Ausgabe 
30.6.1932 Frühausgabe
 
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SJi.-'fpott

Kußball-Länderkampf Deutschland Finnland.

Am Freitagabend in Helsingfors.

Zum Abschluß der Fußballsaifon 1931/32 trägt der Deutsche Fußballbund noch ein Länderspiel aus. Gegner ist diesmal das kleine Finnland, das einen Prüfstein für die nach den Erfahrungen aus denLehrspielen" gegen englische Mannschaften aufgestellte deutsche Nationalmannschaft bilden soll. Für dieses zweite Länderspiel Deutschlands in diesem Jahre das erste ging bekanntlich in Leipzig gegen die Schweiz hat der DFB. folgende Spieler zu der langen Reise eingeladen: Tor: Jakob, Regensburg (Ersah: Buchloh, Spel­dorf); Verteidigung: Schütz, Stubb, beide Eintracht Frankfurt, (Ersah: Haringer, Bayern München); Läuferreihe: Grämlich, Eintracht Frankfurt, Leinberger, Spvg. Fürth. Knöpfte, FSB. Frankfurt; Sturm: Fischer, Pforzheim, R. Hofmann, Dresden, Ruh, Stuttgart, Kuzorra, Schalke, Kobierski, Fortuna Düsseldorf. Für die

Läuferreihe ist noch Appel, Berlin, als Ersah vorgesehen, ein Ersahstürmer war nicht genannt, jedoch können sowohl Haringer, wie auch Appet im Sturm verwendet werden. ,,

Man kann bei diesem Spiel nicht zu Anrecht von einem Kampf zwischen David und Goliath sprechen. Die Einwohnerschaft des ganzen Lanves ist nicht viel größer als die von Berlin allein, um so verwunderlicher sind die bisherigen Resul­tate Deutschlands gegen die Landsleute Rurmis. 1921 in Helsingfors 3:3, 1923 in Dresden 2:1 verloren, 1925 in Helsingfors 5:3 gewonnen ist für Deutschland keine allzu günstige Bilanz. Le­diglich das letzte Spiel 1929 in Altona 4:0 druckt einigermaßen das Stärkeverhältnis aus. 2n dem neuerlichen Kampfe nun mühte Deutschland als überlegener Sieger hervorgehen, denn die aus alten Routiniers und neuen Talenten zusammen­gestellte Mannschaft sollte auch größeren Auf­gaben gewachsen sein. Dabei ist aber nicht zu Der- gessen, daß sich die Finnländer zur Zeit in Hoch- form befinden. Trotzdem erwartet man die deut­sche Elf mit einer klaren Tordifferenz als sicheren Sieger.

2. und 3.3uli: Gauturnsest in Gießen.

Begrüßungsabend und Empfang, Marsch durch die Stadt und Morgenfeier. Wettkämpfe und Staffettäufe. - Lieber 400 Teilnehmer sind gemeldet.

Auf dem 100. Gautag des Turngaues Hessen wurde der Beschluß gefaßt, das Gauturnfest in Gießen abzuhalten. Der Gießener Turnerschaft wurde die Ausrichtung übertragen. Die großen Vorbereitungsarbeiten sind abgeschlossen. Alles ist in der Erwartung der Turner bereit. Das Gauturnfest wird aber weniger ein Fest, denn eine Wettkampfveranstaltung der hessischen Tur- ner sein, die sich am Samstag und Sonntag in unseren Mauern ein Stelldichein geben. 400 Wettkämpfer sind gemeldet, 125 Kampfrichter werden in Aktion treten müssen, die Leitung aber liegt wieder in den bewährten Händen des Gau- Ehrenoberturnwarts Wilhelm Will.

