Ausgabe 
31.12.1932 Frühausgabe
 
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Olympia" Frankfurt VfB. Gießen

Auf dem Waldsportplatz gastiert am Reujahrs- tag die 1. Mannschaft des SportklubsOlympia" Frankfurt. Der Gegner gehört der Mainkreis­liga an. Die Gäste sind in Gießen nicht fremd. Die Frankfurter sind in ihrer Heimatstadt eine durchaus geschätzte Elf. die gegenwärtig mit den aus der Mainkreisliga abgestiegenen Mannschaf­ten von Germania 94 und Frankfurt-Fechenheim in einer Klasse spielt. Die Gäste des Sonntags fuhren die Tabelle der Mainkreisliga an und ha­ben sich in den Verbandsspiclen ausgezeichnet ge­halten. Die Elf verfügt über ein ousgereiftcs technisches Können, das dem Können unserer Be­zirksliga in Hessen-Hannover kaum nachstehen dürfte. 3n der Mannschaft ragen besonders Ob er le und Bäuerle hervor, die auch am 2. Weihnachtsfeiertag im Städtekampf Offenbach Frankfurt mitwirkten.

Die Aufstellung der Mannschaft der Gastgeber steht noch nicht fest. Die Grünweißen werden be­müht sein müssen, ihre stärkste Vertretung zu stellen. Die Hiesigen sollten den Gästen ein gleich­wertiger Gegner sein. Den Frankfurtern dürfte ein kleines Plus zuzuiprechen sein. Wie der Kampf ausgeht, ist nicht vorherzusagen. Immer­hin wird zu erwarten sein, daß guter Sport ge­boten wird.

Die übrigen Mannschaften des VfB. sind spiel­frei.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Die Spielvereinigung hat für den kommenden Sonntag nur ein Spiel im Programm. Die zweite Mannschaft fährt nach Heuchelheim zum Gesell­schaftsspiel.

Sportverein 1920 Heuchelheim.

Die 1. Mannschaft des Sportvereins Heuchel­heim empfängt am kommenden Sonntag die 2. Elf der Spielvereinigung 1900 zu einem Gesell­schaftsspiel. Die Gäste stellen eine sympathische Mannschaft, die voraussichtlich in stärkster Auf­stellung antreten wird. Heuchelheim muß Stein­müller im Tor ersetzen. Die 1. Mannschaft von Heuchelheim hatte in jüngster Feit eine wesent- li«che Formverbesserung aufzuweisen, die Gießener dürfen als ein beachtenswerter Gegner gelten, so daß man mit einem spannenden Kampfe rech­nen darf. Der Ausgang des Spieles ist nicht vor- herzusogen.

Handball im Gau Hessen (O.T.)

Lang-Göns I Holzheim I 15:7 (7:4).

Ein Freundschaftsspiel! Der Kampf verlief sehr spannend. Die Platzbesitzer besser siegten, verdient. Lang-Göns hatte Anstoß, nützte den folgenden Angriff sofort zum Tor aus, erhöhte aber bald 3:0. Es dauerte nicht lange: den Gästen gelang der Ausgleich. 4:4! Bis Halbzeit stellten die Plahbesiher die alte Tordifferenz wieder her. Aach Wiederanstoß zeigten sich die Gastgeber we­sentlich überlegen und erhöhten auf 15 Tore, denen die Gäste nur drei entgegensetzen konnten. Die Torleute litten unter schlechten Bodenverhältnissen.

Eisschiehmeisterschast im Film.

3m Heim des Eisvereins hatte man gestern im kleinen Kreis interessierter Sportler und Sport­lerinnen Gelegenheit, einen Film zu sehen, der in seinen wesentlichen Teilen auch Bilder von den Cisschießmeisterschaften 1931 '32, die auf der Drun- hildiseisbahn (Feldbergs zum Austrag gelangten, brachte. Darüber hinaus war der Bildstreifen ein L:hr- und Werbefilm, er zeigte in Ausschmttten das, was an Technik im Eisschießlauf im Bilde gezeigt werden kann, schilderte den Sport und seine mannigfachen Reize, man sah humorvolle Szenen geschickt photographiert und gewann einen Lieberblick über diesen, bisher noch nicht so sehr verbreiteten Sport. Einige Bilder vom Kalutter- schießen, einer besonderen Art des Cisschießspor­tes interessierte ebenfalls sehr. Zu dem Film­streifen hielt der Cisschießwart des Gießener Eisvereins, Herr Mohr, einen erläuternden Dor­trag und machte dabei auch mit den Spielregeln vertraut. Die Filmvorführung bedeutete für die Teilnehmer eine nicht nur belehrende, sondern auch eine unterhaltsame halbe Stunde.

