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England und die internationale Lage.

Die Times schlägt eine Pauschalzahlung als Ablösung der Tiibut« vor.

London, 24. Mai. (XU.) Die .Time-" meldet, daß die englische Regierung Vorbereitun­gen zurWiederaufnahme derKriegs- schuldenLahlungen treffe, und -war n,cht nur der laufenden 3ahreSzahlungen, sondern auch einer weiteren zusätzlichen Dumme zur Llbdeckung der infolge de- Hoover-Moratorium- gestundeten letzten OahrcSzahlung Die .TimeS" weist darauf hin, daß die Genfer Abrüstungskonferenz für die Wiederherstellung de- Vertrauen- ebenso wichtig wie die Lausanner Konferenz ift. Man fei sich sachlich darüber einig, das) ein erheblicher Fortschritt Inder Abrüstung dienst- wendige Dorau'-sehung für eine Re­gelung der Regierungsschulden fei, die wiederum den internationalen Handel lahm­legen. Aber es könne keinen wirklichen Frieden und keine Rückkehr zur Wohlfahrt geben, solange eine Ration in einem 3 u ft a n fr der Unterlegenheit gehalten und ihr der Besitz von Waffen verboten sei, die andere haben dürften. Es sollte nicht unmöglich fein, Pläne zu entwerfen, die da- Gefühl der ungerechten De- handlung in Deutschland beseitigen, ohne die Sicherheit Frankreichs und seiner Alliierten zu gefährden. Auch sollte e- nicht unmöglich fein, einen Plan für eine Regelung der Reparation--

vervslichtungen au-zuarbeiten, vielleicht dadurch, daß eine Pauschalsumme al - Ab­lösung für die Reparationen angeboten und angenommen wird. Der Plan müsse die Forderung Frankreich- noch Ent­schädigung erfüllen, Deutschland die Erleichterung brinaen, die e- braucht und damit die internationale Politik von einer störenden Wundebesreien. Si en Fe l schlag in Genf und in Lausanne die Welt in Den Zustand der Stagnation zurückschleudern würde, so mühten alle Anstrengungen gemacht werden, um wenigsten- einen gewissen Erfolg zu erzielen unb die Räder de- internationalen HandelS wieder in Vewegung zu setzen. .Time-' erklärt, dah man sich aber gleichzeitig auch aus einen F e h l s ch l a g vv r b ere i te n und d i e Folgen de- Bankerott- moderner StaatSkunst in- Auge fassen müsse. 3n die­sem Falle müsse die britische Reichskonferenz in Ottawa Vereinbarungen zwischen den Mitglie­dern de- englischen Weltreiches bringen, die ihnen die Erhaltung ihre- jetzigen Anteil- am Handel sicherstellen und ihnen, wenn möglich, eine Erhöhung des Handels trotz de- Zusammen­bruchs der übrigen Welt gestatten.

Der Regierungswechsel in Frankreich.

Verbot bereitet sich zur Amtsübernahme vor.

Paris, 24.Mai. (WTB.) Uebcr die Unter­redung, die in Anwesenheit de» Präsidenten Le- b tun der Führer der Radikalen Partei, Eduard Herr io t, Ministerpräsident Tardieu und Fi- nanzminister F l o n d i n hatten, wurde ein C o m- muniquL ousgegeben, in dem es heiht:

Die jurürfgetretenen Minister haben dein Präsi­denten der Republik in Anwesenheit Herriots die hauptsächlichen internationalen und finanziellen gegenwärtig aus der Tagesordnung stehenden Pro- blcme dargelegt; sie haben Herriot davon in Kennt­nis gesetzt, dah sie ihm morgen die betreffen- de n Akten ft ücke übergeben und sich ihm für alle weiteren Auskünfte zur Verfügung halten werden Tardieu hat in feiner Eigenschaft als Außenminister die von seiner Regierung einge­nommene Haltung zu den großen außenpolitischen Problemen dargelegt, die sich sowohl aus der Ab­rüstungskonferenz, wie im Hinblick auf die nm 16.3uni in Lausanne beginnende Reparationskon- serenz stellen. Auch die Finanz- und Wirtschaftskrise in Mitteleuropa ist besprochen worden. Man kann nnnehmen, daß die Bildung der kommenden Re­gierung nicht in die Debatte gezogen worden ist. Herriot muß jedoch als derjenige gelten, der mit der

Bildung der neuen Regierung nach Wiederzusam- mentriU der Kammer betraut werde.

