Ausgabe 
29.6.1932 Frühausgabe
 
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Wirtschaft.

pfandbnefkrise.

Während in den Vereinigten Staaten die Kurse der deutschen Bonds eine Aufwärtsbewegung er­fahren haben, verfallen die deutschen Rentenmärkte von Woche zu Woche mehr. Dabei sind es nicht Tat­sachen, sondern vage Gerüchte und Befürchtungen, die immer wieder zu Angstoerkäufen von Renten­werten Anlaß geben. Das Angebot ist nicht einmal sehr groß. Aber da ihm keinerlei Nachfrage gegen­übersteht, so drückt es die Kurse immer tiefer her­unter.

Welche Erwägungen sind es, die insbesondere viele Pfandbriefbesitzer eine Entwertung ihrer Ersparnisse befürchten lassen? Es ist an sich durchaus begreiflich, daß der Gläubiger unruhig wird, wenn er beobachten muß, daß seine Schuldner an Zahlungsfähiakeit fortgesetzt einbüßen. Die Sicherheit für die im Um­lauf befindlichen Pfandbriefe bilden teils ländliche, teils städtische Grundstücke. Die verzweifelte Lage eines Teiles der deutschen Landwirtschaft ist bekannt. Sicherungsoerfahren und Zwangsvollstreckungsschutz entziehen einen Teil des notleidenden ostdeutschen Grundbesitzes dem Zugriff der Gläubiger. Die Folge davon ist, daß die Kreditinstitute zunächst weder Ka­pital, noch Zinsen erhalten. Aber auch soweit diese zu Zwangsversteigerungen schreiten können, drohen ihnen Verluste, wenn die Erlöse geringer sind, als die Beleihung. Bei guten Hypothekenbanken ist diese Gefahr allerdings gering, da sie bei ihren Beleihun­gen sehr vorsichtig gewesen sind. Aus einer Ver­öffentlichung der Deutschen Centralbodenkredit AG. geht denn auch hervor, daß bei Zwangsversteigerun­gen bisher auch die niedrigen Erlöse fast stets die ersten Hypotheken reichlich deckten. Bei den städti­schen Hausgrundstücken ist es die Furcht vor den Folgen der zunehmenden Mietausfälle, die die Pfandbriefbesitzer beunruhigt. Zweifellos machen es die leerstehenden Großwohnungen, Geschäftsgrund­stücke, Läden usw. heute schon nicht wenigen Haus­besitzern unmöglich, ihren Zinsverpflichtungen pünkt- fid) nachzukommen. Bei den Häusern mit Kleinwoh­nungen wird die Aufhebung der Hauszinssteuer erstattung voraussichtlich ebenfalls zu größeren Miet­ausfällen führen. Aber demgegenüber muß erst dar­auf hingewiesen werden, daß die ersten Hypotheken auf städtischen Hausgrundstücken, die als Sicherung für die Pfandbriefemissionen dienen, sehr niedrig : sind und daher auch bei Zwangsversteigerungen nur in seltenen Ausnahmefällen nicht erlöst worden sind. Die Zinsrückstände sind allerdings auch bei den städtischen Hypotheken recht erheblich und in schnel­lem Ansteigen begriffen. Aber bei der Deutschen Centralbodenkredit betrugen sie immerhin im Mai nur 11,6 Prozent des Iahreszinsensolls. Bei den Kommunaldarlehen machten sie sogar nur 5,5 Pro­zent aus, während bei den ländlichen Grundstücken allerdings schon mehr als ein Drittel der Zinsen nicht einging.

Bei aller Würdigung der Gefahren, die in gegen­wärtiger Zeit jedem Kredit drohen, sollten sich die Besitzer von Renten doch vor einer Verschleuderung ihrer Werte hüten. In den heutigen Pfandbriefkursen sind sicherlich schon mancherlei Möglichkeiten Ver­luste durch Zinsenausfälle und bei Zwangsversteige­rungen, Abwertung von Zinsen und Kapital der Pfandbriefe im voraus escomptiert.

Kapiialzusammenlegung bei Jbri)bcuffd)er Lloyd.

