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27/12/1932 Erstes Blatt
 
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Ehrennadel des WGV. auch für Zrih Kreiling.

Tem Iugendführer des Vereins für Bewe­gungsspiele, dem unermüdlichen Schiedsrichter und Förderer des Fußballsportes, wie der Spvrt- sache überhaupt, Herrn Fritz Kreiling, konnte am Heiligen Abend die Mitteilung gemacht wer­den, daß ihn der Westdeutsche Spielverband durch die Verleihung der Ehrennadel des Westdeutschen Ep elvcrb. ndes und ein dcmsntspr .chmdes Schrei­ben für leine mannigfachen Verdienste um Sport und Verband auszeichnete. Sie Auszeichnung konnte Herrn Kreiling am zweiten Weih­nachtsfeiertag im Böhmen der Weihnachtsfeier Les VfB. durch den Vorsitzenden des Vereins, Herrn Overbeck, überreicht werden.

Achtungserfolg der deutschen Studenten

hochfchul-Fußballänderkampf in Catania 3:3.

Mit einem kaum erhofften älnentschieden endete der am zweiten Feiertag auf Catania in Sizilien ausgetragene Fußball-Länderkampf der Stu­dentenmannschaft von Deutschland und Italien, llnfere Vertreter hatten sich zwar auf die Be­gegnung gut vorbereitet, aber Italien stellte eine so spielstarke Mannschaft in das Feld, so daß das 3:3 als sehr ehrenvoll anzusehen ist.

Droh des schlechten Wetters es regnete in Strömen hatte der Kampf einen sehr guten Besuch aufzuweisen, darunter befanden sich auch die Spitzen der Behörden. In beiden Spielhälften war die deutsche Mannschast zeitweilig stark über­legen. Besonders groß war aber der deutsche Druck vor der Pause. Schon in der fünften Minute brachte ein Vorstoß des linken Flügels durch den Freiburger Geßler den ersten Erfolg, nachdem der italienische Torhüter den Ball verfehlt hatte. In der 10. Minute gab es ein Mißverständnis zwi­schen dem linken italienischen Verteidiger mit sei­nem To mann, was Grebe (Offenbacher Kickers) geifteggegci.u>aLiig zu einem zweiten Tor aus- nutzte. Die schnellen italienischen Angriffe schei­terten an der mäßigen Zusammenarbeit der Stür­mer. In der 23. Minute verhängte der Schieds­

richter einen Strafstoß gegen Italiew Der Ball wanderte vom linken zum rechten deutschen Flü- gel und abermals schoß Grebe den dritten Tref­fer ein. Die Italiener lieferten dann ein besseres Spiel, konnten aber erst in der 43. Minute den ersten Gegentreffer erzielen.

Rach der Pause spielten die Italiener geschlosse­ner und wirkungsvoller. Die deutsche Mannschaft wurde mehr und mehr in die Verteidigung ge­drängt. Drei Ecken für Italien wurden zu­nächst noch abgewehrt, aber in der 30. und 33. Minute konnte Ottani mit zwei guten Schüs­sen den Vorsprung aufholen und das älnentschie- den Herstellen. Es war ein ritterlicher Kampf zweier guter Mannschaften, der von einem aus­gezeichneten Schiedsrichter ge eitet wurde. Vir dem Spiel wurde die deutsche Mannschaft mit freund­lichem Beifall empfangen und auch die Leistun­gen wurden mit größter Objektivität gewürdigt.

Tisch-Tennis der Sp.-Vg. 1900.

TL. Großen-Buseck 1900 II 0:11.

19005 zweite Mannschaft war am zweiten Feier­tag beim Tischtennis-Club Großen-Buseck zu Gast. Sie setzte ihren Siegeszug fort und entschied sämt­liche Spiele zu ihren Gunsten. Trotzdem die Gr.- Busecker ganz beachtliches Können an den Tag legten, standen die Spielvereinigungsleute in fast allen Spielen schon nach drei Sätzen als Sieger fest. Nachstehend die Ergebnisse (Gr.-Buseck jeweils zuerst genannt):

Einzel: Rau Reichel 10:21, 10:21, 20:22; Adler Gros 10:21, 8:21, 17:21; Steinmüller gegen Oelemann 11:21, 13:21, 11:21; W. Schwalb gegen Götz 18:21, 15:21, 12:21; 21. Schwalb gegen Menerhoff 14:21, 11:21, 11:21; Kümmel Gust. Koch 12:21, 8:21, 10:21; Lllbach Franz Koch 17:21, 16:21, 16:21.

