Ausgabe 
28.7.1932 Frühausgabe
 
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" SeMlani»-USA.8:8.

Vor 50 000 Zuschauern erkämpften unsere Ama­teurboxer ein Unentschieden. Nachdem am Dienstag­abend ein schweres Gewitter zur Verlegung des Box­kampfes zwang, konnte er am Mittwoch abend in Soldiers Fields" zu Chikago glatt durchgeführt werden. Dos deutsch-amerikanische Element, das un­ter den vielen Zuschauern sehr stark vertreten war, bereitete den deutschen Amateurboxern eine überaus K' Aufnahme. In den acht Kämpfen kam un- annschaft zu einem Unentschieden, das als ein beachtlicher Erfolg bezeichnet werden darf, um so mehr, als die Amerikaner den Kampf sehr ernst nahmen und nach sorgfältiger Auswahl ihrer Besten die Mannschaft seit Wochen in einem intensiven Training vorbereitet hatte.

Oer Verlauf der Kämpfe.

Die deutsche Mannschaft hatte einen hervor­ragenden Start. Gleich im 1. Kampf kam im Fliegengewicht Werner Spannagel (Bar­men) zu einem eindrucksvollen Punktsieg über Jonny Balser. Spannagel war nicht nur der technisch bessere, sondern auch der aggressivere Boxer. Er kämpfte in allen drei Runden klar überlegen.

Im Bantamgewicht konnte Ziglarsky (München) die Führung der Deutschen auf 4:0 er­höhen. Er schickte den Amerikaner Goodmann gleich in der ersten Runde zweimal zu Boden. Auch in den beiden nächsten Runden war der Amerikaner wiederholt am Rande des K. o. Aber mit unglaub­licher Zähigkeit rettete er sich jedesmal bis zum Gongschlag. Der Punktsieg des Deutschen war hoch.

Den schönsten Kampf des Tages lieferte im F e - dergewicht der Münchener Schlei n ko fer dem besten Mann der Amerikaner, Leo R o d a k. Nach zwei ausgeglichenen Runden beherrschte Schleinkofer den erschütterten Zankee und stellte sei­nen Punktsieg sicher, der ihm klar und einwandfrei zugesprochen wurde. Das Publikum brach in leb­

haften Beifall aus. Deutschland führte nunmehr mit 6:0. Dann aber wandte sich das Blatt.

Im Leichtgewicht gab es die erste deutsche Niederlage. Der Belgo-Amerikaner Harry Rothe gewann knapp aber sicher gegen Ka rtz- Ober­hausen nach Punkten. Der Amerikaner trieb d-en Deutschen durch sein schnelles Tempo dauernd in die Verteidigung.

Der zweite amerikanische Sieg wurde im Welter­gewicht errungen. Der Neger Ionna Phagan schlug den deutschen Meister Campe-Berlin schon in der 1. Runde mit einem rechten Kinnhaken glatt aus dem Ring. Campe mutzte sich bereits nach 92 Sekunden auszählen lassen.

Durch den überraschenden Sieg im Mittelge­wicht zogen dann die Amerikaner auf 6:6 gleich. Tony Sutton war gegen den Stuttgarter Bern­löher, der zu abwartend boxte, überlegen. Der Stuttgarter wurde dann aber zusehends besser, konnte aber den Vorsprung des Gegners nicht mehr aufholen und verlor knapp nach Punkten.

Im Halbschwergewicht gingen dann die USA.-Vertreter mit 8:6 in Führung. Wiater und der Duisburger Berger waren sich in einer harten Schlacht nahezug gleichwertig. Berger er­müdete jedoch zum Schluß stark und mutzte seinem Gegner den Punktsieg überlassen.

Die Entscheidung.

Unter ungeheurer Spannung es ging um die Entscheidung fand der Länderkampf mit dem Schwergewichtstreffen seinen Abschlutz. Durch >den K.-o.-Sieg des Münsteraners Kohl- haas kamen die Deutschen zum Ausgleich. Kohl- haas schlug seinen Gegner, den Amerikaner Smith bereits in der 1. Runde dreimal nieder und setzte ihn in der 2. Runde endgültig für die Zeit zu Boden. Der Beifall für Kohlhaas war un­gemein stark. Die deutsche Mannschaft wurde <znun Schluß auf das lebhafteste gefeiert.

