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U.M (Elftes Blafl

182. Jahrgang

Zreitag, 29. April 1952

Erf cheint täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild DieSchalle Monats Bezugspreis:

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GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vrilkk unö Verlag: vrühl'fche Universttälr-Vuch' nnö Steinöruderci R. Lange in Siehen. zchnftlettung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7.

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Chefredakteur

Dr. Friedr. Wich. Lange. Derantworilich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen.

Reichskanzler Dr. Brüning vor der Weltpresse in Gens.

Deutschland fordert Gleichberechtigung. - Ohne Rückkehr des Vertrauens keine wirtschaftliche Erholung. Oie Krisis fordert ein beschleunigtes Tempo der Hilfsmaßnahmen. (Schluß mit dem Zwischenzustand zwischen Krieg und Frieden!

Gens. 28. April. (311.) Reichskanzler Dr. Brüning empfing am Donnerstagabend im Hotel Metropole die internationale Presse, der der Reichskanzler in deutscher Sprache folgende Erklärungen abgab: Ich habe die Gelegenheit benutzt, nicht nur über die Abrüstungsfrage, sondern auch über eine Reihe anderer, die Welt und uns bewegende Fragen eine große Anzahl von Gesprächen mit den Vertretern der übrigen Länder zu führen. Ich verspreche mir von solchen' Gesprächen immer außerordentlich viel. Und auch diese Gespräche haben zweifellos das eine herdeigeführt, daß das Gelände für eine große Anzahl von Fragen insofern geklärt worden ist, als man di e gegenseitige Stellungnahme schars und deutlich erkennen konnte. Das halte ich für wesentlich, um zu praktischen Lösungen und Erfolgen zu kommen. Ich habe außerordentlich bedauert, daß der französische Ministerpräsident erkrankt ist, und ich habe seinem Vertreter heute meine auf­richtigste Anteilnahme ausgesprochen. Aber ich habe seine Erkrankung auch bedauert, weil die in dieser Woche begonnenen Gespräche nicht mehr fortgesetzt werden können.

Die deutsche Stellung hat sich nicht geändert. Wir müssen oom deutschen Standpunkt aus an der Gleichberechtigung und an einer tatsächlichen Abrüstung unter allen Um ff ä n Öen fe ft hallen. Darin ist sich das ganze deutsche Volk, wie groß auch immer die parteipolitischen Gegensätze fein mögen, völlig einig.

Ich bin auch der Ansicht, daß man über diese Forderungen Deutschlands durchaus reden kann, denn eS ist la notwendig, die Lage auf diesem Gebiet ebenso, wie in dcn anderen Fragen der Reparationen und der Hilfsmittel zur Beseitigung und Milderung der Weltkrise ganz klar ins Auge au fassen. Alle diese Dinge gehören zu- sammett. Es handelt sich nicht nur um finanz- und wirtschaststechnische Fragen, sondern cs han­delt sich auch öafum. die 'psychologische Grundlage zu schassen, daß die Völker wieder eilt stärkeres Vertrauen zu - cinanders assen, weil nur davon diewiri­sch a f t l i ch c Erholung der Welt nach meiner festen lleberzeugung abhängig ist.

Ich bin der Ueberzeugung. daß die Tatsachen üugctiblicflid) in der Welt ein ganz außer­ordentlich schnelles Tempo angenom­men haben, und daß die Beratungen zur Lö­sung der Schwierigkeiten lediglich in ein schnelleres Tempo kommen müssen und sich der Lage anzupossen haben, falls die Losung nicht zu spät .kommen soll.

