Mittwoch, 28. September 1952
182. Jahrgang
Vr. 228 Erster Blatt
Oer pariser Mephisto
Ministerpräsident Herriot (Mitte) beim Festmahl in Grammat nach seiner Derleumdunasrede gegen Deutschland. — Links: der Bürgermeister von Grammat. — Rechts. Senator Malvy.
erus
Darum wäre es auch falsch, die Sonntagsrede
Zum Befehlsempfang bei Hernot.
Redaktion.
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nachweisen, wie berechtigt unsere Abrüstungsforderung und das Erlangen nach deutscher Sicherheit ist. wenn nicht eine geschickte Auslandspropaganda hinzukommt, die sich nicht aus Abwehr beschränkt, sondern zum Gegenstoß übergeht. Das ist eine der grundlegenden Erkenntnisse, die. uns die Rüstungspolitik der anderen erneut aufzwingt.
Oer erste Teil des Landwirischastsprogramms unterzeichnet. Oie Kontingentierung tritt nach Abschluß der Verhandlungen mit dem Ausland in Krast.
gering. Bezeichnend für die lustlose Stimmung, die allgemein herrscht, ist die nahezu vollständige Unterdrückung der politischen Aussprache, die in früheren Jahren der Der- sammlung ihr Gepräge gegeben hatte. Die einzige Frage, über die man spricht, ist die Lage der Abrüstungskonferenz, und es herrscht ein
Annahme von Anzetae» für die Tagesnummer di» zum Nachmittag vorher.
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Chefredakteur.
Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Ma; Filler, sämtlich in Gießen.
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Der Absahrüct« Verhältnis wie im le geschästslos. ept. An der Abend- Hin große Schic Stimmung et- 'on den Auslands- le vorlagen. Aach- hr auf kleine Milderungen ju der- auch abends eher md. Gegen den Der- rzahl der Kurse gut ittien waren Dem- rholt, I.-G.-Farben Berlauf war farblos bei anhaltender Gerungen. I.-G.-Far- > bis 100,50 Pwzent mit 100,39 Prozent. Aku noch um Bruch- llicher.
ig gleichfalls sehr en. Schuhgebietsan- n etwas unter den m 3ntniftric'0bli> D.-fiagen um frei' i.80, QllW toy KvnM.-Glllln Illannesmann 55,(5, 5-61, Demberg 61, | tzchuckert 7625,
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Berlin, 27. Sept. (TU.) Der Reichspräsident hat am Dienstagabend die in der Rede des Reichscrnährungsministers Freiherrn von Braun am Montag in München angekündigte Notverordnungen über die Zinsfenkung für landwirtschaftliche Hypothekenzinsen und über das Vergleichsverfahren für die Landwirtschaft und den verstärkten Vollslreckungsschuh unterzeichnet. Damit ist der erste Teil des Agrarprogramms der Regierung in die Tal umgeseht. Die 6ontingen - t i e r u n g wird aus dem Wege einer Verordnung erfolgen, die voraussichtlich er st in zehn bis 14 Tagen erlassen werden wird, nachdem die Verhandlungen des Ministerialrats Waller mit den ausländischen Regierungen abgeschlossen sind. Die beiden Notverordnungen über die Zins- senkung und den vollslreckungsschuh iberden am Mittwoch veröffentlicht werden.
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3n Ergänzung der Ausführungen des Reichs- ernährungsministers über die Zinssenkungsaktion für die Landwirtschaft wird amtlich darauf hin- gewiesen daß die Maßnahmen der Reichsregie- rung der Notlage der Landwirtschaft in der Hauptsache auf drei verschiedenen Wegen abzuhelfen versuchen. Erstens durch eine Erleichterung der Zinslast der Landwirtschaft, zweitens durch die Förderung von Vergleich e n zwischen landwirtschaftlichen Schuldnern und
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garantien sich bewegen. Wenn man hört, das; auch Venesch und Politis daran beteiligt sein sollen, so liegt die Vermutung nahe, daß die Wiederbelebung des Genfer P r o t o k o l l s von 1924 bei den Erwägungen eine Rolle spielen dürfte.
