Reichswehr und Polizei bei der Olympiade.
Man kann sich das beinahe gar nicht mehr vorstellen, wie es war, was Karl Diem, der jetzt 50 Jahre ist, in seinem Jubiläumsaufsah zu „25 Jahre Potsdam-Berlin" uns zum Beispiel über die Haltung der Polizei von damals zu dein sportlichen Staffellauf gesagt hat. Das war für sie glatter Unfug. Die Genehmigung wurde rundweg abgelehnt. Es bedurfte hoher Protektion, um die Durchführung überhaupt zu ermöglichen. Lind am Ziel, der Polizeileutnant, hatte überhaupt keine Ahnung, was ein Staffellauf war. Sein Erstaunen war grob, als am Ziel nur acht, nämlich nur die acht Schlußleute der Staffeln, nicht aber alle erwarteten 400 Teilnehmer eintrafen ...
Der Potsdam-Derlin-Lauf ist feit Jahren eine unbestrittene Domäne der Polizei. In diesem Jahre hat es Aufsehen erregt, daß die Reichsweh rstaffel, die zum erstenmal mitlief, auf dem fünften Platz einlief. Kenner der Verhältnisse des Sports in der Uniform sehen auch hier bei der Reichswehr eine neue Gröhe hochkommen. Kein Wunder also, daß die Uniformen auch bei der Olympiade in Los Angeles eine große Rolle spielen, wie sie es schon bei den Amsterdamer Spielen vor vier Jahren zu tun begannen.
Leider können unsere Reichswehrreiter, die eine der sichersten Einsätze auf goldene, silberne und bronzene Medaillen abgegeben hätten, mit Rücksicht auf das Pferdematerial nicht tellnehmen.
Die lange Lieberfahrt bis Kalifornien schlicht das aus.
Wer alles mitgehen wird, bleibt bis zu den deutschen Meisterschaften am 2. und 3. Juli in Dresden noch offen. Unsere Olympia-Mannschaft wird ja nur klein sein. Denn neben den ausgezeichneten neun Schwerathleten, fünf Ringern, vier Gewichthebern, die bereits feststehen, wie ferner den beiden Boxern und zwei Fechtern, werden voraussichtlich noch 18 Leichtathleten, 16 bis 17 Ruderer und 15 Schwimmer die deutsche Mannschaft vervollständigen. Die Mannschaften spielen hier die Hauptrolle. Von Einzelkämpfern scheint bisher von der Reichswehr nur Hirschfeld, von der Polizei der Weitspringer Vie- b a ch so gut wie sicher mitzufahren. Dann aber werden unter den Fünfkämpfern (Schießen, Fechten, Schwimmen, Geländeritt, Geländelauf) die Polizei mit den Wachtmeistern Miersch und Schröder und die Reichswehr mit Oberleutnant R a u d o , dem deutschen Heeresmeister, starke Olympia-Kandidaten stellen. Am 18. Juni fiel in der zweiten Serie der Ausscheidungskämpfe die Entscheidung über die drei Vertreter für Los Angeles.
Don Einzelkämpfen können natürlich aus der Masse der sportlichen Disziplinen nur solche Olympia-Kandidaten wirklich entsandt werden, die ihren Leistungen nach eine gewisse Anwartschaft auf Siegerplähe ausweisen.
Oberleutnant Hax als glänzender Pistolen- schühe, hat mit dem Ergebnis, unter 200 Schüssen 194 Treffer zu erzielen, für diesen Einzelkampf besonders glänzende Doraussehungen mitzubringen.
Aber auch sonst sind unter dem Rachwuchs der Sportler in Reichswehr und Polizei hervorragend veranlagte Athleten. In der Heeresschule Wuns- dorf und in den verschiedenen Polizeistandorten wachsen fortgesetzt aus dem prächtigen Menschcn- material junge Anwärter für künftige internationale Wettkämpfe heran, die von ihren erfolgreichen Kameraden, voran Feldwebel Hirschfeld und der breite Stamm der als Sportlehrer glänzenden bewährten Reichswehr- und Polizeioffiziere, entwickelt und gefördert worden.
Dor dem „Deutschen Derby".
