Reichshilfe für Mainz.
W«N. Mainz, 26. Okt. Der Reichsminister der Finanzen hat für die Stadt Mainz für den Monat Oktober in anbetracht ihrer Finanznot einen Reichs- zuschuß von 52 000 Mark bewilligt, um den die Oktoberrate aus dem Reichswohlfahrtshilfsfonds erhöht wird.
Oie „schwarze Kasse^ des ehemaligen Kreises Biedenkopf. WSR. Diedenkopf. 26. Okt. Dor derMar- ourger Drohen Strafkammer, die heute im Sitzungssaal des neuen Kreishouses eine Verhandlung abhielt, hatte sich der frühere Beamte der Kreiskommunalkasse, Löber, wegen erschwerter Amtsunterschlagung, schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug zu verantworten. Es handelte sich um die schweren Unterschlagungen, welche bekanntlich im vorigen Jahre im Biedenkopfer Landratsamt aufgedeckt wurden. Znsge- samt wird der Schaden, den die Kreiskommunal- kafse durch die Unterschlagungen erlitten hat, auf 30 0 00 M k. geschäht. Einer der Hauptbeteiligten, der Rendant Prenhel, machte bei Aufdeckung der Verfehlungen seinem Leben durch Erschießen ein Ende. Der 22jährige Supernumerar S t e ck e r, welcher auch in die Affäre verwickelt war, erhielt 7 Monate Gefängnis mit dreijähriger Bewährungsfrist, während der Beamte Löber mangels Beweises freigesprochen wurde. Die von der Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung gegen diesen Freispruch führte heute dazu, daß Löber wegen erschwerter Amtsunterschlagung z u 1 V2 Jahren Zuchthaus und drei Zähren Ehrverlust verurteilt wurde. Zn der Beweisaufnahme tonnte festgestellt werden, dah die Herren Prenhel und Löber neben der ordnungsmäßigen Kreiskommunalkasse noch eine Rebenkassc, die sie „schwarze Kasse" benannten, eingerichtet hatten. Zn diese Kasse, die nach Angabe des Angeklagten manchmal bis zu 6000 Mk. umfaßte, kamen Beträge, welche eigentlich in die Kreiskommunalkasse gehörten. Wenn sich dann in der Kreiskommunalkasse Differenzen ergaben, machte man sie mit Hilfe der schwarzen Kasse stimmend. ^Irgendwelche Bücher wurden über diese Kasse nicht geführt. Die Herren Löber und Prenhel handelten in gegenseitigem Einverständnis und entnahmen, wenn sie für private Zwecke Geld brauchten, der schwarzen Kasse Beträge in beliebiger Höhe. Löber bestritt irgendwelche Unterschlagungen und führte zu seiner Verteidigung an, daß die fehlenden Gelder wahrscheinlich gestohlen worden seien. Durch Zeugenaussagen wurde ihm jedoch die Unterschlagung von mindestens 10 000 Mk. nachge» wiesen.
Oer Ring um Förster schließt sich.
WSR. Frankfurt a. M., 26. Ott. Zn der Aufklärung des Mordes an dem Kutscher Wagner ist die Polizei wieder einen wichtigen Schritt weiter gekommen. Förster hat immer behauptet, den Kutscher Wagner nicht gekannt zu haben. Zm Gegen,atz dazu hat aber die Polizei immer schon die Ansicht vertreten, dah der Täter m l dem Ermordeten aus gewissen Umständen bekannt se.n müsse. Tatsächlich hat sich nun ein Zeuge gemeldet, der in der Rähe der Uferstraße wohnt und der den Kutscher Wagner auf seinen regelmäßigen Fahrten sehr oft gesehen hat. Der Zeuge sagt aus. daß bei Wagner öfters auf dem Bock' e in gefährlich aussehenderMann gesessen have, während Wagner sonst nie jemand zu >!ch herauslieh und es höflich ablehnte, jemand mitfahren zu lassen. Der Zeuge, der den Kutscher Wagner gelegentlich einmal bat, ein Stück Wegs mitgenommen zu werden, wurde von Wagner ebenfalls abgewiesen. Der Zeuge wurde im Gerichtsgefängnis 12 Männern, unter d-nen sch Förster befand, gcgenübergcstollt. Er bezeichnete sofort Förster als denjenigen, den er mehrfach aus dem Kuttcher- boct g. sehen hatte. Die Polizei hat die 'Beobachtung dieses Zeugen an einem andern Beispiel erprobt und als ganz besonders gut festgestellt.