Vor dem Beginn der Olympiade.

Los Angeles steht nun restlos im Zeichen der Olympiade. Die herrlich gelegene, sonnenüberstrahlte Stadt, die leider nur durch die häßlichen Bohrtürme etwas verunziert wird, macht von Tag zu Tag einen bunteren Eindruck. Fahnen von riesigen Dimen­sionen hängen aus allen Fenstern. Olympia-Embleme in den Schaufenstern, an den Mauern, diefünf Ringe" auf weißem Tuch, das quer über die Stra­ßen gespannt ist und das Sternenbanner sind die sichtbaren äußeren Zeichen, die man bei der Fülle schlecht übersehen kann. Die Olympischen Spiele sind das Tagesgespräch, das in den nächsten Tagen nicht mehr verstummen wird, denn dafür sorgt schon die lokale Presse, die ihre Leser stets mit neuemStoff" zu versorgen versteht. Es fehlen nicht mehr viel aus­ländische Teilnehmer. In Chapmans Hotel wohnen bereits 150 Frauen, während im Olympischen Dorf rund 2000 männliche Olympiakämpfer ihre Quartiere bezogen haben. Am Eröffnungstag, am Samstag, wird nun endgültig Vizepräsident Charles Curtis in Vertretung des verhinderten Präsidenten Hoo­ver die Eröffnung der Spiele vornehmen. Den Olympischen Eid wird der amerikanische Welt­rekordmann, der bekannte Morgan Taylor spre­chen, der Olympiasieger von 1924 in Paris und Dritter bei den Spielen 1928 in Amsterdam über die 400-Meter-Hürdenstrecke. Mit der Eröffnungs­feier ist auch eine Ehrung der bekannten amerikani­schen Ozeanfliegerin Frau Earhart verbunden, die mit dem Fliegerkreuz ausgezeichnet werden soll.

Siudenten-Kampfspiele in Freiburg.

800 Meldungen liegen vor.

Die Ersten Deutschen Studenten-Kampfspiele, die am Samstag und Sonntag im Freiburger Dniversitäts-Stadion zum 2lustrag kommen, ha­ben ein Meldeergebnis gefunden, das alle Er­wartungen bei weitem übertrifft. Bisher sind insgesamt 800 Nennungen abgegeben worden, da­von entfaUen auf die Studenten 688 und 112 auf die Studentinnen. Aber nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ ist das Ergebnis gut zu nennen, denn unter den Teilnehmern befindet sich eine große Zahl Leichtathleten und Schwimmer, die zur besten deutschen Klasse zählen. Einige waren sogar für die Olympia-Expedition aus­ersehen, vertraten die deutschen Farben bereits bei der Amsterdamer Olympiade. Auch das Aus­land wird bei den Kampfspielen vertreten sein, denn unter den Nennungen aus 48 Hochschulen sind solche aus Oesterreich, Estland und der Tschechoslowakei. Mehrere Meldungen sind aus Danzig eingelaufen. Zahlenmähig hat Berlin

mit 141 Teilnehmern aus fünf Hochschulen die Führung vor Freiburg.

Sehr stark sind die Staffeln besetzt, insgesamt starten hier 124 Studenten und 32 Studentinnen in 39 Staffeln, davon sivd für die 4X100-Meter am meisten älnterschriften abgegeben worden. 3m 100-Meter-Lauf, der mit 84 Meldungen am besten beseht ist, sind die Schöneberger Plug und Bent und der Stuttgarter S t u m p p Favo­riten. Lieber 400 Meter hat der vorjährige deutsche 1500-Meter-Meister Krause, Berlin, neben L e f e b r e, Mannheim, die besten Aus­sichten. Letzterer wird auch das 800-Meter- Laufen mit dem Berliner K a ß l e r unter sich ausmachen, während der 1500-Meter-Lauf dem Stettiner H e l l p a p p nicht zu nehmen sein wird. International beseht ist das 110-Meter-Hürden- laufen mit D i n k l e r, Heidelberg, D e s ch k a, Wien, und K i r s ch n e k, Prag. 3m Hochsprung ist mit einem Sieg des Berliners Beetz zu rech­nen, für die Entscheidung im Weitsprung kommen Voigt und Butz. Berlin, sowie die beiden Süddeutschen Abele und D i n k l e r in Betracht. Der deutsche Meister D e b u s, Köln, im Stein­stotzen wird seine Technik auch im Kugelstoßen durchsetzen können und gilt auch im Diskuswerfen als Favorit.

