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„Olympia" Frankfurt — VfB. Gießen
Auf dem Waldsportplatz gastiert am Reujahrs- tag die 1. Mannschaft des Sportklubs „Olympia" Frankfurt. Der Gegner gehört der Mainkreisliga an. Die Gäste sind in Gießen nicht fremd. Die Frankfurter sind in ihrer Heimatstadt eine durchaus geschätzte Elf. die gegenwärtig mit den aus der Mainkreisliga abgestiegenen Mannschaften von Germania 94 und Frankfurt-Fechenheim in einer Klasse spielt. Die Gäste des Sonntags fuhren die Tabelle der Mainkreisliga an und haben sich in den Verbandsspiclen ausgezeichnet gehalten. Die Elf verfügt über ein ousgereiftcs technisches Können, das dem Können unserer Bezirksliga in Hessen-Hannover kaum nachstehen dürfte. 3n der Mannschaft ragen besonders Ob er le und Bäuerle hervor, die auch am 2. Weihnachtsfeiertag im Städtekampf Offenbach— Frankfurt mitwirkten.
Die Aufstellung der Mannschaft der Gastgeber steht noch nicht fest. Die Grünweißen werden bemüht sein müssen, ihre stärkste Vertretung zu stellen. Die Hiesigen sollten den Gästen ein gleichwertiger Gegner sein. Den Frankfurtern dürfte ein kleines Plus zuzuiprechen sein. Wie der Kampf ausgeht, ist nicht vorherzusagen. Immerhin wird zu erwarten sein, daß guter Sport geboten wird.
Die übrigen Mannschaften des VfB. sind spielfrei.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
Die Spielvereinigung hat für den kommenden Sonntag nur ein Spiel im Programm. Die zweite Mannschaft fährt nach Heuchelheim zum Gesellschaftsspiel.
Sportverein 1920 Heuchelheim.
Die 1. Mannschaft des Sportvereins Heuchelheim empfängt am kommenden Sonntag die 2. Elf der Spielvereinigung 1900 zu einem Gesellschaftsspiel. Die Gäste stellen eine sympathische Mannschaft, die voraussichtlich in stärkster Aufstellung antreten wird. Heuchelheim muß Steinmüller im Tor ersetzen. Die 1. Mannschaft von Heuchelheim hatte in jüngster Feit eine wesent- li«che Formverbesserung aufzuweisen, die Gießener dürfen als ein beachtenswerter Gegner gelten, so daß man mit einem spannenden Kampfe rechnen darf. Der Ausgang des Spieles ist nicht vor- herzusogen.
Handball im Gau Hessen (O.T.)
Lang-Göns I — Holzheim I 15:7 (7:4).
Ein Freundschaftsspiel! Der Kampf verlief sehr spannend. Die Platzbesitzer — besser — siegten, verdient. Lang-Göns hatte Anstoß, nützte den folgenden Angriff sofort zum Tor aus, erhöhte aber bald 3:0. Es dauerte nicht lange: den Gästen gelang der Ausgleich. 4:4! Bis Halbzeit stellten die Plahbesiher die alte Tordifferenz wieder her. Aach Wiederanstoß zeigten sich die Gastgeber wesentlich überlegen und erhöhten auf 15 Tore, denen die Gäste nur drei entgegensetzen konnten. Die Torleute litten unter schlechten Bodenverhältnissen.
Eisschiehmeisterschast im Film.
3m Heim des Eisvereins hatte man gestern im kleinen Kreis interessierter Sportler und Sportlerinnen Gelegenheit, einen Film zu sehen, der in seinen wesentlichen Teilen auch Bilder von den Cisschießmeisterschaften 1931 '32, die auf der Drun- hildiseisbahn (Feldbergs zum Austrag gelangten, brachte. Darüber hinaus war der Bildstreifen ein L:hr- und Werbefilm, er zeigte in Ausschmttten das, was an Technik im Eisschießlauf im Bilde gezeigt werden kann, schilderte den Sport und seine mannigfachen Reize, man sah humorvolle Szenen geschickt photographiert und gewann einen Lieberblick über diesen, bisher noch nicht so sehr verbreiteten Sport. Einige Bilder vom Kalutter- schießen, einer besonderen Art des Cisschießsportes interessierte ebenfalls sehr. Zu dem Filmstreifen hielt der Cisschießwart des Gießener Eisvereins, Herr Mohr, einen erläuternden Dortrag und machte dabei auch mit den Spielregeln vertraut. Die Filmvorführung bedeutete für die Teilnehmer eine nicht nur belehrende, sondern auch eine unterhaltsame halbe Stunde.