Bremen, 28. Juni. (WTB.) In der GD. des Norddeutschen Lloyd, Bremen, führte Präsident Heineken aus, daß der beispiellose wirtschaftliche Niedergang des Jahres 1931 für nahezu sämtliche Reedereien der Welt einschneidende Verluste zur Folge hatte. Die Gesellschaft sei von dieser Krise um so härter betroffen worden, als sie am Anfang des Jahres 1931 gerade ein umfangreiches Bau­programm mit starker finanzieller Beanspruchung hinter sich hatte, die zu konsolidieren und auf einen normalen Umfang herabzusetzen nun die Aufgabe sein mußte. Durch Rückgang des Umsatzes, ständig weichende Frachtraten und erhebliche Reduktion der Passagearten seien Kassenschwierigkeiten entstanden, die verschärft worden wären durch die ausländischen Kreditkündigungen, die Pfundentwertung und den Nichteingang erwarteter amerikanischer Freigabe­zahlungen. Die Gesellschaft mußte deshalb U e b e r - brück ungskredite in Anspruch nehmen, die von reichsnahen Stellen gewährt worden seien.

Im ersten Halbjahr 1932 konnten wegen fort­schreitender Verschlechterung der Wirtschaftslage diese Kredite nicht nur nicht zurückgezahlt werden, sondern darüber hinaus mußten zur Betriebsfüh­rung noch weitere Mittel in Anspruch genommen werden. Ein Reorganisationsplan enthalte eine Prolongierung der Kredite. Als Zeichen für die trübe Lage der Schiffahrt könne gelten, daß zur Zeit 4 8 Schiffe der Gesellschaft mit 2 3 7 9 6 4 B r. - R e g. - T o. auflägen. Schließ­lich enthält der Reorganisationsplan noch ein Ab­

wrackprogramm, das die Verschrottung älterer Ton­nage vorsieht. . ri.

Die Anträge der Verwaltung wurden einstimmig genehmigt, insbesondere die Herabsetzung des Grundkapitals durch Einziehung von 11,50 Mill RM. eigener StA. und Zusammenlegung des verbleibenden StA.-Kapitals im Verhältnis von 3:1, sowie die Umwandlung von 3,34 Mill. RM. Vor­zugsaktien in neue StA. im Verhältnis 1:1. Danach beträgt das Grundkapital der Gesellschaft nunmehr 54,50 Mill. RM. (52,84 Mill. RM. StA. und 1,66 Mill. RM. DA.)

Mehlpreisermätzigung für die H e r b st l i e f e r u n g. Die Süddeutsche Mühlen- Dereinigung hat den Weizenmehlpreis für Spe­zial 0 (mit Auslandweizen) zur Lieferung per 16. September bis einschließlich Oktober um 0,30 Mark von 34,70 auf 34,40 Mk. ermäßigt. Der Weizenmehlpreis für Spezial 0 (mit Ausland­weizen) für Lieferung Suni-Suli-August ist mit 39,50 Mk. unverändert.

Deutsche Länderbank AG., Berlin. Die Generalversammlung der Deutschen Länder­bank AG., Berlin, der Hausbank des S®.-Sar- ben-Konzems, erledigte die Regularien und setzte die Dividende auf 4 (6) Prozent fest, äleber das neue Geschäftsjahr ist nach Angabe des Vorstandes nichts Besonderes mitzuteilen. Die Geschäftsentwicklung entspricht der rückläufigen allgemeinen Wirtschaftslage.

* Portland « Zement - Werke Dycker- Hoff - Wicking AG., Mainz. In der Sitzung des AR. wurde der Jahresabschluß für 1931 vorge­legt. Es handelte sich dabei um das erste Geschäfts­jahr der durch GD.-Beschluß vom 12. 10. 31 mit Wirkung vom 1. 1. 31 zusammengeschlossenen Unter­nehmungen der Portland-Zement-Fabrik Dyckerhoff & Söhne, Amöneburg-Wiesbaden, und der Wickina- schen Portland-Zement, und Wasserkalkwerke AG.,

Gpielvereinigung 1900 Gießen.

Sommerspiele der Jugend.

Die vorn Gau auf dem Platz der Spielvereini- gung 1900 angesehten volkstümlichen Wettkämpfe der Ilugendabteilungen waren leider nur schwach besucht. Sn der A-Klasse war nur die Sp.-Bg. 1900 Gießen und der DfR. Butzbach vertreten, die 8-Klasse fehlte ganz, während in der C-Klasse (Schüler) fünf Mannschaften (1900 I, 1900 II, SB. Wetzlar, DfR. Butzbach und FB. Gr.-Buseck) antraten.

