Ausgabe 
25.8.1932 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Moskau, August 1932.

nur ein Krieg bevor, und das ist der gegei Kapitalismus!" rief jüngst Maxim Gorki

en den

um ein peinliches Versehen eines

Aus der proviuzialhaupistadt

Frau Unteroffizier oder Frau Feldwebel titu-

an die ein ge­het

Wissenschaft.

Er-ahlerPrelS, eneuelinie" (Xttlas

'S"-»!;

jtupnuiisiiiuDi iit| juiiyp jzw^uii w v i i i, der Literat des Kreml, den Jungkommunisten auf deren Unionskonserenz zu. Und Karl Radek erzählt in

Deutschland noch immer in der Welt, und die Erzeugung von Giftgasen in Massen und von Gasbomben für Kriegszwecke sei folglich auch 'i Hergestellt. (I) Mit der Chemie habe der deutsche Ocneralstab ein mächtiges Mittel in der Hand, einem Krieg wenigstens im Anfang den Manö-

Wföen Ojeanfliegcr nmetl,

Solberg und Pe> 5ur ®r«» zum Ozean- wollten, sind in einer der t Darbijs Harbor aus Neu- Mg abgestürzt. Do; Ammert, die Flieger

einzelnen Blattes handelt, so schwenkt der Kreml

»isenkundig auf die Seite der Gegner

könnten. (!)

3n der chemischen Industrie gar herrsche

it au$ in bielem Jahr jließt. 4500 War! sind ie bestendrulsch" Ambra tooxbea. DrHi

Drx \.W& «* c chrmaMHen Uettt- sich wiederum bereit et« Berlin; W^aquet, toftift. Berlin; W mo S. Werner, Berlin. en enthält das September-

amitie" gestartet.

je, das Aeuhorker Sbe­it zwei Töchtern im Alter en, ist in St. John (Ben­ag nachLondonae- Flugzeugs befinden sich vier Mann. Aächstes Ziel üer auf der im 6L Lorenz- i-3nfel. Don dort soll der Linie in Etappen fort-

' ^urde eine 5)rnf. mi ch t kennt. Man weih zunächst nicht recht, 'es Eiepelt und Ihn?,,' »ie dieser Vorstoß zu qualifizieren ist. Ieden» ambenähnlichn f<lls sind sämtliche Regeln der politischen Wohl- «nständigteit außer acht gelassen worden. Wenn

I et sich hier nicht i einzelnen Blatte

litten. Die Leitung der Armee werde im Krieg ein gut vorbereitetes Offizierskorps und der Zencralstab innehaben. Denn obzwar durch Ver- 'cilles verboten, bestehe der Generalstab doch, Mr unter anderem Ramen. Aber er arbeite viel. £ie Werke seiner Mitarbeiter nähmen in der Mriegsliteratur der Welt noch immer einen her- o -tragenden Platz ein. Im wesentlichen werde t» er Generalstab nur die schon von Friedrich II. itib von Napoleon gelösten Aufgaben zu losen haben. Ein Krieg in inneroperativen Linien ver­breche einer energischen Manövrierarmee immer Srfolg. Heute um so mehr, als Deutschland von einem gut durchdachten dichten Eisenbahnnetz be­deckt sei. Die deutsche Armee sei eine ent* Leidende Gröhe in den kriegspolitischen Kombi­nationen Westeuropas. Ihr Eigengewicht sei sehr g^oh und von gleichem Rang wie das der fran- ^Öfischrn Stre t nacht. Dessen lei man sich in Paris jtö London deutlich und scharf bewußt, und darum bemühe man sich dort, sich Berlins Mit- aibeit für den kommenden kriegerischen Erdrutsch ! zu sichern.---

Soweit dieKrasnaza Gaseta", die das Amts-

Militärrevision im Krems

,Oie deutsche Gefahr.^

Don unserem dl.-Berichterstattet.

'U von der Oflftlit hn.

Züchen. S#r ft n Xaa( i|t

au« ©t «alien, m * W Raube und .en- die Erstbrstei- bTSS?nad> Ul'ün- cen Aipfel.

