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Zaust: „Qlur der verdient die Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muh."
Als letzter Redner huldigte Gerhart Hauptmann. lebhaft von der Versammlung begrüßt, den Manen Goethes, dessen Merke die Erinnerung an unser Volk setost dann noch wach halten werden, wenn das deutsche Volk im Lause der Jahrtausende, wie einst daS griechische, verschwunden sein sollte.
Zu Beginn der Feier erschien, von vielen Tau- senden jubelnd begrüßt, der Zeppelin über der Stadt und wars mit einem Blumenstrauß einen Brief der Besatzung ab, in dem es heißt:
.Möchte Goethcscher Geist, der alles Menschliche begreifend erfaßte und alles echt Menschliche mit Achtung und Liebe empfing, wieder in unserem Volke lebendiger werden und uns helfen, zu einem organischen Volksganzen uns zusammenzufinden. Stolz auf den in der deutschen Seele schlumrdernden Reichtum an Kräften, und getragen von der Achtung der ganzen Welt werden wir dann leichter wieder zu dem Lebensglück und der Geltung uns durchringxn, auf die das deutsche Volk Anspruch hat."
Goeihefeier desIreien OeuischenHochstists
Das Freie Deutsche Hochstift hatte im Rahmen der Goethe-Gedächtniswoche zu einer Feier in der Oper eingeloden. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden des Hochstistes, Dr. Alexander v. SBer« nus, hielt der Dichter Dr. h. c. Wilhelm Schäfer die Festrede. Die 100. Wiederkehr von Goethes Todestag falle in ein ebenso böses Jahr, wie 1849 die 100. Wiederkehr seines Geburtstages. Abgesehen von einer bis zum Bürgerkrieg gehenden politischen Zerrüttung stünden wir heute in einem unerhörten geistigen Aufruhr. Zusammenbruch und Ausruhr befänden sich aber in einer Wechselbeziehung, die uns als Schicksal sichtbar würde. Was seine Heimatstadt für Goethe bedeutete, das habe er selbst in „Wahrheit und Dichtung" dargestellt. Das vergangene bürgerliche Zeitalter mußte den vermeintlichen Bürger in Weimar lieben: das nun begin» nende wird den heroischen Goethe suchen, weil wir ohne Heroismus nicht aus dieser zerrütteten,Gegenwart kommen. — Der Redner schloß mit dem Wunsche, daß der 200. Geburtstag Goethes in eine lichtere Zeit fallen möge.
Die Grüße der Goethegesellschaft wurden von deren Präsidenten, Prof. Dr. Julius Petersen- Berlin überbracht. Der festliche Jubel, so führte er aus, werde gedämpft durch das Gedächtnis an Goethes Tod, der nicht nur den Hingang eines Einzigen, sondern das Ende eines ganzen Zeitalters höchster, geistiger Blüte bedeutet habe. Daß in diesem Jahre alle Parteien Goethes Mei
nung für sich in Anspruch genommen hätten, sei ein Beweis für die überraschende Zeitgemäßheit seiner Gedanken gewesen, aber zugleich auch ein Stenn- Zeichen der ungeheuren Gegensätze, die feine organische Weltansicht zum harmonischen Ausgleich brachte.
Die Feier fand einen würdigen Abschluß im Vortrag von E. M. von Webers Ouvertüre zu „Eu- ryanthe".
Oie Reichs-Goethe-Medaille.
Anläßlich der Goethe-Jahrhundert-Feier in Frank, furt wurde die Reichs-Goethe-Medaille von dem Herrn Reichspräsidenten u. a. folgenden Persönlichkeiten verlieben, dem italienischen Mi- nislerpräsidenten Mussolini: dem französischen Ministerpräsidenten Herriot: dem Schriftsteller Paul DalLry; dem Schriftsteller Andrä Gide: dem Schriftsteller Knut Hamsun; dem Maler Edvard Munch: Verner von Heiden st am; Unioersitätsprofessor Dr. Gottfried Bohnen- blust: Dr. Alfons Paquet: Prosesior Dr. Franz Schultz: dem Intendanten Dr. Alwin Kronacher; Staatsminister a. D. Professor Dr. Becker; Geh. Regierunasrat Dr. A. v. Weinberg: Pro- fessor Dr. Albert Schweitzer; Geh. Reg.-Rot Professor Dr. Adolf Trendelenburg: Professor Philipp Witkop, Freiburg: Professor Georg Witkowski, Professor Dr. Julius Wahle: Geh. Reg.-Rat Professor Dr. Max Friedlän- der; Dr. Ludwig W ü l l n e r.
