Eine Ltniersuchungskommission des Butzbacher Gtadtrats.
00 Butzbach, 22. Juni. In der gestrigen Htadtratsfihung teilte der Dorsitzende vor Eintritt in die Tagesordnung mit, daß, nachdem die Provinzialdirektion die Genehmigung erteilt, nunmehr die berühmte „scharfe E ck e" an der Kreuzung der Dahnhofstrahe/Weiseler Straße b e- seitigt werden kann. Ferner teilte er mit, daß rückständige Reichs - u. s. w. -Zuschüsse im Betrage von 40000 Mark z. Z. we- gen Mangels an Mitteln nicht überwiesen werden könnten.
Seitens des Stadtratsmitglieds Dierheller wurde folgender Antrag eingereicht: „Ich beantrage, den Rat unverzüglich zu einer Sitzung einzuberufen. Die Beratungsgegenstände ergeben sich aus Rachstehendem: Antragsbegründung: 1. Wie bekannt geworden ist, und auch seitens einzelner Beamten der Stadt nicht bestritten wird, soll der frühere Bürgermeister alsbald nach seinem Dienstantritt H m z u g s - ko st en von über 1 000 Mark erhalten haben. Weiter soll es richtig sein, daß durch die Instandsetzung der Dien st Wohnung des früheren Bürgermeisters ein Betrag von über 5 0 0 0 Mark notwendig geworden und auch zur Auszahlung gekommen wäre. Es bedarf der Feststellung, ob beides richtig ist und ob die aufgewendcten Beträge vor ihrer Zahlung die vorgeschriebene Billigung durch den Rat gefunden haben, evtl, auf welche Weise deren Errechnung vorgenommen worden ist. 2. Die Bürgermeisterwahl soll in den nächsten Tagen stattfinden. Es ist erforderlich, daß vor der Wahl der Stadtrat die Besoldung des Bürgermeisters festseht. Dieser Beschluß bedarf der Genehmigung der Aufsichtsbehörde. In der Stadtratssihung wird beantragt werden: Zu 1. Ernennung einer Kommission von drei Mitgliedern, die alle in den erwähnten Fällen erwachsenen Akten und Be
lege über die Richtigkeit oder älnrichtigkelt der Behauptung nachprüft und dem Rate innerhalb bestimmter Frist genauen Bericht zu erstatten hat. Die Stellung weiterer Anträge nach diesem Zeitpunkt bleibt Vorbehalten. Zu 2. Die Besoldung des neu zu wählenden Bürgermeisters wird in die Besoldungsgruppe 3a des Besoldungsgesetzes für die hessischen Staatsbeamten verlegt. Hinzu tritt das Wohnungsgeld und «in evtl. Kinderzuschlag, wie er in der Besoldungsordnung für die hessischen Staatsbeamten vorgesehen ist. Butzbach, 13. Juni 1932. B i e r h e l l e r , Stadtrat. Dem vorstehenden Antrag schließen sich an: Louis I o u h . Fritz Henkelmann, Frieda Wiehler, K. Seippel, Ohlemutz, Dr. Weide, Zink.
Der Stadtrat stimmte dem Antrag zu und wählte eine Sonderkommission, bestehend aus den Stadträten Einbrodt, Ohlemutz und Zink, und genehmigte Weiterhin die Besoldungsfest - setzung für den künftigen Bürgermeister.
Das Ende eines Separatisten.
WSN. Mainz, 23. Juni. Bor einigen Tagen ist in seiner Wohnung in Frankfurt a. M. der frühere Amtsgerichtsrat Dr. Liebing gestorben bezw. er hat Selbstmord begangen. Dr. Liebing stammt aus Mainz-Weisenau und war zur Zeit des Separatistenunwesens ein Führer der Separatisten. Er gab sich den Titel eines „M inisters des Inner n". Während der Besatzungszeit hielt er sich in Frankreich auf und versuchte von dort aus immer wieder seine separatistischen Ideen zu verwirklichen.
Gutscheine statt Bargeld.
WSR. Elz, bei Limburg, 23. Juni. Die hiesige Gemeindekasse war letzten Zahltag nicht in der Lage, den Wohlfahvtserwerbslosen die vollen Beträge in bar auszuzahlen. Die Unter» stützungsempfänger erhielten für ein Drittel der Summe Gutscheine, die sie in den Lebensmittelgeschäften einlösen können.
Vor dem Gauturnfest.