Deutsche Frauen in Brüssel.

Inoffizieller Fünf-Länderkampf.

An dem am 7. August in Brüssel vorn Belgischen Frauen-Sportoerband geplanten inoffiziellen Fünf- Länderkampf beteiligt sich auch eine deutsche Mann­schaft, die auf Vertreterinnen von Belgien, England, Frankreich und Holland trifft. Das Programm um­faßt 80-Meter-Lauf, 800-Meterlauf, 80-Meter-Hür- denlauf, Kugelstoßen, Diskuswerfen, Speerwerfen, Hochsprung und 4X100-Meter-Staffel. Die deutschen Interessen werden von Leichtathletinnen aus Süd- und Westdeutschland wahrgenommen. In den kurzen Strecken starten die beiden Frankfurterinnen H a u j und Lorenz sowie Frl. H o r ch l e r (Solingen). Die Staffel ist mit Busch (Köln), Horchler, Lorenz und H a u x gut besetzt, während für die Wurfkonkurrenzen Frl. H a u x , Frl. Busch und Frl. Graul (Dortmund) gemeldet worden sind.

47. Etappe derSour".

Der Weg der 17. Etappe der französischen Rad­rundfahrt führte diesmal über 165 Kilometer von Straßburg durch die Vogesen nach Metz. Auch auf dieser Strecke ereignete sich rein gar nichts, so daß man den Eindruck haben konnte, die Fahrer hätten sich mit dem Endsieg des führenden Leducq bereits abgefunden. Trotz der verschiedenen Schwierigkeiten,

die die Fahrer in den Vogesen zu überwinden hatten, und des wieder sehr schlechten Wetters kam das Feld vollkommen geschlossen in Metz an, wo wieder ein­mal der sehr schnelle Italiener di P a c c o nach einer Fahrzeit von 5:38,35 Stunden die Etappe gewann. Auf den nächsten Plätzen folgten Conde (Belgien), Antenen (Schweiz), L a p e b i e und Speicher (beide Frankreich). Sechster wurde der erste Tourist D i a r e n g o und Siebenter Nicolas Frantz. Alle anderen Fahrer wurden zusammen auf den achten Platz placiert. In der Länderwertung führt nun wie­der Italien mit vier Sekunden Vorsprung vor Frank­reich. Sonst haben sich keine Aenderungen ergeben.

Kurze Gporinoiizeu.

Schwimmen um das Turn- und Sportabzeichen. Am Samstag, 30.3uli, 15 Llhr, findet die Abnahme im Schwimmen für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen in der Müllerschen Badeanstalt statt.

Buntes Allerlei.

Oer 30. Meridian wird nachgemeffen.

Ein Plan, dessen Ausführung neue Kermtnisse von der Gestalt der Erde und eine genauere Fest­legung der Grenzen ergeben würde, soll nach einem Bericht aus Johannesburg in Südafrika durchgeführt werden. Man will die verschiedenen Lücken, die noch in der Ausmessung des 30. Me­ridians vorhanden sind, ausfüllen. Dieser Me­ridian, der sich von Süd-Afrika bis Norwegen erstreckt, ist der längste Land-Meridian, dessen Messung durchführbar ist. Die ersten Vermessun­gen des Meridians wurden 1880 bei der Aus­messung der Natal- und Kap-Kolonie vorgenom­men. Dann wurde eine internationale Zusammen­arbeit angeregt, um den ganzen Verlauf bis zum hohen Norden Europas zu verfolgen, und alle Negierungen von der Kap-Kolonie bis Rußland erklärten ihre Teilnahme. Es blieben aber noch große Lücken im Tanganjika-Gebiet und beson­ders im Sudan. Die noch fehlenden Vermessun­gen sollen jetzt dort vorgenommen werden, und die Arbeiten sind bereits ausgenommen von dem englischen Major Hotine in dem Tanganjika-Ge­biet, das Südafrika mit der Strecke an der Grenze von Llganda und dem belgischen Kongo-Gebiet verbindet, und von der ägyptischen Regierung in der Gegend von Wagi Halfa im Sudan. Man hofft, auf diese Weise endlich zu einer genauen Nachmessung des 30. Meridians zu gelangen, die von großer wissenschaftlicher und praktischer Be­deutung wäre.

