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Oberheffen.

Siadtvopstand in Lauterbach.

£ Lauterbach, 20. Jan. In der jüngsten Stadtvorstandssihung gab Bürgermeister Walz davon Kenntnis, dap die Vorschriften über Zuschläge für Steuerrückstände mit Wirkung vom 1. Januar 1932 durch die Vierte Aotverord- mmg aufgehoben wurden. Der Zinssatz bei Steuer st un düngen wurde auf 6 Prozent herabgesetzt.

Von den hiesigen Kohlenhändlern lag ein Ge­such um Ermäßigung der Wiegegebüh­ren vor. Erkundigungen haben ergeben, daß in vielen Orten höhere Gebührentarife bestehen, als in Lauterbach. Der Stadtvorstand lehnte daher das Gesuch ab.

Der Bürgermeister berichtete sodann u. a. über die K r a f 1 p c st l i n i e U l r ich st e i n L a u - terbach und teilte m.t, dah d.eie Postautolinie bestehen bleibt. Der von der Stadt im ungünstig­sten Fall zu leistende Zuschuh beträgt 900 Mark. Der Stadtvorstand erklärte sich mit dieser Rege­lung einverstanden.

3n einer im Dezember vorigen Jahres ab­gehaltenen Versammlung der Grundstückseigen­tümer der Gemarkung Lauterbach, die den Zweck verfolgte, das zur Zeit schwebende Feldberei­nigungsverfahren bis auf bessere Zeiten zurückzu st eilen, wurde in diesem Sinne eine Entschließung (an die Regierung) gefaht, die, von etwa 450 Grundstückseigentümern unterschrieben, dem Stadtvorstand nunmehr vorgelegt wurde mit dem Antrag, er möge sich ebenfalls in diesem Sinne entscheiden. Der Stadtvorstand gab dem Antrag statt.

Ein weiterer Punkt der Tagesordnung betraf die Zulegung eines Teiles des Wör­ther Wassers. Die Kosten hierfür werden nach vorliegenden Angeboten 2595 bzw. 2800 Mk. betragen. Der Stadtvorstand stimmte dem zweiten Vorschlag, der den Betrag von 2830 Mk. erfor­derte, zu: es ist vorgesehen, das Wasser in einen Detonkanal zu fassen, der eine bessere Traaiähigkeit gewährleistet. Die Arbeite" sollen den Maur rmcistern Metzendcrf n Rosen- b a u m übertragen werden. Zur Ausführung der Arbeit dürfen nur Lauterbacher Arbeitslose her­angezogen werden.

1flnMrcie Gießen

y Mainzlar, 25 Ian. Dieser Tage fand im Saale der GastwirtschaftZur Linde" die ordentl che Generalversammlung des Vereins für Krankenpflege statt. Der Verein zählt bis jetzt 135 Mitglieder. Der Vorsitzende, Dekan G u h m a n n, leitete die Versammlung und er­stattete den Jahresbericht. Daraus ist die wich­tige Tats ch zu entnehmen, dah der Vorstand beschlossen hat, auf Grund vorausgegangener Verhandlungen mit dem Diakoni'serh.iu'e Ronnen- weier eine Krankenschwester von dort im Mai anzustellen. Die Gemeinde hat in dankenswerter Weise einen namhaften Beitrag bewilligt. Der Kassenbericht des Rechners Wehn ergab eine Reineinnahme von fast 500 Mk. Der Betrag soll zur Anschaffung der Möbel für die Schwestern- wohnung Verwendung finden. Ein fehlender Rest muh durch Anleihe gedeckt werden. Die Be­schlüsse des Vorstandes wurden von der General­versammlung einstimmig gutgeheihen und der seitherigen Krankenschwester, Marie Groh von Daubringen der warme Dank für ihre grohe Hilfsbereitschaft ausgesprochen