(Sründang der Gesellschaft ^Alt-Zranksurter in der Welt".
Die Gedenkfeiern zum 100. Todestage Goethes haben bei den Bürgern seiner Vaterstadt von neuem das Bewußtsein einer inneren Zugehörigkeit mit dem heimatlichen Boden der Stadt, aus dem er erwachsen ist, erweckt. So ist in den Kreisen der ehemaligen, jetzt in allen Gegenden des Erdenkreises lebenden Frankfurter Bürgern der Gedanke erwach- sen, sich auch äußerlich und sichtbar zusammenzu- schließen. Unter dem Namen „Gesellschaft Alt-Frankfurter in der Welt e. 93." ist am 28. August die Gründung dieser Vereinigung erfolgt. Ihr Zweck ist, eine engere Verbindung mit ihren außerhalb lebenden Mitgliedern herzustellen, um auf diese Weise die großen Kulturstätten Frankfurts durch Zuwendungen in Zeiten der Not vor Schaden und Untergang zu bewahren. Im Römer versammelten sich zahlreiche bekannte Frankfurter zur Gründungsversammlung. Die Leitung der Gesellschaft besteht aus den Herren Staatsminister a D. Prof. Dr. Becker, Geh. Dr. A. v. Weinberg, Justizrat Dr. Alexander Berg, Moritz Freiherrn von B e t h m a n n, Landgerichtsrot Dr. Maier-Leonhard, Stadtrat Dr. Max Mich c l und Oscar Franklin Oppenheimer.
Aus alter Welt.
„Graf Zeppelin" nach Südamerika gestartet.
Friedrichshafen, 29. Aug. (WTB. Funkspruch.) Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist heute um 6 Uhr mit Dr. Eckener und sechs Passagieren an Bord zur Fahrt nach Südamerika aufgestiegen.
„Do X" nach der Ostsee gestartet.
der Däckermeisterswitwe Gleich in Steinwiesen ein Brand aus, der sich außerordentlich rasch ausbreitete. *3n ganz kurzer Zeit standen vier Wohnhäuser und fünf Scheunen in Flammen. Den Ortsbewohnern gelang es nach harter Arbeit, ein weiteres Umsichgreifen des Feuers zu verhindern. Das Vieh konnte gerettet werden. Der Schaden ist nur teilweise durch
Aus der provinzialhaupistadi.
Gießen, den 29. August 1932.
Erst der Magen, dann die Schule.
Von Or.C. Kayser.
Unter allen Mahlzeiten deS Tages ist das Morgenfrühstück zur Erhaltung der Gesundheit und der Leistungsfähigkeit unseres Körper- wohl die wichtigste. Das hat z. D. der praktische Engländer längst erkannt, dessen Morgensrühslück beinahe einer deutschen MittagSmahlzeit gleicht. Gerade am Morgen ist unser Magen, nachdem er während der Rächt eine außergewöhnlich lange Pause gehabt hat. natürlich auch am aufnahmefähigsten und hat das Recht auf eine ausreichende, zweckmäßige und geruhsame RahrungSzusuhr. Allein von alt und jung wird hierin in Deutsch- land viel gesündigt. Besonders dem Schulkind sollte es anerzogen werden: Erst der Magen — dann die Schule! Die Erfüllung dieser Forderung ist nicht ganz leicht. Wer hat es noch nicht erlebt, mit welcher Hast und Aufregung viele Schulkinder ihr Frühstück verzehren?
