Ausgabe 
27.10.1932 Erstes Blatt
 
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Handball im (Sau Hessen (O. T )

Io. Alsfeld Io. 1860 Marburg 3:2 (3:1).

Auch das 6. Punktespiel konnten die Alsfelder siegreich gestalten; sie führen jetzt mit 12 Punkten ungeschlagen die Tabelle an. Marburg zeigte zwar im Zuspiel die bessere Leistung, konnte jedoch den Alsfelder Torwart nur zweimal schlagen. Die erste Hälfte geigte den Alsfelder Sturm in recht guter Fahrt. Drei unhaltbare Tore schufen die Grundlage für den Sieg. Marburg konnte zwar auf 3:2 heran- kommen, zu einem Unentschieden reichte es nicht mehr. Beide Mannschaften zeigten großen Eifer, spielten jedoch jederzeit fair.

Handball im Lahn- Oünsberg - Gau.

(^auklasse:

Londorf I Dorlar I 4:5 (4:1).

Der Ausgang dieses Spieles war die Ueber- raschung des Sonntags. Niemand hatte damit ge­rechnet, daß Londorf auf eignem Platz seinen ersten Punktoerlust erleiden müßte. Der Verlauf des Spiels war dramatisch und sah Londorf klar im Vorteil. Bei der Pause ftarob das Spiel 4:1 für die Platz- besitzer Nach dem Wechsel waren die Gäste wie um» gewandelt, sie drängten Londorf immer mehr in die Defensive und holten Tor um Tor auf. Nagern das Spiel durch eine schöne Leistung des Dorlarer Sturmes den Gleichstand erreicht hatte, wurde von feiten Londorfs eine scharfe Note ins Spiel getra­uen. Zwei Leute der Mannschaft mußten vom Feld. In den letzten Minuten erreichte der Gast den Sie­gestreffer und den verdienten Sieg. Beide Mann- Ichaften spielten mit Ersatz.

Staufenberg I Allendorf I 1:5 (1:2).

Staufenberg stellte eine junge stinke Mannschaft, die aber infolge des Mangels an Spielerfahrung! im Nachteil war. Die Platzbesitzer erreichten bald ihren ersten und gleichzeitig einzigen Erfolg. Doch gelang es den körperlich stärkeren Allendörfern durch zwei Strasttöße bis Halbzeit die Führung an sich zu reißen. Nach dem Wechsel konnten die Gäste ebenfalls durch Strafstöße auf 5:1 erhöhen. Gut waren auf beiden Seiten die Torleute.

wieseck I Ahbach I 0:1 (0:0).

Das Spiel stand auf keiner hohen Stufe. Die Gäste traten mit nur 10 Mann an, konnten aber trotzdem in der zweiten Hälfte das Siegestor er­ringen. Atzbach verließ als glücklicher Sieger das Feld.

lernte la

Rodheim I To. Wißmar I 2:4 (1:2).

Rodheim übernahm in der zehnten Minute die Führung. Wißmar glich kurz darauf aus und er­hielte bis zur Hälfte ein weiteres Tor. Nach der Pause erzwang der Platzbesitzer zunächst den Aus­gleich, mußte sich aber im weiteren Verlauf mit zwei Erfolgen für die Gäste geschlagen bekennen.

Allendorf II Kesselbach I 3:2 (0:2).

Sofort nach Spielbeginn setzt ein scharfer Kampf ein, der Allendorf leicht überlegen sah, aber nichts Zählbares erringen ließ. Vielmehr legte der Gast bis zur Pause zwei Tore vor. Nach dem Wechsel erreichte die Platzelf den Ausgleich und etwas später den Siegestreffer. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen.

Steinbach I hausen I 5:10 (1:5).

Die Gästemannschaft spielte stcks leicht überlegen und gewann verdient. Hausen hatte bei der Pause schon einen Dorsprung von 4 Toren und erhöhte nach dem Wechsel in regelmäßigen Abständen auf 10, während dem Platzbefitzer noch 4 Erfolge be­lieben waren. Steinbach trat mit nur acht Spie­lern an.