Sänaertag des Gaues „Rrddatal."
Ober-Widdersheim, 25. Okt. Iin Deißschen Saale fand hier am Sonntag der ®nu'länger tag des Gaues „R i d d a - t a I" unter zahlreicher Beteiligung statt. 17 Der- eine hatten ihre Vertreter entsandt. Die beiden Platzvereine, ..Fidelio" (Chorleiter Lehrer A l - l e s) und „Eintracht" (Chorleiter Lehrer Gan h), waren vollzählig vertreten, um der Tagung den gesanglichen Rahmen zu geben.
Die beiden Vereine eröffneten die Veranstaltung mit einem gemeinsam gesungenen Chor, der das prächtige, frische Stimmenmaterial, über das beide Vereine verfügen, gut zur Geltung brachte. Für den wegen Trauerfalles entschuldigten Vorsitzenden der „Eintracht", Steinbruch-
be'iher R i d c I, entbot Lehrer Ganh den Will- kommgruh. Sodann begrühte der 1. Gauvor- 'ihende Lehrer G. Diehl (Ober-Schmitten) aufs herzlichste die Versammelten, gab einen Heber- blick über das abgelaufene Gaujahr und berichtete über die Liedertage in Geih-Ridda und Schotten lowie das Deutsche Dundessängerfest in Frankfurt a. M. Er gedachte des tragi'chen Todes des allverehrten Vorsitzenden des Deut- schen Sängerbundes, Geheimrat Dr. Hammer- s ch m i d t, und des zu frühen Ablebens des Dundeschormeisters des Hessischen Sängerbundes, Kapellmeister Otto 11 a um a n n (Mainz).
Die Rechnungsablage erstattete der Gaurechner Heinrich Lind (Geiß-Ridda). Nachdem die beiden Rechnungsprüfer Michel (Ober-Schmitten- und M i h e (Eichelsdorf) die Eintragungen geprüft und für richtig befunden, wurde dem Rechner mit Dankesworten Entlastung erteilt. Der Kassenbestand beträgt 113,95 Mark. Der Gauliedertag für das Zahr 1933 soll am 21. Mai in der Turnhalle zu R i d d a stattfinden. Man entschied sich für einen frühen Termin, um nicht durch die ernlehenden Feldarbeiten gehindert zu -ein. Es ist wiederum ein Wertungssingen geplant, zu dem auf allgemeinen Wunsch Musiklehrer Heinrich Blaß (Gießen) als Wertungsrichter ausersehen ist. Zeder Verein hat zwei Wahlchöre zu singen, von denen eins ein Volkslied sein muß, das unter dem Leitwort „Lenz und Liebe" steht. Der Dom He'sischen Sängerbund ausgegebene Pflichtchor soll im Anschluß an das Wertungssingen von einzelnen, durchs Los bestimmten Gauvereinen vorgetragen werden.
Als Ma'senchöre wurden gewählt „Oh, du mein Deutschland" von Mangold und „Deutsches Volksgebet" von Ianoske. Eie sollen mit dem Sängergruß vom ganzen Gau auf geeignetem freien Platze der Stadt zum Vortrag kommen. „Sängerkranz" Ridda erklärte sich bereit, die Musikkapelle für den Fahnenumzug unentgeltlich zu stellen. Als Ort für die Abhaltung des nächsten Gausängertages wurde Cichelsdorf bestimmt.
Von den Vertretern der verschiedensten Vereine wurden die Schwierigkeiten erörtert, die an den Hessischen Sängerbund abzuführenden hohen Beiträge aufzubringen. Der Vorsitzende wies darauf hin, daß jedenfalls auf dem Bundes- fängertag in Bad°Rauheim am kommenden Sonntag eine B e i t r a g s se n k u n g zu erwarten sei.