Die Kämpfe wurden als Mannschaftskämpfe (je 12 Mann) durchgeführt und nach der Gesamt­leistung der Mannschaft gewertet. Sn der A- Klasse siegte 1900 mit 6:9 Punkten gegen Butz­bach. Die C-Klasse ergab folgende Wertung: 1. SB. Wetzlar 6 Punkte, 2. 1900 I 7 Punkte, 3. DfR. Butzbach 12 P., 4. Großen-Buseck 12 P., 5. 1900 II 16 Punkte.

Die Ergebnisse der einzelnen Kämpfe.

A - K l a s s e : 1. Dahnstafsel (12 mal 212 Met.) 1900 - 5:58,2, Butzbach = 6:37,6 Min. 2. Ku­gelstoßen (10 Pfd.) 1900 = 96,30 Met.; Butzbach = 75,54 Met. 3. Weitsprung: 1900 = 53,26 Met.; Butzbach 44,81 Met. 4. Tauziehen: 1900 2 Siege; Butzbach 1 Sieg. 5. Grenzball: Sie­ger Butzbach, da 1900 nicht antrat.

C-Älaffe: 1. Weitsprung: 19001 41,48 Wetzlar = 40,70 Gr.-Buseck = 38,34 Butz­bach = 37,47 - 1900 11 = 34,84 Meter. 2. Dall- weitwurf: Wetzlar 631,50 Gr.-Buseck 565,60 19001 = 563,20; Butzbach = 561,80 Meter - 1900 II = 495, 20 Met. 3. 50-Met.-Hop- ferlauf: Wetzlar = 1 Punkt, 19001 2 P., Butzbach = 3 1900 II = 4 P., Gr.-Buseck =

5 Punkte. 4. Kreisringen: 1900 I 1 Punkt, Gr.- Buseck 2 P., Butzbach 1 P., Wetzlar 2 P., 1900 II =2 Punkte.

Jugendtreffen des Gaues Hessen OT.

An 500 Sungen und Mädel, darunter 120 vom Tv. 1846 Gießen, wurden am Sonntag bei dem Sugenb treffen des Hessengaues zu Marburg ge­zählt. Gaujugendwart Erich Wagner (Kirch­hain) und seinen durch Wiederwahl auf weitere Stvei Sahre bestätigten Mitarbeitern August Rumpf (Weifenbach) und Luise Schwarz (Friedberg) gelang es, ethische und körperliche Wertungen mit neuer Erlebniskraft zu füllen und zugleich ihre Ausgestaltung in Führer besprechun- gen zu kritischer Aussprache zu stellen. Am Vor­abend gaben im Hause der Akademischen Turn­

Munster i. W. Da der Zusammenschluß erst vom Jahresende 1931 an praktisch durchgeführt werden konnte, war es nicht möglich, für das ablaufende Geschäftsjahr noch irgend einen der Vorteile nutzbar zu machen, die durch den Zusammenschluß gegeben sind. Dieser Umstand und die Notwendigkeit von Sonderabschreibungen auf Beteiligungen, Debitoren und Vorräte führten zu einem Derlustabschluß von 3 976 535,75 Mark. In diesem sind an regulären Abschreibungen auf Werksanlagen 1720 000 Mark enthalten. Der auf den 4. 8. 32 einberufenen GD. soll vorgeschlagen werden, diesen Verlust auf neue Rech­nung vorzutragen.

Frankfurter Abendbörse behauptet.

Frankfurt a. M., 28. Sunt Mangels An­regungen blieb die Abendbörse fast umsatzlos. SG.-Farben wurden gegenüber dem Berliner Schluß % v. H. höher bewertet, dagegen lagen Scheideanstalt gegen den hiesigen Schluß % v. H. niedriger. Sm großen und ganzen war die Ten­denz als behauptet zu bezeichnen.

