Ausgabe 
28.10.1932 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

Kuriose Wirtshaus-Zeichen.

-Aus jenen fernen Zeiten, da es noch keine Haus­nummern gab und jedes Gebäude jeinen eigenen, mehr oder weniger ausdrucksvollen Damen führte, 4)oben sich solche Bezeichnungen vielfach noch für die Gasthäuser erhalten, und es gibt auch bei uns manches alte Wirtshaus, das seine eigenartige Benennung bewahrt hat und bisweilen in Gestalt eines köstlich gearbeiteten Zeichens zur Schau trägt. In England aber, wo man am Alten viel zäher festhält als bei uns, sind die alten Wirts­hausnamen und die mit ihnen verbundenen Zei­chen noch viel häufiger. Da gibt es die seltsamsten Benennungen, die man sich heute gar nicht mehr erklären kann. So führt z. B. eine alte Kneipe den DamenZum schwarzen Iungen mit den Ma- genschmerzen". Wie diese sonderbare Laufe zu- stände kam, ist nicht mehr zu ermitteln. Leicht erklärlich und überall geläufig sind die Tlerbe- zeichnungen, wie zum goldenen Hahn, zum roten Löwen, zum schwarzen Kater. Diese Wappentiere entsprechen den Wappen der ersten Besitzer, und die Bezeichnung nach vornehmen Persönlichkeiten, wie Königen, Fürsten und Grafen, deutet daraus hin, daß diese hier als Gäste geweilt haben. Manche Zeichen haben auch, wie in einer englischen Fachzeitschrift ausgeführt wird, in Zeiten, in denen nur wenige Leute lesen und schreiben tonnten, als Reklame gedient, denn die Gastwirte betrieben oft auch noch ein Handwerk und hängten ihre Werk­zeug? zur Tür heraus, um die Vorübergehenden auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen. Die Selt­samkeit der Wirtshauszeichen hat schon früh die Aufmerksamkeit erregt, als die geschichtlichen Zu­

sammenhänge in Vergessenheit gerieten, und man wetteiferte in Kuriositäten. So wurde 1770 eine Wette abgeschlossen, welchem Wirtshauszeichen der Preis der Kuriosität zuerkannt werden könne. Der Gewinner warDie Kuh mit der Lichtschere' zu Llandaff. Das Schild zeigt eine rote Kuh, zu deren Füßen eine große Lichtpuh-Schere liegt, wie sie damals benutzt wurden. Ein anderes wunder­liches Zeichen von Llandaff hat eine Geschichte. Der Bischof der Gegend stieg, wenn er den Ort besuchte, jedesmal im Gasthaus zum Hahn ab. Der Wirt war darauf so stolz, daß er des Bischofs Bildnis als Schild über seine Tür malen lieh. Aber ein Debenbuhler nannte seinen Gasthof nicht lange danach ebenfallsZum Hahn", und um sich von diesem Konkurrenten zu unterscheiden, ließ der Gastwirt unter das Bildnis des Bischofs die Worte schreiben:Dies ist der Alte Hahn". Sehr zahlreich sind die englischen Gasthöfe, die den Da­menZur Kirche" tragen: in Lancashire allein gibt es 35. Diese Kirch-Wirtshäuser haben ober häufig einen geräumigen Torweg, in dem auch ausgeschenkt wird. Dieser wurde in alten Tagen besonders von den Leichenträgern benutzt, die die Särge nach dem an der Kirche gelegenen Fried­hof brachten. Bei der schweren Arbeit wollten sie sich stärken, und so stellten sie den Sarg im Torweg ab und erquickten sich erst an einigen Schoben. Derjenige, der seine SchenkeWarum nichts nannte, war ein Kenner der Volksseele, denn er erregte damit Aufmerksamkeit und legte jedem Vorübergehenden die Frage nahe, warum er nicht einen genehmigen solle. Anlockend ist auch die In­schrift über einem Gasthof zu Leigh:Mein Zei­chen ist im Keller".