Deutschlands größte Zuchtvrüfung, das klassische Deutsche Derby, steht am Sonntag im Brennpunkt der Turfereignisse. Auf der traditionsreichen Bahn in Hamburg-Horn bewerben sich wieder einmal die besten Dreijährigen um den wertvollen Preis. Als hoher Favorit startet „Widerhall" vom Gestüt Schlenderhan unter dem Jockey A. Zimmermann.
Dom Düchertisch des Sportlers.
Der gewandte Faltbootfahrer. Eine genaue Anleitung zur sicheren Fahrtechnik — Ferienfahrten und Zelten-Dau und Pflege des Bootes. Von Sportlehrer A. Glucker. Mit 32 Bildern. Süddeutsches Verlagshaus G. m. b. H., Stuttgart, Birkenwaldstr. 44. (167.) Dem Paddelbootsport steht dieselbe verheißungsvolle Zukunft wie dem Skilauf bevor. Heute schon sind mit Beginn des Frühjahrs alle Waldflüßchen, Ströme und Seen belebt von den flinken Booten. Das neue Buch des Sportlehrers A. G l u ck e r ist eine lehrreiche und klare Darstellung alles dessen, was der Paddler, sowohl der Anfänger, wie auch Fortgeschrittene, wissen muß. Es zeigt an Hand prachtvoller Bilder zunächst den Bootsbau, dann die Gepäckverstauung, die verschiedenen Arten des Doot-Einsetzens. Es ist der Zweisitzer wie auch der Einsitzer behandelt. Selbstverständlich ist auch die Paddel- und Fahrtechnik eingehend behandelt und mit Bildern veranschaulicht. Aber noch mehr enthält das Buch an oft scheinbar kleinen und doch recht wichtigen Kleinigkeiten. Keine Frage ist unbeantwortet gelassen.
Wirtschaft.
• Zellstoff abrik Waldhof, Mann- heim-Waldhof. In der gestrigen Aussichts- rats-Sihung der Zellstoffabrik Waldhof, Mannheim-Waldhof, wurden die bisher im Wege des Pachtvertrages betriebenen Tochtergesellschaften Papyrus°AG. und Coseler Zellulose- und Papier- fabriken-AG. durch Fusion mit Wirkung vom 31. Dezember 1931 mit der Zellstoffabrik Waldhof vereinigt. Im Besitze der Gesellschaft befindliche nom. 4 280 000 Mark Stammaktien, nom. 630 000 Mark Vorzugsaktien lit. a und nom. 450 000 Mark lit. b werden durch Kapitalherabsehung in erleichterter Form eingezogen, so daß die Gesellschaft keine eigenen Aktien mehr besitzt. Zwecks Vornahme normaler und angesichts der veränderten Wirtschaftslage notwendig gewordener außergewöhnlicher Abschreibungen in Höhe von 13 306 167 Mark wird der gesetzlichen Reserve ein Betrag von 10 494 427 Mark entnommen, so daß der gesetzliche Reservefonds mit 10 Prozent des verbleibenden Aktienkapitals einsch'iehlich der finnischen Llmtauschaktien dotiert ist. Demgemäß findet die Ausschüttung einer Dividende auf Stamm- und Vorzugsaktien nicht statt. Der aus der Fusion mit den oben genannten beiden Gesellschaften sich ergebende Buchgewinn dient, soweit er nicht zu den erwähnten Abschreibungen Verwendung fand, der Bildung einer weiteren offenen Rückstellung im Betrage von 3 427 857 Mark. Die Gesellschaft glaubt, mit den verbliebenen internen Rücklagen und offenen Reserven der im lausenden Geschäftsjahr weiter verschlechterten Wirtschaftslage Rechnung getragen zu haben.
Etwas günstigereStimmung in Berlin.