Doppel: Rau-Rühl Reichel-Gros 16:21, 17:21, 18:21; 2l. Schwalb-Steinmüller Gros- Meyerhofs 20:22, 13:21, 14:21; W. Schwalb Küm­mel Oelemann-Götz 21:19, 13:21, 7:21, 12:21; Rau-W. Schwalb Gust. Koch-Franz Koch 19:21, 12:21, 10:21.

Welche Sportart ist für mich richtig ?

Von Dr. M. Teßnei-.

Bei vollkommen naturgemäßer Lebensweise, die dem Körper, ohne daß er sich besonders darum zu bemühen braucht, bedingungslos die notwendige Sauerstoffzufuhr gibt, bei der der Körper sich, weil es die Lebensweise so mit sich bringt, den größten Teil des Tages in frischer Luft bewegt, wären un­sere heutigen sportlichen und gymnastischen Bestre­bungen unnötig. Leider hat die Zivilisation uns aber eine Lebensweise aufgezwungen, die in ihrer Wir­kung für unseren Körper auf die Dauer schädlich ist.

Unsere Berufe sind vorwiegend völlig einseitig. Hier soll die Rede davon fein, wie ein Ausgleich cinfeiliger Berufstätigkeit am besten und am gefund- heitsfördernsten geschaffen werden kann:

Die Stenotypistin, die den ganzen Tag mehr oder weniger gerate, meistens weniger gerade, an ihrer Maschine sitzt, hat tagsüber, außer einer ge­wissen Bewegung in den Unterarmen und Hän­den, kaum Bewcaungstätigteit. Sie täte gut, als Ausgleich einen Short zu treiben, der ihren, die längste Zeit des Tages unbewegten Rumpf durch­arbeitet. Dor allem ist es wichtig, die Rückenmus­kulatur zu stärken. Die Blutzirkulation ist durch das ftändge, im Ermüdungsstadium sogar krampfhafte Heben der Unterarme oftmals gestört; namentlich in der Gegend ter Schulterblätter im Rücken, wo sich sehr leicht durch Derkrampfung der Muskulatur Blutstauungen bilden. Der gleiche Fall liegt bei allen am Schreibtisch sitzenden Berufsausübenden vor, und darum ist generell dem Menschen mit sitzendem Beruf zu raten, einen Ausgleichs-Sport zu treiben, wie z. B. für Frauen: Tennis oder Leichtathletik, Diskuswerfen, Speerwerfen, Laufen usw., für Männer auch Fußball und Boxen. Beiden Geschlechtern ist Rudern und Schwimmen bestimmt gut und beschwerdebehebend.

Beim Rudern sowohl als auch beim Schwim­men, und das zeichnet sie vor allen anderen Sportarten aus, wird die gesamte Körpermus­kulatur beansprucht.

Eine gesunde Art der Beanspruchung nennt man die Muskeltätigkcit, bei der sich Spannung und Ruhe in regelmäßiger Folge, ohne daß eines der beiten Stadien zu lang wäre, ablöfen.

Es gibt selbstverständlich auch Berufe, die den unteren Teil des Körpers in ähnlicher Weise über» beanspruchen, wie es die sitzenden Berufe mit dem Rumps tun. Alle Verkäuferinnen sind z. B. den ganzen Tag auf den Beinen. Sie strengen also die Muskeln der Gehwerkzeuge unaufhörlich an, ohne daß Rumpf, Schultern, Hals und Arme eine Be- qnspruchung auszuhalten hätten. Durch diese ein­seitige Betätigung wird allmählich die unbean­spruchte Muskulatur schlaff und die Haltung schlecht. Die Ausgleichsbewegung ist für diese Berufe selbst­redend genau so wichtig wie für die oben geschil­derten. Es gibt im Keulenschwingen, Medizinball- Spielen, in nicht zu überanstrengender Rumpf- gymnastik, sogar im Reck-Turnen, einen sehr ge­sunden Ausgleich für diese Einseitigkeit.

