-"rsZ
''A
,toi»A5ai-
Kfffiste ■"
4’Ä ®*w ä£i
,f,J.Bn die nw' ucksichisioz auijul^,
hÄ? flCrin9en ^. u selvih verstehen l'chen Mak rtT A- um einer plöbliL- ZL«P EvL üchv» Nenichen v"
10 Mmand mit den k unzufrieden. Aber r 1 ®”lt. ta «A L
? respektvoller!^ bat >
Diemen meinst buT* .V • höhnisch, und das hott 'n der Drüber war »
?t Stimmung zu sein! >
luvortete Heinrich.
der andere. „Aber - en Wünschen meiner zi: j irlich auch dafür, dah t- üen Wlllen kriegt!" lung folgt.)
Mittwoch, 51. August J932
Ul 204 Svirbarrssabe
182. Jahrgang
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Drud und Verlag: vrühl'sche Univer^ais-Vuch- und Steinbruderei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Gefchästrstelle: Schulttraße 7.
Annahme von artigen für die lagttnummtr bi» zum Nachmittag vorher.
Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mm 'Brette örtlich 8, ausrodrt« 10 Reichspsennig; für Be- klameanteigen von 70 mm Breite 35 Relchspsenmg, Playvorschrift 20" mehr.
Chefredakteur
Dr. Friedr Wich. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Will) Lange, für Feuilleton Dr H.Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil Nlax Filter, sämtlich >n Wehen
Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild Die Scholle
Monats-Bezugspreis:
Mit 4 Beilagen RM. 1.95
Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. , -.26 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt.
Hernsprechanschlüfte unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten Anzeiger Glehen. poftscheckkonto:
Sranffurt am Blain 11686.
580 liere
ms all Erdteilen
150 edelste Rassepferde
Links. Hauptmann Goering (NSDAP.). — Mitte: Esser (Zentrum). — Rechts: Graef (DNVP).
den
WttvekeidiBieMMaasMiondesASÄAV
das und
Stimmen für den Abg. ’S orglet (Komm.) gegeben worden find. Eine Stimme fiel aus Abg. Stöhr (Rats.).
Zum Reichstagspräsidenten ist also her Abg. Goering mit absoluter Mehrheit gewählt worden. Die Rationalsozialiften begrüßen Wahlergebnis mit lautem Beifallsklatschen
mit Heilrufen.
Abg. Gocring nahm die Wahl an.
Nachdem Abg. Goering sich zur Annahme der Wahl bcrciterklärt hat, erklärt die Altersprä- sidentin Frau Zetkin: Damit ist meine Pslicht als Alterspräsidentin erfüllt und der gewählte Präsident muß seines Amtes walten. - Ein Nationalsozialist ruft: „Frau Zetkin, das ist nur einmal. das kommt nicht wieder!"
Unter lauten Heilrusen der Nationalsozialisten nimmt der neugewählte
Reichstagsprasident Goering
den Präsidentensih mit dem Hitlergruß ein, der von seiner Fraktion erwidert wird. Er erklärt: „Durch die Mehrheit als Vertreter der stärksten Fraktion zum Neichstagspräsidenten gewählt, danke ich für das Vertrauen und verspreche, mein Amt unparteilich und gerecht und nach der bestehenden Geschäftsordnung auszuüben. (Beifall bei den Nationalsozialisten.) Ich werde für die
Uneingeschränkte Auslösungsvollmacht
Ein halbamtlicher Bericht über das Ergebnis von Neudeck.
Die Präsidentenwahl hat das Ergebnis, daß 367 Stimmen für den Abg. Goering (Rats), 135 Stimmen für den Abg. Lobe (Soz.). 80 ab-
Ordnung und Würde dieses Hause- Sorge tragen, lasse aber keinen Zweisel daran, daß ich ebensowenig die Würde und die Ehre des deutschen Volkes antasten lassen werde. Die Ehre des deutschen Volkes wird in mir einen berufenen Hüter finden." (Beifall und Heilrufe der Nationalsozialisten.)
Der Präsident bittet um Vorschläge für den er ft en Vizepräsidenten
Abg. Dr. F r i d (Natsoz.) schlägt den Abg. . Esser (Z.) vor.
Abg. Tor gier (Korn.) rüst. ..Das sind die elften Früchte der neuen Verhandlungen!"
Von den Sozialdemokraten wird Abg. Lö b e (Soz.), von den Kommunisten Abg. T o r g l c r (Korn.) vorgeschlagen.
