xas fl01
lESSfN,
in$talten a,M.
e,beidiule aui(hu|e nbaut<huie ••'«lotbiAartt idienl
*es,^Hsln. 6n Res,Preises| iÄRD laus
^straßeNr.iß
NW«
Modei^ >ie [cif D'Sitier'tiimowir trw15Ps.rel.L37
4000 Mark
S'Sft'S!
SVäI
MW auf hHypotbek bc i gut. 2id)erfieit ur.; vunkll. Zins,, ge«) Schrift!. Ang. uni 04941 a. d. G. I
'Wi
arnllich.Baum'
0<959
Dienstag'bO-61
Begetaritt sucht AM. a.md. denk., irhlicbt-ooTT-. Gesinnungs'reun7 ML Zuschr.uniii 04964 a. d. G. 1
pikiert ten: n,frü6.
, mit«
C4947 Inan.),
rvolds-
;6roa« int öbelib, ibeete enrein jerf jngcs iurger .2321
i-ke iefert »»‘D
Wein ließen neterv
Gerz, ;fie twval flff
Sttai' , firff lfl.:9D tt&L—
W«* Will« »’S
ÖauMtei meldet sreiwe? | öenbeffiobnungcr I dem ci1 MnungsMstt
M
- welche. 1919 soäter m der Tie?.
- Klinik mit RontM strablen behandel.
, roinöen.roerbcnuir.;' ihre Anschntt gebet., Unkosten vergütet . MW
Gießen l«f j Bismarlkitt^. || Vereine J
Ut. 2j< droeites Statt
Samstag, 2Z. August 1932
^tetjener Anzeiger iGeneral-Anzelger |ur Uweryessen/
h.
c.
iftig regieren soll, lediglich fachen Tatsachen und nicht
Standpunkt der ein1
O.J.Jport
Nachdruck verboten.
6. Fortsetzung.
darf ich nicht tun!
Klaus Behrens!
vom vom
Wer soll regieren?
Bon Dr. Rudolf Blank*
Den Bries gab Frau Renate der Freundin zu lesen. Eva-Marie nahm die blasse Hand und bat, doch nicht mehr davon zu sprechen, sich nrcht 0U^2luTreg<en? — Evalein, du weiht ja nicht, wie wohl das tut, sich einmal die Seele freizumachen! Schon jetzt ist mir besser, denn einmal muhte es gesagt sein, um mich nicht zu erdrücken. Als ich
Es ist doch sonderbar, wenn Herr Dr. Meesmann, der Verfasser des mit obiger lieber- schrist versehenen Artikels im „Gieß. Anz? Nr. 199, 2. Blatt, einleitend heroarhevt, er wolle die Frage, wer im Reiche künsti
geschwächt, sondern vielmehr gestärkt, und besonders in den Streifen, die sich im letzten Wahlkamps hatten verhetzen lassen Was der Führer tut, ist richtig: dos beweisen alle seine bisherigen Maßnahmen. Ob er mit dem Zentrum verhandeln Iaht oder nicht: er weih den Weg Die Zukunst roiro den Beweis dafür liefern. Dis jetzt war jeder Wahlkampf für die nationalsozialistische Bewegung sieggekrönt und ein Meilenstein auf dem Wege zur Ergreifung der Macht. Gerade die unerbittliche Konsequenz des Führers hat ihm für die Zukunft neue Millionen gewonnen, besonders aus den .Kreisen des Volkes, die sich bislang noch gegen ihn als den angeblichen Stützer der „Hitlerbarone" verhetzen liehen.
„Regieren soll", Herr Dr. Meesmann, „wer das nationale Deutschland um sich versammelt hat und an wen das nationale Deutschland glaubt!" Alles andere ist Notbehelf.
„ Fünf Minuten, gnädige Frau, aber keine I mehr!" Seine Haltung war stolz, sein Ausdruck I noch immer verächtlich. Renate wurde aschfahl.
..Klaus! Man hat mich betrogen! Man hat mir gesagt, du seiest untergegangen — ^und ich habe um dich getrauert und hätte nie ..."
Da sah der Mann in das totenbleiche Gesicht, und der stolze Ausdruck verschwamm und machte einer mahlosen Verwunderung Platz.
