9Jt.-$pont
Heffenkampf der Heffengaue in Worms am 16. Oktober 1932.
Der Gerätewettkampf der drei Hessengaue der Deutschs Lurnerschaft — Rheinhessen, Main- Rhein und Oberhessen — wird am 16. Oktober im Stadt. Spiel- und Festhaus zur Durchführung gelangen. Cs ist das vierte Mal, daß dieser großartige Gerätewettkampf zum Austrag kommt. Dis letzt fand er statt in Gießen, Darmstadt und Mainz, wo er immer zu einer bedeutenden turnerischen Kundgebung wurde. Die 16 besten Geräteturner eines jeden Gaues zeigen vollendetes Kunstturnen im Kampf um den grünen Eichenkranz. Die Wettkampffolge wird von Darbietungen der Wormser Turnerinnen unterbrochen, um neben dem Geräteturnen auch das neuzeitliche Frauenturnen zu seinem Recht kommen zu lassen. Die Vorbereitung der großen Veranstaltung, für die man mit Recht ein volles Haus erwartet —bei den bisherigen Veranstaltungen gab es stets ausverkaufte Häuser — liegt in den Händen der Wormser Turnerschaft, bzw. eines Ausschusses. Lieber die Einzelheiten des Gerätewettkampfes wird in» einigen Tagen noch mehr zu sagen sein.
Tilden geschlagen.
Die Weltmeisterschaften der Tennislehrer.
Die Spiele der e r st e n Gruppe um die Weltmeisterschaft der Tennislehrer brachten am Freitag eine große Ueberraschung. Der Franzose Plaa schlug den Amerikaner „Big Bill" Tilden, der sechs Jahre Erster der Weltrangliste war, 6:0, 7:5, 8:6 in einem harten Dreisatzkampf, den der Franzose dank seines ungeheuren Laufoermögens — er holte sich
noch die unmöglichsten Bälle — für sich entschied. Der junge Nürnberger Nüßlern fertigte den Amerikaner Burke 6:2, 7:5, 6:3 ab. — In der Gruppe B siegte unser Altmeister Roman N a - juch nach 2^stündiaem Kampfe über den Amerikaner Barnes 3:6, 6:3, 3:6, 6:4, 6:4 und Ramil » l o n fertigte den Frankfurter Messerschmidt 6:0, 7:5, 7:5 ab.
*
Auch Hines geschlagen.
Eine sensationelle Meldung kommt aus der Olympischen Stadt Los Angeles. Ellsworth Vines erlitt nur kurze Zeit nach seinem großen Siege über Eochet in der Herrenmeisterschaft von USA. eine unerwartete Niederlage. Der japanische Davispokalspieler Jiroh Satah schaltete den Wimbledonsieger in der Vorschlußrunde der südwestlichen Pazifik-Meisterschaften mit 6:4, 6:4 sicher aus.
Italien führt bett Berufsfußball ein.
Es ist beschlossene Sache, daß nunmehr auch Italien den Berufs-Fußball offiziell einführt. Das sogenannte „italienische System", das Spieler und Vereinen in wirtschaftlicher Beziehung gewisse Freizügigkeiten gewährte, hat keinen langen Bestand gehabt. Genau nach englischem Muster hat der mit allen diktatorischen Vollmachten ausgerüstete Verband neue Grundlagen für den italienischen Fuß- ballsport geschaffen. Normalverträge für Vereine und Spieler regeln die Bestimmungen für Gehälter, die Prämien und die Kündigungsfristen. Die Spieler werden künftighin vertraglich verpflichtet, sportlich zu leben, und sie können bei Verstößen in Geldstrafen genommen werden.
Die Verbandsspiele des Sonntags.