Den Wettkämpfen des Sonntags geht ein Be­grüßungsabend am Samstag voraus. In der Turnhalle an der Steinstrahe wird man sich zu­sammenfinden. Mit dem Begrüßungsabend wird aber gleichzeitig das

Turnen um die Meisterschaften des Gaues Hessen an den Geräten und in der Körper­schule

verbunden sein. Man erwartet die besten Turner im Wettbewerb. Für die Liebungen am Reck sind 12. am Barren 9 und für die Llebungen am Pferd ebenfalls 9 Bewerber um die Meister­schaft gemeldet. Für die Freiübung der Körper­schule treten voraussichtlich 6 Turner an. Man erwartet spannende Kämpfe. Jeder Turner hat eine Pflicht- und eine Kürübung zu zeigen. 2n der Hauptsache wird man die Turner von Gießen, Marburg, Großen--Linden und Bad°Rauheim im Wettbewerb sehen. Das Programm bringt außer­dem einige Sondervorführungen (Körperschule des Tv. Großen-Linden und Keulenschwingen der Altersturner des Tv-1846 Gießen) sowie An­sprachen und Musik.

Am Sonntagmorgen um 8 Llhr werden sich die Gießener Turner zum Empfang der Hessenturner am Bahnhof einfinden. Die gesamte Gießener Turnerschaft einschließlich der jugendlichen wird sich beteiligen.

Ein gemeinsamer Marsch zur DolkshaNe ist vorgesehen.

Der Zug der Turner wird sich durch die Bahn­hofstraße, Kaplansgasse, Reuen Weg, Reue Säue, Gartenstrahe und durch die Kaiserallee zur Volkshalle bewegen. Eine Morgenfeier wird die Turner in würdigem Ernst für kurze Zeit vereinigen. Llm 9 Llhr wird das Einzel- Wetturnen beginnen. Auch die Fechterinnen und Fechter treten in der Volkshalle an. 2nsgesamt sind über 400 Teilnehmer gemeldet.

2n der Sonderklasse erwartet man die Besten und die bisherigen ersten Sieger des Gaues. Man hofft außerdem, schöne Leistungen zu sehen. Für den Zwölfkampf der Oberstufe haben sich 29 Turner gemeldet, für den Zehn­kampf der Oberstufe 13, für den Zwölfkampf der Mittelstufe 37, für den Zwölfkampf der Unter­stufe 236. für den Reunkampf der Altersturner (35 bis 40 2ahren) 37. für den Reunkampf der Altersturner II (46 Jahre und älter) 19. Fechte­rinnen und Fechter treten insgesamt 19 an. 2n der Volkshalle wird sich für einige Stunden ein lebhafter Turnbetrieb entwickeln, der durch

seine Vielseitigkeit auch den Zuschauer sehr gut unterhalten dürfte.

Rach der Mittagspause werden die Saufet zu der

Wilhelm-Will-Staffel, die auf dem Universiiätssportplah zum Austrag gelangt, antreten. Die Mannschaften der sechs Bezirke werden um Sieg und Diplom kämpfen. Um 1415 Uhr beginnt dann wiederum in der Volkshalle das Vereinsriegenturnen. Hierzu sind 40 Musterriegen gemeldet. Um 16 Uhr (man hofft bis dahin das Programm zu bewältigen) werden noch die Freiübungen geturnt und im Anschluß daran folgt die Siegerehrung.

Den Turnern winkt nicht irgendein wertvoller, metallisch glänzender Preis. Die Turner kämpfen in friedlichem Wettbewerb um den schlichten Eichenkranz, der dem Turner bisher noch immer die schönste Zierde war. Die Konkurrenz für den Einzelnen ist groß Man mag immer nur wün­schen. daß der Würdigste Sieger werden möge. Die Kampfrichter werden kein leichtes Amt haben. Die Turner werden mit guten Leistungen aufzu­warten wissen und auch bei dieser Veranstaltung die Leistungsfähigkeit des Turngaues Hessen unter Beweis stellen.

Die Gießener Bevölkerung aber, die den Turnern noch immer gastfreundlich gegen­überstand. wird auch dem Gauturnfest Sym­pathie und Interesse nicht versagen und den Turnern, die sich im Wettstreit messen, den geeigneten Rahmen bilden. Das Gauturnfest soll nicht nur dem Wettbewerb dienen, sondern nicht zuletzt und immer auch der Werbung mit dem Ziele, die hohen sittlichen Werte des Tur­nens weiter zu verbreiten, damit recht viele der Segnungen teilhaftig werden, die in der deut­schen Turnerei aus der urgesunden und kraft­vollen Tätigkeit immer neu erwachsen.