9Jl.-$pott

40Jahre Frauenturnen im Turnverein 1846 Gießen

sinter den ersten Vereinen der DT., die dem Frauenturnen eine Pflegestätte bereiteten, befand s'ch auch der Turnverein 1846 Gießen. Im Iahre 1832 vor nunmchr vier Iahrzehnten ent­standen als erste im Gau Hessen die Frauen- c-bte:Iungen der Turnvereine Wetzlar und Gießen 1 84 6. Die erstere rief der damalige Wetzlarer Turnwart und heutige Ehren-Gau- ob er t turnte art W i l I ins Leben, und die des Tv. 1846 Gießen wurde von dem langjährigen 1. Turnwart Franz Wiegand gegründet und geleitet.

Welche Fortschritte das Frauen- und Mädchen- hürnen im Gau Hessen in diesen 40 Iahren ge­macht hat, mag folgender Vergleich zeigen. Im Iahre 1892: 2 Albteilungen mit wenigen Tur­nerinnen und bescheidenen Leistungen, heute: 83 Abteilungen mit 1636 Turnerinnen und 1405 Schülerinnen und Leistungen, die, gemässen am Können d r Turner, einen gewaltigen Fortschritt erkennen lassen. .

Diese Aufwärtäbewegung tatkräftig mit gefor­dert zu haben, ist ein nicht geringes Verdienst auch 6-t Frauenabteilung des Tv. 1846 Gießen. Sowohl mit ihrer Siärke wie auch mit ihren Lei­stungen und Erfolgen stand sie immer mit an der Spitze im Gau, im Mittelrheinkreis und auch in der DT. und wirkte stets anregend und för­dernd auf das Gede hen und Wachsendes Frauen­turnens in unserem Heimatgau Hessen. Der Tv. 1846 kann deshalb mit Slolz auf feine jahr- zchnttlange Tätigkeit auf dem Gebiete des Frauenturnens zurückblicken und hätte an sich Anlaß, das 40jährige Bestehen seiner Frauen- ableilung festlich zu begehen. Die Zeitverhält- niise verbieten die Abhaltung großer Festlich- fc:kn, aber mit ernster turnerischer Arbeit im Gewände der Freude soll die Oeffentlichkeit auf d e langjährige, stille Arbeit im Turnverein an der Gesundheit und körperlichen Ertüchtigung d:s weiblichen Geschlechts aufmerksam gemacht werden.

Unter der tatkräftigen Leitung von Oberturn­wart K. E r b, dem heutigen Leiter der Turnerin- nen-Abteilungen, wird am kommenden Samstag, 29. Oktober, in der Turnhalle am Oswaldsgarten ein größeres Bühne nschauturnen ein Bild von dem heutigen Stand des Frauenturnens geben, an dem jeder Besucher seine Helle Freude haben wird. Die Abteilungen, die nach der letz­ten Bestandserhebung mit 232 Angehörigen die stärksten des Gaues sind, und die ihr Können ja schon oft unter Beweis gestellt haben, war­ten mit einer umfang- und abwechslungsreichen Darbietungsfolge auf, die zeigen wird, wie über­aus reich an Formen das Frauenturnen, wie es in der D. T. betrieben wird, ist. Am Sonntag ab 8.30 Uhr folgen Wettkämpfe der Iugend-, Schüler- und Schülerinnen-Abteilungen und um

11 Uhr der Gerätewettkampf der Turner um den Turnklubschild. Ein Famil e labend um 19 Uhr in der Turnhalle beschließt die Veranstaltungen. Däheres ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich.

Ein Großkampftag der Fechter.

Fechten im Gau Hessen der DT.

Ein beachtliches turnsportliches Ereignis waren die Mannschaftskämpfe, die die Fechtenschaft des Turngaues Hessen (DT.) am Sonntag unter starker Anteilnahme eines lebhaft interessierten Publikums am Sonntag in Wetzlar austrug. Zum

Säbel-Mannschaftskampf der Fechter waren sechs Mannschaften angetreten: Tv. Wetzlar I, To. Wetzlar II, T. u. Spo. Marburg I, T. u. Spv. Marburg II, Tv. 1846 Gießen (K. Hergenrother, L. Gerhardt, W. Gerhardt), Tv. 1860 Bad-Nauheim.

