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Neues vom Gklarek-Prozeß.
Oie Garderobe der Sklareks.
3m Sklarekprozetz wurde am Mittwoch der Inhaber des Schneider-Ateliers KellerL Furch, Flachs, vernommen, der erklärte, die SklarekS hätten in sieben Jahren Garderobe im Werte Don 90 0 0 0 Mk. fürsich und ihre Freunde anfertigen lassen. Bei der Verhaltung der SklarekS habe noch ein Betrag von 25 000 Ml vffengestanden. 2llS Flachs erzählt. Stadtbankdirektor Hoffmann habe sich bei ihm einen Schlafmantel aus Kamelhaar mit Seidenfütterung zum Preise von 2 9 0 M k. machen lassen, erklärt Leo Sklarek, da- müsse Hoffmann heimlich gemacht haben. So einen teuren Schlafanzug könne sich höchstens ein Baron zu seiner Hochzeitsreise machen lassen. AIS Stadtbankdirektor Hoffmann sich dann darüber beschwert, daß die von ihm bei Keller & Furch bestellten Anzüge nicht patzten, nimmt FlachS Hofsmann im Gcrichtssaal Maß und erklärt, die Sachen patzten nur deshalb nicht mehr, weil Hoffmann inzwischen dünner geworden sei.
Oie Zagdgaste der SklarekS.
3m Sklarek-Prozetz wurde eine Reihe Zeugen aus Waren in Mecklenburg vernommen, di- über daS Leben und Treiben in der Skla rekschen Iagdvilla berichteten. Ter Diener Reckling bekundete, das Haus sei immer von Fremden so besetzt gewesen, datz für Willy Sklarek einmal auf einer Feldbcttstelle ein Rotlager bereitet werden mutzte. Als Gäste seien hauptsächlich Bürgermeister Schneider, Rosenthal und Stadtbankdirektor Schmitt dagewesen. Direktor Schmitt sei vier Wochen lang mit Frau, Tochter und Richte zu einem Sommeraufenthalt in Waren gewesen. Mar Sklarek habe die Anweisung gegeben, datz die Kosten für den Haushalt von ihm selbst bezahlt würden, Schmitt habe allerdings den Versuch gemacht, zu bezahlen und sich auch den Teil seiner Kosten ausgerechnet. Staatsanwaltschaftsrat Weitzenberg machte den Einwurf, datz es jedoch bei dieser Ausrechnung geblieben sei. Der Hotelier Grothe, der Inhaber des »Hotels Stadt Hamburg" in Waren, hatte den Eindruck, datz die ganze 3aad der Sklareks eigentlich nur den Gästen dienen sollte, denn die Sklareks und ihre Bekannten seien keine Iagdliebhaber, sondern höchstens Sonntagsschühen gewesen. .Ein Iagdessen, an dem zwölf Gäste teilnahmen und bei dem Sekt und französischer Kognak getrunken wurden, habe über 2000 Mark gekostet, alle- wurde von Max Sklarek bezahlt. Leo Skla- ref: Wir wurden ja gemolken wie die Kühel Ich habe einmal bei einem Zusammensein 900 bis 1100 Mark zahlen müssen. Ich sehe aber darin keine Bestechung, denn das war ja so üblich. Die Leute haben Reden auf uns gehalten, haben Gedichte auf uns gemacht und
Loblieder auf unsere Gastfreundschaft gesungen. Jetzt will keiner etwa- von unS wissen.
Oer Sklarek-Gerichishof am Bett der Wahrsagerin. Alle am Sklarek-Prozetz Beteiligten trafen sich in der Wohnung von Frau S e i d l e r, War Sklareks .Wahrsagerin", die als Zeugin gehört werden sollte, und krank im Bette liegt. In Frau Seidlers Wohnung hatte man eine Lautsprecher- anlagc eingebaut Wie die Zeugin aussagte, hat sie Mar Sklarek 1919 oder 1920 durch Kriminalkommissar a. D. Krützmacher kennengelernt. Sie sagte Mar Sklarek, »was sie sah" und erklärte ihm: .Sie müssen über das Tempelhofer Feld gehen und zwar nach Reukölln. Da werden Sie einen Herren an einem kleinen HäuSchen stehen sehen, der itzt etwas, das ist nicht Brot, daS ist nicht Brötchen. Fragen Sie diesenHerrn, an wen Sie sich wenden sollen. Max Sklarek befolgte ihren Rat und ging nach Reukölln. Da stand an einer Bude ein Herr und ah aus einer braunen Tüte Schnecken. D^en fragte Mar Sklarek, an wen er sich wegen der Geschäfte mit der Stadt wenden solle, und da sagte dieser: »Da bin ich ja zuständig!" Cs war Herr Kie bürg.