Oie beste Schiffsform.

Seit den ältesten Tagen der Schiffahrt war die Form der Fahrzeuge ungefähr dieselbe geblieben. Erst die moderne Schiffsbaukunst hat der gün­stigsten Gestaltung des Schiffskörpers größere Be­deutung geschenkt. Dabei spielt eine wichtige Rolle der Modell-Versuch, der in den beiden deutschen Schiffsbau-Dersuchanstalten zu Berlin und Ham­burg durchgeführt wird. Nach einer Mitteilung von Dr. Horn imNaturforscher" ist die richtige Wahl von Länge, Breite und Tiefstand, sowie des

günstigsten Verhältnisses dieser Hauptobmessun­gen bei gleichzeitiger Gewichtsverminderung von Schiff und Maschinenanlage für die Leistungsstei­gerung entscheidend. Man kam dadurch zu einer Gestaltung des Schiffskörpers, die von der bisher üblichen beträchtlich abweicht. So ist z. B. bei den großen DampfernBremen" undEuropa" die sog.Bugwulstform" verwendet worden, durch die der Widerstand um 5 bis 7 Prozent verringert wird. Für Fracht- und kleinere Passagierschiffe bürgert sich die sog.Maierform" ein, die den Wi­derstand sogar bis zu 12 Prozent herabsetzt. Durch Ausbildung der Aufbauten, die den Gesetzen der Strömungstechnik entspricht, ist es gelungen, den Luftwiderstand gegenüber der früheren Anordnung auf etwa die Hälfte herabzudrücken Den größten Teil des Widerstands bei fahrenden Schiffen, der mindestens die Hälfte, ja bis zwei Drittel der Ma­schinenleistung verschlingt, macht die Reibung aus. Auch hier hat man große Fortschritte erzielt, in­dem man vor allem für die Glatterhaltung der Außenhaut sorgt. Wenn sich nämlich Pflanzen an dem Schiffskörper festsetzen, so wird die Reibung durch die erhöhte Aufrauhung der Fläche immer stärker. Hat das Schiff einen frischen Anstrich er­halten, so rechnet man mit einer Erhöhung des Reibungswiderstandes von 0,2 Prozent pro Tag durch die Zersetzung der Farbe in Seewasser, durch Bildung von Rostnarben usw. in nichttropischen Gewässern. Nach einigen Monaten ist dieser Wi­derstand bereits um 20 Prozent gestiegen. Daher lohnt sich die regelmäßige Erneuerung des Anstri­ches nach verhältnismäßig kurzer Zeit trotz der sehr hohen Kosten des Cindockens. Jedenfalls ist die Erforschung der besten Schiffsform und die Sorge für eine möglichst glatte Außenhaut von großer wirtschaftlicher Bedeutung für den Schiffs­verkehr. B.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

(Eine Bitte an die zuständige Forstbehörde.

In der jetzigen Jahreszeit sucht jeder, der nur irgendwie abkömmlich ist, in unseren schönen Wäl­dern Ruhe und Erholung. So auch im Gießener Stadtwald und in den angrenzenden herrlichen Wäl- dern. Leider wird aber die Stille im schönen Wald erheblich beeinträchtigt durch die vielen Radfahrer, die rücksichtslos kreuz und quer durch die Wälder fahren. Diese Wahrnehmung werden auch schon andere Spiziergänger gemacht haben. Man hätte ja nichts dagegen einzuwenden, wenn die Radfahrer die als Fahrwege gekennzeichneten Schneisen benutzen würden. Aber dem ist leider nicht so. Sogar Wege, die nur für Fußgänger bestimmt sind, werden rück­sichtslos, trotzdem Verbotschilder für Radfahrer angebracht sind, von den Radlern als Fahrweg in Anspruch genommen. Dann noch eine Bitte an die Hundebesitzer! Wenn ihr mit euren Tieren ins Freie wandert, dann nehmt sie doch ah die Seine und laßt sie nicht frei in Wald und Feld herumlaufen, wie man das so oft beobachten kann. Hoffentlich sieht die Forstpolizei hier einmal bald nach dem rechten.

