dem Verbraucher vollauf zugute kommen, sondern auch der btersteuerfreie Ten des Drauereipreises wird dann um volle 1 0 v. H. gesenkt werden. Die Maßnahmen deS Reichstörnmissars für Preisüberwachung betreffend der freien Vier- Preise und der Druttoverdien st spanne der Schankwirte werden ourch diese Regelung nicht berührt.
Das Bildungsprogramm der NSDAP.
Lehrernachwuchs und Nat tonnifozialismuü.
Berlin, 26. Ian. (211.) Am Dienstag sprach der nationalsozialistische Reichstagsabgeordnete Dr. Löpelmann in Berlin über „Lehrernachwuchs und Rationalsozialismus". Der Redner skizzierte große Teile des im ganzen aus taktischen Gründen noch unveröffentlichtenSchul-
Programms und erklärte u.a., wenn die Rationalsozialisten nach der Preuße nwahl mit etwa 160 Abgeordneten aus die Entwicklung in Preußen bestimmenden Einfluß gewinnen würden, so würde das gesamte Bildungswesen vonGrund auf umgestaltet werden. Der Lehrernachwuchs werde der Hitlerjugend und SA. entnommen werden und auf der einheitlichen Grundlage des Universitätsstudiums zunächst auf einer Probezeit mit der grundlegenden Volks- s ch u l a r b e i t vertraut gemacht werden. Daran werde sich die Fachbildung schließen. Aber weniger Spezialwissen als vielmehr Führer- eigenschaften würden für den Ausstieg entscheidend sein. An den Universitäten werde die Wissenschaft nicht mehr nur um der Wissenschaft willen, sondern nur soweit gepflegt werden, als sie für Volk und Ration von Wert sei.
Äeulschlands Leitgedanke für Gens.
Die welthistorische Bedeutung der Abrüstungskonferenz.
Berlin, 26. Jan. (CNB) Reichswehrminister Dr. K r o e n e r veröffentlicht einen prograinmati- schen Auffaß über die Abrüstungskonferenz, in dem er die Weimarer Verfassung, Versailles und die kommende Genfer Konferenz einander gegenüber- stellt und als die deutsche These für Gens: Gleiche Freiheit, gleiches Recht und gleiche Sicherheit für al le Völker bezeichnet.
Der Minister führte dann weiter aus: Durch nichts konnte der Rcchtsgcdanke von Weimar schwerer getroffen werden, als daß man ihm die ursprünglichste Form der Machtanwendung, das Rotwchrrecht, zwar äußerlich zubilligte, ihm aber die Mittel dazu vorenthielt. Durch nichts wurde die Freiheit mehr beeinträchtigt, als durch die wchrpolitifchcn Fesseln von Versailles. Vom Kapp Putsch über den Herbst 1923 bis zum Leipziger Protest von 1930 führt eine Linie, deren Ausgangspunkt in der w e h r p o l i - tischen Entrechtung Deutschlands durch 93er» faillcs liegt. Diese Erkenntnis läßt jene Ereignisse nicht entschuldigen, wohl aber begreifen. Ein Mittel hätte cs gegeben, diesen Gang der Dinge aufzuhalten : Die Einlösung des Abrustungs- versprechens der Siegermächte. Denn eine all
gemeine Abrüstung im gleichen Umfange und nach den gleichen Methoden, wie sie Deutschland auferlegt wurden, hätte die wchrpolitische Diffamierung des deutschen Volkes aufgehoben
In Genf wird noch einmal der Kampf zwi- schendemMachtgedankenunddem Rechtsgedanken entbrennen. Aber die Bedingungen der Auseinandersetzung werden andere sein als vor 13 Jahren. Im Gegensatz zu damals wird in Genf entweder ein freiwilliger Vertrag Zustandekommen, oder es wird überhaupt kein Vertrag geschlossen werden. Für Illusionen ist nach dem letzten Jahrzehnt kein Raum mehr. Genf wird nicht nur über d a.s MaßderRüstungcn jedes Staates entscheiden, es entscheidet auch über Versailles, und in tieferem Sinne über Weimar. Es entscheidet über die Lebensfähigkeit des Völkerbundes und die Zukunft der abendländischen Kulturwelt, deren Widersacher im Osten durchaus gewillt ist, das Erbe einer überlebten Ordnung des nicnschlichen Daseins anzutreten. Darin liegt die nationalpolitische und die welthistorische Bedeutung der Abrüstungskonferenz des Völ° kerbundes.