Keine falschen Hoffnungen.

Unzufriedenheit in London mit den Erklärungen HrriotS.

London, 24. Mai. (WTB )Daily Telegraph" behandelt in einem Leitartikel die gestrige Er­klärung Herriots über Frankreichs Dertragsrechte. Das Blatt sogt, diele Erklä- rung deute darauf hin, daß die Aussichten auf eine wesentliche Aenderung der französischen Politik nur gering seien. Bon der Genfer Abrüstungskonferenz sei unter diesen Umständen nicht viel zu er- hoffen, und ebenso seien allzu optimistische Er- Wartungen bezüglich der Reparationskonserenz von Lausanne nicht am Platze.News Ehronicle" schreibt, Herriots erstaunliche Aeußerungen unter- schieden s i ch durchaus nicht von denen T a r d i e u s. Wenn Herriot bis zur Äonfcrenr von Lausanne fortfahre, in der bisherigen Weife zu reden, werde er die außerordentliche Gelegenheit für die Eröffnung einer Politik wahrer europäischer Be- friedung, die ihm durch seinen Wahlsieg gegeben worden sei, nahezu verscherzt haben.

Flugboot dir Windrichtung für den Lanbe- platz anzugeben Mit einer eleganten Schleife ging fräs Flugboot in die Kurve und treuste zweimal an den Ufern entlang über dem Dee. DerDo X setzte dann um 18.27 Uhr im öst­lichen Teil fres Sees aus dem Wasser auf und kreuzte nach dem vkestlichen Teil, wo eS an einer eigens dazu hergerichteten Boje verankert wurde.

Der Dampfer mit den Regierungsvertretern fuhr sofort in die Nähe des Do tf, um den Kapitän und die Besatzung offiziell ,ju begrüßen. Reichsminister Treviranus beglückwünschte den Erfinder des Flugschiffes und seine Besatzung zu der glatten und schnellen Durchführung des Fluges Neuyork Berlin,' der die Krönung sechsjähriger unermüdlicher Erfinderarbeit bedeute. Ganz Deutschland schulde den Männern Dank, die den Do X erdacht, gebaut und geführt hoben. Auch der Herr Reichspräsi­dent werde sich freuen, nach seiner Rückkehr in die Reichshauptstadt die Besatzung zu begrüßen. Dop­pelte Ueberqucrung des Atlantik! Das höre sich so eiusach an, wenn sie glücklich vollendet sei. Aber hßn- ter dieser scheinbaren Einfachheit berge sich uncnd liche aufopfernde, muhevolle Arbeit, ein unverzagter Mut und ein unerschütterlicher Glaube an den Erfolg.

Der Mann, der üitchener tötete."

In Neuyork ist auf Veranlassung der britischen Regierung ein Kapitän namens Fritz Duquesne unter dem Verdacht des Mordes verhaftet wor- den. Er wird bcfchuldigt, wahrend de» Krieges als deutscher Geheimagent den Unter­gang des britischen DampfersTcnny- f o n" verursacht zu haben, der im Februar 1916 an der brasilianischen Küste infolge cipcr Ex­plosion gesunken ist. Reuter weiß noch zu be- richten, daß bei dem Verhafteten ein Tagebuch gefunden worden sei, das den Titel trage:D e r Mann, der Kitchen « r tötete". In dem Tagebuch befinde sich eine Karte dcrOrkney- Inseln, und die Stelle, an der im Jahre 1916 der KreuzerH a m p s h i r c" mit dem der nach Ruß­land unterwegs befindliche britische Generolstabs- chef Lord K i t ch e n e r in schwerem Sturm u n - t c r g i n a^ sei mit einem Zeichen versehen sowie mit den WortenK itchcner hier getötet". Um den Tod von Kitchener haben sich von Anfang an viele Gerüchte und Legenden gebildet. Im all- gemeinen aber hätte die Ansicht vorgeherrscht, daß der Kreuzer durch eine deutsche Mine ver­senkt worden sei, da einige Tage vor der Kata- strophe ein deutsches U-Boot in den Gewässern nördlich von Schottland Minen ausgestreut Hobe.