Herriot will reden.
Bleibt der Neichsautzcnininistcr in Genf?
(9 e n f, 28. Sept. (WTB. Funkspruch.) Herriot hat heute vormittag dem Präsidenten der 'Bölter- bundsversammlung mitgeteilt, daß crindcrBun- desoersammlung am Donnerstag eine Rede halten werde. Diese Entscheidung hat des- halb allgemein überrascht, weil gestern noch von französischer Seite betont wurde, daß Herriot nicht die Absicht habe, in der Versammlung zu sprc- chen. Der Entschluß Herriots, d o ch zu sprechen, ist in einer Sitzung der französischen Delegation heute vormittag gefaßt worden. Es wird ober betont, daß Herriot sich darauf beschränken werde, ganz allgemein über dieTätigkeit des V ö l - kerbundes zu reden. Man sagt, daß Herriot den deutschen Außenmini st er von seiner Absicht verständigt habe. Unter diesen Umstanden wird jetzt die Frage erörtert, ob der Reichs- außenminister seine Abreise, die für heute abend festgesetzt war, noch verschieben wird. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen.
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Die Abrüstungsgespräche stocken.
Englische Vermittlungsversuche zwischen Herriot und Reurath bislang ohne Erfolg
Herriots leicht zu nehmen. Hinter ihm, seinem englischen Sekundanten und hinter den politischen Trabanten Frankreichs steht geschlossen zum mindesten die Kriegsindustrie dieser Länder: eine Macht also, der es noch fast stets gelungen ist. sich die Presse und die öffentliche Meinung mit wenigen Ausnahmen dienstbar zu machen. Diese Tatsache ist auch ür die brüske Ablehnung unserer Abrüstungsnote durch England sicherlich entscheidend gewesen. Herriot versucht, die Rolle eines Erzengels zu spielen der sich mit flammendem Schwert vor das Paradies des Weltfriedens stellt, in das die Deutschen, seiner Behauptung nach, verwüstend einbrechen wollen. Man darf der hohen Intelligenz Hernals ohne weiteres zutrauen, daß sie stch bewußt ist, den «inn der deutschen Abrüstungspolitik verdreht, entstellt und ins Gegenteil verkehrt zu haben. War es doch auch ein Franzose, der asten erklärte, daß die Völker Staatsmänner haben, die sich zu solcher Propaganda für berechtigt halten, solange sie Kanonen und Maschinengewehre hoben, mit welchen sie ihre Macht verteidigen und sichern wollen. Es genügt deshalb nicht, wenn wir uns darauf beschran- ken. uns in Deutschland gegenseitig Immer wieder xenz.
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Genf 27. Oe*: (WTB.) Herriot empfing beute abend die Vertreter der Kleinen En- tente Polens und Belgiens zu einer gemeinsamen Aussprache. Sie erstreckte stch auf die Arbeit der Völkerbundsversammlung, die Lage auf der Abrüstungskonferenz und insbesondere die deutsche Gleichberechtigungs- forderung- Die seit Herriots Rede viel er- örterten Pläne über neue Friedenssiche- rungsmahnahmen, von denen man sich offenbar eine Reubclebung der Abrustungskonfe- renz verspricht, über die aber nichts bekannt ist. sollen gleichfalls erörtert worden sein. Herrwt batte außerdem noch eine besondere Desprechung mit dem tschechoslowakischen Außenminister Vene s ch, dem Berichterstatter der Abrüstungskonfc-
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allgemeines Rätselraten darüber, ob und wie die Konferenz wieder ingang gebracht werden kann. Die konsequente Haltung, die der deutsche Delegierte Freiherr v. Neurath seit dem Beginn seiner Anwesenheit in Genf eingenommen hat, macht überall starken Eindruck. Die Engländer setzen ihre Bemühungen um die Rückkehr Deutschlands zur Abrüstungskonferenz fort, lieber die gestrige Unterredung zwischen Sir John Simon und Herriot wird bekannt, daß der englische Außenminister Herriot von der Notwendigkeit zu überzeugen versuchte, sich mit Neurat hin Verbindung zu setzen. Das Journal de Ge- ntzve will wissen, daß dies dem britischen Außenminister nicht völlig gelungen sei. Herriot versagte sich nicht einer Zusammenkunft mit dem deutschen Außenminister, aber er wolle nicht d i e Initiative dazu ergreifen.