70 Zahre Turnverein Homberg.

Der Turnverein Homberg beging die­ser Tage die Feier seines 70jährigen Be­stehens. Aach einleitenden Musikstücken der Feuerwehrkapelle brachte die Turnerin A. M a a r einen Dorspruch zu Gehör. Der Dorsitzende, .3ustizsekretär Seibert, gab in seiner Festan­sprache einen Rückblick auf die 70 Jahre des Be­stehens des Vereins. Dabei ging er vom Grün­

dungsprotokoll aus und zeigte, wie der-L-urn- verein unter der Leitung zielbewusster Manner die heutige Hohe erreicht habe. Er gedachte fer­ner der im Weltkriege gefallenen Turner. Allen Mitarbeitern sprach er Dank aus. Ganz be>an­ders betonte er die Dedeutung des Turnens un 3ahnschen Geiste für den Aufbau unseres Vater­landes. Er schloß mit dem Wunsche, daß der Turnverein auch weiterhin wachsen, blrchen und gedeihen möge. Der Gesang des Deutschlandlie­des schloß sich an. Don den früheren Leitern des Vereins fand L. G n i f k o w f k i treffende Morte Der bisherige Turnwart Hch. Strauch erhielt für seine Verdienste eine Hrkunde.

Sodann folgten die turnerischen Vorführungen. Die jüngsten Turner zeigten schöne Hebungen. Die unter Musikbegleitung ausgeführten Keulen­übungen der Mädchen ernteten großen Beifall. Dann zeigten die älteren Schüler am Längspferd einige Hebungen, denen die der Turner am Seit­pferd folgten. Diese Hebungen gefielen ebenfalls gut. Die unter Gesang von Volksliedern ausge­führten Freiübungen der Mädchen befriedigten sehr, ebenfalls die Barrenübungen der Turner. Große Anerkennung fand der von Fcl. L. Maar vorgetragene Turnernachruf. 3m Aamen der Stadt beglückwünschtdr Bürgermeister Sch Wei- k e r den Verein. Er schilderte aus städtischen Ak­ten die Entwicklung des Vereins. Die anschließen­den schlesischen Volkstänze der Mädchen in Er­furtshäuser Tracht fanden großen Beifall. Die am schiefen Pferd von den Schülern ausgesührten Hebungen waren schwierig, wurden aber geschickt ausgeführt. Die Mädchen tanzten einen originel­len Polka. Die Turner führten anschließend Hebungen am Hochreck vor, die von großer Ge­schicklichkeit zeugten. Schüler Roth unterstrich diese Tatsache in einem gut vorgetragenen Ge­dicht. Während die Turner zwischen verschiedenen Programmnummern lebende Bilder in Pyrami­denform stellten, führten die Mädchen in Grup­pen nacheinander Haltung, Rumpfbeugen, Span­nung und Entspannung anmutig vor. Das neu­zeitliche Turnen, die sog. Körperschule, bildete den Abschluß der mit großer Gewandtheit und Sicher­heit gezeigten turnerischen Vorführungen.

Niederlage der Studenten-Fußballer.

Die deutsche Studenten-Fußballelf erlitt am Freitag auf ihrer Heimreise in Catania, wo sie be­kanntlich am zweiten Weihnachtsfeiertage gegen die italienische Vertretung ein ehrenvolles Unent­schieden erzielen konnte, gegen Reggina Reggio eine unerwartet hohe 2:5 (1:4) Niederlage.

Kuriosa vom deutschen Wintersport.