Am Markt der festverzinslichen Werte bestand für Altbesitzanleihe Sntereffe, die sich infolge­dessen befestigen konnte. Frankfurter Pfandbriefe sind weiter angeboten, da vom Mittagsverkehr noch Restbestände unterzubringen sind. Don aus­ländischen Werten zogen Mexikaner 0,25 v. H. an. Zertifizierte Dollarbonds neigten leicht zur Schwäche, dagegen zeigte sich für Dollarbonds mit Handelsberechtigung einige Rachfrage. Reichs­schuldbuchforderungen gehalten, teilweise aber eine Kleinigkeit schwächer. Von Sndustrieobligationen waren Reichsbahn-Vorzüge mehrfachen Schwan­kungen unterworfen und der Kurs gab um 0,5 v. H. nach. Altbesitzanleihe 36, Reubesihanleihe 3,45,3, Mexikaner innere abgest. 3, Reichsbank 121, Gelsenkirchen 32, Aschersleben 86, Mannesmann Einheit 36, Mansfeld 13, Rhein. Braunkohle 162, Aku 30, AEG. 20, Demberg 29, Scheideanstalt 130%, SG.-Farben 86, Gesfürel 50, Lahmayer 73,5, Rütgerswerke 30,5, Siemens Einheit 112, Waldhof 24,75. Südd. Zucker 100, Reichsbahn- Vorzüge 68% bis 68,75 bis 68,5, Hapag 10, Rordd. Lloyd 10%.

Verbindung (ATB.) führende Sugendwarte mit ihren verschiedenen Gruppen Einblick in ihre Ar­beitsweise von der phantasiebetonten Bewegungs­geschichte aus über den Mannschaftskampf beim Hindernisturnen bis zu stilgebundenem Turnen an Geräten und De wegungs aus gaben an Geräte­verbindungen. Mit einer großen Sonnenwendfeier und einer packenden Feuerrede des Gaufachwartes schloß der Abend ab. Am So'^tagfrüh klang der mit Musik und Chören ausgestattete Sugenb* gottesdienst in der Elisabethenkirche auö in den Choralgesang:Gesunden Leib gib mir, und daß in solchem Leib ein unverletzte Seel' und rein Gewissen bleib'." Sn der Llniversitätsturnhalle folgten Spiel und Volkslieder, am Studentendenk­mal bei der Weidenh-äuser Drücke wurde der To­ten des Weltkrieges in öffentlicher Feier gedacht, und als Schluß des Vormittags folgte in der Schwimmhalle des Städtischen Luisabades eine fröhliche Stunde mit Wettschwimmen, Lehrbetrieb und einem spannenden Wasserballspiel, das Mar­burg gegen Wetzlar mit 3:2 für sich entschied. Ein kräftiges Mahl aus dem Feldkessel auf der Höhe des Schloßberges stärkte zu neuen Wett­kämpfen und Spielen mancherlei Art, denen sich Sondervorführungen einzelner Abteilungen an­reihten. Ein Antrag an Die Gauleitung will die feitf>erigen volkstümlichen und Geräte-Wettkämpfe der Sagend bis zu 14 Sahren aus den Gaube­zirksverbänden herausnehmen und im Sinne der sich ausbauenden Fachgliederung des Gaues dem Gaujugendwart unmittelbar mitunterstellen. Mit Dank an die Marburger Turnerschaft und Würdi­gung der erfolgreichen Arbeit 'der Sugendführer. an ihrer Spitze insbesondere des Gaufachwartes Erich Wagner, schloß Gauoberturnwart Wilh. Will (Gießen) die auch von der Marburger Einwohnerschaft mit lebhafter Anteilnahme be­gleitete Veranstaltung so zeitig, daß der Eindruck von Stadt und Landschaft durch Führungen noch erweitert und vertieft werden konnte.

tim die leichtathletischen tiniversitäts- meisterschasten.

Am heutigen Mittwochnachmittag finden im Rahmen des Universitätsstiftungsfestes die Dor­kämpfe und der Drei- und Fünfkampf auf dem Universitätssportplah statt. Die Beteiligung der Korporationen sowie der Freistudenten ist in diesem Sahr besonders groß, treten doch ins­gesamt 110 Mehrkämpfer und etwa 120 Stu­denten zu den Einzelwettbewerben an.

