Ausgabe 
26.8.1932 Frühausgabe
 
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SJl.-'fpOTt

Deutschland führt...

Potz bisher Erster im Europa-Rundflug.

Die Wettbewerbsleitung des Curoparundflu- ges veröffentlicht einen Lleberblick über die bis­herige Wertung des Streckenfluges. Selbstver­ständlich kann bei Lleberwindung der noch aus­stehenden 2400 Kilometer von Paris aus noch manche Aenderung eintreten. Auf der Liste, die die Wettbewerbsleitung am Donnerstag bekannt­gab, steht an erster Stell« Reinhold Poß mit 413 Punkten, an zweiter Stelle steht der Pole -Z w i r k o, der in der technischen Wertung noch elf Punkte vor Poß marschierte, mit 411 Punk­ten. Es folgt Hirth mit 410, und der Schwei­zer Fr eh mit 408 Punkten. Der DeutscheCuno erreichte 403 Punkte. Dann folgen Stein mit 401, Morzik mit 398, und Seidemann mit 394 Punkten. Seidemann konnte trotz seines Re­kordfluges nicht weiter vorrücken, da, wie ge­sagt, die Durchschnittsgeschwindigkeit nur bis 200 Stundenkilometer bewertet wird. An neunter Stelle steht der Pole Bajan mit ebenfalls 394 Punkten. Der Deutsche L u s s e r folgt mit 390 Punkten, dann wieder ein Pole Karpinski mit 364 Punkten, und schließlich Freiherr von Massen­bach mit 363 Punkten. Der Streckenflug geht am Freitag von Paris aus um 6 Ahr weiter. 2m Wettbewerb befinden sich noch 25 Teilneh­mer. Es ist möglich, daß die bisher schnellsten Deutschen bereits am Freitagabend BerlinStaa­ken erreichen.

Luftfahrtminister P a i n l e v e begab sich am Donnerstagmittag nach Orly, wo ihm der Ber- 'reter der Lufthansa, von Winterfeld, die deutschen Teilnehmer am Europarundflug vorstellte. Der

Luftfahrtminister interessierte sich lebhaft für die deutschen Maschinen und lieh sich die verschiede­nen Typen eingehend erklären.

Im Anschluß daran fand ein Empfang im Aero- Club von Frankreich statt. P a i n l e v e bat den Vertreter der deutschen Botschaft, Legationsrat Dr. Zimmermann, dem deutschen Botschaf­ter seine Bewunderung über die vorzügliche Hal­tung der deutschen Teilnehmer zum Ausdruck zu bringen.

Empfang bei der deutschen Botschaft.

Am Donnerstagnachmittag fand in der deut­schen Botschaft auf Einladung des Botschafters von H o e s ch ein Empfang zu Ehren der deut­schen Teilnehmer am Curoparundflug statt. Die deutschen Flieger waren in bester Stimmung und sehen dem am Freitagfrüh beginnenden dritten Flugabschnitt mit Zuversicht entgegen.

warum Massot disqualifiziert wurde.

Der französische Europa-Rundflieger. Massot wurde jetzt vom Sportausschuß des Aero-Clubs von Frankreich in eine schwere Strafe genommen, nachdem er sich beim Wiegen in Staaken eines Dleigürtels bedient hatte, um so das vorgeschrie­bene Gewicht vorzutäuschen. Die Gewichtsdiffe- renj von 25 Pfund dürfte immerhin eine Menge ausgemacht haben und als die Sache ruchbar ge­worden war. wurden Massot sämtliche Punkte aus den technischen Prüfungen aberkannt und die An­gelegenheit dem Aero-Club von Frankreich mit­geteilt. Die Untersuchung muß nun wohl die Rich­tigkeit der Vermutungen ergeben haben, denn M. wurde, wie wir bereits berichteten, auf drei Jahre disqualifiziert.

Herbstregatta...

Oie alljährliche Veranstaltung des Vereins Rudersport 1930.