Zrn Schlußwort dankte der Gauvorsitzende den beiden hiesigen Vereinen und ihren Chorleitern für die schönen Lieder, mit denen sie die Tagung umrahmt, und gab dem Wunsch und der Bitte Ausdruck, auch weiterhin, über Stand und Partei, das deutsche Lied als edelstes deutsches Kulturgut zu hüten und zu pflegen.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) An die Polizei- und Sladlbehörden.
-Rehr Schutz den Schulkindern, vor allem in der heutigen Zeit, in der durch den modernen Verkehr täglich die Nerven der Kleinsten schon auf eine harte Probe gestellt werden. Es werden in allen Stadtteilen solche Gefahrenquellen sein, jedoch soll hier lediglich der Schulweg Licher Straße, Kaiserallee, Moltkestraße, Senckenbergstraße, Walltorstraße usw. behandelt werden. Wenn man morgens ober mittags sich einmal ansieht, wie die Schulkinder mit ängstlichen Gefühlen die Straßen überqueren müssen und von dem größten Teil der Kraftfahrer nicht die geringste Rücksicht geübt wird, so wirft sich doch wohl die berechtigte Frage auf: Kann man hier Abhilfe schaffen und die Nerven der Kinder etwas schonen? Es ist doch m. E. eine moralische Pflicht, dies zu tun, um so mehr, als ein großer Teil der Kinder nicht mehr die Ernährung hat, die ihnen eigentlich zustände, sei es, daß die Eltern arbeitslos find, sei es ein sonstiger Umstand, wodurch allein schon die Nervosität der Kinder gegeben i t. Wenn man nun diese Hetzjagd betrachtet und an ehen muß, daß die Kinder mitunter in gefahrvoll ter Weise die Straße passieren müssen, so darf man wohl erwarten, daß die zuständigen Behörden Abhilfe schaffen. Z. B. müßten an den Kreuzungen: Moltkestraße / Kaiserallee, Ostanlage/ Senckenbergstraße, Brandgasse/Walltorstraße, sichtbare Schilder angebracht werden, die vielleicht folgenden Wortlaut hätten:
Achtung! Vorsicht für Kraftfahrer und sonstige Fahrzeuge! Schulweg!
Aber dies allein genügt nicht. Die Polizeidirektion muß ihre Beamten anwei-sen, in rücksichtsloser Weise gegen jeden vorzugehen, der sich nicht fügt. Wenn man täglich sieht, welche Geschwindigkeiten von Autos usw. gerade in der Licher Straße / Kaiserallee gefahren werden, dann kann man nicht ver
stehen, daß die Polizei nicht schon längst ganz energisch durchgreift. Ich selbst bin Auto- und Motorradfahrer und kann mir daher ein Urteil erlauben. Hoffentlich werden die Behörden nicht achtlos an diesen Zeilen oorübergehen. F. R.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
G. SL in Gießen. 1. Ja, wenn Vermögen über 10 000 RM. vorhanden ist. — 2. Hessen erhebt keine Vermögenssteuer, nur das Reich. Sie beträgt jährlich bis 30 000 RM. 3 vom Tausend, bis 50 000 RM. 4 o.T., bis 2-50 000 RM. 5 o. T.
Daten für Tonnerstafl, 27. £f tobet.
1728: der Forschungsreisende James Cook tu Marton geboren; — 1760: der Feldmarschall August Graf Neidhardt von Gneisenau in Schildau geboren- 1782: der Geigenkünstzer Niccolo Paganini in Genua geboren; — 1858: der amerikanische Staatsmann Theodore Roosevelt in Neuyork geboren; — 1870: Kapitulation von Metz.
Sprechstunden der Redaktion«
11.30 bis 12.30 Ithr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen
A n,eigenauf träge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu rich'err
Handball im Gau Hessen (O.T.)
Die Ergebnisse des Sonntags.