Am Freitag, 1. Suli, kommen die Endkämpfe

und die Staffeln um die älniversitätsmeister. schäft zum Austrag. Dem Meldeergebnis nach sind spannende Kämpfe zu erwarten. Srgend- welche Doraussagen zu machen, wäre gewagt, da nur wenig über die Leistungen der jungen Se­mester bekannt ist. Die Siegerverkündigung wird am Abend in der Dolkshalle von Seiner Magni­fizenz, dem Rektor Professor Dr. D a n s e l o w vorgenommen.

Gießen Marburg Gießen.

50-fiilometer-Bereinsrennen de» Radfahrervereins 1885.

Am Sonntag veranstaltete der Gießener Rad­fahrerverein von 1885 sein 50-Kilometer°Dereins° rennen mit Start und Ziel RestaurantKarls­ruhe" (Marburger Straße). Das Rennen führte 'die Fahrer über Lollar nach Marburg und zurück nach Gießen und endete mit einem klaren Sieg von Gg. Spatz in der Zeit von einer Stunde 37 Minuten. Als Zweiter lief H. R e u e r ein, gefolgt von R. Wi11mann und E. M u h l. der wegen Reifenschaden etwas zurückgeworfen wor­den war.

Hochflut der Weltrekordleistungen.

Sn Warschau verbesserte der polnische Olympia­kandidat Heliasz Daranyis Weltrekord im beid­händigen Kugelstoßen auf 28,86 Meter und in So­wa (USA) benötigte George Saling für die 110- Meter-Hürdenstrecke nur 14,3 Sekunden. Eine gute Leistung vollbrachte im Zehnkampf der Amerika­ner Sarnes Bausch, der 8103,25 Punkte erreichte und damit sich seinen Landsleuten Charles und Coffman klar überlegen zeigte.

'Beim ersten Frauenkampf Mitteldeutschland gegen Brandenburg in Reurössen bei Merseburg, den Brandenburg mit 59,5:40,5 Punkten über­legen gewann, stellte Brandenburg mit der Mann­schaft Wittmann, Lähnemann, Feldmann und (Se­nde in der 4x200-Meter-Staffel mit 1:45,8 einen Weltrekord auf, den bisher die französische LLn° derstaffel mit 1:47,6 hielt.

*

Matti Iärvinnen. der bekannte Speerwerfer Finnlands, wartete in Abo bei den finnischen Olym­pia-Ausscheidungen mit einer ganz großartigen Leistung auf. Mit einem Wurf von 74,02 Meter schuf er einen neuen Weltrekord im Speerwerfen. Seinen eigenen Rekord aus dem Jahre 1930 mit 72,38 Meter hat er also um fast zwei Meter Über­boten.

Kurze Gportnotizen.

Die deutschen Marinemeisterschaf- t e n wurden in Kiel nach dreitägiger Dauer zu Ende geführt. Die Mannschaften des Flotten- kommandos hatten schöne Erfolge zu verzeichnen und sicherten sich die Meistertitel im Hand- und Fußball jedesmcll vor den Vertretern der Ostsee- Station.

Einen Riesenerfolg hatte der Turn- verband Berlin am Sonntag mit seinem Turn­fest zu verzeichnen. Richt weniger als 20 000 Zu­schauer wohnten der großen Mafsenveranstal- tung bei, die nicht nur sportliche Wettkämpfe, sondern auch zahlreiche Schaunummern bot. Die Veranstalter hatten es nur auf Massenwirkung abgesehen. Es wirkten nicht weniger als 10 000 Turner und Turnerinnen mit.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion berrt

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Die Abraumhalde des Gießener Braunstein- Bergwerks.

Die an der östlichen Seite des Gießener Braun­stein-Bergwerks aufgeschüttete lange Abraum­halde war für die Bewohner des Südviertels seit­her ein Anziehungspunkt auf ihren Spaziergän­gen. Einerseits konnte man von ihr aus das Berg­baugebiet mit seinem abwechslungsreichen Auf und Rieder der Kalkformation gut überblicken, ander­seits hatte man einen reizenden Blick auf die Ge­gend HohensolmsWetzlar mit Gleiberg, Düns- berg und Stoppelberg. Seit kurzer Zeit sind die Zugänge zur Halde mit Pfählen und dicken Dräh­ten gesperrt. Auf einem Schild wird dem er­staunten Besucher das Betreten verboten mit der Begründung:Siedelungsgelände". Die Berg- werksderwaltung hat sicherlich das Recht, das Be­treten der Halde zu verbieten. Es ist aber nicht zu verstehen, warum die Grenze des Siedlungs­bereichs nicht an die Ostseite der Halde gelegt und letztere wie seither freigelassen wurde. Die maßgebenden Stellen würden des Dankes vieler Spaziergänger sicher fein, wenn sie das Betre­ten der Halde wieder ermöglichten.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

.vran, u. ..... |

öcr.