Bon den vielerlei Auslegungen des russisch- lpolnischen RxchtanariffSverttages eit der AuSlandSpresse hat beim Kreml am me^ sten die italienische Ansicht gefallen, daß durch Frankreichs Rolle in Po-

land abfprinflt und sich Frankreich zukehrt (man will wissen, daß General o. S ch l e i ch e r ein Militär­bündnis mit dem Kreml ablehne). Man hat nicht mehr Genüge an der Exportkreditpolitik im bis­herigen Rahmen, und man ist äußerst ungehalten über den nationalen Kurs zuungunsten des soziali­stisch-kommunistischen, so daß Radek jüngst in den Jswestija" sich sogar zu der Warnung an Deutsch- land verstieg:Man kann nicht zugleich gegen Ver­sailles und die marxistische Arbeiterschaft im eigenen Lande kämpfen!" An ein sonstiges Europa aber richtet sich der Artikel deshalb, weil er den Anschein erwecken will, als könne er gegen Deutschland eine französische Anleihe, oder einen

Deutschlands in der Rüstungsfrage irtn.

Um dem deutschen ZeitungSleser eine so weit wie möglich unvoreingenommene Beurteilung zu ^möglichen, sei der Inhalt des gemeinten Ar- tilele in derKtasnaja Gaseta" denn um dies Leningrader Blatt handelt eS sich sinngetreu wiedergegeben. In einem Aufsatz an führender Stelle vom 3. August, überschrieben'S) i e Kriegsmacht Deutschlands", führt ein Sachverständiger für Militärfragen, W. Kaisarow. auS:

In Verbindung mit den Erklärungen des Reichswehrministers v. Schleicher über die Umgestaltung der deutschen Weltmacht und die b-vurgeoise Pressekampagne für die deutsche- spungSgleichheit mit den übrigen imperialisti­schen Mächten sei es durchaus (II) aktuell, darauf h-inzuweisen, daß Deutschlands Bourgeoisie die Lücken im Versailler Vertrag bezüglich der Qlr- meeftärfe als Schlupfwinkel für die Aufrüstung benutzt habe. Dor allem verwandele die lange Dienstzeit die lOOOOC-QIrmee in einen macht- ö ollen Apparat zur Schaffung eines ausgezeichnet trainierten und hochqualifizierten Kommandeur- Sestandes. Um diesen Bestand könnten sich im Lrnstsalle 1 biS 1'/. Millionen Soldaten grup­pieren. Die halbmilitärischen Privatverbände, eigentlich Durchgangsetappen der Iugendmilitari- icrung, würden genügend Menschenmaterialstel­len. Und diese Truppen würden auch nicht unbe- öaffnet sein. Denn Deutschland habe, verborgen ; vor den Dersatller Kontrollkommissionen, nicht

Sen Dertrag Frankreichs Rolle in Po - Len spürbar geschwächt worden sei. Zum Teil sind auch wir dieser Meinung, wenn uns cmch die amerikanischen Gewinne hierbei toefent- Lcher erschienen, als die französischen Einbußen. Völlig überraschend aber kommt jetzt eine Wen- tung zutage, die eines noch aufmerksameren Hin- sihenS wert ist. Hatte die Sowjeiprefse schon et- Lche Urteile der polnischen Presse, daß der Der- hrag sehr wohl als eine Beweis für die Mög- I chkeit einer russisch-polnischen Poli- tit gegen Deutschland anzusehen sei, still- l hweigend, also unwidersprochen wiedergegeben, I, erfolgte schon bald darauf ein Dorstoh ge­gen Deutschland, wie ihn die deutsch- cussische Geschichte seit Rapallo noch

nach feinet M jJ rftanU. 6t ging WJ ich uns fragen, na4 ?2luch mit unlet-tSch^

Deine SchD«net >n

Denn ich komme, fo W Lnen frögerin und her nww generalstab ein mächtiges -UCtttel in oei ,n Zeit leuchtet in sti . 6gnem Krieg wenigstens im Anfang den

Stetn! Oder ist es ein- ------------ ------------

Hc Sein Derben verleg i Safi et noch landet IW' ^verstand ibdengel ube . an

°S'°kdies ^st. f Urlaub, ^^Bun Mama wrC' Mhlc

rfP* lein!'* iU 4 mit Eva- anderfamer jn >n

s ihren W hohen bw°hi ö»«;

fchneevew^.^ s,n

^garten. M Ka-ns^," fagte JJ KM Timt nw<e grau« mlt en, Dier!