Der Skilauf als Schulfach, das ist be­reits Tatsache in Oberstdorf im Allgäu und in einer ganzen Anzahl bekannter Harzer Winter­sportplätze. Hier wird während der Schneesaifon im Rahmen des Turnunterrichts auch Hnterricht im Skilauf erteilt. Aeuerdings will die thürin­gische Regierung den Skilauf als Pflichtfach in den Schulen einführen.

*

Derh ochste" deutsche Wintersport­verein ist der kürzlich gegründeteSki-Klub Zugsv'tz'erner",'se'n Sitz ist im 265") m hoch liegen­den Schneefernerhaus der Bayrischen Zugsvitz- bahn. Hebrigens hat dieser Klub außer sport­lichen auch wissenschaftliche Interessen; er will z. B. Hntersuchungen über den Einfluß der Höhenluft auf den menschlichen Körper anstellen.

Eine Skisprungschanze mit eigenem Bah nhof hat das sächsische Ost-Er'geb'.vge in Gestalt der neuen Schan'e auf dem Cellingbrrg. Wenige Schritte entfernt ist dieGeisingberg- Schanze" der Bahn nach Geisimg und Altenberg.

Eine Bergarbeiter-Sprungschanze, von Bergarbeitern für Bergarbeiter erbaut, gibt es nicht etwa im Ruhrkohlengebiet oder in Ober­schlesien, sondern in den bayrischen Alpen. Die Arbeiter der in Hausham bei Schliersee betriebenen Braunkohlengrube es ist eine der wen'gen, die Bayern überhaupt besitzt haben der Ski-Abteilung ihres Turnvereins eine mo­derne Sprungschanze erbaut, die Sprünge bis zu 35 und 40 Meter zuläßt.

*

Als älteste deutsche Rodelbahn gilt die historische Hörnerschlittenbahn, die von den Grenzbauden (1050 Meter) nach Schmiedeberg (450 Meter) im östlichen Riesengebirge hinab­führt. Auf dieser Bahn wird bereits seit dem Ende des 17. Jahrhunderts gerodelt.

Gesammelt von Franz Ferdinand.

Jiurje Sportnotizen.

Di e Neuyo-rker B o x s p o r «t - I ou r n a - listen haben auch in diesem Jahre wieder Max Schmoling an die Spitze ihrer Rangliste gestellt. Schmebing, dem von 60 Kritikern 38 ihre Stimme gaben, hat nun zum dritten Male hintereinander die Führung.

Der bekannte Autorennfahrer Louis Chiron hat seine bisherige Firma verlassen und wird in der nächsten Saison für Alfa Romeo starten.

Der Stettiner Mittelstreckler Wal­demar H e l p a p p ist jetzt dem Berliner Sport­klub ibcigi 2 treten, dessen Renn mann schäft dadurch eine wesentliche Verstärkung erfahren hot.

*

Eine überraschende Niederlage mußte der zur Zeit in Australien weilende amerikanische Tennis - Weltranglisten - Erste Ellsworth V i n e s einstecken. Er wurde von Hop-man ziemlich glatt mit 4:6, 6:1, 6:8 geschlagen.

Büchertisch.

DasHandbuch der geographi­schen Wissenschaft" (Herousgegeben von Professor Dr. Klute, Gießen, unter Mitwir­kung führender Wissenschaftler Akademische Derlagsgesellschaft Athenaion m. b. H. Potsdam) bringt in seinen letzten Lieferungen 41 bis 45

das moderne Hellas in der fesselnden Darstel­lung Prof. Oberhummers (Wien). Die ewige, vielgestaltige Landschaft Griechenlands, seine Bevöl­kerung, die aufblühende Wirtschaft mit dem Anbau von Oel, Wein, Korinthen, Tabak und eine empor» strebende Industrie (Braunkohle) sind einige der von Oberhummer mit größter Sachkenntnis, ein­leuchtend, genußreich und belehrend abgehandel­ten Themen. Fein durchdacht, glänzend aüf- gebaut und durchgeführt gibt dann Konrad B o u - terwek die Einleitung zu Aordasien, Zentral» und Ostasien. Die Gestalt und Gliederung dieses größten Erdteils, seine Geschichte, die geographi­schen Eigenschaften, Flora, Fauna und Bevölke­rung stehen im Mittelpunkt dieser Hefte.