„Ist das die Wahrheit, Renate? — Wer hat gesagt, dah ich tot sei?" . /
Sie bewegte kaum die Lippen: „Mern Mann — Karl Andresen —, er warb damals schon um mich!"
..^Ind er sandte mir die Derlobungsanzeige?' Er sah sie erschüttert an, sie und das Kind.
Renate nickte. „Ich glaube es ... wer sonst!" „Ich bin verheiratet Renate!" sagte Klaus mitleidig. Sie schwieg. Sie hatte ihm soviel sagen mögen. Aber eine Stimme von drinnen rief hell seinen Rainen. Da kühte er rasch Renates Hand und sagte, daß er reisen mü'se. Das Schiss warte nicht, und seine Frau sei fahrbereit. Er wolle einmal alles ruhig überlegen und versuchen, ihr zu schreiben: — wo sie wohne?
Da ging Renate mit zitternden Knien und muhte sich auf die nächste Promenadenbank sehen. Ihr war so elend zumute. Rach wenigen Minuten kam Klaus Behrens im Reifeanzug, feine junge Frau am Arm. Es war eine schlanke Blon- dine mit unsäglich kühlen Augen, mit denen sie die zusammengesunkene Frau Renate und ihr kleines Mädchen musterte. Klaus Behrens aber zog tief den Hut und dann verschwanden beide in der Menschenmenge auf der Drücke. Das Schiss ging Anker aus, und Renate sah ihm nai. bis das letzte Rauchwölkchen am Horizont vergangen war. Rach einigen Tagen erhielt sie einen kurzen Brief. Als sie die geliebten Schrift- züge sah, nach denen sie vor Jahren in Kiel so verzweifelt und traurig ausgeschaut hatte, brach sie in hilfloses Weinen aus. Sie dachte an ihre tapfere Trauer damals und an all das Leid, das Karl Andresen über sie gebracht hatte aus rücksichtslosem Egoismus .
Sie brauchte lang« Zeit, ehe fic imstande war, den Brief zu lesen, den Klaus ihr schrieb.
„Hochverehrte gnädige Frau! - Liebe Renate- Es ist ein Schicksal, für uns beide nicht leicht au tragen! Hätte ich oder Sie wohl ahnen können, dah wir uns Wiedersehen wurden, bc-de verheiratet — gebunden an jemand anders? Gebunden an ein Wort, das wir unter falschen Doraussetzungen gaben — aber wir gaben es, arme Renate!
CSie mir zumute war, damals hinter dem englischen Stacheldraht, als die Post mir Ihre Derlobungsanzeige brachte, wir wollen nicht weiter davon sprechen Wir ertrugen manches
Die Kleine war indessen fortgelaufen. Renate hatte nicht acht auf das Kind gehabt. Run per- mihte sie es. Dange Stunden hatte sie verzweifelt ihr Kind gesucht. Es war fort! Jemand hatte die Kleine auf der Drücke gesehen. Der furcht- bare Gedanke, dah das Kind heruntergefa.len und ertrunken sein konnte, hatte sie so aus den Fugen gebracht, dah sie kaum noch ihre Fuße trugen. Lind doch irrte sie stundenlang den Strand entlang durch den tiefen Sand. Dann zog sie ihr Badezeug an und suchte oer Rahe der Brücke im Wasser, bis sie nicht mehr schwimmen und nicht mehr tauchen konnte. Ein fieber holte sie endlich ans Land. Er brachte ihr die erlösende Rachricht, dah man das kleine Mädchen schlafend in dem weihen Sand einer Strandburg gefunden hatte. Da zog sie sich ra'ch an und kam mit Herzklopfen und nchwachegefuhl in ihrer Pension an Das kleine Mädchen trug Ne, an ihr jagendes Herz gedrückt, den ganzen, weiten Weg. Die fckrckNbare Angst und Sorge um das Kind, das seit seiner Geburt ihr einziges Gluck auf Erden war, hatte sie die Begegnung mit dem Manne fast vergessen lassen, den sie geliebt, tot- geglaubt und betrauert, aber nie vergessen hatte.
