Ausgabe 
27.8.1932 Erstes Blatt
 
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Zum 12. Gau-Frauenturnen in Bad-Nauheim.

Ohne Gewähr

Nachdruck verboten

Wirtschaft

15. Ziehungstag

25. August 1932

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sogar Preise b) 46 bis 49, e) 42 bis 48.

Der Auftrieb 1360 Stück und

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Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und n

Eewbmauszug

5. Klasse 39. Preußisch-Süddeutsche (265. Preuß.) Staats-Lotterie.

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gewannen, leicht nach. Die Umsatztätigkeit gestaltete sich hierbei recht lebhaft.

Am Rentenmarkt waren Deutsche Anleihen weiter etwas erhöht, Reichsschuldbuchforderungen dagegen nur wenig verändert. Der Pfandbrief­markt tendierte in schwacher Haltung, wobei Ge­rüchte von einer Zinskonoersion auf 4,5 v. $). oer- stimmten. Die Kurse gaben überwiegend bis zu 1 v. H. nach. Etwas lebhafteres Geschäft entwickelte sich für Schutzgebietsanleihe, die 0,13 v. H. anzogen. Tagesgeld blieb zu 4,5 v. H. unverändert.

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Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebmarkt.

2lm Frankfurter Schlachtviehmarkt ist in der abgelaufenen Woche nach den starken Preisein­bußen in den vorhergegangenen Wochen eine wesentliche Beruhigung eingetreten. Eine nen­nenswerte Belebung des Geschäftsganges war aber nicht zu verzeichnen. Das Geschäft war anfangs noch ziemlich ruhig, so daß kleine lleber- stände verblieben; später wurde es aber etwas lebhafter.

Am Schweinemarkt war die Beschickung weiter wesentlich vermindert; sie betrug 4643 Stück, gegen 5301 Stück in der Borwoche. Aach zunächst schleppendem Geschäftsgang, wobei auch lieberstand verblieb, setzte sich am Wochenschluh eine leichte Belebung durch, so daß der Markt bei anziehenden Preisen ausverkauft werden konnte. Gegen die Borwoche traten Besserungen von 1 bis 3 Mk. ein, und für beste Tiere wurden

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über Aotiz bezahlt. Schweine c) 47 bis 50, d) 47 bis 50,

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Bullenverkauf.

Die Gemeinde Salzböden (Kreis Wetz­lar) hat einen schlachtreifen Vogelsberger Bullen zu verkaufen. 6052V

Angebote sind schriftlich, auf je Pfund Lebendgewicht lautend, bis Montag, den 29. d. Ul., nachmittags 6 Uhr, bei dem Un­terzeichneten einzureichen.

Eröffnungstermin Montag, 29. d. M.» 6 Uhr, im Dienstzimmer des Unterzeich­neten.

Salzböden (Kr. Wetzlar), 26. August 1932.

Der Gemeindevorsteher.

Bodenbender.

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Er führte auch die drei ersten Gaufrauenturnen mit Umsicht durch. Seit 1924 ist das Frauenturnen besonderes Fachgebiet, das vom Gaufrauenturn- wart betreut wird. Bach nur ganz kurzer Beklei­dung dieses Amtes durch Fischer (Marburg) übernahm OberreaUehrer A. Paul (Gießen) die Fachwartschaft, der er heute noch vorsteht. Seinem temperamentvoUen Eifer ist der Auf- und Aus­bau der Organisation und die verhältnismäßig starke Ausbreitung des Frauenturnens in erster Linie zu danken. Durch Aufnahme einer lebhaften Verbindung mit den einzelnen Abteilungen und

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durch systematisch duvchgeführte Lehrgänge half er die Schwierigkeiten beseitigen, die sich vielerorts dem Turnen der Frau entgegenstellten. Der Gau- frauenturnwart darf stolz darauf sein, daß heute selbst auf dem Lande Turnerinnen-Abteilungen be­stehen, die in bezug auf Größe und Leistungs- fähigkeit über den Gau hinaus gebührender Ach­tung begegnen. Der organisatorische Ausbau des Frauenturnens im Gau Hessen hat vergangenes Jahr einen vorläufigen Abschluß gefunden durch die Schaffung eines Frauen-älnterausschusses, dem als rührige Mitglieder die Turnerin ßuife Schwarz (Friedberg) und Turner Heinrich Schneider (Wetzlar) angehören.