Deutschland weih, und darin find sich alle Deut­schen einig, daß die Probleme nicht nur von Deutschland gelöst werden können, daß man zu einer internationalen Zusammenarbeit kommen muß und daß besonders in diesen kommenden Wochen uttd Monaten eine Zusammenar­beit zwischen Frankreich und Deuts ch- l a n d notwendig ist. Trotz aller nicht zu leug­nenden Schwierigkeiten bin ich fest davon über­zeugt, daß es möglich sein wird, die Dinge zu meistern.

wenn wir Öen Tatsachen ins Auge sehen und Schluß machen mit diesem Zwi - schenzustand zwischen Krieg und 3 r i e b e n und zu einem wirklichen Frieden kommen, der nicht ein Diktat ist, sondern eine freiwillige Verständigung, die zu einem wirk­lichen Wiederaufbau Europas und der Welt führen wird. Man darf nicht vergessen, daß d i c erregte politische Stimmung in Deutschland zu einem ganz großen Teil auf die unsagbar große wirtschaft- 11 d) e 71 o I und die Leiden zurückgeht, die auf dem deutschen Lande lasten. Aber anderseits möchte ich auch auf die Tatfache Hinweisen, daß Deutschland In der Vergangenheit in poIi - fischer Hinsicht allzu viele Enttäu­schungen zugemutet worden sind. Ich fühle mich in völliger Uebercinflimmung mit dem gesamten deutschen Volke, wenn ich be­tone, daß das deutsche Volk in jeder Beziehung ein friedliebendes Volk ist. Wenn die Welt es versteht, Deutschland Gerechtigkeit und Hilfe zuteil werden zu lasten, dann wird Deutschland noch mehr als bisher ein starker Garant für eine friedliche Entwick­lung der Well fein.

Letzte Besprechungen des Reichskanzlers.

Genf, 28. April. (WTB.) Reichskanzler Dr. Brüning hatte heute eine Besprechung mit Macdonald Die beiden Staatsmänner traten mittags nochmals bei einem großen Frühstück zu- fammen, das Macdonald einer Reihe von führenden Dclegationsmitgliedern gab. Abends nahm der Reichskanzler an einem Diner teil, zu dem S t i m - f o n eingeladen hatte. Die Abreise des Reichs­

kanzlers aus Genf ist für Freitagvormittog festgesetzt. Mit ihm zusammen werden Statssekretär von Bülow, Oberregierungsrat Planck und Reichspressechef Zechlin abreisen.

Deutsch-französischer Zusammen­stoß im Mnne-AuSschuß.

Tic vier Invasionen.

G e n s. ^8. April. ($11.) Im Flottenaus­schuß der Abrüstungskonferenz kam es am Donnerstag zu einer Auseinandersetzung zwischen den Vertretern Deutschlands und Frankreichs. Der frühere Marineminister Dumont erwähnte, daß Frankreich sich in einer besonderen Lage befinde und seine Sichcrheitssorderung besonders berücksichtigt werden müsse. Hierbei kam er auf die Ergebnisse der vier ..Inva­sionen". die Frankreich während eines Jahr­hunderts habe erdulden müssen, zu sprechen und erwähnte ferner die Beschießung unge­schützter französischer Städte in Algier sowie englischer Städte durch die deutschen Kreuzer ..Goeben" undBreslau".

Der deutsche Vertreter Freiherr v. Rhein­baben, trat den französischen Behauptungen

Schanghai, 29. April. (WTB. Funkspruch.) Während einer großen Darabe japanischer Truppen im hongkewpark schleuderte e i n Koreaner eine Bombe gegen ben mittleren Teil bet großen Tribüne, auf der eine Anzahl her- oorragenber japanischer Persönlichkeiten versammelt war. Der japanische Gesandte in Ehina, Schige­rn i t s u , wurde durch die Explosion lebens­gefährlich verwundet. General U y e d a der Anfangs die militärischen Operationen in Schanghai geleitet hatte, und General Schira- k a w a, der im Februar bei der Entsendung japa­nischer Verstärkungen an feiner Stelle zum Ober­befehlshaber ernannt wurde, sind schwer ver­wundet worben. Auch bet japanische General­konsul ist schwer verletzt. Admiral Nomura wurde am Kopf verwundet.

Nachdem die japanischen Truppen nach dem Atten­tat den Park von hongkew abgeriegelt hatten, untersuchten sie Tausende von Zuschauern nach Waffen. Schließlich wurde ei n Wann f e ft - genommen, von dem man glaubt, daß er den Anschlag ausgeführt hat. Außerdem wurden noch sieben Ehinesen verhaftet. Die Truppen hatten große Mühe, die Menge zu hindern, den Attentäter zu lynchen.