Das Uebermaft an körperlicher und seelischer Anstrengung hatte der ohnehin Nicht sehr triftigen Frau Renc^e gesundheitlich schweren ccfta- öen gebracht. Sie konnte in dieser Rächt nicht schlafen. Schreckliche Gedanken quälten sie. Bald sah sie Klaus Behrens' geliebtes Gesicht mit unsäglicher Verachtung auf sich ruhen — bald sah sie ihr kleines Mädchen von der Drucke fallen und nur der Anblick des friedlich neben ihr schlafenden Kindes gab ihr wieder Ruhe. Darum drehte sie das Licht nicht aus m dieser Aacht. Sie fühlte sich namenlos elend.
Am anderen Morgen juchte sie Klaus Ahrens- Aufenthaltsort in der Fremdenliste, aber sie konnte ihn nicht finden. Dann fragte Nein der Kurdirektion nach und bekam endlich Bescheid. Sie schickte einen Boten zu Klaus mit ein paar Zeilen, sie müsse ihn unbedingt sprechen. Der Bote kam zurück, der Herr hefte bedauern, in einer Viertelstunde ging fern Schiff und er müsse noch packen - Da bat Renate dingend um nur fünf Minuten. Sie wartete ihr llemes Mädchen krampfhaft an der Hand hal^nd vor der Tur der Pension Er erschien, hoch auf gerichtet, die Uhr in der Hand.
wieder entfacht und zur Flamme hat werden lassen 2lr. den, der dem Bolschewismus die Stirne bot, der (ein Vaterland ncht der roten Masse überlieft, ohne den es, auch keine Deutschnationale Partei mehr gäbe. Seine Kampfer vergossen ihr Blut zu Zehn- tausenden, opferten ihr Leben zu vielen Hunderten. Ihm gehört deshalb die Seele und der Opferwille des deutschen Volkes. Gegen ihn hat sich der ganze Haft der undeutschen Elemente zusammengeballt, weil sie in ihm das einzige ernst zu nehmende Hindernis sehen. Und wenn er auch noch nicht die not- wendigen 51 Prozent um sich schart, dann gebührt ihm doch die Macht. Wollte er sie allein und ausschließlich? War der Verzicht aus die Führung der Reichswehr zugunsten des derzeitigen Reichswehrministers nicht eine starke Konzession? Wie kann man da von Parteiherrschast sprechen? Unsere Bewegung ist ja etwas ganz anderes als das, was man nach überlebten Ansichten Partei nennt. Wer führen will, tnuft Volk hinter sich haben, und zwar ein Volk, welches das nationale Leben hundertprozentig bejaht. Man will doch mit dem Parlamentarismus brechen nach einer 13jährigen schlechten Erfahrung. Warum denn so engherzig in der lieber- tragung der Kanzlerschaft an die groftc Volksbewegung des Nationalsozialismus? Glaubt man ein Volk dauernd durch Notverordnung regieren zu können, ohne da ft man sich auf fein Vertrauen stützen kann, wenigstens auf das des nationalen Volksteiles? Soll es sich immer nur auf die Kreise um Hugenberg stützen? Will man den Reichstag auflösen? Glaubt man an eine Schwächung der Hitlerbewegung? Dann irrt man, wie alle geirrt haben, die nach jeder Wahl von dem endgültigen Höhepunkt gesprochen haben. Dem Nationalsozialismus und seinem Führer hat man im letzten Wahl- kampf alle Auswirkungen der Papenschen Notverordnungen von feiten der Linken zur Last gelegt. Trotzdem errang er Den großartigen Sieg vom 31. Juli. Deshalb ist dieser doppelt zu werten. Wer an Hitler glaubt, läßt sich nicht irre machen. Auch nicht durch amtliche Erlasse. Hitlers Forderung vom 13. August hat das Vertrauen zu ihm nicht nur nicht
Leichtathletische Zugendmeifterschasten des Gaues Gießen-Wetzlar.