M e i st« r k l a s se: Tv. Pohlgöns — TSV. Butzbach 2:4; Tv. 1846 Gießen — Tgin. Friedberg 0:6; Tv. Goßfelden — Tv. Cappel 5:1; Tv. Alsfeld - TSV. Marburg 3:2.
^-Klasse: Tv. Großen-Linden — Tv. Lich 13:4; Tv. Gedern —Tv. Ridda 7:5; Tv. Ortenberg — Tv. Hirzenhain 4:1; Tv. Rieder-Mörlen — Tv. Dorheim 3:5.
6 - Kla ' se: Tv. Wetzlar 2— Tv. Braunfels 4:5; Tv. Münchholzhausen 2 — Tv. Klein-Linden 1:6; Tv. Groh-Rechtenbach — Tv. Krofdorf 3:2; Tv. Dornholzhausen — Tv. Riederkleen 8:2; Tv. Griedel —Tv. Holzheim 6:3; Tv. Gambach — Tv. Pohlgöns 7:2; Tv. Goßfelden 2 — Tv. Rieder- asphe 17:2; Tv. Rauborn — Tv. Dutenhofen 6:3.
E - Klasse: Tv. Krofdorf 2 — Tv. Heuchelheim 2 — 1:1.
Jugendklasse: TSV. Butzbach — Tv. Gambach 4:4; Tv. Wetzlar — Tv. Großen-Linden 17:1.
MTV. Gießen 1. — Sb. Freiendiez 1. 4:6.
Die erste Mannschaft des MTV. bereitete eine bittere Enttäuschung, indem sie sich von der an letzter Stelle des Lahnbezirks stehenden Mannschaft des Tv. Freiendiez mit 4:6 schlagen ließ. Zwar traten die MTDer mit Ersatz an, trotzdem hätten sie das Spiel für sich entscheiden müssen, aber das Glück stand auf des Gegners Seite. Die Freiendiezer überraschten durch ihr wuchtiges und schnelles Spiel, während die technisch besseren, aber körperlich weitaus schwächeren Gießener viel zu weich spielten, um sich durchsetzen zu können. Gleich zu Beginn des Spiels fiel nach schönem Durchbruch des Gießener Mittelstürmers ein reguläres Tor, das der Schiedsrichter aber nicht anerkannte. Dann kamen die Gastgeber durch schnelle Durchbrüche zu zwei Erfolgen, während der MTV., der im Feldspiel überlegen war, bei zahlreichen Lattenschüssen nichts erreichen konnte. Rach dem Wechsel waren die Gießener drückend überlegen und erzielten durch schöne Kombinationen des Znnentrios den Gleichstand 4:4. Dann kamen die Gastgeber, durch eine Verletzung des Gießener Tormanns begünstigt, zu zwei weiteren Toren, die ihnen den Sieg sicherten. Der Tv. Freiendiez kam durch dieses Spiel zu seinen ersten Punkten.
MTV. Gießen (Zgd.) — Tgm. Friedberg (3gb.) 2:3 (1:3).
Ein Freundschaftsspiel! Die MTDer waren gegen die körperlich überlegenen Friedberger dadurch im Rachteil, dah der Ersatz eingestellt werden muhte. Zn der ersten Halbzeit, die die Gießener mit 10 Mann bestritten, zeigten sich die c^iebberger als gute und flinke Feldspieler, denen aber die Gastgeber kaum nachstanden Durch ihre Durchschlagskraft tarnen die Friedberger Stürmer iju drei Erfolgen, während die Gießener nur ein Sor erzielen konnten Zu Beginn der zweiten Halbzeit schossen die MTDer ihr zweites Tor. als dann noch ein Mann durch Verletzung aus» scheiden mußte und sie nur noch mit 9 Leuten spielten, flaute das Spiel merklich ab, auch bei den Friedbergern wurde nichts rechtes geleistet.
Kurze Sportnotizen.
Oesterreichs Tennis-Rangliste wird bei den Herren von Matejka vor Artens und bei den Damen von H. Eisenmenger angeführt.