Großer Heidebrand bei Köln.

3n der Wahner Heide bei Köln brach ein Brand aus. dem mindesten- 1 000 Mor­gen Heideland und Ginster -um Opfer fielen. Die Reichsforstverwaltuna hatte auf der Wahner Heide größere Hebungen für die Feuerwehren von Altenrath und von der Wahner Heide veranstaltet, um bei etwa auftretenden Heidebränden genügend vorbereitet zu fein. Kleinere Flächen wurden zu diesem Zwecke an gezündet und die Löfcharbeit in Angriff genommen. Während man gerade dabei war. einen solchen Uebungsbrand zu löschen, ent­

deckten die Löschmannschaften, daß hinter ihrem Rücken eine Feucrwolke auf» ftieg, die vom Winde rasend schnell vorwärts getragen wurde. Es gelang unter großen An­strengungen, den Brand zu löschen. Man ver­mutet, daß bisher unbekannte Personen den Brand böswillig angelegt haben.

30. Privathandelsschultag.

Der Verband Deutscher Privathandelsschulen c. D. veranstaltete seine 30. ordentliche Hauptver­sammlung zu Pfingsten in Osnabrück. 3m Mittel­punkt der Versammlung, zu der das Preußische Ministerium für Handel und Gewerbe Vertreter entsandt hatte, standen zwei Referate übet .Grundfragen zeitgemäßer Wirtschaf tspädagogik" und .Die Privatschule als Helfer". Feftgestellt wurde, daß gerade in der heutigen Zeit die Pri­vatschulen dem Staat wertvolle Dienste leisten, in­sofern sie es ihm ermöglichen, gut eingerichtete und vorbildlich arbeitende Schulen ohne staat­lichen Zuschuß zu erhalten. Daraus abgeleitet wurde die Forderung, daß Staat und Gemeinden heute noch mehr als bisher die Hand schützend über die vorhandenen Privatschulen halten möchten.

Eifenbahnkatoftrophe auf der Chinesischen Oslbohn.

Sin schweres Eisenbahnunglück, bei dem vier­zig Personen getötet und mehrere Hun­dert verletzt wurden, hat sich runb200 Kilo­meter öftlid) von Charbin auf der chine­sischen Ostbahn zugetragen. Es handelt sich um einenmitFlüchtlingenbesehtenZua. der mit einem anderen Zug zu s a m rn e n st i.

Die vierzig Im Andenlunnel Cingeschlossenen lebend gefunden.

Die vierzig im Andentunnel eingeschlossencn Ar­beiter sind sämtlich am Leben. Die Rettungs­mannschaft hat eine Verbindung mit ihnen Herstellen können und bemüht sich, sie aus den Trümmern zu befreien.

Wettervoraussage.»

Die Störung über Deutschland flacht sich ab und wandert in nordöstlicher Richtung weiter. Aber immer noch gelangt an ihrer Rückseite ozeanische Kaltluft nach dein Festlande, wodurch das.wechlelhafte und verhältnismäßig kühle Wetter zunächst erhalten bleibt. Vereinzelt kommt es auch noch zu Nieder­schlägen, die teils von Gewitterstörungen begleitet (ein werden. Mil dem dauernden Zustrom kühler Luft ist aber Barometeranstieg verbunden, so daß das im Nordwesten lagernde Hochdruckgebiet allmäh- lich nach dem Kontinent hingesaugt wird und Wetter- beruhigung sowie Erwärmung in Aussicht stellt.