Inzwischen zerbricht man stch tn Genf über Vie angeblichen skandinavischen Pläne, auf die Herriot in seiner Rede vom Sonntag angespielt hat. den Kops. Man will wissen, daß der dänische Außenminister Munch, der allerdings noch nicht hier eingetroffen ist, ein Projekt ausgearbeitet habe und dieses Projekt auch bereits einer Gruppe von acht kleineren Staaten, unter denen die Skandinavier die Führung haben, vorgelegt hätten. Riemand weih, worum es sich bei diesem Plan und Gedanken genau handelt. Man kann nur vermuten, daß es sich um Gedankengänge handelt, die in der Richtung der Schaf- fung großer allgemeiner Sicherhei ts-
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ihren Gläubigern und drittens durch eine Aus - gestaltung des bestehenden Voll- streckungsschuhes.
Der Weg einer individuellen Herabsetzung der Zinslast durch spezielle Vereinbarungen zwischen Gläubigern und Schuldnern hätte, wie die Erfahrungen bei der Durchführung der Osthilfe gezeigt haben, zu einem langandauernden Schwebezustand geführt, der auch für die Gläubigerkreise noch schwerer erträglich gewesen wäre als eine alsbald wirksam werdende feste Regelung.
Ausgenommen von den Zinserleichterungen sind — entsprechend der Brüningschen Rotverordnung — diejenigen landwirtschaftlichen Hypotheken, die a l s D e ck u n g f ü r d i e i m A u s- lande begebenen Schuldver s ch re i - bu rtgcn dienen, sowie die Aufwertungshypotheken, die nicht Tilgungshypotheken ftnb.
Die Reichsregierung wird namentlich den Grundkrcditan st alten, bei denen die Deckung durch landwirtschaftliche Hypotheken über 10 v.H. hinausgeht, die Beträge vorlegen, für die das Reich dabei selbst durch den Anspruch auf die später eingehenden Zinsbezüge gesichert ist. Die nötigen Beträge werden in den Haushaltsvoranschlägen von 1935 bis 1937 eingestellt werden. Da die landwirtschaftlichen Hypotheken insgesamt 3,2 Milliarden betragen, bedeutet der Zinsverlust von 2 v. H. pro Iahr 64 Millionen.
Bei der Zinserleichterung besteht das Bestreben, in die Rechte der Gläubiger sicht
Material steht einer solchen deutschen Propaganda reichlich zur Verfügung, das unwiderlegbar die steigende Rüstung unserer Gegner gegenüber der absoluten militärischen Ohnmacht Deutschlands beweist. Ist es draußen in der Welt nicht genügend bekannt, so ist das mit ein Teil unserer Schuld. Die diplv^ malische und vor allem die propagandlstlsche Technik der deutschen Außenpolitik muß verbessert werden. Was Propaganda vermag, sollten uns doch die Jahre 1914 bi-.-1918 zur Genüge gelehrt haben. Dabei ist es ein- Märchen, daß der Deutsche nichts von Propaganda verstünde. Er wendet sie nur falsch an wenn er sie in den Wahlkämpfen zur N.eder- rin'gung seines innerpolitischen Gegners gebraucht.
W Eichener Anzeiger von einzelnen Nummern !==£ General-Anzeiger für Oberhessen richten: Anzeiger «le&en. v
sJÄmXhsss. Drntf un6 Betlag: vrShl'Iche Uni--r7i«^v«ch, trnO Stetaöruderet H. Lange tu «letzen. SchtMIeitung an» Geschäftsstelle: Schulstratz« 7.
