Einzelbild herunterladen

der Regierungsbildung in den Vordergrund ihrer Betrachtung rückte, erklärt dieGermania": Was das Zentrum tunjmrb, darüber sollte niemand im Zweifel sein: dein Staate dienen und die Verfassungs, grundlogen schützen! Worüber die deutsche Oeffcntlich, kcit aber nicht im klaren ist, das ist die Frage, wie ich die N a t i o n a l s o z i a l i st e n die nutzbrin­gende Anwendung der von ihnen eroberten Macht denken. Wenn dieNachtausgabe" den Gedanken einer Auflösung des eben gewählten Landtages in die Debatte werfe, so sei einmal dagegen zu sagen, daßdieser Kinderschreck einer Landtagsauflösung" auf das Zentrum nicht den geringsten Eindruck machen könne, zum an­dern aber, daß man solche Boykottmcthoden mit einem ganz gehörigen Denkzettel belohnen würde, appellierte man das nächste Mal ohne positive Leistungen an das Volk.

Auch in der Polemik gegen dieDeutsche Allge­meine Zeitung" spielt die Frage der neuen Regie­rungsbildung die ausschlaggebende Rolle. DicDAZ." irre, wenn sie meine, daß gewisse Voraussetzungen weltanschaulicher Art'ausreicheu würden, um eine große Rechtskoalition zu verwirklichen. Für eine Zusammenarbeit in der Regierung seien nicht nur gewisse weltanschauliche Mindestforderungen, sondern auch die Klärung ganz konkreter poli­tischer Fragen und die Sicherung der ver­fassungsrechtlichen Grundsätze unerläß­liche Bedingungen.

Das Zentrum Garant der verfassungsmäßigen Ordnung."

Berlin. 25. April. (CAD.) Der Geschäfts­führer der Zentrumsfraktion, Dr. Graß, er­klärte in einer Unterredung über die politische Situation in Preußen u. a.: Eines der Merkmale der Lage ist die Tatsache, daß Hilgenberg sich nun schon zum zweiten Male ver­rechnet hat. Er ist in Preußen ausgeschaltet. Zur Bildung einer Regierung ist seine Mit­wirkung nicht erforderlich. Das zweite Merkmal ist dervölligeZerfallderbür- gerlichen Gruppen rechts und links vom Zentrum. Dadurch ist das Zentrum der einzige Hort derjenigen bürgerlichen Elemente geworden, die den Gedanken des gerechten Ausgleichs auf allen Gebieten vertreten. Das dritte Merkmal ist die Tatsache, daß dieRationalsozialisten dem Zentrum trotz erbitterter Kritik nichts an­haben konnten. Die Rationalsozialisten allein kön­nen nicht die Mehrheit erlangen. Das Zentrum betrachtet sich als den Garanten der verfassungsmäßigen Ordnung. Dieser Tatsache muß seine politische Haltung entsprechen. Sm übrigen kann das Zentrum mit Ruhe ab­warten, bis zutage tritt, was die großen po­litischen Gruppen eigentlich wollen.

Schon eine erste Fühlungnahme?

Kaas und Hiller in Berlin erwartet.

Berlin, 26. April. (CNB.) Wie die DAZ. be­richtet, ist anzunehmen, daß die ersten Ver­handlungen zwischen den National- sozialisten und dem Zentrum über die Möglichkeiten einer Neuordnung der preußischen Verhältnisse bald in Fluß kommen werden. Die erste Anfrage der Nationalsozialisten, ob das Zentrum zu gemeinsamen Besprechungen bereit sei, sei schon gestern bei der preußischen Zentrums- fraktion erfolgt. Mit den offiziellen Verhandlun- gen dürfte schon in den nächsten Tagen zu rechnen sein. Der Vorsitzende der Zentrumspartei, Prälat Kaas, werde sich zu diesem Zweck nach Berlin begeben, und, wie aus nationalsozialistischer Quelle verlautet, werde auch Adolf Hitler demnächst in Berlin erwartet. Welche Bedeutung man im Zen­trum den neuen preußischen Entwicklungsmöglich- kciten beimesse, gehe schon daraus hervor, daß an­fangs Mai ein außerordentlicher Parteitag des preußischen Zentrums geplant sei.