Das am Sonntag in Bad-Aauheim stattfindende 12. Gaufrauenturnen dürfte sich bestimmt auch zu einer eindrucksvollen Kundgebung gestalten.

4 zu je 50000, 16 zu je 25000, 96 zu je 10000, 214 zu je 5000, 476 zu je 8000, 1344 zu je 2000, 2746 zu je 1000, 4664 zu je 500> 13922 zu je 400 M.

Die Technischen Lehranstalten in Offenbach a. 2IL beginnen ihr Wintersemester 1932/33 am 24. Oktober. Schüleraufnahmen finden zu diesem Termin für die Kunstgewerbeschule und die Höhere Bauschule statt. Das Hessische Ministerium für Kultus und Bildungs­wesen hat seit 1. April 1932 das Schulgeld bedeutend herabgesetzt, so daß nunmehr manchem Interessenten es möglich sein wird, diese Anstalten zu besuchen.

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Ueber Traben, a ein breiter W< seinem Baumeister erbauen ließ.

In sanftem Bog' hält kurz in W°l Cröo gegenüber, des Wolserklosters Immer wieder Blickfeld, saubere, Fachwerkhäusern, weite Wälder, Bi gen. In den Ufe ven ich stelzen 1 gras. Auf dem fr Paddelboote. Ihn licher Untätigkeit.

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Turnvater Jahn fjatte mit den Leibesübungen der Frau nicht allzuviel im Sinn. Vielleicht weniger aus grundsätzlicher Abneigung, als aus der allge­meinen Zeiteinstellung heraus, die dem weiblichen Geschlecht im sozialen und gesellschaftlichen Leben eine ganz bestimmte Rolle im Rahmen der Familie anwies. Jahn selbst kommt nur an wenigen Stellen seiner Schriften auf die Leibesübungen der Frau zu sprechen.

Das Frauenturnen hat sich aus dem Mädchen­turnen herausgebildet. Jahns Schüler, Ernst E i f e - len, führte vor genau 100 Jahren Mädchenturn­stunden ein und schuf 1832 in Berlin eine Turn­anstalt für Mädchen. In der Folgezeit nahmen sich vielerorts die Turngesellschaften des Mädchentur­nens an.

Daß sich aus dem Mädchenturnen unser heutiges Frauenturnen erst sehr spät entwickelte, hatte seinen Grund in den vielen Hemmungen, die sich der Aus­breitung der Leibesübung unter den Frauen ent- gegenstelltcn. Erst in den 80er Jahren trat ein Wandel ein. Der Gedanke, daß auch das weibliche Geschlecht zur Erfüllung seiner Pflichten gesund und stark sein muß, brach sich Bahn.

Die ersten Frauenabteilungen waren zumeist selbständigeDamen-Turnvereine", die nur selten in Beziehung zur deutschen Turnerschaft standen. Nachdem aber im Jahre 1887 in Leipzig eine Damenriege ins Leben gerufen worden war, mehrten sich die Gründungen von Frauenabteilun­gen in den Turnvereinen der größeren Städte. In der Bestandserhebung vom 1. Januar 1897 sind bereits 15 969 turnende Frauen und Mädchen in 454 Abteilungen angegeben. Heute turnen rund 250 000 Frauen und 150 000 Mädchen in den Ver­einen der DT. 1894, auf dem Deutschen Turnfest in Breslau, sah man zum ersten Male turnerische Vorführungen der Frauen. Bei den Deutschen Turnfesten in München (1923) und Köln (1928) war die Teilnahme der Frauen selbstverständlich. Bei den Versammlungen der Kreisfrauenturnwarte, die seit 1921 stattfinden, wie auch auf den von der DT. veranstaltetenTagungen für die körperliche Erziehung der deutschen' Frau" waren die Fragen der neuzeitlichen Betriebformen immer wieder der Gegenstand eingehender technischer und wissenschaft­licher Beratung. Die Forderung, in den Wett­kämpfen im Geräteturnen und in den sportlichen Hebungen, eine Uebertreibung zu vermeiden, fand bei diesen Zusammenkünften der Fachwarte stets eine Mehrheit.