Die Rudersaison neigt sich ihrem Ende zu. Gieße­ner Ruderer haben in diesem Jahre von sich reden B. Jetzt aber klingt die Saison aus und einige , haften sind bereits außer Training. Der Ver­ein Rudersport, der Veranstalter der bevorstehenden Regatta, hat allerdings in diesem Jahre nicht in dem Maß aktiv eingreifen können, wie das wün­schenswert gewesen wäre, dafür aber hat man sich energisch um einen Nachwuchs bemüht, der für die Zukunft einen festen Stamm bilden soll, soweit das eben möglich ist. Der Verein Rudersport hat sich, um diesem Ziele näher zu kommen, den Reichs­trainer Herrn Moritz (Berlin) verpflichtet, der für einige Wochen die Mannschaften in seine Ob­hut nahm.

Die Herbstregatta soll nun für den Verein selbst eine Ueberschau über das Können der jungen Mannschaften ermöglichen, anderseits aber wiederum Ruderer aus der näheren und weiteren Umgebung im Wettkampf vereinigen. Das Programm sah etuia 20 Rennen vor, von denen aber 4 ausfallen Müssen. Allgemein wird dabei sehr bedauert, daß der Große Achter ausfallen muß, für den leider keine Meldung abgegeben wurde. Das Meldeergebnis darf aber in seiner Gesamtheit trotzdem als gut bezeichnet werden, wenn man bedenkt, daß die Nöte der Gegenwart auch die Rudervereine in ihrer Bewegungsfreiheit hindern. Immerhin haben 16 Vereine gemeldet, die mit 60 Booten und 295 Ru­derern vertreten sein werden. Für die Zuschauer will man die Veranstaltung dadurch reizvoll ge­stalten, indem die Boote in sehr kurzer Folge starten sollen. Für Samstag ist ein Begrüßungs- abend vorgesehen. Am Sonntag, 28. August, wer­den bereits vormittags einige Vorrennen und am Nachmittag dann die Hauptrennen gefahren.

Die einzelnen Rennen.

Der Lahn-Iungmann-Vierer fällt aus. Rur der Limburger RC. hatte gemeldet. Der Herb st- Vierer ist dagegen von 7 Ver­einen belegt worden. Verein Rudersport und Hassia" treffen auf die Frankfurter Germanen, Limburger RG., Rüsselsheim. Dortmund und Saar" Saarbrücken. Germania Frankfurt und Saar" Saarbrücken sollte man im Endlauf sehen. Die Gießener werden es sicher nicht leicht haben, sich durchzusetzen. Für den Jugend-Gig- Vierer hat nur der Limburger RD. gemeldet. Das Rennen fällt also auch aus. Im ersten Lahn-Vierer liegen sich lediglich Limburger RC. und Wetzlarer RK. gegenüber. Man sollte dabei den Limburgern einige Chance einräumen. Limburger RK., Weilburger RV., Limburger RG. undSaar" Saarbrücken starten zum V i e - rer-Kurzstrecken-Rennen. Ein offenes

Rennen I Für den Jungmann-Achter hat der Verein Rudersport seine neue Mannschaft ge­meldet, die hier eine Feuerprobe zu bestehen hat. Saar" Saarbrücken ist der Gegner. Die Gießener sollten sich wenigstens ehrenvoll zu halten wissen. Keinesfalls sollte man die Gäste allein durch das Ziel gehen lassen. Im I u n g m a n n-E i n e r sind sieben Boote am Start. Für den Verein Rudersport bestreitet Kurt Münch das Rennen. Die Konkurrenten sind wenig bekannt. Der Sieger ist im Voraus nicht zu nennen.

Im Damen - Vierer sieht man drei Boote am Start. Der Vierer der GRG. und des Offen­bacher Rudervereins treffen wieder aufeinander und werden es wohl unter sich ausmachen. Frauen- RudervereinFrei-Weg" Frankfurt gesellt sich als dritter Konkurrent dazu. Im zweitenVierer vertritt wieder der RuderklubHassia" die Far­ben unserer Stadt. RV. Rüsselsheim, Saar-Saar- brücken, Limburger RG. und Wetzlarer RK. wer­den aber die Hiesigen auf eine harte Leistungs­probe stellen. Für den Alt-Herren-Vie- re r stellt der Ver in Rudersport snre Mannschaft. Germania Frankfurt ist der einzige Gegner. Die Ruderer müssen über 32 Jahre alt sein, wenn sie startberechtigt sein wollen. Im Staatsprä- sidenten-Rennen darf man zweifellos zwi­schen dem Vierer vonSaar" Saarbrücken und der Mainz-Kasteler RG. einen heftigen Kampf erwar­ten, in dem sich die Saarbrückener nicht allzu schnell geschlagen bekennen werden.