Turngau Lahn-OünSberg.

Am vergangenen Sonntag wurde in Rodheim an der Bieber in der Nachrunde um die Meister­schaft des L a h n - D ü n s b e r g Gaues im F a u st b a l l gespielt. Bessere Spielflächen ließen diesmal günstigere Resultate als in Hausen erzielen. Die Spiele Rodheim I Hausen I und Allendorf I Hausen I hoben sich qualitativ merklich von den anderen ab. Launsbach zeigte ebenfalls eine Form- oerbefferung. Ueberrafchend ließ sich Hausens erste Mannschaft von der zweiten des eigenen Vereins schlagen. Rur dadaurch konnte der Punktunterschied zwischen Allendorf und Hausen so groß werden, wie er in der Tabelle zum Ausdruck kommt. Die einzel­nen Spiele zeitigten folgende

Ergebnisse:

Rodheim I Hausen II 45:25 (20:11) Hausen I Rodheim II 59:27 (28:15) Hausen II Launsbach 40:38 (20:21) Hausen I Rodheim I 30:25 (15:9) Launsbach Rodheim II 46:41 (26:24) Rodheim I Allendorf 42:34 (19:16) Hausen I Launsbach 39:26 (17:14) Allendorf Hausen II 40:32 (18:19)

Hausen N Rodheim II 46:42 (25:21) Allendorf Hausen I 29:26 (16:10) Rodheim I Launsbach 46:39 (22:14) Allendorf Rodheim II 52:23 (27:7) Allendorf Launsbach 39:24 (24:10) Hausen II Hausen I 44:34 (17:22) Rodheim I Rodheim II 56:34 (27:11) Im Gesamtergebnis fiel der erste Platz und damit die Faustballmeisterschaft für 1932 an den Turn- und Sportverein Rodherm mit 18 Punkten. Don zehn auszutragenden Spie­len konnte die Mannschaft des Siegers neun ge­winnen. Ein Spiel wurde verloren. An zweiter Stelle folgte Allendorf mit 15 Punkten. Hausens 1 Mannschaft blieb mit 12 Punkten auf dem dritten Platz, Hausens 2. Mannschaft wurde vierte mit 11 und die Mannschaft von Launsbach fünfte mit nur vier Punkten. Rodheims 2. Mannschaft verlor sämtliche Spiele und bildete somit das Ende der Tabelle. *

Mainzlar I Kesselbach I 0:7 (0:4).

Auf dem Platz in Kesselbach standen sich die beiden Mannschaften zu einem Freundschafts- Handballspiel gegenüber. Der Sturm des Gast­gebers zeigte ein sehr flottes Spiel, während den Gästen gar nichts gelingen wollte. Schon die erste Spielhälfte stand im Zeichen der Mannschaft von Kesselbach und das Halbzeitergebnis von 0: 4 bewies die Lleberlegenheit der Gastgeber. Rach

dem Wechsel fielen drei weitere Tore, während der Mannschaft von Mainzlar selbst das ver­diente Ehrentor versagt blieb.

Die Spielsperre für Handball beginnt nach einem Beschluß des Bundestages am 1. Juli und endet am 31. Juli.

Gaukurnfesl am 2. und 3. Juli in wieseck.

Die größte turnerische Veranstaltung des Lahn- Dünsberg-Gaues im Jahre 1932, das Gaufest, ge­langt am kommenden Samstag und Sonntag in Wieseck zur Durchführung. Mit der Veranstaltung des Gaufestes wird gleichzeitig die Feier des 70jährigen Bestehens des Turnver­eins 1862 Wieseck, dem ältesten Verein des Gaues, verbunden. Der festgebende Verein hat an der Entwicklung des Lahn-Dünsberg- Gaues stets lebhaften Anteil gehabt. Schon seit geraumer Zeit ist man in Wieseck mit der Vor­bereitung des Festes beschäftigt, so daß eine rei­bungslose Durchführung zu erwarten fein dürfte. Die Meldungen für die Wettkämpfe sind der Zeit entsprechend noch als sehr gut zu bezeichnen.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Gottesdienst der Israelitischen Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 2. Juli 1932. Freitag -.45 Uhr, Samstag 8 Uhr Predigt, 16 Uhr, Sabbatausgang 21.40 Uhr. Wochengottesdienst: 6.30 und 19.15 Uhr.