Am Samstag, 25., und Sonntag, 26. Juni, findet in Gießen das Gauturnfest des Gaues Hessen in Gießen statt. Die Veranstaltung wird zahlreiche Turner in unseren Mauern vereinigen. Das Gauturnfest ist entsprechend der Rotlage der Gegenwart weniger als eine festliche Beranstal- tung gedacht, denn als eine Heerschau über die Turnerschaft und den Leistungsstand der hessischen Turner. Für die Turner der Oberstufe ist ein Zwölfkamvs sowie ein Zehnkampf ausgeschrieben. Der Zwölfkampf besteht aus einer Pflicht- und einer Kürübung am Reck, zwei Pflicht- und einer Kürübung am Barren, zwei Pflicht- und einer Kürübung am Längs- bzw. am Querpserd, einer Freiübung, einem 100-Meter-Laus, dem Schleuderballwerfen und dem Weitsprung. Für den Zehnkampf der Oberstufe ist eine Kürübung an den Ringen verlangt. Die Turner können sich auch an dem Zwölfkampf der Sonderklasse beteiligen, für den die Hebungen des Zwölf
kampfes der Oberstufe zugrunde liegen, die aber mit Hebungen an verschiedenen Geräten ergänzt werden müssen. Für die M i t t e l st u f e ist ebenfalls ein Zwölfkampf ausgeschrieben, der aus je drei Hebungen an Darren und Pferd, zwei Hebungen am Reck und außerdem aus Freiübung, 100-Meter-Lauf, Kugelstoßen und Weitsprung besteht. Die Turner der Unterstufe treten zu einem Zwölfkampf mit entsprechend leichteren Hebungen an, die dann auch für den Reunkampf der Altersturner übernommen werden. Für die Altersturner fallen aber die in der Ausschreibung verzeichnete 2. Darrenübung, sowie die Längspferdübung und der Weitsprung fort. Auherdem laufen die Llltersturner nur 75 Meter. Reben diesen Wettkämpfen ist die Durchführung eines Meisterschaftstur- nens vorgesehen, für das je eine Hebung an Reck, Darren und Pferd und je eine Kürübung an jedem der Geräte zu leisten sind. Für Körperschule ist eine allgemeine Freiübung und eine Kürübung zu turnen.
Gießener Anderer ans auswärttgen Regatten.
Samstag und Sonntag in Frankfurt.
Die Gießener Rudergesellschaft, die in der letzten Zeit nicht nur einen sehr lebhaften Trainingsbetrieb entfaltet hat, sondern sich auch verschiedentlich mit bestem Erfolg an auswärtigen Regatten beteiligte, wird mit ihrem Ersten Achter am morgigen Samstag bzw. am Sonntag bereits wieder bei einer Regatta in Aktion treten. Die Große Frankfurter Regatta steht bevor, der allerdings in diesem Jahre nicht diese hohe Bedeutung beizumessen sein wird, wie im vergangenen Jahre. Zu den 30 zum Austrag kommenden Rennen haben ol Vereine mit 121 Booten und 604 Ruderern (gegenüber 41 Vereinen, 160 Booten und 819 Ruderern im Vorjahre) gemeldet. Die Gießener Rudergesellschaft wird auf dieser Regatta bereits am Samstag zum Ersten Achter in der bewährten Besetzung starten. Dabei werden die GRGer auf sehr starke Konkurrenz stoßen. Der hauptsächlichste Gegner ist der Erste Achter der Mainz- Kasteler RG. 1 8 8 0, der erst vor kurzem auf der Regatta in Heidelberg gegen den Deutschen Meister im Achter, „Amicitia" Mannheim, mit nur zwei Sekunden Differenz Zweiter wurde. Für den Ersten Achter hat außerdem noch der Mainzer Ruderverein gemeldet. Sollte den Gießenern am Samstag kein
Sieg beschieden sein, (der ja tatsächlich fraglich ist), dann werden sie am Sonntag im Zweiten Achter (um den Heinrich-Heyter-Gedächtnis-Preis) starten. Außer diesen beiden Rennen startet aller Voraussicht nach noch Friedl I ö d t im Zweiten Einer und trifft dabei auf Konkurrenz, gegen die er schon in Kassel antrat. Wie er abschneiden wird, hängt sehr von seinem Gesundheitszustand ab.
Llnd acht Tage später m Limburg ...
