Wirtschaft
20 Öortlefoung
Nachdruck verdaten.
^Würde sie darauf reagieren?
Wieder lauschte er. Sekundenlang war nicht die
Don brennender Sehnsucht nach ihr überwältigt, sprang er auf und gab das alte Klopfzeichen.
„Ich bin überzeugt davon, daß im nächsten Iahre^ ihr Bild in der Illustrierten sein wird."
erwiderte Hans-Achim und schnell.
„Schon möglich", verabschiedete sich s
leiseste Bewegung über ihm wahrnehmbar Aber dann ein huschendes Hin und Her, ein behutsames Oeffnen und Schließen einer Tür.
HanS-Achim hätte jauchzen mögen vor Freude Er schaltete daS Licht ein, nahm seinen Hut und schlich sich ouS der Wohnung
Auf der Treppe holte er Helene ein. Obgleich es im Treppenhause dunkel war, erkannte er sie.
Schweigend verließen sie das Haus. Schweigend schlugen sie den Weg ein, den sie unzählige Male miteinander gemacht. Still und menschenleer war die Straße Aur dort, wo diese in einen Park endete, begegneten sie hin und wieder einem Liebespärchen.
Eine bedrückende Schwule lag in der Luft. 3m dunklen Blau des Himmels flackerten die Sterne, älnd im Buschwerk, das den Park umgab, spielte ein leiser Wind.
.Es wird Regen geben", sagte Hans-Achim.
Helene antwortete nicht. G6 schien, daß sie seine Bemerkung nicht gehört.
.Wollen wir uns hier auf eine Bank setzen. Lene?“
i eines Loses.
i tragikomische Geschichte B, die den Stoss zu einem perette aeben lonnk,tttrD »en Stadt Arad berichtet, henkte seiner Araut tw Verlobung gmg nach M M« Itmk 4 ■U
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Von Geld undMe
Vornan von Grete von Goß.
Copyright by Utartin Feuchtwanger, Halle
Gewerbe- und Landwirtschastsbanl in Buhbach.
® b a $ • 221 8^br. Unter Leitung des Aufstchtsratsvorsitzenden. Fabrikant Lou.s 3 o u tz. fand gestern die Generalversammlung der hiesigen Gewerbe - und Landwirtschaft»- b a n t statt. Aus dem Geschäftsbericht ist zu ent- nehmen, daß der Gesamtumsatz 25 Millionen gegen 33 Millionen im Vorjahre betrug. Die Spareinlagen betrugen 610 000 Mark, gegenüber 631 000 Mark i. B.. die Bilanzsumme belief sich auf 857 000 Mark, gegen 896 000 Mark i. B. Der Reingewinn beztsfert sich nach verschiedenen Abschreibungen auf 12 209 Mark, gegen 15 400 "lark i. D. Die Geschäftsunkosten erfuhren eine Senkung von 33 900 Mark auf 30 700 Mark. (Persönliche Unkosten 21 262 Mark, sachliche 6963 Mark, Steuern 2483 Mark.) Die Abhebungen wurden durch Reueinzahlungen wieder ausgeglichen. Bankkredit wurde nicht in Anspruch genommen. Kündigungen auf Sparkonto lagen nicht vor. Die eigenen Wertpapiere, die durchweg mündelsicher lind, sind mit 45 000 Mark eingesetzt. Die Gesamthastsumme der Mitglieder beträgt 602 000 Mark, die offenen Reserven stellen sich auf 56 000 Mark. Einschließlich 116 000 Mark De- schästsguthaben beträgt die Gesamtgarantiesumme 775 000 Mark. Der Mitgliederbestand betrug am 1 3anuar 506 mit 602 Anteilen. Die Bilanz schließt ab mit 857 120.45 Mark, die Gewinn- und Derlustrechnung mit 103 290 Mark. Der Rein- geminn von 12 209,56 Mark wird wie folgt ver- teilt: 6609.60 Mark = 6 Prozent Dividende. 1151 Mark Abschreibungen auf Einrichtung-- konto, 1327.73 Mark Zuschrift auf ReserfondS. 2100 Mark Zuschrift auf Spezialreservefonds. 1021,23 Mart Bortrag auf neue Rechnung. Der bisherige AufsichtSrat wurde wiedergewählt.