Wirtschaft.

Oer Getreidebau

in Hessen im Jahre 1932.

Soeben im Landesstatistischen Amt abgeschlos­sene Ergebnisse der diesjährigen Anbauflächen­erhebung lassen fühlbare Verschiebun­gen im diesjährigen Getreidebau er­kennen. Die Winterweizenanbaufläche ist 1932 auf 35 400 Hektar gestiegen, das sind etwa 8,5 Pro­zent mehr als im Vorjahre. Eine so große Weizenanbaufläche wie 1932 hat Hessen seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr gehabt. Die Zu­nahme war in Oberhessen nur geringfügig, dagegen in Starkenburg und Rheinhes- s e n relativ weit erheblicher. Der Weizenanbau scheint sich insbesondere auf Kosten des verrin­gerten Zuckerrübenbaues ausgedehnt zu haben. Auch die Anbaufläche an Winterroggen (55 200 Hektar) ist größer, als im Vorjahre, und zwar um etwa 9,5 Prozent. Hier ist die Zunahme in Rheinhessen besonders hoch gewesen. Dagegen ist der Anbau von Sommergerste (42 700 Hektar) gegenüber dem Vorjahre um 10,5 Prozent zu­rück gegangen, besonders erheblich in Rheinhessen. Der Anbau von Hafer (48 200 Hektar) hat sich ziemlich gleichmäßig in den drei Provinzen um 2,3 Prozent vermindert. Hingegen nahm die An­baufläche von Frühkartoffeln (knapp 7500 Hektar) gegenüber dem Vorjahre um fast 10 Prozent zu, und zwar besonders stark in Rheinhessen und Oberhessen, nur wenig in Starkenburg.

Hamburg Amerika-Linie.

Hamburg, 29. Juni. (WTD.) In der Gene­ralversammlung der HamburgAmerika-Linie, Hamburg, führte der Aufsichtsratsvorsitzende, Max von Schinckel, aus, daß die Hapag den Wettkampf mit der stark subventionierten Schiff­fahrt des Auslandes nur durch die Verwendung modernsten und sparsam arbeitenden Schiffsmate­rials habe bestehen können. Die hierfür erforder­lichen Geldmittel konnten nicht mehr, wie früher, durch neue Emissionen gedeckt, sondern muhten bei Danken ausgeliehen werden. Lim die Mitte des Berichtsjahres trat infolge der sich überall verschärfenden Weltkrise ein katastrophaler Rück­gang im Personen- und Güterverkehr ein, so daß die Betriebszuschüsse von Monat zu Monat ver­größert werden mußten. Als dann auch die Ent­wertung des Pfund Sterling unvorhergesehen nach Millionen zählende Verluste brachte, reichte das von Amerika eingehende, zweite Viertel der Freigabegelder nicht aus, um über die Abdeckung aller kurzfristig aufgenommenen Auslandzahlun- gen hinaus die Betriebszuschüsse zu beden. Eine finanzielle Gesundung der Hapag werde davon abhängen, daß wieder Detriebsüberschüsse erzielt werden. Don sich aus konnte die Hapag diese nur durch eine abermalige Verminderung ihrer Be­triebskosten und ihrer Abfahrten anbahnen. Die Hapag hat nach und nach ungefähr den dritten Teil ihrer Tonnage aufgelegt. Es seien doch schon gewisse Anzeichen dafür vorhanden, daß die Kon­junktur ihren Tiefstand erreicht habe. Die Zu­sammenarbeit mit dem Norddeutschen Lloyd fange an, gute Früchte zu tragen.