Der Herbst-Achter um den Georg-, Appel-Gedächtnispreis sieht vier Boote am Start. Auch hier ist der Verein Rudersport erfreulicherweise vertreten. Dortmunder RG., RV- Rüsselsheim, vor allem aber Mainzer RV. werden den Gießener nicht allzuviele Chancen lassen. 2m Anfänger-Vierer sind Ruder­sport Gießen, GRG-, Limburger RG.,Saar" Saarbrücken und Wetzlarer RK. im Rennen. Bei Anfängern kann man nicht wissen, wer es macht. Es wäre schön, wenn der Sieg als ein günstiges Omen für die betreffende Mannschaft in Gießen bliebe. Den 2unior-Vierer machen drei auswärtige Boote (Wetzlar. Limburg und Saar­brücken) unter sich aus. Der Lahn-Achter wird gegen Limburger RK. von dem Achter des Gießener RC. Hassia bestritten. Es geht um den Preis des Rektors der hiesigen Universität. Hassia hat zwar einige routinierte Ruderer im Boot, ob sie sich den Sieg aber sichern können, erscheint doch fraglich. Der Herb st- Vierer, ein Kurzstrecken-Rennen, sieht Rudersport Gie­ßen undSaar" Saarbrücken im Wettbewerb. Die Chancen liegen bei den Gästen. Der Lahn­

Einer, zu dem lediglich T i m p e gemeldet hatte, fällt aus. 2m 2ungmann-Vierer sind wieder drei Boote am Start (Limburger RK., Dortmund undSaar" Saarbrücken).

Den Ermunterungs-Vierer bestreitet der Verein Rudersport mit zwei Booten. Ledig­lichSaar" Saarbrücken liegt noch mit im Rennen. Der Große Achter muh, wie schon erwähnt, leider ausfallen.

Bei den vorliegenden Meldungen fällt auf, daß der RuderklubSaar" Saarbrücken in nicht weniger denn 10 von 16 Rennen vertreten ist. Einige Siege werden sich die Gäste dabei ohne allen Zweifel zu sichern wissen. Die Gießener Rudergesellschaft ist überraschend schwach ver­treten.

4>auptschießen

der Schühengesellschast iorß Gießen.

Bei dem dieser Tage abgehaltenen Hauptschießen der Schützengesellschaft 1926 Gießen wurden fol­gende Preise errungen:

100 Meter Auflagestand.

Meisterscheibe (12er Ringscheibe): 1. Kurn- merow, Gießen, 36 Ringe: 2. Neumann, Schotten, 35; 3. Sauer, Gießen, 35; 4. Appel, Gießen, 35; 5. Dewald, Gießen, 35; 6. Gondner, Gießen, 35; 7. Götz I, Gießen, 35; 8. Nickel, Nidda, 34 Ringe.

Tabelle (12er Ringscheibe): 1. Appel, Gießen, 159 Ringe; 2. Kummerow, Gießen, 156; 3. Sauer, Gießen, 156; 4. Neumann, Schotten, 155 Ringe.

Gabenscheibe (20er Ringscheibe): 1. Nickel, Nidda, 20 Ringe (Stechschuß 19) 2. Neumann,

Schotten 20 (19); 3. Kummerow, Gießen, 20 (18); 4 Spanier, Nidda, 20 (18); 5. Appel, Gießen, 20 (18); 6. Sauer, Gießen, 20 (17); 7. Süssel, Schotten, 20 (17); 8. Wehling, Gießen, 20 Ringe (16).

Ehrenscheibe: Appel, Gießen.

175 Meter freihand.

Meisterscheibe (20er Ringscheibe): 1. Appel, Gießen, 57; 2. Möhl, Gießen, 52; 3. Sauer, Gießen, 52 Ringe.

Tabelle (15 Schuß: 20er Ringscheibe): 1. Sauer, Gießen, 208 Ringe.

Gabenscheibe (40er Ringscheibe): 1. Neu­

mann, Schotten, 40 Ringe (Stechschuß 10); 2. Sauer, Gießen, 39 (27); 3. Nickel, Nidda, 38 (20).

Ehrenscheibe: Sauer, Gießen.