Amerika

und die deutschen Wahlen.

Washington, 25. April. (TU.) Im amerika­nischen Kongreß ist der Ausgang der deutschen Wah­len Gegenstand lebhafter Erörterungen, besonders im Zusammenhang mit der Tributfrage. Der demo­kratische Abgeordnete L i n t h i c u m, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Repräsentanten­hauses, erklärte, daß er den Erfolg der National-

Reichspräsident von Hindenburg erfüllt als einer der Ersten seine Wahlpflicht.

*

Auch Oesterreich hat gewählt.

Sprunghaftes Anwachsen -es Nationalsozialismus.

Wien, 25. April. (WTB.) Das hervor­stechendste Markmal der gestrigen Gemeinde­rats- und Landtagswahlen in Wien, Riederösterreich, Steiermark, Salzburg und Kärn­ten ist das beinahe sprunghafte Borrücken der nationalsozialistischen Front. Sie hat eine Vertretung in der niederösterreichi­schen und der Salzburger Landesregierung, sowie vier Bundesratsmandate erworben. Das christ­lich-soziale WienerMontagsblatt schreibt, es zeige sich eine parteipolitüche Entwickelung Oesterreichs zum Drei-Parteien-Systein, nachdem die Großdeutschen und der Landbund praktisch aushörten, als politische Parteien zu leben. Reben den großen Fronten der Sozial­demokraten und Christlich-Sozialen scheine die RSDAP. zum Sammelbecken der großen Masse jener geworden zu sein, welche zwischen diesen Parteien gestanden haben und nunmehr nach rechts abgetrieben worden seien.

DieReichspost" schreibt: Das Gesamt­ergebnis ist in Oesterreich ebenso wie in Deutsch­land, eine bedeutende Verstärkung der gegen den Marxismus gerichteten Kräfte, eine Radikalisierung nach rechts von

außerordentlichem Ausmaß. Der Einbruch deS Rationalsozialismus bedeute eine neue Rot. We­sentliche Schuld daran tragen aber die in Mitteleuropa durch die Friedens­verträge geschaffenen grauenvollen Zu stände. Sn derFreien Presse" heißt cs: Die Wahlen in Oesterreich und in Preußen sind nicht als normales Ergebnis der Gesinnungen der Wählerschaft zu werten. CS sind Wahlen deS Ülnsinns, aber auch der Ver­zweiflung und der großen Warnung für die Sieger des Weltkrieges, den Do­gen nicht mehr zu Überspannen. Die nationalsozialistischeDeutsch-österrei- chische Tageszeitung" schreibt über den Sieg Hitlers, auch in Oesterreich sei dem Haken­kreuz ein Einbruch in die zermürbte Korruptions­front der alten Parlamentsparteien gelungen. Di« grohdeutschenW ienerneuestenRach- richten" stellen den überwältigenden Wahl­erfolg d«L Rationalsozialisten als berechtig­te,- Ausbruch der Proteststimmung gegen die Mißwirtschaft, besonders ge­gen die Methoden der Christlich-Sozialen Partei in Staat, Stadt und Land fest.

sozialisten bedauere, aber anderseits durch die Tat­sache erfreut sei, daß dadurch die Kommunisten zurückgedrängt wurden. Wenn die Nationalsozialisten an die Macht kämen, würde dieses das Ende aller Reparationszahlungen bedeuten, was er, Linthicum, gleichfalls erhoffe.Ich kann nicht sehen, wie Deutschland in den nächsten Jahren Zahlungen leisten soll, ganz gleich, ob Hin- denburg oder Hitler regiert. Wir alle hoffen aber, daß die Republikaner in Deutschland die Kontrolle behalten." Die deutsche Wirt­schaftslage sei die Hauptursache der national­sozialistischen Erfolge.

Der demokratische Abgeordnete R a i n e y erklärte, das deutsche Wahlergebnis bedeute eine ernste Be­drohung für die ganze Welt, so daß Amerika daran direkt interessiert sei. Es beweise ferner, daß Hindenburgs Persönlichkeit bei den Rcichspräsidentenwahlen ausschlaggebend war. Das deutsche Volk habe am Sonntag seine wahren Gefühle zum Ausdruck gebracht. Eins fei sicher: Das Wahlergebnis bedeutet das Ende der Reparationen.

