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Sonntag für Lang-Gons. Trftmals fand hier ein Gerate-Mannfchaftskampf statt. Nahezu 600 Zu-
Lang-Göns - Friedberg - Vutzbach
Ein Mannschastskampf im (Geräteturnen.
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würdigen 6oM hie Dedeutung w L rege «JJ an. Es wurde Sommers einen Metternich & Verwendung und rXÄfe des Arregerver
Marburg durch zwei Strafstöße, deren einer direkt, der andere iin 'Nachschuh verwandelt wurde, zu zwei Führungstreffern. Gegen Ende der ersten Halbzeit kamen die Marburger mehr auf, erzielten aber nichts Zählbares, ebenso, wie auch die Grün-Weihen trotz aller Anstrengungen erfolglos blieben. Die zweite Halbzeit sah zu Beginn die VfDer wiederum sehr aktiv, aber zu einem richtigen Torschuh kam der Sturm nicht. Jetzt machte sich auch eine größere Tleberlegenheit der Plahbesitzcr bemerkbar, die ihren Ausdruck in zwei weiteren, vom Rechtsaußen erzielten Toren fand. Erst als Henrichs in den Sturm ging, kam mehr Druck in die Angriffe und DfD. konnte dann auch durch Feuster den Ehrentreffer erzielen.
Gießener Eisverein sü-west-eutscher Eisschießmeister.
Die Eisschießmeisterschasten des füdwestdeutschen Eislaufoerbandes fanden, wie wir gestern bereits kurz berichteten, bei strahlendem Sonnenschein auf der Brunhildeseisbahn auf dem Feldbcrg statt und hatten viele Zuschauer angelockt, die mit Interesse die spannenden Kämpfe verfolgten. Der Gießener Eisverein, vertreten durch Schonebohm, Mül- ler-Leutert, Clarl und Mohr, konnte seine Gegner, den vorjährigen Meister TEV. Kronberg, Verein der Eisschießfrcunde Kronberg, Tennisklub 1914 Frankfurt und Sportklub F'orsthausstraße Frankfurt, sicher schlagen und wurde mit der guten Note 2,856 Sudwestdeutscher Eisschießmeister vor LEV. Kronberg mit Note 1,432. Der Erfolg ist um so höher zu werten, als die Gießener erst seit vorigem Winter mit dem Eisschießen begonnen haben und alle Gegner durchweg schon viel länger spielten. Müller-Leutcrt konnte beim Einzelschießen Dritter werden. Den Abschluß der Meisterschaften bildete ein Eishockeyspiel zwischen Eisverein Gießen und Tennisklub 1914 Frankfurt, das die Frankfurter 6 1
stattete, nahm bis zum letzten Augenblick einen spannenden Verlauf. Die Mannschofts-Freiübung sah Lana-Göns mit 28 Punkten in Führung, Friedberg 27, Butzbach 24% Punkte. Das nächste Gerät, der Barren, brachte Friedberg einen Punkt Dorsprung vor Lang-Göns. Der Kampf stand 144j (Butzbach), 17U (Friedberg), 170j (Lang- Göns), als die Turner zu ihren Kürübungen am Seitpferd antraten. Hier war die heimische Mann- schäft den Gasten ganz merklich überlegen. Lang- Gons führte nun mit einem Borsprung von 12$ Punkten. Am Neck ließ es sich aber von den Gewinn- Punkten zunächst wieder einige nehmen, so daß der Voriprung der Lang-Gönser vor Friedberg nach der dritten Reckrunde nur noch 5 Punkte betrug. Von der vierten Runde an aber fiel Friedberg stark ab. Lang-Göns vergrößerte seinen Vorsprung ganz merklich, besonders durch die glänzende Uebung von Wilh. Dreier, der mit 29 Punkten die beste Wertung des Tages erhielt. Mit 457$ Punkten wurde Lang-Göns, das unstreitig über die ausgeglichenste Mannschaft verfügte, verdient Sieger vor Friedberg (439 P.) und Butzbach (404 P.). Die besten Einzelturner des Kampfes waren: 1. Wilhelm Drei e r (Lang-Göns); 2. Hrch. Dechent (Fried- berg), 83 93.; 3. Richard Dreier (Lang-Göns), 76$ P.; 4. Robert Urff (Butzbach) 71 Punkte.