Der Kampf, der aus 15 Runden (Mannschafts- begegnungen) zu je 9 Gefechten, also aus insgesamt 135 Einzelfechtern bestand, nahm einen spannenden Verlauf. Wetzlar I konnte seine vier ersten Kämpfe sicher gewinnen: nachdem es aber in der Begeg­nung mit Bad-Nauheim sich 5:4 schlagen ließ, kam ein klarer Punktsieg für Wetzlar nicht mehr in Frage. Bad-Nauheim und Gießen stellten sich punktgleich neben Wetzlar. Die Rangfolge mußte daher durch die Zahl der Einzelsiege (Wetzlar 32, Gießen und Bad-Nauheim je 30) entschieden werden, und für den zweiten und dritten Platz waren sogar die erhaltenen Treffer bei der Bewertung heranzuziehen. So wurde Tv. Wetzlar nur knapp erster Sieger, gefolgt von Tv. 1846 Gießen und To. 1860 Bad- Nauheim.

Tabellenstand:

Mcmn-

Pkte.

fchafts- fiege

Einzel- siege

Erhalt. Treffer

Tv. Wetzlar I

8

4

32

159

Tv. 1846 Gießen

8

4

30

148

Tv. 1860 Bad-Nauheim

8

4

30

160

T. u. Spv. Marburg I

2

1

18

183

T. u. Spv. Marburg II

2

1

13

201

To. Wetzlar II

2

1

12

204

Die besten Einzels echter waren: 1. h. Mulch, To. Wetzlar, 14 Siege, 1 Niederlage; 2. L. Ger­hardt, To. 1 846 Gießen, 12 Siege, 3 Nie­derlagen: 3. W. Gerhardt, Tv. 18 4 6 Gie­ßen, 12 Siege, 3 Niederlagen.

Zu dem

Florett-TNannschaftskampf der Fechterinnen,

wie ein solcher erstmals im Gau zum Austrag kam, waren 5 Mannschaften angetreten: Tv. 1846 Gie­ßen (Else Wirth, Christel Castein, Erika Fehn), Tv. 1860 Bad-Nauheim, Tgm. Friedberg, Tv. Wetzlar I,

Tv. Wetzlar II.

3n 10 Runden waren insgesamt 90 Gefechte zu bestreiten. Die Wettkämpfe waren ebenso spannend wie bei den Fechtern, denn die bei den Säbelkämp­fen vorhandene stetige Punktgleichheit galt auch für drei Mannschaften der Fechterinnen, nämlich für

Bad-Nauheim, Friedberg und Wetzlar 1. Das Schlußergebnis, das ebenfalls nur durch die er­reichte Einzelsiegzahl festgestellt werden konnte, lautete für die ersten Plätze: .

1. To. Wetzlar I; 2. Tv. 1860 Bad-Nauheim; 3.

Tgm. Friedberg.

Es ergab sich folgender Stand der

Tabelle:

Mann-

Pkte.

schafts-

Einzel-

Erhalt.

ftege

siege

Treffer

Tv. Wetzlar I

Tv. 1860 Bad-Nauheim

6

6

3

3

24

20

116

130

Tgm. Friedberg

6

3

19

127

Tv. 1846 Gießen

2

1

15

143

To. Wetzlar II

0

0

12

157

Die besten Einzelfechterinnen waren: 1.

Christel Gröninger, To. 1860 Bad-Nauheim, 12 Siege, 0 Niederlagen (23 erhaltene Treffer); 2. Hilde Panse, To. Wetzlar, 9 Siege, 3 Niederlagen (37 erhaltene Treffer); 3. Ilse Münch, Tv. Wetzlar, 8 Siege, 4 Niederlagen (35 erhaltene Treffer); 4. Else Wirth, Tv. 1846 Gießen, 8 Siege, 4 Nieder­lagen (42 erhaltene Treffer).

Gaufechtwart Kühn (Friedberg) leitete die von Wetzlar vorbildlich vorbereitete Deranftaltung mit Umsicht und Sachkenntnis.

Deremsstaffel über 100x100 Meier?

Bei dem Deutschen Turnfest 1933 in Stuttgart wird auch eine Diesenstaffel über 100x100 Me:er gelaufen, zu der bereis TV. Leip­zig 1845. ATV. Dresden, Berliner Turnerschaft, MTV. München und Turnerbund Stuttgart ge- meldet haben.

Deutschland - Ungarn.

Am Sonntag in Budapest. Eme schwere, aber lösbare Aufgabe für Deutschlands Fußballer.