. Aussichten für Donnerstag: Bewölkt und aufheiternd, vorerst noch mäßig warm und ver- einzelte Niederschläge, teils gewitlerhaster, Art.

Aussichten für Freitag: Ruhigeres und wieder «nitfreres, ober noch fein beständiges Wetter.

Lufttemperaturen am 24. Mai: mittags 17,4 Grad Celsius, abends 10,5 Grad: am 25. Mai: morgens 10,4 Grad. Maximum 17,6 Grad, Minimum 8,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Mai: abends 18 Grad: am 25 Mai: morgens 13,6 Grad Celsius. Niederschläge 5,7 mm. Sonnen- scheindauer 4K Stunden.

®ue der provimialbaupifiadt.

Gießen, den 25. Mai 1932.

Vorsicht, (Sonnenbrand!

Don Dr. meß Tannerl.

Der Sommer ist angebrochen. Alle» strömt hinaus in die Natur, und jede freie Stunde wird wenn irgend möglich in der frischen Lust, in der Sonne zugepracht. Kein Wunder, denn nach den langen Monaten grauen, bedeckten Himmel» find die Men- schen nach den Strahlen der Sonne geradezu aus­gehungert, seelisch wie körperlich.

Dah die Sonne wichtigster und aesundheitfordern- der Besiandtcil unserer Hygiene ist, dah sie Krank­heiten heilt, das Ausbrechen und Entstehen vieler Krankheiten verhindert, das Wachstum fordert, furt­um die billigste und wirksamste Medizin ist, über die wir Dcrfugcn, ist heute schon |o allgemein bekannt, dah e» kaum einer Erwähnung bedarf. Die wenigsten Menschen aber wissen, daß Sonnenstrahlen auch große Schoden anrichten können, und dah sie nur dann wohltätig wirken, wenn sie vernünftig aus- genutzt werden.

Man vergesse vor allen Dingen niemals, dah man sich allmählich an die Sonne gewöhnen soll. Nicht bei der erstenchch bietenden Gelegenheit den ganzen Tag über im Badeanzug in die Sonne setzen! Das gibt unweigerlich den schönsten Sonnenbrand! Leider wissen die meisten Menschen nicht, dah der Sonnen­brand keine ganz gleichgültige Erscheinung ist, trotz­dem das oft am Abend auftrctende Fieber und der Schüttelfrost eigentlich daraus Hinweisen sollten, dah es sichntm einen Zustand handelt, der eigentlich mit Recht als Krankheit bezeichnet werden muh. Und gar keine angenehme Krankheit ist es, denn die durch die Sonne hervorgerusene, je nach Hautempfindlichkeit des Betroffenen mehr oder weniger starke Hautent­zündung ist meist mit sehr großen Schmerzen und starkem Jucken verbunden. Leider wissen die meisten auch nicht, daß derSonnenbrand" oft eine sehr unangenehme Folgcerkrankung mit sich bringt, die im Sommer in den Sprechstunden der Aerzte nur zu höpfig ist, nämlich die Furunkulose. Die Haut schält sich ja bekanntlich nach dem Abklingen der Hautenzünduna sehr stark, und die zarte junge Haut, die zum Vorschein kommt, ist naturgemäß für alle Ansteckungen leicht empfänglich. Darum heiht es in bieftm Augenblick, sehr vorsichtig und vor allem sehr sauber sein!