cZ Allendorf a d. L d a., 25. Jan. Am Mitt­woch vollendete der Schneidermeister Phi ipp Krieger in giftiger und körperlicher Frische sein 93. Lebensjahr. Rachdem ihn am Vor­mittag die erste Schulklasse unter Führung ihres Lehrers Strecke durch zwei Choräle erfreute, brachte ihm am Abend der Männergesangverein dessen langjähriges Mitg'ied und Ehrenmitglied er ist, unter Leitung seines Chormeisters Lehrers Sch m id t (Kesselbach), ein Ständchen. Auf eine kurze Ansprache des Vereinsvorsihenden D öl I dankte der Jubilar mit humorvollen Worten. Der Jubilar hat in seinem ganzen Leben nie einen Arzt in Anspruch genommen. Zur Zeit leben hier noch 11 Personen, die das Alter von 80 Jahren überschritten haben. Es sind dies acht Männer und drei Frauen, zwei der Männer sind bereits über 90 Jahre alt. Das Stan- desamt verzeichnete im Jahre 1931 28 Ge­burten, 12 Eheschließungen und 12 Sterbefälle.

I Lauter, 25. Januar. Hier wurden jetzt Massegrund stücke an Ort und Stelle zum Verkauf ausgeboten. Die Preise lagen, der Zeit entsprechend, sehr niedrig. Für einige Grund­stücke fand sich kein Käufer und für viele andere lagen die Gebote unter dem Wert. Selbst für Baugelände wurden nur sehr geringe Preise bezahlt. Die Grundstücke sollen nochmals aus­geboten werden.

-rs- Ober-Bessingen, 25. Jan. In der verflossenen Rächt kam es hier zu einer Schie­ßerei. Im Saale des Gastwirts Keil fand Ball statt. Als ein hiesiger Schreinergeselle den Saal verlieh, schoß ihm ein junger Mann aus einem Rachbarort ins Gesicht, wobei das rechte Auge verletzt wurde. In der Begleitung des letzteren befand sich ein junger Mann aus dem gleichen Orte, der möglicherweise auch als Täter in Betracht kommen kann. Beide sind in Gie­ßen tätig. Da ein Streit nicht vorlag, ist es rätselhaft, was die jungen Leute, die sofort flo­hen, zu der Tat veranlaßte. Der junge Schreiner mußte sofort in das Krankenhaus nach Lich verbracht werden.

r. Lang-Göns, 23. Jan. Die Holz- hauecarbeiten in den hiesigen Gemeinde- Waldungen sind in der Hauptsache beendet. Zur Zeit werden nur noch etwa zehn Mann mit den Abschlußarbeiten beschäftigt. Zu der ersten V er­st e i g e r u n g hatten sich auch zahlreiche Stei­gerer aus Leihgestern und Großen-Linden ein­gefunden. Für Brennholz wurden mittlere Preise erzielt. Bau- und Nutzholz war sehr billig. Cs kosteten je zwei Raummeter Buchenscheit 24 bis 26 Mark, Buchenknüppel 16 bis 17 Mark, Eichen­scheit 18 bis 20 Mark, Kief^rnscheit 16 bis 18 Mark, Buchenreiser 14 bis 16 Mark (100 Wellen), Eichenreiser 12 bis 14 Mark, Buchennutzholz der Festmeter 15 bis 16 Mark, Eiche 10 bis 12 Mark.

* Lang-Göns, 25. Jan. In unserer nahezu 2000 Einwohner zählenden Gemeinde kamen im Jahre 1931 22 Geburten (39) beim Standesamt zur Anmeldung. Ehen wurden 19 (21) geschlos­sen. Gestorben sind 25 Personen (16). Konfirmiert wurden 7 Knaben und 5 Mädchen. Die Zahlen in Klammern bedeuten die Erhebungen im Jahre 1930. Rachdem die Holzhauerark^iten beendet waren, fand nun die erste Holzversteige­rung im Gemeindewald statt. Es wurden fol­gende Preise erzielt: Buchen-Scheiter (je 2 rm) 24 bis 26 Mk., Eichenscheiter 16 bis 18 Mk.,

9Jt.-$pont

BfB.-Gießen.

DfD.-Liga - Hessen 09 Kassel 1:2 (0:1).