Berlin, 24. Juni. (WTB. Funkspruch.) Bereits an der gestrigen Frankfurter Abendbörse konnten sich Kurserholungen im Ausmaße von ।
0,50 Prozent durchsetzen, und heute vormittag und an der Dorbörse taxierte man die Kurse durchweg weiter höher. Wenn auch die ersten offiziellen Notierungen unter den vorbörslichen Taxen lagen, ergaben sich doch im Durchschnitt Iprozentige, bei Spezialwerten ca. 2prozentige Gewinne. Man war heute wieder etwas zuversichtlicher über d i e Lausanner Konferenz gestimmt und maß den Besprechungen zwischen ch e r r i o t und dem Reichskanzler, deren Ergebnis gespannt erwartet wird, große Bedeutung bei. Anregend wirkte die Tatsache, daß in dem deutschen Memorandum, das Macdonald überreicht worden ist, auch ein Hinweis auf eine zu erstrebende Anpassung der privaten deutschen Ausland- schulden enthalten ist, und daß Deutschland wünscht, die Frage zur allgemeinen internationalen Erörterung zu stellen. Die unter Schwankungen leicht befestigte Neuyorker Börse wirkte gleichfalls freundlicher, ebenso wie die ziemlich unerwartet gekommene Neuyorker Diskontsenkung auf 2,5 Prozent, die als günstiges Zeichen für den amerikanischen Aufbauwillen gewertet' wird. Sonst lagen keine besonderen Momente vor mit Ausnahme der anhaltenden Zusammenstöße im Reiche und in Berlin, die heute weit ruhiger betrachtet wurden. Am Montanmarkt konnten sich Gelsenkirchen, in denen nicht mehr Ware herauskam, sogar etwas befestigen. Deutsche Erdöl zogen um fast 2Y Prozent an, da die Erklärungen in der GV. ziemlich befriedigt haben. Recht fest tendierten Kaliwerte und Eintracht Braunkohle, die bis zu 4^prozentige Gewinne erzielten, und auch Elektropapiere sowie Schultheiß, Gasaktien und Eisenbahnverkehrsmittel lagen ziemlich fest. Neichsbank waren bei etwas größerem Interesse wieder fast 2 Prozent höher. Dagegen gingen Obcr- koks, BEW., Svenska, BMW., Charlottenburg-Was- fer, Gelsenkirchen, Wasser, Junghans Ya bis 2 Pro
zent zurück. Im allgemeinen setzten sich ober bte Umsätze nur aus Deckungen der Spekulation zusammen, und das Publikum war nur an einigeni aRart- ten mit kleinen Orders vertreten. Deutsche Anleihen konnten sich im Einklang mit ber übrigen Börse leicht erholen und auch Reichsschuldbuchforderungen waren etwa Yk Prozent höher. .. ,
Im Verlaufe wurde das Geschäft merklich ruhiger, und die Kurse schwächten sich meist bis zu Ya Prozent wieder ab. Der G e ldmarkt war auch heute völlig unverändert. Der morgen zur Veröffentlichung gelangende Relchsbankauswels dürfte ein ziemlich befriedigendes Aussehen haben.
$ranffurf gut behauptet.
Frankfurt a. M.. 24. Juni. (WTB. Draht- meldung.) An der Dorbörse herrschte heute stündliche Tendenz, da die Herabsetzung Z>e8 Diskontsatzes der Aeuyorker Bundes-Reservebank und die Befestigung zum Schlüsse der gestrigen ReuyoNer Börse einen guten Eindruck hinterliehen. Zu Beginn der offiziellen Börse vermochten sich die anfänglich genannten hohen Kurse nicht voll zu behaupten, doch war die Tendenz weiter als gut behauptet anzusprechen. Gegenüber dem Vortrag ließ das Geschäft eine leichte Belebung erkennen, da die Kulisse nach den Glattstellungen der letzten Tage Deckungsneigung bekundete. Roch immer bestand eine merkliche Unsicherheit im Hinblick auf die heute beginnende Aussprache zwischen dem französischen Ministerpräsidenten Herriot und dem Reichskanzler. IG. kamen unverändert mit 89,25 Proz. zur Dotierung. Am Montanmarkt zeichneten sich Mannesmann bei einem Kursgewinn von 1,25 Proz. durch feste Haltung aus, während Gelsenkirchen erneut 0,88 Proz. nachgaben. Für Deutsche Erdöl boten die optimistischen
Ausführungen in der gestrigen GeneralversamM» lung Anregung. Der Kurs dieses Papiers stellte sich 1,88 Proz. höher. Am Elektromarkt ergaben sich kleine Besserungen um Bruchteile eines Prozentes. Die übrigen Märkte lagen sehr still aber durchaus freundlich.
Am Rentenmarkt lagen Deutsche Anleihen behauptet. Reichsschuldbuchforderungen und Goldpfandbriefe waren eher angeboten, Li- quidationspsandbriefe lagen unverändert. Reichsschuldbuchforderungen waren bis zu 0.25 Prozent befestigt. Jndustrieobligationen und Stahlvereinbonds gingen um 0,38 und Reichsbahnvorzüge um 0,50 Prozent zurück.