Unter lebhaftem Beifall nahm der Leiter des Kampfes, Gauoberturnwart Will, dis Siegeroer- kündigung vor. Mit anerkennenden Worten über- reichte er dem Führer der siegreichen Lang-Gönser Mannschaft, Bezirksturnwart W. Lang, den schlichten Siegespreis und die von Bürgermeister Rompf gestiftete Plakette.
Daten für Mittwoch, 24. Februar.
..^"^'oufgang 7.25 41hr, Sonnenuntergang 17.a3 Uhr. — Mondaufgang 21.35 Tlhr, Mond- untergang 8.05 Tlhr.
1786: der Altertumsforscher Wilhelm Grimm in Hanau geboren.
dieses Jahres wurde er sich über seine Entdeckung ganz klar und schrieb am 1. Januar 1888 an seine Resultate sind deutlichere und wichtigere als ich vor einem halben Jahre ir- gend zu hoffen gewagt hätte. Aber jetzt bin ich 2 rFt Stimmung, die immer eintritt, wenn eine la 1 zu Ende ist; ich muß mir mit dem Verstände vorrechnen, daß die Sache der Mühe lst denn in meinem Gefühl ist sie so schal, alltäglich gleichgültig, selbstverständlich gewor- den, daß ich am liebsten gar nicht davon redete." W'e er seinem Lehrer Helmholtz am 21. Januar 1888 mitteilt, ist ihm der sichere Rachweis der Wellen und die genauen Bestimmungen ihrer Ge- lchwindigkeit gelungen. In den nächsten Monaten berichtet er Helmholtz über weitere Fortschritte bet seinen Arbeiten und im Rovember des Jahres über Untersuchungen, durch die die Derbin- dung zwischen Licht und Elektrizität endgültig fest- geleg^ wurde. Die außerordentliche Tragweite die- fer Entdeckungen wird von den Fachleuten so- gleich erkannt, und die ersten Zeichen des jungen Ruhmes stellen sich ein. Hertz schreibt dar- über am 10. Februar 1889 an seine Eltern: .Ihr seht, bei uns geht's schnell weiter, wir müssen- uns einigermaßen an eine größere Korrespondenz gewöhnen, und der Bescheidenheit werden biswei- len Zumutungen gestellt. Hoffentlich gelingt es. dieselbe doch zu wahren. Liebrigens ist natürlich meine letzte Arbeit nur dasjenige, was der Welt in die Augen springt. In Wahrheit ist sie in den früheren enthalten, und das Verdienst Be- nanö mefcr tn dem Aufftnden der ersten Spur Jetzt sind leider doch auf einige Zeit meine Kräfte labmgelegt die nächste Zukunft nimmt mich zu f 2lrdpruch. Aeberhaupt denke ich, was ich vielleicht leisten könnte, wenn ich an nichts andere« als an die Arbeit zu denken hätte da es mir vorkommt, als ob ich im Grunde doch nur einzelne Tage oder vielleicht Wochen zwischen- durch arbeite und bann wieder Monate die eigent- anrühre. Aber dann denke ich auch, daß wiederum die äußere Unruhe merkwür- b ?rJ^K,9vftör^^lc xä> 'N diesen Sachen den entscheidenden Schritt gerade nach der Geburt un- seres Kindes getan habe, wo noch Tlnruhe genug zu Hause und im Kopfe war." Hertz hat sich sei- nes Ruhmes nicht lange erfreuen dürfen. Er starb am 1 Januar 1894, nachdem er noch eine grund- legende Darstellung der Mechanik von feinem neuen Standpunkt aus gegeben. In den nach ihm
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Ein turnerischer Großtag war der vergangen Sonntaa für Lang-Göns. Erstmals fand hier ein Gerate-Mannschaftskampf statt. Nahezu 600 Zu- ictjauer füllten am Nachmittag die Turnhalle und nahmen begeisterten Anteil an dem Ablauf der turnerischen Geschehnisse. Daß der Turnverein dem Mannschaftstreffen noch ein wirkungsvolles Roh. menprogramm beigegeben hatte, gab dem eindrucks- voll verlaufenen Nachmittag über den reinen Wett- fampf hinaus den Charakter einer Werbeveranstal- tung für deutsches Turnen und Volkstum.