Deutschland ist das Land mit dem ausgedehntesten Eisenbahnnetz der ganzen Welt. Deutschland wird ton unzähligen Flugpostlinien überzogen, einige von ihnen ermöglichen es belgischen, französischen und
Tb»« V?u«Ä" ft I Gens,-7. Sept. (IU.) h°, den hen-
nirgends so frei und ungehindert wie in Deutsch- tigen vormittag In feinem Hotel verbracht und Land. Jede mililärische Uebung größeren Stils empfing lediglich den Besuch Henderson», mürbe nach wenigen Stunden schon bekannt sein. beftefjt der Eindruck, daß Henderson energisch In keinem Lande ist der Landesverrat seither so auf eine möglichst sofortige praktische 3n- gering bestraft worden wie bei uns. «chon auf Den n n n - x 11 n n «. m p der (Bteidibereditl- L^^^^tnLfNÄ^n^L -u°-°sr°ge drängt.
strafe. Während die französischen Manöver unter festgesahrenen tage der Abrustungsoerhandlungen Ausschluß der Oessentlichkeit stattfanden, vollzogen zu finden. Die Bemühungen Hendersons sind,edoch sich die Reichswehrmanöver mit ihren verwendeten bisher ohne Erfolg geblieben.
Papptanks geradezu auf dem Präsentierteller Eu- (Eine Zusammenkunft zwischen Neu- ropas. Das sind nur ein paar Kleinigkeiten. catb und Henderson fand in den frühen
Und da wagt es der französische Mimsterprasi- Mbcnbitunt)€n statt. Bon deutscher Seite wird dar- jent herriot, Deutschland der gehe r men lediglich mitgeteilt, daß s i ch k e i n e A e n d e- »,r frraU4öi!Ae/tRcg?e™nrm^le^er Würde U rungöerCage -rgeben habe. h-nd-r,°n hat den Staatsmann für vereinbar, Deutschland oorzuwer- deutschen Außenminister über seine bisherigen Be- fen, cs erzöge (eine Jugend zum planmäßigen fprechungen — insbesondere mit dem französischen löten. Die Situation ist geradezu grotesk: Frank- Ministerpräsidenten — unterrichtet. Jrgend- reich, der größte Militärstaat der Weit, das Land TOC^ $ dritte in der Richtung einer Zusam- »rr größten Wassensabriken der Erde, gesichert durch menkunft zwischen Reurath und her- n Milliarden Goldsranken und eine gigantische tjo( <inb biBber noch auf keiner Seite eingeleitet Festungslinie, oerfngb^ fomohl für ben 2Inqriff morden. Aus den Mitteilungen, die henderfon dem Ar>ed-n1f.L°"Ln°ML^ deustchen «ntzenmmlfler gemach, ha. geh. herna^
schwarzen Soldaten, Frankreich mit etwa sechs Mil- daß gegenwart g weder auf englischer no ch "l-ionen ausgebildeten Reservetruppen, mit 5000 auf französischer Seite em für Deutschland Flugzeugen, 2000 Panzerwagen, mit U-Booten, jn irgendeiner Richtung annehmbarer Plan vorliegt. Lchtachtschisfen und schwerer Artillerie, dieses Frank- (,eftet)t der Eindruck, daß die diplomatischen Be- reich entblööet sich nicht, Deutschland anzuklagen, fprechungen nunmehr endgültig ins Stocken es stelle eine Bedrohung des Friedens dar flCtalen sind.