DasLexikon des Kaufmanns", unter Mitarbeit von Sachverständigen herausgegeben von Dr. jur. Richard Mußfeld (453 Seiten, gebunden 3 Mark, Ullstein-Verlag, Berlin 395) ist für alle bestimmt, die in dem großen Getriebe des kauf­männischen, gewerblichen und handwerklich, n Le­bens ein, wenn auch noch so kleines Glied darstellen. Das Buch gibt Auskunft über Kalkulation, Statistik, Buchhaltung, Handelsrecht, über Mahn- und Klage­wesen, Pfändungen, Konkurs- und Vergleichsoerfah- ren. Alle, den Kaufmann wie den Angestellten treffenden Steuern werden systematisch geordnet. Das Problem des Geldes, das Wechsel- und Scheck- recht, die Frage der Steuerstundung oder die Auf­stellung einer Steuerbilanz, Arbeitsrecht und Sozial­versicherung alle diese Fragen werden nach dem neuesten Stand der wirtschaftlichen Entwicklung er­faßt und dargestellt. »

Wirtschaft.

Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.

Bei schwachem Besuch war das Geschäft an der Frankfurter Getreidebörse auch in der letzten Woche des alten Jahres minimal. Der Handel bekundete weiterhin starke Zurückhaltung, da keine Anregungen Vorlagen.

Dem geringen Angebot stand eine noch schwä­chere Rachfrage gegenüber, so daß die Brot- g e t r e i d e Preise für Weizen um 1 Mark und für Roggen um 1.50 Mart je Tonne nachgaben und wie folgt notierten: Weizen 202,50 Mark, Roggen 162,50 Mark.

3m Braugersten geschäft herrschte starke Zurückhaltung in Erwartung möglicher Preis» beeinslussung durch die am 10. Januar erfolgende Freigabe des ersten Drittels der Stühungsbe- stände. Der Preis blieb mit 180 bis 185 Mark unverändert.

Der Hafermarkt liegt ohne jede Aachfrage, die Preise bröckelten erneut um 2 Mark auf 132 bis 135 Mark je Tonne ab.

Am Mehlmarkt ruhte der Handel fast vollkommen. Neubestellungen erfolgten nur spo­radisch. Die Preise blieben unverändert und stellten sich per 100 Kilo in Mark wie folgt: Weizenmehl südd. Speziell 0 mit Austauschweizen 28,15 bis 29, do. niederrhein. 23 bis 23,25, Rog» grnmehl 60prozentige Ausmah'ung 22,25 bis 23,25. Die sogenannte zweite Hand bot aber bis zu 1 Mark darunter an und fand auch Käufer.

Futtermittel legen vollkommen geschäfts- lcs bei weiter weichenden Preisen. Weizenkleie 7,40 Mark, Roggenlleie 8 Mark je 103 Kilo.

Infolge der Feiertage ruhte -das Geschäft am Kartoffelmarkt. Abschlüsse sind nicht be­kannt geworden.

Wochenbericht oom Frankfurter Schlacktviebmarkt Trotz wesentlich verringerter Zufuhren gestal­tete sich das Geschäft am Frankfurter Schlacht- vichmarkt zwischen den Jahren für alle Dieh- gattungen schleppend, und bei z. T. stark ermäßig­ten Preisen verblieb sogar noch Heberstand.

Der Auftrieb an Rindern war mit 1147 Stück um 358 Stück kleiner, trotzdem ergaben sich bei schleppendem Handel Preisrückgänge von 1 bis 2 Mark, nur Bullen zogen infolge der ge­ringen Beschickung (72 Stück) um 1 Mark an. Ochsen al) 26 bis 28, a2) 23 bis 25, bl) 20 bis 22. Bullen a> 24 bis 27, b) 21 bis 23. Kühe a) 22 bis 24, b) 19 bis 21, c) 16 bis 18, d) 12 bis 15. Färsen a) 26 bis 29, b) 23 bis 25, c) 20 bis 22.

Am Kälbermarkt ergab sich ein Verlust von 2 bis 5 Mark, besonders für geringe Quali­täten, obwohl die Zufuhr mit 1548 um 468 Stück geringer war. Das Geschäft verlief schleppend. Kälber b) 33 bis 35, c) 28 bis 32, d) 20 bis 27.