Lchweinemarkt in Mtzlar.
# Wetzlar, 23. Juni. Der gestrige Schweinemarkt war mit 491 Ferkeln und 24 Läufern beschickt. Bei lebhaftem Handel wurden folgende Preise bezahlt: für 5 Wochen alte Ferkel 12 bis 14 Mark, für 6 bis 8 Wochen alte 15 bis 18 Mark, für 9 bis 11 Wochen alte 19 bis 23 Mark je. Stück. Läufer und Springer, die gesucht waren, wurden je nach Stärke mit 25 bis 36 Mark je Stück bezahlt. Der Markt wurde geräumt.
Schweinemarkt in Grünberg.
-s- Grünberg, 23. Juni. -Der heutige Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von 510 Ferkeln zu verzeichnen. Folgende Preise wurden erzielt: Ferkel bis sechs Wochen alt 10 bis 12 Mk., sechs bis acht Wochen alt 13 bis 17 Mark, acht bis dreizehn Wochen alt 18 bis 26 Mark. Tendenz: gut, es verblieb geringer Lieberstand.
Verantwortlich
für das Feuilleton: i. V. Dr. F. W. Lange.
" 11 - 11
Oer Soldat als Beamtenanwärter.
Oie vorbereitende Ausbildung in der Heeresfachschule.
Dor kurzem fanden in der Neuen Kaserne die Abschlußprüfungen für diejenigen Soldaten statt, die nun nach zwölfjähriger Dienstzeit als Beamtenanwärter in das öffentliche Leben treten werden. Es dürfte für weite Kreise von Interesse fein. Grundsätzliches über die Form ihrer vorbereitenden Ausbildung zu erfahren. Nach § 23 des Wehrgesetzes soll den Unteroffizieren und Mannschaften während ihrer Dienstzeit eine vorbereitende Ausbildung für den Uebergang in bürgerliche Berufe gewährt werden. Heber die Art und das Ergebnis der während der Dienstzeit für den künftigen bürgerlichen Beruf genossenen allgemeinen u. fachlichen Ausbildung wird ihnen gemäß § 6 des Wehrmachtsoersorgungsgesetzes ein Zeugnis erteilt. Hauptvermittlerin dieser vorbereitenden Berufsbildung im Heere sind die Heeresfachschulen für Verwaltung und Wirtschaft. In dieser Schulen werden im Wehrkreis V (dem das Gießener Bataillon angehört) nicht weniger als 8500 Soldaten von besonders hierfür ausgesuchten voll- unb nebenamtlichen Lehrern betreut. Wie der Name schon sagt, vermitteln die Heeresfachschulen nicht bloß eine Allgemeinbildung, sondern sie bereiten die Leute in erster Linie für ihren gegenwärtigen und künftigen Beruf vor.
Der Unterricht ist dementsprechend in weit- gehendem Maße auf die Bedürfnisse des Lebens eingestellt.
Das ist um so bedeutungsvoller, als das Bildungsgut nicht Jugendlichen sondern Erwachsenen, reifen Männern, zum größten Teil Familienvätern, vermittelt wird, die das Gelernte unmittelbar für das praktische Leben verwenden müssen. So ist beim Reichsheer während der letzten zwölf Jahre in aller Stille bei zielbewußter Arbeit ein neuer Schultyp entstanden: eine Erwachsenenschule, die ihre besten Antriebe von den Bedürfnissen des Lebens erhält.
Das militärische Fachwissen setzt heute einen hohen Grad von geistiger Beweglichkeit voraus. Der junge Soldat als solcher bedarf daher eines vorbereitenden Unterrichts. Dieser wird ihm im zweiten, dritten und vierten Dienstjahr erteilt. Der Stoff ist eingestellt auf die Bedürfnisse des militärischen Dienstes. Die Methode zielt darauf ab, die jungen Soldaten zu scharfer Beobachtung, klarer Urteilsfähigkeit und rascher Entschlußkraft zu erziehen. Die Vorbereitung auf das künftige Berufsleben kann der Soldat vom fünften bis zwölften Dienstjahr in bestimmten Stufen vollziehen.
hier wird er in erster Linie zu einem brauchbaren Beamten und Angestellten erzogen, daher nehmen die staatsbürgerkundlichen Fächer (Gesetzeskunde, Staats- und Verwaltungskunde, Volkswirtschaftslehre usw.) und technische Fächer (Kurz- und Maschinenschrift) neben den Kernfächern (Deutsch und Mathematik) einen auffallend breiten Raum ein.