Eine Kundgebung Hitlers.

München, 25. April. (ERB.) Adolf Hit- I e r hat nach Vorliegen der ersten Wahlergebnisse folgende Kundgebung erlassen:

Rationalsozialisten, Parteigenossen, Parteige- Ef innen! Mit dem heutigen Tage hat unsere Bewegung zu ihren dauernden Erfolgen einen weiteren herrlichen Sieg hinzugefügt. Wir sind nunmehr unumstritten zur weitaus stärk st en Partei Deutschlands ge­worden. Alte ülnterdrückungs- und Vergewal- tigungsmaßnahmen unserer Gegner konnten den Empor st ieg unserer Bewegung nicht verhindern. Dieser Erfolg ist nicht das Er­gebnis irgend einerklugen Taktik", sondern die Frucht einer andauernden unermüdlichen fleißigen Arbeit. Was die politische Organisa­tion und die Propaganda in diesen Wochen geleistet hat, ist einzig dastehend. Aus übervol­lem Herzen aber danke ich besonders meinen mir und der Bewegung in unverbrüchlicher Treue er­gebenen ehemaligen SA.- und SS.-Männern und -Führern, die als Parteigenossen, wie immer, mu­tig und opferbereit ihr Allerletztes hergegeben haben. Sie, die Leiter der Organisation und Pro­paganda der Partei sowohl wie die Männer un­serer Presse, sie alle können sich diesen großen Sieg als Frucht ihrer Tätigkeit und Arbeit zu? rechnen. - A n s e r e A u f g a b e ist es nun, keine Stunde zu ruhen, sondern den Kampf fürdie nationale Erhebung und Befreiung Deutschlands sofort wieder aufzunehmen und ihn weiterzuführen.

Dar &cebnis' <fer Länderarah/en

3oz»

25,9

HAMBURG v. 1932

8.6^

73

Un Pruservten) 1932

1928

<1.0^

W

2,o 1928 ANHALT 1932

Landbund

MZ 'tiaus-u6rundb\

W^ÖÜVPWolksrp. ^^Nationele Front

PREUSSEN

3n allen Ländern : \

I SPD. i ;

QD.NVP L

Zentrum |

88BKPD U

^D.VP I @ Wirt sch. P \ EZlStaatsp. \ I «NSDAP

C3 Spllfferp u. unqütt. Stimmen

_______________ _____ 1,6

DVP*-Volks rp.

WI71928

,1932

2_

BAYERN

12 BayerVolkspt

ßay £au-|| ernuMit-'i telstandbdA (193Mrwtjp)

l8.-\1928 WÜRTTEMBERG

932

3,9

Demokr

WWolkskons.

..... 26,8

Wurttembqyf | ßauernbdl

i7,s WVolksrp EZ) ChrSVd.^

235

Sa

10,9

Prozentuale Verteilung der Stimmen in Preußen, Bayern, Württemberq, Anhalt und Hamburg. Zum Vergleich find die Angaben der Wahlergebnisse von 1928 (in Hamburg 1931) neben jeden Kreis gestellt.

Die Gewinne und Verluste nach Wahlkreisen.

Berlin, 25. April. (CNB.) Die große innen- und außenpolitische Bedeutung der preußischen Landtagswahl rechtfertigt eine Erörterung der Veränderungen, die die Wahl für die großen Parteien innerhalb der e i n z e l n e n P) a hl- kreise gebracht hat. Das bedeutsamste Merkmal ist bns weitere Anwachsen der natio- nalsozialistischcn Bewegung seit dem ersten Präsidentschaftswahlgang von 6,8 Millionen auf acht Millionen Stimmen. Der zweite Wahl­gang gibt keinen so geeigneten Maßstab für die Beurteilung der politischen Stimmung der Wäh­lerschaft, weil erhebliche, aber zahlenmäßig nicht angebbare Bestandteile ans anderen Parleilagern in den Hitlerstimmen enthalten sind. Die Gewinne der Nationalsozialisten erstrecken sich auf alle Wahlkreise und stnd am größten in Ost­preußen (113 000), Frankfurt a. d. O. (72 000), Merseburg (71 000), Hessen-Nassau (94 000), Düs- seldorf-Ost (65 000) und Potsdam I (61 000), am geringsten in Potsdam II mit rund 6000.