Arn Schafmarkt betrug der Auftrieb 273 gegen 223 Stück, und nach schleppendem Handel bröckelten die Preise 1 bis 2 Mark ab. Schafe

a) 23 bis 25, b) 20 bis 22, c) 16 bis 19.

Di« Beschickung am Schweinemarkt war um 425 Stück weniger und stellte sich auf ins­gesamt 5211 Stück. Der Handel war schleppend, und es war starker Heberstand. Die Preise gaben bis zu 4 Mark nach. Schweine c) 34 bis 38, d) 33 bis 36.

* D i e R e i ch s i n d e x z i f f e r für die Le­benshaltungskosten im Dezember. Die Reichsinderziffer für die Lebenshaltungskosten (Er­nährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Beklei­dung undsonstiger Bedarf") ist im Durchschnitt des Monats Dezember um 0,3 o. H. auf 118,4 (gegenüber 118,8 im Vormonat) zurückgegangen. Es haben nachgegeben die Indexziffern für Er­nährung um 0,5 v.H. auf 109,0, Bekleidung um. 0,7 v. H. auf 112,4, sonstigen Bedarf um 0,5 v. H. auf 163,2. Die Indexziffer für Wohnung ist mit 121,4 unverändert, die Indexziffer für Heizung und Beleuchtung mit 136,6 nahezu unverändert geblie­ben.

Anmeldepflicht für Reis-Cin- suhrkontrakte. Aus Grund der Verordnung Über die Einbeziehung von Reis in das Mais- monopvl haben die Reis verarbeitenden Be­trieb« und die Importeure ihre bis zum 28. De­zember 1932 einschließlich abgeschlossenen Cin» kaufskontrakt« auf unverzollter Basis und ebenso ihre Derkaufskontrakte bis zum 5. Januar 1933 abgehend bei der Reichsmaisstelle, Eeschäfisabtei- lung, anzumelden und ihr einzureichen. Die Cin- und Verkaufskontrakte sind nicht anzumelden, wenn die betreffende Ware bis zum 28. Dezem­ber in das Zollirrlanb verbracht worden ist. Falls dies nur auf «inen Teil des Kontraktes zutrifft, so ist der ganze Kontrakt trotzdem anzumelden und «inzureichen unter Angabe der bereits in das Zollinland verbrachten Teilmengen.

Frankfurter Abendbörse still, aber freundlich.

Frankfurt a. M., 30.Dez. Die letzte Abend­börse im alten Jahre verkehrte in s e h r st i l - I e r Haltung, sowohl für Aktien als auch für Renten. Die Stimmung war aber unter dem Einfluß fester Kursmeldungen von den Ausland­börsen freundlich. Da aber von der Kund­schaft kaum Orders Vorgelegen haben, hielt sich die Spekulation von Aeuengagements zurück. Verein­zelten Besserungen von 0,25 bis 0,50 Prozent stan­den unveränderte bzw. etwas schwächere Kurseim Vergleich zum Berliner Schluß gece.'.über. Deutsche Anleihen lagen zwar wesentlich ruhiger als an der heutigen Mittagsbörse, die Tendenz hierfür war aber weiter fest. Der übrige festverzinsliche! Markt lag still. Aeubesitz 7,23 bis 7,15, Altbesig 63 bis 63,25, Schuhgebietsanleihe 5,95. Reichs­bank 145.50, Gelsenkirchen 50,25, Stahlverein 35,25. AEG. 29,50, Deutsche Erdöl 86, IG.-Far- ben 96,25, Lahmeyer 116,88, Rütgerswerke 43,75, Siemens 118.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Jranffun a. JJl.

Senin

Echluß- kurs

Gchluhk. Abenb- börf-

Schluß- lurt

(Schlußk. Miitag- fe

Datum

29-12.

30-12.

29.12-

30-12.

6% Deuyche Reichsanleihe v. 1921 6% e6eni.7% Dt.Reichsonl.v. 1929 5/»% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mb

Auslos.-Rechten .............