Lollar I Burkhardsfelden I 3:1 (2:0).

Beide Mannschaften traten zu diesem Gesellfchafts- spiel mit Ersatz an. In der ersten Hälfte war die

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Berlin unter Schwankungen freundlicher.

Berlin, 27. Okt. (WTB. Funkspruch.) Die Ten­denz der Effektenmärkte war heute im großen und ganzen freundlicher. Schon vormittags regte der feste Schluß Neuyorks etwas an. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs verstimmte aber ein neuer Rückgang des englischen Pfundes sowie der Preis­einbruch an den amerikanischen Weizenmärkten und die Verstauung des Kupfermarktes. Diese Momente wirken sich naturgemäß nur auf die Spekulation aus, das Publikum verharrt in seiner Reserve. Die Berichte aus der deutschen Wirtschaft lauten im Durchschnitt ziemlich günstig. Man hegt weiterhin Diskonthoffnungen, zumal sich der Status der Reichsbank günstig entwickelt hat. In London blieb der Satz heute unverändert, und auch in Neu- york dürfte man nach Meinung informierter Kreise mit Diskontmaßnahmen noch etwas warten.

Die Anfangsnotierungen lagen bei geringfügigen Abweichungen nach oben ober unten nicht einheitlich. Ganz vereinzelt waren Besserungen ober Ab­schwächungen über 1 v. H. bis zu 1,75 v. H. festzu­stellen. Siemens waren in Erwartung günstiger Auslassungen auf der morgigen Aufsichtsratssitzung etwas gefragt Im Verlaufe gewann bann die freundlichere Grund st immung wieder die Oberhand, so daß sich vielfach Besserungen um Bruchteile eines Prozents durchsetzen konnten. Mon­tane zeigten etwas lebhaftere Veranlagung, wäh­rend die übrigen Märkte ziemlich ruhig lagen.

Der R e n t e n m a r k t lag bei kleinem Geschäft überwiegend freundlicher. Deutsche An­leihen waren behauptet, variable Industrieobliga- tionen etwas schwächer, Pfandbriefe und Reichs- schuldbuchforderungen waren leicht befestigt Reichs­

Platzmannschaft etwas überlegen und errreichte 2 Tore. Die zwecke Hälfte brachte ziemlich ausge­glichenes Spiel und jeder Mannschaft noch einen Erfolg.

ZV.Teutonia^ Laubach

JD. Teutonia Laubach I $C. Daubringen I 0:1 (0:0).

Am Sonntag trafen sich auf dem hiesigen Sport­platz die genannten 1. Mannschaften zum fälligen Verbandsspiel. Besondere Leistungen wurden von keiner Mannschaft gezeigt. Die erste Halbzeit verlief torlos. Nach dem Seitenwechsel kam Daubringen etwas mehr auf und konnte im Anschluß an eine Ecke in Führung gehen. Erst gegen Schluß fand sich die Laubacher Mannschaft bester zusammen, konnte aber nicht zum verdienten Ausgleich kommen.

bahnoorzugsaktien setzten ihre Aufwärtsbewegung um 0,40 o. H. fort Von Ausländern waren Türken und Rumänen teilweise etwas schwächer, Mexikaner vereinzelt fester. Aus Bosnier tendierten etwas freundlicher.

Die Anspannung des Geldmarktes wurde natürlich kurz vor dem Ultimo größer, und der Tagesgeldsatz zag an der unteren Grenze auf 4,5 v. H. an. Es war nur noch vereinzelt mit 4,40 v. H. erhältlich, Monatsgeld blieb 5 bis 7 v. H. Privat- diskonten waren in Vorbereitung zum Ultimo weiter angeboten, Reichswechsel und Reichsschatz­anweisungen blieben fast umsatzlos.