Die bürgerlichen Mittclparteicn sind durchweg außerordentlich ge­schwächt und zum Teil einer parlamentarischen Vertretung beraubt. Eine Ausnahme macht nur das Zentrum, das seine Stimmcnzahl gegen 1928 um 504 000 und gegen 1930 um 216 000 vermehren konnte.

Die Sozialdemokratie, die schon 1930 nahezu 500 000 Wähler in Preußen verloren hatte, hat einen weiteren Rückgang von über 300 000 Stimmen erfahren. Sie hat aber nicht durchgängig verloren. Besonders bemerkens- wert sind ihre Verluste von 98 000 Stimmen in den drei schlesischen Wahlkreisen, von 48 000 in Süd-Hannover, von 55 000 in Westfalen-Süd und von 4 4 0 0 0 in Hessen-Nassau. Einem Rückgang in der Mehlzahl der Wahlkreise stehen Gewinne gegenüber in Ostpreußen (29 000), Ber­lin (15 000) und Potsdam I (9000), während in Potsdam II, Frankfurt a. d. O., Pommern und «chleswig-Holstein die SPD. ihren Besitzstand von 1930 gehalten hat.

Nächst den Mittelparteien hat die D N D P. die fühlbarsten Einbußen erlitten. 1928 zählte sic noch 3 276 000 Wähler, um dann 1930 auf 1 968 000, beim ersten Präsidentschaftswahlgang auf 1 820 000 und am gestrigen Sonntag auf 1 525 000 abzusinken. Am sichtbarsten treten diese Verluste in den Wahlkreisen Ostpreußen, Breslau, Liegnitz, Merseburg und Schleswig-Holstein zutage, in denen die Deutschnationalen seit 1928 runö^mei Drit­tel ihres damaligen Besitzstandes an andere Parteien abgeben mußten.

Oer hessische Landtagsabgeordnete Buttler legt sein Mandat nieder.

Darmstadt, 24. April. (WSN.) Wie bekannt wird, hat der nationalsozialistische Landtagsobgeord- nete Buttler sein Mandat niedergelegt. Buttler war bekanntlich aufderModaubrücke durch einen Schuß verwundet worden, von dem' bis heute noch nicht einwandfrei festgestellt werden konnte, ob es sich um ein politisches Attentat, wie Buttler behauptet, handelt.

Vor der Einladung zur Lausanner Konferenz.

Genf. 25. April. (TU.) Die amtliche Ein­ladung zur Lausanner Reparativnskonferenz wird, wie von zuständiger englischer Seite ver­lautet, in der allernächsten Zeit von der eng­lischen Regierung aus, voraussichtlich auf diplomatischem Wege, an die beteiligten Mächte gerichtet werden. Die Einladung erfolgt im Ra- men der sechs Mächte England, Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien und Japan. Zur Teilnahme an der Konferenz werden die gleich­falls an der Reparationsfrage interessierten Mächte der Kleinen Entente, Tschechoslowakei, Rumänien und Südslawien, ferner Griechenland, Portigal und Polen aufgefordcrt werden. Das Einladungsschreiben soll nach französischen Mit­teilungen den Hinweis enthalten, daß das Ziel der Konferenz sei, eine dauerhafte Rege­lung der den Bericht derBaslerSach- verständigen vom Dezember 19 31 be- rüh renden Fragen zu schaffen, sowie Maß­nahmen zur Behebung der Finanz - und Wirtschaftskris zu finden.

Oie qualitative Abrüstung.

Die technischen Kommissionen werden Vorschläge au4arbciten.

Genf, 25. April. (WTB.) Tas Bureau der Abrüstungskonferenz hat- heute vormittag be­schlossen, die Arbeiten der Konferenz auf dem Gebiet der qualitativen Abrüstung f o r t $ u sehen. Die technischen Kommissionen werden nunmehr die einzelnen Vorschläge.darüber aus­arbeiten, welche Waffengattungen für eine qualitative Abrüstung in Frage kommen. Es wird sich dabei insbesondere darum handeln, welche Waffen als ausgesprochene An - griffswafsen anzusehen sind, die sich am stärksten gegen die nationale Verteidigung richten und die eine besondere Bedrohung der Zivilbevölkerung darstellen.