weiß jeder, der etwas von Politik Ersteht, daß Unterredung zwischen Simon und Frankreich nut solchen Behauptungen ferne Neben- Lertio| am Montag hat, wie von französischer ^Die° Re!Z ist von einer so phantastischen Ver- Seite bestätigt wird einen tein »nfotmato- loqenheit, daß eine Verständigung kaum mehr mog- rischen Eharakter getragen. Simon hat tedig- lch scheint. Unbegreiflich nur, daß auch nur tn Vtd) über feine Unterredung mit Neurath berichtet. Frankreich ein Mensch darauf hereinfällt, wo doch soll ferner darauf hingewiefen haben, daß bei die Tatsachen an sich eine so deutliche Sprache reden. öcr bevorstehenden Umbildung des englischen fiabi- Herxiot wirst uns vor, daß wir unsereIugend - auch eine Reubesehung des 5o- nicht verwildern lassen wollen, daß die Negierung , Office möglich fei. 3n englischen ftrei-
LV^gLÄn^L 1-n wird e» |ür möglich g*lkn. boft «n.mebet
oue die Schlußfolgerung, daß wir „Kindern die Baldwin oder Lord Londonderry an Stelle Kunst des Tötens" beibringen wollen, worüber er Simons das Außenministerium übernehmen wird, tiefsten Abscheu bekundet. Daß aber Frankreich die „ Xa. äXamCa»
DewaffnungdesganzenDolkesbis zum £UmOHQlCll Ott V6F ©CtlfCF Aeußerften durchgeführt hat, vom Säugling bis zum Greis, daß Frankreichs militärische Ausbildung der X>Oir€rPOlf€•
Jugend geradezu varbildlichfüralleande- ,en geworden ist, davon schweigt er. Er erkennt in Genf, 27.«Sept. (TU.) Die Vollversammlung ier Theorie an, daß unser Wunsch nach nationaler des Völkerbundes trat zu ihrer Hauptaussprache Verteidigung berechtigt sei, in der Praxis aber will zusammen, die in den vergangenen Jahren 8 bis «r uns jede Waffe zur Verteidigung nehmen, weil 10 Tage zu Dauern pflegte und in Der Der Vertre- ■ic ja auch zum Angreifen zu benutzen ist. ter von meist 30 bis 40 Staaten — drunter samt-
Er spricht von Der angeblichen Abrüstung orank- fjche Großmächte — große programmatische Reden »eichs und von dem Wunsch Deutschlands nach Auf- hielten. In diesem Jahre jedoch ist Der Verwüstung. Dazu muß auch Der viel angefeinDete Ge- lauf Der Völkerbundsoersammlung in Den ersten neral von Schleicher herhalten, obwohl geraDe Der beiden Tagen in höchstem Maße uninter- immer wieder erklärt hat, mir würden jedes Was- es s a n t gewesen. Die Anteilnahme des Publikums lenverbot und jede Abrüstungsmaßnahme begrüßen, und Der Presse an Den Sitzungen war bis_ietzN e h r -soweit sie allgemein durchgeführt wird. Wir -oerlangen für uns nur dieselben Möglichkeiten Der Verteidigung, wie sie alle anderen Staaten haben | und wie sie für uns wegen unserer Lage mitten in Europa doppelt notwendig sind. Wir verlangen bas, und haben nach dem Versailler Vertrag auch ein'Recht darauf. _ .
Im „Faust" sagt Mephisto aus Dem Souffleurloch auftauchend: „Von hier äus hoff' ich allgemeine Gunst, Einbläsereien sind des Teufels Redekunst. Bon ihren Souffleurkästen aus hat die franzosiiche Propaganda in den letzten Monaten Die Weltmei- nung vergiftet. Darin war sie von jeher Meister und wurde nur im Kriege zeitweise von der bnh- Idjen Propagandaabteilung in Crewe Rouse unter Lord Nordhcliffe übertroffen. Beide, die englische Die die französische Propaganda, wußten, daß die Wahrheit auf der Strecke bleiben mußte, wenn das politische Ziel ihrer Propaganda erreicht werden sollte. So fiel bei Ausbruch des Krieges 1914 als erstes Opfer die Wahrheit, ehe noch eine Truppe marschiert und ein Flugzeug aufgestiegen war. Die erste Kriegslüge war die Lüge von der deutschen Kriegsschuld. Sie hat sich als die verhängnisvollste von allen erwiesen. Wir leiden noch darunter. Sie ist heute noch nicht aus Den amtlichen Akten unD Den Köpfen Der Menschen verschwunDen.
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