. 66 jaltt«

*&&&

i«n

tN.5 Damit ° Ä *»« f*'

Gictzcncr Wochcnmarktpreise.

' Gießen, 25. Aug. Es kosteten aus dem heu­tigen Wochenmarkt das Pfund' Süßrahmbutter 130, Landbutter 120 bis 130, Matte 25 bis 30, Wirsing 6 bis 8, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 8. gelbe Rüben 8, rote Rüben 8, Spinat 20, Römisch- kohl 8, grüne und gelbe Bohnen 15 bis 20, Unter- Kohlrabi 5 bis 6, Erbsen 20, Tomaten 10 bis 20, Zwiebeln 10, Pilze 20 bis 25, Kartoffeln 3,5, Frühäpfel 15 biS a0, Di men 15 bis 25, Dörrobst 30 bis 35, Zwetschen 20 bis 25, Mirabellen 35 biS 40, Reineklauden 20, Pfirsiche 30 bis 50, Brombeeren 20 bis 25, Honig 40 bis 45, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 60 bis 80; das Stück: Käse 5 bis 10, Tauben 50 bis 60, Eier 8 bis 9, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 8 bis 10, Dalaigurken 10 bis 25, Einmachgurken 2 bis 3, Endivien 10 bis 12, Ober-Kohlrabi 8 bis 10, Rettich 10 bis 12; das Bund: Radieschen 8 bis 10 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3 Mark.

Bornotizcn.

Tageskalender für Donnerstag. Tierschutzverein Gießen: 20 Uhr, Singsaal des Real­gymnasium^, öffentlicher Vortrag überAufgaben des Tierschutzes" . Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Trader Horn".

ee Fortfall eines v-Zugpaares der Lahntal st recke. Der im Entwurf bereits aus­gearbeitete Winterfahrplan 1932/33 sieht, wie Bereits im vorigen. Winter, den Ausfall des 0-Zugpaares D 245/46 GießenLimburgTrier vor.

** 50 Jahre Tabakwarengroßhand- lung C. Petri. Die Tabakwarengroßhandlung Carl Petri, Gießen, kann am 1. September auf ihr 50jähriges Bestehen zurückblicken. Seit dem Jahre 1912 ist der Sohn des Gründers, Herr Gu­stav Petri, der schon 1910 in das väterliche Ge­schäft eintrat, der Inhaber der Firma. Der Grün­der, Herr Carl Petri, starb im Jahre 1912. Die Firma hat ihre Kundschaft in Gießen, sowie in Oberhessen und verfügt über einen ausgedehnten ulten und treuen Kundenstamm. Schon die Groß- väter und Väter der heutigen Kunden kauften bei der Firma Carl Petri. Die Firma erfreut sich dank der rühriaen und umsichtigen Tätigkeit des In- Habers besten Ansehens. Herr Petri ist im Zen» tralverband deutscher Großhändler der Tabak­branche in feinem engeren Bezirk führend tätig.

* Tierschutz! Der Tierschutzverein Gießen veranstaltet heute abend (es sei nochmals darauf aufmerksam gemacht) im Singfaal des Realgym- nasiums einen Vortrag. Oberbürgermeister Maas wird über die Aufgaben des Tierschutzes sprechen. Der Vortrag beginnt um 20 Uhr.

D i e Preise für die Herbst-Re­gatta, die am kommenden Sonntag durch den Derein Rudersport Gießen im Auftrag des Lahn» regatta-Derbandes zur Durchführung gelangt, 'ind im Schaufenster der Firma Heinrich Driesch .m Seltersweg zur Schau gestellt.

D ie Einweihung des erhöhten Dünsbergturmes findet nach seiner end­gültigen Fertigstellung nunmehr am kommenden Sonntag, 15 Uhr, statt. Heimatfreunde, die der Feier beiwohnen wollen, haben Fahrgelegenheit ab 13.35 Uhr mit der Kraftpost über Krofdorf nach Fellingshausen und mit der Biebertalbahn ab 14.50 Uhr nach Bieber. (Siehe auch die heu­tige Anzeige.)