Da fehlt noch ein Heft oder die Schultasche, da wird das Taschentuch gesucht. Da muß schnell noch einmal das Gedicht überlesen werden, das man für heute aufhat Aengstlich find die Blicke des Kindes auf die Zeiger der Uhr gerichtet, die unaufhaltsam vorwärts rücken. Gewiß, mit gutem Zureden erreicht manche Mutter, daß eine Tasse Milch und vielleicht ein Brötchen hastig verzehrt werden, aber wie Blei liegt es im Magen. Kein Wunder, wenn ein solches Kind, das nicht nur, wie der Erwachsene, die Rührung *um Ersatz der verbrauchten Zellsubstanz und zur Erzeugung der nötigen Körperwärme, sondern auch zum Aufbau, zum Wachstum seines Körpers braucht, zu Iran-* kein beginnt und in der Schule nichts leistet.
Wie kann da Abhilfe geschaffen werden?
Zunächst einmal muh das Kind zum Frühstück genügend Zeit haben. Deshalb soll es so rechtzeitig aufstehen, daß für die Einnahme des Frühstücks genügend Zeit bleibt. Diese Zeit kann auch dadurch fichergestellt werden, daß schon am Abend vorher die Moppe fix und fertig gepackt und alle Schularbeiten bis aufs letzte erledigt werden. Die Mutter, und wenn möglich auch der Vater, sollen mit dem Schulkind in gleicher Ruhe gemeinsam frühstücken und durch ihr Beispiel einen wohltuenden, erzieherischen Einfluß ausüben. Bei der Zusammensetzung des Morgenfrühstücks sollte auf den Rährwert, auf Abwechslung und in gewissen Grenzen auch auf den Geschmack des Kindes möglichst Rücksicht genommen werden. Als besonders zweckmäßig für das Schulkind seien für das Schulkind Suppen aus Mehl und Haferflocken oder Buchweizengrütze, ein Glas Milch oder Milchkakao, eine Scheibe Brot, wenn möglich Schwarzbrot, mit Butter, Schmalz, Honig oder Marmelade und dergleichen empfohlen. Sehr wertvoll ist auch die Zugabe von etwas frischem Obst. Viele Kinder, besonders in den Entwicklungsjahren, haben das Bedürfnis zwischen Morgenfrühstück und Mittagessen noch ein zweites Frühstück in den Unterrichtspausen zu sich zu nehmen. In diesem Falle gebe man ihnen ein paar Scheiben Brot mit Butter oder Schmalz, etwas Ausschnitt oder frisches Obst zur Schule mit. Ein in Ruhe verzehrtes, solides Morgenfrüh
stück und eventuell ein kleines zweites 'Frühstück werden sehr wesentlich dazu beitragen, die körperliche und geistige Leistungssähigkeit des Schulkindes zu erhöhen und ihm seine Gesundheit zu erholten.
Bornotizen.
— TageSkalender fürMontag: FGF^ 20.15 Uhr, Hauptübung. — Lichtspielhaus, Dahn- hvsstraße: .Die Rächt der Entscheidung".
•* Botaillonsübung bei Laubach. Das Gießener Bataillon rückt am Mittwoch zu einer größeren Hebung im Gelände zwischen Harbach und L a u b a ch aus. Die Mannfchaslen verlassen gegen 12 Utzr die Garnison und marschieren über Oppenrod und Hattenrod nach Harbach. Die Hebung beginnt gegen 15 Uhr bei Harbach mit einer kriegsmäßigen Rast, der anschließend ein entfaltetes Vorgehen des Bataillons und ein Angriff auf die Höhen nördlich von Wetterfeld folgen sollen. Kegen 18 Hhr wird die Hebung abgeschlossen fein. Oestlich von Laubach wird dann Biwak bezogen. Um 23 Hhr werden eine Serenade und der Zapfenstreich erklingen. Am 1. September, gegen 3 Uhr erfolgt der Rückmarsch, der die Mannschaften im Rahmen einer neuen militärischen Lage bis m die Wälder westlich von Nonnenroth und dann über Lich nach Gießen zurückführen wird.