* Reichshilfe für den Eisenerzberg­bau an Lahn, Dill und in Oberhessen. Im Haushalt des Reichswirtschaftsministeriums für 1932 werden als vierter Teilbetrag für die Förderung des Eisenerzbergbaues an der Sieg, Lahn und Dill einschließlich Oberhessens 400 000 Mark bewilligt. Zur Begründung wird erklärt, daß die Verschärfung der wirtschaftlichen Lage die Fortsetzung der staatlichen Hilfsmaßnahmen notwendig mache. Zur Vermeidung einer größeren Erwerbslosigkeit werden die Zuschüsse an die Erzgruben im wesentlichen unter Berücksichtigung der Beschäftigung von Arbeitnehmern gewährt. Die Länder Preußen und Hessen werden sich auch weiterhin an den Hilfsmaßnahmen beteiligen.

* Das Revisionsergebnis bei Jun­kers. Nach den nun vorliegenden Berichten der Deutschen Revisions- und Tr/uhand AG., Berlin, über die bei den Junkers-Flugzeugwerken AG. (IFA), und der Junkers Motorenbau G. m. b. S). (Jumo) vorgenommene Revision darf das Ergeb­nis als bilanzmäßig künftig bezeichnet werden. Bei der IFA. betragen die Aktiven insgesamt 9,75 Mil­lionen Mark und die Passiven 6,875 Millionen Mark, so daß sich ein Reinvermögen von 2,875 Millionen Mark ergibt. Bei Jumo- wurden Aktiven von 3,372 Millionen Mark und Passiven von 3,305 Millionen Mark festgestellt, so daß das Reinvermögen hier 0,067 Millionen Mark beträgt. In den Kreisen der beteiligten Gläubiger hofft man nach diesem Re­visionsergebnis auf die Ausschüttung einer zufrie­denstellenden Quote. Sicherem Vernehmen nach wird in den nächsten Tagen auch der Status von Junkers & Co. (Jco), des Kalorifer Werkes, der Forschungs­anstalt und des Junkerschen Hauptbureaus zum Ab­schluß gebracht werden.

Frankfurter Abendbörse behauptet.

Frankfurt a. M., 29. Juni. Die Abendbörse wurde durch die Erwartung von Nachrichten über die Lausanner Konferenz in Spannung gehalten. Mit großer Nervosität wird jede eintreffende Meldung hierüber lebhaft diskutiert. Die ilnüber- sichtlichkeit der Lage hielt die Spekulation von dem Eingehen neuer Engagements ab, und da auch von feiten der Kundschaft keine Aufträge Vorlagen, kamen Geschäftsabschlüsse kaum zustande. Die freundliche Stimmung, die bereits den Verlauf der Mittagsbörse kennzeichnete, hielt weiter an, und die Kurse haben gegenüber dem Berliner Schluß eher noch eine Befestigung er­fahren. Verschiedene Spezialwerte, wie IG.-Far­ben und Schuckert konnten ihren Kursstand bis zu 1 v. H. verbessern.

Am Rentenmarkt hat sich gegenüber dem Schluß der Mittagsbörse kaum etwas geändert. Die tm Nachbörsenverkehr in Erscheinung ge­tretenen Kursgewinne blieben aufrecht erhalten, vereinzelt vermochten die Kurse sogar noch um eine Kleinigkeit anzuziehen, so bei Altbesihanleihe und Reichsschuldbuchforderungen. Neubesitzanleihe 3,5, Altbesitzanleihe 373/s bis 37,25, Schutzgebiete 2,30, Reichsbank 122,75, Gelsenkirchen 32,5, Man­nesmann 37,25, Phönix 16,25, Rhein. Braunkohle 165, Rheinstahl 39,5, Stahlderein 14, Aku 30,5, AEG. 20,5, Dt. Linoleum 27, Licht & Kraft 65, IG.-Farben 87,75, Goldschmidt 16,25, Holzmann 29,5, Rütgerswerke 30,75, Schuckert 57, Reichsbahn Vorzüge 69, Hapag 10,25, Lloyd 11.