Gin ungeheuerliches RechenkunWlk.
Finanzminister Flandin meldet 250 Milliarden Francs Wiederaufbaukosten an, dagegen will Frankreich nur 31 Milliarden Francs an deutschen Reparationen erhalten haben.
P a r i s , 27. Ian. (TU.) Finanzminister F l a n - d i n machte im Finanzausschuß der Kammer ausführliche Mitteilungen über die deutschen Reparationszahlungen, wie sie nach französischer Auffassung bis zum 30. Juni 1931 bewertet werden mühten. Flandin erklärte, Deutschland habe bis zu diesem Zeitpunkt rund 6,1 Milliarden Goldmark an Devisen, 11,5 Milliarden an Waren und 3,7 Milliarden an abgetretenen Gebietsteilen geleistet. Von den Devisen- und Warenzahlungen habe Frankreich 52 v. H. erhalten. Der Anteil Fra nkreichs betrage rund 2,4 Milliarden Goldmark an Devisen, 5,3 Milliarden an Waren und 0,4 Milliarden an abgetretenen Gebietsteilen. Insgesamt habe Frankreich also bis zum 30. Juni rund 8,15 Milliarden Gold mark erhalten. Von dieser Summe seien jedoch gewisse Summen (z. D. für die Besahungsarmee abzusek'<'n die sich für die Alliierten auf rund 6,4 Milliarden Gold, mark beliefen, wovon auf Frankreu^- ruuo 3 Milliarden entfielen. Der Nettobetrag, der aus Tributkonto gutgeschrieben werden könne, betrage demnach rund 14,2 Milliarden Goldmork für die Alliierten insgesamt und 5,1 Milliarden Doldmark für Frankreich allein (etwas mehr als 31 Milliarden Franken).
Frankreich habe jedoch 97 8 Milliarden Franken an Wiederaufbaukosten gezahlt und bleibe noch etwa5bis6Mil. liarden schuldig. In dieser Zahl seien d i e Zinsen und Zinseszinsen nicht mit- gerechnet. Auch sei ein Teil der Summen be. reits bezahlt worden, als der Francs noch mehr als 20 Centimes wert gewesen sei. In Wirklichkeit habe Frankreich 175 Milliarden Franken ohne Zinsen gezahlt und 250 Milliarden, wenn man die Zinsen hinzureckne. An Wiedergutmachungen für Personenschäden habe die Regierung außerdem 49 Milliarden Franken bezahlt, die sich mit den Zinsen auf 69 Milliarden erhöhten und sogar auf 124 Milliarden, wenn man den Wert d^s Franken zur Zeit der Auszahlungen berechne. Diese Zahlen seien den Aufstellungen des Reparationsausschusses, Parker Gilberts und der BIZ. entnommen. Deutschland behaupte nun, be
reits 56 Milliarden Goldmark. d. h. 330 Milliarden Franken gezahlt zu haben. Bei den Zahlungen in Devisen bestehe zwischen den französischen unö den deutschen Ziffern kein großer Unterschied. Deutschland beziffere aber die Rat uralleistungen außergewöhnlich hoch und sehe allein für die Abgabe der Handelsflotte 30 Milliarden Goldmark ein. Die deutschen Zahlungsaufstellungen seien vollkommen aus der Luft gegriffen. Daher erübrige sich ein internationaler Untersuchungsausschuß, wie ihn Löon Blum Vorschläge.