Die deutsche Fuhball-Dationalmannschaft hat in ihren letzten Spielen gegen Dänemark, Finnland, die Schweiz und Schweden Siege errungen. Wenn auch festgestellt werden muß. daß unsere geschla­genen Gegner gegenwärtig nicht zu den besten Fußballnattonen des Konttnents gehören, so hatte doch unsere Dationalelf Gelegenheit, sich wieder etwas zu finden und für größere Taten vorzube­reiten. Die Probe aufs Exempel wird nun am kommenden Sonntag in Budapest vonstatten gehen, denn \

eine in normaler Form spielende ungarische

Ländermannschaft ist für alle Gegner eines der schwersten Hindernisse.

Unseren Fußballern steht also diesmal eine etwas schwerere Aufgabe bevor und ihre Lösung anrb nur gelingen, wenn sie das Letzte aus sich her­an sgeben.

In Budapest steigt am Sonntag das zehnte Zusammentreffen der beiden Länder.

Der Spielausschuh des DFB. hatte diesmal bei seiner Mannschaftsaufstellung bedeutende Schwie­rigkeiten. Verschiedene süddeutsche Spieler muß­ten infolge Beanspruchung durch ihren eigenen Verein dem DFB. eine Absage erteilen. So ma­chen die Kämpen des Teutschen Meisters Bayern München, der Frankfurter Eintracht und von den Vereinen im Reich die von Schalke 04 die Reise nach Budapest nicht mit. In die deutsche Mann­schaft, die mit

I a k o b (Iahn Regensburg); Huber (Karlsru- her FV ), W end l (1863 München); 3 ane8 (Fort. Düsseldorf), Leinberger (Spielvgg. Fürth), Knöpf le (FSV. Frankfurt : Al­brecht (Fort. Düsseldorf). Lachner (München 1860), Malik (Beuchen), R. Hofm ann (Dres­den), Kobierski (Fort. Düsseldorf)

antritt, kann man trotzdem einiges Vertrauen set­zen. Das Hintertrio ist mit drei Könnern besetzt, die kaum enttäuschen werden. In der Läuferreihe ist ausschlaggebend, in welcher Form sich Lein­berger befinden wird. Knöpfle hat in Länder- spielen noch nie versagt und Ianes ist in seiner Vereinsmannschaft einer der Besten. Don großer Problematik ist die Stürmerreihe. Kobierski und Hofmann sind gut, doch das erste Fragezeichen ist Malik, der Sturmfüh.er aus Teutben. Don seinem Einschlagen hängt schließlich beinahe alles ab. Al­brecht hat sich schon öfters bewährt und der kleine Lachner aus München befindet sich augenblicklich in Glanzform.

Es kommt also darauf an, wie sich diese fünf Stürmer aus fünf vereinen verstehen werden und wie sie durch Malick geführt werden.

Ungarn stellt eine Mannschaft, die sich nur auÄ zwei Vereinen, Ujpest und Fervenczvaros, rekru­tiert. Die größere Einheitlichkeit ist daher auf Seiten der Ungarn und auch ihre Chancen sind nach Berücksichtigung aller Momente etwas besser als die der Deutschen.

Wirtschaft.

* Weitere Preiss enkung am Mehl­markte. Die süddeutsche Mühlenvereinigung hat in ihrer gestrigen Sitzung die Weizenmehlpreise neuerdings um 0,40 Mark pro 100 Kilo herab­gesetzt. Danach stellen sich die Preise für süddeut­sches Weizenmehl Spezial 0 auf 29,40 Mark, für das gleiche mit Auslandsweizen auf 30,40 Mark, für süddeutsches Weizenauszugsmehl gleicher Mahlart und Lieferzeit auf 32,40 Mark bzw. 33,40 Mark und für süddeutsches Weizenbrotmehl auf 21,40 Mark bzw. 22,40 Mark für 100 Kilo frei Waggon Mühle.