Don den abgegebenen 568 Stimmen fallen auf den Abg. Esser (Z.) 276, auf den Abg Löbe (Soz.) 214 und aus den Abg. T o r g I e r (Korn.) 77 Stimmen. Eine Stimme erhält Frau Zetkin.
Die absolute Mehrheit ist für den Abg. Esser nicht erreicht, es findet Stichwahl statt zwischen den Abgeordneten Esser und Löbe.
Die Stichwahl ergibt die
Wahl des Abg. Esser
mit 347 gegen 138 Stimmen, die für den Abg. Löbe abgegeben worden sind. Die 77 fommu- niftifchen Stimmen für den Abg. Torgler waren beb der Stichwahl ungültig. Abg. Esser nimmt die Wahl an.
Als zweiter Vizepräsident wird von den Deutschnationalen der Abg. G r a c f -Thüringen (Dnl.) vorgefchlagen. Es erhalten
Abg. Graes-Thüringen (Onl)
335 (Stimmen, Abg. Löbe 139 und Abg. T org - ler (Korn.) 78 Stimmen. Abg. Graes ist also mit Mehrheit gewählt: er nimmt die Wahl an
Für den Posten des dritten Vizepräsidenten werden vorgeschlagen von der Bahe- rischcn Dolkspartei N a u ch , München, von den Sozialdemokraten Abg. Löbe, von den Kommunisten Abg. T o r g k e r. Gewählt wird
Abg. Aauch München (BVP.)
mit 350 Stimmen, während Abg. Löbe (Soz.) 1.24 Stimmen, Abg. T o r g I e r (Komm.) 76 Stimmen und Abg. Dr. Dingeldey (DVP.) eine Stimme erhalten hat.
Es folgt dann die Wahl der Schriftführer. Die Auszählung des Wahlrefultates soll erst morgen erfolgen.
Präsident Doering
verliest dann die Namen der Vertreter her Fraktionen im Ausschuß zur Wahrung der Rechte der Volksvertretung und im Auswärtigen Ausschuß. Er erklärt weiter, daß weitere Ausschüsse schon morgen sich konstituieren werden. Er fährt dann fort: Ich bitte um die Ermächtigung, dem Herrn Neichspräsidenlen in einem Telegramm die Bitte auszusprechen, das Präsidium des Reichstages nicht, wie es die Form vorschreibt, gelegentlich zu empfangen, sondern unverzüglich zum Vorträge zu empfangen. (Beifall.) In letzter Zeit häufen sich die Nachrichten über eine beabsichtigte Ql u 6» scha11ung des Reichstage-. Er soll an»
S orglet (Komm.) vor. Gr verliest dazu eine Erklärung seiner Fraktion, daß sie im Falle einer Nichtwahl Torglers für den sozialdemokratischen Präsidentschaftskandidaten stimmen werde, ohne damit ihren Kampf gegen die Sozialdemokratie einstellen zu wollen.
Qlbg. Dittmann (Soz.) erklärt kurz, daß die Sozialdemokraten für den bisherigen Präsidenten Paul Löbe stimmen würden.
Lon links nach rechts: Hauptmann 0 o e r i n g, Sta atsminister a. D. F r i d Adolf H'tler, Gregor 450 19 Straßer und Franz Stahr.— Im Hintergrund Dr. Goebbels.
Reichstag Stellung nehmen kann zu Einzelausgaben der Stunde, muß er seine zentrale Pflicht erkannt und erfüllt haben: Sturz der Rcichsregierung, die den Reichstag durch Verfassiingsbruch zu beseitigen versucht, 'Anklage des Reichspräsidenten und der Rcichsministcr wegen Verfassungsbruchs (Beifall bei den Kommunisten). Der Sturz der Regierung muß das Signal fein zum Aufmarsch und zur vollen Machtentfaltung der Massen außerhalb des Parlaments, um zunächst vor allem den Faschismus nie- dcrzuzwingen. (Abg. Io r gl er, Komm., slüstert der Rednerin zu, sie möge ihre Rede a b k Ü r z e n , sie antwortete jedoch: „Nein, nein!" und fährt fort.) Die außerparlamentarische Machtentfaltung der Werktätigen müsse über das Augenblicksziel hinaus auf den Stürz des bürgerlichen Staates und der kapitalistifchen Wirtschaft gerichtet fein. Die russische Revolution sei der Weltgeschichte der große Beweis, daß die Schassenden die Kraft hätten, ihre Feinde niederzuwerfen und eine neue Wirtschaftsordnung aufzubauen. Unter stürmischem Beifall der Kommunisten schließt die Alterspräsidentin ihre mehr als einstündigen Ausführungen mit der Hoff- nung, trotz ihrer jetzigen Invalidität noch die Freude zu erleben, als Alterspräsidentin den ersten Rätekongreß Sowjets eutschlands zu eröffnen.