Gin Maikäfer wurde gestern auf dem Universitätssportplatz gefunden. Diese Tatsache sei lediglich festgestellt. Ob es sich nun um einen allzufrühen Maikäfer handelt, der eigentlich erst im nächsten Jahre kommen soll, oder um einen Käf4r, der den Mai verschlafen hat, sei dabei nicht näher untersucht. 3m übrigen ist unser (der Redaktion) Bedarf an Maikäfern gedeckt.

* Wer ist der Tote? Der Polizeibericht mel­det: Am 21. Mai wurde aus dem Rhein bei Buden- heim, Kreis Mainz, eine männliche Leiche gelandet, deren Persönlichkeit bis jetzt nicht festgestellt werden konnte. Der Tote ist anscheinend über 50 Jahre alt, etwa 1,70 m groß, von kräftiger Statur, hat grau­meliertes Haar, Stirnglatze, zahnlosen Mund und ist bartlos. In den Kleidern des Toten wurde eine Taschenuhr gefunden, auf deren Deckel der Name Richard Stumpf, Fuhrmann in Gießen", eingekragt, ist Sachdienliche Mitteilungen, die zur Feststellung der Persönlichkeit des Toten führen können, er­bittet die Kriminalpolizei Gießen, Zimmer 61.

denJswestija", auf der Genfer Abrüstungskonse- renz habe er nur einen einzigen klugen Kops ge­troffen, den englischen General Fuller, der zwar Faschist sei, aber strikt jeden Krieg gegen den Bol­schewismus für baren Unsinn erkläre und dabei nicht das geringste zu sagen gewußt hätte über einen Ausweg des Kapitalismus aus der Weltwirtschafts­no:... Wohingegen die Sowjetunion nicht nur ein radikales Sozialprogramm verwirkliche, sondern auch eine prachtvolle Armee für den Reoolutions- krieg habe. Fragt sich nur: Wird die Kremlpartei einen Revolutionskrieg provozieren, um sich selbst vom Alpdruck ihre parteibotrinären Mißerfolge zu befreien, oder wird die Rote Armee die Kremlpartei in den Kurort" schicken, um endlich wieder Disziplin und Wohlstand ins Land zu bringen? Im Kreml selbst ist man noch zu keinem Entschluß gekommen. Soviel aber ist sicher, daß die Armee heute fester denn je im Kreml auftritt, und deren Auffafsung von den Nationalinteressen Rußlands führt un­mittelbar auch zu einer Revision des Verhältnisses zu Deutschland ... wie denn überhaupt zur Umwelt. Vielleicht ist jetzt ein schüchterner Anfang gemacht worden...

englischen Handelsvertrag, ober eine amerikanische Anerkennung e i n l; a n dein. Denn daß es mit dem Kremlschutz für Deutschland gegen Versailles nicht mehr viel auf sich hat, weil Deutschland streng nationalpolitisch auf eigene Faust zu handeln begonnen hat und ander- seits Versailles selbst in der allgemeinen Weltkrise zerbröckelt, daß somit der Kreml Deutschland poli­tisch nicht mehr sonderlich viel zu bieten hat, beson­ders einem nationalen Deutschland nicht, das weih nachgerade auch der Kreml. Nur der reine Geschäftsverkehr ist übrig geblieben.

Wesentlich wichtiger aber als alle diese Gründe des Vorstoßes gegen Deutschland icheint die bewußte Einstellung des Kreml auf den allgemeinenfrie- ? erischen Erdrutsch" zu sein. Die Abrustungs- rage ist für ihn erledigt, ganz bewußt und unver­blümt richtet er sich auf einen letztenentscheidenden Kampf", den Reoolutionskrieg em. Dennuns steht

S&.U<(L

Gilbung i?retp W

Gießen, den 25. August 1932.

Baumtage" in Vergangenheit und Gegenwart.