Etwas verspätet kommen morgen die leichtathle- tischen Gau-Iugendmeisterschaften zum Austrag. Ausrichter ist die Spielvereinigung 1900, die die Wettkämpfe im Laufe des Vormittags ab- wickelt. Es wird in vier Klassen gestartet. Die ^-Klasse umfaßt die Iahrg. 1914 15 und sieht vor: 100 Meter, 800 Meter, 3000 Meter, 4x100- Meter-Staffel, Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen, Diskus- und Speerwerfen. Die 8 - Klasse mit den Jahrgängen 1916,17 hat als Wettbewerbe: 100 Meter, 300 Meter, 4xl00-Meter Staffel, Hoch- sprung, Kugelstoßen und Ballweitwurf. In der S-Klasse sind die Jahrgänge 191819 vereinigt. Es sind hier ausgeschrieben. 100 Meter, 4x50- Meter-Stassel, Weitsprung und Kugelstoßen (6 Pfund). Die Allerjüngsten starten in der O-Klasse (Iahrg. 1920 und jünger) und können sich betätigen im 50-Meter°Lauf, der 4x50-Meter- Staffel, dem Weitsprung a. d Std und im Ballweitwerfen.
Das Gros der Teilnehmer wird wie seither die Spvgg. 1900 stellen. Weitere Meldungen liegen vor vom Olympischen Sport-Club Gießen und Sportverein Wetzlar. Der VfL. Wetzlar wird ebenfalls erwartet. Es stehen in allen Klassen spannende Kämpfe zu erwarten. Außerdem dürfte die Veranstaltung ein Spiegelbild dafür sein, wie
Gerichtliches Nachspiel
eines politischen Zusammenstoßes.
][ Marburg, 26. Aug. Gelegentlich eines Umzuges, den die Eiserne Front am 10. Juli von Mornshausen a. S. über Gladenbach, Erdhausen, Weiden hausen usw. veranstaltete, kam es in Weidenhausen zu einem Zusammenstoß mit Nationalsozialisten. Zugteilnehmer gerieten darüber in Erregung, daß am Postamt Weidenhausen Anschlagkästen der RSDAP. angehängt waren. Als sie die Kästen entfernen wollten, stellten sich ihnen drei nationalsozialistische Einwohner aus Weidenhausen entgegen. Sie wurden aber von den Zugkeilnehmern verprügelt: einer erhielt infolge eines Knüppelhiebes eine blutende Kopfverletzung. Don den Tätern wurde nur der 18jährige Polsterer S. aus Erdhausen erkannt. Er wurde in einer Sitzung des Marburger Schöffengerichts, die heute in Weidenhausen stattfand. wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt.
Standpunkt irgendeiner Partei beantworten.
Um es gleich vorweg zu saaen: .Hier spricht nicht bei objektive Tatsachenmensch, sondern der ausge- sorochene Parteimann." Wer die Geschichte der Deutschnationalen Partei kennt, wer ihren Ge dankeninhalt weift, wer vor allem die grofte Angst gewisser Kreise, die in dieser Partei die Hauptrolle spielen, vor dem Hillersozialismus kennt, den kann es nicht wundernehmen, daft man sich das derzeitige Präsidialkabinen Hindenburgs als Dauerzustand wünschen möchte. Man möchte gern ein bißchen Reaktion machen und hält den Augenblick für gekommen. Die gewaltige Riesenbewegung Adolf Hit- lers ist den Leuten um Hugenberg schön lange ein Dorn im Auge Den Nationalismus läftt man sich schon gern gefallen, aber dem Sozialismus zeigt man die kalte Schulter. Ja, man schmeißt ihn bei feiner Beurteilung in denselben Topf mit dem Marxismus.
Deshalb ging auch ein Aufatmen durch die Reihen der Deutschnationalen, als am 13. August die Gefahr der verantwortlichen Regierungsübernahme unter der Kanzlerschaft Adolf Hitlers gebannt zu sein schien.
