Ausgabe 
26.8.1932 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

rechtes für die Verurteilten von Beuthen ein und y nach der der französische Abgeordnete F r i Hot entsprechende Eingaben an die zuständigen bourg, der Berichterstatter der Kammer

Ä ?n9a\ i9nu I Aus fr er Pwvmzialbauptstadi.

r t

Die Zusammenkunft habe, wie in Londoner

die

Aus aller Welt

Braugersten-Ausstellung in Lich.

Kem Kurzschluß.

im

der soll

und und und Ge- und auf

vor dem Schicksal Magdeburgs bewahrt und zugleich die Glaubensfreiheit feiner Be­völkerung gesichert habe.

Darauf sprach der Rektor der Nürnberger Han­delshochschule Prof. Dr. Sven Hel an der. 3n der Rettung von Luthers Wort durch Gustav Adolf knüpfte sich aufs neue die schwedisch-deut­sche Kultur zu gemeinsamem Lebensschicksal. Als politischer Vorkämpfer der protestantischen Re­ligion sei Gustav Adolf 1630 auf deutschen Boden getreten.

Oberstleutnant Dergren als Vertreter der schwedischen Gesandtschaft in Berlin überbrachte den herzlichen Dank des am Erscheinen leider ver­hinderten Königs Gustav von Schweden und der schwedischen Regierung für die Einladung zu dieser Feier der fränkischen Städte. Gustav Adolf sei nicht nur ein großer Feldherr, sondern auch ein großer Staatsmann gewesen. Er hat Nürn­berg vor dem Schicksal Magdeburgs gerettet. Es

Stellen gerichtet.

Cin Gnadengesuch.

Essen, 26. Aug. (END.) Die Frau des zum Lode verurteilten Nationalsozialisten L a ch - mann hat, wie dieRheinisch-Westfälische Zei­tung" von gut unterrichteter Seite erfahren haben will, telegraphisch ein Gnadengesuch an den Reichskommissar Dr. Bracht gerichtet. 3n diesem Gnadengesuch weise Frau Lachmann auf das furchtbare Unglück, das bei Vollstreckung des Todesurteils über ihre Familie kommen müßte. Reichskommissar Dr. Bracht habe, wie die Zei­tung weiter berichtet, darauf heute geantwortet, daß er allein für die Begnadigung nicht zuständig sei. Das Begnadigungsrecht stehe nur der gesamten preußischen Staatsre­gierung zu. Die Angelegenheit könne auch erst dann entschieden werden, wenn der Bericht des Gnadenanwalts und die schriftliche Urteils­begründung in 'Berlin vorlägen. Der Reichs­kommissar habe Frau Lachmann empfohlen, sich direkt mit dem Beauftragten für Gnadenange­legenheiten in Verbindung zu setzen.

Neue Sondergerichts-Ltrieile.

Kempten, 25. August. (WTB.) Vor dem Schnellgericht des Amtsgerichts Kempten wurde heute gegen 20Kommunisten verhandelt, die wegen Ausschreitungen anläßlich des Aufmarsches der SA. und SS. am 17. 3uli in Kempten und Kottern angeklagt waren. Das Gericht erkannte auf Gefängnis st rasen von einem 3ahr gegen sechs Angeklagte, von acht Monaten gegen einen und von sechs Monaten gegen sieben An­geklagte. Vier Kommunisten wurden freigespro­chen. Gegen den flüchtigen Kommunistenführer 3ohann Schmid aus Kottern wurde Haftbefehl er­lassen. Zwei weitere Angeklagte waren zu der Verhandlung nicht erschienen.

Die kleine Spinne aber webt und webt in einem fort. Sie muh die Zeit nutzen: denn viele Tage find ihr nicht beschieden. 3a, kurz ist ihre Zeit kurz, wie Maiengrün und Heide­blüte und alles, was des 3ahres Lauf an Wunderwerken bringt. sch.

Vornotizen.