76,5

92,75

77

61,5

6,9

77

57,75

57,13

85,5

85

85,9

85,9

83,5

83,5

1,05

77

93,25

77

63,25

7,15

76

59

59,65

86

35

85,9

86,25

34

83,5

1,05

l 4,1

4.2

22,4

76,5

92,5

77,1

61,25

6,85

77

56,65

83,75

i»2

6,55

4,1

4,3

4,25

5,45

9

4.7

22.4

76,75

92,7

76,75

63

7,2

76

57,75

83,75

1,2

6,6

4,1

4,25

! 22,4

DeSgl. ohne Auslos.-Rechte......

6% ebem. 8% Hess. Botksstaat 1929 lrückzohlb. 102%)...........

Lberhessen Provinz. Anleihe mb Auslos.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sam ine lab l.An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bmll Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

6% ehern. 7% Franks. HyP.-Ban!

Koldvfe. 16 unkündbar 615 1936 ö/2% ehern. 4»/.% Franis. Hyp..

Bank-Liqu.-Psandbricse .....

S'/r% ehern. 4'/»% Rheinische HvP..Banl.Liqu.<6o,dvi>. ...

6% ehern. 8% Pr. Landespfand briesanüall, Psandbriese R. 19

6% ehern. 7% Pr. Landespfand briefanttalt, Pfandbriefe R. io

4% OesterreichlsMe tiolßreiuc... d,20% Oesteneichische Glibenente 4% Ungarische Goldrenie ....

4% Ungarische Stoatürenle v. 1910 4Vz% desgl. von 1913..........

6% abgest. Goldmerikaner von 91 4% lürilfdje Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

4,2

4,2

5,4

8,75

4,5

22,25

5% Rumcin. vereinh. Rente v. 1901' ^'/-"/oRumän.vereinh.Reniev.lSi?

4% Rumänische vereinh. Rente .

J%% Anatolier ...............

Oaium

.viun.iu,. u. jji.

Oer». >

Schluß« kurS

29-12-

Ech.ußk. Abend­börse

30-12-

Schluß­kurs

29-12-

Schlußk. Mittag« börse

30-12.

Hamburg-Amertka-Palei .....>

Hainburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa Dampfschisf...........0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.(h. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... -1 Commerz- und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und DiSconto»

Gesellschafl................0

Dresdner Bank..............0

Reichsbank ................. 1

A.E.G......................u

Clektr. Lieferuiigsgesellschaft... 5

Licht und Kraft .............6

Zelten & Guilleaume ........0

(j-esellschaft für Elektrische Unter­

nehmungen ...............4

Rheinische Elektrizität ........5

Schlickert L Co........ 0

SiemensL Halöle....... !

Lahmeyer L Co..............10

BubcruS ...................,<

Deutsche Erdöl .............4

Gelsenkirchener..............0

Horvener...................0

Hoesch EisenKöln°Neuessen.. 0

Ilse Bergbau ............... 7

Ilse Bergbau (üenüffe........ 7

Kldcknerwe.ke ...............0

Mannesmann-Röhren........0

Mansselder Bergbau.........0

».berichlef. Kvkswerke.........0

Phönix Bergbau............ 0

""»'ni'che Brau,.kehlen ......10

1 niliemflühi .................. 0

17,75

18,75

45

89

53,25

75 61,75 145,5

30

79

96

54,5

76

95

85.5

122

115,75

44

35 51,25 86,75

101,5 47.65

62.9 24,5

36.25

200

73

17,5

18,25

45

89

53

75 61,75 145.5

29,5

81

96

55

76

93.5

85

118

116

43.75 ' 86 '50.25

89

105,5

48

62.4

25,25

35,4

202

73,65

17,75

26,13 18,5 45,5

89

53,5

75 61,75 145,4

29,75

80 95,75

54

76,4

95

85

122 116,4

43,75

84,65

51

87.13 53.25 132.5 101,4

47,5

62,13

24 76,13

36,5 203

73,4

17,5

26 18,5 44.9

89

53,5

75 61,75 145,4

29.75 82,75

96

54,5

76

94 83,25

118 116,9

43,75

85,5 50,75

87 53,25 136.5 104,5

48

62,75

25 75,65

36

201 72,5

Frankiurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börf

Sch» furd

Schlußk.