Frau Seidler berichtete, datz Leo Sklarek sie im August 1929, also kurz vor dem Zusammenbruch, nach der Kommandantenstratze gebeten hätte, wo sie Willi Sklarek kennenlernen sollte. ..Leo sagte mir, Mar belügt Sie immer, Sie sollen von Willi Sllarek erfahren, wie es wirklich ist. Willi sagte bann, ate er inS Zimmer kam: ,.Cs heiht immer, es kommt das Geld, womit wir unsere Verpflichtungen bet der Stadtbank abdecken können. Wenn dies Geld nicht kommt, stehen wir als die grötzten Lügner und Betrüger da. Wir behelfen unschön lange Zeit mit Schecks. Wenn uns nicht bald geholfen wird, gehen wir kaputt. Rosenthal verspricht immer, datz wir Geld bekommen sollen, aber es kommt nichts. Wenn wir das Geld nicht heranschaffen, sind wir schlimmer alS Darmat und Kutisker und kommen inS Zuchthaus." Die Zeugin bestätigt auch dein Vorsitzenden. datz unter Kieburg Mißwirtschaft in der DAG. geherrscht habe, und datz Max Sklarek ihr die Photographie eines Reverses gezeigt habe, in dem bestätigt wurde, datz die Sklareks 250 000 Mark nicht z u r ü ck z u z a h l e n brauchten. Auch von gefälschten Dilan- zen Kirburgs habe sie erfahren. Es sei ihr auch bekannt gewesen, datz Frau Hofsmann einen Pelz. Frau Schneider einen "Blaufuchs und Frau Oberbürgermeister Dötz einen Pelz bekommen hatte, der 4 0 0 0 Mark k o st e t e und der ihr mit 37 5 Mark berechnet wurde, die sie aber auch nicht bezahlte.
gendkundgebungen. ein Fackelzug, eine Abendfeier mit Bannerweihe ergänzen die Tagung. Ein bunter Festzug wird alle Eindrücke noch einmal bildhaft zusammenfassen. Die Kundgebungen an der Marienburg sind vor allem dem Abstimmungsgedächtnis gewidmet. Ein Aufmarsch der Jugend bringt Wei he stunde und Festzug in Danzig.
21. Deutscher Feuerwehrtag in Karlsruhe.
Der 21. Deutsche Feuerwehrtag findet in den Tagen vom 5. bis 8. 'August in Karlsruhe statt. In feinem mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhalt- niffe auf nur wenige Tage zusammengedrängten Programm sind vorgesehen neben Beratungen über grundsätzliche Fragen des Deutschen' Feuerwehr-, Rettungs. und Sanitätswesens eine Feuerwehrau s st e l I u n g der einheimischen und auswärtigen Feuerwehrindustrie sowie einige große Schau- iibungen. Die Eröffnung der Ausstellung, die mit den kleinsten Feuerwehrgeräten bis zu den großen modernen Motorwagen beschickt sein wird, bildet den Auftakt der Tagung. Eine Kundgebung für die in ber Feuerwehrorganisation verkörperte Idee der Hilfsbereitschaft wird der Festzua Tausender von Feuerwehrleuten am Sonntag, 7. August, darstellen.
Fünf Jahre Gefängnis für einen Rabenvater.
Das Hamburger Schwurgericht verurteilte den 24jährigen Heizer B i 11 st e i n , der fein vierjähriges Söhnchen Harry zu Tode geprügelt hat, zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren. Seine Ehe- trau, die angeklagt war, ihren Mann zu den Mißhandlungen des Kleinen auf gehetzt zu haben, wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Bei der Sektion der Kindesleiche mürben 50 Wunden am Oberschenkel, 20 am Gesäß, 20 int Gesicht festgestellt, auch war dem Kind ein Ohrläppchen abgerissen worden. Der Tod trat nach ärztlichem Gutachten durch Blutungen unter der Hirnhaut ein, eine Folge von Mißhandlun- gen durch den Vater.
Drei Wandervögel in einer Sandgrube verschüttet.