Die Ausführungen des Finanzministers Flandin über die deutschen Reparationsleistungen und die französischen Wiederaufbaukosten beruhen nach Auffassung Berliner amtlicher Kreise auf völlig unbegründeten Berechnungen. Wenn die deutschen Gesamtleistungen einschließlich der Barleistungen, Sachleistungen und Abtretungen auf etwa 21 MilliardenGold- mark berechnet werden, so decken sich diese Berechnungen mit denen der Reparationskommission. Sie sind aber niemals v o nD e u t s ch- land anerkannt worden. 3m übrigen ist auch völlig unbekannt, wie diese Summe zu verteilen ist. Ebenso unmöglich sind die Berechnungen über die französischen Wiederaufbaukosten, bei denen durch alle möglichen Kunst- fniffe, Einsetzung eines Aufwertungsfaktors und unklare Zins- und Zinseszinsberechnung mit einem Male 250 Milliarden Franks, das wären etwa 40 Milliarden Goldmark, errechnet werden. Dementgegen stehen die Berechnungen im französischen Haushalt, der die Wiederaufbaukosten auf 80 Milliarden Franks beziffert. Frankreich wird der Welt nicht glauben machen können, daß seine Schäden tatsächlich eine so ungeheure Summe betrogen könnten. Objektive französische Schätzungen beziffern sie lediglich mit 8 bis 12 Milliarden Goldmark, und nach den Berechnungen des englischen Rationalökonomen Keynes betragen sie etwa 10 Milliarden Goldmark.
Kritische Lage in Schanghai.
Bombenaitentat gegen das japanische Konsulat. — Gtarke Truppenlandungen. Oie internationale Niederlassung gefährdet.
Schanghai, 28. Ian. (Reuter.) Funkfpruch. Degen daS hiesige japanische Konsulat wurde heute früh eine Bombe geworfen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt und nur ganz geringer Materialschaden angerichtet. Aber die bei den Einwohnern herrschende Ä e r v o s i - t ä t ist durch den Vorfall noch gesteigert worden. Wie verlautet, hat der Gemeinderat der internationalen Riederlassung beschlossen, den Gefahrzustand zu klären.
Der japanische Kreuzer Vubari und 12 japanische Zerstörer trafen bei Tageseinbruch hier ein und landeten 500 Seesoldaten. Cs wird geglaubt, daß heute nachmittag weitere 500 Seesoldaten gelandet werden sollen, wodurch die japanischen Marinestreitkräfte in Schanghai eine Stärke von ungefähr 3000 Mann erhalten werden, verglichen mit 2070 britischen, 1200 amerikanischen Seesoldaten und 1000 französischen Kolonialsoldaten.
Der japanische Konsul hat gestern abend dem chinesischen Bürgermeister ein Ultimatum überreicht, das eine Beantwortung der japanischen Forderungen vom 18. Januar bis spätestens Donnerstag verlangt. Man
glaubt, daß die Japaner nur durch die bedingungslose Annahme ihrer Forderungen zufriedenzustellen sein werden. — Die Behörden der Schanghaier Chinesenstadt haben beschlossen, das japanische Ultimatum anzuneh- men. Sofort nach feinem E npfang haben sie dem Sicherheitsamt befohlen, die antijapantschen Gesellschaften der Stadt aufzuheben.
Die Gefahr für die Bevölkerung der internationalen Riederlassung, der französischen Konzession und der außerhalb liegenden Wohnviertel liegt in der Tatsache, daß eine Streitkraft von 12 000 bis 15 000 erregten und nicht allzu gut disziplinierten chinesischen Soldaten die internationale Riederlassung ein schließt, sich eifrig eingräbt und in vielen Straßen, die an die Riederlassung grenzen, Drahtverhaue errichtet. Man befürchtet daher, daß, wenn in der RLHe von Schanghai das Feuer eröffnet wird, die chinesischen Soldaten ihre Gewehre In hohem Schußwinkel nach der Riederlassung abfeuern werden und dadurch nicht nur Panik unter den chinesischen Einwohnern erzeugen, sondern wahrscheinlich auch viele der Einwohner verwunden werden, ehe
plant Litauen einen neuen Handstreich gegen Memel?
Fortdauernde Hetze gegen das memelländische Autonomiestatut als Vorbereitung zur Annexion.
Kowno, 27.Ian. (TU.) Die hier seit Wochen allseits geführte Hetze gegen die Autonomie des Me- melgebietes scheint jetzt ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Das Organ der Regierungspartei, „Lie- t u v o s Aidas" nimmt am Mittwoch in einem Leitartikel zu den jüngsten Ereignissen im Memelge- biet Stellung, der gewissermaßen als eine Ankündigung eines bevor st ehendes Eingriffs der Zentralregierung gegenüber den autonomen Behörden des Memelgebietes gewertet werden kann. Nachdem das Blatt die bereits zum Gegenstand eines deutsch-litauischen Notenaustausches gewordene Reise von drei Memel-
OST PREUSSEN
o Königsberg QJnsterburg
lauroggen
Chgidang o
Koitynjang
lä ndern nach Berlin ebenso tendenziös wie in der übrigen Presse dargestellt hat, verlangt das Regierungsorgan, daß durcy das Eingreifen der Zentralregierung den angeblich „prodeutschen Umtrieben" im Ti e m e I gebiet ein Ende gemacht werde. Die für die Beseitigung der Mißstände anzuwendenden Ausnahmemittel, so meint „Lietuvos Aidas" zum Schluß ließen sich auch im Rahmen des Memel st atuts finden (!).