Kurszettel der Berliner und Krankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 5 v.H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

$rani!un a. DI.

»trliu

Schluß« kurS

Schluß!. Abend- börie

Schluß- kurS

Schlußk. mittag- börse

Datum

28.6.

29.6

28.6.

29.6.

6% Deutlche Neid)saniere v. 192.

51,5

50

7% Deutsche ReichSanlelhe ti.1929

58,5

58,4

5/z% Douny-Anleihe von 1930

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mi

60,75

60,9

AuSlos.-Rechten......

36

37,25

35,9

36.9

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . 8% Hess. BolkSstaat von 1929

3,45

3,5

3.55

3,55

(rücyahlb. 102%).....

Oberhcjsen Provinz-Anleihe mi

43

44

Auolos.-Rechten.....

Deutsche Komm. Sammeladl.

35

Anleihe Serie 1......

8% Franks. Hyp.-Baok Goldpfe

32

33

15 unkündbar bis 1935 . . .

7% Franks. Hhp.-Bank Goldpfe

62

unkündbar blö 1936 Serie 16 iV-% Franks. Hyp.-Bank Stau.

61.5

Psandbriese........

<y2% Rheinische Hyp^Bank-Ligu

76

Goldpse. .......

8% Pr. Landespsandbrtesanstalt

-

75,13

Psandbriese R. 19.....

7% Pr. Landespsandbriesanstalt

Pfandbriefe Hl. io

4% Oesterretchhche (Aoldrenie .

_

8,75

4,20% Oesterreichische SUberrente

4% Ungarische Goldrente . . . .

4,75

4,75

4,7

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

5,75

4/2% beSgl. Bon 1913

5% abgest. Goldmexikaner von 99

4,75

4% Türkische ZollaiUeihe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn4llnleihe

2,6

2,75

2,55

Serie 1 .

2,65

3

2,85

4% desgl. Serie 11.......

2,65

2,75

2,6

5% Nu man. verein h. Rente v. 1903

4Z4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. diente .

3,18

3,13

3,13

3

216% I. Anatolier

15,5

15,5

Frankfurt a. Dl.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Miilag- börse

Datum

28.6

29 6.

28 6.

29.6

Hambucg-Amerika Pakei . . . t Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff . . . . 0 Norddeutscher Lloyd.....6

A.G. für Verkehrswesen Alt. . . Berliner Handelsgeseilschast. 8

Commerz- und Privat-Bank. 7

Darmstädter und Nationalbank 8 Deutsche Bank und

Dirconto-Gesellschaft... 6 Dresdner Bank...... 6

ReichSbank........12

A.E.G.. . 7

Bergmann.........9

Elektr. LieserungSgesellschast. 10 Licht und Kraft......10

Felten & Guilleaume. ... 6V. Gesellschaft für Elektrische

Üntcrnehmungeu .... 9 Rheinische Elektrizität .... 9 Schuckert & (So...... . 11

Siemens & Halske.....14

Lahmeyer L Co.......12

Buderus...... .... 4

Deutsche Erdöl.......6

Gelsenkirchener........

Harpe ner..........0

Hoesch Eisen....... . 6

Ille Bergbau.......10

Klöcknerwerke........6

Köln-Neuessen...... . 6%

Mannes mann-Röhren .... 6

Mansselder Bergbau.....0

Oberschles. KokSwerle .... 8 Phönix Bergbau . . . ... 4% Rheinische Braunkohlen. . . 10 Rheinstahl ..........

10

10,9

87,5

18,25

30

18,25 121

20

50

112

73,5

32

36 13

16

162

10,25

11

88

16

18,25

30 18,25 122,75

20,5

65

36

52

57 116,75

73

60 32,5 45,5

37,25

15

16,25 165

39,5

10 35,5

10,9 27,25

121,5

20,25

64,75 35,25

50,25

61 55,75 112,25

58,5

31^

23,25

20,5

35,5

29 16,25

38,65

10

17,5

11

26,25

89

16

18,5

30

16 122,5

21

56,5 65,5 36,4

51,9

56,25

117

23 59,75 32,4

47

24

21

36,5

15

29,5

16,5 166,25 39,25

;frrant|uri a. M.