Es ist in der Öffentlichkeit noch viel zu wenig
bekannt daß gerade diese den Soldaten zuteil werdende Ausbildung geeignet ist, der Iruppe einen wertvollen Ersatz, den Behörden und der Wirtschaft brauchbare Beamte zu sichern. Besonders hervorzuheben ist, daß das Schlagwort von der „freien Bahn dem Tüchtigen" im Reichsheer durch praktische Einrichtungen längst in die Tat umgesetzt worden ist. Heute kann das bereits zahlenmäßig belegt werden. Wenn die Zahl der nach Vollendung der zwölfjährigen Dienstzeit im Wehrkieis V Ausscheidenden durchschnittlich etwa 800 beträgt, so muß es als eine erfreuliche Leistung betrachtet werden, wenn
fast 500 Schüler die Abschlußprüfung I und | etwa 100 die schwierigere Abschlußprüfung II | bestanden
haben. Die übrigen Schüler fallen meist auf die anderen Bildungszweige, oder aber sie begnügen sich mit der Anwartschaft auf die untere Beamtenlaufbahn. Beide Prüfungen berechtigen zum Eintritt in die mittlere Beamtenlaufbahn, die Abschlußprüfung II zum Eintritt in die Laufbahn der gehobenen mittleren Beamten.
85 v. H. aller Reichswehrangehörigen besitzen nur Dolksschulbildung. Neben den Prüfungsanwärtern, die die Sekunda- und Primareife schon von der Schule mitbrachten, stehen daher meistens Leute, die in zäher Arbeit ihr Volksschulwissen in der Heeresfachschule so weit ausbauen konnten, daß sie eine gleiche Anwartschaft wie Schüler höherer Schulen erlangen konnten. Mit dieser sozialen Aufstiegsmöglichkeit vollbringt das Heer eine soziale Tat, deren Segnungen vielen Söhnen des Volkes zu wünschen wäre.
Allerdings werden in der Prüfung I hohe, in der Prüfung II höchste Anforderungen an die Leute gestellt. Gründlichkeit, Gediegenheit und strenge Sachlichkeit find die Grundlagen, auf denen die Prüfungen ruhen. Es darf daher nicht verschwiegen werden, daß es auch Anwärter gibt, welche die Ziele der Prüfung nicht erreichen können. Sie gehen dann, ebenfalls mit brauchbaren Kenntnissen ausgestattet, in die Hnterbeamtenlaufbahn.
Die Prüfungen werden von Fachlehrern abgenommen
in Gegenwart des Wehrkreisunterrichtsleiters, eines Offiziers des zuständigen Truppenteils und Vertreter der Anstellungsbehörden, die als Mitglieder des Prüfungsausschusses die Beurteilung des Anwärters entscheidend mitbeftimmen. Das Recht, das die Anstellungsbehörden auf Grund des § 27 der Anstellungsgrundsätze besitzen, die Allgemeinbildung ihrer künftigen Beamten selbst zu bestimmen, haben sie dem Prüfungsausschuß übertragen, und über diesen Weg haben erfreulicherweise die Reichs-, Landes- und Kommunalbehörden sowie die öffentlichen Körperschaften die Prüfungen der Wehrmacht anerkannt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
ur. u. X't.
Len.
Schluß-1 fürs |
l'Uyr. ffuri
Schluß» 1
IUM 1
Ansaug« Kurs
Datum
23-6.
24.6.
23.6.
24.6.
6% Deunche Retchsaniethc d.192",
52,75
—
53
—-
7% Deutsche Reichsanleihe V.1V29
58,75
—
58,5
—
6'/.% Doung-Anleihe von 1930 .
60,25
—
60,25
—
Deutsche Anl.»Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten.......
37,13
37,25
37,13
37.4
DcSgl. ohne AuSIos.-Rcchte . . .
3,4
3.4
3,45
3,5
8% Hess. Bolkvstaat von 1929 lrückzahlb. 102%)......