Frankfurt schwankend.
Frankfurt a. M., 23. Febr. Zu Beginn deS Efsektenfreiverkehrs von Bureau zu Bureau
Mutlos und traurig sah er dann zu Hause in seinem Zimmer.
3n dem Zimmer über ihm rührte sich nichts. Helene war wohl jetzt mit den Ihren im Wohnzimmer. Rach dem Abendessen suchte sie gewöhnlich erst ihr Zimmer auf. Er wartete darauf. Mit hinter den Kops verschränkten Händen lag er auf dem Rücken, starrte zur Zimmerdecke hinauf und wartete, daß Helene in ihr Zimmer kam.
Heute werde ich ihren Schritt zum letzten Male Heren, dachte er. zum letzten Male Lenes Rahe- sein spüren. Wenn ich von der Reise zurückkomme, wird sie nicht mehr hier sein. Wer weih, ob ich sie je im Leben Wiedersehen werde?
Bei diesem Gedanken überfiel ihn plötzlich eine unerträgliche Unruhe. Er sprang auf, lief in seinem Zimmer auf und nieder. Auf und nieder — auf und nieder.
Endlich ließ er sich erschöpft in einen Sessel fallen, barg fein Gesicht in die aufgestühten Hände und lauschte in die Stille hinein, die ihn umgab. Lange saß er so. Die Standuhr im Speisezimmer schlug zehn Uhr. Die dumpfen, lang nach- yallenden Schlage drangen bis zu ihm.
Bald nachdem sie verklungen, ging oben eine Tür. HanS-Achim hob das Gesicht aus den Händen, lauschte mit angehaltenem Atem. Kein Zweifel, Helene war soeben in ihr Zimmer getreten. Er hörte deutlich ihren leichten Schritt.
der im letzten Jahre verstorbenen Kameraden. Metzgermeister Fr. Schmitz und Metzgermeister Ehr. Wagner, wurde in der üblichen Weile geehrt. Der Dorsinende. Deterinärrat Dr. J u ch s erstattete den Jahresbericht Der MtglieDerftand »ft ziemlich unverändert geblieben; er beträgt ge- aenwärlig 97. Einige bedürftige ältere Mitglieder konnten vorn Verein bzw. von dem Hafsia- verband mit einer ansehnlichen Deihnachrsgabe bedacht eerberv Die Rechnung schloß mit einem kleinen Heberfchuß ab. il. a. beschäftigte man sich noch mit Der Gründung einer 3ugenvgruppe
Kreis Friedberg.
« K.rchgöns, 23 Sehr. Der Geflügel- "I^K<»ninch«nzüchterverein
a ö n 4 hielt dieser Tage feine 24. Deneralverfamm- lung ab. Der Ehrenvorsitzende Gerhard hieß die Mitglieder und Gäste willkommen und gab fobann den Geschäftsbericht bekannt. 8r bankte bor allem den Mitarbeitern, die zum Gelingen der 14. Lokal-Ausstellung beigetragen haben Die Svane. von Lehrer Müller geprüft, wurde in befler Ordnung befunden und dem Rechner Ent- laftung erteilt. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt. 3m Geschäftsjahr 1931 waren eine xrei4tagung, vier Mitgliederversammlungen unb zwei Dorstanbsfltzungen abgehalten worben, v dhrenvorfitzende kam im weiteren Verlauf Der Versammlung auf die große Bundes-AuS- "^lung 'n Leipzig zu sprechen und gab einen :Rudüld .Quf die dabei geleistete Arbeit. Ein Gast aus Butzbach forderte die Mitglieder auf. weiter- bin treu zur Sache zu stehen. 5m Anschluß daran fanD eine Verlosung guten Zuchtmaterials statt.