»erlm

Schluß- kurS

Schlußk. Abend, börse

Schluß. kurS

Schlußk. Mittag, börse

Datum

28.6

29 6.

28.6.

29.6.

Ricbeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlwerke .... 4 Olavi Minen......ie»/,

Kaliwerke Aschersleben ... 10 Kaliwerke Westeregeln ... 10 Kaliwerke Salzdetfurth . . . 15

I- G. Farben-Industrie ... 12 Verein, chem. Industrie Frank, surt a. M...........

Scheideanstalt.......10

Goldschmidt.........0

RütgerSwerke........5

Metallgesellschaft.......5

Philipp Holzmann......g

Zementwerk Heidelberg. ... 7

Cementwerk Karlstadt. ..... 7 Wayß & Freytag......0

Schultheis Patzenhofer ... 15 Aku (Allgemeine Kunstseide) 0 Bemberg......... 0

Zellstoss Waldhos.....12

Zellstoff Aschaffenburg ... « Dessauer GaS.........

Daimler Motoren.......

Deutsche Linoleum.....5

Orenstcm & Koppel.....0

Leonhard Tietz.......g

Svenska...........

Chade..........

86

95

86

130,65

16,25

30,5

24,13

30

30

29

24,75

100

14

10,5

86 96,4

152

87,75

131,5

16 30,75 24,13

29,5

37

3,25

30,5

24,75

14

11

27

50

170,5

16

48

100

13,9

86,75 94,25 153,5

85,9

30,25

30

46,5

30

27,5

25

14

79

10,75

21

50,5

175

14 10,13

85

96 152,5

87,25

16

31

23,5

29,5

3,25

47,75

31

26,13 24,5

80,9

10,9

27

51,25 8,5 169,5

16

Frankfurter Maschinen . . . . 0 Gritzner...........

Mainkrastwerke Höchst a.M... . e Süddeutscher Zucker , , . , zg

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a.2N.

28.3unl

29.Juni

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

meld

»riet

Geld

»riet

Helsingfors .

6,893

6.907

6,893

6,907

Wien. . . .

51.95

52,05

51,95

52,05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest. .

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

170,28

170.62

170,28

170,62

Oslo . . . .

74,83

74,97

74,83

74,97

Kopenhagen.

82,72

82.88

82,67

82,83

Stockholm .

77,97

78.15

77,92

78,08

London. . .

15,185

15,225

15,175

15.215

Buenos Aires

0,948

0.952

0,948

0,952

Neuyork . .

4,209

4.217

4,209

4.217

Brüssel. . .

58,56

58,68

58,54

58,66

Italien. . .

21,43

21,47

21,43

21,47

Paris . . .

16,545

16,585

16,54

16,60

Sckioeiz . .

82,02

82,18

81,97

82,13

Spanien . .

34,67

34,73

34,67

34,73

Danzig. . .

82,32

82.48

82,27

82,43

Japan . . .

1 149

1,151

1.139

1.141

Rio de Jan..

0,325

0,327

0,325

0,327

Jugoslawien.

6,693

6,707

6,693

6,707

Lissabon . .

13,84

13,86

13,84

13,86

Banknoten.

»erlin, 29 Iuni

Geld

»rief

Amerikanische Noten.......

4,20

4,22

Belgische Noten.........

58,38

58,62

Dänische Noten.........

82,48

82.82

Englische Noten.........

15,135

15,195

Französische Noten........

16,50

16,56

Holländische Noten........

169,91

170.59

Italienische Noten........

21,54

21,62

Norwegische Noten........

74,65

74,95

Deutsch-Lestcrreich, i 100 Schilling

Rumänische Noten........

2,49

2,51

Schwedische Noten........

77,74

78,06

Schweizer Noten. ........

81,79

82,11

Spanische Noten.........

34,53

34.67

Ungarische Note»........