Die Beteiligung an dem Schießen auch von auswärtigen Schützen war der heutigen Zeit entsprechend als zufriedenstellend zu bezeichnen. Von den vorstehenden Preisträgern sind sehr gute Resultate erzielt worden.

llOOiäufer bei derSoethe-Siaffel-.

Der 9. StaffellaufRund um Frankfurt" der Frankfurter Turnerschaft wird am kommenden Sonntag alsGoethe-Staffel" ausgetragen. Zu dem Lauf haben sich 1100 Läufer eingeschrieben, 2n der Hauptklasse nehmen diesmal auch zwei Schwimmer teil, die sich in die Ueberquerung des Maines teilen.

Süddeutschland

oei den Kunstiurn-Meisterschasten.

Bei den am 5. und 6. Rovernber in Berlin stattfindenden Deutschen Kunstturnmeisterschaften richten sich die Zulassungen von Teilnehmern nach der Größe der einzelnen Turnkreise. Von den fünf süddeutschen Kreisen können die Bayern mit 12 Teilnehmern das größte Aufgebot stellen. Der Mittelrheinkreis stellt sieben. Württemberg sechs, Baden fünf und der Kreis Pfalz vier Teilnehmer. Die stärkste Teilnehmer­zahl steht dem Kreis Freistaat Sachsen mit 13 Teilnehmern zu.

196 Stunden in der Lust.

Nachdem den Amerikanerinnen von der franzö­sischen Pilotin Maryse Hiltz der Höhenflug-Welt­rekord abgcjagt worden ist, haben sie den Dauer­flugrekord neuerdings auf eine beträchtliche Zeit­spanne gebracht. Die beiden Fliegerinnen Frances Marsalis und Luise Thaden blieben 196 Stunden in der Luft und Überboten die bisherige Frouen- Höchstleistung um nicht weniger als drei Tage. Der Brennstoffvorrat wu^de wie bei allen der­artigen Rekordflügen in der Luft aufgefüllt.

Wirtschaft.

Verschuldung und Zinslast der öffentlichen Wirtschaft.

Das 2nstitut für Konjunkturfor­schung bringt in einem Aufsatz die wichtigsten Materialien über die Fragen, die sich aus der Verschuldung und der Zinslast der öffentlichen Hand ergeben. Am 31. März 1932 betrug die Verschuldung von Reich, Ländern und Ge­meinden ohne deren Verpflichtungen unter­einander rund 24 Milliarden Mark, die Zinslasten hierfür rund 1,4 Milliarden Mark. Hinzu kommen noch die von öffentlichen und öffentlich-rechtlichen Unternehmungen für ihre Schulden von rund 5,1 bis 5,3 Milliarden Mark zu entrichtenden Zinsen von 330 bis 350 Mil­lionen Mark.

Damit stellt sich der jährliche Zinsbetrag gegenwärtig ungefähr auf 1,8 Milliarden Mark, das sind fast 30 Mk. je Kopf der Bevölkerung. Don der gesamten Zinslast haben die Gemeinden mit 657 Millionen Mark (37. Wapcs# bwpaßten Betrag aufzubringen. Das Reich ist trotz einer wesentlich höheren Schuldsumme an der Zinslast nur mit 33 Prozent beteiligt, die öffentlichen Unternehmungen mit 19 Prozent und die Länder mit 11 Prozent. Beim Reich treffen über 30 Prozent des Gesamtzinsaufwandes auf die bereits vor der Währungsstabilisierung begrün­deten Verbindlichkeiten, besonders auf die Ab­lösungsanleihe. Die Zinslast bei den Ländern und bei den öffentlichen Unternehmungen dient dagegen zum allergrößten Teil der Verzinsung der zu hohen Marktsähen in den Jahren 1924 bis 1931 aufgenommenen Reuverschuldung. Von dem Gesamtzinsaufwande der öffentlichen Hand trifft immer noch ein erheblicher Teil auf die Mlösungs- und Aufwertungsschulden. Die großen Unterschiede in der Verzinsung, die früher zwi­schen den einzelnen Formen der Reuverschuldung bestanden, sind durch die Zwangskonversion größtenteils beseitigt worden. Dem Rominal- zins nach sind jedoch immer noch die Ausland­schulden mit 6,2 Prozent am niedrigsten, die mittel- und kurzfristigen Jnlandschulden mit 6,9 Prozent am höchsten zu verzinsen.