3n unserem Heimatgau Hessen rourbert vor 40 Jahren die ersten Frauenabtei- lungen gegründet. To. 1 8 4 6 Gießen und Tv. Wetzlar waren hier bahnbrechend und riefen 1892 die ersten Turnerinnen-Abteilungen ins Leben. 1897 entstand in Lich ein Damen-Turnoerein in enger Anlehnung an den Turnverein. 1900 berei­tete Prof. Wämser in Butzbach dem Frauen­turnen die Bahn. 1902 wurde im. Schotten das Frauenturnen eingeführt und 1906 entstanden im M t v. Gießen, im To. Alsfeld und im T. u. Spv. Marburg Frauenabteilungen, wäh­rend der To. 18 6 0 Bad-Nauheim im Jahr 1908 und die Tgm. Friedberg 1910 das Frauenturnen in ihren Betrieb aufnahmen. Von 1919 an geht es raschen Schrittes voran. Von den 166 Gauvereinen betreiben heute nahezu 80 das

Frauenturnen

und in großer Zahl auch das Mädchenturnen in besonderen Schülerinnen-Abteilungen. Die Bestands­erhebung vom 1. Januar 1932 zählt für den Gau Hessen insgesamt 1 6 3 6 ausübende Turne­rinnen und 14 0 5 Schülerinnen.

Seit dem ersten Gaufrauenturnen 1921 in Mar­burg finden alljährlich besondere Treffen derHes- .senturnerinnen mit Wettkämpfen und Massen­darbietungen statt. Diese Veranstaltungen entfal­teten von Jahr zu Jahr eine größere Werbung für das Frauenturnen und gestalteten sich immer mehr zu Höhepunkten turnerischen Erlebens.

Ursprünglich leitete Chren-Gauoberturnwart W. Will (Gießen) das Frauenturnen im Gau.

in der Vorwoche. Aach sehr ruhigem Handel verblieb etwas Tleberstand. Die Preise für Kühe, Ochsen und Färsen blieben gut behauptet, wäh­rend Bullen infolge des größeren Auftriebs um etwa 2 Mk. gedrückt waren. Ochsen al) 32 bis 34, 32) 26 bis 31, bl) 23 bis 25; Bullen a) 27 bis 29, b) 22 bis 26; Kühe a) 24 bis 27, b) 20 bis 23, c) 14 bis 19; Färsen a) 32 bis 35, b) 28 bis 31, c) 24 bis 27.

Trotz erhöhter Zufuhren war das Geschäft am Kälbermarkt recht lebhaft. Ilm Vergleich zur Vorwoche ergaben sich in allen Gattungen Besserungen von 2 Mk. Der Markt wurde glatt geräumt. Kälber b) 39 bis 42, c) 34 bis 38, d) 29 bis 33.

Ob der Auftrieb an Schafen großer oder kleiner ist, scheint auf die Preisgestaltung wenig Einfluß zu haben. Denn der erhöhte Zutrieb von 144 (gegen 91) Stück wurde nach regem Handel ausverkauft. Die Preise blieben die­selben, wie seither. Schafe al) 27 bis 30, b) 22 bis 26, c) 17 bis 21. Alle Preise ver- stehen sich in Mark pro Zentner Lebendgewicht.

Freundliche Stimmung in Berlin.

Berlin, 27. August. (WTB. Funkspruch.) Die heutige Wochenschlußbörse übernahm die freund­liche Grund st immung, die schon in den letz­ten Tagen geherrscht hatte. Das Geschäft war schon zu Beginn der Börse lebhafter als sonst an Sams­tagen, beschränkte sich zunächst ober weiter auf Spezialwerte. Wesentlich Neues hat sich sonst nicht ereignet. Heber die Zwangsanleihe, die be­kanntlich erwartet wird, scheint man sich bereits hinweggesetzt zu haben, obwohl man immer wieder die Meinung vertreten hört, daß die Kurse, um ein besseres Resultat für diese Anleihe zu erzielen, hoch­manipuliert werden. Inwieweit bei den Publikums- käusen auch noch Befürchtungen hinsichtlich einex Kreditausweitung mitsprechen, läßt sich na­

türlich nicht beurteilen. In Börsenkreisen fanden außerdem noch die Auslassungen Hoovers bei der gestrigen Wirtschaftskonferenzeröffnung Be­achtung. Die Kulisse schritt daher auch eher zu Rück­käufen und trug damit zu der Kursbefesti- g u n g bei.