* Devisenverordnung und auslän­discher Hausbesitz. Um den Zahlungsver- kehr im Zusammenhang mit der Verwaltung in­ländischer Grundstücke von Ausländern zu er­leichtern, hat der Reichswirtschaftsminister in Erweiterung der bisher nach den Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung geltenden Vorschriften angeordnet, daß Hausverwalter, die eilte all­gemeine Genehmigung zur Entgegennahme von Miet- und Pachtzinsen und ähnlichen regelmäßig wiederkehrenden Leistungen zugunsten des aus­ländischen Grundstückseigentümers besitzen, aus den auf diese Weise eingezogenen Beträgen ohne besondere Genehmigung Zahlungen für Rechnung ihres ausländischen Geschäftsherrn im Inland leisten zu dürfen. Für Zahlungen nach dem Aus- land bedürfen sie jedoch auch weiterhin einer besonderen Genehmigung.

' Verhandlungen mit den Danke n- gläubigern der Landesbank der Rheinppovinz. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, haben die gestrigen Verhandlungen mit den Bankengläubigern der Landesbank der Rhein­provinz zur Bildung einer Kommission geführt, deren Arbeit dem Zweck eines Ausgleichs der Interessen zwischen der Landesbank und ihren Gläubigern dienen soll. In den gestrigen Ver­handlungen erläuterte der Staatskommissar der Landesbank, Staatsfinanzrat W e l z i e n, noch einmal den Stillhaltevorschlag. Die Dankengläu-

biger hoben besonders hervor, daß sie im Inter­esse des öffentlichen Kredits überhaupt für eine Verbesserung der vorgcschlagenen Regelung seien. Sie wandten sich nicht io sehr gegen die Stille Haltung als solche, brachten vielmehr, wie WTB.- Handelsdienst hört, Forderungen bezüglich der Höhe des in der Regelung vorgeschlagenen Zins­satzes (4 Prozent) und bezüglich der Abwicklung der Kapitalforderungen zum Ausdruck. Im übri­gen erklärten die Bankengläubiger es als unmög­lich, nachzugeben, wenn ein unter Staatsaufsicht stehendes öffentlich-rechtliches Kredit.nstitut Akkvr- dierungsvorschläge mache, weil das für den ge­samten öffentlichen Kredit von den nachteiligsten Folgen sein würde.

Frankfurter Abendbörse geschästslos.

Frankfurt a. M., 27.Ott Die feste Reu- horker Anfangshaltung beeinflußte die heutige Abendbörse, so daß die Berliner Schlußkurse meist überschritten wurden. Das Geschäft zeigte allerdings nur allerkleinste Ausmaße. Rheinstahl gewannen 0,5 v. H., Stahlverein-Aktien 0,13 v. H^ Conti-Linoleum Zürich 0,40 v. H. Im Verlaufe hörte jedes Geschäft auf, doch blieb die Dorfe in sich fest. Verspätet gelangten IG.-Farben gegen den Berliner Schlußkurs 0,25 v. H. niedriger zur Rotiz, dagegen lagen Demberg um 1,5 fester.

Am Rentenmarkt stagnierte das Geschäft voll­kommen, eine Ausnahme machten nur späte Reichsschuldbuchforderungen, die auf Mittags­basis gehandelt wurden. Altbesih 48.5, Schutzge­biete 5,35. Zolltürken 3,30, 4proz. Ungar. Gold­rente 6,40, 4proz. Rumänen 4,5, Dedibank 75. Reichsbank 125,90, Gelsenkirchen 38, Mannes­mann 50,25, Rheinstahl 65,5, Stahlverein 12,60, AEG. 31.90, Dekula 113, Chadeaktien 156, IG.» Chemie Basel volle 135, Deutsche Linoleum 43,25, Licht und Kraft 84, Felten 52, Goldschmidt 25,40, Holzmann 52,75, Lahmeyer 100,75, Siemens 113,5, Schöfferhof Brauerei 136,5, Hapag 15,60.

Berlin

Jrontfun a. 0J1.

kurs

26.10.

28.10.

Datum

65.25

65,5

65,75

95

93,5

46,5

46,75

47

46,5

76

76,25

54

52,25

0

76

76

o

79,9

79,95

80,35

72,75

72,9

72,75

73,5

11,4

11,2

43

43

155,5

154

154

156

12

26,25 !