*
Neun Nationen, und zwar Deutschland, Polen, Frankreich, Japan, England, Oesterreich, Italien, Tschechoslowakei und Jugoslawien haben ihre Teilnahme an den vom 5. bis 8. Januar in St. Moritz stattfindenden Internationalen Akademi- ker-Skiwettkämpsen zugesagt.
*
Einen Olympia-Kommissar hat die Stadt Berlin in der Person von Obermagistratsrat Dr. Lieb recht ernannt. Der Kommissar hat alle mit den Olympischen Spielen 1936 zusammenhängenden Fragen zu bearbeiten
*
Z u den Deutschen Gerätemeisterschaften am 12. und 13. November in Berlin hat die Stadt Berlin eine Plakette gestiftet, die Oberbürgermeister Dr. Sahm dem Sieger überreichen wird. Dr. Sahm wird auch die auswärtigen Teilnehmer namens der Stadt Berlin begrüßen.
*
Den erstenKreditin Höhe von 100 000 Mk. hat bereits die japanische Regierung für die Vorbereitung für die Olympischen Spiele 1936, die in Berlin stattfinden, bewilligt.
Wirtschaft
* Weitere Mehlpreisermäßigung. Die Süddeutschen Grohmühlen, die belanntlid) am Montag dieser Woche ihre Mehlpreise um 0,30 Mk. pro Sack ermäßigten, haben nunmehr eine weitere Preissenkung ihrer Fabrikate um 0,40 Mk. pro Sack eintreten lassen. Die Preise stellen sich für süddeutsches Weizenmehl Spezial 0 Oktober-Dezember-Lieferung auf 29,80 Mk., für ögl. Sondermahlung mit ausländischem Weizen auf 30,80 Mk., für süddeutsches Weizenmehl Auszug gleicher Mahlart und Lieferzeit auf 32,80 bzw. 33,80 Mk., für süddeutsches Brotmehl auf 21,80 bzw. 22,80 Mk. für den Doppelzentner frei Mannheim.
Sronffurfer Abendbörse still und freundlich.
Frankfurt o. M., 26. Okt. Die Abendbörfe zeigte wieder eine freundliche Grundstimmung, die sich besonders auf dem Aktienmärkte auswirkte. Das Geschäft hielt sich, wie in letzter Zeit stets an der Abendbörlfe, in den denkbar engsten Grenzen. Die Besserungen gingen nicht über 1 v. H. hinaus, JG.- Farben und Bemberg lagen je 0,50 v. H. und Jung- hans 0,75 v. H. fester. Lahmeyer fetzten «dagegen bei Minus-Minus-Notiz ihre Abwärtsbewegung um weitere 1 v. H. fort.
♦
Am Renten markte lagen späte Reichsschuld- buchforderungen nach der Abschwächung im Mit- tagsoerlehr unerholt, Altbesitzanleihen waren dagegen behauptet. Von Ausländern konnten Bagdad Serie 2 um 10 Pfennige anziehen.
Zm Verlaufe herrschte fast vollkommene Stagnation, die gebesserten Kurse vermochten sich mit Ausnahme von IG.-Farben, die leicht abbröckelten, behaupten. Neudefitz 6,20, Altbesitz 48,39 bis 48,50, Bagdad Serie 2 3,50, Deutsche Bank 75, Reichsbant 125, Buderus 37,75, Harpener 70,75, Phönix 25,50, Stahlverein 21,75, Aku 54,75, AEG. 31, Cha de 154, Deutsche Erdöl 69,39, Licht und Kraft 83,13, IG.- Farben 94 bis 93,90, Goldschmidt 25,50, Lahmeyer 100, Metallgefellschaft 33,75, Tietz 43, Reichsbahn- VA. 87,50, Nordd. Lloyd 16,25, Anatolier 19,75.
Schwcincmarkt in Nttzlar.