E.S.

Wirtschaft.

* Don den Frankfurter Adlerwerken. In der gestrigen Generalversammlung der Adler­werke norm. Heinrich Kleyer AG. wurde mitgeteilt, daß der mengenmäßige Lieferausfall in Personen­wagen sich im ersten Halbjahr 1932 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres auf 42 Prozent und der in Lastwagen auf 57 Prozent gestellt habe. Wertmäßig sei der Rückgang noch größer, weil 85 Proz. des Absatzes auf Automobile bis zu 8-Steuer- PS entfielen. Das Ueberangebot an Automobilen mache jede auf kaufmännischen Grundsätzen be­ruhende Preisbildung zunichte. Die Beseitigung die­ses Zustandes sei mit der Uebersührung des Alt­wagengeschäfts in eine Zentralstelle und der Auf­rechterhaltung der Listenpreise unlösbar verknüpft. Dahingehende Bemühungen scheiterten aber bisher an dem Widerstand der Händler. Der Absatz an Schreibmaschinen und Fahrrädern konnte die vor­jährigen Zahlen nicht erreichen. Zur Zeit seien 2317 Arbeiter und 483 Angestellte beschäftigt. Der vor­liegende Auftragsbestand sichere den Werken Be­schäftigung für mehrere Wochen im bisherigen Rahmen.

* (Ein neues Karosserie-Modell bei Opel. Die Adam Opel AG., Rüsselsheim a. M., hat zu den bisherigen zwölf Karosserie-Modellen für den 1,8-Liter-Sechszylinderwagen ein neues gefügt, den Opel-Regent". In feiner Stromlinienform ist es darauf berechnet, Luftwiderstände möglichst zu ver­ringern und so die Betriebskosten herabzusetzen. Der Preis für den Sechszylinderwagen mit dieser Karos­serie stellt sich auf 3800 Mark.

Frankfurter Abendbörse schwächer.

Frankfurt a. M., 27. 3 ult Die Abendbörse war bei fast vollständiger Geschäftsstille weiterhin schwächer gestimmt, da sich die Spekulation sehr zurückhielt und eher zu weiteren Entlastungsver­käufen geneigt war. Die heutigen Auslandsbörsen boten keine Anregung, anderseits blieb auch das Dementi der Hoesch-Köln-Neuessen-Derwaltung bezüglich der Meldung von einer Reichsgarantie ohne Einfluß. Lebhafte Diskussionen wurden über den Briefwechsel zwischen Hugenberg und v. P a p e n geführt. Gegen den Berliner Schluß bröckelten die Kurse überwiegend bis zu 0,50 Proz. ab und blieben auch im Verlaufe eher angeboten. 3. G. Farben senkten sich bis auf 87 Proz. Von deutschen Anleihen verloren Altbesitz 0,38 Prozent, wogegen Neubesitz und Reichsschuldbuch­forderungen kaum verändert waren. Neubesitz­anleihe 5,30, Altbesitzanleihe 43,13, Gelsenkirchen 32,50, Stahlverein 12,50, AEG. 27,64, 3. G. Far­ben 87,25 bis 87,10, Metallgesellschaft 25, Sudd. Zucker 106, Hapag 11,13.

Schweinemarkt in Grünberg.

+ Grünberg, 27. 3uli. Der heutige Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von 446 Ferkeln. Es wurden folgende Preise erzielt: Ferkel bis sechs Wochen alt 10 bis 11 Mk., sechs bis acht Wochen alt 12 bis 15 Mk., acht bis dreizehn Wochen alt 16 bis 19 Mk. Tendenz: mittel, es verbleibt Lieberstand.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H, Lombardzinsfuß 6 o. H.

jranliun u. Dl.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß». Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

26.7.

27.7.

26.7.

27.7.