Aus dem Memelland kommen wieder einmal außerordentlich beunruhigende Nachrichten, die andeuten, daß die Litauer die Gelegenheit für gekommen hielten, um durch einen neuen Staatsstreich Memel vollständig in Litauen aufgehen zu lassen. Wir erinnern nur daran, daß das Memelland von Deutschland ursprünglich an den Völkerbund abgetreten war, der daraus einen Exerzierplatz für französische Truppen machte. Im Januar 1923 haben bann die Litauer einen Handstreich organisiert, durch den sie sich
trotz des französischen Militärs mit Hilfe ihrer eigenen in Zivil gesteckten Soldaten in den B e f i h des Landes brachten und damit späterhin auch vor der Pariser Botschafterkonferen^ recht behielten. Allerdings nicht ganz: Memel behielt immerhin noch eine Au t o n o m i e für kulturelle Angelegenheiten und für die Verwaltung, Litauen konnte nicht ganz nach Belieben darin schalten und walten, sondern war an beftimmfc Richtlinien — und wenigstens theoretisch — an das Kontrollrecht des Völkerbundes gebunden. Die Kownoer Regierung hat seither alles nur Erdenkliche getan, um diese ihr unbequemen Fesseln abzuschütteln. Sie hat diktatorisch zu regieren versucht, hat die Bevölkerung, die auch yeute noch zu neun Zehnteln rein deutsch ist, nach Kräften vergewaltigt und durch ihren Gouverneur M e r k y s, der durch Ausnutzung feiner Stellung jetzt sogar die Kownoer Regierung beherrscht, die -Widerstandskraft der Deutschen mit allen Mitteln auszuhöhlen versucht.
Auf deutsche Beschwerden hat der Völkerbund eingegriffen und die Litauer eindringlich ermahnt. Sie haben sich bann späterhin auch mehr an bie Form des Memelstatuts gehalten, aber boch eine so weitherzige Interpretation in ihrem Sinne versucht, baß praktisch alles beim Alten geblieben ist: daß sie es zuletzt sogar wagen konnten dem Präsidenten des Landesdirektoriums Böttcher ein Hochverratsverfahren anzuhängen, nur weil er angeblich mit der deutschen Regierung verhandelt habe. Herr Böttcher hat nachgewiesen, daß feine Verhandlungen lediglich darin bestanden, in Berlin übereinstimmend mit der litauischen Regierungspolitik den Wunsch vorzutragen, daß Deutschland die Agrareinfuhr aus dem Memelgebiet nicht drosseln möge. Trotzdem wurde gegen ihn von der litauischen Minderheit ein Mißtrauensantrag eingebracht, der selbstverständlich abgelehnt wurde, aber es ist darüber zu einem Notenwechsel zwischen Kowno und Berlin gekommen, und das alles nur zu dem Zweck, die litauische Volksseele „ins kochen" zu bringen, um ihr zu zeigen, daß die Selbstverwaltung Memels eine Halbheit ist, die sich der Großstaat Litauen nicht gefallen lassen dürfe. Ganz sicher werden von den "litauischen Nationalisten Pläne erwogen, um, sobald die Ratstagung zu Ende ist, einen Auf- ft a n b in Szene zu setzen, der bazu führen soll, daß Litauen das Memelland vorbehaltlos annektiert. Nur gut, daß von diesen Plänen vorzeitig etwas in die Öffentlichkeit gedrungen ist. Der Rat wird sich damit beschäftigen müssen, und auch die deutsche Regierung wird alle Vorkehrungen zu treffen haben, um als Ratsmacht und auch als deutsches Mutterland gegen unliebsame Ueberraschungen geschützt zu sein.
auswärtige Truppen eingreifen können. Es ist nach der Lage der Dinge zu erwarten, daß die britische, amerikanische und französische Garnison gegen ihren Willen in etwaige Unruhen hineingezogen werden. Die Situation dürfte wahrscheinlich außerdem durch die Flucht großer Massen der chinesischen Bevölkerung von den außerhalb liegenden Bezirken nacp der Riederlassung noch schwieriger werden.