Die Derbandsspiele der diesjährigen Saison, die Spiele der 1. Dezirksklasse insbesondere, sind diesmal bestimmt von einer Llnklarheit der Lage, die sich daraus ergab, daß in den bisherigen Spielen noch kein Ergebnis erzielt werden konnte, das irgend eine Mannschaft als überlegen der anderen charakterisiert hätte. Verloren haben schon fast alle Mannschaften (wenigstens Punkte aus unentschiedenen Spielen), eindeutige Siege fielen bisher aus. Die Mannschaften scheinen gleich stark, und die knappen Ergebnisse wollen das beweisen. Die beiden Gießener Mannschaften konnten auch nicht sichtlich in den Vordergrund treten. Breidenbach führt die Tabelle an. Das will jedoch nichts Endgültiges bedeuten. Wallau, der vorjährige Sieger in der 1. Dezirksklasse, hat schon gegen Dreidenbach verloren, VfD. siegte in Wetzlar, 1900 verlor gegen Fronhausen usw. — die Situation ist unklar ...
Oasprogramm der Spielvereinigung..
Die 1. Mannschaft der Spielvereinigung empfängt nun morgen auf eigenem Platze die 1. Elf von Dreidenbach. Die Aussichten für die Blau« weihen sind nicht sehr günstig. Die Gäste stellen eine körperlich sehr stabile und schnelle Mannschaft. VfB. hatte am Sonntag in Dreidenbach all« Hände voll zu tun. Schon einmal verloren die Gastgeber, dazu auf eigenem Platz gegen diesen Gegner. Mit 1:0. Die Dreidenbacher gefielen damals gut. Sie waren sehr eifrig. Sie werden sicherlich auch diesmal nicht enttäuschen. Man hofft auf eine spannende Begegnung. Die Dlauweißen sind nicht in bester Form: außerdem wird die Mannschaft kaum komplett antreten können, auf Experimente sollte man sich aber möglichst auch nicht einlassen. Es wird aller Anstrengung bedürfen, wenn ein Sieg errungen werden soll. Die Zuschauer, die dem Verein sicherlich gerne die Treue halten möchten, erwarten eine ganze Leistung.
Vor diesem Spiel treten sich die Reserve der Dlauweißen und die 1. Mannschaft von Lollar gegenüber. Im letzten Gesellschaftsspiel siegte die Spielvereinigung. Fraglich ist es, ob ein zweiter Sieg gelingt, denn die Gießener sind benachteiligt, da der gute Mittelläufer erseht werden muh. Die Gäste stellen eine kampfkräftige, erfahrene Mannschaft.
Die 3. Mannschaft empfängt Dutenhofens 1., einen bekannt hartnäckigen Gegner, der die 1900er schon des öfteren auf Kraftproben stellte. Die Lehrmannschaft, Meister des vorigen Jahres in ihrer Klasse, sollte sich aber trotzdem einen Sieg sichern können. Die 4. Mannschaft hat gegen die 2. von Lollar wenig Aussichten. hapert gerade bei der 4. noch etwas an der Technik. Die Spiele der 3. und 4. Mannschaft finden am Sonntagvormittag auf dem Platz an der Liebigs- höhe statt.
Jugendfpiele.
Die ^l-Iugend ist spielfrei. All hat Al des DfR. Lich zum Gegner (auf eigenem Platz). Die Dlauweißen sollten sich durchsetzen können. Bl fährt zur 1. Jugend nach Steinberg und hat scharfe Konkurrenten vor sich. Der Spiel-Ausgang ist offen. Die 1. Schülcrmannschaft spielt in Lich gegen die dortigen 1. Schüler, die 2. Schüler treten gegen die 2. Schüler von Steinberg an.
BfB. I. in Boiienhorn.
Tie Grünweißen haben sich bisher gon^ gut gehalten. Der Sieg über Wetzlar hatte einigen moralischen Rückhalt zur Folge. Das Unentschieden in Dreidenbach, das sehr leicht ein Sieg sein konnte, läßt die Mannschaft nicht ganz ohne Hoff- 'nung nach Dottenhorn fahren. Auf dem tückischen Platz der Gastgeber war schon immer schwer zu kämpfen. Die VfDer spielen außerdem zum ersten Male in Dottenhorn und treten damit auf völlig fremdem Gelände einer fast unbekannten Mannschaft gegenüber. (Das letztere gilt zwar auch für die Gastgeberi) Man wird also zunächst nach den Schwächen tasten müssen, man wird vielleicht zu überrumpeln versuchen, jedenfalls aber mit allem Ernste in den Kampf gehen, dessen Ausgang überhaupt nicht vorherzusagen ist. Die Distanz zwischen den Leistungen der Gießener Stadt- Vereine und den Mannschaften des hessischen Hinterlandes ist nicht mehr so groß und auch in technischer Hinsicht liegt kein allzu wesentlicher Unterschied mehr vor. Wie die Grünweihen das Spiel beenden werden, hängt sehr von ihrer „Ta- gesform", von ihrer Energie und der Geschicklichkeit ab, mit der sie sich auf dem fremden Platz zurechtfinden.