herrschte wieder stärkste Zurückhaltung, doch nannte man bie ersten Kurse nur wenig verändert, später charakterisierte sch die Tendenz aber meist als etwas schwächer. Rennens- werteS Geschäft kam dabei nicht zustande, und die Kurse dürsten in der Mehrzahl nur herunter- gesprochen worden sein, da es der Spekulation vollkommen an Anregungen fehlte Die Reu- Yorker Börse war geschlossen, und der heutige Reichstagsbeginn verursachte allgemeine Passivität. Die Bankensanierung wurde zwar lebhaft besprochen, doch müsse man erst die Auswirkungen abwarten. Rachdem gestern nachmittag einige Spezialwerte noch stärker anziehen konnten, bröckelten sie heute vormittag etwa um 1 bis 2 Prozent ab. Weiter sehr fest blieben Barmer Bankverein, die nur noch wenige Prozent unter Pari halten. Auch für Schiffayrtspapiere machte fich etwas 3nteresse bemerkbar, Hapag unb Rorbdeutscher Lloyd zogen je 1 Prozent an. Gegen Mittag wurde die Haltung allgemein etwas freundlicher. da kein größeres Angebot herauskam. Die Spekulation nahm einige Rückdeckungen vor, daneben wollte man auch kleine Meinungskäufe beobachtet haben. Besonders 3G.-Farbenindustrie und Reichsbank waren gefragt und etwa 1,5 Pro- »ent bzw. 3 Prozent höher Die übrigen Märkte verzeichneten nur leichte Kursbesserungen.
Der festverzinsliche Markt zeigte nach anfänglicher Vernachlässigung ebenfalls freundlichere Tendenz, auf den meisten Gebieten stellten sich 0.25- bis O.öprozentige Besserungen ein. Die älmfätze blieben jedoch auch hier eng begrenzt
2luch im weiteren Verlaufe blieb die Tendenz für Spezialwerte ausgesprochen f c ft, ohne daß jedoch ein Motiv hierfür angegeben wurde 3m Vordergründe deS 3nteresses blieben 3G -Farbenindustrie und Reichsbankanteile, die abermals je 3 Proz nt arzogen. Ausfallend vernachlässigt waren Elektrowerie, die die Aufwärtsbewegung nur zögernd mitmachten, lediglich Siemens waren besser beachtet. 3m Spätnachmittagsverkehr wurde die Lage wieder unsicher, die Kurse bröckelten etwas ab
Den Entwurf zum Ehekontrakt hatte der Kommerzienrat mitgebracht. Er war von ihm gemacht worden. Hans-Achim erfuhr nun erst, daß seine Braut ein sehr beträchtliches Vermögen in die Ehe bringen würde. Eine angenehme llebcr- raschungl Auch daS Bewußtsein, keine Schulden mehr zu haben, war angenehm beruhigend. Aber Freude empfand er weder über das eine noch übet das andere.
Rachdem die Lache beim Rotar erledigt war, bat Hans-Achim feine Braut, fich verabschieden ju dürfen.
„3a, geb nut", sagte sie. „Gs ist mir auch lieber, ich bin heute abend frei. Es gibt vor der Reise noch allerhand zu tun."
Als er sich von seinem Schwiegervater verabschiedete, sah dieser kopfschüttelnd von ihm aus Rose.
„3hr seid ein merkwürdige- Brautpaar! Rach einem solchen Tage läuft man doch nicht fo fang- und klanglos auseinander. Eben wollte ich euch zu einer Flasche Champagner einlaben."
„Verzeih. Pc^>a — ich bin müde."
Hans-Achim fühlte, daß er im Augenblick nichts Dümmere- hätte sagen können. Der Kommerzienrat lachte schallend.
„Run, dann geh schlafen, mein 3unge. Also morgen früh um acht Uhr ist Schadow mit dem Packard vor eurem Hause. Hoffentlich hast du bi» dahin ausgeschlafen."
Hans-Achim ging die Leipziger Straße in der Richtung Friedrichstraße hinaus. Es war einDier- fei nach sieben Uhr. Er dachte daran, daß Helene jetzt aus dem Geschäft kam, und hoffte ihr zu begegnen.
In der Rähe des Goldmannschen Geschäftes sprach ihn ein junges Mädchen an, das er früher zuweilen in Helenes Gesellschaft aefehen.
„Eie warten auf Fräulein Hchadow?"
Er bejahte.