Nach einem Marsch des Orchestervereins entbot der 1. Vorsitzende, Turner Karl Müller, den Gasten herzlichen Willkomm und bezeichnete trefsend den Zweck der Mannschaftskämpfe. Bürger- melster Rompf grüßte für die Gemeinde und stift tete unter lebhaftem Beifall einen kunstvollen Won- berpreis für den Mannschaftskampf. Gauober- turnwart Will (Gießen), der umsichtige Leiter des Kampfes, sagte herzliche Worte des Dankes für gast- u?e Aufnahme und freundliche Begrüßung. Rhyth- mische Uebungen der Turnerinnen des Tv. Lang- Göns SU dem von der Gesangsriege vorgetragenen Chor „Die Loreley" fanden lebhaften Anklang; sie eiteten über zu dem Einmarsch der Kampfmann, schasten und dem Mannschaftskampf.
, 5?^ an &ie aU5 ie 6 aktiven Turnern bestehenden Mannschaften von T. u. Sp. B u tz b a ch, Tgm F r i e d b e r g und Tv. L a n g - G ö n s. Ge- wrnt wurde von jedem Teilnehmer an Barren, toeitpferb unb Reck; bazu kam für jeben Verein noch eine Mannschafts-Freiübuna. Jeder der drei Kampf- richter (Bezirksturnwart Bastian- Alsfeld, Be- zirksturnwart Karl R e u te r - Gießen, Oberturn- wart Leib-Krofdorf) konnte bis zu 10 Punkten werten, Jo daß theoretisch 570 Punkte von einer Mannschaft zu erreichen waren.
3 wie Zinnober.
Don Hans jRiebdu.
$a$ Telephon läutet. Emil nimmt den Hörer und meldet sich.
bis morgen
$a5cn. müssen wir Ihnen leider den Anschluß sperren , sagt jemand.
„Gewiß" murmelt En«l, „natürlich." Tlnd hüngt Jin lich den vierten Magenbittern
"?.un olso auch das Telephon..."
In diesem Qhigenbüd läutet es zum zweiten fhnf?» mi^&cn 5örer nimmt, trinkt er fünften Magenbittern.
meldet sich eine Stimme. xÄ^NdunS von Regierungsrat Rartschorek emp- fommen?^ ' Äfontn 6ie sofort zu uns
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6mU Ixr,6nri»?" die
2lpAr7t/'^^"' fQflt ®miI’ selbst bin am !ä&rt Stimme fort, „aus dem ^ar/ntJr^rUnf^e8x^rD^U?iften finb elstausend 7^.nrk gestohlen worden. Gestern mittag. Der Re- ^orek hat Sie als Privatdetektiv
Un,er (Bureau b°-
tag g* "A
. spater steht er vor dem Haufe Hohe°Allee24 Eine Frau schrubbt den Düraer- ? ®mi[ und zieht das^>e- ftcht in kriminalistische Falten.