Auch in diesem Verbandsspiel stand den DfB.» ccn das Glück nicht zur Seite, das Treffen ging trotz spielerischer und Feldüberlegenheit unver­dient verloren. Ein Unentschieden wäre zumin­dest verdient gewesen. VfB. trat in veränderter Aufstellung, wie in der Vorschau gemeldet, an. Die Mannschaft schlug sich sehr tapfer, insbeson­dere die Deckung leistete dem wuchtigen und oft die Grenze des Erlaubten streifenden Spiel der Gäste herrischen Widerstand. Hessen 09 Kassel zeigte spielerisch nichts Besonderes. Das Spiel war ganz auf schnelle Durchbrüche eingestellt: alle Mannschaftsteile kämpften ungemein hart, so daß insbesondere der VfB.-Sturm, obwohl er sich von bester Seite zeigte, gegen die Gäste- Verteidigung wenig oder gar nichts ausrichten konnte. Der Schiedsrichter, ein Herr aus Göttin­gen, hätte die unzähligen Fouls derHessen" durch Platzverweise rügen müssen.

Vom Anstoß ab entwickelte sich sofort ein temperamentvoller Kamps, der den VfB. schon in der ersten Hälfte einige totsichere Torgelegen­heiten bescherte. Aber auch Balser mußte auf der Hut sein, denn die rücksichtslos nachsetzen­den . Hessen" kamen oft an sein Heiligtum. Aus einem Geplänkel vor dem VfB.°Tor fällt dann auch durch Kopfball für Kassel der Führungs­treffer. Dis zur Pause änderte sich am Resultat nichts. Rach Halbzeit legten die VfB.er mächtig los und Kassel verteidigte mit vielen Leuten. Erst durch einen Bombenschuß von Bärenfänger kam VfB. zum Ausgleich Das Spiel wurde nun überaus wuchtig und schnell geführt bei wech­selnder Feldüberlegenheit beider Gegner. Kurz vor Spielende gelang es denHessen" bei einem Durchbruch, Balser zu überraschen und ein wei­teres Tor und somit den Siegestreffer zu erzielen. WB. hat die Punkte unverdient verloren, der Mannschaft wäre für die Enttäuschungen der letzten Spiele ein Sieg zu gönnen gewesen. Dem Spiel wohnte eine ansehnliche Zuschauermenge bei.

Die Ligareserve verlor in Wetzlar gegen die gleiche des Sportvereins 2:4 bei ausgeglichenem Spiel.

Spielvereinigunq 1900 Gießen

Spogg. 1900 (Liga) Wiesenbach (Liga) 3:2 (0:1).

Das Spiel der Ligamannschaft der Spielver­einigung 1900 gegen den Verbandsspielgegner Wiesenbach konnte leicht verloren gehen. Die Gäste waren überraschend gut. Eifrig vor allem, dabei stets erfüllt von einem Drang zum Tor der Platzbesitzer, schnell und wuchtig, sehr zuver­lässig in der Ballabgabe, im Zuspiel, in der Kom­bination durchaus ansprechend, und vor allem außerordentlich fair. Diese letztere Tatsache ver­dient als besonders erfreulich sestgeftellt zu wer­den. Es gab kaum einen Strafstoß. Der Schieds­richter hatte ein leichtes Amt. Die Gäste verfüg­ten über eine vorzügliche Läuferreihe, über eine schlagsichere Verteidigung. fotoie über einen schuh- freudigen Sturm.