6% Deutlche Reichsanleche d.192<

62

61

61,25

62

7% Deutsche Reichsanleihe v.1929

65,25

65,5

65,5

65,75

5%% Doung-Anleihe von 1930 .

Deutsche Anl.-Ablös^Schuld mit

60

60,5

59,5

Auslos.-Rechten.......

43,75

43,13

43,75

43,5

Desgl. ohne Auslos.-Rechte . 8% Hess. Bollsstaat von 1929

5,45

5,3

5,45

5,3

(rückzahlb. 102%)......

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

52

54

54

Auslos.-Rechten.......

Deutsche Komm. Sammelabl.

41

41

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe

41,1

41,25

44,5

41,4

15 unkündbar bis 1935 . . . . 7% Franks. Lyp^-Bank Goldpse. unkündbar bis 1936 Serie 16 .

69,9

69,5

69

4/2% Franks. Hyp.-Bank Ligita

Pfandbriese.........

4/.% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.

79

78,25

Goldpse...........

8% Pr. Landespsandbriesanstalt,

81

80

Pfandbriefe R. 19......

7% Pr. Landespscmdbriefanstalt,

69,25

68,75

68,25

68,25

Pfandbriefe R. 10

68,5

68

4% Oesterretchyche (9olDiente . . 4,20% Oösterreichische Silberrenle 4% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4-/2% desgl. von 1913.....

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie l . . . .

<% desgl. Serie II.......

5% Rumän. vereint,. Rente V.1903 4ZiA>Rumän.Sereinh.Rente».1913 4% Rumänische vereinh. Rente ew% I. Anatolier

10

10,25

10,65

11

1,05

1,05

6,13

5,9

6,05

6,5

6,55

6,55

5,4

5,5

5,25

3,25

3,25

3,25

3,35

3,3

3,35

3,35

3,35

_

3,3

3,4

3,3

3.9

4,3

4

7,4

7,25

7,5

7,7

3,55

3,5

3,75

3,7

16.8

17,13

16,9

17

iVranffurt 0.271.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag« börse

Datum

26.7.

27.7.

26.7.

27.7.

Hamburg-Amertta Patei . .

1

11 .9

11,13

11,9

11,5

Hamburg-Südam. Dampfschis

. c

Hansa Dampfschiff . . .

. 0

17,75

Norddeutscher Lloyd ....

. 6

13

12,5

13,13

12,75

A.G. für Verkehrswesen Akt.

28.5

28

29

28

Berliner Handelsgesellschaft .

8

91

90

91

90

Commerz, und Privat-Bank.

7

16

16

53,5

53,5

Darmstädter und Nationalbank 8

18,25

18,5

18,5

18,5

Deutsche Bank und

Disconto-Gesellschast. . .

6

75

75

75

75

Dresdner Bank......

6

18,25

18,5

18,5

18,5

Reichsbank ...... .

12

126,13

124,65

A.E.G...........

. 7

27,75

27,65

28,4

27,4

Bergmann........

. S

20,9

Elekir. Lieferungsgesellschast.

10

60

61

59

Licht und Kraft......

in

72,5

70

72,13

68,5

Felten & Guilleaume....

6 y.

38

37

37,13

36,5

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen ....

9

59,25

58

59,5

58,4

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

65

64

64,5

64

Schlickert L Co.......

11

63,25

62,75

63,5

62,5

Siemens & Halske .....

14

123,5

124,25

122

Lahmeyer & Co...... .

12

79,5

80,25

79,5

Buderus .........

. 4

26,5

26,75

26,5

26,65

Deutsche Erdöl......

. ü

68,25

68

68,25

68,5

Gelsenkirchener......

. 8

33,5

32,25

34.65

32,4

Harpener.........

. 0

51

49

51

49,25

Hoesch Eisen........

. 6

24

22

Ilse Bergbau.......

10

130,5

128,5

Ilse Bergbau Genüsse . . .

92

92

Klücknerwerie.......

. 6

22

22,5

22,13

22

Mannesmann-Röhren . . .

. 6

38

37,5

38

36,75

Mansfelder Bergbau ....

. 0

11

Oberschlei. Kokswerke . . .

. «

30,5

29,65

Phönix Bergbau......

4'/-

15,5

15,25

15,5

14,5

Rheinische Braunkohlen. . .