Am Samstag und Sonntag, 2. bzw. 3. Juli, findet in Limburg die Regatta des Lahnregattaoerbandes statt. Das Meldeergebnis für diese Veranstaltung ist als sehr günstig zu bezeichnen, denn nicht weniger denn 35 Vereine mit insgesamt etr i 190 Booten haben Meldungen abgegeben. Vereine aus Köln, Mainz, Mainz-Kastel, Frankfurt sowie die meisten Lahnvereine sind beteiligt. Die Gießener Rudergesellschaft wird mit ihrem Ersten 'Achter, mit einem Vierer und durch Friedl I ö d t im Einer vertreten sei.
Der Gießener Ruderklub „Hassia" wird ebnfalls in Limburg starten. Es wurden von feiten dieses Vereins zwei Rennen im Vierer belegt, der • n der Besetzung H. Goldhorn, L. Dehus,
Ehr. Hüttenberger, R. Weller und am Steuer Lehr an den Start gehen wird. Außerdem wird L. Henn im Jungmann-Einer beteiligt sein.
Der Verein Rudersport 1913 kann sich leider an keiner der beiden Regatten beteiligen, weil die Mannschaften, die bisher zur Verfügung standen, durch Wegzug einiger Ruderer auseinandergerissen wurden. Der Verein Rudersport ist indessen gegenwärtig damit beschäftigt, etwa 20 Jugendliche auszubilden, um sich damit für die Zukunft einen festen Stamm von Ruderern erhalten zu können.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
Die nach Grünberg vereinbarten Spiele der Ligareserv« und einer Jugendmannschaft kamen nicht zum Austrag. Die Lehrmannschaft trug ein noch ausstehendes Rückspiel in Groh-Auheim bei Hanau aus. 1900s Junioren befanden sich in bester Form und siegten in einem spannenden und fairen Spiel mit recht schönen Leistungen verdient 4:2 (Halbzeit 2:1). Gegner war die Juniorenelf des Gastgebers. 1900 sorgte durch Borlage von zwei Toren für eine 2:0° Führung. Aber noch vor dem Wechsel kam der Plahverein zum ersten Gegentreffer. Rach der Pause erhöhten die Dlauweihen zum 3:1, bevor Groh-Auheim auf 3:2 verkürzte. Ein weiterer Treffer der Giehener stellte aber das 4:2 und damit den Schlußstand her.
Jugendspiele.
1900 2. Schüler — Leihgestern 1. Schüler 1:1.
Die körperlich stärkeren Gäste spielten anfangs überlegen und gingen bald nach einem Eckball
mit 1:0 in Führung. Die Kleinsten des Platz- Vereins verloren aber nicht den Mut, durch ihr technisch besseres Spiel und durch vorbildliche^ Eifer lieferten sie dem Gegner bald eine gleichwertig« Partie und konnten den verdienten Ausgleich erzielen. Die zweite Halbzeit verlies in verteiltem Feldspiel.
Vor dem„Deutschen Derby".
Deutschlands größte Zuchtprüfung, das klassische Deutsche Derby, steht am Sonntag im Brennpunkt der Turfereignifse. Auf der traditionsreichen Dahn in Hamburg-Horn bewerben sich wieder einmal die besten Dreijährigen um den wertvollen Preis. Als hoher Favorit startet „Widerhall" vom Gestüt Schlenderhan unter dem Jockey A. Zimmermann.
Kurze Sportnotizen.
Zwei deutsch« Erfolge gab es am Mittwoch bei den Tenniskämpfen in Wimbledon. Frl. Krahwinkel kam durch «inen 4:6, 7:5, 6:0- Sieg über di« Engländerin Sterry in die dritte Runde und im Herren-Doppel blieben von ©ramm / Haensch über die Gebr. Buzzard (England) siegreich.
Helmuth Körnig, einer unserer besten Sprinter, ist an einer RippenfellLvtzündung erkrankt und muhte in eine Klinik verbracht werden. Körnig wird in Wiesbaden beim Vierverbände-- karnpf ersetzt werden müssen und auch seine Beteiligung in der olympischen Viererstaffel ist fraglich geworden.
Wirtschaft.
Diskontsenkung bei der Federal Reserve Bank of Rew yorf.
Neuyork, 23. Juni. (WTB.) In der heutigen Verwaltungsratssitzung der Neuyorker Bundesreservebank wurde die Herabsetzung der Re- di s k o n t r a t e von 3 auf 2% Prozent beschlossen. Der Satz von 3 Prozent war seit 25. Februar d. I. in Kraft, an dem eine Ermäßigung von 3% auf 3 Prozent oorgenommen wurde.