Die Blauweißen hatten keinen guten Tag. Die Läuferreihe war nicht in Form (der sonst sehr zuverlässige Glitzsch kam w'hrend der ersten Halb­zeit überhaupt nicht in Fahrt), im Sturm fehlte es immer wieder am nötigen Verständnis. Ar­nold und der Linksaußen Schürdt al'erdings ragten hervor, aber Heilmann fehlte und so war der Zusammenhang gestört. Erst gegen Schluß des Spieles taute die Mannschaft auf und stellte den Sieg im Endspurt sicher. Das stärkste Hinder­nis für den Gießener Sturm war der überaus sichere Tormann im Goal der Wiesenbacher, der in vielen kritischen Situationen stets zuver­lässig rettete. Während der ersten Halbzeit führ­ten die Mannschaften ein sehr flottes Spiel vor. Der Kampf war interessant. Die 1900er fanden sich aber nicht gleich und mußten den Gästen eine zeitlang im Feldspiel die Oberhand lassen. Später kamen die Blauweißen auf und bei gleich­verteiltem Feldspiel wechselte man die Seiten mit dem Ergebnis von 1:0 für Wiesenbach. Das Tor fiel zur allgemeinen Ueberraschung bereits in der zweiten Minute. Rach der Pause rächten sich die 1900er und schossen nun ihrerseits in der zweiten Minute den Ausgleichstreffer. Rach einer kurzen Spanne, in der das Tempo merk­lich abflaute, rafften sich beide Mannschaften wieder auf, in flottem Kamvfe wogte das Spiel hin und her, auf beiden Seiten wurden Tor­chancen vergeben, der Tormann der Gäste war jedoch immer etwas mehr beschäftigt, aber trotz­dem errangen die Wiesenbacher aber­mals die Führung. Dadurch angespornt gingen die Gießener mehr aus sich heraus, aber erst in der 25. Minute der zweiten Halbzeit und dann

kurz vor Schluß war die Mannschaft noch je einmal erfolgreich und sicherte sich somit die beiden Punkte. Der Sieg war verdient, wenn auch die Leistungen der 1900er nicht zu überzeu­gen vermochten und die Mannschaft schon manches weit bessere Spiel gezeigt hatte.

Ser Sieger m Glprinier-Oreikampf.

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W

Pflug, Berlin-Schöneberg, gewann beim Hallen­sportfest in Frankfurt a. M. den Sprinter-Dreikampf vor Metzner und Jonath.

Handball im VfB.

VfV. I Tv. Mendorf a. d. Lda. 3:7 (3:4).

In der Handballmannschaft des Tv. Allendorf hatten die VfB.er wohl den spielstärksten Gegner der letzten Spiele. Die Gäste zeigten ein flüssi­ges Kombinationsspiel. Dem Spielverlauf nach erscheint das Resultat zu hoch, denn VfB. war den größten Teil des Spiels feldüberlegen. Die VfB.°Stürmer konnten jedoch die Deckung der Gäste nicht überwinden. Beim Stande von 0:4 für Allendors konnte VfB. 3 Tore aufholen, aber dann kamen die Gäste bei Durchbrüchen in regelmäßigen Abständen zu drei weiteren Er­folgen. Das Spiel wurde fair ausgetragen.

Männeriurnverem Gießen Gaumeister im Handball.

Tv. Kirchhain i Mtv. Gießen I 4: 4.

Durch das gegen den Tv. Kirchhain erzielte Unentschieden wurde der Mtv. endgültig Gau- meister von Hessen, nachdem die 1. Mannschaft in den letzten vier Jahren bereits immer den zweiten Tabellenplatz erringen konnte

In dem Spiele der beiden Gruppenmeister überraschte Kirchhain durch sein schnelles und wuchtiges Spiel und ermöglichte so einen Aus» gle ch gegenüber der rein spielerischen Ueber- legenheit der Gießener Mannschaft. In den ersten 15 Minuten der ersten Halbzeit spielten die Gießener überlegen und gelangten mit 3:1 in Führung. Der eifrige Gegner konnte aber durch seine schnellen Vorstöße den Ausgleich er­zwingen. Auch der abermalige Führungstreffer des Mtv. wurde nach einem geschickten Durchspiel des Kirchhainer Sturmes ausgeglichen.

Die Bilanz des Mtv.

Das Spiel brachte den Abschluß der diesjähri­gen Verbandsserie. In der letzten Spielperiode wurden von 18 Spielen 15 gewonnen. Die Spiel­bilanz erweist sich sowohl für die 1. Mannschaft wie für die Jugendmannschaft, die die Endspiele um die Gaumeisterschaft erst im März austrägt, als sehr günstig. Die diesjährigen Erfolge der 1. Handballmannschaft find in erster Linie auf die spielerische Ausgegl.chenheit aller Mannschafts­teile zurückzuführen. Zu den Spielen standen 16 Spieler (Riedermayer. Sehb, Volkmann, Sah, Schorkopf, Mayer, Rothermel, Ploch, Rehren, Schüler, Stremmel, Seipp, Malkomesius. Becker, Lindenstruth, Strack) zur Verfügung, deren aus- gegl chenes Können eine genügende Gewähr bei notwend.gen Umstellungen für die Erhaltung der spielerischen Linie bot. In der nächsten Ver­bandsserie wird die 1. Mannschaft an den Spielen der Verbandsfonderklasse teilnehmen.

