9Jt.-*fpont
Günther Grönhoff t-
Der 23.3uli ist ein schwarzer Tag für die deutsche Segelfliegerei geworden. Rachdem erst kürzlich Ruediger abgestürzt war und am Freitag, obwohl glimpflich abgelaufen, Kronfeld, ist heute Günther Grönhoff mit seinem „Fafnir" ab- gestürzt. Von Sieg zu Sieg hatte der „Fafnir" den 24jährigen Frankfurter geführt. 3m April 1931 legte Grönhoff die 140 Kilometer lange Strecke zwischen Darmstadt und Vuehl mit seinem Apparat zurück. 3m Mai desselben 3ahres gelang es ihm, den Segelflugweltrekord zu erringen, als er die 272 Kilometer lange Strecke von München-Oberwiesenfeld nach Kaaden in der Tschechoslowakei im Gewittersturm überwand. Ein 222-Kilometerflug von der Wasserkuppe bis nach Meitzendorf bei Magdeburg wurde von der Federation Aeronautique 3nternationale als internationaler Rekord anerkannt. 3mmer war hierbei der „Fafnir" seinem Piloten treu geblieben. Rur als Grönhoff auch die Berge bezwingen wollte und mit seinem Apparat auch vom 3ung- fraujoch abzufliegen gedachte, ritz ihm beim Start die Hälfte des Höhensteuers ab. Fast steuerlos gelang es damals dem jungen Piloten mit äuher- ster Energie fast 2000 Meter tiefer glücklich zu landen. Damals wäre dem kühnen Flieger ein Steuerungsdefekt beinahe zum Verhängnis geworden. Heute ist Günther Grönhoffs Schicksal durch ein Versagen der Steuerung besiegelt worden. Die deutsche Segelfliegerei beklagt in Grönhoff einen ihrer Vesten.
Wie das Ltnglück kam ...
Bis 18 Mr war das Wetter in der Rhön äutzerst ungünstig. Um 18.15 Mr zog dann eine schwarze Wolkenfront heran und fast alle für den Leistungswettbewerb gemeldeten Piloten starteten in schneller Reihenfolge. Groenhoffs „Fafnir" startete zuerst, mutzte aber sofort wieder landen. Die Maschine wurde erneut zum Westhang gebracht und jetzt startete der „ Fafnir" mit Rückenwind. Beim Start schlug die
Maschine nochmals auf den Boden auf., Die Steuerung wurde beschädigt. Der „Fafnir" zog mit grotzer Geschwindigkeit in geringer Höhe talabwärts, legte sich schräg und Groenhoff sprang aus 80 Meter Höhe aus dem Apparat. Als der Fallschirm sich öffnete, schlug der Körper bereits auf den Boden auf. Mit schweren Kohfverletzun- gen wurde Groenhoff tot aufgefunden. Die Maschine wurde völlig zertrümmert.
11. Nationale Wettkämpfe
der Spielvereinigung 1900.
Die Durchführung der 11. Nationalen Wettkämpfe, über die wir noch eingehend berichten werden, gestalteten sich für die Spielvereinigung zu einem schönen werbenden Erfolg. Die Wettkämpfe standen auf beachtlicher Höhe, wie es schließlich bei der Teilnahme von Deutschen und Landesmeistern nicht anders zu erwarten war. Eine stattliche Anzahl Zuschauer hatte sich eingefunden. Es ergaben sich spannende Wettkämpfe, das Wetter war der Veranstaltung sehr günstig. Hervorragende Leistungen wurden im Kugelstoßen (Berg, IG.-Sportverein 14,82 Meter) und im Diskuswerfen (Kilo, Wetzlar, mit 43,47 Meter) erzielt. Den Wanderpreis für die 4 mal 100-Meter-Staffel gewann endgültig die Frankfurt - „Eintracht" - Mannschaft, lieber 100 Meter gab es einen spannenden Kampf zwischen Mährlein (Eintracht) und W. Müller (1900). Mährlein lief die 100 Meter in 10,9, Müller in 11 Sekunden. Die Wettkämpfe waren vorzüglich organisiert. (Wir berichten noch eingehend über diese Veranstaltung.)