Briefmarkensammlern wird es bekannt sein, daß in den letzten Wochen die neueste amerikanische Marke zu Ehren der 60. Wiederkehr der Gründung desBaumtages" herausgegeben wurde. Diese Erin nerungsmarke erscheint nur in rot zu 2 Cents und stellt die Pflanzung eines Jungbaumes in freier Flur bar, ausgeführt durch einen Jungen und ein Mädchen im schulpflichtigen Aller. Welche Bewandt­nis hat es wohl damit? Aufschluß gibt eine Arbeit in demFortwissenschaftlichen Zentralblatt".

Dor allem wird dem Siebter der Wert der Bäume als Schutz für feine Wohnung und als Unterkunft und Schattenspender für seine Herden klargemacht. Die Unterrichtsbehörden in Australien unterstützen diese Bemühungen eifrig durch regel­mäßig wiederkehrende ,Arbor-Days' (Baumtage), an denen von allen Schulen und auch vielen Gemeinde­verwaltungen, Verkehrs- und Derschönerungsvereinen Bäume gepflanzt werben."

Doch nicht nur in der neuen Welt werden solche Baumtage festlich begangen. Auch in Italien sind sie zu besonders wirkungsvollen Volksfesten gewor­den. Welch hohe Bedeutung man diesen Feiern bei­legt, erhellt am besten daraus, daß selbst Mussolini des öfteren daran teilnimmt. Gewiß bringt fast immer jede Neupflanzung materiellen Gewinn, wenn auch meistens erst den kommenden Geschlech­tern. Weit höher ist aber der sittliche Wert solcher Feiern anzuschlagen, nämlich die Verbindung mit der heimatlichen Erde, das Sichverwachsensühlen mit der Scholle, aus der wir immer und immer wieder Kraft zu schöpfen vermögen. Ob dann Teilnehmer solch feierlicher Baumpflanzüngen sich jemals zu dem ruchlosen Baumfrevel verleiten lassen, wie er leider jetzt noch häufig genug vorkommt, muß höchlich be- zweifelt werden.

Jedermann, der es mit unserem Volk und Dolks- tume gut meint, wird das Nachäffen fremder Bräuche verurteilen. Hier aber dürften wir ruhig einmal unsere Blicke über die Grenzen werfen, zu­mal es ja eine urgermanische Sitte ist,Maibäume" zu pflanzen. Der Sinn für feierliche Baumpflan­zungen ist ja auch bei uns noch vorhanden. Welche Gemeinde hätte nicht seine Gedenkbäume, die ge­schichtliche (Erinnerungen wachhalten wollen! (Frie­denseiche, Schillerlinde.) Hierher gehört auch das Setzen derMaien" zu Ehren des neugewählten Ortsoberhauptes, das oft in Anwesenheit der ganzen Dorfschaft ausgeführt wird und deren Schmückung mit Bändern und Kränzen sich die Dorfschönen be­sonders angelegen sein lassen. Der Große Kurfürst befahl schon, daß jeder Bauer zu seiner Verheira- tung 6 veredelte Obstbäume zu pflanzen hatte. In einer Gemeindcchronik eines oberhessischen Dorfes (Steinheim) ist folgender Beschluß des Ortsoorftan- des zu lesen: ,^eder Oemeinsmann ist verpflichtet, in diesem Jahre 1809 drei Zwetschenbäume auf Gemeindeland zu setzen, und soll jeder seine drei Stämme in Ordnung halten, aber auch den Nunen davon haben bis 1824, wo aber alle Bäume Der Gemeinde zufallen."

Es wäre ganz gewiß wünschenswert, daß solche alljährlich wiederkehrende Neupflanzungen auch bei uns wieder zur Einführung kämen und zwar Pflanzungen durch die Schuljugend. Daß es sich dabei nicht um Wildbäume, sondern um Obstbäume handeln müsse, versteht sich bei dem praktischen Sinn unserer Zeit von selbst. Und gerade Zwetschen- bäume sollten es sein, da deren Bestand ja im letzten Jahrzehnt gewaltig verringert wurde. Schu- len, Gemeindeverwaltungen und vor allem die Obst- und Oartenbauoereine müssen hier Hand in Hand arbeiten. Ein schöner Spätherbsttag zu Ende Oktober wäre die geeignetste Zeit zur Feier. Jede Gemeinde hat bestimmt genügend Land zur Ver­fügung. Ganz sicher wird sich ein solcher Versuch lohnen.