46,75
Lberhcsien Provinz-Anleihe mli Auelos..Rechten.....
Deutsche Komm. Gammelabl.
Anleihe Serie 1.......
36,5
_
32,5
_
33
_
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse
15 unkündbar bis 1935 ....
_
_
7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bi« 1936 Serie 16 .
_
4/,% Franks. Hyp.-Bank Liau.- Psandbricse.........
76,4
__
_
4'/i% Rheinische Hyp.-Bank.Liau.
Goldpse...........
75
_
_
8% Pr. LandeSpsandbriesansialt, Pfandbriefe R. 19......
66
_
_
7% Pr. Landespsandbricfanstalt, Pfandbriefe R. 10
—
—
—
4% Oesterreichycye Golbrentr . .
_
_
_
4,20% Ocslerretchlsche Eilberrentc
1,05
—
1,13
__
4% Ungarische Goldrcnle . . . .
4,25
—
4,75
—
4% Ungarische StaatSrcnIe v. 1910
5,65
—
5,9
—.
4V-% bedgl. von 1918 . . . .
—
—
4.5
—
6% abgest. Goldmcxikancr von 99
—
—
—
4% Türkische Zollanieihe von 1911
2,25
—
2,5
2,4
4% Türkische Bagdadbahn.Anlcihe Serie I .
—
2,65
4% deSgl. Serie II......
6% Rumän. Vereins,. Rente v. 1903
«N%Ruman.vercInh.Renlev.l919
—
—
2,5
2.4
--
7
—
6,9
—
4% Rumänische vcreinh. Rente
2.9
——
3
_
2J4% 1. Anatolier......
15,25
15,5
Fran.'-uri a. .01.
Berlin
Schluß- lurS
l«Ubr« Kurs
Schluß« l lurS |
Anfang- KurS
Datum
23.6.
24.6
23 6.
24.6.
Hamvurg-AmerNa Pate, . .
. t
10,4
10.4
10.4
10,75
Hamburg-Südam. Dampsschis!
. 0
——
—
40
41,25
Hansa Tampsschlss ....
. 0
—
—
—
Norddeutscher Lloyd ....
. 6
11,25
11,25
11.25
11,65
A.G. für Verkehrswesen Akt.
—
—
25,5
25,9
Berliner HandelSgescUschast.
8
87
—
87
Commerz, und Privat-Bank .
7
16
—
16
Darmstädter und Nalionaibauk 8
18,5
18.5
—
Deutsche Bank und
—
TiSconto-Gesellschast. . .
6
30
—
30
—
Dresdner Bank......
6
18,5
—
18,5
—.
Reichöbank........
12
123,25
—
122,65
124,5
A.E.G...........
. 7
19,9
_
20,13
20,4
Bergmann........
. 9
—
—
18,5
—
öletti. Lleserungsgesellschast.
10
—
—
55
—
Licht und Kraft......
10
64,25
66,25
65,5
65,75
Felten & Guilleaume....
6^:
35
—
36
36.5
Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen ....
9
50.5
51,4
50,75
51,5
Rheinische Elckttizität . . .
. 9
63
64
65
Schuckert & Co.......
11
55.25
—
55,4
56,75
Siemens & Halske .....
14
114.5
—
113,5
115,25
Lahmeyer & (So.......
12
76
—
75
—
Buderus....... .
. 4
24
—
24,4
——
Deutsche Erdöl......
. 6
62
63,25
61,4
63,75
Gelsenkirchener......
. 8
32,75
31.9
31,9
32,25
Horoener.........
. 0
44,75
—
44,5
45
Hoesch Eisen........
. 6
—
24,5
24,9
Ilse Bergbau.......
10
—
120
Klöcknerwcrke .......
. 8
22,5
——
22,4
—
Koln-Neucssen.......
6K
—
ManneSmann-Röhren ...
. 6
36
37,75
36,5
37,9
ManSseldcr Bergbau ....
. C
13
13,5
13,5
Lbcrschlel. KokSwcrke . . .
. 8
—
31,75
31,25
Phönix Bergbau . , .
4V,
15.75
—
16
Rheinische Braunkohlen. . .
10
158
—
158,5
158
RheinkUchl........
. 6
39
—
38,5
39,75
tfrantiun a. DI.