•• 11 m d i e Tarifverträge im Gießener Kleinhandel. Die Arbeitgeber des Einzelhandels (Kleinhandel) haben vor geraumer Zeit sowohl den Mantcltarifvertrag. wie auch den Gehaltstarifvertrag gekündigt. Dieser Tage wurde vorerst zwischen den Vertretern der Ar- beitgebcrschaft und den Vertretern der Ange- stelltcnverbände über den Gehaltstarifvertrag verhandelt. Die Arbeitgeber forderten einen Gehaltsabbau von 20 Prozent. Demgegenüber stehen die Angestellten auf dem Standpunkt, daß eine weitere Kürzung der an sich niedrigen Gehälter im Hinblick auf die schon dreimalige Senkung und aus Grund der durch die Rotverordnung hervorgcrufencn neuen Belastungen nicht möglich sei. Trotz zweimaliger Verhandlung über den Gehaltstarif kam man noch zu keinem positiven Ergebnis, so daß die Angelegenheit dem Schlichtungsausschuß überwiesen werden mußte. Voraussichtlich wird der Schlichtungsausschuß noch in dieser Woche zusammentreten.
•• Abermals ein Motorrad - Diebstahl. In der Nacht zum Sonntag wurde, wie die Gendarmerie-Station Gießen mitteilt, in Mainzlar aus dem Anwesen des Ludwig Becker ein Motorrad aus dem unverschlossenen Stoll gestohlen. An- Haltspunkte konnten bisher nicht feftgefteHt werden, da der in der Nacht zum Sonntag und am Sonntag selbst niedergegangene Regen sämtliche Spuren auslöschte. Festgestellt werden konnte lediglich, daß der Dieb das Motorrad in Richtung Staufenberg sortschafste. Dos Kraftrad, Marke N$U., trägt als Erkennungszeichen VO und die Nummer 3453. Die Fabriknummer lautet 131 928. Das Motorrad hat einen rotbraunen Tank und ist mit Ballonreifen, Kilometerzähler (auf den Tank montiert), Karbidlampe und Soziussitz ausgerüstet. Man vermutet, daß der Dieb einen Helfershelfer, der vorher die günstige Gelegenheit zum Diebstahl ermittelte, zur Seite hat.
Einweihung des erhöhten Dünsbergiurmes
ein-
Meuterei auf einem englischen Dampfer.
.Reuter" meldet aus Reapel, daß auf dem dort vor Anker liegenden englischen Dampfer »Halo- tis" eine Meuterei ausgebrochen sei. Der Kapitän hatte dem chinesischen Steuermann Vorhaltungen gemacht, worauf dieser tätlich wurde und dem Kapitän schwere Bißwunden bei. brachte. Als es den anderen sechs Offizieren end
lich gelungen war, den wütenden Chinesen von dem Kapitän zu trennen, rief der Chinese die übrige, aus 26 Chinesen bestehende Mannschaft zu Hilse, die sich mit Messern, und anderen Waffen auf die Offiziere stürzte. Diese verteidigten sich mit Revolvern, bis italienische Miliz an Bord erschien und die Meuternden in zwei Kabinen einschloh.
Das Flugschiff „Do X" ist mit 70 Fluggästen von Hamburg nach Lübeck-Travemünde gestartet.
Absturz eine» deutschen Flugzeuges in China.
Frische Fische - gute Fische, das gilt auch für die Zigarette. 0berft bekommen Sie überall frisch, auch im kleinsten Laden. Die rege Nachfrage sorgt für rafchen Wechsel der Bestände Das kann man lange nicht von allen Marken der 3113 Pfg.-Preislage behaupten.
i b g e ft ü r 31. i, die Insassen
Am gestrigen Sonntag beging der Dünsbergver- ein die Einweihungsfeier des erhöhten Aussichtsturmes. Leider maltete über dieser Veranstaltung durch die Ungunft des Wetters ein Unftern. Denn während man nach in den Morgenstunden einen schönen Tag erhoffte, setzte um die Mittagszeit ein heftiger Regen ein, der für einige Stunden anhielt und gar manchen Wanderer davon abhielt, an der Feier teilzunehmen. Nichtsdestoweniger hotte sich doch eine stattliche Schor unentwegter Dünsberg- freunbe aus nah und fern eingefunden, um sich gemeinsam an dem Anblick des wohlgelungenen Wer- kcs zu erfreuen.