Daß auch heute die Sitte der Baumpflanzung durch die Jugend noch in Hebung ist, beweist eine Mitteilung aus Grünberg in Schlesien. Dort erhal­ten die zur Schulentlassung kommenden Schüler und Schülerinnen, deren Eltern im Besitze eines entsprechenden Stückes Landes sind, mehrere be­sonders anbauwürdiger Sorten unentgeltlich. Man will auf diese Weise Liebe und Verständnis für den Obstbau wecken und den Baumbestand vermehren. Bis jetzt sind bereits über 10 000 Obstbäume von der Stadt verschenkt worden. Bw.

organ der Leningrader Arbeiter-, Soldaten- und Bouern-Sowjets ist und folglich im Regierungs­auftrag durchdas Fenster nach Europa" spricht, als welche- auch Leningrad (wie früher Peters­burg) noch gilt.

Doch wirklich im IRegierungauftrag und wen in Europa richtet sich dieser Artikel? Wer Presseoerhälttusse im Sowjetstaat kennt, muß Versehen, etwa einen redaktionellen Hebereifer, rabe in diefem Falle verneinen. Noch niemals auch nur e i n unmündiges Sowjetblatt an Deutsch- land eine andere, als parteipolitische, äußerstenfalls kreml-außenpolitische Kritik geübt. Aber ist dieser Vorstoß überhaupt eine Kritik an Deutschland bzw. eine Verleumdung, oder ist er nur ein Belobigung Deutschlands zu innenpolitischen, rein russischen In­teressen, etwa um das Fieber des Jsolierungsgefühls der feindlichen kapitalistischen Welt zu dämpfen?

Es ist dies und jenes, und dahinter steht wie üblich der Kreml selbst. Gerichtet aber i ft der Artikel offenkundig sowohl an Deutsch­land, wie an seine Gegner. An Deutschland insofern, als ihm gesagt wird, daß der Kreml seine letzten deutschen Rücksichten sehr wohl aufgeben kann, wenn Deutschland allen Ernstes von Ruß-

L wenig Gewehre, Mitrailleusen und Geschütze im Sesih. Die Reichswehr und die neue Armee toür-

1 Den nicht mit einer nur beschränkten Zahl von TIaschinengewehren und Feldgeschützen in den .^rieg z>eAn, sondern ebenso gut bewaffnet wie hre Rachbarfeinde, wenn nicht besser. (!) Das Slelche beziehe fick auf alle anderen technischen Kampfmittel, wie z- V. Tanks, Flugzeuge, Gift­gase usw. Desonderö im Tankbau seien offenbar gwße Fortschritte erzielt, denn der Tankbau bei Skoda in der Tschechoslowakei werde von deutschen Ingenieuren geleitet, und es sei ein gar merk­würdiger Zufall, daß die auf den Skoda-Werken tue Schweden gebauten Tanks sich besser für das Zlachgelände Deutschlands eignen. (!) Roch ein- »Ocher verhalte es sich mit den Flugzeugen; sie 'eien so gebaut, daß die Fabriken, die sie her- ttllen, jederzeit ohne große Schwierigkeiten auch j-uf den Dau von Kampfflugzeugen übergehen

" liercharakter auszuzwingen. (II) Das be- 'OnderS im Westen wichtig, wo Deutschland keine Festungen habe; dort würden die standhaften >Lastruppcn die Grenzstriche überdecken, die Oeutschland Passiv zu verteidigen beschlossen hcbe, während in den Zwischenräumen die kleine, aber leicht bewegliche, gut bewaffnete und aus- gebildete Kampfarmce in Aktion trete. Und in­dem diese Armee auf die feindlichen Frontflügel einwirke, werde sie der mit Feuerwaffen über- attigten, schwerfälligen und schlecht beweglichen tranzösischen Armee wesentlich überlegen sein. Freilich, ihren Weltkriegsbestand werde die deutsche Armee nicht erreichen. Aber das sei audj nicht nötig. Heute gelte mehr denn je das Woiü Friedrichs II., daßman nicht mit der Zahl; onöcm mit Können Krieg führt". Die Deut­schen würden über eine im Vestand einheitliche, qut versorgte, ausgerüstete und vorbereitete Armee verfügen; an qualifizierten Kräften werde str keinen Mangel leiden. Der Militär- und Kriegsdienst sei in der mittleren und Klein- Dourgeoifie Deutschlands populär; der Militär­dienst bringe guten Lohn und Ehre. Iedes Mädchen aus dem Dürgerstand lasse sich gern