Während die lll. Mannschaft auf dem Platz des Gegners gegen Wiesecks I. antritt und dort auf einen harten Kampf gefaßt sein muß, dessen Ausgang nicht vorherzusagen ist, ist die II. Mannschaft ohne Spiel.
An Jugendspielen
hat der DfD. nur zwei auf dem Programm. Die I. Jugend tritt im Gesellschaftsspiel gegen die ausgezeichneten I. Jugendlichen des „VfD.-Kur- hessew' Marburg an, gegen welche die VfDer das Vorspiel unentschieden gestalten konnten. Es wird schwer sein, einen Sieg zu landen. Zwei gute Mannschaften, die eifrigen Schüler von VfD. und Wieseck, tragen ein Verbandsspiel aus, das vielleicht die augenblicklich gut in Form befindlichen VfDer für sich entscheiden können.
Kurze Gportnoiizen.
Abgesagt wurde der für Sonntag nach Nürnberg vereinbarte Leichtathletikkampf Bayern — Württemberg.
Wirtschaft.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
Die Effektenbörse zeigte in der abgelaufenen De- richtswoche nur wenig Veränderung und das Geschäft war überwiegend sehr ruhig. Im Vergleich zur Vorwoche, an dem zwar starke Schwankungen zu verzeichnen waren, war die Haltung in dieser Woche recht unsicher und geteilt, wobei aber per Saldo kleine Kurssteigerungen zu überwiegen scheinen. Zunächst verkehrt« die Börse auf die Erwartungen hinsichtlich einer Diskontsenkung, aus die aus einigen Industriezweigen vorliegenden Berichte über leichte Belebungszeichen sowie auf die feste Haltung Wallstreets in ausgesprochen fester Tendenz, unb auch der Geschäftsumfang hatte sich immerhin ein wenig verbreitert, der aber weniger auf der Zunahme von Publikumsbeteiligung, als auf der vermehrten Llnternehmungslust der Kulisse und einiger Großinteressenten außerhalb der Börse zu beruhen schien. Im Verlauf der De- richtswoche unterlag die Dörse wieder mehrfachen Schwankungen, doch hielten sich die Ausmaße dieser Bewegung in sehr engen Grenzen. Die Haltung wurde ziemlich unsicher, wofür in erster Linie die latente innen- und außenpolitisch« Lage verantwortlich zeichnete. Gegen Schluß der Woche setzte sich dann eine allgemeine Defestigung durch. Die innerpolitische Entspannung, die nach der preußischen Landtagssihung eingetreten war, die Erholung' an den Warenmärkten und vor allem die Hausse an der Reuhorker Mittwochsbörse führte bei der Kulisse zu Rückdeckungen, so daß auf der ganzen Linie merkliche Kurserholungen zu registrieren waren. Gegen die Vorwoche überwogen Erholungen von 1,5 bis 3 Proz., wobei besonders Schwachstromwerte von dem Auftrag der Reichspost im Rahmen des Wirtschaftsprogramms der Reichsregierung profitierten. Düt- gerswerke lagen um 6 Prozent höher, da Mitteilungen über einen guten Geschäftsgang, insbesondere des Teergeschäfts anregten.. Vernachlässigt und meist etwas schwächer lagen dagegen Kaliaktien.