Stock", sagt die Frau und hört mit L •*»- '-m-n 41 lize?^°^ ' nidt ®mi1, komme von derPo- sagt die Frau, das ist doch niemand nnoers als der Lürih gewesen “
„Was?" fragt Emil. „Wer?"
geklaut hat", lacht die Frau, vat schon mehr auf dem Kerbholz. HerrJn^ spektor. Dem braucht man bloß in die Augen zu guefen. Unb seit gestern riecht er nach Kognak und sonst iMEr nach Fusel, zehn Pfennig das Glas
-2 C?.cnn. bas nicht der Lüritz gewesen ist' will ich Himalaja heißen."
Der Kampsverlauf.
Q.?*» ^ampf, ber sich schon zu Beginn zu einem jöweifampf zwischen Friebberg unb Lang-Göns ge- k^- "^^-0n güt'', nickt Emil unb steigt bie Treppen 6S'iftek,$rältifLC?2..6e.If &«tnMinatihn „Dies ist ber Schreibtisch", sagt er. „bad Schloß ist aufgebrochen worben." u
X,. o ..: xl n.1' g. izu Dem bas nicht Lüritz gewesen ist, will k? Hunalaia heißen. Haben Sie vielleicht einen Angestellten, der Lüritz heißt?"
H^nkurist ist sehr blaß geworden. „Aller- 6-lk8dn/J(u^tcr£ cr* «unser Bureaudiener heißt W- s-'S' s Sie -? Wie ist eS rnög-
lich. daß Sie — ? u
^lektiv oder bin ich keiner?" fragt ßVÄV?’11 “ f°rt: -Dringen Sie mft ^£>n??xt'£ ^ls er Grnils kriminalistischen nn!16^’ Än0t er an zu zittern.
„JÄIfD gestehen Sie schon", sagt Emil. ..Wenn S^sofort gestehen, sieht Ihr Ches vielleicht von faIan?C19etQ&' Gestehen Sie nicht, lasse rch Sie sofort verhaften."
zu schwanken. Dann bricht er zusammen. Unb bann gesteht er
bekommt fünfhundert Mark Honorar, be- fpr^LichP^b^Ä"^ un°d^u,^dL gierungsrat Rartschorek an.
'.Mein Rame ist Emil", sagt er, „(3—null Sie ^rma Self & Co. als Privat- detektrv empfohlen. Darf ich fragen, wie —"
„Ein kleiner Hörfehler", unterbricht Reaie- Rartschorek, „Iw habe ber Ä ©elf & Co die Detektei Zemil — Z wie Zinnober empfohlen. Hoffentlich haben Sie keine befon- beren Unannehmlichkeiten baburch gehabt?" , "em sagt Emil, „ich habe weiter keine besonberen Unannehmlichkeiten baburch gehabt."
Heinrich Hertz und seine Dellen.
r fo srüb verstorbene große Physiker, Hessen Geburtstag sich am 22. Februar & ^,n QlC ist bet Snlhtder btt braht- u.„ toenn wir seiner gebenken müssen wir ihm bafür dankbar sein, bah er eine neue Raturkraft in den Dienst der Menschheit stellte und N)ch't nur bie drahtlose Telegraphie ^Ä.r-Ä k^nie, sondern auch den Rundfunk er- möglicht hat. Gegen Ende des Jahres 1887 war « bei feinen Versuchen mit elektrischen Schwindungen an gespannten Drähten den Wellet a!f b rtki?U\Kt°n?^11' über er konnte ihre Geschwindigkeit noch nicht messen. Erst zu Wei^chtm
Oer ^Romon eines Loses.