„Da warten Eie vergebens. Seit einer Woche kommt Fräulein Schadow nicht mehr ins Geschäft. Eie geht doch zum Film. Wissen Eie das nicht?"
„Doch — ja, das weiß ich."
„Auch daß sie nach Hollywood geht?"
„Auch da- weiß ich."
„Ra ja, da hat sie so viel mit ihren Reisevorbereitungen zu tun. daß ihr keine Zeit für Gold- irann Löhne bleibt. — Die Lene ist beneidenS- trert", fügte sie hinzu und zeigte beim Lachen ihre weißen Zähne.
Aus dem Iah re-bericht des Vorsitzenden ging hervor, daß der Verein im abgelaufenen Jahre et"e rege Tätigkeit entfaltete Reben mehreren Vortragsabenden wurde auch praktische Arbeit ^mpsropfen und Schädlingsbekämpfung geleistet. Mit Befriedigung kann der Verein am ,^rt^6l°el“n^ne ObRaußftellung Im Herbst xu- ruckbllcken. D,e Rechnungsablage ergab einen fiel» nen Lleberfchuß. Oberforftmcifler i. R Schnei» anerkennenden Worten die Tä- rigkeit de« Vorstandes, dessen Wiederwahl ein- °Lt*^licbcn demnach Land- torrtschafts-Assessor Dr. Dächer als Vorsitzen, der. Kaufmann Schweißguth als Rechner; 2” Posten eines Schriftführer- übernahm an de« verzoaenen Landwirtschaf t»-Assessor» Sunt ^erus-fchullehrer Geng nagel. als ^^''ber blleben weiterhin Fabrikant Heinrich Schmidt III.. Fabrikant Gg. 21 l m e n din g er unb Frau Emma Robert. Hierauf sprach Obst- vauinspektor S n k l e r (Gießen, über .Welche Leh- rfnc ''Ä au« dem Obst- und Gemüsebau 1931 zu .Mebcn?" U. a. empfahl er beim Obstbau Belchrän- rang der Sortenauswahl. Pflanzung von anbau» würdigen Sorten, beim Gemüsebau wies er auf Die Bedeutung der KrankheitSbekämpsung hin. Sine rege Aussprache schloß fich an den Vortrag an. Es wurde noch beschlossen, im Lause de» ©ommer« einen Vortrag von Obstbauinspektor Metternich (Büdingen) zu hören, der über Verwendung und Derweriuna de» Obstes im «au«f)clt sprechen wird. - Am Samstagabend lm -Hessischen Hof" die Hauptversammlung des Krieg er verein» statt. Da» Andenken
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-oatzenborn-Stein- )e leine Iahreshauplder- prfiöenbe gab einen De- .oufene Derein-jahr tin6 i J* Juhballmannfchait Wt QUe. dah fit durch und den stets betolefentn bet Saunaffe A erringen '"erstattete stafsenbericht ianö der finanziellen 2er* °uS. Die Mgliederzadl ■ n^te 1831 haben die ein» tc rege Sj-lelMgleit ent» ft bestntt 44 Spiele, ge» 1 unÖ beendete 5 unenf* Itnii lautet 186:44. Die gesamt 23 Spiele auf, d fpielte dreimal untnt«
40:44). Die Wtt- & Lpieien 4, verlor 1 dreimal unentschieden.
Verhältnis. Der herein seiner Mannschaften sehr r.Febr. Bei der Qleu»
Wald» und Feld» e gab Herr M Kaiser ist für den ganzen W» >. Seither wurden für die gejagt. Angesichts dieses des wurde der Zuschlag
Febr. Am Freitag hielt > Gartenbauverein e Hauptversammlung ab.
Devisenmarkt Brrlin — Frankfurt a. HL
Banfnolcn
für dich, Han»
2!
tapfer! Warum muhte ich dieses
das mitteilen zu können, _ ____,
gefreut, ihm ihre Hilfe anbieten zu können.
.Siehst du. Hans-Achim. ich bin gar nicht tapfer! Ich hätte zu dir kommen und Dir sagen sollen: Hans-Achim. nun sind wir auS allen Rpten. Ich werde jetzt bald so viel verdienen,
„3a, setzen wir uns", sagte sie.