Die meisten Besucher hatten naturgemäß die um den Berg liegenden Dörfer gestellt, doch auch von Marburg, Wetzlar, Heuchelheim und Gießen waren Vertreter der wandervereine und Freunde des Berges auf der höhe erschienen.
Eine besondere Genugtuung für den Verein war es, zwei der Spender, die Herren Dr. Gail (Gießen) und Fabrikant Rinn (Heuchelheim) begrüßen zu können. Die gehaltvolle Begrüßungsansprache hielt der Vorsitzende des Dünsbergoereins, Geh. Rat M i 11 e r m a i e r, der in längeren Ausführungen auf die Entstehung des Turmbaues und die Notwendigkeit des Umbaues bzw. der Erhöhung des Turmes einging. Er gedachte ferner mit herzlichen Donkesworten der edlen Stifter von Barmitteln und Materialien sowie der rührigen Arbeit der aus- führenden Handwerker und vor allem der uneigen- nützigen Tätigkeit des Baumeisters, Herrn Baurat Meyer.
Ein deutsches Flugzeug, das in Peking gestartet war, um eine neue Flugpostlinie nach Europa ei zusliegen, ist in der Provinz Kansu abgeftür<j Das Flugzeug ist zu Bruch gegangen, “ ? ' sind nur unerheblich verletzt worden.
Ungewisses Schicksal der Ozeanflieger Lee und Vochkon.
Um das Schicksal der beiden amerikanischen Ozean- flieger ßec und Bochkon die, wie gemeldet, in Harbour Grace zu einem Flug nach Oslo über England gestartet waren, herrscht in London lebhafte Besorgnis. Bis jetzt ist keine Nachricht über den Verbleib der Piloten eingegangen.
Schmuggelzcntrale in Köln aufgedeckl.
Der Sonderdienst der Kölner Zollfahndungs- stelle hob, wie das „Kölner Tageblatt" berichtet, im Hause Karthäuserhof 52 eine Schmuggel- zentrale aus, deren täglicher Umsatz sich nach den ersten Feststellungen auf etwa 3 0 0 0 0 geschmuggelte Zigaretten belief. Als Inhaber der Schmuggelzentrale kommen zwei Leute in Betracht, die den Zollbehörden schon seit längerer Zeit bekannt- sind, die sich aber im Augenblick des Zugriffs durch die F l u ch t der Festnahme entzogen. Man hofft jedoch, sie bald zu fassen, ebenso ihre Helfershelfer.
3m Bett vom Blitz getroffen.
2Ius Bad Kreuznach wird gemeldet: Von einem Blitzschlag au s dem De t t g e- schleudert wurde während emes Gewitters ein junges Mädchen, die Tochter des Baumeisters Jakob S ch u h im Franziskanerkloster m Hermeskeil im Hunsrück. Der Blitz schlug M das Dach des Klostergebäudes und nahm feinen Weg durch das Zimmer des schlafenden Mädchens. Der gewaltige Schlag schleuderte die Schlafende auf den Fußboden, wo sie mit schweren Verletzungen besinnungslos liegenblleb Als das Mädchen wieder zu sich kam, hatte es die
Nach einem begeistert aufgenommenen „Frisch- auf!" auf unsere schöne Heimat ergriff Baurat Meyer das Wort, um in bescheidener Weise den Dank auf den verdienstvollen Vorsitzenden abzulenken, der in vorbildlicher Art die Belaiige des Düns- bergvereins betreut und den Aussührenden während des Baues unermüdlich mit Rat und Tat zur Seite stand. Auch dieser Redner gedachte dankbar der Handwerker, die das stolze Bauwerk, getreu feinen Plänen, zur Ausführung gebracht haben. Wei- tere Ansprachen hielten noch der Vorsitzende des Ober- hessischen Gebirgsvereins, Stadtrat Walter (Marburg), und der Vorsitzende des Wegebezeichnungsausschusses vom VHE. Gießen, Anton Betz, die in herzlichen, von tiefer Heimatliebe durchdrungenen Worten dem Dünsbergverein ihre
Glückwünsche zur Vollendung des Baues aussprachen. Um die Ausgestaltung der Feier hatten sich in anerkennenswerter Weise der Gesangverein „Concordia" und der Arbeitergesangverein, beide von Fellingshausen, bemüht die in edlem Wettstreit ihre Männerchöre erschallen ließen und mit ihren Darbietungen wohlverdienten Beifall ernteten.