Besser noch ist es, von vornherein vorzubeugen. Man fange mit einer kurzen Sonnenbestrahlung an, zehn Minuten für den Rücken und zehn Minuten für die Brust genügen völlig für den ersten Vor­mittag. Man vergesse auch die nackten Arme nicht, und daß die Haut über dem Oberarm am Schulter- gelenk besonders empfindlich ift. Einfetten mit Creme ober Hautöl schützt vor allzu starker Verbrennung, aber trotzdem ist es ratsam, mit zehn Minuten anzu- fangen und allmählich, jedesmal um zehn Minuten, zu steigern! Nach der Sonnenbestrahlung soll man mit Talkum ober Körperpuder pudern. Gelblicher oder bräunlicher Puder schützt ebenfalls vor den Sonnenstrahlen: für besonders lichtempfindliche Men­schen gibt cs Cremen, die für die Ultraoiolettstrahlen der Sonne undurchlässig sind Besonders vorsichtig sei man mit Kindern: kleine Kinder sollen wenig- ftens zeitweise in der Sonne ein leichtes weißes Hütchen tragen.

Man vergesse auch niemals, daß im Hochgebirge und am Wasser die Sonnenwirkung besonders stark ist. Die See spiegelt ja die Sonnenstrahlen zurück und vervielfacht dadurch ihre Kraft, so daß selbst ein nicht ganz klarer Tag an. der See schon einen ganz ordentlichen Sonnenbrand hervorbringen kann?

Die Sommerurlaubslarien der Reichsbahn.

lieber bic Sommerurlaubskarten mit 20prozen- tiger Fahrpreisermäßigung, die die Deutsche Reichsbahn ab 1.3uni einfuhrt, werden nunmehr die Äusaabebestimmungen bekannt. Danach wer­den die Karten für Erholungs- und Urlaubsreifen in der Zeit vom 1. 3uni bis 15. Oktober ausge­geben und gelten zwei Monate. Die Geltungs­dauer der zwischen dem 16. August und 5. Oktober auSgegebenen Karten endet am 15. Oktober Eine Fahrtunterbrechung ist auf der Hinfahrt nicht, auf der Rückfahrt dreimal gestattet. Die Karten gelten im allgemeinen nur für die Personenzüge: für Gil-, Schnell-, FD- und FF D-Züge ist der tarif­mäßige Zuschlag zu fofen. Sie müssen spätestens fünf Tage vor dem ersten Geltungstage bei der Fahrkartenausgabe des Abgangsbahnhoss ober in den Ausgabestellen des Mitteleuropäischen Reise- bureaus (MER) gelöst werden: vor dem 10. läge vor dem Geltungstage kann ihre Lösung abgelehnt werden. Mehrere Reisende, die gemeinsam hin- und zurücksahren, können auf einen gemeinsamen Fahrausweis abgefertigt werden. Die Sommer- urlaubskarten sind nicht übertragbar: sie sind nur gültig, wenn sie mit Tinte ober Tintenstift unter- schrieben sind. Eine gemeinsame Karte für mehrere Reisende muß von allen Reisenden unterschrieben werden. Auf den Sommerurlaubskarten, die be­kanntlich zur Rückfahrt vorn 11. Tage ab gelten, wirb von der Ausgabestelle der Tag beS Reise­antritts, ber früheste Rückreisetag und das Enbe ber Rückreise eingetragen. Zunächst werden die Karten nur im Reichsbahninnenverkehr, einschl. Ostpreußenverkehr, ausgeaeben. Für Privat- und Kleinbahnen, auch für solche, d e von der Reichs­bahn betrieben werden, gelten die Karten vor­läufig nicht. Reisende, die Sommerurlaubskarten nach Privatbahnen ober Seebäder usw. verlan­gen, sind auf die Lösung von Karten nach dem Uebergang-bahnhol zu verweisen. Die Entfernung bis zum Üebcrgangsbahnhof muh 233 Kilometer betragen. Sollten sich Privat- ober Kleinbahnen beteiligen, so ergehen später besondere Anord­nungen.

Vornotizen.

Tages kalender für Mittw och Stadtlheater. 20 bis 22 Uhr:Seitensprünge". Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr, Ausstellung. Deutschnationale Dolkspartei, 20.15 Uhr, Hotel Schütz. Vortrag über ..Vottlosenbewegung". Oswatdsgarien. 10 bi- 21 Uhr. Ausstellung beS Rieion-Walfisches. Lichtspielhaus. Bahn­hofstraße: ..Es wird schon wieder beffer und Der Held von Kalifornien".