Gießen-WLen 0:8.
Die Wiener Arbeiter-Futzball-Marmschaft, die am Samstagabend in Dietzen zu Gast war und gegen die 1. Mannschaft der Freien Turnerschaft Gießen auf dem Waldfportplatz des VfB. ein Freundschaftsspiel austrug, hinterließ den denkbar besten Eindruck. Auf Grund ihrer großen technischen Llebevlegenheit ihres ausgezeichneten Kombinationsspieles, chrer vorbildlichen Ballbehandlung gewannen die Gäste das Spiel mit 8:0 Toren. Eingehender Bericht folgt.
Internationale Mainzer Mder-Regatta.
Oer Gießener Achter nur auf dritten Plätzen.
Erster Tag.
Die diesjährige internationale Mainzer Ruder- Regatta hat, trotz der schlechten Verhältnisse, eine ausgezeichnete Besetzung in allen Konkurrenzen aufzuweisen. Das Wetter war schön, so daß sich eine außerordentlich große Zuschauermenge eingefunden hatte. Auch das Wasser war ruhig, fast glatt. Leider hatten zwei Entscheidungen des Schiedsgerichtes einen Mißton in die Veranstaltung gebracht. Der Ausgang des Vierer ohne und des Ersten (Einer- rennens war nicht ganz einwandfrei. Im Ersten Einer passierte Paul, RG. Sachsenhausen, mit sieben Längen Vorsprung das Ziel, wurde dann aber, ebenso wie G. Schäfer, Dresden, wegen Verlassens der Bahn distanziert.
Ueberraschend kommt der dritte Platz der Gießener RG., die erst am letzten Sonntag in Offenbach gegen Mainz-Kastel ein hervorragendes Rennen gefahren hat. Man hätte die Gießener zumindest auf dem zweiten Platz erwartet. Die in diesem Jahre noch ungeschlagene Maas-Mannschaft der Saarbrücker Undine hat sich auch in der ersten Klasse gut placiert.
Oer zweite Tag.
Den bei schönem Wetter durch einen leichten Seitenwind gering beeinträchtigten Rennen der Mainzer Regatta wohnten am Sonntag eine Reihe von Ehrengästen, u. a. der frühere Groh- herzog von Hessen, sowie der Ehrenvorsitzende des Deutschen Ruderverbandes, Dr. R u p p e r t i bei. Es gab wieder eine Reihe recht spannender Kämpfe. 3m 3ubiläums-Achter bewies der Seeclub Luzern auch am zweiten Tage, daß er den Kastelern nicht viel nachsteht. Rur mit Lufikastenlänge liehen sich die Schweizer schlagen. Königsberg zeigte sich als eine flott rudernde Mannschaft, die aber durch zu geringes Gewicht gegen die südwestdeutsche Konkurrenz nicht bestehen konnte. 3m Zweier ohne Steuermann gewann Berlin-Wannsee auf Grund kraftvollerer Ruderarbeit mit eineinhalb Längen gegen das Leverkusener Paar Gebr. Stange.
2 Siege, 2 Niederlagen der Gießener Ruderer.
Die Giehener Mannschaft konnte am Samstag und am Sonntag im Achter nicht das zeigen, was man ursprünglich in Anbetracht der an den letzten Sonntagen gezeigten Leistungen erwartet hatte. Zwar lieferten die Siebener.durchaus noch achtbare Rennen gegen starke Gegner, über den dritten Platz konnten sie aber nicht hinauskommen. 3n der Hauptsache lag die Ursache dessen in einer schweren 3ndispvsitton des Schlagmannes Götz, der durch Krankheit nicht ganz auf seiner sonstigen Höhe war.
3m Herausforderungs-Achter, der am Samstag gefahren wurde, ergab sich folgendes Resultat: 1. Seeclub Luzern 6:02,5; 2. Akademischer RE. Berlin 6:04,8; 3. Giehener RG. 6:07.