O Wetzlar, 26. Oft. Der gestrige Schweinemarkt war mit 365 Ferkeln und 13 Läufern beschickt. Trotz schlechter Witterung war der Markt von Käufern gut besucht. Bei lebhafter Rachfrage und flottem Handel wurden bezahlt für fünf bis sechs Wochen alte Ferkel 10 bis 11 Mk., für sieben bis acht Wochen alte Ferkel 12 bis 13 Mk. für neun bis zehn Wochen alte Ferkel 14 bis 15 Mk. je Stück. Rach Läufern bestand wenig Rachfrage. Der Markt wurde geräumt
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die Dinier Öen Papiecen angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
Krankfu
Schluß- kur»
n a. 2J1.
SchluKt. Adcnd- börte
Se
c^chluß- lure
rlln
Schlußk.
Miltag- borst
Odium
25.10.
26.10.
25.10.
26.10.
6 u Sniudie Jfcid) >aniedK v. IVü.
71
—
70.75
70,5
■>% eI)cm.7%$,t.Äetd)üanl.ö.l$>M!i
87,25
86 25
86.9
86
öuung-tinlclhc vvn 1030
Ecufidje «lnI.-MIÜI.-Echulv mb
71
71
71
71,25
t’luSlo|.-9fed)tcn.....
48,75
48,5
48,6
48,4
Tcofll. ohne 9lu»loL*9tedite . .
6% ehern 8%0eli. fc'olfoftaai 1929
6,25
6,2
6,05
6,15
(rud^ablb. 102%).....
überholten Provtnz.Nnlethc mu
65
—
65
65,25
Üluelol.-Rechle»
Deutsche ftomm. Eammelohl
-
-
-
—
Anleihe Serie 1
6% ehern. 8% .7rimks. Hyp.-Bani
47
47
47
46,75
ttolvpie. 15 unkündbar bW 1935 6% ehern. 7% ßranti. Hnv.-Baul
75,75
76
—
-
(Duioule 16 unkündbar blo 1936 ehern. <y,% svranks.Hnp
Boni flau 1'iaitPbriele
75,75
76
—
80
79.9
—
—
61?"o ehern. 4)4% IKheinlldie
Huv Banl-Uiau -Goldpie. . .
80.25
80
—
—
«% ehern. 8% Pr. Landeopkand- briesanswu Pfandbriese R. 19
6% ehern. 7% Br. LmideSpsand
72,5
72,5
72,75
72,75
brlefanftGlt Psandbrieke R V
73
73
-
4% Ccfteircid)t|d>e QJulotente
11,5
11,25
11,13
11,2
4.20% Oesterreichijche GUbencntc
1.05
1,05
4% Ungarische Goldrente ....
6,4
6.45
6.45
6,4
4% Ungarische Slaakerente 0.1910
6,4
6,2
6,4
6.35
<'.% be#ol. von 1913 . . .
6.4
6,35
b% abgelt. Goldmepkaner von 99
5.75
6.13
6
6,65
4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türktsche Bagdadbahn-Vlnletb.
3,25
3,25
3.25
3,15
Certe I . . . .
be»ol. Serie II
-
3,5
3.25
3,5
3,5
3.4
_
ro NumLn. verctnh Rente b. 1903
5,5
5,2
8,25
5,25 8,4
5,45
8 *>
4Zi%Ruman.vereinh.Reniev.l91S
8,4
4% Otumantsche vereint?. Rente
2|fc% Anatolier
4,5
19.5
4,5
19,9
4,5
19,6
4,55
19.8
jranffu
rt a.2)L
S-
rlin
Ächluß- furd
Gchlußk. Abend- bßrfe
«Schluß- hirei
Schluß). Millag- borfe
Oatum
25.10.
26.10.
25-10.