Vor dem Meisterschaftsspiel trug die 2. Mann­schaft ein Gesellschaftsspiel gegen Tv. Klein- Linden I aus. Rach ausgeglichenem Spielverlauf siegte die Gießener Mannschaft mit 4 2.

Kiefern-Scheiter 15 bis 16 Mk., Buchenknüppel 18 bis 20 und Eichenknüppel 15 bis 17 Mk.: Buchenwellen, 100 Stück, 12 bis 14, Eichenwellen 12 bis 14, Kiefernwellen 6 b:s Siebten» wellen 7 bis 8 Mk.

tlreie Frieovc*^

* Butzbach, 25. Jan. Der Turn- und Sportverein Butzbach hielt dieser Tage seine Hauptversammlung ab. Der 1. Sprecher, Dr. H. Rau, forderte die Mitglieder auf, auch weiterhin dem Verein und der DT. die Treue zu bewahren. Der Mitgliederstand hat keinen Rückgang, vielmehr einen kleinen Zuwachs er­fahren. Dem Verein gehören 714 Mitglieder an. Die Erfolge auf turnerischem und sportlichem Ge­biet waren durchaus zufriedenstellend. Eine grohe Anzahl von Cir.zel- und Mannschaftssiegen konnte errungen werden. Die jüngste Abteilung des Ver­eins, die Tennisabteilung, konnte erstmalig einige Siege erringen. Das vom Verein durchgeführte Gau-Frauenturnen nahm einen schönen Verlauf. 2luch das Gausportfest wurde reibungslos ab­gewickelt. Das Dühnenkchauturnen und die Feier des 10jährigen Bestehens der Spielabteilung waren volle Erfolge. Ein Handball-Blitzturnier fand viel Interesse. Die Berichte des Ober- turnwartes und der einzelnen Fachwarte gaben weiter eine geschlossene Uebersicht über die Ar- beit beS Vereins. Besondere Anerkennung und Erwähnung gebührt dem Bericht des Jugend- Wartes H. Dietz. Dem Bericht des Rechners Dahmer war zu entnehmen, daß sich die Ein­nahmen und Ausgaben im Rahmen des Vor­anschlages gehalten haben. Kassenbericht, Ver­mögensübersicht und Voranschlag für 1932 fanden ohne Widerspruch Annahme. Die Prüfung der

Rechnung gao zu keiner Beanstandung Anlaß, dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Ein An­trag, die Mitgliedsbeiträge zu senken, fand ein­stimmige Annahme. Der Ehrenvorsitzende des Vereins, der 2. Gauvertreter K. Schneider, würdigte die Arbeit des Vereins und überreichte der Turnerin Frau Walter sowie dem Turner W. Hader mann das Turn- und Sport­abzeichen. Die Vorstandswahl ergab keine Aen- derungen. Lediglich für den Festwart, Turner Deller, der fein Amt niederlegte, wurde der Turner August Kramer gewählt. Der Ehren­vorsitzende sagte dem Vorstand Anerkennung und Dank.

Mreie Schotten

! ® ei) ern, 22. Jan. Die Hauptversammlung des hiesigen Zweigvereins vom VH C. fand unter sehr starker Beteiligung statt. Rach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Apotheker Veesenmeyer, wurde beschlossen, am 24. April das 50jährige Bestehen des Zweig­vereins in einfacher, aber würdiger Weise zu feiern.