Tageskalender für Freitag. Licht- spielhaus, Bahnhofstraße:Mitternachtsliebe".

zielten Kreisen erklärt wird, keinerlei politische Bedeutung. Die Minister treffen Montag in 3erseh ein und begeben sjch Mittwoch nach Guerneseh. Herriot wird von dem 3nnenminister Chautemps und von dem Minister für die Handelsmarine Leon Meyer begleitet und kehrt Mittwoch wieder nach Frankreich zurück.

Gegen Versailles.

Einer der teuflischsten Verträge."

N e u h o r k, 25. Aug. (WTB. Funkspruch.) Der Bürgermeister von Winnipeg (Kanada) nahm auf einer 3ahresversammlung der American Legion von Minnesota u. a. zur gegenwärtigen weltpolitischen Lage Stellung. Er forderte die American Legion auf, auf die Regierung der Vereinigten Staaten dahingehend einzuwirken, daß sie mit dem britischen Empire zusammengehe, um den Versailler Vertrag zu beseitigen, den er einen der teuflisch st en Ver­träge nannte, die jemals in der Geschichte der zivilisierten Welt geschlossen worden seien.

durch Gustav Adolf vor den Kaiserlichen.

Oberbürgermeister Dr. Luppe begrüßte Festversammlung. 3n herzlicher Weise hieß er die Ehrengäste aus Schweden will­kommen, dann die Angehörigen jener Nürnberger Patrizier- und fränkischen Adelsfamilien, die vor 300 3ahren in den Reihen des Schwedenkönigs mitgekämpft haben. 3ubelnd sei vor 300 3ahren Gustav Adolf in Nürnberg begrüßt worden, weil er es gewesen sei, der die Stadt

Das Gustav-Adolf-Lahr in Nürnberg

Deutsch-schwedische Erinnerungsfeier im Nathaussaal.

Nürnberg, 25. Aug. ($11.) Seit Donnerstag­vormittag steht Nürnberg im Zeichen des Gu- stav-Adolf-3ahres. 3n dem festlich ge­schmückten Rathausfaal, in dem im 3ahre 1649 das Friedensmahl stattgefunden hat, das den eigentlichen Abschluß des Dreißigjährigen Krie­ges bildete, fand die H a u p t f e i e r der Städte Nürnberg, Fürth und Zirndorf statt zur Erinne­rung an die

Errettung Nürnbergs im Dreißigjährigen Kriege

jagt hat, werden sie wieder frisch ans Werk gehen. Dann wird es wieder hervortreten, dieses Ge­wirr glänzender Fäden. Unter des Silbers Glanz wird die Farblosigkeit verblichener Gräser Dolden zunichte werden. 3n reifen Früchten herbstlich gefärbtem Laube wird es leuchten glitzern. Merkwürdig: dies feine zartweihe spinst tilgt die Erinnerung an Gewesenes verheißt Kommendes. 3e mehr das Gold den Bäumen hervortritt, desto größer wird der Silberglanz zu ebener Erde. Der leiseste Wind aber, der kaum die Blätter zu rühren vermag, trägt die feinen Fäden durch den blauen Herbst­tag. Aber sowie er nur ein wenig stärker weht, mischen sich erste welke Blätter mit diesen taumelnden, losgelösten Fäden, diesen wehenden Fahnen Boten des Herbstes. Marienfäden und erstes Herbstlaub gehören untrennbar zu­sammen.

G i e ß e n, den 26. August 1932. 1

Der Altweibersommer ist da.

Erste silberne Fäden glänzen auf herbstlicher Flur. Sie schlingen sich um Dusch und Daum und dürre Gräser. Sie steigen empor und fallen herab: sie führen über Gräben und Hecken und andere Hindernisse. Lacht die Sonne, dann wird das ganze Wunderwerk offenbar, dies Durcheinander von Fäden, die kreuz und quer laufen, dicht und dichter werden, bis sie irgendwo ein engmaschiges Netz bilden ein Kunstwerk in seiner Art.