Einen schönen Erfolg konnte 3ödt im zweiten Einer (ebenfalls am Samstag) buchen. Er startete gegen ben Cochemer Friederichs und den Hanauer Möller, hielt von Anfang an die Führung und lag im Ziel mit drei Dootslängen vor dem Zweiten. Das Ergebnis: 1. 3ödt-Giehe- ner RG. 8:33; 2. Friederichs-Cochemer RG. 8:39; 3. Möller-Hanauer RG. 8:54.
Einen beachtlichen 1. Sieg errangen die Giehener im Grohherzogs-Vierer. Rachdem in den Vvrrennen des stark belegten Wettbewerbs der Hamburger Vierer und der Vierer von Mainz- Kastel ausgeschieden war, setzten sich in der Entscheidung die Giehener mit einer Länge Vorsprung gegen die übrigen Konkurrenten durch. Ergebnis: 1. Gießener RG. 6:48; 2. Ludwigshafener RD. 6:51,2; 3. Frankfurter RG. Germania 6:51,4; 4. Mainzer RV. 6:52.
Der Jubiläums - Achter sah die Gießener Rudergesellschaft aus den bereits erwähnten Gründen wieder nur auf einem 3. Platz. Immerhin bleibt beachtenswert, daß sie sich mit nur einer Länge zurück hinter dem Sieger, dem Achter der Mainz-Kaste- ler RG. halten konnten. Es ergaben sich folgende Zeiten: 1. Mainz-Kasteler RG. 6:07; 2. Seeclub Luzern 6:07,2; 3. Gießener RG. 1877 6:13; Mainzer RV. aufgegeben.
Deutschland verliert 2:3 gegen USA.
Glänzende Leistungen der Deutschen im Davispokalkampf.
USA. gewinnt das Doppel.
Am Samstag wurde im Pariser Roland Garros Stadion der DavispokalkaMpf Deutschland gegen USA. mit dem Doppel fortgesetzt. Vor rund 4000 Zuschauern konnte das amerikanische Paar Alli- son—van Rhn erwartungsgemäß die deutsche Kombination P r e n n—v. ©ramm glatt schlagen. Die Deutschen leisteten zwar zeitenweise einen sehr hartnäckigen Widerstand, auf die Dauer konnten sie aber den in Hochform spielenden Amerikanern nicht standhalten. Sie muhten schließlich das Match nach drei Sätzen mit 6:3, 6:4, 6:1 verloren geben. Den deutschen Spielern steckten sichtlich noch die Kämpfe des vorangegangenen Tages in den Knochen, während Allison und van Ryn völlig aus- geruht antraten. Dieser Unterschied in der Kondition zeigte sich ganz klar im dritten Satz, als die Amerikaner gegen die ausgepumpten Deutschen leichtes Spiel hatten und um eine Klasse besser waren.
Damit stand also der Davispokalkampf Deutschland—USA. 2: 1 zugunsten Amerikas.
Oie entscheidenden Einzelspiele.
o. Gramm verliert...
Am Sonntagnachmittag kamen dann die letzten und entscheidenden Einzelspiele zum Austrag. Der amerikanische Tennismeister Ellsworth V i n e s konnte erwartungsgemäß sein Spiel gegen Gottfried v. Gramm gewinnen. Mit 3:6, 6:3„ 9:7, 6:3 mußte sich der Deutsche erst nach hartem Widerstand geschlagen bekennen. Vor 8000 Zuschauern lieferte v. Gramm einen heroischen Kampf. Der Kampf wurde für die Zuschauer geradezu zu einer Sensation. Den ersten Satz konnte der Deutsche nach einem taktisch hervorragenden Spiel mit 6:3 gewin
nen. Auch im dritten Satz zeigte sich v. Gramm von der besten Seite und wurde vom Publikum stürmisch angefeuert. Als er mit 7:6 die Führung an sich riß, glaubte man schon an seinen weiteren Satzgewinn. Doch einige Unsicherheiten und Ermüdungserschei- nungen des Deutschen verhalfen dem Amerikaner noch zu einem 9:7-Satzgewinn. Nach der Pause war v. Gramm auf die Dauer diesem schweren Kampf physisch nicht mehr gewachsen. Zudem wurde Dines zusehends besser. Trotzdem kämpfte v. Gramm noch einmal wie der Teufel und erst nach einem hart umstrittenen Matchball konnte der Amerikaner mit 3:6, 6:3, 9:7, 6:3 das Match <^n sich bringen.