Zu bedenken bleibt bei alledem, daß nicht zehn Menschen mit zehn gleichen Berufen zehn gleiche Sportarten mit der gleichen Berechtigung wählen dürfen.

Es ist von äußerster Wichtigkeit, die Wahl der Sportart sowohl von der Konstitution wie vom Temperament abhängig zu machen.

Die Konstitution und das Temperament zeigen sich schon im Körper durch die Derschiedenartigkeit der krankhaften Veränderungen als Folgen einseitiger Berufe. Der eine Mensch z. B. wird durch ständiges Sitzen am Schreibtisch völlig verkrampfte Muskeln haben, das heißt, feine Muskulatur wird sich in ständiger unwillkürlicher Spannung, also Ver­krampfung befinden. Ein anderer, ein Melancho­liker, wird durch die körperlichen Beschwerden, die sein Beruf verursacht, seelisch so beeindruckt, daß er bewußt oder unbewußt sich rein körperlich nie­derdrücken läßt und dadurch eine stärker nieder­gedrückte Haltung bekommen wird, als die Folge seines einseitigen Berufes allein rechtfertigen wür- Fln sich alsohängen" und wird immer chlafter, so daß wir jetzt schon, das gleiche Ge­schlecht und den gleichen Berus vorausgesetzt, zwei gänzlich verschiedene Wirkungen der gleichen Ur­sache haben. Es versteht sich von selbst, daß die Mittel zur Abhilfe so verschieden sein müssen, wie die Wirkungen auf die verschiedenen Menschen.

Aus alledem ergibt sich, daß es unmöglich ist, schematisch einwandfrei richtig für bestimmte Berufe als Ausgleichsbewegung bestimmte Sportarten vor­schreiben kann. Jeder Mensch muß an der Art der Wirkung auf feine körperliche und nervliche Ver­fassung erfahrungsgemäß erleben, ob die erprobte Bewegungsart seinem Beruf und seiner Konsti­tution gemäß ist, seine Elastizität und Leistungs­fähigkeit erhöht. Das Erstrebenswerte des Aus­gleichssports ist:

Erhaltung der Frische

und Steigerung ter Leistungsfähigkeit.

Die Anwendung wünschenswerter Mittel bleibt individuell und kann nur von Fall zu Fall, am besten durch Erfahrung, erprobt werden.

Büchertisch.

Hessen, das'chattifche Stammland und die Reichsreform. Auf Grund amtlichen Materials von Dr. Edward P. Becker. N. G. Elwert, Marburg (Lahn), 1932, XII und 80 Seiten (Großquart) rftit 15 mehrfarbigen Karten. Preis 3,50 Mark. (495.) Die geschichtlichen, kulturel­len und wirtschaftlichen Verhältnisse Hessens lassen erkennen >daß es sich hier um eine Kulturlandschaft, um ein Wirtschaftsgebiet eigenen Gepräges hantelt. Es ist daher zu begrüßen, daß auf diese Landschaft, ihre Daseinsberechtigung und ihren Lebenswillen in ebner größeren zusammenfassenden Darstellung hin­ge wies en wird. Schon die natürliche Beschaffenheit des Raumes zeigt die Geschlossenheit der Land­schaft, die, rings von natürlichen Grenzen umgeben, ein selbständiges geschichtliches und kulturelles Da­sein führen konnte. Die kulturelle Eigenbeteutung wird an den verschiedensten Beispielen aufgezeigt. Wichtige, weit über die Grenzen des eigenen Be­zirks hinaus bedeutsame Kultureinrichtungen sind ohne Ausnahme aus eigener Kraft errichtet worden, nachdrücklichst wird auf die bevölkerungspolitische und volkswirtschaftliche Aufgabe dieses überwiegend ländlichen Bezirkes hingewiesen. Die namentlich in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwunges stets zuneh- mernte Industrialisierung Deutschland, der immer wachsende Zuzug in die Großstädte, macht die Er­haltung ländlicher Gebiete zu einer staatspolit schen Pflicht. Es wird nicht nur gezeigt, daß die chattisch- hessische Bevölkerung an Bodenständigkeit von den Bewohnern kaum einer anderen deutschen Landschaft