Die aufregende und tragikomische Geschichte mn?Mf?3tC^Ce®^toinnc8' ^e den Stoff zu einem Vottsstuck oder einer Operette geben könnte, wird aus bet jetzt rumänischen Stadt Arad berichtet, senkte seiner Braut ein St* Ca 216er bie Verlobung ging nach eini- ger Zeit zurück, das Paar trennte sich in Unfrieden, und das Los wurde vergessen. Da laS junge Mann eines Tages in der Zeitung, baß das Los, das er der einstigen Angebeteten ge- Mnkt, den ersten Gewinn von einer Mittion Lei gewonnen habe. In höchster Aufregung stürzte in eine Droschke unb fuhr nach der Wohnung der Ex-Braut, die auf dem Lande lebte. Hier er- suyr er daß sie in drei Tagen heiraten wolle und nach der Stadt Raghvarad gefahren sei. um sich die Aussteuer zu besorgen. Der Jüng- mg setzte ihr sofort nach, holte sie und ihren künftigen Gatten, seinen Rachfolger, auf dem Wege ein, brachte den Lastkraftwagen, auf dem He fuhren, zum Halten unb erklärte bem Oltäb- $cn' batte sich verpflichtet, alle während der Brautzeit gemachten Geschenke zurückzugeben, sie $ a Q^ßr bad ßotterictoä behalten, unb er müsse uuch dieses bekommen, da es sein Eigentum fei. Die Ahnungslose willigte ein, aber als sie ihr Heim erreichte und las, daß das Los den Hauptgewinn erhalten hatte, telegraphierte sie an bie ■^anf unb verbot als Besitzerin des Loses die bes Gelbes. Dann stürmte sie zu bem Gerichtsbeamten unb verklagte den jungen Mann, toeil er ihr das Los unter Vorspiegelung falscher Tatsachen entwendet habe. Das Los selbst wurde bei Gericht nledergeleat. Bei ber Derhanblung riet ber Richter ben beiben, sich doch auf güt- 11(^1" OBege zu einigen, denn wenn sie den Prozeß durch alle Instanzen durchsetzen wollten, bann wurde bie ganze gewonnene Summe drauf- gehen. Rach vielem Hin und Her kamen der Jüngling unb das Mäbchen überein, sich jeder dn« sc8 $rcifcß »u begnügen, und
das Gericht wurde nun aufgefordert, das LoS ^suckzugeben. Aber zur Verzweiflung aller De- teiligten fand sich dieses nirgends, und auf Rach- frage bei der Bank ergab sich die entsetzliche Tatsache, daß em Unbekannter bad Los vor einigen Tagen vorgezelgt unb mit der Million Lei ba- vongezogen war.
(2:1; 2K); 2:0) gewannen. Der Sieg in dieser Höhe war nicht verdient, da Gießen im Feldspiel ziemlich ebenbürtig mar. Lediglich vor dem Tor haberle es an dem nötigen Schußoermögen.
Tisch-Tennis her Sp.-Vg. 1900.
Die inzwischen stark angewachsene Tischtennis- Abteilung der Spielvereinigung 1900 gibt heute Mittwoch abend erstmalig ihrer zweiten Mannschaft Gelegenheit zu wettkämpferischer Betätigung. Geg- ner und Gast ist die Tischtennis-Abteilung bes Nach- richtenzuges im hiesigen Bataillon, die damit auch ihr erstes Turnier austrägt. Die Soldaten verfügen über einige talentierte Kräfte unb dürften in der Lage sein, sich mit diesen ein kleines Uebergewicht zu verschaffen. Es kommen 10 Einzel- und 5 Doppel- Ipiele zum Austrag.
Tisch-Tennis.
ATL. Gießen schlägt Sport-Verein Wetzlar 14:4.
Rachbem ber Akademische Tischtennis-Club seine beiden ersten Turniere gegen DfL. Wetzlar gewonnen hatte, sah man mit besonderer Spannung bem Wettkampf gegen den bisher ungc- schlagenen Sport-Verein.Wetzlar entgegen. Das Turnier fanb am Sonntag im Studentenheim statt. Der ATC. konnte einen überzeugenden Sieg verzeichnen.
Rachstehend bie Ergebnisse (Wetzlar ist jeweils zuerst genannt):
Herren-Ginzel: Zambebri — Wang3?l; Vroomen — Meier 3:0; Wohlgemuth — Meyer 1:3; Hertstein — Betz 0:3; Zerndt — Dr. Adler 1:3; Gaul — Althaus 1:3; Eichenauer — Kraft 0:3; Benner — Becker 1:3; Fischer, E. — Duill 1:3; Fischer, R. — Wu 0:3.