... und Prenn gewinnt.
Das zweite Spiel des Tages brachte für Deutschlands besten Tennisspieler, Prenn, einen neuen Triumph. Mit 1:6, 0:6, 8:6, 6:2 mußte sein Gegner Shields eine ziemlich blamable Niederlage ein» stecken. In den ersten beiden Sätzen hatte der Amerikaner überhaupt keine Gt-.ice gegen den in Hochform spielenden Deutschen. Erst beim dritten Satz, als er bereits von den Zuschauern ausgepfiffen wurde, besann sich Shields daraus, daß er seinen Farben die Blamage einer Dreisatzniederlage ersparen müsse. Er konnte auch durch äußerste Energie diesen Satz mit 8:6 an sich bringen. Der vierte Satz jedoch besiegelt sein Schicksal endgültig, denn Prenn nützte seine taktische Ueberlegenheit voll aus und überließ Shields nur zwei Spielgewinne.
Deutschland hat somit den Davispokalkampf gegen Amerika mit 2:3 verloren. Diese Niederlage ist aber trotzdem ein großer Erfolg für das deutsche Tennis. Eine so knappe Niederlage gegen den hohen Favoriten für den Davispokal ist für die Weltgeltung des deutschen Tennissportes von außerodentlicher Bedeutung.
Vor einer neuen Zinssenkung?
(Don unserem volkswirtschaftlichen Mitarbeiter.)
Eine Welle der Geldverbilligung geht durch die ganze Welt. Die Wirtschaftsdepression hat nicht nur Arbeitgeber und Arbeiter, sondern auch das Geld beschäftigungslos gemacht. Das frei gewordene Geld drückt auf die i n t e r n a t i o n a l e n G e l d - und Kapitalmärkte.
3n den meisten Landern ist der offizielle Diskontsatz auf 2 oder 2,5 v. h. gesunken, für täglich kündbare Einlagen werden nur nod) ganz minimale Zinssätze vergütet.
Von den kurzfristigen Geldmärkten hat sich die Zins- senkung auf die Kapitalmärkte sortgepflanzt. Eng- land hat eine Konversion seiner hochverzinslichen Staatsanleihen in niedriger verzinsliche mit bestem Erfolge durchgesührt. Frankreich will ihm auf diesem Wege folgen. Alle höher verzinslichen französischen Staatsrenten sollen in 4,5prozentiae umgetauscht werden. Insgesamt wird sich die Konversion aus rund 84 Milliarden Franken 5= und 6pro- zentige französische Renten erstrecken. Das Rentner- volk, das früher an sehr niedrige Zinssätze der Staatsanleihen gewöhnt war, wird sich mit dieser großzügigen Transaktion, die dem französischen Staate mehr als eine Milliarde jährliche Zmser- sparnis bringen wird bereitwillig abfinden. Denn den geringeren Zinssätzen stehen auf anderen Gebieten erhebliche Entlastungen gegenüber unb letzten Endes kommt alles, was der Staat an Zinsen erspart, dem Steuerzahler zugute. .
Soll Deutschland inmitten dieser allgemeinen Geldoerbilligung eine Insel verhältnismäßig hoher Zinssätze bleiben?