„Die Nationalsozialisten haben ja n u r 230 Mandate für den Reichstag gewonnen. Das find ja noch nicht die notwendigen 51 Prozent. Deshalb können sie keinen Anspruch erheben auf die Führung der Regierungsgeschaste." So ungefähr schreibt nicht nur Herr Dr. Meesmann als Deutschnationaler, son- dem alle anderen Parteien von Hugenberg bis Thälmann haben sich in diesen Tagen ähnlich geäußert. Nehmen wir an, die Deutschnationalen batten 230 Mandate im härtesten Kampf gegen alle anderen Parteien errungen. Ich bin überzeugt, man hatte aus diesem Lager laut und eindringlich die Kanzlerschaft gefordert und ... wahrscheinlich auch er- halten. Denn in dieser Partei sind „erprobte" Man- ncr von Ruf und Ansehen. Bei den Nationalsozialisten ist zuviel „Masse". Ach, nur wie gern möchte man diese „Masten" auf jener Seite hinter den eigenen Fahnen stehen sehen. In diesem Falle würden die Massenindividuen zu „Köpfen".
Verwechseln Sie nicht, Herr Dr. Ti e e s m a n n, das gläubige deutsche Volk hinter und um seinen Führer Adolf Hitler mit denen, die „Heil Moskau!" rufen? Die gehören nicht zum deutschen Volk. Die sollten eigentlich keine Vertretung in einem deutschen Reichsporlament haben. Denn der Reichstag hat nicht die Aufgabe, sowjetruststche Belange zu vertreten. Bei ihrer Ausschaltung kommt man den 51 Prozent für die Nationalsozialisten schon beträchtlich näher. Und da sollte ihnen nicht die Führung der Regierungsgeschäfte gebühren? Bedenken Sie doch einmal den siegeszug der Hitlerbewegung! Bedenken Sie die Kürze der Zeit, bedenken Sie die rasche Aufeinanderfolge der Dahlen! Was hat immer wieder neue Millionen und Hunderttausende unter das Hakenkreuzbanner mit magischer Kraft gezogen? War es vielleicht der Riesenaufwand von Propaganda? Nein, der Glaube an den deutschen Führer war's. An den. der den nationalen Funken
* Trotzdem der vorstehende Artikel eine stark propagandistische Noie für eine politische Richtung enthält, entsprechen wir aus paritätischen Gründen dem Wunsche des Verfassers, auch seine Ansicht über die innerpolitische Lage im Anschluß an den Artikel von Dr h. c. Meesmann im „Gieß. Anz.". Nr. 199 vom 25. August in unseren Spalten zu veröffentlichen. ______________________ D. Red.
üenoltü Bfliitliis
Roman von Hertha Fricke Urheberrechtsschutz: Verlag Oskar Meister, Werdau
es um den Rachwuchs der einzelnen Vereine bestellt ist.
Handball im Gau Hessen (O.T.)
Beginn der Meisterschaftsspiele.
Im Gau Hessen der Deutschen Turnerschaft bc- Sinnen am morgigen Sonntag in den einzelnen lassen die Punktespiele. Um auf die finanzielle Notlage der Vereine die angebrachte Rücksicht zu nehmen, hat man sich in diesem Jahre zu einem anderen Modus in Der Austragung der Kreis klastenspiele entschieden. Die Spiele der Mannschaften, die sich für die Kreisklasse qualifiziert haben, werden in drei Gruppen ausgetragen, deren erste beide Sieger sich dann zu einer Meisterschaftsrunde gegenüberstehen werden. Für unsere engere und weitere Heimat wurde ein „Lahnbezir k" geschossen, in dem die Vereine Mtv. Gießen, Tv. Freiendiez, Tv. Wetzlar, To. Niedergirmes und Tv. Dehrn gegeneinander spielen werden.
Am Sonntag wird Die 1. Mannschaft Des M t v. ® i e ft e n. Die sich ja bekanntlich in Der vergangenen Saison für Die Spiele Der Kreisklasse qualifiziert hat, Das erste Punktspiel austragen. Die 1. Elf Des Turnvereins Dehrn (bei Limburg) ist Der Gegner. Tv. Germania Dehrn hat in Der vergangenen Saison Den Gaumeister Des Lahn Dill-Gaues ge- stellt unD Dürfte kein zu unterschätzenDer Gegner sein, lieber Die Mannschaft unD ihr Können ist im
da draußen. Hätte ich aber geahnt, welche maßlose Riedertracht dahintersteckte — Verzeihung, Renate, es ist Ihr Gemahl, von dem ich dies sage —, aber wer weift, was dann geschehen wäre. Run aber überlegen Sie selbst, ob Sie es Ihrem Kinde antun möchten, daft es erfährt, Daft sein Vater ein Schuft ist!