Ein folgenschweres Unglück ereignete sich in Hom- berg bei 'Düsseldorf. Mehrere Wandervögel hatten sich dort, um vor dem Regen Schutz zu suchen, in eine Sandgrube geflüchtet. Plötzlich kamen die Sandmaffen ins Rutschen und begruben drei Wandervögel unter s i ch. Die nicht verschütteten Wandervogel begannen sofort mit den Rettungsarbeiten und holten Einwohner Hom- bergs zur Hilfe. Nach kurzer Zeit konnten die drei Verschütteten geborgen werden. Einer von ihnen war bereits er ft ick t.
Botschafter Sacke« Ehrendoktor von Tübingen.
Die Universität Tübingen verband mit der Rek- toratSübcrgabe die feierliche Ueberreichung des Diploms für die Ehrenpromotion des amerikanischen Dotschasters S ad e 11 zum Doktor der Staatswcssenschatte n, welche die rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität z u m 2 0 0 G c- b u r t i t a g W ashing tons vollzogen hatte. An der Feier im Festsaal der Unioerfität nahm Botschafter ©adelt teil. Als Ehrengäste waren u. a. erschienen: Rcichsministcr Trevira n u s als Vertreter der Rcichsregierung. Staatspräft- dent Dr. B olz mit den Mitgliedern der württem- bcrgischen Staatsrcgicrung. der Landtagspräsident Pflüger, die Rektoren der Hochschulen von Stuttgart und Hohenheim, und Herzog Philipp Albrecht von Württemberg. Rach der Begrü- hungsansprache des Rektors Dr. Kirchner übergab Prof. Dr. Teschemacher daS Ebrendok- tordiplom an Dr. Sackett. Aus dem Wortlaut der Urkunde ergibt sich, datz die Ernennung erfolgt in Ehrung dessen, daß der Botschafter früh
zeitig die Gefahren erkannte, die von der deutschen Wirtschaftskrise aus die Weltwirtschaft bedrohen, datz er tatkräftig an der Abwehr dieser Gefahren arbeitete und sich dabei alS warmherziger Freund Deutschlands erwies. Botschafter ©adelt übernahm die Urkunde mit herzlichen Dankesworten in englischer Sprache. 3m Anschluß an die Feier der Rektoratsübergabe hatte der Rektor die Mitglieder des Kleinen Senats zu einem Frühstück ins Museum eingcladen, an dem auch der amerikanische Botschafter und die zur Feier erschienenen Mitglieder der Rcichsregierung und des württemdergischen Slaatsministeriums teil» nahmen. Am Abend fand das Fakultälsessen statt, bei dem Botschafter Sackett der Einladende war.
Die Universität Amsterdam ehrt deutsche Gelehrte.
Der Senat der Amsterdamer Universität hat anläßlich der am 28.Juni stattsindenden Feier des 3 00jährigen Be st ebene der Universität in außerordentlicher Sitzung eine ganze Reihe holländischer und ausländischer Persönlichkeiten zu Ehrendoktoren ernannt. Unter ihnen befinden sich fünf Deutsche, und zwar Prof. Eier- f e n (Berlin), Pros. Friederici (Arensburg in Holstein), ferner der Naturwissenschaftler Professor Wanner (Bonn), der Mediziner Prof. Aschoff (Freiburg i. Br.) und der Theologe Prof. Scheel (Kiel). Von den übrigen ausländischen Gelehrten sind noch zu nennen: der ehemalige Präsident des Ständigen Internationalen Gerichtshofes im Haag, Anzilotti (Rom), der norwegische Theologe M o w i n d e l (Oslo), der schweizerische Naturwissen- schasller S ch r o e t e r (Zürich) und der Warschauer Naturwissenschaftler S i e r p u s k i.
Eine historische englische Kirche durch Feuer zerstört.
Die 500 Jahre alle Harsord-Kirche in der Rahe von Aberystwyth in Südwales wurde durch ein Grohscuer zerstört. Dabei wurden berühmte Kunst schätze im Wert von weit über 1 Million Mark so stark beschädigt, datz sie wertlos geworden sind. Darunter befindet sich eine Marmorgruppe von Francis Chantrey. für die Piermont Morgan 1,2 Millionen Mark geboten hatte, ferner ein Glasfenster aus dem 16. Jahrhundert und eine griechische Oelvase aus dem Jahre 1600 v. Ehr. Das Feuer brach während des Gottesdienstes aus. Der Sohn des Pfarrers muhte erst acht Kilometer weit reiten, um durch Fernsprecher die 25 Kilometer entfernte Feuerwehr zu alarmieren, die nur noch den Turm der Kirche retten konnte.
Wettervoraussage.