Das würde für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie auf den Weltmärkten ein nicht zu überwindendes Hindernis sein, da die deutsche Produktion ohnehin durch hohe Steuern und soziale Auf- Wendungen stark vorbelastet ist. Seit einiger Zeit sind aber alle Bemühungen, die deutschen Zinssätze zu senken, auf scheinbar unüberwindliche Widerstände gestoßen. Einer Herabsetzung des Reichsbankdiskonts unter den heutigen Satz von fünf Prozent steht das Bankgesetz entgegen. Obwohl dieses Hindernis mit der Ratifikation des Lausanner Abkommens in Wegfall kommen wird, ist es nicht gelungen den internationalen Notenbankpräsidenten chon jetzt die Zustimmung zu einer Senkung des Reichsbankdiskonts auf 4 Prozent abzuringen. Demgemäß müssen auch die ausländischen Stillhalteschul- den weiter mit 5 Prozent und mehr verzinst werden. Allerdings muß anderseits anerkannt werden, daß die ungünstige deutsche Gold- und
Devisenlage die Situation der Reichsbank in der Diskontfrage erheblich kompliziert. Soeben mußten wieder mehr als 50 Millionen Mark Gold aus den knappen Beständen der Reichsbank zur Bezahlung fälliger Schulden an das Ausland abgegeben werden. Die Deckung des Notenumlaufes durch Gold und Devisen beträgt zur Zeit weniger als 25 Prozent, während doch ein 40prozentiges Deckungsver- hältnis die Voraussetzung für eine Herabsetzung des Reichsbankdiskonts auf weniger als 5 Prozent fein soll. Unter diesen Umständen wird eine Beeinflussung des zu hohen deutschen Zinsstandes von der Diskontseite her vorläufig kaum möglich sein.
Da die deutsche wirtschaft eine Ermäßigung der Zinslasten dringend braucht, so glaubt man, daß- schon in nächster Zeit eine abermalige Herabsetzung der Zinsen aller festverzinslichen Wertpapiere verordnet werden wird. Man wird den gesetzlichen Höchstzinssatz von 6 auf 5 oder auf
4,5 v. h. herabsehen.
Die Wirkungen eines solchen Eingriffs sind für die Inhaber der Rentenwerte die gleichen, wie die einer Rentenkonversion. Der Unterschied besteht nur darin, daß in England und Frankreich die Anleihebeträge denjenigen Inhabern von Renten, die mit der Zins- kürzung nicht zufrieden sind, in bar zurückge- zahlt werden. Das ist in Deutschland nicht möglich. Aber praktisch hat es kaum Bedeutung, da ja nur sehr wenige Rentenbesitzer von diesem Rechte der Rückforderung Gebrauch machen dürften. Was sollen sie auch mit dem Gelde anfangen, da sie es nirgends bei gleicher Sicherheit höher verzinslich anlegen können. Der deutsche Ren ten markt hat sich übrigens schon feit längerer Zeit auf die neue zweite Zinssenkung eingestellt. Sie wird mit größter Wahrscheinlichkeit kommen, sobald sich bei einer Belebung der Konjunktur eine erhöhte Geldnachfrage fühlbar machen wird. Dann wird man zum zweiten Male versuchen,
von der Sette der Zinssätze für langfristige Kredite her den Markt der kurzfristigen Leih- gelder im Sinne einer Zinsermähigung zu beeinflussen.
Der bei der ersten Zinssenkung erreichte Teilerfolg wird sich auf diese Weise voraussichtlich wiederhole» lassen. So anfechtbar das angewandte Mittel des Zwanaszinfes ist, so billigenswert ist der er- strebte Zweck: die Senkung der deutschen Z i n s k o st e n, ihre Anpassung an die sehr niedrigen internationalen Zinssätze.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v.H, Lombardzinsfuß 6 v. H
.yranitur u. MV.
öcri.u
Schlußkurs
Schluß». Abendbörse
Schluß- »urs
Schluß», mittag» börse.
Daium 1 22.7. 1 23.7
22 7.
23-7.
t>% Deunche Uletdisanieihe d. 192'.
7% Deutsche Reichsanleihe v. 1929 b'/i% Young-Anleihe von 1930 .
Deutsche Anl.-Ablös^Schuld mit
Auslos.-Rechten......
Desgl. ohne Auslos.-Rechte .
8% Hess. Volksstaat von 1929 krückzahlb. 102%) ...
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten
Deutsche Komm. Sammeläbl.