Der Rentenmarkt bewahrte im großen und ganzen wegen der noch ungelösten Zinsprobleme starke Zurückhaltung und die Diskontsenkung hielt man bereits für eskomptiert. Stark befestigt waren nur Altbesihanleihe im Hinblick auf den nahen Auslofungstermin mit plus 2,5 Prozent. Goldpfandbriefe, Kommunal- und Industrie-Obligationen waren bis zu 1,5 Proz. höher, während Liquidationspfandbriefe nur knapp gehalten waren, lediglich niedrig im Kurs stehende Werl« waren im Tausch gegen höhere etwas freundlicher. Reichs-, Länder- und Stadtanleihen zeigten kaum Veränderung. Von fremden Werten lagen Schweizer Papiere fest.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt Rach den Preiseinbuhen in den letzten 14 Sagen zeigte der Frankfurter Viehmarkt im abgelaufenen Berichtsabschnitt eine teilweise Erholung. Die verringerten Zufuhren auf anderen Märkten Deutschlands wirkten sich am hiesigen Markt insofern aus, als die sonst dort verbliebenen Lieberstände in dieser Woche hier wegfielen und auch der Markt an und für sich etwas schwächer beschickt wurde. Offenbar wartet man wieder höhere Preise ab. Der Geschäftsgang war trotz verringerter Auftriebe sehr ruhig und zum Teil langsam, so daß nicht immer die Märkte geräumt wurden.
Vor allem am Rindermarkt trat eine Erholung der Preise um durchschnittlich 1 bis 2 Mk. ein. Mehr Interesse zeigte sich hier für Ochsen und Bullen. Rach ruhigem Handel verblieb etwas Lieberstand. Der Auftrieb betrug 1527 Stück und war gegen die Vorwoche um 364 Stück weniger beschickt. Ochsen al) 31 bis 34, a2) 26 bis 30, b) 20 bis 25; Dullen a) 27 bis 29, b) 22 bis 26; Kühe a) 25 bis 27, b) 21 bis 24, c) 15 bis 20; Färsen a) 31 bis 34, b) 27 bis 30, c) 22 bis 26.
Preisbesserungen bis zu 2 Mk. verzeichnete auch der Kälbermarkt, wenngleich der Verkauf sehr ruhig war, doch wurde der Auftrieb von 1492 (1568) Stück ausverkauft. Kälber b) 40 bis 42, c) 36 bis 39, d) 28 bis 35.
Schafe waren erneut höher beschickt (445 gegen 394 Stück) und hatten nur schleppendes Geschäft bei allerdings behaupteten Preisen. Schafe al) 23 bis 26, b) 20 bis 22, c) 18 bis 19.
Die um über 400 Tiere schwächere Anfuhr blieb auf die Preisgestaltung des Schweine- Marktes ohne Einfluß, man begnügte sich schon damit, daß Las letzte Riveau nicht unterschritten wurde und kein merklicher Lieberstand verblieb. Der Handel war sehr ruhig und nur für Fettschweine war er besser, für die auch
höhere Preise angelegt w urden. Schweins b) 42 bis 45. c) 41 bis 45. ck) 38 bis 44. e) 37 bis 42.
Die Dotierungen verstehen sich sämtlich in Mark pro Zentner Lebendgewicht.
* P reisermäh igung für Eosin- Roggen. Die Deutsch« Getreidehandelsgesellschaft hat. wie WTD.-Handelsdienst erfährt, ihre Derkaufsbedingungen für Eosin-Roggen mit Wirkung vom 23. September ab verändert. Das AbgabeminLestquantum, das bisher 150 Tonnen betrug, ist auf 300 Tonnen erhöht worden. Der Abgabepreis cif Küstenhafen (nordwestdeutsches Mästergebiet) wurde von 137 Mk. auf 135 Mk. je Tonne ermäßigt, während der Preis für Wag- gonware weiterhin 140 Mk. je Tonne beträgt. Außerdem wurden einig« Häfen der Llnterelbe. z. D. Elmshorn, als Küstenhafen im Sinne der Verkaufsbedingungen der DHG. zugelassen.