Berlin, 28. April. (TU.) Am Donnerstag sprach im Landwirtschaftsfunk der Deutschen Welle der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, Schiele, überDie Agrarpolitik der letzten Jahre". Wir müssen die Agrarpolitik bewußt cinordnen in die große Linie der Staats­politik. Es ist unerträglich, wenn a. D. der Dut­te r z o 1 l, der vielleicht wichtigste Faktor zum Schutze der Deredelungswirtschaft, von den In­teressenten gewisser Industriegruppen zum Handelsobjekt gemacht werden soll. In einer Zeit, wo alles nach Siedlungspolitik drängt, verlangen höhere Gesichtspunkte als dieGefchäfts- politik den Schutzdcrländlichen Verede­lungswirtschaft, die die Grundlage für jeden Siedler- und Bauernde- trieb bildet.

DaS wahre Bild unserer deutschen Wirtschafts­lage läßt sich am besten verdeutlichen mit dem Bilde einer belagerten Festung. Wir leben un­ter dem Druck einer vierfachen Dlok- labe. Auf dem Gebiete der Kredit- und Wäh­rungspolitik, der Handelspolitik und der Tribut­politik sind wir vom Auslande blockiert.

Der erste Grundsatz für bas Durchhalten einer belagerten Festung ist bie Sicherstellung ber Nahrungsmittel Versorgung. Deshalb ist heute die Agrarpolitik in erster Linie ein Erfordernis der Lrnährungspolitik. Dorf, wo noch unerfchöpfte Produktionsmögtich- feiten mit gesichertem Absatz auf unserem eige­nen Binnenmärkte vorhanden find, muh unter Zurückdränguug nicht absolut notwendiger Aus­

sosort mit großem Rachdruck entgegen. Er wies besonders auf die napoleonischen Kriege hin* bei denen die schließliche Besetzung Frank­reichs nach allgemein feststehender geschichtlicher Erkenntnis durch einen der größten Angriffe hervorgerufen wurde, die die Weltgeschichte er­lebt habe. Zur Beschießung ungeschützter Städte im Weltkriege stellte Freiherr v. Rheinbaben fest, daß sie von bf n deutschen Militärbefehlshabcrn zweisellos in der Annahme vorgenommen wur­den. daß es sich um Plätze von militäri­scher Bedeutung gehandelt habe, oder um solche, die Stützpunkte für militärische Unternehmungen waren. Unabhängig hier­von aber gäbe cs eine so lange Liste von Be­schießungen offener, friedlicher Städte auf deutschem Boden durch franzö­sische Luftangriffe, daß es wohl zweck­mäßiger wäre, diese Frage an dieser Stelle nicht zu vertiefen. Rhcinbabcn schloß mit dem Vor­schlag, die Erörterung aller derartiger Dinge im Seeausschuh auch in Zukunft zu unter­lassen. da solche Aussprachen im offenen Gegensatz zu den Aufgaben der Sceabrüstung stünden. Die Ausführungen des deutschen Ver­treters fanden weitgehendes Verständnis und Anerkennung bei einigen anderen Abordnungen.

Dieser ncuerlick-c schwere Zwischenfall »st geeignet, bie Friebensaussichten im Fernen Osten zu ver­schlechtern, obwohl ber Anschlag von einem Koreaner begangen worben ist. Die Tat, bie in Schanghai gcrabe zu einer Zeit gusgesührt worben ist, wo man auf ben Abschluß eines Waffen st i 11ff an­bei hoffen konnte, kann zu einer außerordentlichen Stärkung bes militärischen Geistes in 3 a p a n fuhren: man fürchtet, baß bie Rückwirkung auf bie japanische Bevölkerung sehr heftig fein wirb.

Oie Japaner erobern Hailin.

