämisch unb Orbach spielen remis. 8. Runde: Orbach ge­winnt gegen Jates, Bogoljubow gegen Reti, Tartakower und Sämisch spielen remis. 9. Rmwe: Die interessante Partie Bogoljubow gegen Or­bach endet unentschieden, desgleichen Reti gegen Tartakower, unb Jates gegen Sämisch 10. Runde: Tartakower schlägt Jates, die Partie Orbach gegen Reti endet nach kurzem Kampfe unent- chieden. Bogoljubow schlägt Sämisch

Das Endresultat ist somit folgendes: Bogol­jubow 7 Punkte 1. Preis: Reti 61/2 P 2. Pr.: Dr. Tartakower 6 P. 3. Pr.: Orbach 4^2 P. 4. Pr. Es folgen: Sämisch 4 P.: Jates 2 P.

Das mit 24 Teilnehmern begonnene inter­nationale Hauptturnier zeigte in der Sieger­gruppe folgendes Schlußergebnis: Weißgerber, Saarbrücken 51/2 Punkte 1. Preis: Morrison,

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