übertroffen wird, föntern auch nachgewiesen, daß das Hessenland in bevölkerungspolitischer Hinsichl . für Volk und Staat einen wichtigen ja lebensnot­wendigen Kraftspeicher darstellt. Der Staat, der an feine und des Volkes Zukunft denkt, wird einen I Bezirk wie den hessischen in seiner Eigenart zu er- | halten suchen. Der hessische Raum deckt sich im wesentlichen mit dem heutigen Regierungsbezirk \ Kassel. An mancher Stelle stimmen aber die Gren- zen nicht überein. Im letzten Teil der Arbeit wird I ein Reuabgr enzungsoorsch iag im einzelnen Large l egt und begründet. Der Schrift sind mehrere statistische I Uebersichten sowie 15 mehrfarbige Karten be ge- j geben, auf denen die für die Beweisführung be- I sonders wichtigen Tatsachen anschaulich dargestellt . lind. Das Buch bietet für die Neugliederung des | Reiches ein ausgezeichnetes Material.

Carl C. von Loefch:Da's Antlitz fl der Grenzlan de". 1. Teil: Der tHordosten. » Quartformat, 100 Seiten, 150 Abbildungen, lieber- | sicht starte. Verlag F. Bruckmann, München. Karton- I dand 5,50 Mark. (497.) Dr. Karl C. von Loesch, der beste Kenner der deutschen Grenzlante, bekannt aus seiner Tätigkeit im Deutschen Schutz­bunte, schasst in diesem Buche aus vielfältigem Wis- 1 fen und der Erfahrung langjähriger politischer j Grenzärbeit heraus ein nach Inhalt und Anlage | einzigartiges Werk. Jede feiner eindrucksvoll ill'u-! V ftrierten und mit vielseitigstem Wissen um die Pro-' dlerne der Grenzlande gefüllten Seiten hämmert ein, ' mit welcher Willkür die von den deutschen Kultur- I trägem in Jahrhunderten geschaffenen Kultur werke vernichtet, wie hier deutsches Kulturland zerschnit- 1 ten und zerstört worden ist. Wir sehen im vor­liegenden Teilband den Osten von Ratibor über Posen und Danzig über das Ku rische Haff bis Nirn- j merfatt in Aufnahmen von zwingender Eigenart, Natur- und Kulturlandschaft, die alte und neue Grenze, Mensch und Tier, Geschichte und Gegen­wart, Stätten der Arbeit, blühende Landschaft, ster- bende Städte. Jeder Aufnahme beigegeben ist eine i Beschreibung mit geschichtlichem, wirtschaftlichem ; und politischem Inhalt, die die Eigenart, Schönheit, I Geschichte und Volkstum der Grenzlande sindring- I lich vorführt. Die Zusammenhänge stellt ein laufen­der Text her. Wenn das Werk einmal oollstänbig vorliegt, wird dieses Grenzlandbuch ein wahrhaft deutsches Volksbuch sein, das im deutschen Haus I und in der deutschen Schule das Zusammengehörig­keitsgefühl mit dem, was wir verloren haben und was wir wiedergewinnen müssen, erweckt und erhält.

Wirtschaft.

* Einfuhrbewilligungen f ü r Papier­holz und Schweineschmalz. Durch eine Verordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft und des Rsichswirtschaftsministers wird ab 1. Januar 1933 die Einfuhr von Schweine­schmalz und Papierholz unter Einsuhrbewilllgung gestellt. Für Schweineschmalz gilt das Bewilligungs- oerfahren nur bis zum 15. Februar 1933, dem Tag des Außerkrafttretens der vertraglichen Bindung des Schweineschmalzzolles. Bei der Stellung der Anträge auf Erteilung der Einfuhrbewilligung ist folgendes zu beachten: Für Schmalz: Die antrag- stcllenten Firmen müssen ten Na weis erbringen, welche Mengen Schmalz sie in der Zeit vom 1. Ja­nuar bis 15. Februar 1932 eingeführt haben. Für Papierholz: Bei der Stellung des Anträge« ist nachzuweisen, daß der Antragsteller das einzufüh­rende Papierholz selbst »erarbeiten will, daß er be­reits im Jahre 1932 ausländisches Papier Holz ver­arbeitet hat und daß er zur Aufrechterhaltung seines Betriebes nachweislich auch in Zukunft auf bestimmte Mengen ausländischen Papierholzes an- gew esen ist.