Und wer ist der fleißige Weber? Eine kleine Spinne ist in diesen Tagen lachender Herbstsonne und lauen Windes am Werk. 3hre Arbeit, das feine, im Sonnenlicht glitzernde Gespinst, das der DolksmundAltweibersommer" nennt, sehen alle, aber den kleinen, flinken Weber kennen nur wenige. Und dabei ist er ein überaus bemerkenswerter Vertreter in dieser bunten Welt der Kleinen.

Dort, wo das Weidengestrüpp mit dem Schilf kämpft, und die Erlen den Birken das bißchen Boden streitig machen, ist ein sauerer Grund. Das ist die Geburtsstätte dieser kleinen Spinne. Hier im Versteck dichten Blattwerks hat die Alte im Frühsommer ihre Brut abgeseht. Feinde be­drohten sie Feinde aus der Vogelwelt, Feinde auch in Eidechsen, die hier unentwegt auf Beute lauern. Hier hat der Fliegenschnäpper, der doch gewiß auf dem Posten ist, fein 3agdgebiet: hier streicht der Raubwürger über die Kronen: am glatten Stamm der Fichte hängt die Kohlmeise, und nebenan huscht die Sumpfmeise durchs Ge­zweig. Aber keiner von all diesen erspähte die Spinne in ihrem Versteck. Auch die Eidechse nicht, die auf moosbedecktem Stubben Ausschau hält. Fürwahr: eine arg gefährdete Kinderstube! Und doch die Brut kommt aus in ihrem sicheren Versteck.

3etzt, da die 3ungen sich selbst überlassen sind, wagen sie die Fahrt ins Weite, die fröhliche Sonnenfahrt und schaffen den Altweibersommer, dies Stück Herbstpoesie, an dem wohl niemand achtlos vorübergeht, das den Menschen nicht minder packt, als Frühlingsgrün und Blätter- gold, Neuschnee und Rauhreif.

Der frühe Abend mit Kühle und Feuchtigkeit wird ihrem emsigen Schaffen ein Ende bereiten, aber morgen, wenn die Sonne den Nebel ver-

kommission für Mitteleuropa, am Donnerstag von Reichskanzler v. P a p e n, vom Reichswehrminister v. Schleicher und von Staatssekretär v. B ü l o w empfangen wurde. Die Unterhaltung habe die wichtigsten deutsch­französischen Probleme berührt, be­sonders auch die Frage der Gleichberechti­gung und sei von dem Wunsch nach gegen­seitigem V e r st ä n d n i s für die besondere Lage der beiden Länder getragen gewesen.

Französisch-russischer Nichtangriffspakt?

Paris, 25. Aug. (TU.) Herriot bestätigte der Presse, daß er mit dem Sowjetbotschafter D o w g a l e w s k i über die Frage des f r a n - zösisch-rufsischen Nichtangriffspak­te s gesprochen habe. Der Unterredung komme jedoch keine außergewöhnliche Bedeutung zu. Der Botschafter habe bereits mehrfach zum Zwecke einer laufenden Fühlungnahme am Quai d'Orsay vorgesprochen.

Gemeinsame Ministerferien.

London, 25. Aug. (WTB.) Der französische I Ministerpräsident Herriot und der britische Staatssekretär Sir Herbert Samuel werden *

Berlin, 25. August. (CNB.) Heute stand vor dem Berliner Sondergericht der Bäcker» geselle Boleslaus P a w l i ck i, der wegen schwe­ren Landfriedensbruchs angeklagt war. Er hatte am Abend des 16. August an einer Zu­sammenrottung vor einem nationalsozialistischen Verkehrslokal teilgenommen und soll die Scheibe des Lokals zertrümmert haben. Der Staats­anwalt beantragte wegen einfachen Landfriedens­bruchs auf Grund der Notverordnung gegen po­litischen Terror eine Zuchthausstrafe von zwei 3ahren. Das Sondergericht sprach den Ange­klagten frei. 3n der Begründung wurde u. a. ausgeführt, daß zwar ein Heberfall auf das nationalsozialistische Verkehrslokol planmäßig vor­bereitet gewesen sei: es bestehe aber die Möglich­keit, daß der Angeklagte durch Zufall dahin geraten sei, ohne daß er das Bewußtsein hatte, die Menge wolle Gewalttätigkeiten begehen.