26-10.
vaniburg-Amerna ’Jjaie. . . . c
Hamburg-Südam. Dampfschiss. 0 Hansa Dampsschssj . . . i
Rorddeuischer 2lono.....t
A G. für BerkehrSwesen Akt. . 0
BerUner Handelsgesellschaft . 4
Commerz- und Privat-Bank . 0
Darmstädter und Rationalbank 0
Deutsche Bank und
DiSconto-GeseUschast . . 0
Dresdner Bank...... 0
Reichsbant .....1
A.C.G . 0
Bergmann.........0
(fleht. LteserungSgeseUschaft. 5
Licht und Kraft...... e
stellen & Guilleaume.... 0
Gesellschasl für Beklrische
Unternehmunaen .... 4
Rheinische SlektrizitLk ... dB
Lchuckert & Co....... 0
Clemens & HalSIe..... 9
Lahmeyer & Go....... 10
Buoeru. . . .....4
$eutld)c Srdül.......0
Gelsenkirchener.......8
Harpener..........0
Hvesch Eisen.........6
Ilie Bergbau.......10
Ilse Bergbau Genüsse.....
Rlodnenvcrte........6
MannermannGllhren .... 6
M-mrfelder Bergbau.....0
Lberschles. Kollwerke .... 8
Phönix Bergbau......4',.
Rbeini,che Brannkvhle»... 10
N dein st ich!.........6
16,13
16,5
90,5
53,5
75 61,75 125
31,13
65
83
52
66,5
71
69,25 112,13
104
37
70,5 36,5 70,5
96
32
49,13
19
25,25 159,5
63
15,75
16,25
38 88,75 53,5
75
61,75
125
31
65 83,13
52
67,5 71,5
68.5
112
100
37,75
69,75
37
70,75
96
31
49.5
19
25,5
159
64
16,25
16,25 37,75
90 53,5
75 61.75 124,9
30,9
83 52,13
66,5 71,75
68 112,5 104.25
36,75 70,4
36,5
70 34,25
95,5 30,5
48.4 18,75
38,5
25,25 161
63,13
15,65
27 16,13
->38 89.5 53,5
75 61,75 125,65
31
64,25
83.5
52
67,4
71.5
68
112,13
101
37,5
69,9 36.65 70,25 34,13
31,5 49,25
18,9
38,25
25,25
158.25
63,5
Franlfun a. JJ1.
Serlin
(Schluß- kurs
Gchlußk. Abenb- bürfe
Echluß- furä
Schlußk. Mittag- bSrse
•-Datum
25.10.
' 26.10.
25.10.
26.10.
MebecI Montan......
7a
——
—
—
Bereinigte Stahlwerke . . .
. c
21,5
21,75
21,5
22
Olavi Minen.......
c
15
14,75
15
14,9
Kaliwerke Aschersleben . . .
6
97
97
97
Kaliwerke Westeregeln . . .
6
100,5
100
100
100
Kaliwerke Sal-deisurtü . . .
S
162
161
161
161,25
3- ®. Farben-Jndustrle . . .
7
__
93,9
92,75
93,5
Echeideanstalt.......
10
139,25
140
-
Goldschmidt........
. 0
25,25
25,5
25,25
25.13
RülgerSwerke.......
. l>
38
37,75
38
37,5
Metatlgesellschast......
. 0
33,5
33,75
34
Philipp Hohmann.....
. 0
53
52,5
52,5
52,25
Zementwerk Heidelberg. . .
. 4
48.5
48
-
Hementwerk Karlstadt. . . .
. 0
49
47
-
Wanß & Rretnan ...
. 0
4,75
4781
-
-
GdjulthcU Patzenh»ser . . .
0
_
_
56,75
56
Wu <Allgemeine Kunstseide»
0
53,5
54,75
53,25
55
Bemberg........
0
52
54
51
53.5
Zellstoss Waldbof.....
0
41,5
41 .5
42
41,65
HeUNofs Aschaffenburg . . .
0
28
28
Dessauer Gcu.......
. 7
—
—
87,5
87.5
Daimler Motoren.....
. 0
19
19
18,65
18,65
Deutsche Linoleum
. 0
43
43,25
43
42,9
Crcnftem & Koppel ....
. 0
32,5
3°
Leonhard Dietz......
. 6
43
43
43 1
43
Evenoka.........
0
Cbflbe..........
149,5
154
148,5
154
frankfurter Maschinen . . .
. 0
Grinner.........
Mmntraftwerke Hdchst a. M..
:!