* Verlängerung der Qluf toer t un g 6 » frist beiDersicherungsunternehmun- gen. Tei einigen Versicherungsunternehmungen hat es sich als technisch undurchführbar herausge­stellt, bis zum 31. Dezember 1932 sämtliche auf ge­werteten Versicherungsansprüche so zu bearbeiten, daß für ihre Befriedigung die im Teilungsplan vorgsehene Frist eingehalten werden kann, da einige Teilungspläne erst im Frühjahr 1932 rechtskräftig genehmigt worden sind. Die Reichs- regierung hat deshalb den Versicherungsaufsichts­behörden in einer Durchführungsverordnung zum Auswertungsgesetz die Befugnis eingeräumt, Der- sicherungsunternehmungen bei Vorliegen der be­zeichneten Voraussetzungen eine nicht über den 31. Dezember 1934 hinaus zu bemessende Frist zu­zugestehen, bis zu deren Wlauf Zahlungen abge­lehnt werden können.

* D i e I. G. -Farbenindustrie führt die 5 - Tage -Woche ein. Im Verwal­tungsbetrieb der I. G.-Farbenindustrie in Frank­furt a. M. wird ab 1. Januar eine Steuerung ein­geführt, und zwar wird von diesem Datum ab nur noch an fünf Tagen der Woche gearbeitet, während am Samstag die Büros geschlossen blei­

ben. An den anderen fünf Tagen sind die Büros von 8.30 älhr bis um 17 älhr ununterbrochen ge­öffnet. Eine Gehaltskürzung ist mit dieser Är- beitszeitkürzung nicht verbunden.

Sranffurfer Abendbörse Renten fest/ Aktien still.

Frankfurt a. M., 27. Dez. An der Abend- börse war das Geschäft in Aktien sehr gering. Kursmäßig blieben die Schlußnotierungen der Mittagsbörse etwa behauptet. Die festeren Aus­landmeldungen vermochten kaum eine Anregung zu bieten. I.-G.-Farben Tagen mit 961 8 Prozent nur knapp behauptet, Kckliaktien gaben bis zu 1,5 Prozent nach.

Das Interesse tonzentrierte sich auf die Ren­tenmärkte. Hier herrschte auf fast allen Ge­bieten feste Tendenz, und auch die ülmsahtätig- leit konnte als ziemlich lebhaft bezeichnet werden. Reichsschuldbuchforderungen, in späten Fälligkeiten wurden mit 76,25 bis 76,39 Prozent in größe­ren Beträgen gehandelt. Goldpfandbriefe ter Frankfurter Institute blieben stark gesucht, so daß sich die Kurstaxe für die Frankfurier H.)po- theken-Bank und die Frankfurter Pfandbriefbaak gegen den Kurs vom Samstag auf 86,25 bis 86,50 Prozent, d. h. um 3 Prozent erhöhte. Korn- munal-Obligationen dieser beiden Institute wa­ren auf dem Mittagsniveau von 74 Prozent da­gegen eher angeboten. Rhein. Hyp.-Bank-Gold- pfandbriefe waren erst etwas vernachlässigt, spä­ter kamen sie aber gleichfalls weiter fest zur Rotiz. Interesse erhielt sich auch für Stadt- AnleiHen. Deutsche Anleihen lagen still und un­verändert. ReubesitzanleHe 6,5, Altbefitzanleihe 59,65, Schutzgebietsanleihe 5,75, 6proz. Stadt Frankfurt von 1926 62, 6proz. Stadt Hanau 58, 6proz. Stadt Mainz von 1928 60, 6proz. Frank­furter Hhp.-Bank-Goldpfandbriefe Reihe 14 86,25 rationiert, 6proz. Frankfurter Pfandbrief- Bank-Goldpfandbriefe Reihe 315 86, 6proz. Rhein. Hyp.-Bank Mannheim Goldpfandbriefe Reihe 1825 85, Reichsbank 145,50, Geltenkirchen 53,25, Harpener 89,75, Rheinstahl 75,25, Stahl­verein 36,75 bis 36,65, Kali Aschersleben 112, Kali Westeregeln 116, Bekula 113,50, Bemberg 60, Conti-Gummi 121,50, Licht & Kraft 95, I.- . G.-Farben 96,13, Gesfürel 76,50, Holzmann 57,75 i

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

tfranirun 0. JJI.