den Gründungstag würdig zu begehen. Die für Sonntag, 16. Oktober, vorgesehene Feierstunde läßt

Sonntag, 16. Oktober, vorgclehene Feierstunde wyt die Teilnahme der Dehörden und Organisationen

erwarten. In dieser Feierstunde wird die Ucber*

reichung eines geschichtlichen Dokuments seitens der Edeka-Kaufmannschast erfolgen. Es wird Auf­

handels sowie seinen Dienst am Volke. Ueber

diese Veranstaltung hinaus wird die Gdeka-Kauf>

Augen führen.

Altertumsfund in Alsfeld

hat dazu geführt, daß an der Stadtmauer eine

Stadt im Iahre 1646 beschossen wurde und bann

einen mehrtägigen Ansturm der Feinde abzu­

wehren hatte. Der AltertumSfund wurde dem

Alsfelder Museum überwiesen.

Wettervoraussage.

Der hohe Druck, der sich von dem Rordmeer

in südöstlicher Richtung über Deutschland erstreckt.

bestimmt weiterhin die Wetterlage. Im Vereich

feiner obsinkenden Luft bleibt es heiter und

leichter Frühnebel, sonst meist heiter und trocken.

tagsüber weitere Erwärmung, nachts noch kühl.

gsuder weitere Erwarmung, nacyts nocy ruyr. Aussichten für Samstag: Fortdauer

: morgens

inimum 9,5

12,8 Grad. Maximum 19,8 Grad,

Grad. Erdtemperaturen in 10 cm liefe am

24. August: abends 23 Grad; am 25. August: mor>

gens 18,2 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 11K

Stunden.

prcchstunven der Redaktion.

Gewlnnauszug

Nachdruck verboten

Ohne Gewähr

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer

hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden

gleicher Nummer tu Abteilungen I und II

23. August 1932

13. Zlehungstag

In der heutigen Dormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

1466 6410 23838 4311t

181441 167125 176641

5281 11593 12707 16254

208569

64065 65393 76007 86934 89735 106777

Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne

über 400 M. gezogen

6 ®«totun« m 1OOOO M. 190746 266437

71157 71300 73510 86883 96030

2 Prämien zu

Gewinnrabe verblieben:

Im

fe 600000, 100 Schlußprämien zu Je 8000, 2 Ge-

roinne zu je 200««, 2 zu je 100000, 4 zu je 7500h

4 zu fe 500)0, 18 zu je 25000, 112 zu Je 10,00,

248 zu je 5000. 542 zu je 3000. 1554 zu Je 2000,

3160 zu je 1000, 5262 zu Je 500, 15952 zu je 400 M.

Haarglanz adstringiert das Haar,

mit dem hodiwertigen, kosmetisch wlrk-

107319 183399 228246 265228 312546 397020

328090

285726

121308

132870

200442

248188

311619

369830

133730

161890

187253

252122

351100

154 »etoinnt >u 500 OT. 544 9 6117 1 5068 1 5794 16289 23360 26161 28244 40358 42831 47998 48346 49209 54694 84682 85396 86109 89447 91440 92254