* D i e deutsch-schwedische Devisenverständigung. Unter bestimmten Voraussetzungen können in Deutschland ansässige Firmen, die im Besitze einer allgemeinen Devisengenehmigung zur Bezahlung von Waren sind, soweit die ihnen nach den deutschen Vorschristen zugeteilten Beträge zur Bezahlung der Einfuhr aus Schweden nicht ausreichen, darüber hinaus erforderliche Zahlungen für Wareneinkäufe in Schweden bei der Deutschen Reichsbank zugunsten der Schwedischen Reichsbank in Reichsmark einzahlen. Die schwedische Reichsbank stellt ihrerseits die Beträge den schwedischen Warenlieferanten zur Verfügung. In jedem Fall« ist die Genehmigung der zuständigen Devisenbewirtschaftungsstelle einzuholen, die grundsätzlich erteilt wird. Das Abkommen tritt sofort in Kraft.
* I m Vergleichs termin der Hermann W r o n k e r AG., Frankfurt a. M., wurde ein neuer Vorschlag unterbreitet, nach Lern eine Quote von 35 Prozent und für Forderungen bis zu 100 Mark volle Befriedigung vorgesehen ist. Bisher haben über 90 Prozent der Gläubiger dem Vorschlag zugestimmt, die gerichtliche Bestätigung des Vergleichs wurde auf den 29. September angesetzt.
* Schiedsspruch in der Kasseler Metallindustrie. Der Schlichtungsausschuß hat am Freitag dem auf Grund der letzten Rot- verordnung gestellten Antrag des Verbandes der Metallindustriellen von Kassel und die benachbarten Industriebezirke e. D. auf Senkung der Löhne der in der Kasseler Metallindustrie Beschäftigten nicht stattgegeben, sondern entschieden, daß die bisherigen Löhne und Bezüge bis einschl. 31. Dezember 1932 unverändert bleiben. Den Arbeitgebern der Metallindustrie ist ein Einspruchsrecht gegen diesen Schiedsspruch der Schlichtungsausschüsse bis zum 30. September einschließlichl eingeräumt worden.
* Zahlungseinstellung im Tabak- fabritate - Großhandel. Die Tabakfabrikate Groß- und Kleinhandelsfirma Ed. Schneider, Mann- heim, hat infolge der sehr starken Umsatzrückgänge, die mit einer fortschreitenden Entwertung der Lagerbestände und erheblichen Verlusten an Außenstän- den verbunden waren, die Zahlungen eingestellt. Der Status soll bis zu der am 27. September stattfindenden Gläubigeroersammlung fertiggestellt werden.
Frankfurter Abendbörse freundlich.
Frankfurt a. M.. 23. Sept. 3m Zusammenhang mit festen Kursmeldungen von den Auslandbörsen verkehrte auch die Abendbörse in freundlicherer Haltung, wenngleich sich die Llmsahtätigkeit nur innerhalb der Spekulation abwickelte, die eher Rückkaufsneigung bekundete, zumal die anhaltende Festigkeit der Kunstseideaktien stimulierte. Im Mittelpunkt des Interesses standen wieder AKL1. mit plus 1,25 Prozent, in denen lebhaftere Llmsätze zu verzeichnen waren. Die übrigen Werte zogen gegen den Berliner Schluß von etwa 0.5 bis 1 Prozent an. Im Verlaufe stellten sich meist weitere Besserungen von 0,25 bis 0,5 Prozent ein. Im Freiverkehr lagen amerikanische Kunstseidenshares fester, ohne daß aber nennenswerte Llmsätze darin erfolgt wären. Man nannte folgende Kurse: Enka 20,50 bis 21,50, Bemberg 8,50 bis 9,50 und Glanzstoff 12 bis 13 Dollar pro shares.
Der Rentenmarkt tag ebenfalls freundlicher, wobei man auf die im Gang befindlichen Kabinettsberatungen über die Zinsmaßnahmen verwies. Deutsche Anleihen blieben etwa behauptet, Reichsschuldbuchforderungen lagen eine Ruance fester. Reubesitzanleihe 6,75, Altbesihanleihe 55,75, Schuhgebietsanleihe 5, 4,5prozentigs Goldrumänen 11,60, Reichsbank 127,25, Gelsenkirchen 44, Mannesmann 56,75, Rheinstahl 69. AKL1. 63,25 bis 63,75 bis 63,25, AEG. 35,60 bis 35,50, Bemberg 73, Conti Gummi 106, Zellstoff Waldhof 44,50 bis 44,75, 2G.-Farben 100,10, Norddeutscher Lloyd 20,25.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. Dl.