6b ar b in, 29. April. (Reuter. Funkspruch.) An der südöstlichen Front der Mandschurei ist cs zu heftigen Kämpfen zwischen japanischen Truppen und Chinesen gekommen, die sich gegen die neue man­dschurische Regierung in Aufruhr be­finden. Die japanische Hauptkolounc unter Gene­ral M u r a i griff die Aufständischen an, die Hailin beseht hielten. Der Kampf dauerte die ganze Rächt von Mittwoch zum Donnerstag an. Die Chinesen, deren Zahl auf 6000 Mann geschäht wurde, hatten 200 Tote zu verzeichnen. Die Japaner, die Hailin beseht haben, erbeu­teten einen Panzerzug, zwei Geschütze und anderes Kriegsmaterial.

lanbeinfutjren bie heimische Probuk Hon verstärkt werben. Das gilt jetzt na­mentlich für bie gesamte länbliche Veredelungs- Wirtschaft und für bie beufsche Forstwirtschaft.

Erforderlich ist ferner die rationellste Verwendung u n s e re s D ol k s e i n k o m- mens. Jeder Einzelne in feinem Privathaus­halt. die öffentliche Hand und die gesamte Volks­wirtschaft müssen die konsumtiven Ausgaben, ins­besondere für Lususwaren und entbehrliche Aus­landserzeugnisse, soweit einschränken, daß grö­ßere Teile des Volkseinkommens zur Verstär­kung unseres Produktivkapitals in der Volkswirtschaft frei werden. Durch eine nach diesen Grundsätzen ausgestaltete Wirtschafts- und Sozialpolitik werden wir auch die Widerstands­kraft von Staat und Volk für das Ringen um unsere außenpolitische Freiheit stärken und neu beleben.

Rückblickend auf die letzten Jahre stellte der Minister dann fest, daß es bis auf den heutigen Tag dem zähen Selbstbchauptungswillen unseres Landvolks gelungen sei. das deutsche Volk im we­sentlichen selbständig zu ernähren. Un­sere Außenpolitik könne einen festen Kurs steuern, ohne Gefahr zu laufen, das Volk dem Hunger auszusetzen. Unsere Rahrungsmittelversorgung fei in ihren Grundbestandteilen auch bann aus­reichend gesichert, wenn wir keine Devisen mehr für den Bezug von ausländischen Lebens­mitteln zur Verfügung hätten.

Bei der Fleischwirtschaft kann damit ge­rechnet werden, daß ebenso wie bei den Ackerbau- Produkten in absehbarer Zeit ein ausgegliche­

ne s Verhältnis zwischen Broduk- tionskostcn undPrcisen cintritt. Bei den bäucrl id)en Edelprodukten liegt die Ur­sache des noch bestehenden MibverhältnisscS zwi­schen Produktionskosten und Preisen in der noch immer unbefriedigenden handelspoliti­schen Situation.

Ein starker Schutz der verebelungswirlschaft fei gerade jetzt erforderlich, da diese in besonders hohem Maße Arbeitskräfte binde, da ferner ihre Rentabilität entscheidend fei für die Gefamtertragsfähigkeit der Landwirtschaft Unb ba schließlich sonst bie Sieblungsplänc ber Reichsregierung zu einem Fehlschlag füljrcn müßten. Wer Hebeln will, muß auch ber Arbeit bes Sieblers ben nötigen hanbelspolitischen Schutz gewähren.

Trotz starker Zurückdrängung ber Auslanbcinsuhr in ben letzten Jahren gaben wir gerade für die Beredelungserzeugnifse im ersten Vierteljahr 1932 noch immer aus für bie Einfuhr von Schmalz, Speck, Fleisch usw. 42, Kartenbauprodukte 83, But ter und .üäse 45, Eier, Fische, Wein 57, Holz und Zellstoff 23 Millionen Mark. Der Minister erklärte zum Schluß: 3% Millionen Arbeitslose haben ihr Schicksal dem Versagen des Binnenmark­tes zu verdanken. Der Binnenmarkt kann aber nur durch eine konsequente Agrarpolitik zur Kesundung gebracht werben. Deshalb lautet das staatspolitische ceterum censeo: Agrarpolitik unb nochmals Agrarpolitik! Das ist die Forderung, der sich heule keiner mehr entziehen kann. Agrarpolitik ist heute Sache der Nation.

VorerftkeineneuenKoalitions- verhandlungen in Heften.

Veränderungen in ber Landtagöfrattwn der NSDAP.