Herren-Doppel: Zambebri/Vroomen — Wang/Meier 3:0; Wohlgemuth/Gaul — Dr. Adler Tetz 2:3; Zernbt/Hertstein — Krast/Meher 2:3; Fischer/Denner — Althaus Duill 1:3; Wil- ler/Eichenauer — Becker/Wu 1:3.
Damen-Einzel: Denner — Kabel 3:1. Zerndt — Kabel 0:3.
Gemischtes Doppel: Benner/Zambedri — Kabel/Dang 2:3.
Oberheffen.
Landkreis Gietzen.
+ Klein- Linden, 22. Febr. Die hiesig« Baugenossenschaft hielt dieser Tage ihre Generalversammlung ab. Zum Zwecke der Anerkennung ber Gemeinnützigkeit ber Genossenschaft mußte ber Geschäftsanteil auf 300 Mk. erhöht werben. Mit bem gleichen Betrage haben die Mitglieder auch für die Verbindlichkeiten der Genossenschaft zu haften. Infolge ber ungünstigen Wirtschaftsverhältnisse konnte im vergangenen Jahre Reuwohnungen nicht geschaffen werden. Die vom Rechner vorgetragene Bilanz für 1931 wurde genehmigt und dem Gesamtvorstand Entlastung erteilt. Der Reingewinn betrug 280,14 Mk. Hiervon wurden satzungsgemäß 10 Prozent dem Reservefonds und 5 Prozent dem Geschäftsguthaben der Mitglieder zugeteilt. Der Bestand an Mitgliedern am 31. Dezember 1931 betrug 93. Das Geschäftsguthaben der Mitglieder belief sich Ende 1931 auf 15 354,69 Mk. Der Bericht über die gesetzliche Revision durch ben Verbandsrevisor brachte lobende Anerkennung für die mustergültige Geschäftsführung ber Verwaltung. In ben Aufsichtsrat würben gewählt: Reichsbahnsekretär Karl Klein, Vorsihenber; Weihbinber- meister Ludwig Biehmann. stellv. Vorsitzender; Deichsbahnarbeiter Wilhelm Mähler. Schriftführer; die Deichsbahnarbeiter Friedrich SungV., Wilhelm Adolph iMd-Reich^bahn- lokomotivführer Walter Müller, Beisitzer. In den Vorstand wurden gewählt: Reichsbahnobersekretär August L u h, Vorsitzender; BerwaltungS- sekretär Wilhelm Rinn, Kassierer; Deichsbahnsekretär Heinrich Luh, Schriftführer unb stellv. Vorsihenber.
-o- Großen - Linben. 22. Febr. Don der Lanbwirtschaftsamts-Außenstelle Butzbach würbe hier em D ortragsabenb veranstaltet. Land- wirtschastsassessor Dr. Schmitt sprach über zweckmäßige Schweinemast im Hinblick auf bie Sorbertngcn bes Marktes, über Fütterungstech- nif ü-utterverinehruna bzw. Kartoffeleinsäuerung m der eigenen Wirtschaft unb gab jedem Teilnehmer eine kurze schriftliche Anleitung mit. Den 5Uee- unb Kleegrasbau behandelte Landwirt- schaftsrat Dr. Dienst unter bem Gesichtspunkt ber Senkung des Kraftfutterkontos bei gleichzeitiger Mehrerzeugung eiweißhaltiger Futterstoffe tn ber eignen Wirtschaft. Er gab Anleitung über den Dotklee- unb Luzerneanbau, über Vorfrucht, Düngung. Boben- unb Sortenfragen. Zum Schluß würbe ein lehrreicher Film von der großen Wan- berausstellung ber Deutschen LanbwirtschaftS- gesellschaft gezeigt.