Wir können nichts rückgängig machen, weil ich meiner Frau das Wort halten muft, das ich ihr gab. Sie kann nichts Dafür, Daft Sie und ich getäuscht wurden, sonst wären Sie an ihrer Stelle, denn wir hatten uns lieb vor Jahren. Aber es ist jetzt Pflicht für mich, Der Frau keinen Kummer zu bereiten, Die vertrauen!) Die Meine wurde und mich außerdem durch ihr Vermögen in eine sorglose Lage brachte, in der heute wenige meiner Kameraden sind. — Ich kann aber nicht verhehlen, Frau Renate, daft noch immer leise Zweifel kommen — sind Sie wirklich betrogen oder haben Sie damals einen Schritt getan, den Sie vielleicht heute beklagen! — Ich kann vorläufig das Rätsel nicht lösen, weil ich Sie nicht Wiedersehen kann! — Ihre Person, die Erinnerung an einst, sind mächtiger, als ich geglaubt hatte. Wäre ich heute frei, Renate — so hätte ich das Recht, dies zu ergründen und um Sie zu kämpfen, wenn Sie an dem unschuldig sind, was mich damals und Sie jetzt so aus dem Gleichgewicht brachte. Vielleicht gäbe Die Wahrheit mir mehr Ruhe — vielleicht auch Das Gegenteil! Aber Das Wissen um Die Pflicht gibt stets Ruhe unD Gleichgewicht! Danach müssen wir streben! Glauben Sie dem Manne gegenüber keine Pflichten zu haben — ich tonnte es wohl verstehen unter Der einen Voraussetzung! Aber Sie haben solch ein kleines lüfte» MäDchen, Renate! Es gleicht Ihnen, unD ich hörte heute morgen, wie schmerzlich Sie Das Kind gestern gesucht haben! — Lassen Sie Das KinD nicht auch Darunter leiden, was — ich nehme es an — ohne Ihre Schuld geschah. Lassen Sie das Kind Ihr Glück sein, wie es bis heute Ihr Glück gewesen ist! Das Wiedersehen war hart, aber nicht ganz umsonst! Es nahm ein wenig von dem Mißtrauen und der Bitterkeit aus meiner Seele, die feit jenem Tage mein Schicksal wurden, als ich hinter Englands Gittern erfuhr, daft ich Sie verloren hatte! — Ich küsse Ihre Hände, etwas anderes
Auf Dem Dach Des Transformatorenhauses Der AEG. in Berlin-OberfchöneweiDe bauten Die Forscher Dr. Brasch unD Dr. Lange eine Apparatur auf. Die eine Spannung von 2,5 Millionen Volt erzeugen kann. Mit Hilfe Dieser Riesenenergie ist es gelungen, Bleiatome zu zertrümmern, wobei neue Energien frei geinachl rourDen. — Unser BilD zeigt Die beiden Atomforscher Dr. Lange (links) unD rechts Dr. Brasch.
Handball im Tv. Heuchelheim.
Der Tv. Heuchelheim eröffnet Die Diesjährige Ver- banDsspiel-Saifon Durch zwei Spiele auf eignem Platz:
Gegner Der 1. Mannschaft ist Der Meisterklassen- Neuling Münchholzhausen 1. Die Gäste konnten beim letzten HanDballturnier in Wetzlar gegen Die in Der Kreisklasse (piclenDen Mannschaften Wetzlar- NieDergirmes 1. unD Wetzlar 1. überraschend gut abschneiDen. Man erwartet Deshalb auch am Sonntag einen äufterft fpannenDen Kampf.
heimkam von jenem Erholungsaufenthalt an der See, jammerte Klein-Gerti nach ihrem Papa. Er hat eine an Abgötterei grenzende Liebe für sein Kind, der Gert! sich nicht verschlieft!. Wo hätte ich auch zunächst hingehen sollen? Die Kleine sehnte sich nach ihm! Vielleicht weil Die Mutter wenig Sinn mehr hatte für ihre kindlichen Gedanken, für ihr Spiel. —
Ich hatte die feste Absicht, von Karl Andresen zu gehen, aber nach Hause mufttc ich erst. In dem silbernen Kasten in meinem verschlossenen Schreibtisch war alles, was ich noch von Klaus besaß! — Seine Briefe — mein Tagebuch! Die kleinen Kostbarkeiten, Die er von seinen Fahrten mir mitgebracht, Die mir tausenDmal kostbarer sink), Eva-Marie, als Die Perlen und Juwelen Karl AnDresens.