OerDölkerbundsrat ist hilflos.
Genf, 27. Jan. (98193.) Der chinesisch-japanische Konflikt ist seit gestern Gegenstand nahezu ununterbrochener geheimer Besprechungen. Es scheint beabsichtigt zu sein, daß in einer der nächsten öffentlichen Sitzungen des Dölkerbundsrates eine Erklärung abgegeben wirb, in der nochmals zum Ausdruck gebracht wird, daß Japan an der Politik der offenen Tür fest hält, daß es gemäß dem Washingtoner Neunmächte-Vertrag in keiner Weise die territoriale Souveränität Chinas verletze und ins- besondere keine Eroberungsabsichten hat. Mit der Formulierung einer solchen Erklärung beschäftigt sich zur Zeit ein Redaktionsausschuß. Die Erklärung soll nach ihrer Annahme durch die 12 Ratsmächte dem japanischen und chinesischen Vertreter vorgelegt werden. Die Erklärung hat jedoch keinen praktischen Wert, da die beiden Parteien darin keinerlei neue Verpflichtung übernehmen und vor dem Abschluß der Arbeit des Untersuchungsausschusses neue Maßnahmen des Rates nicht zu erwarten sind. Die Erklärung bezweckt lediglich, vor der Oeffentlich- k e i t den Eindruck eines angeblichen Vorgehens des Völkerbundsrates zu geben.
Kleine politische Nachrichten.
Auf einer Tagung der Staatspartei in Dortmund teilte der frühere preußische Finanzminister Höp- k e r-A s ch o f f mit, Reichssinanzminister Dietrich habe bindend zugesagt, daß weder neue Gehaltskürzungen, noch ein neues Besoldungsgesetz kommen würden. Wörtlich habe Dietrich erklärt: „Ich bin doch noch gesund und werde mir solche Dinge nicht auf den Hals laben."
Der 7 3. Geburtstag Kaiser Wilhelms II. wurde ohne besondere Feierlichkeiten begangen. Im Laufe des Vormittags gingen zahl- reiche Blumengaben sowie viele Glückwunschtele- gramme in Doorn ein, darunter auch solche der deutschnationalen Fraktionen und des deutschnationalen Parteiführers Hugenberg.
*
Der Herr Reichspräsident hat dem Preußischen Ministerpräsidenten Dr. Braun in einem persönlichen Schreiben seine Glückwünsche zur Vollendung des sechzigsten Lebensjahres ausgesprochen, ebenso Reichskanzler Dr. Brüning und Reichsminister des Innern Dr. Groener.
Der „Völkische Beobachter" erklärt, daß der Mo- nat Dezember 120000 Neuaufnahmen iru die NSDAP, gebracht habe In wenigen Wochen werde die Partei eine Millioneingeschrie- bener Mitglieder erreichen.
*
Durch einen Beschluß des Landgerichts II Berlin ist in einem Prozeß der RSDAP. gegen Hauptmann a. D. Stennes festgestellt worden, daß der Rame „RationalfozialiSmus"
Rechtsschutz genießt- Dem Beklagten Stennes wurde bei Vermeidung einer Geldstrafe verboten, sich zur Bezeichnung des von chm geleiteten Bundes des Ramens „Rationalsozialistische Kampfbewegung" oder eines ähnlichen, auf einen Zusammenhang mit der RSDAP. hindeutenden Ramens zu bedienen.
3m Verfassungsausschuß des Bayerischen Landtages wurde heute mit 14 gegen 13 Stimmen Der Bayerischen Volkspartei und der Rationalsozialisten ein deutschnationaler Antrag angenommert, nach dem an Stelle der bisherigen sieben Kreisregierungen im rechtsrheinischen Bayern nur zwei Kreisregie- rungen belassen werden sollen, je eine nördlich und südlich der Donau.