Mit Plus-Plus-Zeichen erschienen Klöcknerwerke, aber auch die übrigen Montanpapiere unter Füh­rung von Kohlenaktien waren stärker gebessert. Rheinische Braunkohlen zogen um 4,25 o. H. an. Sonst lagen noch Dortmunder Union auf eine Zu­fallsorder 5,50 o. H. höher. Vogeltelegraf gewannen mit plus 1,75 v. H. fast 10 v. H. ihres effektiven Wertes, Stöhr zogen ebenfalls um 1,75 v. H. an. Bei letzteren dürfte die verschärfte englische Streik­lage einen Einfluß auf die Kursgestaltung ausgeübt haben. Die schon seit Tagen festen Akkumulatoren- aEtien gewannen erneut 4 v. H.

Im Verlaufe hielt das Kaufinteresse der Kundschaft an, so daß erneut Gewinne bis zu 1 v. H., bei Gelsenkirchen sogar bis zu 2 o. H., ein­traten. Die Spekulation benutzte diese höheren Kurse aber eher zu Wochenschlußglattstellungen, da die bevorstehenden Entscheidungen der Regierung zur Zurückhaltung mahnten.

Am Rentenmarkt war die Tendenz freundlich, die meisten Gebiete laaen allerdings ziemlich vernachlässigt. Nur Deutsche Anleihen, un­ter Führung von Altbesitz, waren fester. Reichs­schuldbuchforderungen gewannen 0,25 v. H. Am Reichsschuldbuchmarkt waren kleinere Schwankun­gen festzustellen. Russenwerte bröckelten eher etwas ab. Am Geldmarkt blieben die Sätze trotz des näherrückenden Ultimos unverändert.

Frankfurt freundlich und fest.

Frankfurt a. M., 27. Aug. (WTB. Drahtmel- düng.) Die feste Haltung der gestrigen Börse über­trug sich auch auf den Beginn der Wochenschluß- börse. wobei Gerüchte, die von einer Kreditaus­weitung im Rahmen des Wirtschafts­programms der Reichsregieruna wißen wollten, auch heute maßgebend waren. Auch die hoff­nungsvollen Ausführungen Hoovers auf der nationalen Wirtschaftskonferenz in Washing­ton und die weitere Aufwärtsbewegeung an den Auslandbörsen trug zu der freundlichen Auf­fassung bei.

Bei allerdings nur mäßigen Umsätzen stellten sich gegen die Abendbörse durchweg Kursbesse- rungen bis zu 1 o. H. ein. Etwas stärker gebessert waren einige Montanaktien, so Rheinstahl mit plus 2 v. H., Mannesmann mit plus 1,5 v. H., Harpener mit plus 2,5 v. H. Ferner lagen Reichsbankanteile mit plus 1,25 v. H. und Deutsche Linoleum mit plus 1,75 o. H. recht fest. Am Chemiemarkt betrugen die Erhöhungen von 0,5 bis 1 o. H. Vpn Elektrowerten gewannen AEG. 0,25 o. H.. Siemens 0,75 o. H., während Schuckert zunächst nur knapp behauptet lagen, dann aber etwa 1,75 o. H. anzogen. Kurs­besserungen bis zu 1 o. H. hatten noch Holzmann, Kunstseidenwerte, Phönix und Zement Heidelberg.

Im Verlause blieb die Tendenz weiter fest, und es ergaben sich meist neue Erhöhungen von 0,5 bis 1 v. H. Lediglich IG. gaben später auf Tausch­operationen gegen IG.-Farbenbonds, die etwa 2 v. H.

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