üranflun 0.211.

Berlin

Schluß« kurS

Schluß!. Abend« bSrie

Schluß« kurs

Schluß,. Miltag« bSrie

Schluß­kurs

Echlußl. Abend« bßrf-

Schluß­kurs

Schluß!.

Miiioq-

Datum

27.6

28 6

27.6

28.6

Datum

27.6

28 6.

27 6.

28.6

6% Deuuche iMcicneanicilje v. 192.

7% Deutsche Reichsanleihe v. 1929

52,75

58

58,4

Hamburg-Amerika Pate. . . . l

Hamburg-Südam. Dampsschiss. 0

10.25

10

10,13

10

35,5

5"/.% Doung-Anleihe von 1930 .

60,25

-

60.13

Hansa Dampsschiss . ... 0

_

Deutsche Anl.°Ablös.«Schuld mit

Auslos.-Rechlen.......

35,25

36

35

35,9

Norddeutscher Lloyd.....6

A.G. für Verkehrswesen Akt. . .

11,25

26,25

10,9

N 27

10.9

27,25

DeSgl. ohne Aus!os.-Rechte .

3,55

3,45

3,5

3.55

Berliner HandelögeseUschast . 8

87

87,5

87,5

8% Hess. Volksslaal von 1929 trückzahlb. 102%)......

.

45

Commerz, und Privai-Bank . 7

Darmstädter und Nationalbank 8

16

18,5

18.25

16

18,5

Oberhessen Provinz-Anleihe ml!

Auolos.-Rcchten......

36,5

Deutsche Bank und

Dirconto-Gescllschaft... 6

30

30

30

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

33

32,25

Dresdner Bank...... 6

Reichsbank........12

18,5

122,5

18,25 121

18,5

122,25

121,5

15 unkündbar 616 1935 . .

63,5

A.E.G............7

20

20

21

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. unkündbar bis 1936 Serie 16 .

Bergmann.........9

Elektr. LieferungSgeseNschaft. 10

18

iy2% Franks. Hyp^Bank ClqiL- Psandbricse. . . _ . -

76,4

Licht und Kraft......10

Felten & Guilleaume.... 6%

66

35

64.5

35,75

64,75

35.25

4y,% Rheinische Hyp^Bank«Ltqu. Goldpse....., .;

75

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 9

50,75

50

51,25

50.25

8% Pr. LandeSPsandbnesan statt, Psandbricse R. 19 -

64

Rheinische Elektrizität .... 9

Schurkerl & (£o...... . 11

63

56

63,5

55,75

61

55.75

7% Pr. L andeSp sandbriesanstatt, Pfandbriese R. 10

Siemens L Halske ..... 14

Lahmeyer L Co.. ..... 12

113,5

74,5

112

73,5

N3 73,25

112,25

4% Oesterretchtsche Goldrenre . .

>

Buderus..........4

23,5

_

4,20% Oesterrcichlsche Sitberrente

1,12

1,05

Deutsche Erdbl.......6

60

59,25

58.5

4% Ungarische Goldrente ....

4,5

4,75

4,7

Gelsenkirchen«.......8

32

32

31,13

31

4% Ungarische SiaatSrente V. 1910

5,5

Harpener..........o

47

47

4/,% deSgl. von 1913 ....

*

Voesch Eisen.........6

24

23,25

6% abgest. Goldmexikaner von 99

5

4,25

Ilse Bergbau.......10

Klöcknerwerke........6

4% Türkische Zollanleche von 1911

2,5

2,55

2,75

21,25

20,5

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihc

Serie ............

2,3

2,6,

3

Köln-Neuessen.......6%

jManneSmann-RShrea .... 6

36

36,7

35,5

4% desgl. Serie II.......