Anleihe Serie 1 - ■ • •
8% Franks. Hyv^Bank Goldpse 15 unkündbar bis 1935
7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1936 Serie 16 .
1-/2% Franks. HyV^Bank 2tau,- Pfandbriese. . • - ■
4'/r% Rheinische HvV^Bank-Ltou
Goldpse. ...
8% Pr. Landespsandbriesanstalt, Pfandbriefe R. 19.....
7% Pr. Landespsandbriesansial!.
Pfandbriefe R. 10
4% Oes! erreich Ische Golvrenie
4,20% Oesterreichische Silberrente
4% Ungarische Goldrente
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% deSgl. von 1913 . . .
6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihr
Serie I
4% desgl. Serie II
5% «Rumän. verein b.Rcnie v. 1903
4^%Rumcin.vereinv.Renlev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente . e^% 1. Anatolier......
—
62
62,5
62,5
54,25
64,5
65
65
—
—
63.25
61,9
41,75
42,25
41,75
42.9
5,075
5,3
5,1
5,35
—
—
52
50,5
39,5
40
-
—
—
38,7
39,4
40
69
69
—
—
68,5
68,5
—
—
79,25
79,25
—
—
80,5
81
—
—
67,5
67,75
68
68
—
—
—
—
10
10
_
10,5
—
1,13
—
5,65
—
5,8
5,8
6,5
6,5
6,7
6,55
—
5,45
—
4,5
4,75
—-
4,9
3,2
3.2
3,25
3.25
3,3
3,3
3,35
3,3
3,3
3.3
3,3
3-4
—
——-
—
4
7,25
i 7.25
7,3
7,13
3,65
i 3,6
3,55
3,6
—
i 16.65
17
1 16,9
Frankfun a.M.
Serlin
Frankfurt a. M
Bei
lin
Schlußkurs
Schluß». Abend» börse
Schluß» kurs
Schluß». Miltag« börle
Schluß» kurs
Schluß». Abendbörse
Schluß» »urs
Schluß». Mittag- börse
Datum 1
22.7.
23.7.
22.7.
23.7.
Datum
22-7.
237
22.7.
23.7.
Hamburg-Amerika Palei .
Hamburg-Südam. Dampfschiff
Hansa Dampfschiff ...
■
. 0
. o
11,25 =
10,9
11,13
16,5
11,13
17,75
Riebeck Montan......7,2
Vereinigte Stahlwerke .... 4
Olavi Minen......16'/,
12,5
10,25
12.5 10
12.25
10.4
12,5
10,13
Norddeutscher Lloyd ....
. 6
12,5
12,4
12,5
12,25
Kaliwerke Aschersleben . . .
10
89,5
89
A.G- für Verkehrswesen 9111.
26
28
28
29,75
Kaliwerke Westeregeln . . .
10
—
97 #5
Berliner Handelsgesellschaft .
8
90
90
90,25
90
Kaliwerke Salzdetfurth . . .
16
155
156
155
156,25
Commerz- und Privat-Bank . Darmstädter und Nationalbcmk Deutsche Bank und
Disconto-Gefellschast. . .
7
16
16
53,5
53,5
8
6
18,5
75
18,5
75
18,5
75
18,5
75
I. G. Farben-Jndustrte. . . Verein, chem. Industrie Frank-
12
86,9
86,9
87,13
86,65
Dresdner Bank......
Reichsbank........
6
12
18,5
122,75
18,5
123,5
18.5
122.75
18,5 123,75
Scheideanstalt....... Goldschmidt........
10 . 0
134
15,75
134
15,75
15,75
16,4
91.6.®...........
Bergmann........
. 7 . 9
24,5
25,5
24,9
25,65
RütgerSwerke.......
Metallgesellschaft. . • • ■ •
. 6 . 6
29,5
24,5
30
25,25
30 24,75
30,65
24,5
Elektt. Lieferungsgesellschast.
10
—
—
58,5
59,25
30,5
30,25
30,5
Licht und Kraft .....
10
70,25
70
69,75
70
Philipp Hoymann ..... Zementwerk Heidelberg. . . Cementwerk Karlstadt. . . .