HanS-Achim führte sie zu einer Dank, die tief im Grünen versteckt war. Er begann zu sprechen.
3ch danke dir. Lene, daß du gekommen bist — daß du mir Gelegenheit gibst, dich noch einmal zu sehen."
Seine Stimme klang unfrei, und es war ein leises Beben in ihr.
Helene fühlte: er war stark erregt. 3ch muh ihm helfen, dachte sie, und sagte unbefangen:
»3ch bin gern gekommen, Achim. Denn es war auch mein Wunsch, dich noch einmal zu sehen, bevor mir auseinandergehen."
Sie wandte sich ihm ganz zu. Weih leuchtete ihr Gesicht aus der Dunkelheit.
Hans-Achim bemerkte erst jetzt, daß es schmal geworden war. Er faßte nach ihrer Hand.
„Lene, kannst du mir verzeihen, dah ich dir da» angetan habe? Herrgott, Lene, ich bin fo verzweifelt darüber, dah ich dich enttäuschen muhte! Dah durch meine Schuld eS dahin gekommen ist, daß wir für immer au-einandergehen müssen."
„Für immer?" wiederholte sie. .Wer weih das, Achim?"
Das ergriff ihn so mächtig, daß seine Augen preßte und stöhnte.
»Herrgott, Lene, du bist so kann ich nicht so fein? Warum Leid über un- bringen?!“
„3ft das Leid Denn fo groß Achim?" fragte sie leise.
Er lieh seine Hand, die die ihre umschlossen hielt, sinken und sah Helene mit hoffnungslosem Blick an.
-Lene, so groh — fo unsäglich groß!"
Wieder war das Zucken um ihren Mund, und ihre Finger schlossen sich fester um die seinen.
bab wir all deine Schulden bezahlen können. 2ber ich wagte eS nicht, weil ich fühlte, du gingest mit aus dem Wege. Unb groß bin ich nun schon gar nicht — ich muß dir daS gestehen, damit Du kein falsches Dill» von mir haft. Stundenlang habe ich in meinem Zimmer gesellen.
Relchsbankdlekont 7 o. fj. tomdardjinefuß »oh.
(Starte Zurückhaltung in Berlin.
Berlin, 24. Febr. lWTB. Funllpruch.) Aus Grund der Meldungen über die gestrige Reu- Yorker Börse, an der die Makler ihre Kundschaft Zur Vorsicht gemahnt hatten und Die auf einen schwächeren Ton gestimmt war. herrschte im heutigen Telephonverkchr, dem letzten vor der Börseneröffnung, sehr starke Zurückhaltung. Man hörte meist nur nominelle Kurse. Die teilweise noch unter Dem gestrigen Abendniveau lagen und die bekanntlich vom ReichSbankmarkt ausgehend, ein Abslauung erfahren hatten Hier verstimmte, daß die für gestern erwartete Divi- bendenentfcheidung eine Verzögerung erfährt, was die Mitläufer zu Realisationen veranlaßte. Ein weiteres Llnsicherheitsmoment blieb die Innere Politik, zumal die wenig erfreulichen Reichs- tagsdebatten die bestehenden Gegensätze in Erscheinung treten lallen. Richt zuletzt mahnte aber auch die morgige D ö r s e n e r ö f f n u n g zur Zurückhaltung. Der Börsenvorstand hat zwar versucht, örefutionen soweit wie möglich zu vermeiden. waS die Praxis aber bringen wird, bleibt abzuwarten. Vor allem könne ja die Kundschaft auch freiwillig zu Verkäufen greifen. Gerade für die nächsten Tage sei wiederum eine Reihe von Versteigerungen angesetzt, mit relativ großen Posten von Wertpapieren, wa» zumindest zu Bedenken Anlaß gebe.