96042

138830 162372

183728 212748

228682

286965 320851

334811 387819

118111 144780

192343 210404 247774 267388 277608

307527 330720 355774 389293

140343

202205

279266

321333

379665

48437

304130

100749

393876

213866 287593

327036 383161

219583

290890

331793

104309

176991

219956

263237

308276

394639

123890

185663

230853

269679

351981

125300 152822

195094 217021

250980 271923 281774

309251 333484 356017

391505

48856

188509

230421

310187

368404

117230 140501 191585 207278 243176 262034 277593 306179 329597 316298 377163

107783 140355

167496 201855 214025 231168 292501

321091 341851 393791

133892

167493

191083

265094

370751

112554

149863 178950 211058 221389 267345 311897 323628 361866

203049 226120

252683 272531

287349

313031

336686

361186

391929

127535 137296

161298 179751

149273

199176

247304

293979

377990

204854

228161

253276

276361

288657 314141

338803

367668 394819

115253 151851 179625 211993 225280 271702 312415 326531 364231

101702

175482

203665

256168 294911

381959

229532

295591

333377

229369

295757

132626 157275 183708

212262

226069 285158

314910

328018 376800

108775

14S-;3G 173358 210012

218123 249427 297611

321587 343817

399783

113778 139657 186104 205892 242028 254315 276758 302733 319920

341547 370168

124840

187502 238747

276741

377102

21014 22624 36221 52814

148373 151099 153918

233706 259930 289396

370999 385092

4177 20710 25927 32771

2 CPetotnne n 25000 M. 124632 2 »etolnne au 10000 HL 59031

168 »ftDinnt IU 500 HL 17584 24591 30750 32078 35021 40890 42866 46105 46854 47615 54763 55624

111682 114292

113075 283687

14781 118665

117446 161631

278000 279856 291948

395104

14 Ottoinne rd 5000 HL 209959 243545 291258

14 »etoinne Ru 3000 M.

132357 264188 371556

64 ®«trinn» ru 2000 HL

6 Wetn nne ru 5000 Hl.

12 ®ttD<nn» ru 3000 M. 209614 293906 372505

42 "i 2000 HL

137299 140312 143061 189506 194973 211022 338256 343772 370037

84 »u 1000 HL

mannfchast in einer besonderen Iubiläumswvche der Verbraucherschast ihre Leistungsfähigkeit vor

5. Klasse 39. Preußlsch-Südkevssche (265. Preuß.) Staats-Lsttene.

samsten Schwarzkopf-Extra. Für Blondinen

Extra-Blond,die aufheilende Spezial-Sorte 1

trocken. Tagsüber steigen die Temperaturen noch an. während nachts infolge ungehinderter Aus­strahlung wieder Abkühlung erfolgt.

Aussichten f ü r Freitag: Stellenweise

d. h. er zieht das vom Waschen aufgeauollene Haar schnell wieder zusammen, sodaß es glatt und fein,

schluh geben, über die volkswirtschaftliche Dedeu> tung und die Rotwendigkeit des ehrbaren Kleine

eiserne Geschüykugel freigespült wurde, die 15 Zentimeter Durchmesser hat und nahezu 30 Pfund schwer ist. Die Kugel stammt aus dem 30jährigen Krieg, bei dem die

der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 24. 2luguft: mittags 19 Grad Celsius, abends 14 Grad; am 25 August: morgens 12,8 Grad. Maximum 19,8 Grad, Minimum 9,5

WSR. AlSfeld, 24. Aug. Das heftioe Un­wetter am Sonntag, bei dem lange Zeit ein wolkenbruchartiger Regen niederging.

Eine schwarzledcrne (Selöbörfe, die vermutlich aus einem Diebstahl herrührt, ist bei der Kriminalabteilung sichergestellt. Der Eigentümer wolle auf Zimmer 24 der Kriminalabteilung vor­sprechen.

25 Iahre .Edeka". Der Edeka-Verband deutscher kaufmännischer Genossenschaften blickt in diesem Iähre auf sein 25jähriges Bestehen zu­rück. Die ihm angeschlossenen 430 Genossenschas- ten mit ihren 30 000 Mitgliedern rüsten sich, um

straff und elastisch wird.Haarglanz" erhalten Sie mit jedem weißen Beutel Schwarzkopf-Schaum- pon, dem milden Haarpflegemittel und auch

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen

76 ®«toinne |B 1000 Hl. ___ . ---------- .

16811 24857 41699 52940 70446 85276 126433 ------ ------ 141453 152084 155TO4 161321

176014 179869 181018 186W0 193117 206284