*

Breslau, 25. Aug. (WTB.) Das Bres­lauer Sondergericht verurteilte den 27- jährigen 3nstallateur Fritz Reinert wegen Totschlages unter erschwerenden Umständen aus § 214 StGB, und wegen Einbruchdiebstahls zu zwölf 3ahren Zuchthaus und fünf 3ahren Ehrverlust, den 21 3ahre alten Fabrik­arbeiter Heinz Hoff richt er wegen gemein­schaftlichen Einbruchdiebstahls zu zweieinhalb 3ahren Zuchthaus und drei Dahren Ehr­verlust, und den 21jährigen Bruder Fritz Reinerts, den Transportarbeiter Oswald Reinert, we­gen Beihilfe zu schwerem Diebstahl zu einem 3ahr Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte gegen Fritz Reinert lebenslängliches Zuchthaus und dauernden Ehrverlust beantragt. Fritz Rei­nert hatte am Abend des 24. Mai in die Woh­nung des Oberpostschaffners Schubert in Breslau einen Einbruch verübt und dabei die 59jährige Ehefrau Schuberts erschlagen.

*

Gleiwitz, 25. Aug. (WTB.) Das hiesig« Sondergericht verurteilte nach dreitägiger Verhandlung den 42 3ahre alten Monteur La­ch e t t a wegen schweren Landfriedensbruches und schweren Aufruhrs zu zwei 3ahren Zucht­haus, zwei weitere Angeklagte zu je einem 3ahr sechs Monaten Gefängnis, vier Angeklagte zu je einem 3ahr Gefäng- n i s und einen Angeklagten zu vier Monaten Gefängnis: fünf Angeklagte wurden freigespro- chon.

Dem Prozeß lagen Zwischenfälle zugrunde, die sich in der Nacht vom 19. zum 20. April in H^?^b"rg'Z°borze abgespielt hatten und bei denen Polizei beamte von den Angeklagten mit Pflastersteinen und Schüssen angegriffen wor- oen waren. 3n der Urteilsbegründung betonte der Vorsitzende ausdrücklich, daß es sich hier um Vorgänge ohne jeden politischen Hintergrund ge­handelt habe.

Zusammenstöße in Halle.

H a l l e, 25. Aug. (WTB.) Zum Einzug einer Batterie des Artillerie/Regiments Nr. 4 in Halle hatten sich neben Tausenden von Zuschauern auch viele uniformierte N a t i o na l s o z i a - list en emgefunden, die wiederholt versuchten geschlossene Züge vor der Truppe ^u. bilden. Als die Polizei einschritt, kam es zwischen ihr und den Nationalsozialisten zu Z u - sammenstöhen. Am Steintor wurden die Beamten mit Niederrufen empfangen und tät­lich angegriffen so daß sie von dem Gummiknüppel Gebrauch machen mußten. Starke Polizeikräfte drängten die Menge in die Seiten- strahen ab. Eine größere Anzahl Personen wurde feftgenommen.

Reinhard Mumm f

Berlin 25. Aug. (VDZ.) In seiner Berliner Wohnung ist heute früh um 5 Uhr D. Reinhard ber frühere Reichstagsabgeordnete des Christlich - Sozialen Volksdienstes, nach längerem schweren Leiden gestorben. D. Mumm hat ein Alter von 59 Jahren erreicht. Er ist der Schwieger­sohn des vor dem Kriege bekannten Parlamentariers Stöcker und hat sich in der christlich-sozialen Bewe- S seit Jahrzehnten eifrig betätigt. Mitglied des istags war Mumm von 1912 bis 1918. Dann gehörte er der Nationalversammlung <m und war oon 1920 bis 1932 wiederum Reichstagsabgeordne-

k $n &en neuen Reichstag war Mumm nicht wiedergewählt worden. Nach dem Krieg gehörte Mumm zur deutschnationalen Reichstagsfraktion: bei der Spaltung war er einer der Mitbegründer des Christlich-Sozialen Volksdienstes.