UnD in dies winzig kleine Tagebuch schrieb ich Briefe an ihn, als ich ihn verloren glaubte. Jede Stunde, in Der Der Schmerz um ihn zu groß war unD Die Sehnsucht zu heiß. Das hat mich Damals vor Der Verzweiflung bewahrt. Ich habe auch an dem Tage, an dem ich Karl Andresen äuf seiner Mutter Drängen und Bitten erhörte, an den Totgeglaubten geschrieben, tote ich wich gewöhnt hatte, ihm alle Gedanken mit» zuteilen. Da steht es klar, Daft mcDer Liebe noch Sehnsucht nach AnDresens Reichtum Der GrunD war, ,3a‘ zu sagen, sondern nur Einsamkeit meines arm gewordenen Lebens. Und vielleicht Schuhbedürsnis. Und die Resignation — er, Klaus, war ja nicht mehr da, glaubte ich Doch Damals! — Immer hatte ich Die Absicht, nach jenem Wiedersehen an Klaus zu schreiben, ein Wiedersehen mit ihm zu erzwingen. Aber es kam nicht dazu. Denn die Krankheit begann! — Ich kam zur Operation in Die große Klinik, und als ich endlich wieder nach Hause durste, waren viele Monate vergangen. Oft war mir in der Klinik der Gedanke gekommen, Klaus an mein Krankenbett zu bitten, um ihn noch einmal zu sprechen! Denn Der Brief sagt wohl Deutlich genug, Daft er noch nicht ganz an mich glaubte, wie einst. Daß er noch an mir zweifelte trotz seiner guten Worte, unD der Gedanke quälte mich unsagbar!"
Die Sonne schien wärmer, und Renate lag einen Augenblick still, wie um sich zu erholen. Schwester Elisabeth kam von ihrem Ausgang zurück mit strengem Gesicht und lauernden Augen. Sie sah auf die Briefe und kleinen Schmuckstücke^ Die Frau Renate auf ihrer seidenen Decke liegen hatte, mit denen kosend ihre durchsichtigen, blassen Fingerspitzen spielten.
„Es ist Zeit, gnädige Frau, die Medizin zu nehmen!" mahnte sie.
„Ich will aber nicht!" antwortete trotzig die Kranke, ärgerlich über die Störung.
(Fortsetzung folgt.)
einzelnen hier nichts bekannt, um so mehr aber werben Die Mtver gut tun, nicht leichtfertig zu sein.
Zn Der GaukIass e ist Gießen in Diesem Jahre nicht vertreten Mtv. hat Dagegen für Die ^Klasse eine Mannschaft gestellt. Die zusammen mit Den Mannschaften Der Vereine von Lich, Allen- Dorf, Großen - LinDen, Lützellinden unD Garbenteich um Die Meisterschaft Der Bezirksgruppe kämpfen merDcn. Die besten Der Drei Bezirksgruppen Der A-Silaffe im Gau Hessen treten Dann unter sich zu Vor- unD Rückspiel an, um Den Besten Der A-Mlafle zu ermitteln, Der Dann seiner- seits für Die nächste Saison in Die Meylerklasie Des Gaues aufrückt. Die Mio Mannschaft t ritt zum erstenmal am 4. September gegen Den Turnverein LützellinDen an.
In Der Jugendklasse (zweiter Spielbezirk) hat sich nichts geänDert. D>e JugenD vom Mtv. bestreitet am morgigen Sonntag ihr erstes Spiel gegen Die 1. JugenD Des Turnvereins ©roften CinDen. In Der IngenDklafse finD aufterDem noch Die Vereine Tv. Wetzlar unD Münchholzhausen vertreten.
Zertrümmerung des Blei-Atoms.