Am gesamten Jahresbetrage sind die Aus­landschulden mit rund einem Fünftel beteiligt. Für die kurz- und mittelfristigen Jnlandschulden/ die eine Höhe von fast 6 Milliarden Mark er­reichen, sind unter Zugrundelegung der gegen­wärtigen Geldsätze über 400 Mill. Mark jährlich

aufzubringen. Ende 1931 trat nach d«r Ver­flüssigung des Geldmarktes als weitere erleich­ternde Maßnahme die Zwangskonversion für die langfristigen und den größten Teil der mittel­fristigen Schulden hinzu. (Durchschnittszinssah der Reuverschuldung 1928 7,1 Prozent, 1930 7,3 Pro­zent, 1931 7 Prozent, 1932 6,4 Prozent.)

Die Entlastung durch die Zinskon- Version war bei den öffentlichen Körperschaf­ten nicht sehr bedeutsam, da, abgesehen von den freigestellten Auslandschulden, ein weiterer gro­ßer Teil der Schulden bereits Zinssätze hatte, die nicht mehr weiter gesenkt wurden. Auch ist die Entlastung durch die Steigerung der Schuld­summe (Zuwachs der Reuverschuldung von 1931 auf 1932 über 400 Mill. Mark) zu einem Teil wieder aufgehoben worden. Immerhin ergibt sich für die jährliche Zinslast von Reich, Ländern und Gemeinden, die sich von 1928 bis 1931 fast verdoppelt hatte, seit 1931 eine Abnahme um rund 100 Millionen oder etwa 6 Prozent. An der Steigerung der Zinslast seit 1928 waren Reich, Länder und Gemeinden fast gleichstark be> teiligt.

Frankfurter Abendbörse still.

Frankfurt a. M., 25. Aug. An der Abend- börse herrschte vollkommene G e f ch ä f t s st i l l e. Die anbaltend feste Haltung Wallstreets und anderer Auslandbörsen machte kaum Eindruck, weil die labilen innerpolitischen Verhältnisse zur Zurückhaltung veranlassen, die noch verstärkt wurde durch den amtlich gemeldeten Wechsel im Reichswirtschaftsministerium, sowie infolge der heutigen Unruhen in Beuthen. Die Kurse lagen gegen den Berliner Schluß nur knapp behauptet.

Qln» Rentenmarkt blieben die Mittags- kurse unverändert, lediglich Reichsschuldbuchfor­derungen bröckelten weiter leicht ab. Reubesitz 5,25, Altbesih 49,5, Reichsbank 127,75, Gelsen­kirchen Bergwerk 33, Stahlverein 15, Aku 47,25, REG. 31,75, IG.-Farben 87,75, Siemens 129.

Schweinemarkt in Grün berg.

4- Grünberg, 25. Aug. Der heutige Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von 629 Ferkeln zu verzeichnen. Cs wurden folgende Preise erzielt: Ferkel bis sechs Wochen alt 10 bis 12 Mk., sechs bis acht Wochen alt 14 bis 16 Mk., acht bis dreizehn Wochen alt 18 bis 24 Mk. Tendenz: schleppend, es verblieb Ueber- stand.

Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H. Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfurt a.M.

Berlin

Frantsuri a. M.

Berlin

Dem

enmartl Berlin Frankfurt a. M.

Schluß« kurs

Gchlußk. Abend­börse

Schluß« kurs

Gchlußk. Mittag» börse

Gchluß» kurs

Gchlußk. Abend, börse

Schluß­kurs

Gchlußk. Mittag« börie

Schluß« kurs

Gchlußk. Abend« börse

Schluß« lurs

Gchlußk. Mittag« börse

24.August

25-August

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld | Ariel

'Datum

24.8.

25.8.

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25.8.

Datum

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Datum

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Helsingsors . Wien. . . . Prag Budapest. - Sofia . . . Holland . Oslo.... Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aires Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Jan.. Jugoslawien. Lissabon . .

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6% Dcimche Retchsanleihe v. 192. 6% ehem.7%Dt.ReichSanl.v.l929 5'/2% Boung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Wlvs.-Schuld mit Auslos-Rechten.......

Desgl. ohne Auslol.-Rechte . .

6% ehern 8%.£>e|f. Bolksstaat 1929 lrückzahlb. 102%)......

Oberheilen Provinz-Anleihe mit Auetos.-Rechten......