2,3

2,65

2,75

Mansselder Bergbau.....ö

12,5

13

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

Oberschtes. KokSwerke . . . . 8

29,13

29

4N%Rumän.vereinh.Rentcv.l913

7

7,13

-

Phönix Bergbau......4%

Rheinische Braunkohlen... 10

16

16

16,25

4% Rumänische vereinh. Rente .

3,13

3,18

3

3,13

162.5

162

163

ty«% 1. SlnatoHcr......

15,5

15,6

15,5

Rhein stahl ........ .6

39

39,13

38,65

Fron.ui, 0. Di.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Schluß- hir4

Schlußk. Abend« bSrfe

Schluß« lur4

Schlußk. Mittag« bSrfe

27. Juni

28.Juni

Amtliche Notierung

Geld | 23rlr

Datum

27.6.

28.6.

27.6.

28 6.

Geld

Ariel

Rwbeck Montan......7,2

Vereinigte Stahlwerke .... 4

Otavi Minen......16'/,

Kaliwerke Aschersleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth . . . 16

I. G. Farben-Industrte. . . 12

Verein, chem. Industrie Frank« futl a. M..........

14

86.5

95,5 153

87,25

131,75

16,25 30,75

24,5

31

37

3

30

24,5

16

11,25 26,75

50

m

100

86

95

86

130,65

16,25

30,5

24,13

30

30

29

24,75

100

14,13

87 25

96.5

152,5

87

15,5

30,5

30,5

3,25

47

30,25

28,5

25,13

78,75

10,9

26,5

21,13

51,65

171

15?5

13,9

86,75

94,25

153.5

85,9

30,25

30

46,5

30

27,5

25

14

79

10,75

21

50,5

175

Pcuingior» Wien. . . . Prag . . . Budapest . . Sofia . . . Holland . Oslo. . . . Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aires Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schwei, . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Ian.. Jugoslawien. Lissabon . .

51,95

12.465

3,057

170,23

74,88

82,82

78,12

15,20

0,948

4,209

58,56

21,43

16,545

81,95

34,67

82,32

1,179

0,325

6,693

13,84

2

52,05 12.485

3,063

170,57

75,02

82,98

78,28

15,24 0,952

4,217

58,68

21,47

16,585

82,11

34,73

82,48

1,181

0,327

6,707

13,86

Zanknoten.

6,ö3d 51.95

12,465

3,057 170.28

74,83 82.72

77.97

15,185 0.948 4,209 58,56 21,43

16,545 82,02 34,67 82,32 1,149 0,325

6,693 13,84

6.907

62,05

12.485

3,063

170.62

74.97

82,88

78.15

15,225

0,952

4,217

58,68

21,47

16,585

82,18

34,73 '

82,48

1,151

0,327

6,707

13,86

Scheideanstalt....... 10

Ioldschmidt. ........0

Rütgerswerke ........ 6

Metallgescllschast.......6

Philipp Holzmann......8

Zementwerk Heidelberg. ... 7 lementwerk Karlstadt.....7

Wayß & Freytag......o

Schultheis Patzenhoser ... 15

Aku «Allgemeine Kunstseide) 0

Bemberg......... o

Zellstoss Waldhos.....12

Zellkloss Aschaffenburg ... e

Dessauer GaS . 9

Daimler Motoren......0

Berlin, 28.Juni

Geld

Brief

Amerikanische Belgische Not Dänische Note Englische Not Französische 9 Holländische tz Italienische 9i Norwegische 9 Deutsck)-Oestc Rumänische N Schwedische 9 Schweizer No Spanische No Ungarische No

Noten.......

en ........ .

4,20 58,40 82,53

15,145 16,505

169,91

21,54 74,75

2,49 77,75

81,84

34,53

4,22

58,64

82,87

15,205 16,565 170.59

21.62

75,05

2,51

78,11

82,16

34.67

Deutsche Linoleum.....5

Orenstein Ä koppel......

Leonhard Tietz..... . e

SvenSka...........

n......... oten........

otcn........

Thade............

frankfurter Maschinen . . . o

Gritzner...........

Mainkrastwerkc Höchst a. M,. . e

Süddeutscher Zucker .... 10

loten........

cretch, 4 100 Schllling oten........

oten........ ten.........

en.........

len ........