70 Zahre Turnverein Homberg.
Der Turnverein Homberg beging dieser Tage die Feier seines 70jährigen Bestehens. Aach einleitenden Musikstücken der Feuerwehrkapelle brachte die Turnerin A. M a a r einen Dorspruch zu Gehör. Der Dorsitzende, .3ustizsekretär Seibert, gab in seiner Festansprache einen Rückblick auf die 70 Jahre des Bestehens des Vereins. Dabei ging er vom Grün
dungsprotokoll aus und zeigte, wie der-L-urn- verein unter der Leitung zielbewusster Manner die heutige Hohe erreicht habe. Er gedachte ferner der im Weltkriege gefallenen Turner. Allen Mitarbeitern sprach er Dank aus. Ganz be>anders betonte er die Dedeutung des Turnens un 3ahnschen Geiste für den Aufbau unseres Vaterlandes. Er schloß mit dem Wunsche, daß der Turnverein auch weiterhin wachsen, blrchen und gedeihen möge. Der Gesang des Deutschlandliedes schloß sich an. Don den früheren Leitern des Vereins fand L. G n i f k o w f k i treffende Morte Der bisherige Turnwart Hch. Strauch erhielt für seine Verdienste eine Hrkunde.
Sodann folgten die turnerischen Vorführungen. Die jüngsten Turner zeigten schöne Hebungen. Die unter Musikbegleitung ausgeführten Keulenübungen der Mädchen ernteten großen Beifall. Dann zeigten die älteren Schüler am Längspferd einige Hebungen, denen die der Turner am Seitpferd folgten. Diese Hebungen gefielen ebenfalls gut. Die unter Gesang von Volksliedern ausgeführten Freiübungen der Mädchen befriedigten sehr, ebenfalls die Barrenübungen der Turner. Große Anerkennung fand der von Fcl. L. Maar vorgetragene Turnernachruf. — 3m Aamen der Stadt beglückwünschtdr Bürgermeister Sch Wei- k e r den Verein. Er schilderte aus städtischen Akten die Entwicklung des Vereins. Die anschließenden schlesischen Volkstänze der Mädchen in Erfurtshäuser Tracht fanden großen Beifall. Die am schiefen Pferd von den Schülern ausgesührten Hebungen waren schwierig, wurden aber geschickt ausgeführt. Die Mädchen tanzten einen originellen Polka. Die Turner führten anschließend Hebungen am Hochreck vor, die von großer Geschicklichkeit zeugten. Schüler Roth unterstrich diese Tatsache in einem gut vorgetragenen Gedicht. Während die Turner zwischen verschiedenen Programmnummern lebende Bilder in Pyramidenform stellten, führten die Mädchen in Gruppen nacheinander Haltung, Rumpfbeugen, Spannung und Entspannung anmutig vor. Das neuzeitliche Turnen, die sog. Körperschule, bildete den Abschluß der mit großer Gewandtheit und Sicherheit gezeigten turnerischen Vorführungen.
Niederlage der Studenten-Fußballer.
Die deutsche Studenten-Fußballelf erlitt am Freitag auf ihrer Heimreise in Catania, wo sie bekanntlich am zweiten Weihnachtsfeiertage gegen die italienische Vertretung ein ehrenvolles Unentschieden erzielen konnte, gegen Reggina Reggio eine unerwartet hohe 2:5 (1:4) Niederlage.
Kuriosa vom deutschen Wintersport.
Der Skilauf als Schulfach, das ist bereits Tatsache in Oberstdorf im Allgäu und in einer ganzen Anzahl bekannter Harzer Wintersportplätze. Hier wird während der Schneesaifon im Rahmen des Turnunterrichts auch Hnterricht im Skilauf erteilt. Aeuerdings will die thüringische Regierung den Skilauf als Pflichtfach in den Schulen einführen.