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1.......

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goivvie. 15 unkündbar bis 1935

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl Golvvte 16 unkündbar bis 1936

6'/2% ehem. 4/2% Franks.HyP^ Bant Ltau Psandbricse . . .

6'/*% ehem. 4)4% Rheinische Htiv.-Bank-Ltgu.-Goldpie. . .

6% ehem 8% Pr. Landespkand- briefanftat: Psandbricse R. 19

6% ehem. 7% Pr. Landespsand» 6rtefanftali Pfandbriefe R. 10

4% Oesterretchtsche (Solorente .

4,20% Oesterretchtsche Stlberrentc 4% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913.....

5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1..........

4% desgl. Serie n.......

5% Bumän. verelnh. Rente v. 1903 <Z4A>Rumän.vereinh.Rentcv.i9i3 4% Rumänische vereint,. Rente 2%% Anatolier......

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17,4

Vamburg-Amerila Pate-, . . l

Hamburg-Siidam. Dampsschiss. 0 Hansa Dampsschiss . . . (

Norddeutscher Lloyd.....(

A.G. für Verkehrswesen Akt. . 0

Berliner Handelsgesellschaft . 4

Commerz- und Privat-Bank . 0

Darmstädter und Nationalbank 0 Deutsche Bank und

Disconto-Gesellschast... o Dresdner Bank...... o

Reichsbank........r.

A.E.G...........0

Bergmann.........o

Elektr. Lieferungsgesellschaft. 5

Licht und Kraft...... 6

Felten & Guilleaume.... 0

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 4

Rheinische Elektrizität . . bV Schlickert öl Co....... 0

Siemens & Halske..... 9

LahmeyerLCo.......10

Buderus..........4

Deutsche Erdöl.......5

Gelsenkirchener.......8

Harpener..........0

Hoesch Eisen.........6

fllie Bergbau.......10

Ilse Bergbau Genüsse.....

Klöcknerwerke . ......6

ManneSmann-Röhre» .... 6

ManSseldcr Bergbau.....0

Oberschles. Kokswcrke .... 8

Phönix Bergbau......4'/,

Rheinische Braunkohlen... 10

Rheinstahl........ 6

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tRiebed Montan......

Vereinigte Stahlwerks .... 0

Otavi Minen....... 0

Kaliwerke Aschersleben ... 6

Kaliwerke Westeregeln ... 6

Kaliwerke Salzdetfurth ... 9

I. G. Farben-Jndustrie ... 7

Scheideanstalt.......10

Goldschmidt.........0

Rütgerswerke........0

Melallgesellschaft.......0

Philipp Holzmann......C

Zementwerk Heidelberg. ... 4

Cementlverk Karlstadt.....C

Watch & Freytag......0

Schultheis Patzenhoscr ... 0

Aku (Allgemeine Kunstseide) 0

Bcmberg......... 0

Zcllstosf Waldhof..... 0

Zellstoss Aschaffenburg ... 0

Dessauer GaS........7

Daimler Motoren......0

Deutsche LinoleuM.....0

Orenstein & Koppel.....0

Leonhard Tietz.......6

Svenska......... o

Chade............

Frankfurter Maschinen . . . . o

Grttzncr..........o

Matnkraftwerke Höchst a.M.. . 4

Süddeutscher Zucker.....8

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4

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5

54 46,25

38,9 31,25 23,25 86,75 15,65 38,13 28,75 41,25

170

20

108,5

15,75

14

97

103

172,65

87,9

24,25

36

31,9

44,25

4

55

47,5

41

31,5

22

85

16,13

37,75

27

41,4

166

18

Berlin, 25-August Amerikanische Noten.......

Belgische Noten.........

Dänische Noten.........

Englische Noten.........

Franzöfische Noten........

Holländische Noten........

Italienische Noten.......

Norwegische Noten........

Deutsch-Oesterreich, 1100 Schilling Rumänische Noten........

Schwedische Noten........

Schweizer Noten.........

Spanische Noten.........

Ungarische Noten........

Gelb

4,20

58,25

77,39

14,52

16,46

169,36

21,56

72,80

2,49

74,55

81,60

33,68

Brief

4,22 58,49 77,71 14,58 16,52 170,04

21,64 73,10

2JT 74,85 81,92 38,82

s*19.

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