Äerlin
Frankfurt a.M.
Berlin
Frankfurt a. M.
»erlln
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.2TL
Schlußkurs
Schlugt. Abenb- börsc
Schluß« kurs
Schlußk. mittag» börse
Schluß« kurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag« böele
Schluß« kurs
Schlußk. Abend- börsc
Schluß« kurs
Schlußk. mittag« börse
22. September
23. September
Amtliche Notierung
Meld | Brief
Amtliche Notierung
Datum
6% Deuliche Rcichsanleihe 0.192'. 6% ehem. 7%Dt. Reichsanl. v.1929 6/i% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mH
Auslos^Rechten.......
DeSgl. ohne Ausios.-Rechte . . 6% ehem 8%.&efi. BolkSstaat 1929 (rüdtüWb. 102%)......
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten......
Deutsche Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1.......
6% ehem. 8% Franks. Hyp^Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hhp.-Bank
Golvvie 16 unkündbar bis 1936 6y.% ehem. 4/t% Franls.Hyp^
Bank ßtqu. Psanbbriese . . . 6/i% ehem. 4/i% Rheinische
Hyv.-Bank-Ltgu.-Goldpse. . . 6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand» briesanstau Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand.
briesanstau Pfandbriefe R. 10
4% Lesterretchtsche Goldrcnie . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ....
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/2% desgl. von 1913.....
5% abgesl. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdad bahn-Anleihe
Serie 1 . . .........
4% desgl. Serie II......
6% fJhtmfln. veretnh. Rente v. 1903 4^%Ruinän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische veretnh. Rente 2»% ' Anatolier.....
22.9.
66,5 76
63,5
56
6,8
63
59
51,5
73,5
73
79
78,65
70,5
70,5
10
1,25 7,5
6,75
7 4
4
4
6,45
11,65
5,55 19
23.9.
67,5 76,5
63,75
55,75 6,75
58,5
51,4
73,25
73,25
78,5
78,65
70,5
70,5
9,75 1,25
7,45 6,75
7
3,8
4,1
4,2
6,4
II,65
5,55 19
22.9.
66,5 76,13
63,4
55,9 6,85
63,4
51
71,25
1,4
7,55 7
7,2
3,8
4,25
5,5 19,25
23.9.
67
76,5
63
55,9
6,7
50,9
70,75
10,4
7,65
6,75
3,85
4,25
3,9
6.25
11,75
5,5 19
Datum
Vamburg-Amenla Pare. . . . u
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Hansa Dampfschiff . . . t
Norddeutscher Lloyd.....c
A.G. für Verkehrswesen Akt. . 0
Berliner Handelsgesellschaft . 4
Commerz» und Privat-Bank. 0
Darmstädter und Nationalbank 0
Deutsche Bank und
DiSconto-Gesellschaft... 0
Dresdner Bank...... 0
Reichsbank........1:
A.E.G............0
Bergmann.........0
Elektr. Lieferungsgesellschaft. 5
Licht und Straft...... 6
Felten & Guilleaume.... 0 Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen .... 4
Rheinische Elektrizität ... 6®
SchuckeN L Co....... 0
Siemens & HalSke..... 9
LahmeyerL Co.......10
Buderus..........4
Deutsche Erdöl.......6
Gelsenkirchener.......8
Harpener..........0
Hoejch Eifen.........6
Ilse Bergbau.......10
Ilse Bergbau Genüsse.....
Klöcknerwerle........6
Mannes mann-Röhren .... 6
ManLselder Bergbau.....0
Oberfchlet. Kokswerke .... 8
Phönix Bergbau......4’A
Rheinische Braunkohlen... 10
Rhetnstahl.........6
22.9.