Nur zu schnell vergingen die Stunden und am Spätnachmittag, nachdem auch die Sonne auf dem Plan erschienen war, dankte der Vorsitzende in einer Schlußansprache sämtlichen Anwesenden für ihre Beteiligung und vor allem den beiden Gesangvereinen für die Verschönerung des Festes durch den Vortrag ihrer Weifen. Sein letztes „Frischauf! galt unserem geliebten Vaterland.
Versicherung gedeckt.
Tödlicher Absturz in der Sächsischen Schweiz.
Dieser Tage wollte eine Partie Berliner Bergsteiger ben „Stic inen Weh 11urm" in der Sächsischen Schweiz ersteigen. Dabei rutschte der Direktor und Mitinhaber der bekannten Berliner Milchfirma Bolle auf der fast senkrechten Fels- wand plötzlich ab und hing am Seile frei in der Lust. Da er zur gleichen Zeit die Arme hochhob, rutschte er aus der um den Körper liegenden Seil- schlinge heraus und stürzte etwa 30 Meter tief in den Wehlgrund hinab. Der Tod dürfte durch Schädelbruch auf der Stelle eingetreten (ein. Die Leiche wurde nach Königstein übergeführt.
Professor Schneider, Wien, für geisteskrank erklärt.
Professor Dr. Carl Camillo Schneider, der seinerzeit, wie erinnerlich, auf den Rektor der Uni- versität Wien, Dr. Abel, bei einer Trauerfeier geschossen hatte, allerdings ohne zu treffen, wurde von den Psychiatern für geisteskrank erklärt. Das Verfahren wurde dementsprechend eingestellt und Schneider einer Irrenan st alt überwiesen?
Peinliche Verwechslung.
Wie die Hamburger Polizeibehörde mitteitt, hat am 26. August abends 23.30 Uhr ein Ausländer auf der Reise von Hamburg nach Osnabrück im O-Zug oder auf dem Bahnsteig einen dunkelbraunen ledernen Koffer, der wichtige diplomatische Schrift st ücke neben anderen Gegenständen enthielt, gegen einen ähnlich aussehenden Koffer vertauscht.
Aus dem fahrenden Zug geworfen.
Aus Schwerin wird gemeldet: Ein aufsehenerregender Vorfall ereignete sich in der Rähe der Ortschaft Bad Kleinen. Dort wurde nach den Feststellungen der Fahndungspolizei der Reichsbahn an einem der letzten 2lbende der Kellnerlehrling Erich Milhan von Mitreisenden aus dem fahrenden Zug hinaus- geworfen. Es wird angenommen, daß die Täter drei Personen sind, mit denen Milhan in Streit geraten war. Milhan, der bewußtlos aufgefunden wurde, hat außer mehreren Rippen- b r ü ch e n eine Gehirnerschütterung
Sprache verloren.
vier Wohnhäuser und fünf Scheunen niedergebrannt.
on.a Kronach (Obersranken) wird gemeldet:
3n einer der letzten Rächte brach in der Scheune I davongetragcrn
OBERST
auch ohne Mundstück