Ein französischer Abgeordneter beim Kanzler.

>.?CtI1ln-ti26 QIu9- (TU.) Berliner Blätter geven eine Havasmeldung aus Paris wieder,

* Saasen, 25. Aug. Zu dem Bericht i,.. Gießener Anzeiger" vom 23. August über den Brand in öer Scheune d e s Landwirts Ludwig Kraft teilt die Direktion des Elek- trizitätswerks Gießen mit, daß die Der- mutung, das Feuer lei durch Kurzschluß ent- standen, nicht stichhaltig ist. Das Elektrizitäks- werk Gießen hat den Vorgang untersucht und fest- gestellt, daß in dem Raum, in dem das Feuer aus- gebrochen ist, sich stromführende Lei tun- nn ?bJrJ)a»pt nid)t befunden haben. Die Ursache des Feuers muß demnach eine andere

sei verständlich, wenn das damalige Volk von Nürnberg dem König mit ungeheurem 3ubel dankte. Daß diese Dankbarkeit auch jetzt noch in Nürnberg vorhanden sei, sei für Schweden außer­ordentlich erfreulich.

Enthüllung einer schwedischen Gedenktafel in Wöhrd.

Die Vorstadt Wöhrd prangte aus Anlaß der Custav-Adolf-Feier im Flaggenschmuck. Nach dem Einzug der schwedischen und deutschen Ehren­gäste in die Dartholomäuskirche und dem Gesang von Gustav Adolfs Schlachtlied bei LützenV e r- zage nicht, du Häuslein klein" begrüßte Kirchenrat Dekan Weigel namens der evange­lischen Kirchengemeinde Nürnbergs die Teilneh­mer und gedachte besonders der 64 schwedischen Offiziere, die damals bei den Kämpfen um Nürn­berg gefallen und in der Kirche bestattet sind.

Als Vertreter des schwedischen Generalstabs sprach Generalfeldzeugmeister H a m m e r s k o l l in deutscher Sprache. Zum Zeichen unauslösch­lichen Gedenkens für das, was die damals ge­fallenen schwedischen Offiziere geleistet hätten, ober auch zum Beweise der Dankbarkeit für die freundschaftliche Gesinnung, die die Stadt Nürn­berg alle Zeit für Schweden hegte, habe der schwedische Generalstab eine Gedächtnis­tafel g e st i f t e t, deren Hülle jetzt fallen möge. Die Gedenktafel zeigt das Bildnis Gustav Adolfs und zwei 3nschriften: einen Wahlspruch des schwedischen Königs sowie die Widmung des schwedischen Generalstabes.

Es sprachen noch Pfarrer Klingler (Nürn­berg) und Major von He l l i n g s b r u n n e r, der mit einem schwedischen Offizier einen Lorbeer­kranz an der Gedächtnistafel niederlegte.

3m Opernhaus fand die Festaufführung von D e v r i e n t s SchauspielGustav Adolf" und in der St. Lorenzkirche ein deutsch-schwedischer Fest- gottesdienst statt. 1

Großfeuer in Darmstadt.

ru»Sno*S9?nTftabti Am Z>onnEr6io0, nira nach 22 Uhr, wurde die Feuerwehr nach der Kaftamenallee alarmiert, wo auf dem L a g e r p l a ß 5tm®rQ "unternehmens auf noch unge­klärte Weise Feuer ausgebrochen war. Der Brand, oer in den dort lagernden Dachpappen und trockenem Holz reiche Nahrung fand, griff auch aus ein benachbartes Wohnhaus über. Gegen 0.30 Uhr Qr es den vereinten Anstrengungen der Wehren ge­lungen, den Brand auf feinen Herd z u b e unntcn ""b größtenteils abzulöschen. Die Be- wohner des bedrohten Hauses, die, nur notdürftig bekleidet, ihre Wohnräume verlassen hatten, konnten dorthin zurückkehren. Ein Feuerwehrmann trug bei öen Loscharbeiten leichte Verletzungen am Arm da- von. Der Sachschaden ist beträchtlich und M nur zum Teil durch Versicherung gedeckt fein. Sine polizeiliche Untersuchung über die Ursache des Brandes ist eingeleitet.