26,4

Die hinter den *1

Datum

6,13

3,25

25,25

38,25

Schluß- lurd

Schluß! Mittag- börse

86,25 71

26

54,25

131

54,75

54

41,5

28

19 13,25

52,75

48

46

4,75

55

55

42

27,65

93,9

140

25,5

37,75

33,75

48,5

6,2

56

55

53,5

41.65

87,5 18,65

42.9 32 43

89,5

19 42,75 32,65

43

6,25

3,3

48,h 6,15

19,25

43,25

70,5 :

86 1

71,25 I

5,45

8,5

4,55

19.8

I. ®. Farben-Iuvustrte Schelde anstatt .... Goldschmidt.....

Rütgerswerke .... Metallgeselllchaft. . .

RlebcckMonian . . . Bereinigte Stahlwerke Ctaoi Minen .... Kaliwerke Aschersleben Kaliwerke Westereaeln Kaliwerke Salzdetfurth

11,25

1,05

6,45

6,2

6,4

6,4

6,3

6

3,25

48,5

6,2

48,3

6,2

5,1

8,4

4,45

19,8

56,4 55,13 53,75

42,5

3,5

3,5

5,2

8,25

4,5

19,9

52,5 48

47

4,8

94,9

139,5

25,4

39

33,75

25,13

37,5

3,5

3,5

5,2

8,4

4,5

19,75

6,4 6,35 6,35 6,65 3,15

26

52

131

11,25

1,05

6,4

6,2

7 IC

. 0 . 0

. 0

0 0 0 0

. 7 . 0 . V . I . 6

80

72,5

73 1

Philipp Holz mann . . Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt.

Wahß & sZrehtag

4% Oesterreich»chc Golvrente 4,20% Oeflerreichische Silberrentt 4% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4V,% Bcfifll. von 1913

b% abzcll. Koldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleth.

Serie i 4% dcsgl. Serie I>.....

6% Rumän. verrinh. Rente v. 1908 4^%Rumänwereinh.RrntevU913 4% Rumänische vereint,. Rente 2|i% Anatolier

GriNncr..........0

Mainkrastwerke Höchst a. M.. . 4

Süddeutscher Znrker.....s|

SW- Ä

6 >' utidie Rcichoamethe d.192. l% ehem. 7%Tt. RelchSanl.v.1929 Äuung-Anlelhe von 1930

Deutsche Änl.-Ablös.'Schuld mti AuSIoi..Rechten......

Dcsgl. ohne Ausloi.-Rechte . .

6% ebem 8% He». BolkSslaat 1929 trüitiahlb iO2%)......

Obcrheisen Provinz-Anleihe mit

Aueioj.-Rechten ...

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anlelb" Serie >

6% ehem. 8% ilrmdf. Hyp.-Banl Golow . 15 unkündbar bi» 1935

6% ehem 7% ."vranli Hyp.-Banl ÖJüiov 16 unkündbar bis 1936

6>;% ehem 4 «4% .vranks.Hyp^ tzant «lau Piau obriese

6V,% ehem. 4ft% Rheinische

Hnv -Bau' Liau »Goldp.c. .

6% ebem 8% Pr. Lanvespfand« bricianttai Pfandbriefe R. 19

«% ehem. 7% Pr. LandeSpfand- brieianftali Pfandbriefe R. io

27-10-

697T

84

70,75

Schutthets Panenhofer . . . Mu «Allgemeine Kunstseide» Bemberg........

Zellstoff Waldhof.....

Zellstoff Aschaffenburg . . . Dessauer Gas.......

Daimler Motoren.....

Deutsche Linoleum . . . . Orenstein & Koppel . . . . Leonhard Dietz......

Svens ka.........

Tbade..........

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dioidnde an. Retchsbankdiskont 4 o. Lombardzinsfuß 5 v. H.

Devisenmarkt SerUn Frankfurt a. M.

börf

27-10- TÖT?

84,13

70,25

5ranl|un a. Ul.

Äerlin

Schluß« turtf

Schlußk. Abend« bSrse

Schluß« Iur4

Echlußk. Mittag« bSrsr

26.10.

27.10.

26-10.

27.10.

_

0

21,75

22,65

22

22,5

0

14,75

14,5

14,9

15

6

97

98

98

6

100

101

100

101,75

V

161

161,25

161

Sranfiuti a.2,1.

Serltn

Schluß« fur<

Schluß!. Abend« börse

Schluß« kurs

Schluß!. Mittag« böre

Datum |

26.10. |

27-10.

26.10-j

27.10.