Schluß« furt

Schlußl. Abend- börf'

Schluß- Mrs

Schluß!. Mittag- bössc

Votum

24.12

27.12.

24.12.

27.12.

6% Deutsche Reichsanleche v. 192 j 6% eljem.7% Dl. Reichsanl. v. 1929 5'/z% Dmmg-Anlelhe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.^SchuId mii

Auslos.-Rechten ............

75,75

92

77

59,4

6,5

72,5

57

54,75 83,75

83,5

85

86

81

81

9,5

1

6,7

5,75

6,4 4,15

4,1

4,1

5,4

8,75

4,45

21,75

76,65 92,25

77,9

59,65

6,5

72,5

57

55,4

85,5

86

81,5

81,5

1

2

6,4

4,15

4,15

4,2

5,5

8,75

4,6

21,75

76

92

77

59,4

6.5

73

54,5

-

81

9,5

1,2

6,7

6

6,4

4,1

4,1

5,13

8,3

4,5

21,8

76 92,25

77

59,6

6,5

72,5

55

81

.1,2

4,1

4,2

4,2

9

4,5

21,9

Tesgl. ohne Aiislos.-Rechte......

6% ebem. 8% Hess. Volksstaat 1929 trückzahlb. 102%) ............

Oberhesjen Provinz. Anleihe mit Auslol.^Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelab l.An leibe Genei mit Auslos.-Rechten

6% ehern. 8% Franks. Hhp.-Banl Äoldpfe. 15 unkiindbar bis 1935

6% ehem. 7% Franks Hnp.-Ban!

Koldvse. 16 unkündbar bis 1936 6*/a% ebem. 4'/2% Franks. Hyp.

Bank»Ligu.-Psandbriefe .....

6/2% ehem. 4,,z% Rheinisckie HyP..Bank.Liqu.-Goldpse.....

6% ehem. 8% Pr. Landespfand briefanklalt, Pfandbriefe R. 19

6% ehem. 7% Pr. Landespfand briesanstalt, Pfandbriefe R. 10

4% OeNerreichische Woldrente... 4'20% Lelterreichische Silberrente *% Ungarische Koldrente ..

<% Ungarische Staatsrente v. 1910 <Vi% deSgl. von 1913 .........

5% rögefi. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911

Bagdavbahn-Anleihe

4% desgl. Serie II.........

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4 !4%>Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereiuh. Rente ..

8%% Anatolier..............

.Ttannuri u. jji.

4)enm

Schluß­kurs

Sch!ußl. Abend­börse

Schluß­kurs

Echlußk. Mittag­börse

Datum

24.12.

27.12.

24.12.

27.12.

Harnburg-AmerUa.Pakei ..... 1

17,5

18,25

17,5

18

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa Dampfschiff...........0

_

26,5

27

Norddeutscher Lloyd .........0

18,25

18,9

18,25

18,75

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

44

44,25

43,9

44,9

Berliner Handelsgesellschaft.... 4

Commerz- und Privat°Bank... 0

89

53,5

89

53,5

89

53,5

89,5

53,5

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................0

75

75

61,75

75

61,75

75

61,75

Dresdner Bank..............0

61,75

Retchsbank ................. 1

143

145,5

142,75

144,25

A.E.G......................0

31,25

76,25

31,25

78,5

31,25

76,75

31,13

78,5

Gleite. Lieferungsgesellschaft... 5

Licht und Kraft ............. x

94,5

95

94,9

95,25

Felten & ffluiUeaume ........0

Gesellschaft für Elektrische Unter-

54

55,5

54,13

56

nchmungcn............... 4

76

76,5

75

76,25

Rheinische Elektrizität ........ 5

91

98,5

95

98

Schuckert L Co..............0

84

86.5

84,75

85,5

Siemens & Halske...........9

127

124

127

124

Lahmeyer L Co..............10

116

118,4

115,5

117,5

Buderus ........... 0

44

45

85,5

53,25

43,75

84,75

52

45

85.75

53,5

Deutsche Erdöl .............4

Gelsenkirchener.............. 0

85

52,5

Harpener.................0

88

89,75

88,75

53

89,75

53,9

Hoesch EisenKöln-Neuessen.. O

Alse Bergbau ........... 7

132

Alle Bergbau Genüsse........7

102,?5

103

101,5

102,5

Klvänerwerke ............ 0

45,25

48

45,75

48.5

Mannesmann-Röhren........0

62

62,5

61,75

62

Marisfelder Bergbau.........0

24,5

25,5

23,75

24,75

Lberschles. Kokswerke.........0

76.5

77,5

37,5

203,5

75

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen ......10

Rheinstahl...................