Dann folgte der Namensaufruf der Abgeordneten, und nun erst kamen die Deutschnationalen in den Saal.
Ql ad) Feststellung der Beschlußfähigkeit des Hauses es sind 578 Abgeordnete anwesend beantragt Abg. Raedel (Komm.) die sofortige Haftentlassung des am Samstag in Stuttgart verhafteten kommunistischen Qlbgeorbneten Änat- ter.
Qlbg. Frid (Rats.) erklärt, seine Freunde wurden diesem Antrag nicht widersprechen. Er beantragte die Hastentlassung des Abg. Moder- Schleswig-Holstein (Rats.).
Beide Anträge werden einstimmig angenommen.
Die Alterspräsidentin Frau Zetkin seht nunmehr
die Wahl des Präsidiums
auf die Tagesordnung.
Qlbg. Srid (Rats.) schlägt zum Reichstagspräsidenten den Abg. Goe ring (Rats.) vor.
Qlbg. Raedel (Komm.) schlägt den Abg.
tagspräsidlum heute abend nachgesucht hat, überstürzen wird.
Der Entscheidung des Reichspräsidenten kann natürlich nid)t vorgegrissen werden Aber man rechnet doch sicher damit, daß er die Antwort geben wird, er fei ohnehin bald wieder in Berlin: er bitte deshalb, auf einen Besuch zu verzichten und seineRüdkehr abzuwarten. Die Aktion, die heute von den Rationalsozialiften und dem Z n* trum eingeleitet worden ist, wird dann erst beim Wiederzufammentritt des Reichstages fortgeführt werden können. Dabei ist man sich im Reichstage aber weitgehend darüber klar, daß die Reichs- regierung mit der Auslösungsvollmacht in der Hand in diesem Kampfe die stärkere Kraft ist
In Heglerungefreifcn werden die Gerüchte, daß zwar aufgelöst, aber in absehbarer Zeit- nicht wiedergewählt werden solle, entschieden dementiert.
Zunächst ist die Auslösung auf gef (hoben; es wäre denkbar, daß sie Mitte des Monats erfolgt. Dann würde auch in der vorgeschriebenen Frist, also Mitte Rovember, ordnungsgemäß ein neuer Reichstag gewählt werden.
Ob die Entwickelung so verläuft, das liegt beim Reichstag selbst. In Kreisen der Reichsregierung wird betont, daß sie das weitere in Ruhe und Gelassenheit abwarte. Der Kanzler kommt am Mittwoch mit General von Schleicher und dem Freiherm von G a h l aus Reu- bed zurück. Die Herren werden bann im Lause des Rachmittags ihren Ministerkollegen "Bericht erstatten, und daran schließt sich die Fertig - stel lung der Rotverorbnung, die voraussichtlich am Freitag verössentlicht werden wird.
0er äußere Rahmen.
Berlin, 30. Aug. (BDZ.) Die kommunistische Alterspräsidentin Frau Zetkin ist in den Vormittagsstunden von Parteifreunden durch ein Seitenportal in das Reichstagsgebäude geleitet worden, so baß sie ben Tonfilmoperateuren und Photographen, bie sich am Haupleingang befanden, entgangen ist. In der näheren Umgebung des Reichs- tagsgebäubes sammelte sich um bie Mittagsstunden eine immer größer werdende Menschenmenge an, die langsam von einem starken Polizeiaufgebot ab- gedrängt wurde. Größere Sicherheitsmaßnahmen setzten in den ersten Nachmittagsstunden ein. Die nationalsozialistischen Abgeordneten betraten das Gebäude zum größten Teil im Braunhemd, teils auch in der schwarzen SS.-Unisorm.
Während im Reichstag die Alterspräsidentin ihre Ausführungen machte, hatten sich' in der Nähe des Reid)stags mehrere tausend Menschen angefannnelt, von denen ein Teil Rufe „Deutschland erwache!" ausstieß. Als die Polizei die Demonstranten zurück, drängen wollte, wurden vereinzelt Steine nach der Polizei geworfen, so baß mehrere Verhaftungen vor- genommen werden mußten. Die Schutzpolizei im Verein mit berittener Polizei drängte bann die Demonstranten langsam in der Richtung nach dem Potsdamer Platz ab.
Kommunistische Propaganda als Eröffnungsrede.