Auch im heutigen Telephonverkehr kam fast auf allen Märkten Ware heraus, besonders die in der letzten Zeit gestiegenen Kurse gaben Anreiz zu Gewinnmitnahmen. Während Bankaktien im allaemeinen noch ziemlich widerstandsfähig lagen, büßten Reichsbankanteile etwa 2 Prozent ein. und Barmer Bankverein gaben um etwa 6 Prozent nach Schiffahrtswerte waren noch ziemlich freundlich. Kaliwerte waren um 2 bi» 3 Prozent abgeschwächt. Montanpapiere, auch Braunkohlenwerte. 2 bi» 4 Prozent schwacher. Für letztere verstimmte Wohl die Dividenden- reduktion bei Ilse. Ebenfalls enttäuschte Divi- dcndenhofsnungen sollten die schwache Veranlagung der Eharlottenburger Wasser-Aktien begründen, während die abbröckelndc Tendenz der Auslandwerte auf die Schwäche der Ausland- börsen zurückzusühren war.
Eine Weile sahen sie so in tiefem Schweigen.
Dann tagte Helene: „HanS-Achim. wenn ich das Scahnt hätte — vielleicht hätte ich dich doch davor cwahrcn können, diesen Schritt zu tun."
Unb dann erzählte sie ihm. tote sie zu ihrem Engagement gekommen und von den großen Einnahmen, die sie haben würde — und tote sie hend für Abend Darauf gehofft hatte, Achim teilen zu können, und wie sie sich darauf
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Groß und ernst blickte fie ihn an. Aber um ihren Mund war ein Zucken. Hans-Achim sah es Er sah auch, daß sie sich mühte, es festzuhalten, er ihre Hand an
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Frankfurt a. M., 24 Febr. Es wurden notiert Wetzen 256 bi» 257,50, Rogaen 227.50, Sommergerste (für Brauzweckei 185 bi» 187.50. Hafer (inl.) 152 bi» 160; Weizenmehl, füdd. Spez.0 mit Austauschweizen 38 btS 38.05. dasselbe, Son- dermahlung 36.25 bi» 37.20, Weizenmehl. Niederrhein.. mit Austauschweizen 38 bi» 38.70. dasselbe. Sondermahlung 36,25 bi» 36,95. Roggen- mehl 31,75 bi» 32.50, Weizenklete 9.25, Roggen- kleie 9.75 Mark. Tendenz befestigt______________
<Se»ümau»!iufl
5 Kl-sse «. Dreutztsch.e°t.bem,che (264. Prevtz) Ltaaf-ikonerie
Ohne DewLhr Nachdruck oerbvlen
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auf die Lese alelchee «untrer in den beiden
Abteilungen 1 und 11
12. Ziehungztag 22. gtbruar 1932
3n der heutigen VonniltaaLziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
2 •» SH in 300000 «. 71276
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22 »eelnnt 3000 M. 24502 32759 35268 68599 U8J27 157115 183567 252771 268872 363778
52 Otfi-Rt in<9000 ®L 65887 106438 117685
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268837
291309
326763
351949
389643
388352
138846 17H38H 247694 276048 299857
345070 351747
116713 160539 2244'-O
253831
284473
327255 351251 372942
148606
179628
249442
279486
305429
345239
353354
134306 170192 188093 241779 277598 299030 329157 353299 3 74OS.U 389757
118454 174107
232097 271823 295298 3403-30 351-38t
150140 202053
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283132 300187
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149705 152173 184228 —
"3912 322960 334067 334079 352125 357114
968559 374664 39-1706 399539
116901 152968
212587
253236 281951
326008 348841
365519
... ------ ------ ------ 374429
176 rir.nne io 500 14519 19968 34092 34918 36982 36994 40647 56876 56965 63329 63 ,42 69024 69868 70048 73826 76241 81506 83406 85222 87517 92212 99299 99960 109077 113744 1)6017 116793 126288 ------ ------ --------- *
3n der heutigen NachmiNaa»zithung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
10 »Winni in 10000 m. 61424 203879 229177 254975 334599