Aus dem .Stadttheaterbureau wird uns geschrieben' Heute letzte Vorstellung im

Mittwochabonnement und überhaupt letzte Tot*- stellung der lustigen Dierakter von Eurt Goetz, die unter dem Sammelnamen .Seltensprünge^ einen großen Erfolg hatten .Tobbv, Taube in der Hand. Hund im Hirn, Minna Tlagbalcna". Spielleitung Peter Fallott. Beginn 20 Uhr. Ende 22.30 Uhr. Al- Sonfrervorstelluna für den Verein für da- Deutschtum im Au-land wird am Freitag. 27. Mäi. 20 Uhr, Karl Schönherrs.Deut­sches Heldenlied" .Volk in 31 ot in Szene gehen 3m Mittelpunkt des Geschehen- steht Andrea- Hofer. Ein Spiel vom Freiheit-kampf eine- be­drängten Volkes Ende 22.30 Uhr. Die Vorstel­lung wird noch einmal al- letzte Vorstellung der Spielzeit zu kleinen Pre sen am Den-tag. 31.Mal, wiederholt.

Sprechtage de r Ministerien Wie amtlich bekanntgegeben wird, sind die Sprechtag« der Ministerien in Darmstadt auf Montag und Freitag, je 10 bi- 12 Uhr. festgesetzt wor­den. Vorherige Anmeldung in allen Fällen istf zweckmäßig Außerhalb der genannten Zeit sind die Ministerialgebäude, so wird in ber amtlichen Mitteilung betont, mit Rückficht auf die stark« DeschäftSbelastung für den allgemeinen Publii kum-verkehr geschlossen. Au-nahinen find ab* gesehen von besonder- dringenden Fällen nutz nach vorheriger Vereinbarung mit dem In Be« tracht kommenden Beamten zulässig

,e Militärkonzert In der Sübanlngt. Bei günstigem Wetter wird morgen, Donnerstag, von 18 b,s 19 Uhr, in der Sstdanlage Platzmusit des Musikkorps unseres Bataillons unter Leitung von Obermufikmeifter Krauhe stattfinden. Dor- tragsfolge I Helden Marsch (nach Perdischen Mo­tiven) von Villingcr. 2. OuvertürePhaedro" von Masscnct. 3. Einleitung zum 3. Akt Tanz der Lehr­buben und Festwiese aus der OperDie Meister­singer von Nürnberg" von Wagner. 4 Ave Maria, Lied, von Schubert. 5. Johann Strauß spielt aufl Eine Auslese aus seinen Meisterwerken von Morena. 6. Der 116er Marsch von C. Krautze

Militärkonzert al« Werbung f ü t den Rudersport. Am kommenden Samstag­abend findet auf dem Bootsplahe der Gießener Rubergesellschaft 1877 ein Militärkonzert, ausge- führt von unserer BataillonSkapelle unter Leitung von Obermusikmeister Krauhe, statt. Da- Kon­zert ist alS Werbung für den Rudersport gedacht. Daher wird im Verlaufe der Veranstaltung eine Ausfahrt sämtlicher Ruderboote der Gießener Ru- bergesellfchaft 1877, deS ©icfiener Ruderklub- Hassia 1906 und des Vereins Rudersport 1913 Gie­ßen, sowie eine Lampionaussahrt der Paddler­abteilungen stattsinden. Der Verein .Uferkritik" Gießen 1922 als Veranstalter lädt im heutigen Anzeigenteil zu regem Besuche des Werbenden fr­ei n.