19,4
20,25
43,25 91,5 55,5
75,75
62,75 128,5
35,5
71
89
60,5
75,5
73,5
78,5 137
117
40
77
43
78,25
97,5
36,5
57,25
23,5
26,75 177
69
23-9.
19,25
20,25 43
91
55,25-
75,75 62,75
127,25
35,5
71,25
59,5
75,75
75
78,5 136,25
117
40
76,75
43 n
96,5
37,25 56,75
24,25
28,75
175.5
69
22.9.
19,13
32 20,13
43,5 91,5
55,5
75,75 62,75
129
35,13 20,75
70,5
89 60,25
75,75 73,25 78,75
138
117
40,25 76,65
43,9 78,25 38,25 134,5
97 36,9 56,65 23,65 39,75 26,75
177 69,13
23.9.
19,13
37 31,75 19,75 43,13
91
55,25
75,75 62,75 125,75
35,5 20,75
71 89,5 59,9
75,5
73,5
78 136 117
40
76,25 42,65 76,75
38,9 133,5 96,75
57 24,75 39,75 26,75 175,5 69,65
Daium
Riebeck Montan......7,i
Bereinigte Stahlwerke . . . . 0
Otavi Minen....... 0
Kaliwerke Aschersleben ... 6
Kaliwerke Westeregeln ... 6
Kaliwerke Salzdetfurth ... 9
3. G. Farben-Industrie... ?
Scheideanstalt.......1°
Goldschmidt.........0
Rütgerswerke........0
Metallgesellschast.......0
Philipp Holzmann......t
Zementwerk Heidelberg. ... 4
Cementwcrk Karlstadt.....<
Wayß & Freytag......0
Schultheis Patzenhoser ... 0
Aku (Allgemeine Kunstseide) 0
Bemberg......... 0
Zellstoss Waldhof..... 0
Zellstoff Aschaffenburg ... 0
Dessauer Gas........7
Daimler Motoren......0
Deutsche Linoleum.....0
Orenstetn & Koppel.....0
Leonhard Tietz.......6
Svenska.......... 0
Thade............
Frankfurter Maschinen . . . . 0
Grihner..........0
Mainkraftwerke Höchst 0. jjj.. . 4
Süddeutscher Zucker.....s
22.9.
20,25
18,5
107
172
100,5
135
29,4
43,5
38
56
54
5,3
59,25
69,5
43,5
30,5
19,4
47
47
184
26
125
23-9.
20
18
109
113.5 170
100,13 135
29,5
43,65
37
55,5
5,25
63,25
73
44,75
30
20
49,5
47,65
183,5
—
26,5 54
125
22.9.
20,75 18,13 108,5
115
172,5
100,4
29,65
43,65
38,5
56
5,5
56
59
70
44
30,5
92,75
20,13
47
37,25
48,25
184
125,5
23.9.
19,75 18,13
108 113,5 171,5
100
29,5 43,65
37
56,4
55,75
62
72
43,9
30 92,25 20,65 49,65 37,25 48,25
182,5
26
126
Geld
Brie'
Heisings 01S . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Oslo.... Kopenhagen. Stockholm London. . . Buenos Aire« Neuyork . . Brü sei. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Jan.. Jugoslawien. Lissabon . .
Serlit
Amerikanische Belgische Not Dänische Not Englische Not Französische 9 Holländische 9 Italienische N Norwegische Deuts ch-Oeste Rumänische 9 Schwedische Schweizer No Spanische No Ungarische Är
6,274 51,95
12,465
3,057 169,23
73,23 75,47 74,68 14,56 0,906 4,209 58,39 21,61
16,495 81,19 34,47 81,32 1,009 0,309 6,344 13,27
i, 23.Sepfemk Noten . . .
en .... . n ..... en .... . loten. . . . loten. . . . ölen .... loten. . . . rretch, 1 1OO oten....
loten.... ten..... ten..... ten ... .
6,286 52,05
12,485
3,063 169,57
73,37
75,63
74,82 14,60 0,910
4,217
58,51
21,65
16,535 81,35
34,53
81,98 1,011 0,311 6,356
13,29
Bantno
er
Schilling
en
6,274 51,95
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Geld
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