*
Der „h ochste" deutsche Wintersportverein ist der kürzlich gegründete „Ski-Klub Zugsv'tz'erner",'se'n Sitz ist im 265") m hoch liegenden Schneefernerhaus der Bayrischen Zugsvitz- bahn. Hebrigens hat dieser Klub außer sportlichen auch wissenschaftliche Interessen; er will z. B. Hntersuchungen über den Einfluß der Höhenluft auf den menschlichen Körper anstellen.
Eine Skisprungschanze mit eigenem Bah nhof hat das sächsische Ost-Er'geb'.vge in Gestalt der neuen Schan'e auf dem Cellingbrrg. Wenige Schritte entfernt ist die „Geisingberg- Schanze" der Bahn nach Geisimg und Altenberg.
Eine Bergarbeiter-Sprungschanze, von Bergarbeitern für Bergarbeiter erbaut, gibt es nicht etwa im Ruhrkohlengebiet oder in Oberschlesien, sondern — in den bayrischen Alpen. Die Arbeiter der in Hausham bei Schliersee betriebenen Braunkohlengrube — es ist eine der wen'gen, die Bayern überhaupt besitzt — haben der Ski-Abteilung ihres Turnvereins eine moderne Sprungschanze erbaut, die Sprünge bis zu 35 und 40 Meter zuläßt.
*
Als älteste deutsche Rodelbahn gilt die historische Hörnerschlittenbahn, die von den Grenzbauden (1050 Meter) nach Schmiedeberg (450 Meter) im östlichen Riesengebirge hinabführt. Auf dieser Bahn wird bereits seit dem Ende des 17. Jahrhunderts gerodelt.
Gesammelt von Franz Ferdinand.
Jiurje Sportnotizen.
Di e Neuyo-rker B o x s p o r «t - I ou r n a - listen haben auch in diesem Jahre wieder Max Schmoling an die Spitze ihrer Rangliste gestellt. Schmebing, dem von 60 Kritikern 38 ihre Stimme gaben, hat nun zum dritten Male hintereinander die Führung.
Der bekannte Autorennfahrer Louis Chiron hat seine bisherige Firma verlassen und wird in der nächsten Saison für Alfa Romeo starten.
Der Stettiner Mittelstreckler Waldemar H e l p a p p ist jetzt dem Berliner Sportklub ibcigi 2 treten, dessen Renn mann schäft dadurch eine wesentliche Verstärkung erfahren hot.
*
Eine überraschende Niederlage mußte der zur Zeit in Australien weilende amerikanische Tennis - Weltranglisten - Erste Ellsworth V i n e s einstecken. Er wurde von Hop-man ziemlich glatt mit 4:6, 6:1, 6:8 geschlagen.
Büchertisch.
— Das „Handbuch der geographischen Wissenschaft" (Herousgegeben von Professor Dr. Klute, Gießen, unter Mitwirkung führender Wissenschaftler — Akademische Derlagsgesellschaft Athenaion m. b. H. Potsdam) — bringt in seinen letzten Lieferungen 41 bis 45
das moderne Hellas in der fesselnden Darstellung Prof. Oberhummers (Wien). Die ewige, vielgestaltige Landschaft Griechenlands, seine Bevölkerung, die aufblühende Wirtschaft mit dem Anbau von Oel, Wein, Korinthen, Tabak und eine empor» strebende Industrie (Braunkohle) sind einige der von Oberhummer mit größter Sachkenntnis, einleuchtend, genußreich und belehrend abgehandelten Themen. — Fein durchdacht, glänzend aüf- gebaut und durchgeführt gibt dann Konrad B o u - terwek die Einleitung zu Aordasien, Zentral» und Ostasien. Die Gestalt und Gliederung dieses größten Erdteils, seine Geschichte, die geographischen Eigenschaften, Flora, Fauna und Bevölkerung stehen im Mittelpunkt dieser Hefte.