Reisegepäckversicherung. Dom

1 Mai ab sind zwischen der Reichsbahn und ber Europäischen Güter- und Reise^päck-Versiche- rungS-AG. neue Vereinbarungen getroffen wor­den. Die bisherigen Dersicherungsgebühren sind um 20 Prozent ermäßigt worben. An Stelle ber seitherigen Reisegepäckversicherung im ^nnerbeutschen Verkehr mittels Weri- . marken ist eine neue vereinfachte und billige zehn­tägige Policen-Versicherung getreten, bei der nicht nur daS auf Gepäckschein aufgegebene Reisegepäck, sondern auch das mitgenommene Handgepäck ver­sichert ist. Diese Versicherung deckt nicht nur die Schäden, die während der Beförderung auf der Eisenbahn und anderen Beförderungsmitteln, son­dern auch bei der Lagerung und dem Aufenthalt in Hotel-, Pensionen u. a. entstehen. Den Reisen­den, die nur Handgepäck mit sich führen, wird eine gute und billige Dersicherungsinöglichkeit für ihr Handgepäck mit einer Minbestversicherungs- summe von 500 Mark geboten, für die eine Prä­mie von 1,50 Mark zu zahlen ist. Diese Hand­gepäckversicherung kann auch an den Fahrkarten­schaltern gleichzeitig bei der Fahrkartenlösung ab­geschlossen werden. 3m internationalen Reife­gepäckverkehr wird die Versicherung mit Wert­marken beibehalten. Die Haftungsbeschränkung von 2000 Mark ist aufgehoben und die Versiche- rungggebüfrren sind um 20 Pro-, herabgesetzt. Policen mit einer Gültigkeitsdauer für ein und zwei Monate, bei denen auch da- mitgenommene Handgepäck versichert ist, sind an den Gepäck­schaltern erhältlich Auch die Prämien für die Policen sind um 20 Prozent herabgesetzt. Die Ver­sicherungen bieten wesentliche Vorteile, weil die Haftung der Versicherungsgesellschaft die durch die Eisenbahn-DerkehrSorbnung und die Tarife festgesetzte Entschädigung übersteigt. Dies trifft besonders bei den Versicherungen mittel- Der- sicherungskarten- und Policen zu, die für alle Reisen und Ausenthalte gelten und auch das Handgepäck umfassen, für das die Eisenbahn be­kanntlich nicht haftet. 3m Schadensfälle hat der Versicherte den Schaden durch die zuständigen AmtSstellen (Eisenbahn, Post- oder Polizeiver­waltung) feststellen zu lassen und den Tatbestand der Europäischen Güter- und Reisegepäck-Der- sicherungs-AG. anzuzeigen.

"Beamtenschaft und Krise." Unter diesem Motto wird die Gewerkschaft hessischer Gemeindebeamten am 4. und 5 3uni in Fried­berg ihren 12 Vertretertag abhalten Der erste Tag ist der Behandlung geschäftlicher Angelegen­heiten gewidmet. Außerdem soll zu der An­stellungsnot der Deamtenanwärter und den Rechtsverhältnissen der kommunalen Angestellten Stellung genommen werden. Auf der öffentlichen Kundgebung am 5- 3um sprechen Dr. Fritz H a - neid. Berlin, und der Geschäftsführer der Ge­werkschaft hessischer Gemeindebeamten. 3ean R e ck, Offenbach, über das Thema:Beamtenschaft und Krise".

Rundfunkprogramm.

Donnerstag, 26. ZHaL

7.05 bis 7.25 Uhr: Schallplattenkonzert: anschlie­ßend von Bad Homburg: Konzert des Kurorchesters. 8.30 bis 9.30: Katholische Morgenfeier am Fronleich, namsfeste. 12: Mittagskonzert des Rundfunk-Orche- fters. 13: Konzert auf Schallplatten. 15.30 bis 16.30: Stunbc der Jugend. 16.30: Militärkonzert. 18.25: Zeirfragen. 19.30:Das Mädchen von Zncatlan" von Otw ®mc(in. 20: Aus dem Großen Haufe der Würt- tembergifchcn Landestheater:Die toten Augen", eine Bühnendichtung in einem Aufzug von Hans Heinz Ewers und Marc Henry, Musik von Eugen d'Albert.

Zähne: Odol'Zahnp^ta.