Mi lag« böre

Datum

29-12-

30-12-

29-12.

30-12-

Bereinigte Stahlwerke.....

Ctaöl Minen ............

... u

36

35,25

36

35,4

... 0

16.25

16,25

16,13

16,5

Kaliwerke Aschersleben.....

... 6

115

116

116

116,25

Kaliwerke Westeregeln.....

... 6

119,5

120

120,5

120,5

Kaliwerke Salzdetfurth ....

... y

170

173

172

173,25

A. G. ffarben-Iudustrie ....

... 7

97,25

96,25

97,25

96,25

Scheideanstall............

...10

153

154

Goldschmidt .............

... 0

31

31.75

32,9

Rütgerswerke ............

... 0

43,5

43,75

43,65

43,4

Metallgelellschast..........

... 0

33,5

33,5

33,25

34

Philipp Hohmann........

Zementtverk Heidelberg ...

Cementwei-k Karlstadt......

... 0

60,5

60,5

60,9

60,9

... 4

46,5

46,5

... 0

57

57

Wayß & Freytag.........

... 0

5,4

5,5

5,4

5,25

Schultheis Pahenhoser.....

... 0

100,9

102,75

Aku (Allgemeine Kunstseide)

... 0

47

47,75

46,13

47,4

Bemberg................

... 0

56,5

58

57

58,75

Zellstosk Waldhof.........

... 0

46

46

45,65

45,75

Zellstoss Aschaffenburg ....

... 0

30

30

29,9

30

Dessauer Gas............

7

106,5

107,9

Daimler Motoren.........

... 0

19

19,25

19,4

19,4

Deutsche Linoleum .......

... 0

42.5

42

42

42

Lrensieln & Koppel ......

... 0

-

40,75

40,75

Leonhard Tietz...........

... ö

40

40

40

39,75

^hade ...................

.. .12

140,5

141,5

140,13

141,5

Äritzner.................

... Ü

29,5

29

I 29,5

28,5

Mainkraslwerke Höchst a.M.

... 4

64

6<!

Süddeutscher Zucker ......

... 8

-

-

1145,5

146

Deoifenmarfl Berlin Jranffurl a M

29-Dezember

30-Oczember

Amtliche Jioücrung

Amtliche

Notierung

weid ! Srle

Geld

Prle

Helsingsora.

6,134

6.146

6,124

6.136

Wien......

51,95

52,05

51,95

52,05

Prag......

12,465

12,485

12,465

12.485

Budapest ...

Sofia.....

3,057

3,063

3,057

3.063

Holland ....

169,18

169,52

169,18

169.52

Sslo.......

72,08

72,22

71,83

71,97

Kopenhagen.

72,43

72,57

72,13

72,27

Stockholm...

76,32

76,48

76,07

76,23

London.....

13,98

14.02

13.93

13,97

Buenos Aires

0,858

0,862

0.858

0,862

Neuyork ....

4-209

4,217

4.209

4,217

Brüssel ....

58.34

58,46

53,31

58,43

Italien.....

21,55

21,59

21,55

21,59

Paris.....

16.42

16,46

16.42

16,46

Schweiz...

80,96

81,12

80,95

81,11

Spanien....

34,37

34,43

34,39

34,45

Danzig....

81.72

81,88

81,72

81,88

^apau.....

0,879

0.881

0,869

0,871

Ru> de Ian.

0.269

0,271

0.269

0,271

Jugoslawien

5,574

5,586

5,574

5,586

Lissabon...

12,76

12,78

12,76

12,78

Banknoten

Berlin, 30.-Otternber

Geld

Zfics

Amerikanische Noten..............

4,20

4.22

Belgische Noten..................

58,15

58,39

Dänische Noten .................

71,76

72,04

Englische Noten .................

13,89

13,95

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

16.38

168,81

16,44

169,49

Italienische Noten................

21,49

21,57

Norwegische Noten ..............

71,66

71,94

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

2,46

2,48

Schwedische Noten...............

75,90

76,20

Schweizer Noten.................

80,77

81,09

Spanische Noten.................

34,25

34.39

Ungarische Noten................

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