Pamvurg-Amerna Pmc.

1

15,75

15,9

15,65

15,65

Hamburg-Südam. Dampfschis,

0

6an;a Dampf,chifi . .

-

27

Norddeutscher Lloyd ...

1

16,25

16,13

16,13

Sl.G. für Verkehrswesen Akt.

0

38

-

38

39,5

Berliner Handelsgesellschaft .

4

88,75

89

89,5

89

Commcrv und Prival-Bank .

0

53,5

53,5

53,5

53,5

Darmstädter und Nationalbanl Deutsche Bank und

0

Dlsconto-Gesellschaft. . .

0

75

75

75

75

Dresvner Banl......

0

61,75

61,75

61,75

61,75

ReichSbanl ......

1!

125

125,9

125,65

125 9

A.E.G . .....

. 0

31

31,9

31

31,65

Bergmann........

Aektr. LieferungSgesellschast.

. 0 6

65

64,5

64,25

64,5

Licht und Kraft ...

6

83,13

84

83,5

83

zelten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elcktrtfche

0

52

67,5

71,5

68.5

52

68,5

73

68,5

52

67,4

71,5

68

53,5

68,75

73

69,25

Unternehmungen ...

Rheinische Elektrizität . .

Schulkerl & Co.......

4

623 0

Siemens & Halske.....

9

112

113,5

112,13

114

IC

100

100,75

101

101

Öuoeru..........

. 4

37,75

38

37,5

38

Deutsche Erdöl......

. 6

69,75

71

69,9

36,65

71,25

Gelsenkirchener......

. 8

37

38

37,75

. 0

70,75

70.75

70,25

71,5

Hoesch Eisen........

Zlfe Bergbau.......

. 6

34,13

34,25

10

Ilse Bergbau Genüsse . . .

96

96

96

»töcknerwerte.......

. 6

31

31

31,5

31.25

Manner mann-Röhren . . .

. e

49,5

50.25

49,25

49,9

Mansfelder Bergbau ....

. 0

19

19,5

18,9

19.5

Oberschles. KokSwerke . . -

. 8

38,25

39,13

Phönix Bergbau.....

Rheinische Braunkohlen . . .

10

25,5

159

26

161

25,25

158,25

25,75

Rbeinstahl........

. 6

64

65,5

63,5

65

26. Oktober

27. Oktal er

Amtliche Rolierung

Amtlich« Selb

Dotierung Nrlr-

»rld

Srie

Heisings or» .

6.064

6,076

6.024

6,026

51,95

52,05

51,95

52,05

Prag . . .

Budapest . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

169,53

169,87

169,63

169,97

Oslo....

71,13

71,27

70,53

70,67

Kopenhagen.

72,68

72,82

71,88

72.02

Stockholm

72.68

72,82

71,93

72.07

London. . .

13.98

14.02

13,83

13,87

Buenos Aires

0.918

0,922

0,918

0,922

Neuporl . .

4.209

4,217

4,209

4,217

Brüssel. .

58,54

58,66

58,54

58.66

Italien. .

21,54

21,58

21,56

21,60

Paris . .

16,54

16,58

16,545

16.585

Schweiz .

81,22

81,38

81.26

81,42

Spante« .

34,55

34,61

34.53

34.59

Danzig. .

82,12

82,28

82.12

82.28

Japan . . Rio de Ian.

0,949

0,951

0,939

0.941

0,294

0,296

0.294

0.296

Iugoflawte»

Lissabon .

5,594 12.76

5,606

12,78

5,594

12,74

5,606

12,76

Bantnoten.

Serltn, 27-Oktober

Selb

Srtef

Amerikanische Roten.......

4,20

T22

Belgische Roten.........

58,33

58,62

Dänische Roten.........

71,51

71,79

Englisch« Roten.........

13,79

13,85

Iranzöstsche Roten........

16,50

16,56

Holländische Roten........

169,26

169,94

Italien''che Roten.......

21,50

21,58

Norwegische Roten . . . - - - - - Deutsch« Oesterreich. 1 100 Schilling

70,36

70,64

Rumänische Roten........

2,47

2,49

Schwedische Roten........

71,76

72,04

Schweizer Noten.........

81,08

81,40

Spanisch« Roten.........

34,39

34,53

Ungarische Rote»........

-