Frankfurt gebessert.

Frankfurt a. M., 27. Okt (WTB. Drahtmel- düng.) Nachdem sich anfänglich infolge von Zufalls- Verkäufen am Aktienmarkt eine leichte Abschwächung bemerkbar gemacht hatte, glichen sich die Kurse viel­fach durch kleine Anlagekäufe bald wieder aus und gingen zum Teil bis au 1 v. H. über den Anfangs­stand hinaus. Es herrschte heute eine etwas leb­haftere Geschäftstätigkeit Auch die Kundschaft war wieder mit einigen, wenn auch klei­nen Orders am Markte erschienen. Der Grund zu der etwas günstigeren Hastung dürfte in dem gestern befestigten Neuyork liegen, zur Kurssteigerung haben wohl auch die bevorstehenden Wahlen bei­getragen.

Die Bewegung an den Warenmärkten blieb vor­läufig ohne Einfluß. Am Chemiemarkt notierten Deutsche Erdöl 0,65 und Rütgerswerke 0,25 v. H. höher, während IG. nach den ersten Kursen gut gehalten waren. AEG. uno Licht & Kraft gewannen je 0,25 v. H., Gesfürel blieben unverändert Am Mvntanmarkt waren Buderus, Mannesmann und Phönix sowie Rheinstahl und Stahlverein gut ge­halten. Nur Harpener gaben 0,5 v. H. nach. Nord­deutscher Lloyd lagen 0,13, Aku 0,75 v. H. schwächer. Von Nebenwerten gewannen Conti-Linoleum Zü­rich 0,25 v. H., Holzmann konnten sich um 1 v. H. verbessern und Allgemeine Lokal & Kraft lagen um 2 v. H. befestigt.

Am Rentenmarkt herrschte nahezu völ­lige Geschäfts stille. Neubesitz sowie späte Reichsschuldbuchforderungen waren gut erholt. Der Pfandbriefmarkt war bei ebenfalls minimalem Ge­schäft etwas freundlicher, wenigstens was die Gold- pfanbbriefe der Frankfurter Institute und der Hy­pothekenbank betrifft. Liquidationspfandbriefe und Kommunalobligationen blieben unverändert

Wirtschaft.

Im Verlause flaute das Geschäft am Aktien­markt ab. Die Kurse blieben jedoch größtenteils gehalten. Lhadeakt.en konnten sich um etwa 2 QRt, und Lokal & Kraft um 2,53 Proz. verbessern. Am Rentenmarkt zogen Re'.chLschuldbuchforderun- gen leicht an. Tagesgeld war zu 3,50 Prozent unverändert.

.ättLsurter Schtachlvichmarkt.

Frankfurt a. M., 27. Okt Austrieb: 100 Rinder, 929 Kälber, 653 Schafe, 822 Schweine. Es notierten: beste Masi- und Saugkälber 41 bis 43, mittlere Masi- und Saugkälber 37 bis 40, geringe 30 bis 36; Wastlämmer und jüngere Masthämmel, Meidemast 23 bis 25, mittlere Mastlärmner, ältere Masthämmel und gut ge­nährte Schafe 19 bis 22, fleischiges Schaf Vieh 15 bis 18; vollsleisHige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 41 bis 43. von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 43 bis 42, von etwa 160 bis 230 Pfund Lebendgewicht 37 bis 41 Mark. Marltverlauf; Kälber und Schafe mittelmäßig, geräumt; Schweine schleppend, ge­ringer Hebet ftanb.

Schweincmarkt in Friedberg.

WSN. Friedberg, 26. Okt. Zum heutigen Schweinemarkt waren 330 Jungtiere aufge­trieben. Bezahlt wurden für bis zu sechs Wochen alte Ferkel 7 bis 12 Mark, für sechs bis acht Wochen alte 12 bis 15 Mark, für acht bis zwölf Wochen aste 15 bis 22 Mark. Der Markt wurde geräumt.

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