*
In der Voruntersuchung gegen die Gebrüder Lahusen hat die Strafkammer Bremen entsprechend dem Anträge der Staatsanwaltschaft beschlossen, den Haftbefehl gegen G. Karl Layuscn aufrechtzuerhalten. Das Gericht nimmt an, daß Fluchtverdacht auch bei Stellung der von dritter Seite angebotenen Sicherheit sowie Verdunkelungsgefahr fortbestehen.
In Altona wurde eine kommuni st ischs Funktionär Versammlung aufgelöst und die beteiligten Personen, unter ihnen ein Dolks- schullehrer, fe ft genommen. Die Verhafteten stehen im Verdacht, hochverräterische Maßnahmen vorbereitet zu haben. Es handelt sich um eine Zusammenkunft sogenannter kommunistischer „S ch u l u n g s l e h r er", deren Beratungsthema „Die Lehren der Ianuarkämpfe 1919" war.
*
Die britischeDelegation für die Abrüstungskonferenz besteht aus dem Premierminister, dem Außenminister, den Ministern für Dominions, Krieg und Luftfahrt und dem Ersten Lord der Admiralität. Unter den stellvertretenden Delegierten befindet sich auch eine Frau, die Abgeordnete Sorbett Ashby.
Die Zentrale des spanischen Jesuitenordens in San Ignacio de Loyola ist seit Sonntag geschlossen. Die Ordensmitglieder haben sich zur Abreise nach Belgien bereitgemacht.
♦
In Salvador hat die Militärjunta den kommun st s hen Aufstand unterdrückt Die Regierungstruppen haben alle Dörfer und Städte nach einem furchtbaren Blutbad unter den Aufständischen wieder erobert Kommunisten. die man in Kasernen au. spürte, wurden hin§erichtct.
Aus aller Welt.
Die Plädoyers im Lübecker Tuberkulofeprozetz.
Im Tuberkuloseprozeß hielt der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. I h b e fein Plädoyer für Prof. Dr. Deycke. Dr. Iyde erklärte, Prof. Deycke fei bei der Einführung des Calmette-Verfahrens fest überzeugt gewesen, daß BCG. un- schädlich und in seinen Eigenschaften erbbestän- big fixiert sei. Er hielt die Lehre vom virus fix aß wissenschaftlich fundiert. Diese Anschauungen leien bamals nicht nur der Standounkt Calmettes, sondern auch der der gesamten Wissenschaft gewesen. Zwar mache Prof. Deycke es sich zum Vorwurf. bamalsnichtdieForschungenPetroffs berücksichtigt zu haben. Allerdings habe die deutsche Wissenschaft Zweifel an der Wissenschaft.
»Mtiinfl I rhfl n 111 A I
,nnior° e r K/!! fett ba6 Mfumaner? Lin buTtul(4r I I(H1 b,e , tl
l5run0nLnJ)örno
w ff' SÄ
lanb unlctgiH I men ist.
Selbsthilfe der
Der Allgäuer Daul Sammlung ^IC Ae der Mau. ^fehlen, anfallen Lar Srhaltun! Ilzndvlrtschaf IirstdannzurA ■ laßen au vertuen. | W ausreichen, so I ttrperschaslen Da I frelfen zur Derlug I jierung wird eine
Landwirt sch as M die Gefahr eines ImAahrungsmittell
Schnellzug sä | Znder Nähe von. Sj rin verhängnisr utM und Schnell I 26Meiler un L den, Mille einen B । Indern die S ck r ulolltn war. 3n ■affige schnellzug he )rr Cofomotiüe erfaf inert. Bier 3n|afie ^n wurden [o schw ihnen im Sterbe wurde verhaftet R.
Degen vergehens
3n lotrad) fin Verordnung bn W bewie.lchchung die Hypothekenbank fef Tchnellrichter beiden Angeklagten Monaten Gefi strafe verurteilte. I
genommen haben, t ein Unters ien bestand d eine langfristige au Irofttrefen des erster triftig behandelten u mnahmen.
ÖueOerPiT
Biel
Dem Mnm
& ist immer t> fefc "der Msäi ,7Votle™ toi ■ Tagen der 3
Wchvetbens, uni * M allmä&Hg ör
«am der durch
Re weilende WZ.
|^an3S,lä9€r ■ als e fc verlang^ DM a'6t N