36

203

73,75

37

202

75,25

35,75

204,5

74

Frankfurt a. 2)1.

Berlin

Schluß« kurs

Schlußl. Abend- börs

Schluß« kurs

Gilblußk. Mrtag- bör e

Datum

24.12.

27.12.

24.12.

27.12.

Bereinigte Stahlwerke.....

... u

35,5

36,65

35,5

36,9

Otavi Minen ............

... 0

15,5

16

15,25

15,9

Kaliwerke Aschersleben.....

... 6

112

112

112

113,5

Kaliwerke Westeregeln.....

... 6

115

116

115,9

117,5

Kaliwerke Salzdetfurth ....

... 9

168

167

170

171

5 ®. FarLen-Industrie ....

n

96

96,13

96

96,25

Scheideanstalt............

...10

151

152,5

Goldschmidt .............

... 0

27

29,65

27,9

30,13

RütgerSwerke ............

... 0

43,5

44,25

43,9

44,4

Metällgesellschaft..........

... 0

32,75

33,5

34

34

Philipp Hohmann........

... 0

56,5

58,25

57

58

Zementwerk Heidelberg ..

Zementwerk Karlstadt.....

... 4

... 0

3

46,25

57

=

Wayß & Freytag .........

... 0

5

5,2

5

5,25

Schultheis Pahenhoser.....

... 0

100

Mu (Allgemeine Kunstseide)

... 0

49,5

49

49

48,25

Bemberg................

Zellstoff Waldhof.........

... 0

... 0

59

44

60

46

59,75

44

59,75

46,25

Zellstoff Aschaffenburg ....

... 0

28,25

28,5

27,75

28,4

Dessauer Gas............

... 7

-.

103,4

105,4

Daimler Motoren.........

... 0

18,5

19

18,75 1

19,5

Deutsche Linoleum .......

Orenstein L Koppel .......

... 0

... 0

41,75

43,5

40,75 1

37,5 1

43

39,75

Leonhard Tietz...........

... 6

38

39,5

40,5 1

39,5

Lhade...................

144

143

145 1

143

Grtyner.................

... 0

28

1 29

1 29,9

1 29,75

Mainkraftwcrkc Höchst c.W.

... 4

61,5

1 61,9

-

Süddeutscher Zucker ......

... 8

144,75

< 144,5

1 144,9

1 144,9

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a M

24. Dezember

27.Dezember

Amtliche Notierung

Seid | »rle

Amtlicde Notierum,

Geld | 2-rir

Heljinglors.

Wien......

Prag......

Budapest ...

Sofia.....

Holland ....

Oslo.......

Kopenhagen Stockholm... London.....

Buenos Aires Neuyork.... Brüssel.... Italien.....

Paris.....

Schweiz ...

Spanien....

Danzig....

Japan.....

Aio de Jan.

Jugostawien Lissabon...

6,134 51.95

12,465

3,057 169,13

72,18 72,63

76,42 13,02 0,858 4,209 58,27 21,55 16,42

80,99 34,37 81,72 0,899 0,269 5,574 12,76

6,146 52,05

12,485

3,063

169,47

72,32

72,77

76,58

14,06 0,862

4,217

58,39

21,59

16,46

81,15 34,43

81,88 0,901 0,271

5,586

12,78

Santnoten.

6,134 51,95

12,465

3,057 169,13

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21,55 16,42

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12,76

6,146

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3,063

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72,72

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16,4G n

81,15

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0,901

0,271

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12,78

Berlin, 27.Dezember

«Veld

Briet

Amerikanische Noten..............

Belgische 'Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten................

4,20

58,11

72,21

13,95

16,38

168,76

21,49

71,96

2,46

76,20

80,81

34,23

4,22

58,35 72,49

14,01

16,44

169,44 21,57 72,24

2,48 76,50 81,13 34,37