Berlin
Schluß«! turü |
1-Uhr- K'uS
Schluß«! kurS |
Anfang- Kurs
Datum
23-6.
24 6.
23.6.
24 6.
Rieveck Montan......
7/.
—
—
_
Bereinigte Stahlwerke . . .
. 4
14,25
14,25
14
14,25
Olavi Minen......16*/,
10,75
—
10,5
10,5
Kaliwerke Aschersleben . . .
10
81 ,5
—
Kaliwerke Westeregeln . . .
10
90.5
_
91
94
Kaliwerke Salzdetfurth . . .
15
143
—
145
149
I. G. Farben-Jndustrie . . .
Verein, chem. Industrie Frank-
12
89,25
89,25
88,65
89,25
surr a. M.........
——
—
- __
__
Scheibcanstalt.......
10
130.5
—
__
_
Goldschmidt........
. 0
16,25
—
16
16
RütgcrSwerke.......
. b
31,5
—
30,5
30,9
MetallgescUschast......
. 6
24,5
24,5
25
Philipp Holzmann.....
Zementwerk Heidelberg. . .
Cementmerk Karlstadt. . . .
. »8
31,25
—
31,5
32
7
37.9
Wayb & Freytag.....
. 0
3,65
—
—
Schultheis Payenhoser . . . Aku (Allgemeine Kunstseide)
15
_
_
47
48
0
31,5
—
31,5
32
Bembcrg.........
0
—
_
28,5
28.75
Zellstoff Waldhos.....
12
25,5
—
25,5
26
Zellstoss Aschasscnburg . . .
6
16
—
16
Dessauer Gas.......
. 9
—
—
78,65
80
Daimler Motoren.....
. 0
11
10,75
11,25
11
Deutsche Linoleum ....
. 6
27,75
27,75
Orenstcin & Koppel ....
. 0
—
21,25
21.13
Leonhard Tietz ......
. 8
50
—
50,75
51
SvcnSka.........
15
——
7
6.25
173.5
Chade ..........
171,25
—
172,65
Frankfurter Maschinen . . .
Gritzner.........
. 0
. 0
16,5
5
Mainkrastwcrke Höchst a. ®L.
. e
49
Süddeutscher Zucker ....
10
95
97,75
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
23.3uni
24.3unl
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Aries
Geld
Ariel
Hclslngfor« .
7,053
7.067
7,043
7,057
Wien. . . .
51,95
52,05
51.95
52,05
Prag . . .
12,465
12,485
12,465
12.485
Budapest. .
—
—
Sofia . . .
3,057
3.063
3.057
3,063
Holland . .
170,23
170,57
170,23
170.57
Oslo. . . .
75,02
75,18
74,83
74,97
Kopenhagen.
83,02
83,18
82,77
82,93
Stockholm .
78,12
78,28
77.97
78.13
London. . .
15,23
15.27
15,20
15,24
Buenos Aires
0,948
0.952
1,948
1,952
Neuyork . .
4,209
4.217
4.209
4.217
Brüssel. . .
58,54
58,66
58,56
58.68
Italien. . .
21,46
21,50
21.43
21.47
Paris . . .
16,55
16,59
16.55
16,59
Schweiz . .
81,93
82,09
81,92
82,08
Spanien . .
34.67
34,73
34,67
34,73
Danzig. . .
82.27
82,43
82,37
82.53
Japan . . .
1,199
1.201
1,199
1,201
Rio de Jan..
0.325
0.327
0,325
0,327
Jugoslawien.
6.843
6.847
6,793
6.807
Lissabon . .
13.89
13,91
13,84
13,86
Banknoten.
Aerlin, 23. Juni
Geld
Ariel
Amerikanische Noten .......
4,20
4,22
Belgische Noten .........
58,38
58,62
Dänische Noten .........
82,83
83,17
Englische Noten . ........
15,19
15,25
Französische Noten .......
16,51
16,57
169,86
170,54
Italienische Noten ........
21,54
21,62
Norwegische Sloten........
74,85
75,15
Deutscl^Oesterrcich, 6 100 Schilling
Rumänische Noten........
2,49
2.51
Schwedische Noten........
77,94
78.26
Schweizer Noten.........
81,75
82 07
Spanische Noten. ........
34,53
Ungarische Noten........