Zigarettenschmuggler erschossen.

Aus Düren wird gemeldet: Ein Zigaretten- (chuiuggler, der mit seinem Kumpan auf dem Motorrad oon einer Zollstreife im Walde bei Vicht aufgespürt wurde, wurde oon den Beamten nach längerer Verfolgung erschossen, da er das Mo- torrad trotz mehrfachen Warnungsschüssen nicht ab» stoppte. Der Begleiter des Getöteten entkam. Pakete mit 11 500 Zigaretten wurde aufgefunden und, ebenso wie das Motorrad, beschlagnahmt und im Hauptzoll­amt verwahrt.

Restaurierung einer historischen Kirche in England.

Die Abteikirche in Lucksuth am Devon, die erste nach der Reformation in England erbaute katho­lische Kirche, die in den letzten 25 3ahren von Mönchen restauriert worden ist, wurde dieser Tage von dem päpstlichen Legaten Kardinal Dourne geweiht.

Ein Erzherzog in Barcelona verhaftet.

London, 25.Aug. (WTB.) Wie der Reuter­vertreter aus Barcelona meldet, ist der Erz- Herzog Karl von Habsburg und Bour- von, Sohn des verstorbenen Erzherzogs Leopold, dort verhaftet worden, weil er angeblich in die egte nwnardjiftifrfje Verschwörung verwickelt sein soll. Die Menge versuchte, den Kraftwagen des Erz­herzogs in Brand zu stecken.

Wettervoraussage

Das umfangreiche Hochdruckgebiet schrumpft all- mählich zusammen und verlagert sich mehr nach SL6?" rt?mtr5rerrl &efQnb sich heute morgen über m°[l,Dltbeutfd)(Qnb und Polen. Die aus ihm aus- stiebende kontinentale Luft wird zunächst das heitere Wetter erhalten und die Temperaturen weiter an- steigen lassen. Sowohl oon Island als auch von der Biskaya dringen allerdings Tiefdruckstörungen vor, bie unsere Schönwetterloge gefährden. Durch das Biskayatief find über Frankreich bereits Gewitter entstanden, die auch zu Niederschlägen führten. Mit seinem weiteren Vordringen noch Deutschland hin, was durch den bei der starken Erwärmung stattsin- oenden Luftdruckfall begünstigt wird, kommt es pater auch bei uns zum Aufzug oon Bewölkung sowie zur Bildung örtlicher Gewitter.

sieten für Samstag: Zunächst noch ausyeiternd, dann aufkommende Bewölkung mit Jietgung zu Gewitterstörungen, warm, auch nachts nicht mehr so kühl, wie seither.

Aussichten für Sonntag: Teils auf- heiternd, teils bewölkt mit Neigung zu örtlichen Gewittern, oder vereinzelten Niederschlägen, warm.

Lufttemperaturen am 25. August: mittags 23 Grad inSra' 14,8 Grad: am 26. August: morgens U),2 Grad. Maximum 23,2 Grad, Minimum 7,5 «nr "7. Erdtemperaturen in 10 cm liefe: am 251 abenb5 24'2 Grad: am 26. August: mor- gens 18 Grad. Sonnenfcheindauer 13 Stunden,

Erdbeben-Katastrophe auf den Philippinen.