Durch die Vorläufer der neuen Allantikstörung wird die Kaltluftzufuhr abgeschnitten. Die Winde haben bereits über England, Frankreich und auch im westlichen Deutschland nach Südwesten zurück- gedreht, so daß nun wärmere Lust bis in unseren Bezirk gelangt und somit die Temperaturen aasteigen. Im Bereich des hohen Druckes, der sich über Deutschland erstreckt, dürfte es vorerst noch zur Aufheiterung kommen, doch wird sich bei fallendem Barometer das neue Tief nach und nach durchsetzen und unter Zufuhr milder Ozeanluft erneute Bewölkungszunahme veranlassen.
Aussichten für Mittwoch: Milder, ansäng- lich noch vorübergehende Aufheiterung, dann stärker bewölkt, mit Neigung zu Gewitterstörungen.
Aussichten für Donnerstag: Meist wol- kiges und mildes Wetter mit vereinzelten Nieder- schlügen.
Lufttemperaturen am 25. April: mittags 10,9 Grad Celsius, abends 4,1 Grad: am 26. April: morgens 5,5 Grad. Maximum 11,9 Grad, Minimum ZL.Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. April: abends 9,4 Grad: am 26. April, morgens 7 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 4% Stunden.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 26. April 1932.
Arbeitsbeschaffung und Sparer.
3n den letzten Monaten sind verschiedene Pläne bekannt geworden, die den Regierungen und Behörden die Durchführung umfangreicher neuer wirtschaftlicher Arbeiten Vorschlägen Dabei ist im allgemeinen an den Ausbau des Strahen- unb Verkehrsnetzes, landwirtschaftliche Meliorationen, Siedlungsarbeitcn und an ähnliche Aufgaben gedacht. Velmgt eS. solche Arbeiten in großem Umfange durchzuführen, dann werden dadurch nccht nut neue Arbeitsgelegenheiten geschaffen. sondern auch in anderen Teilen der Wirtschaft tritt eine Belebung ein. denn es werden Maschinen. Werkzeuge. Rohstoffe usw gebraucht.
Das Kernproblem bei allen Arbeitsbeschas- fungsprogrammen ist die Finanzierung: die Arbeitskräfte mästen bezahlt werden, ebenso die Maschinen und anderen Hilfsmittel. DaS erstrebte Ziel, die Arbeitslosigkeit merkbar zu verringern, kann nur erreicht werden, wenn die geplanten Arbeiten in großem Umfange vorgenommen werden können. Gröhe Kapitalfummen sind alfo nötig.
Das Ausland leidet selber unter großer Arbeitslosigkeit und Kapitalknappheit DaS benötigte Kapital können wir uns daher nur aus dem eigenen Lande befchasfen. Die Währung darf dabei auf keinen Fall angetastet werden, darüber besteht bei Reichsbank, Reichsregierung. Behörden. Gewerkschaften und Verbänden volle Einmütigkeit. Arbeitsbeschaffung kann und darf daher nur aus echten Kapitalmitteln vorgenom- mcK werden. Auf die Sparer, auf alle, die heute noch etwas zurücklegen können, und nicht weniger auf diejenigen, die das gehamsterte Veld zur Kasse bringen, kommt eS also an: jede Mark, die eingezahlt wird, ist solch echteS Kapital, das als Kredit an die Wirtschaft gehen und so der Arbeitsbeschaffung dienen kann.
Unser neuer Jtornon.
In der heutigen Ausgabe deS „Gießener Anzeigers" beginnen wir mit der fortlaufenden Veröffentlichung eines neuen großen Romanwerkes von Gert R o t h b e r g. Die Verfasserin ist unseren Leserinnen und Lesern nicht mehr unbekannt: sie hat sich feit langem besonders auf dem Gebiete des Zeitungsromans einen in weiten Publikumsschichten geschätzten Rarneu gemacht. Ihre früher von uns im „Gießener Anzeiger" veröffentlichte Erzählung „Der Wann, der das Lachen verlernt hat" war ein ausgesprochener Publikumserfolg und dürfte noch zahlreichen Leserinnen und Lesern in bester Erinnerung fein. Der neue Roman, mit dessen Abdruck wir heute beginnen, heißt:
„Ich hole dich, Benne!* von Gerl Gothberg,
ein reizvoller und wahrhaft zu Herzen gehender Liebesroman auS unserer Zeit, die Geschichte eines jungen Mädels, einer kleinen Verkäuferin, deren Schicksale vor allem unsere Leserinnen mit brennendem Interesse von Fortsetzung zu Fortsetzung bis zum befreienden und harmonischen Ausklang verfolgen werden.