'Watzenborn-Steinberg. 22. Febr. Der üC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg hielt dieser Tage seine Jahreshauptversammlung ab. Der Vorsitzende gab einen Begeht über das abgelaufene Dereinsjahr und fbraä) insbesondere ber 1. Fußbattmannschaft Dank und Anerkennung dafür aus. daß sie durch chre guten Leistungen unb ben stets bewiesenen Etter bie Meisterschaft ber Gauklasse ä erringen konnte. Der vom Rechner erstattete Kassenbericht wies einen günstigen Staub ber finanziellen Ber- valtmsse des Vereins aus. Die Mitglieberzahl- hat sich erhöht. Im Jahre 1931 haben bie einzelnen Mannschaften eine rege Spieltätigkeit entfaltet. Die 1. Mannschaft bestritt 44 Spiele, gewann davon 32, verlor 7 unb beenbete 5 unentschieden. Das Torverhältnis lautet 186:44. Die 2. Mannschaft trug insgesamt 23 Spiele aus, gewann 11, verlor 9 unb spielte dreimal unent- schieben (Torverhältnis 40:44). Die Schülermannschaft gewann von 8 Spielen 4, verlor 1 unb spielte ebenfalls dreimal unentschieben. 15:3 lautete bas Torverhältnis. Der Verein kann mit ben Erfolgen seiner Mannschaften sehr zufrieden fein.
Lang-Göns, 22. Febr. Bei der R e u - Verpachtung ber Wald- unb Felb- 1 a g b unserer Oemeinbe gab Herr Rich. Kaiser von hier bas Höchstgebot für ben ganzen 3agb- bejirf mit 1400 Mk. ab. Seither wurden für bie 3agb runb 3100 Mk. gezahlt. Angesichts dieses großen Preisunterschiebcs würbe ber Zuschlag noch nicht erteilt.
-i- Grün berg, 22. Febr. Am Freitag hielt der hiesige O b ft - und Gartenbauverein nn „Hotel Hirsch" seine Hauptversammlung ab.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
„Olympia" Lorch verliert!
Man hätte es nicht erwartet: „Olympia" Lorch verlor! Knapp zwar, aber durchaus nicht unverdient Diese Tatsache ist um so erstaunlicher, als die Gäste mit kompletter Mannschaft erschienen. Wenn man bedenkt, daß „Olympia" Lorch in den Meisterschaftsspielen ständig Gelegenheit hatte, gegen Masnschasten zu spielen, die uns erstklassig erscheinen, dann läßt sich nur sagen, daß cs ein erfreuliches Zeichen für die Blauweihen ist, sich gegen einen solchen Gegner behaupten zu können. Die Formverbesserung der Blauweißen steht außer Zweifel. Die Gäste waren technisch vorzüglich durchgebildet, kombinierten viel (bis in das Tor), waren schnell, ohne eigentlich wuchtig zu fein, in ber Ballbehandlung sicher, aber vor dem Tore nicht von der Entschlußkraft, wie man es bei dieser Mannschaft erwartet hatte. Die Läuferreihe war ausgezeichnet. Die Verteidigung schlagsicher, der Sturm aber nur in wenigen Situationen wirklich gefährlich. Die Mannschaft machte einen über« spielten Eindruck. Bei den 1900ern waren sie alle mehr ober weniger gut auf dem Posten. Zeiler schaffte unermüdlich in der Verteidigung, Schmidt im Tor sicherer wie sein Gegenüber, Lippert tarn mcht ganz an feine bisherige Form heran, Schmidt K. auch nicht, Wilhelmi etwas matt, in der Läufer- rci^e gefiel der Techniker Glitsch. Man sah viel offenes Feldspiel und viel Kombination, manche Chance wurde ausgelassen.