Nach Meldungen aus Manila wurde die nörd­liche Philippineninsel Luzon von einem schwe­ren Erdbeben heimgesucht. Besonders heftig wurde die an der Westküste gelegene Hafenstadt San Fernando betroffen. Hunderte von Häu­sern sind eingestürzt. Tausende von Ein­wohnern irren obdachlos umher. Die Erdstöße waren so stark, daß der Erdbebenmesser versagte.

Daily Herald" meldet aus Taihoku (For- mosa) daß bei einem Wirbel st urm, der den Nordteil der 3nsel heimsuchte, 50 Per- ' 0 nJ? J1 de" Tod gefunden hätten und großer Sachschaden angerichtet worden sei. Unter £jn Toten befänden sich 20 Passagiere eines Eisenbahnzuges, dessen Wagen umgeworfen und von den steigenden Wassermassen eines Flusses überflutet worden seien.

wieder ein Toter derNiobe" geborgen.

Westlich des Fehmarn-Belt-Feuerschiffes wurde, einer Meldung aus Kiel zufolge, durch das Tor­pedobootWolf" die Leiche des mit derNiobe" untergegangenen Kapitänleutnants Siegfried Heinrich Engel aus Königsberg i.P. ge­borgen.

Gronau auf den Meuten gelandet.

. N-Ug or !, 26. Sluguft. <WT». Funkspruch., Der deutsche Flieger Wolfgang oon Gronau ist, von Eordova^ kommend, heute nach einem Fluge von 900 Seiten um 20.30 u6r pazifischer Zeit (5.30 Uhr MEZ.) in Dutch.Harbor auf d e n Aleuten ge- a Anschließend wird der gefährliche Tau- send-Meilen-Flug nach Pararniskir Kulie Island folgen.

3roei amerikanische Ozeanflieger nach Oslo gestartet.

Die beiden amerikanischen Ozeanflieger Lee und Bochcon sind oon Harbour Grace nach Oslo gestartet. '

ICegen Devisenschiebung festgenommen.

OSie der Oberrheinische Landesdienst erfährt ist durch die Zollfahndungsstelle in Kehl der frühere Direktor der Elsässischen Bank in Lud­wigshafen, Alexander Glanh, wegen De- vifenfchiebung verhaftet worden. 3n dleser Angelegenheit feftgenommen wurde auch uer tn Ludwigshafen wohnende Kaufmann Richard Weil, 3nhaber des gleichnamigen Bank­geschäftes und Vertreter der Baseler Lebens- versicherungsgeseUschast. Beide wurden nach dem Frankenthaler Landgerichtsgefängnis in Unter­suchungshaft gebracht. Bei ihrem Vergehen han­delt es sich um den Erwerb von 3G.-Farben­aktien, die in Straßburg gekauft, nach Ludwigs­hafen gebracht und dort verkauft wurden. Der Erlös ist wieder nach Straßburg ausgeführt worden. Ermittelungen über die Höhe des Be­trages sind noch im Gange. .

Einweihung des erhöhten DünS» bergturmes. Der Zug der Biebertalbahn, den die Teilnehmer an der Einweihung des er­höhten Dünsbergturmes am Sonntag benützen können, fährt nicht, wie in Anzeige und Hinweis irrtümlich angegeben wurde, um 14.50 Uhr, sondern um 13.20 Uhr

" Brennender Schutthaufen. 3n der vergangenen Nacht gegen 22.45 Uhr wurde die Feuerwehr nach der Rodheimer Straße gerufen. 3n der Nähe der Haubachschen Scheuer war ein Schutthaufen in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte des Feuers bald Herr werden und rüctte gegen 23.22 Uhr wieder ein.

4= Lich, 25. August. Die Hessische Lande», ger ft en ft eile plant für kommenden Herbst in unserer Stadt eine Braugerstenausstel- Jung abzuhalten. Da die Qualität der diesjährigen Gerste allgemein in Oberhessen als gut angesprochen werden kann, ist mit einer reichen Beschickung Ausstellung zu rechnen. Mit der Ausstellung auch ein Preiswettbewerb verbunden werden.