Die Tribünen sind schon lange vor Beginn der Sitzung bis auf den letzten Platz besetzt. Im Sitzungssaal finden fid) die uniformierten Nationalsozialisten erst beim ersten Klingelzeichen kurz vor 15 Uhr ein. Die Regierungsplätze sind nicht besetzt. Die Deutschnationalen sind, ihrem Fraktionsbeschluß gemäß, junädjft der Sitzung ferngeblieben.
Um 15 Uhr wird Frau Klara Zetkin, die kommunistische Alterspräfibentin, von zwei weiblichen Fraktionsgenossen zum Präsidentensitz geleitet. Die K o m m u n i ft c n rufen im Sprech chor: „Wir grüßen die antifaschistische rote Einheitsfront und unsere Genossin Klara Zetkin mit einem dreifachen Rotfront." Die übrigen Abgeordneten hären sich bie Kundgebung schweigend an.
$rou Zetkin (Komm.)
erklärt: Nach der Geschäftsordnung wird die erste Sitzung des Reichstags burd) das älteste Mitglied eröffnet und geleitet. Ich bin am 5. Juli 1857 geboren. Wenn ein Mitglied älter fein sollte, bitte ich es, sich zu melden und meine Stelle einzunehmen. Das ist nid)t der Fall. Id) eröffne die Sitzung und berufe zu Schriftführern die Abgeordneten Frau Lore Agnes (Soz.), Rauch- München (BVP.), Schwarz - Frankfurt und I o r g l e r (Komm.). Dann hält die Alterspräsidentin eine Ansprache, in der sie u. a. sagt: Die politische Macht hat zur Stunde in Deutschland ein Präsidialkabinett an sich gerissen, das unter Ausschaltung des Reichstags gebildet wurde, das der Handlanger des vertrusteten Monopolkapitals und des Großagrariertmm- und dessen treibende Kraft die Neichswehrgeneralltat ist. (Sehr wahr! bei den Kommunisten.) Trotz der All- macht, über die diese Regierung verfügt hat sie gegenüber ben innen» und außenpolitischen Auf- gaben gänzlich versagt. Ih^e Außenpolitik wird geleitet von imperialistischen Gelüsten und bringt Deutschland in steigende Abhängigkeit von den Großmächten des Versailler Vertrags. Ehe der
Ruhiger Beginn des Reichstages.
Präsidium ohne GP0. - Reichstagspräsidium fordert sofortigen Empfang beim Reichspräsidenten
Berlin, 30. Aug. (CNB.) Offiziös wird mitgeteilt: Die wichtigste Entscheidung des heutigen Tages ist nicht im Reichstage, sondern in N e u b e d gefallen
Der Reichspräsident hat dem Kanzler die Vollmacht zur Auflösung des Reichstags gegeben.
In parlamentarischen Kreisen waren gegen Abend Gerüchte verbreitet, wonach diese Vollmacht an- geblid) in sehr eingefchränktem Umfange erteilt worden sei. Nach Information aus besserer Quelle können wir feftfteUen, daß diese Gerüchte falsch sind. Der Kanzler hat die Vollmacht,
er wird von ihr Gebrauch machen, sobald der Reichstag der Durchführung des am Sonnlag verkündeten Programms Schwierigkeiten bereitet.
Zunächst hat der Reichstag sich vertagt. Das entspricht dem Wunsche der Nationalsozialisten und des Zentrums, um Zeit zu gewinnen, bis bie schweben- ben Verhanblungen zwischen ihnen zu Ende geführt find. Die Aussichten werden auch in beteiligten Streifen weiter recht skeptisch beurteilt. Die Erklärung, bie der neue Reichstagspräsident heute abgegeben hat, wird allgemein als Kampfansage aufgefaßt, mit dem Ziele, den Reichstag am Leven zu erhalten und an die Stelle der gegen- roärtigen Reichsregierung ein „schwarzbraunes" Kabinett zu setzen. In ben der Reichsrcgierung nahe- Kn Streifen ist man aber der Auffassung, daß itige Zusammengehen bei der Präsidenten- wähl noch keineswegs ein Beweis für ein gemein- sarnes sachliches Arbeiten im Sinne eines einheitlichen Regierungsprogrammes ist.
Darum ist auch kaum anzunehmen, daß der Reichspräsident den (Empfang, den das Reichs-
Er«*"“"1 I. SS***
ffl er ZirkuswunM ich Berlin« *ar o Septeinlw
sS tiert voll*en!l J
Krieg«be±rbslo«6 fentn-uSuallen "ÄM..