V Glashütten, 20. Jan. Zu der hiesigen Holzversteiaerung waren Interessenten in großer Zahl erschienen. Es wurden bezahlt für 1 rm Buchenscheit 7 bis 8, für Knüppel 5 bis 6 Mk. Reiser kamen im Durchschnitt auf 1,50 bis 1,60 Mk. Der hiesige Kriegeroerei n hielt am Samstag seine Generalversammlung ab. Der Verein hat unter dem Vorsitz von Pflastermeister Ludwig Ott auch im verflossenen Jahre an Mitgliederzahl zugenommen. Der seitherige Rechner Heinrich Schmidt, sowie der seitherige Schriftführer Adolf Stöhr II. wur­den durch Zuruf wiedergewählt. Für den Fahnen­träger Friedrich Weiß, der eine Wiederwahl ab­lehnte, wurde August Reinemer gewählt.

r W o h n f e I b. 20. Jan. Am Samstag hielt der hiesige Kriegerverein einen Theater- aoenb ab. Zur Einleitung wurde ein ernstes Schauspiel aufgeführt, das von den Darstellern vorzüglich wiedergegeben wurde. Rach einer Pause wurden verschiedene lustige Stücke gezeigt. Zwei Gesangsvorträge fanden lebhaften Beifall. Die Hauptprobe am Freitag war gleichzeitig Kinder­vorstellung. Am Sonntag mußte eine Wieder­holung stattfinden. Die Veranstaltung war für den Kriegerverein ein großer Erfolg.

+ Groh-Eichen, 19. Jan. Am Sonntag hielt der hiesige Veteranen- und Mili­tärverein bei Gastwirt Merz seine General­versammlung ab. Der Vorsitzende. Georg Zim­mer, begrüßte die Versammlung. Alsdann wurde des im letzten Jahre verstorbenen Kame­raden Christian Velten, sowie der Gefallenen des Weltkriegs in üblicher Weise gedacht. Rech­ner Jost trug die Rechnung des vergangenen Jahres vor; sie wurde genehmigt und dem Vor­stand Entlastung erteilt. Der gesamte Vorstand, bestehend aus Gg. Zimmer (1. Vorsitzender), August Zimmer (2. Vorsitzender), Rechner Jost, Schriftführer Krebs, Ernst Lang, W l- helm Jung und Ernst S ch o m b e r t, wurde ein­stimmig wiedergewählt. Ebenso blieb die Der- einsdienerstelle in den Händen des Kameraden Paul. Ein Antrag tagen der Feier des 40jähri- gen Bestehens des Vereins im Jahre 1933 wurde bis zum Herbst zurückgestellt.

Kreis Alsfeld

-ß Nieder-Gemünden, 25.Jan. Dieser Tage fand die Generalversammlung des Schützen- und Sportvereins in der Wirtschaft Södler statt. Die Schühenabteilung hat sich im verflosse­nen Jahre rege betätigt; weniger eifrig war die Sportabteilung. Die Rechnungsablage zeigte ein erfreuliches Bild über die finanziellen Verhält­nisse des Vereins. Dem Rechner wurde Ent­lastung erteilt. Zum 1. Vorsitzenden wurde H. Becker, zum 2. Vorsitzenden L. O 11 e r b e i n, zum Spielführer A. Binding, zu Beisitzern H. Stroh und O. Fiedler gewählt. Die übri­gen Mitglieder des Vorstandes wurden wieder­gewählt. Im Anschluß an die Vorstandswahl fand eine rege Aussprache über den Verleihungs­modus' für die dem Verein gehörende Theater­bühne statt.

ss Grebenau, 25 Jan. Eine Sammlung zum besten der Winterhilfe erbrachte hier 12 Zentner Kartoffeln, 1 Zentner Aepfel, 7 Laib Brot, 10 Pfund Wurst, 15 Pfund Speck, verschiedene sehr gut erhaltene Kleidungsstücke, sowie 44 Mk. bares Geld.

ss. E u 1 e r s d o r f. 22. Ihn. Zum Bürger­meister unserer Gemeinde wurde der Land­wirt Heinrich Becker ernannt und amtlich ver­pflichtet. Da nur ein Wahlvorfchlag eingegangen toar erübrigte sich die Wahlhandlung.

Preupen.

Kreis Wetzlar.