*
* DevisenhöchstbeträgefürJuli. Der Reichswirtschaftsminister hat angeordnet, dah die Importeure für den Monat Juli den Höchstbetrag ihrer allgemeinen Genehmigungen nur bis zur Höhe von 50 Prozent in Anspruch nehmen dürfen.
* Freier Handel mit z e r t i f i k i e r t e n Auslandbonds. Der Reichswirtschaftsminister hat angeordnet, daß mit Wirkung vom 24. Juni der Handel mit deutschen Auslandbonds, die mit der De chnnigung einer deutschen Effektengirobank über die Handelbarkeit versehen sind, ohne die nach der Devisenordnung vorgeschriebene Genehmigung zulässig ist. Die Versendung deutscher Bonds nach dem Auslande bleibt genehmigungsbedürftig.
* Adlerwerke vorm. Heinr. Kleyer- 21®., Frankfurt a. M. In der Aussichtsratssitzung der Adlerwerke wurden der Geschäftsbericht und der Abschluß für das Jahr 1931 vorgelegt. Hnter Einschluß des vorjährigen Gewinnvortrages schließt das Geschäftsjahr 1931 bei 1,25 Mill. Mk. Abschreibungen auf Anlagen und Aufrechterhaltung der stillen Reserven mit einem Verlust von 1,75 Mill. Mk. ab (i. D. wurde der nach Abschreibungen und Zuweisung an den Reservefonds verbleibende Reingewinn von 124 885 Mk. vorgetragen). Schulden werden mit 8,95 (9,58) Mill. Mk.. Guthaben mit 3,75 (5,05) Mill. Mk. ausgewiesen. Die Liquidität war im vorigen Jahre um 675000 Mark besser. Dieser Betrag ist neu investiert. Der Hmsah betrug 38,5 (58,0) Mill. Mk. Der Absatz in Automobilen, Schreibmaschinen und Fahrrädern ist unter Berücksichtigung der Gesamtlage zufriedenstellend. Gute Rachfrage besteht nach den neuen 1,5-Liter-Typen, die sich infolge niedrigen Anschaffungspreises und billiger Hnterhaltungs- kosten großer Beliebtheit im In- und Ausland erfreuen. Es liege ein guter Auftragsbestand vor. Die Gesamtbelegschaft beträgt etwa 3000 Mann. Die wöchentliche Arbeitszeit liegt zwischen 40 und 48 Stunden.
* Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft, Darmstadt. Die Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft, Darmstadt, erzielte im Geschäftsjahr 1931 Detriebsüberschüsse von 3,18 (2,86) Mill. Mk., Erträgnisse aus Beteiligungen und Erlöse aus Wertpapieren von 0,32 (0,24) Mill. Mk. Rach Zuweisung von 2,15 (1,32) Mill. Mark an die Erneuerungsfonds, Abschreibung von 0,30 (—), nach Abzug der Abgaben von 0,21 (0,30), Heberweisung von 0,30 (—) auf das Rück- stellungskonto und nach Absetzung der Zinslasten von 0,45 Mill. Mk. verbleibt ein Reingewinn von 155 331 Mk., der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. (Im Vorjahr wurden aus dem Rein
gewinn von 1 526 606 Mk. 7 v. H. Dividende verteilt und 70 606 Mk. vorgetragen.)
Frankfurter Abendbörse behauptet.
An der Abenbörse stand die Frage der Abwertung der privaten Auslandschulden im Mittelpunkt der Erörterungen, über deren Auswirkungen man recht geteilter Meinung ist. Die Spekulation bekundete eher Deckungsnachfrage, so daß die Kurse, besonders der Spezialpapiere wie IG. Farben um 0,50 Prozent anzogen. Infolge der immer noch herrschenden Zurückhaltung kam die Geschäftstätigkeit nur schleppend in Gang. Stahlverein und Hapag eröffneten gut behauptet.
Am Rentenmarkt herrscht st arte Zurückhaltung, da man über die kommenden Zins- maßnahmen noch durchaus im Unklaren ist. Goldpfandbriefe wurden unverändert genannt, Dollarbonds blieben von den Zinsdiskussionen noch völlig unbeeinflußt. Im Verlauf trat etwas größeres Interesse für Montanwerte in Erscheinung, von denen in erster Linie Rheinstahl und Stahloerein Aktien um 0,50 Prozent gewinnen konnten. Goldpfandbriefe standen noch immer etwas unter Druck, da vom Mittagsverkehr Restaufträge zur Ausführung gelangten.