. 8
30,5
Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische
6>/z
36
36
37,13
36,4
. 7
35
35
—
57
. 7
31
31
Unternehmungen ....
9
56,5
56,75
56,75
Watch & Freytag .....
. 0
—
—
Rheinische Elektrizität . . .
. 9
62
63.5
62.5
63,5
Schuckert L Co.......
Siemens & Halske .....
11
14
12
61 119,75 76,25
25
67 33,5
61
120
78
25,5
67
33
61 119,5
61,13
120,75
77
Schultheis Papenhofer . . . Aku (Allgemeine Kunstseide)
16
0
33,5
33
53
32,75
52 33,13
29 26,13
81,5 11
Buderus.........
Deutsche Erdöl......
Gelsenkirchener......
. 4
. 6 . 8
25,5
66,75
33,65
26,25
66,75
33.5
Bemberg.........
Zellstoff Waldhof.....
Zellstoff Aschaffenburg . . . Dessauer Gas..... •
Daimler Motoren . . . . . Deutsche Linoleum .... Orenstein & Koppel ....
Svenska .........
0
12
6 . e . 0
28
27
19
11
28,5
27
19
11
29
26,9
81
11
. U
49,5
. 6
30,5
30
—
. 6
23,5
23,13
21,25 45
21,25 44,5
10
_
—
126
126
45
45
Ilse Bergbau Genüsse . . .
*. 6
—
—
88,5
16
Nlöclncrwerke.......
—
21,5
21,65
21.25
ff.babe ..........
173
177,5
175,25
176
Manneemann-Röhren . . .
. 6
37,75
--
37
37,9
Mansselder Bergbau .... Oberschlel. Koks werke . . . Phönix Bergbau......
Rhetnijche Braunkohlen. . . Rhetnstahl ........
. 0
—
11
11
—
Frankfurter Maschinen . . .
Gritzner.........
. 8
*’/,
15,5
15
28,25
15,25
28
15,2
. 0
1 17
17
18,5
—
10 . 6
172
173
47
171,5
47,65
174 47
Matnkraftwerke Höchst a. M..
Süddeutscher Zucker ....
48,5
1 106
47 106,5
—
—
22.3uU
2 3. Juli
Amtliche Dotierung
Geld | 2)ritr
Amtliche Notierung
Geld | Aries
Helsingfor» . Wien. . . Prag . . Budapest . Sofia . . Holland . Oslo. . . . Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aires Neuyork . . Brüssel. ( . Italien. . . Part» . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Ian.. Jugoslawien. Lissabon . .
6,364 51,95
12,465
3,057 169,68
74,53 80,57
76,82
14,965 0,923 4,209 58,30
21,46
16,485
81,89 33,67
81,97 1,159 0,325 6,693
13,64
6.376 52,05
12,485
3,063 170,02
74,67 80,73
76,98
15,005 0,927 4,217 58,42
21.50
16,525 82,05 33,73 82,13 1,161 0,327
6,707
13,66
6,364 51,95
42.465
3,057 169,68
74,53 80,47
76,72 14,95 0,923 4,209 58,31 21,46
16.485 81,89 33,67 81,97 1,159 0,325 6,693 13,64
6,376
52,05
12,485
3,063
170,02
74,67
80,63
76,88
14,99 0,927
4,217- 58,43
21,50
16,525
82,05 33,73
82,13
1,161 0,327
6,707
13,66
Banknoten.
Berlin, 23. Juli
Geld
■ »rief ■ “
Amerikanische Noten.......
Belgische Noten.........
Dänische Noten ......... Englische Noten.........
Französische Noten........
Holländische Roten........
Italienische Noten........
Norwegische Noten........
Deutscl». Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten........
Schwedische Noten........
Schweizer Noten. .......
Spanische Noten.........
4,20 58,15 80,29 14,91
16.445 169,31
21.43 74^35
2.49 76,55 81,71 33,53
4,22 58,39 80,61 14,97
16 505 169,99
21,51 74,65
2,51 76,85 82,03 33,67