— Das „Lexikon des Kaufmanns", unter Mitarbeit von Sachverständigen herausgegeben von Dr. jur. Richard Mußfeld (453 Seiten, gebunden । 3 Mark, Ullstein-Verlag, Berlin — 395) ist für alle bestimmt, die in dem großen Getriebe des kaufmännischen, gewerblichen und handwerklich, n Lebens ein, wenn auch noch so kleines Glied darstellen. Das Buch gibt Auskunft über Kalkulation, Statistik, Buchhaltung, Handelsrecht, über Mahn- und Klagewesen, Pfändungen, Konkurs- und Vergleichsoerfah- ren. Alle, den Kaufmann wie den Angestellten treffenden Steuern werden systematisch geordnet. Das Problem des Geldes, das Wechsel- und Scheck- recht, die Frage der Steuerstundung oder die Aufstellung einer Steuerbilanz, Arbeitsrecht und Sozialversicherung — alle diese Fragen werden nach dem neuesten Stand der wirtschaftlichen Entwicklung erfaßt und dargestellt. »
Wirtschaft.
Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.
Bei schwachem Besuch war das Geschäft an der Frankfurter Getreidebörse auch in der letzten Woche des alten Jahres minimal. Der Handel bekundete weiterhin starke Zurückhaltung, da keine Anregungen Vorlagen.
Dem geringen Angebot stand eine noch schwächere Rachfrage gegenüber, so daß die Brot- g e t r e i d e Preise für Weizen um 1 Mark und für Roggen um 1.50 Mart je Tonne nachgaben und wie folgt notierten: Weizen 202,50 Mark, Roggen 162,50 Mark.
3m Braugersten geschäft herrschte starke Zurückhaltung in Erwartung möglicher Preis» beeinslussung durch die am 10. Januar erfolgende Freigabe des ersten Drittels der Stühungsbe- stände. Der Preis blieb mit 180 bis 185 Mark unverändert.
Der Hafermarkt liegt ohne jede Aachfrage, die Preise bröckelten erneut um 2 Mark auf 132 bis 135 Mark je Tonne ab.
Am Mehlmarkt ruhte der Handel fast vollkommen. Neubestellungen erfolgten nur sporadisch. Die Preise blieben unverändert und stellten sich per 100 Kilo in Mark wie folgt: Weizenmehl südd. Speziell 0 mit Austauschweizen 28,15 bis 29, do. niederrhein. 23 bis 23,25, Rog» grnmehl 60prozentige Ausmah'ung 22,25 bis 23,25. Die sogenannte zweite Hand bot aber bis zu 1 Mark darunter an und fand auch Käufer.
Futtermittel legen vollkommen geschäfts- lcs bei weiter weichenden Preisen. Weizenkleie 7,40 Mark, Roggenlleie 8 Mark je 103 Kilo.
Infolge der Feiertage ruhte -das Geschäft am Kartoffelmarkt. Abschlüsse sind nicht bekannt geworden.
Wochenbericht oom Frankfurter Schlacktviebmarkt Trotz wesentlich verringerter Zufuhren gestaltete sich das Geschäft am Frankfurter Schlacht- vichmarkt zwischen den Jahren für alle Dieh- gattungen schleppend, und bei z. T. stark ermäßigten Preisen verblieb sogar noch Heberstand.
Der Auftrieb an Rindern war mit 1147 Stück um 358 Stück kleiner, trotzdem ergaben sich bei schleppendem Handel Preisrückgänge von 1 bis 2 Mark, nur Bullen zogen infolge der geringen Beschickung (72 Stück) um 1 Mark an. Ochsen al) 26 bis 28, a2) 23 bis 25, bl) 20 bis 22. Bullen a> 24 bis 27, b) 21 bis 23. Kühe a) 22 bis 24, b) 19 bis 21, c) 16 bis 18, d) 12 bis 15. Färsen a) 26 bis 29, b) 23 bis 25, c) 20 bis 22.
Am Kälbermarkt ergab sich ein Verlust von 2 bis 5 Mark, besonders für geringe Qualitäten, obwohl die Zufuhr mit 1548 um 468 Stück geringer war. Das Geschäft verlief schleppend. Kälber b) 33 bis 35, c) 28 bis 32, d) 20 bis 27.