26
52
52
25,5
26,25
Gübbeuticbet Zucker ....
- s|
131
1311
— 1
—
Devisenmarkt Serlin — Frankfurt a. M7
25-Oktober
26.Oktober
Ämlliche Nolleruna
1 »elb I Brie'
SImllidje Notierung
^rlk> | Seiet
Helslngfor» .
6,064
6.076
6.064
6,076
Wien. . . .
51,95
52,05
51,95
52,05
Prag . . .
12,465
12,485
12.465
12,485
Budapest . .
—
—
Sofia . . .
3,057
3,063
3.057
3,063
Hostanb . . Otto ....
169,73
70,43
170,07 70,57
169,53
71,13
169,87
71,27
Kopenhagen.
72,23
72,37
72,68
72,82
Stockholm .
72,33
72,47
72,68
72,82
London. . . Buenos Aires
13,88
0,918
13,92 0,922
13.98
0.918
14.02
0.929
Neuyork . .
4,209
4,217
58,66
4,209
4,217
Brüssel. .
58,54
58,54
58,66
Italien. . .
21,55
21,59
21,54
2L58
Paris . . .
16,56
16,60
16,54
16,58
Schweiz . .
81.31
81,47
81,22
81,38
Spanten . .
34,52
34,58
34,55
34,61
Danzig. . .
82,07
82,23
82.12
82,28
Japan . . .
0.959
0.961
0 949
0,951
Rio de Ian..
0,294
0.296
0.294
0.296
Iuaoslawien. Ltjiabon . .
5.594
12,64
5,606
12,66
5,594
12,76
5.606
12,71
Banknoten.
»erlln, 26.Oktober
Selb
l“ 2Mef -
Amerikanische Ävten.......
4,20
4,22
Belgische Roten.........
58.38
58.62
Dänische Roten.........
Englische Roten.........
72,31
13,91
72,59 14.00
granjöstsche Roten........
16,50
16,56
Holländische Roten........
169,16
169.84
Italienische Roten.......
21.49
21,57
Norwegische Roten........
70,96
71,24
Deutsch-Leirerreich. * 100 LckMt-g
Rumänische Roten........
2,47
2,49
Schwedische Roten........
72,50
72.80
81,04
81,36
Spanische Roten.........
34,41
34.55
Ungarnche Roten ........
Schwierigkeit, rcg'crung hot i toc stn, daß es lchäf tSorbm Landtages! des gcgeniDärtii Damals hH mi Bestimmungen \ Ministerprasidcn der Dinge um Wie man nur die Praxis erg Braun und Bi loyalen Willen zweifeln auch ni tat. Wir zweife Wille zur Lohn lassen. Hessen dem 6d)attenrei' führende Schott' wirkliche Pflicht haft zu bleiben, sowohl der poli parlamentarische: desto lieber von
Dir Deutsche dem englischen 1 denke n". Dozi zu jung gewesen, greif lich, wenn d Sorgen, die wir näheren Umgcbir als doh w arohen ? e gewinnen legentlrch notweni ropa losreiben, verlieren für die dorbereiten,- aui W nüht hte ^zehnten sich. unhh^A
»•».V
Pan bchen « den und P^liatiÄ^ar ^ndroh^ ^Hun£ det if u1 batm ll$ dreh
Ssw «-ÄS
0.2»" s-A
।
dkl vghirnrt
Pmüiuyi'nier22
5«*Är**
1
I«s8& KL S i ,„,Yrn aber t sät®» fc'
I tn 'M« lat ®lt
Sridjt nur bie jkimg lst. Dch hnen zu emem^ «bl, bve 2erst das Vernünftige bett Füllen das Mer. die nfl tote die prechm Digen tonnten, ta vor stellen Mr Konfliktsuä mi besonderer ‘ praktisch auspw Dinge in den -K Braun im Amte benzimmer. Mo t a g s w a h l e n der neue Reichs wird man erken Leipziger ilrtei
In iedem Fa weg, daß die Pi sich so schnell I oberste Pflicht j u bilden, i Zweifel auffomn