X Münchholzhausen, 26. Jan. Ein schwerer Autounfall ereignete sich gestern vormittag auf der Provinzialstraße Wetzlar Gießen in unserer Gemarkung. Der Metzger- meister Grüneberg aus Wetzlar geriet mit seinem Personenauto, in dem sich noch rein in Gießen wohnender Bruder befand, ins Schl u- dern, so daß sich das Auto überschlug und auf öie Insassen fiel Während Grüneberg mit leichteren Verletzungen davo kam, erlitt sein Bruder schwere innere Verletzungen. Er wurde von einem vor­beifahrenden Auto in die Klinik nach Gießen ge­bracht und mußte dort einer Operation untr- zogen werden. Die Verletzungen waren jedoh so schwer, dah er in der Klinik gestorben ist. Das verunglückte Fahrzeug wurde dermaßen beschädigt, daß es abgeschleppt werden mußte. Die polizeilichen Ermittlungen über die Ursache des Unfalls sind noch im Gange.

Kreis Vievcnkopf.

(J) Bischoffen, 25. Jan. Der Verkehrs­und Verschönerungsverein hielt im Ge­meindehaus seine Generalversammlung ab. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt. Für den ausgeschiedenen Schriftführer, Lehrer Au - tanb, wurde Lehrer O 11 gewählt. Die Rech­nungsablage zeigte ein erfreuliches Bild. Die Kasse wies einen Barbestand von 93 Mk. auf* Die von Rektor Haus gestifteten Bücher werden, so bestimmte die Versammlung, nur an Mitglieder ausgeliehen Die Anregung von Förster Pfeif- f e r, Ristkästen in der näheren Umgebung unseres Ortes aufzuhängen, fand Unterstützung. Weiter beschloß die Versammlung, den monatlichen Bei­trag, der bisher 20 Pf. betragen hat, auf 10 Pf. pro Monat Herabzusehen.

Kirche und Schule.

Landkreis Gießen.

* Heuchelheim, 20. Jan. Die kirchliche Statistik der ©bang. Gemeinde Heu­chelheim für 1931 enthält folgende Zahlen: Taufen: 35, Konfirmanden 22, Trauungen: 25, Beerdigungen: 37. Durchschnittlich besuchten pro Woche die Gottesdienste 5,5 Prozent der evan­gelischen Bevölkerung. Am hlg. Abendmahl nah­men insgesamt 46 Prozent der Erwachsenenteil.

Kreis Schotten.

8 Ulrichstein, 24.Jan. J.n abgelaufenen oafjr wurden hier 12 (13) Taufen, 9 (7) Stau­ungen und 6 (10) Beerdigungen verzeichnet. Kon­firmiert wurden 6 Kinder (9), 2 Knaben und 4 Mädchen. Bei den Abendmahlsfeiern wurden 562 Kommunikanten gezählt (601), 255 Männer und 307 Frauen. Die 61 Hauptgottesdienste wa­ren besucht von 5995 Erwachsenen (6578), näm­lich 2903 Männern und 3092 Frauen, ferner von 1373 Kindern. Die Zahlen des Vorjahres stehen in Klammern. Die Christenlehre besuchten 74 Prozent der Burschen und 80 Prozent der Mädchen. Die freiwilligen Gaben christlicher Rächstenliebe beliefen sich auf 1046,38 Mk. oder 1,41 Mark auf den Kops der Bevölkerung.

§ Feldkrücken, 24. Jan. In unserer Ge­meinde wurden im vergangenen Jahr 4 Kinder getauft (6), 2 Paare kirchlich getraut (3) und 3 Verstorbene beerdigt (7). Die entsprechenden Zahlen für 1930 stehen in Klammern. 5 Kinder wurden konfirmiert (3), 2 Knaben und 3 Mäd­chen. An der Feier des hl. Abendmahls nahmen 364 Gemeindeglieder teil (400), 178 Männer und 186 Frauen. Die 41 Gottesdienste wurden von 2575 Erwachsenen, 1167 Männern und 1408 Frauen, sowie 933 Kindern besucht. Die Christen­lehre besuchten 81,5 Prozent der Knaben und 94 Prozent der Mädchen. An freiwilligen Liebes­gaben gingen 516,47 Mark ein (289 Mk)- das bedeutet 1,54 Mark pro Kopf der Bevölkerung.