Arn Schafmarkt betrug der Auftrieb 273 gegen 223 Stück, und nach schleppendem Handel bröckelten die Preise 1 bis 2 Mark ab. Schafe
a) 23 bis 25, b) 20 bis 22, c) 16 bis 19.
Di« Beschickung am Schweinemarkt war um 425 Stück weniger und stellte sich auf insgesamt 5211 Stück. Der Handel war schleppend, und es war starker Heberstand. Die Preise gaben bis zu 4 Mark nach. Schweine c) 34 bis 38, d) 33 bis 36.
* D i e R e i ch s i n d e x z i f f e r für die Lebenshaltungskosten im Dezember. Die Reichsinderziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „sonstiger Bedarf") ist im Durchschnitt des Monats Dezember um 0,3 o. H. auf 118,4 (gegenüber 118,8 im Vormonat) zurückgegangen. Es haben nachgegeben die Indexziffern für Ernährung um 0,5 v.H. auf 109,0, Bekleidung um. 0,7 v. H. auf 112,4, sonstigen Bedarf um 0,5 v. H. auf 163,2. Die Indexziffer für Wohnung ist mit 121,4 unverändert, die Indexziffer für Heizung und Beleuchtung mit 136,6 nahezu unverändert geblieben.
• Anmeldepflicht für Reis-Cin- suhrkontrakte. Aus Grund der Verordnung Über die Einbeziehung von Reis in das Mais- monopvl haben die Reis verarbeitenden Betrieb« und die Importeure ihre bis zum 28. Dezember 1932 einschließlich abgeschlossenen Cin» kaufskontrakt« auf unverzollter Basis und ebenso ihre Derkaufskontrakte bis zum 5. Januar 1933 abgehend bei der Reichsmaisstelle, Eeschäfisabtei- lung, anzumelden und ihr einzureichen. Die Cin- und Verkaufskontrakte sind nicht anzumelden, wenn die betreffende Ware bis zum 28. Dezember in das Zollirrlanb verbracht worden ist. Falls dies nur auf «inen Teil des Kontraktes zutrifft, so ist der ganze Kontrakt trotzdem anzumelden und «inzureichen unter Angabe der bereits in das Zollinland verbrachten Teilmengen.
Frankfurter Abendbörse still, aber freundlich.
Frankfurt a. M., 30.Dez. Die letzte Abendbörse im alten Jahre verkehrte in s e h r st i l - I e r Haltung, sowohl für Aktien als auch für Renten. Die Stimmung war aber unter dem Einfluß fester Kursmeldungen von den Auslandbörsen freundlich. Da aber von der Kundschaft kaum Orders Vorgelegen haben, hielt sich die Spekulation von Aeuengagements zurück. Vereinzelten Besserungen von 0,25 bis 0,50 Prozent standen unveränderte bzw. etwas schwächere Kurseim Vergleich zum Berliner Schluß gece.'.über. Deutsche Anleihen lagen zwar wesentlich ruhiger als an der heutigen Mittagsbörse, die Tendenz hierfür war aber weiter fest. Der übrige festverzinsliche! Markt lag still. Aeubesitz 7,23 bis 7,15, Altbesig 63 bis 63,25, Schuhgebietsanleihe 5,95. Reichsbank 145.50, Gelsenkirchen 50,25, Stahlverein 35,25. AEG. 29,50, Deutsche Erdöl 86, IG.-Far- ben 96,25, Lahmeyer 116,88, Rütgerswerke 43,75, Siemens 118.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Jranffun a. JJl.
Senin
Echluß- kurs
Gchluhk. Abenb- börf-
Schluß- lurt
(Schlußk. Miitag- bö fe
Datum
29-12.
30-12.
29.12-
30-12.
6% Deuyche Reichsanleihe v. 1921 6% e6eni.7% Dt.Reichsonl.v. 1929 5’/»% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mb
Auslos.-Rechten .............