10

174,5

174

176

174

Rhetnktahl........

. 6

48

47

47,65

47

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurS

Schlußk. Abend­börse

Schluß- kurS

Schlußk. Mittag­börse

Datum

26.7.

27.7

26.7.

27.7.

Riebeck Montan......

7,2

Bereinigte Stahlwerke . . .

. 4

13,75

12,5

13,5

12,9

Otavi Minen......16'/,

10

10

10,25

10,13

Kaliwerke Aschersleben . . .

10

93

92,25

93

92

Kaliwerke Westeregeln . . .

IC

101,75

101

101

100

Kaliwerke Salzdetfurth . . .

15

162

160

162

162

I. G. Farben-Industrie . . .

12

88,75

87,13

88,9

87,65

Verein, chem. Industrie Frank-

-

_

Scheideanstalt.......

10

134

Goldschmidt........

. 0

16,25

16,5

16,25

17

Rütgerswerke.......

. 6

32,75

32,5

32,65

32,65

Metallgesellschaft......

. 6

25

26,13

26,13

Philipp Holzmann.....

. 6

32,5

31

32,75

31

Zementwerk Heidelberg. . .

Cementwerk Karlstadt. ...

. 7 . 7

35,5

31

36

31

Wayß L Freytag ......

. 0

3,75

3,9

3,4

4,5

Schultheis Payenhofer . . .

_

58

55,75

Mu (Allgemeine Kunstseide)

0

34,5

34,25

34,9

34

Bemberg.........

0

31

30

31,25

29,9

Zellstoff Waldhos.....

12

27

28

26,75

27

Zellstoss Aschaffenburg . . .

6

19

20

19,75

Dessauer Gas..... .

. v

84,75

84,5

Daimler Motoren.....

. v

11,75

12

12

12,4

Deutsche Linoleum ....

. k>

30

30,25

30,4

30

Orenstetn & Koppel ....

. 0

21,75

20,75

Leonhard Tietz ......

. 8

45

45,25

47

45,5

Svensla.........

16

Chade..........

181

173

179,5

173

Frankfurter Maschinen . . .

Gritzner.........

. 0

. 0

17,5

17,5

19

Matnkroftwerke Höchst a.M..

. 6

46,25

46

Süddeutscher Zucker ....

10

106

106,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 211.

Banknoten.

26.3ull

27.3ull

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

| Briet

Geld

Briet

Helsingsor« .

6,374

6,386

6,374

6,386

Wien. . . .

51,95

52.05

51,95

52,05

Prag . . .

12.465

12,485

12,465

12,485

Budapest. .

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

169,68

170,02

169,68

170,02

Oslo. . . .

74,73

74.87

74.63

74,77

Kopenhagen.

80,45

80,61

80,17

80,33

Stockholm .

76,72.

76,88

76,52

76,68

London. . .

14,955

14.995

14,91

14,95

Buenos Aires

0,923

0,927

0,923

. 0,927

Neuyork . .

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüssel. . .

58,31

58,43

58,31

58,43

Italien. . .

21,46

21,50

21,45

21,49

Paris . . .

16,48

16,52

16,48

16,52

Schmelz . .

81,88

82,04

81,88

82,04

Spanien . .

33,62

33,68

33,62

33,68

Danzig. . .

81,97

82,13

81,97

82.13

Japan . . .

1,159

1,161

1,159

1.161

Rio de Ian..

0,325

0,327

0,325

0,327

Iugoflawieu.

6,693

6,707

6,693

6.707

Lissabon . .

13,64

13,66

13,64

13,66

Berlin, 27. Juli

Geld

Brief

Amerikanische Noten.......

4,20

4,22

Belgische Noten.........

58,15

58,39

Dänische Noten.........

79,99

80.31

Englische Noten.........

14,87

14.93

Französische Noten........

16,44

16,50

Holländische Noten........

169,31

169.99

Italienische Noten........

21,41

21,49

Norwegische Noten........

74,45

74.75

Deutsch-Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten........

2,49

2,51

Schwedische Noten........

76,35

76,65

Schweizer Noten.........

81,70

82,02

Spanische Noten. ........

33,48

33,62

Ungarische Noten........