Neubesitzanleihe 3.40, Altbesitzanleihe 37,13, Reichsbank 123,25, Gelsenkirchen 32,75, Aschersleben 81,50, Westeregeln 90,50, Phönix 15,75, Stahlverein 14 bis 14,25, Rheinstahl 39, Aku 31,50 Brief, Scheideanstalt 130,50, IG. Farben 88,75 bis 90,25, Gesfürel 50,50, Holzmann 31,25, Rüt- gerswerke 31,50, Hapag 10,39, Lloyd 11,2-5.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
h. Tß. in G. 1. Nach der Hessischen Landgemeindeordnung dürfen Gemeinderatsmitglieder weder in gerader Linie verwandt oder verschwägert, noch im zweiten Grad der Seitenlinie miteinander verschwägert fein. — 2. Sind aber derart Verwandte oder Verschwägerte doch zu Gemeinderatsmitgliedern gewählt worden, so schließt der früher Gewählte den später Gewählten aus. Bei gleichzeitiger Wahl und gleicher Stimmenzahl gilt der ältere, im übrigen der als gewählt, der die meisten Stimmen erhalten hat — 3. Der Verwandtschafts- und Schwägerschaftsbegriff des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt auch für eine ganze Anzahl anderer Gesetze sowohl des Reichs als auch der Länder. — 4« In gerader Linie sind Personen verwandt, die voneinander abstammen. Personen, die nicht in gerader Linie verwandt sind, aber von derselben dritten Person abstammen, sind in der Seitenlinie verwandt. Der Grad der Verwandtschaft bestimmt sich nach der Zahl der sie vermittelnden Geburten. Ein uneheliches Kind und dessen Erzeuger gelten nicht als verwandt. — 5. Die Verwandten eines Ehegatten sind mit dem anderen Ehegatten verschwägert. Die Linie und der Grad der Schwäger- schaft bestimmen sich nach der Linie und dem Grade der sie vermittelnden Verwandtschaft. Die Schwäger- schäft dauert auch nach Auflösung der sie begründenden Ehe fort. — Sollten Sie weitere Auskunft wünschen, so bitten wir um genauere Schilderung der Sachlage, falls obige Angaben nicht ausreichen.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v.H, Lombardzinsfuß 6 v. H
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Oberhesjen Provinz-Anleihe ml! Auslos.-Rcchleu......
Deutsche Komm. Sammclabl.
Anleihe Serie 1 . .....
8% Hi,p.-Bank Goldpse
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7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar vis 1936 Serie 16 .
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4’/2% Rheinische Hhp.-Bank.Liau Goldpse...........
8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19......
7% Pr. Landcopsaudbriesanstalt, Pfandbriefe R. 10
<% Oeslerrelchilche Goldrente . . 4,20% Oeslerrelchilche Silberrentc 4% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrenle v. 1910 bescil von 1913.....
eiten & Guilleaume.... 6% esellschast für Elektrische Unternehmungen .... 9 hetnische Elektrizität .... 9 chuckert & Co...... n
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Zellstvss Waldhof.....12
Zellstoff Aschaffenburg ... 6
Dessauer Gas........9
Daimler Motoren......0
Deutsche Linoleum ..... 6
Orenstein & Koppel ..... 0
Leonhard Tietz ....... 8
Evenska.........16
Chade............
Frankfurter Maschinen . . . . 0
Gritzner..........0
Moinkraftwerke Höchst a.TL. . 6
Süddeutscher Zucker .... 10
Berlin, 23. Juni
Geld
Brief
Amerikanische Noten.......
Belgische Noten .........
Dänische Noten .........
Englische Noten.........
Französische Noten........
Holländische Noten........
Italienische Noten........
Norwegische Noten........
Deutsch-Oesterreich, 1 100 Schilling Rumänische Noten........
Schwedische Noten........ Schweizer Noten.........
Spanische Noten.........
Ungarische Noten ........
4,20 58,38 82,83 15,19
16,51 169,86
21,54 74,85
2,49 77,94 81,75 34,53
4,22 58,62 83,17
15,25
16,57
170,54
21 ,62
75,15
2,51
78,26 82,07
34,67