76,5
92,75
77
61,5
6,9
77
57,75
57,13
85,5
85
85,9
85,9
83,5
83,5
1,05
77
93,25
77
63,25
7,15
76
59
59,65
86
35
85,9
86,25
34
83,5
1,05
l 4,1
4.2
22,4
76,5
92,5
77,1
61,25
6,85
77
56,65
83,75
i»2
6,55
4,1
4,3
4,25
5,45
9
4.7
22.4
76,75
92,7
76,75
63
7,2
76
57,75
83,75
1,2
6,6
4,1
4,25
! 22,4
DeSgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% ebem. 8% Hess. Botksstaat 1929 lrückzohlb. 102%)...........
Lberhessen Provinz. Anleihe mb Auslos.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sam ine lab l.An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bmll Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
6% ehern. 7% Franks. HyP.-Ban!
Koldvfe. 16 unkündbar 615 1936 ö’/2% ehern. 4»/.% Franis. Hyp..
Bank-Liqu.-Psandbricse .....
S'/r% ehern. 4'/»% Rheinische HvP..Banl.Liqu.<6o,dvi>. ...
6% ehern. 8% Pr. Landespfand briesanüall, Psandbriese R. 19
6% ehern. 7% Pr. Landespfand briefanttalt, Pfandbriefe R. io
4% OesterreichlsMe tiolßreiuc... d,20% Oesteneichische Glibenente 4% Ungarische Goldrenie ....
4% Ungarische Stoatürenle v. 1910 4Vz% desgl. von 1913..........
6% abgest. Goldmerikaner von 91 4% lürilfdje Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
4,2
4,2
5,4
8,75
4,5
22,25
5% Rumcin. vereinh. Rente v. 1901' ^'/-"/oRumän.vereinh.Reniev.lSi?
4% Rumänische vereinh. Rente .
•J%% Anatolier ...............
Oaium
.viun.iu,. u. jji.
Oer». >
Schluß« kurS
29-12-
Ech.ußk. Abendbörse
30-12-
Schlußkurs
29-12-
Schlußk. Mittag« börse
30-12.
Hamburg-Amertka-Palei .....>
Hainburg-Südam. Dampfschiff. 0
Hansa Dampfschisf...........0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.(h. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... -1 Commerz- und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und DiSconto»
Gesellschafl................0
Dresdner Bank..............0
Reichsbank ................. 1
A.E.G......................u
Clektr. Lieferuiigsgesellschaft... 5
Licht und Kraft .............6
Zelten & Guilleaume ........0
(j-esellschaft für Elektrische Unter
nehmungen ...............4
Rheinische Elektrizität ........5
Schlickert L Co........ 0
SiemensL Halöle....... !
Lahmeyer L Co..............10
BubcruS ...................,<
Deutsche Erdöl .............4
Gelsenkirchener..............0
Horvener...................0
Hoesch Eisen—Köln°Neuessen.. 0
Ilse Bergbau ............... 7
Ilse Bergbau (üenüffe........ 7
Kldcknerwe.ke ...............0
Mannesmann-Röhren........0
Mansselder Bergbau.........0
».berichlef. Kvkswerke.........0
Phönix Bergbau............ 0
""»'ni'che Brau,.kehlen ......10
1 niliemflühi .................. 0
17,75
18,75
45
89
53,25
75 61,75 145,5
30
79
96
54,5
76
95
85.5
122
115,75
44
35 51,25 86,75
101,5 47.65
62.9 24,5
36.25
200
73
17,5
18,25
45
89
53
75 61,75 145.5
29,5
81
96
55
76
93.5
85
118
116
43.75 ■' 86 '50.25
89
105,5
48
62.4
25,25
35,4
202
73,65
17,75
26,13 18,5 45,5
89
53,5
75 61,75 145,4
29,75
80 95,75
54
76,4
95
85
122 116,4
43,75
84,65
51
87.13 53.25 132.5 101,4
47,5
62,13
24 76,13
36,5 203
73,4
17,5
26 18,5 44.9
89
53,5
75 61,75 145,4
29.75 82,75
96
54,5
76
94 83,25
118 116,9
43,75
85,5 50,75
87 53,25 136.5 104,5
48
62,75
25 75,65
36
201 72,5
Frankiurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börf •
Sch uß» furd
Schlußk.
Mi lag« böre
Datum
29-12-
30-12-
29-12.
30-12-
Bereinigte Stahlwerke.....