10 »wtrnii |u 5000 W. 50719 57718 89390 185525 320918
24 »wlnni iu 3000 ’m. 87213 105506 127270 198280 201370 236130 239170 247740 305269
352296 369241 398978
62 »Winni ,u 2000 W. 3632 15044 22260 30824 33015 54838 59282 101235 104760 106158 125827 126946 131391 137851 208694 219638 224907
250031 253978 257092 263427 302747 315541
330505 341296 375008
98 »Winni 1000 W 10018 31631 45440 47976 63330 64751 67283 73131 74014 90981 93785 101681 114162 125630 136470 144358 149095
153661 156013 159897 166852 170687 187943
203263 227078 228116 237135 239410 247679
248259 253445 272972 276710 278668 279121
288691 296682 303323 308700 317269 319445
360885 362408 373074 377283 378210 380350
383674 389209
122 »wtnnt iu 500 OT. 1677 9805 11566 12786 19887 23006 27011 29785 30293 33945 37097 69262 69338 70421 86452 89792 100141 105667 116746 121073 134430 140728 173936 188274 210157
212484 215312 225260 226807 231041 231171
256089 261991 262737 274029 277224 277313
286049 286528 293080 293487 297389 298313
312728 312777 319586 323876 325912 335586
336788 351151 353410 362776 363569 368513
366641 374444 381802 384221 388812 396342
Im Gewinnrade verblieben: 3 Prämien zu je 600)00, 2 Gewinne zu je 600000, 2 zu je 20ü0uo, 2 zu je 100000, 2 zu je 75000, 8 zu je 50000, 18 zu je 25000, 103 zu je 10000, 278 zu je 5000, Ü08 ju le 8000, 1714 zu je 2000, 3418 zu je 1000, tMU au ie 600, 16874 zu je 400 M.
um auf jeden Schritt, auf jede Bewegung von dir xu lauschen. Die Lippen habe ich mir wundgebissen in Sehnsucht nach dir —"
„Cent!"
Er ritz sie an sich, bedeckte ihr Gesicht mit heißen Küssen.
Helene nahm seine Küsse hin mit geschlossenen Lidern, unter denen sich Tränen lösten.
Langsam entwand sie sich ihm.
Es begann kühl zu werden. Hans-Achim bemerkte es nicht.
Helenes Hand zuckte in der feinen.
.Mich friert!" sagte Helene leise. .Laß unS heimgehen!"
Es kamen kühle, regnerische Tage, die nicht gerade günstig auf des Kommerzienrat» Stimmung wirkten. Er verwünschte im stillen den Aufenthalt an der See, der sich unerträglich langweilig anließ.
Das tägliche Zusammensein mit Ottilie Tönnies, von dem er fich so viel Freude versprochen, war sehr wenig erfrischend.
E» ärgerte ihn, daß Ottllie sich von jeglicher Zerstreuung scrnhielt, daß sie wäbrend der Kur- konzerte in ihrem Zimmer blieb, daß sie sich nicht einmal in den Gesellschaftsräumen de» Hotels zeigte.
Auch über Rose, die andauernd am Telephon hing, um mit den Berliner Firmen, denen sie Aufträge gegeben, zu verhandeln, ärgerte er sich.
lieber Hans-Achim, der eine so tief-emfte Miene zur Schau trug, als habe er vor, in ein Trommelfeuer zu gehen, statt in eine Ehe mit einer schönen Frau.
Sin Esel^war der gute Hans-Achim' Ein Esel war auch Friedrich Schadow, der auf feiner Kün- biaung bestand, obgleich ihm eine beträchtliche Lohnerhöhung zugesagt worden war. Rach einer Woche brachte er den Packard nach Berlin und kam Dann nicht wieder Der Kommerzienrat blieb ohne Auto zurück. Ein Zustand. Den er als äußerst peinlich empsanD.
Run konnte man nicht einmal mehr Ausfahrten unternehmen. Der Aufenthalt an der See mit Der Aussicht auf graue, gtollenDe Wellen wurde von Tag zu Tag unerträglicher.
.Lade dir einiae von deinen guten Freunden ein", sagte der Kommerzienrat eines Tage- zu Rose, .damit hier Leben in die Bude kommt! So, wie es jetzt ist. finde ich es unerträglich."
.GS ist der konzentrierte Stumpllinn!" gab Rose zu.
CHe rief 3na Stevenson telephonisch an und bat sie, möglichst sofort zu kommen und Frank Hasse mitzuoringen.
iFortsetzung folgt.)