Es bleibt über den Spielverlauf nicht mehr viel zu sagen. In her 1. Minute gingen die Gäste bereits in Führung unb man glauote allgemein, daß ein hemmungsloser Run auf das 1900er Tor ein- setzen werde. Es kam anders. Die Gießener, anfänglich etwas überrascht, faßten sich bald. In der 9. Minute fiel der Ausgleich. Arnold benützte eine flünftige Gelegenheit. In der Folge wurde manche Chance ausgelassen. Mit 1:1 ging es in die Pause. Jiad) dem Wechsel veränderte sich an der Sachlage nicht viel. Erst in der 25. Minute verwandelte Lippert eine Flanke von links elegant und sicher mit einem Kopfball zum zweiten Tor, zum Siegestor, das die ganze Ausbeute ber zweiten Halbzeit dar- stellte. Die Gäste bemühten sich vergeblich um den Ausgleich, rafften sich jedoch nicht zu der Leistung auf, die ihn hätte erzwinaen können. Der Schieds- richter gab zu ernsteren Klagen keinen Anlaß.
Vor dem Treffen der Liga gegen Lorsch begegneten sich 1900s Ligareserve und Nauborns l.'Elf im Verbandsspiel. Den Blauweißen gelang es, den Meisterschaftsanwärter zu entthronen. Das Können des Gegners verriet nicht, daß die Hiesigen das Vor- spiel 7:1 verloren hatten. 1900 führte beim Seiten- wechsel 2:0, unb nur durch Leichtsinn des Torwarts verkürzte der Gast auf 2:1. Der Gegner war nach Der Pause überlegen, genau so, wie bie Einheimi- schcn in der ersten Spielhälfte.
Der Sportverein Bieber sagte 1900s vierte Elf furj Dor Beginn bes angesetzten Gesellschaftsspieles ab 2)ie 5.’mannfdiaft war in Daubringen zu Gast unb mußte sich dort einer aus Spielern ber ersten unb zweiten Elf kombinierten Mannschaft mit 3:1 (Halbzeit 2:1) beugen, nicht ohne heftigen Wiber- itanb geleistet zu haben.
VsB.-Gießen.
VfB. Liga — Germania Marburg Liga 1:4 (0:2).
QM) in Marburg mußten sich die VfDer eine Riebcrlage gefallen lassen, ünb zwar in dev gleichen Höhe wie beim Vorspiel. Der Sieg der Germanen ist nicht ganz verdient. Die VfDer waren int Feldspiel zumindest ebenbürtig, lediglich der Sturm versagte vollkommen. Die ®aft- geber nutzten dagegen jede Gelegenheit zum Tor- s^uß aus. Germania Marburg hatte seinen besten Mann im Mittelläufer Happ und feinen besten Mannschaftsteil im Sturm. Bei den Gießenern konnten besonders die beiden Außenläu- ■ fer gefallen.
_Das Spiel begann sehr vielversprechend für d'ie Gießener. Aeber eine Viertelstunde kamen die Germanen zu keiner Aktion. Die VfDer kamen immer wieder nach vorne, aber der Torhüter der Marburger hielt sein Heiligtum rein. Dann kam
Sewerbe^uni
pb. Duhbach. 2iussichtsratsvorsif fand gestern bie siaen Gewerbe bank statt. 2W nehmen, bah bei gegen 33 Äillioi Spareinlagen beti 631 000 Mark i. sich aus 857 000 7 Der Reingewinn Abschreibungen a Mark i.Tl Die ( Senkung von 33; (Persönliche Unkos Mark, Steuern 1 wurden durch Jeu chen. Dankkredit t nommen. Äünbigun vor. Die eigenen Mnbelsicher sind, s Die Gesamthastsur 602 000 Mark, biet 56 000 Mark. Ein schäftsguthaben bet 775 000 Mark. Der 1. Januar 506 m schließt ab mit 857: Verlustrechnung mi gewinn von 12 209,! teilt: 6609,60 Mat 1151 Mark Abschr Wo, 1321.73 Ma' 2100 Marl Znjchr 1021,23 Mari lot1 bisherige Aussicht
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