Ctaöl Minen ............
... u
36
35,25
36
35,4
... 0
16.25
16,25
16,13
16,5
Kaliwerke Aschersleben.....
... 6
115
116
116
116,25
Kaliwerke Westeregeln.....
... 6
119,5
120
120,5
120,5
Kaliwerke Salzdetfurth ....
... y
170
173
172
173,25
A. G. ffarben-Iudustrie ....
... 7
97,25
96,25
97,25
96,25
Scheideanstall............
...10
153
154
—
Goldschmidt .............
... 0
31
—
31.75
32,9
Rütgerswerke ............
... 0
43,5
43,75
43,65
43,4
Metallgelellschast..........
... 0
33,5
33,5
33,25
34
Philipp Hohmann........
Zementtverk Heidelberg ...
Cementwei-k Karlstadt......
... 0
60,5
60,5
60,9
60,9
... 4
46,5
46,5
——
... 0
57
57
—
Wayß & Freytag.........
... 0
5,4
5,5
5,4
5,25
Schultheis Pahenhoser.....
... 0
—
100,9
102,75
Aku (Allgemeine Kunstseide)
... 0
’ 47
47,75
46,13
47,4
Bemberg................
... 0
56,5
58
57
58,75
Zellstosk Waldhof.........
... 0
46
46
45,65
45,75
Zellstoss Aschaffenburg ....
... 0
30
30
29,9
30
Dessauer Gas............
7
——
—
106,5
107,9
Daimler Motoren.........
... 0
19
19,25
19,4
19,4
Deutsche Linoleum .......
... 0
42.5
42
42
42
Lrensieln & Koppel ......
... 0
——
—-
40,75
40,75
Leonhard Tietz...........
... ö
40
40
40
39,75
^hade ...................
.. .12
140,5
141,5
140,13
141,5
Äritzner.................
... Ü
29,5
29
I 29,5
28,5
Mainkraslwerke Höchst a.M.
... 4
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—
Süddeutscher Zucker ......
... 8
-
-
1145,5
146
Deoifenmarfl Berlin — Jranffurl a M
29-Dezember
30-Oczember
Amtliche Jioücrung
Amtliche
■Notierung
weid ! Srle
Geld
Prle
Helsingsora.
6,134
6.146
6,124
6.136
Wien......
51,95
52,05
51,95
52,05
Prag......
12,465
12,485
12,465
12.485
Budapest ...
—
—
—
—
Sofia.....
3,057
3,063
3,057
3.063
Holland ....
169,18
169,52
169,18
169.52
Sslo.......
72,08
72,22
71,83
71,97
Kopenhagen.
72,43
72,57
72,13
72,27
Stockholm...
76,32
76,48
76,07
76,23
London.....
13,98
14.02
13.93
13,97
Buenos Aires
0,858
0,862
0.858
0,862
Neuyork ....
4-209
4,217
4.209
4,217
Brüssel ....
58.34
58,46
53,31
58,43
Italien.....
21,55
21,59
21,55
21,59
Paris.....
16.42
16,46
16.42
16,46
Schweiz...
80,96
81,12
80,95
81,11
Spanien....
34,37
34,43
34,39
34,45
Danzig....
81.72
81,88
81,72
81,88
^apau.....
0,879
0.881
0,869
0,871
Ru> de Ian.
0.269
0,271
0.269
0,271
Jugoslawien
5,574
5,586
5,574
5,586
Lissabon...
12,76
12,78
12,76
12,78
Banknoten
Berlin, 30.-Otternber
Geld
Zfics
Amerikanische Noten..............
4,20
4.22
Belgische Noten..................
58,15
58,39
Dänische Noten .................
71,76
72,04
Englische Noten .................
13,89
13,95
Französische Noten...............
Holländische Noten...............
16.38
168,81
16,44
169,49
Italienische Noten................
21,49
21,57
Norwegische Noten ..............
71,66
71,94
Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling
—
Rumänische Noten...............
2,46
2,48
Schwedische Noten...............
75,90
76,20
Schweizer Noten.................
80,77
81,09
Spanische Noten.................
34,25
34.39
Ungarische Noten................
—
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