Das neue Werk ist daS Muster eines ZeitungS- romanes, wie er wirklich fein soll, voller Spannung, voller Konflikte und Ueberraschungen, und
erfüllt von jener Mischung auS Wirklichkeit und Phantasie, auS Alltag und Wunfchttaum, die noch immer ihre Anziehungskraft auf den Leier bewährt hat
So find wir gewiß, datz auch der heute beginnende Roman von Gert R o t h b e r g sich deS gleichen Erfolges wird rühmen dürfen wie jener frühere, und wir freuen unS, unserer Leserschaft wieder eine Lektüre bieten zu können, die allen Wünschen nach einem spannenden und ergreifenden Roman in hervorragender Weise entspricht.
VornoNzcn.
— Tageskalender für Dienstag. Stadt- theater: 19.30 bi» 22.15 Uhr, „Mignon'. — Manner- und Frauenvereinigung der Matthäusgemeinde: 20.15 Uhr, ©emcinbclaal, Hauptversammlung. — Einhorn-Saal: 11 dis 19 Uhr, Hygiene Ausstellung: Großer Hörsaal der Universität- 20 Uhr, Lichtbildervortrag des Herrn Professors Dr. Haas. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die andere Seite".
— 2luS dem S t a d 11 h e a t e r b ure a u wird uns geschrieben: Heute, 19.30 Uhr, als 28 Vorstellung im Dienstag-Abonnement Gastspiel des Hestifchen LandestheaterS Darmstadt mit der Oper „Mignon" von Ambroife Thomas. Musikalische Leitung Erwin Palm, Spielleitung Heinz Arnold. Opernpreife. Vorzugs- und Rund- funbgutscheine haben Düttigkeit. Ende 22.15 Uhr. — Morgen, Mittwoch, 27. April, Wiederholung des erfolgreichen ©chülerstuckes von Friedrich Förster. „Der Graue", Spielleitung Peter Fassott, Titelrolle Raimund Schelcher. 'Beginn 19.30 Uhr. Ende 22.15 Uhr. — Die Intendanz weist daraus hin, daß die ursprünglich für Freitag angeletzte Premiere des „Faust" erst am SamStag. 30. April, stattsindet.
— Der T a n z c l u b „R o t - W e i ß" G i e ß e n veranstaltet am kommenden Samstag in den Räumen des GeseUfchaftsvercins Dießen die Austragung der Meisterschaft des Maingaues im Rcichsvcrband zur Pflege des Gesellschaftstanzes Die Veranstaltung verspricht vorzügliche Tanzdarbietungen. da bereits gute Tanzpaars auS Kassel. Frankfurt a. M, Bad-Ratcheim. Bad Homburg u. a. zugefagt haben. Der Tanzclub „Rot-Weiß" wird ebenfalls seine besten Vertreter melden. In den Turnier-Pausen und nach dem Turnier finbet Ball statt. Den Gästen wird Gelegenheit gegeben sein, in der Gästeklasse zu tanzen. Die Kapelle Seitz mit ihren Iazzsym- phonikern stellt die Turniermusik. RäbereS ist auS der Anzeige vom Samstag ersichtlich.
•• Veränderungen Im Provinzial- t a g. Lehrer Klostermann von Dolckenrod hat sein Mandat als Mitglied dos Provinzialtags der Provinz Oberhessen niedergelegt. An seine Stelle wurde der Bürgermeister und Landwirt Otto Ernst August Psann stiel in Bermuthshain (Kreis Caufcrbad)) in den Prornnzial- tag berufen. An Stelle des zum Stellvertreter im Provinzialausschuß gewählten und mittlerweile nach Westfalen verzogenen Bürgermeisters Dr. 3 a nse n - Butzbach wurde der Landwirt Karl Schwalb in Großen-Buseck als Stellvertreter für den ProvinzialauSschuß bestimmt.
' Die Superintendanturkonferenz für Oberhessen tagt morgen. Mittwoch, im 3ohannessaal zu Giehen. Hauptgegenstand der Tagesordnung ist ein Vortrag von Dekan Dr. Unverzagt, Alsfeld, und Aussprache über das Thema: „Die besonderen Schwierigkeiten der kirchlichen Seelsorge in der Gegenwart".
Weitere Lokalnachrichten im 2. Blatt.
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mit und ohne Mundstück
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