Darmstadt, 28. Llpril. (TU.) Zu den Ulel- dungen über neue Koalitionsverhandlungen zwi­schen Zentrum und Rationalsozialisten in Helfen ist zu sagen, daß eS sich zunächst nur um Gerüchte handelt, für die positive Unterlagen nicht vor­handen sind. Es ist kaum anzunehmcn, daß vor der Entscheidung in Preußen Aenberungen in Hessen eintreten werden. Tatsache ist jedoch nach einer Mitteilung der Telegraphen-Union. daß gewisse Veränderungen in der nationalsozialistischen hessischen Landtagsfraktion vorgenommen werden So ist z. B an Stelle des ausgeschiedenen But - 1 e r - Eberstadt der Etadtrat Z u r tz - Darmstadt in das hessische Parlament eingetreten. Weiter verlautet, daß demnächst noch andere Mit­glieder der nattonalsozialistischen Landtags fraktion ausgewechselt werden sollen. Io u. a. diejenigen, die schon einmal mit dem Straf­gesetz in Konflikt gekommen sind. Auch der Frak­tionsführer und Gauleiter Abgeordneter Lenz, der noch dem Reichstag angehört, und infolge­dessen stark überlastet ist. soll anderweitig verwendet werden. SchlichUch ist der (Sou- fachberatcr für Kriegsbeschädigtcnangclegenheiten. Weygo 1 dt. der durch seinen Brief an den nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten Oberlindober-München bekannt geworden ist, in dem er scharfe Kritik an der hessischen Landtags­fraktion der RSDAP. übte, infolge dieser Kritik aus der Partei ausgeschlossen worden.

Der Thüringer Landtag nahm mit bet ersten Lesung des Haushaltsplans die Plenarsitzun gen wieder auf. Die Nationalsozialisten beantragten die sofortige Beratung ihres Antrages auf 'Auf l ö | u n g des Landtags Der Antrag wurde aber abgelehnt, worauf die nationalsozialistische Frak tion geschlossen den Sitzungssaal verließ.

Korporationsverbände und Deutsche Studentenschaft.

Berlin, 28. April (TU i Düs Erlanger Der- bändeabkommcn, dem sämtliche nationa­len Korporationsverbände angehören, hatte im Januar d. 3. auf einer Tagung in Goslar mit der Leitung des Rationallozialisti- schcn Deutschen Studen k^c nbundes (RSDSTB.) Vereinbarungen getroffen, um be­reits vorher vorgekommene Schwierigkeiten zwi­schen dem RSDSTB und den Studentischen Kor­porationsverbänden beizulegen und weitere Er­schütterungen in der Studentenschaft zu vermeiden Der vom Erlanger Verbändcabkommen eingesetzte Verhandlungsausschuß legt nunmehr einen aus^ jährlichen Bericht über die Vorgänge vor. die zum Ausscheiden mehrerer Amtsträger der Deutschen Studentenschaft aus ihren Aemtern ge­führt haben Es wird lestgestcllt, daß angesichts der Tatsache, daß der Leiter des RSDSTB. und gleichzeitige Vorsitzende der Deutschen Studen­tenschaft, Krüger, entschlossen sei, sich der Ein­haltung der in Goslar übernommenen Verpflich tungen z u entziehen, es völlig hoffnungs­los sei, irgendetwas in bezug auf eine positive Zusammenarbeit zwischen der Gesamtheit der Verbände und dem RSDSTB zu erreichen. Es müsse jedoch festgestellt werden, daß die studen­tischen Verbände sich nach wie vor zu r Seut- schen Studentenschaft bekennen. Eben­so hätten die Disferenzen mit dem Vorsitzenden ber Deutschen Studentenschaft. Krüger, nichts md ber Einstellung zur nationalsozialistischen Le­we g u n g zu tun. Krüger könne weder mit dieser *wch mit der Deutschen Studentenschaft gleichge, stellt werden.

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Somöendttentflt auf Japaner in Schanghai.

Japanische Generäle und Diplomaten schwer verwundet. Der Täter ein Koreaner. Ernste Belastung der Friedensverhandlungen.

Gesundung des Binnenmarktes durch konsequente Agrarpolitik.

Eine Rundfunkrede Reichsminister Schieles.