Auf Grund der heutigen Sitzung des Bureaus der Abrüstungskonferenz wird der Haupt­ausschuß am Dienstag zusammen­treten, um den Ausschüssen ihr Arbcitspro- gramm zu überweisen. Man rechnet damit, daß die technischen Ausschüsse etwa zehn Tage au tun haben und daß dann der Hauptaus­schuß wieder zusammentritt, um die Arbeiten gemäß dem vorgesehenen Programm fortzusehen. Das Bureau der Konferenz war der Meinung, daß im Interesse der Beschleunigung der Kon­ferenzarbeiten die Psingstpause auf drei bis vier Tage beschränkt werden soll.

Griechenland gibt die Goldbasis auf.

Athen, 25. April. (TTl.) In einer Finanz- konfcrenz unter dem Vorsitz von V e n i z e l o s wurde beschlossen, endgültig die Goldbasis der Drachme aufzn geben. Ein Gesetzent­wurf ist vom Ministerrat bereits fertiggestellt worden und wird am Montagabend der Kammer vorgelegt werden. Venizelos wird dabei längere Ausführungen über die Finanzlage machen. Es ist angefordert worden, daß das Gesetz sofort im Regierungsorgan veröffentlicht wird, so daß mit dem Inkrattreten der Aufgabe der Goldbasis für Dienstag zu rechnen ist.

Aus öder Wett.

Oer BOA. tagt im ostdeutschen * Grenzland.

Während im vergangenen Jahre die groß« Volksdeutsche Pfingstkundgcbung von Aachen gleichzeitig ein Bekenntnis der Dankbarkeit für die Treue des Rheinlandes war, pflanzt der VDA. in diesem Jahre seinen blauen Wimpel des Dolksgedankcns über den ostdeutschen Grenz­landen auf. Die Tagung in Elbing, der sich Kundgebungen in Marienburg, Königs­berg und Danzig anschlicßen, steht im Zeichen des Bekenntnisses zur ostdeutschen Aufgabe. Ein Festakt am Sonntag, dem 15. Mai, der auch durch den Deutschlandsender und den Ostmar- kcnrundfunk übertragen wird, bringt u. a. eine Ansprache des Oberpräsidenten Dr. Siehr als Vertreter der beim Reiche verbliebenen Ost­gebiete, des Danziger Senators a. D. Dr. Dr. h. c. Strunk als Vertreter des entrissenen Ostdeutsch­tums, des.Abgeordneten Dr. Roth, Siebenbür­gen, als Sprecher der deutschen Bolksinseln des Ostens. Das Schlußwort spricht bei dieser weihe­voll von Orgelspiel umrahmten Veranstaltung der VDA.-Vorsihende Reichsminister a. D. Dr. Geß - I c r. In dcr Hauptversammlung wird der Re- valer Abgeordnete Dr. H a f f e I b I a 11 einen Ge­samtüberblick über die Lage der deutschen Volks­gruppen in Europa geben. Negierungsrat Dr. Gocdecke spricht über denKorridor als euro­päisches Problem". Im Rahmen der berufsstän­dischen Veranstaltungen findet eine kaufmän­nische Tagung statt. Es sprechen u. a. Pro­fessor Dr. Kchser, Danzig, überDie Kultur­arbeit des deutschen Kaufmanns im Preuhen- land", und Reichstagsabgeordneter Lambach vom DHV. überRationale und wirtschaftliche Aufgabe des deutschen Kaufmannsgehilfen in Ülebersee". Unter Leitung eines Vertreters des ADGB. wird eine A r b e i t e r t a g u n g abge­halten. Eine Dauerntagung unter Leitung des Regierungspräsidenten a. D. Graf Bau- d i s s i n behandelt Siedlungs- und Erziehungs­fragen in der östlichen Landwirtschaft. Eine Frauentagung, Studententagung, zahlreiche Sun