Ausgabe 
23.7.1932 Frühausgabe
 
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Ö.J.-fpori

Oeuischtan- - LlGA. 1:1.

von Lrannn gewinnt prenn unterliegt ehrenvoll.

Der gestern nachmittag begonnene Davispokal- komps DeutschlandUSA. im Roland Garros- Stadion zu Paris brachte gleich im ersten Spiel eine Riesenüberraschung. Alnfer zweitbester Spie­ler Gottfried von Gramm brachte es näm­lich fertig, den amerikanischen Zweiten Frank Shields in einem Diersatzkampf zu schlagen. Sn einem ganz hervorragendem Spiele gewann von Gramm den ersten Sah mit 7:5, mutzte aber den zweiten mit dem gleichen Ergebnis an Shields abgeben. Zu Anfang des dritten Satzes schien es, als sei von Gramm entmutigt. Er mutzte den Ame­rikaner bis zu 4:2 davonziehen lassen. Dann aber fand sich der Deutsche wieder und gewann in ganz grotzem Stile vier Spiele hintereinander und somit den Satz mit 6: 4. Der vierte Sah dauerte fast eine Stunde und brachte fast nur Grundlinienspiel, da

von Gramm sehr auf Sicherheit ausging. Gramm gewann schlietzlich auch diesen Satz mit 8:6. Mit 7:5, 5:7, 6:4, 8:6 trug von Gramm einen schönen und' verdienten Erfolg über den starken Ameri­kaner davon.

Das zweite Spiel PrennDines zeigte einen unerwartet zähen Widerstand des Deuts ch e n gegen den amerikanischen Meister und Wimbledon-Sieger. Die ersten beiden Sätze gingen mit 6:3, 6:3 an Dines. Der dritte Satz aber sah Prenn in fabelhafter Form, so dah Dines keine Chance hatte und den Satz mit 0: 6 verlor. Auch im vierten Sah gewann Prenn noch drei Spiele hintereinander, dann waren aber die Re­serven des deutschen Spitzenspielers erschöpft und Dines konnte auf 5:3 davonziehen. Roch einmal ritz sich Prenn zusammen und konnte auch noch ein Spiel gewinnen, dann sicherte sich jedoch Dines mit Dvmbenausschlag den Satz und das Match. Mit 6:3 6:3, 0:6, 6:4 hat also Prenn sehr ehrenvoll verloren.

Sportplatz 1900: Tag der Leichtathleten.

11. Nationale Wettkämpfe. - Deutsche Meister und Landesmeister am Start. Lieber 20 Vereine vertreten.

Die Spielvereinigung 1900 hat es trotz aller Nöte und Schwierigkeiten der Gegenwart unternommen, auch in diesem Jahre die nun längst traditionell gewordenen nationalen leichtathletischen Wettkämpfe zu veranstalten. Das Meldeergebnis bleibt erfreu­licherweise hinter dem des Vorjahres kaum zurück. Die qualitative Besetzung ist auch nicht geringer zu bewerten, denn verschiedene Landesmeister (auch ein Deutscher Meister) sind am Start. Die Tradition der Veranstaltung war sicherlich nicht zuletzt ein Anreiz für die Sportler der näheren und weiteren Umgebung. Köln ist vertreten, aus Frankfurt und Kassel haben je drei Vereine Meldungen abgegeben, Dortmund-chörde, Marburg, Weilburg, Wetzlar, Diez, Langen, Darmstadt usw. sind mit einigen Leichtathleten zur Stelle. Die Gießener Vereine Mtv., OSC. und naturgemäß die Spielvereinigung stehen mit starken Aufgeboten in den Wettbewerben. Man verspricht sich spannende Kämpfe, gute und beste Leistungen, man hofft auf gutes Wetter, guten Besuch, man wird sich bei der Spielvereinigung außerdem bemühen, der Veranstaltung einen glat­ten Verlauf zu ermöglichen und sie damit unterhalt­sam zu gestalten. Am Sonntag um 10.15 Uhr be­ginnen die Vorkämpfe, um 15 Uhr die Entscheidun­gen. Bewährte Kampfrichter stehen zur Verfügung; die Vorbereitungen find auf das Beste getroffen. An Hand des Programms, an Hand auch der stän­digen Mitteilungen durch das Megaphon kann jeder­mann leicht den Wettkämpfen folgen.

Oie Prominenz...

Zur Veranstaltung haben, wie schon erwähnt, verschiedene erstklassige Vereine ihre verfügbaren besten Kräfte gemeldet. Wir nennen:

Debus - Köln (ASD.), Deutscher Meister im Steinstoßen (über 10 Meter), westdeutscher Meister im Stein- und Kugelstoßen (Kugelstoßen gut für 14 Meter).

Kilo- Wetzlar (VfL.), ist in unserer engeren Heimat und darüber hinaus gut bekannt als ein kommender Sportler. Bei den Deutschen Meister­schaften wurde er im Diskuswerfen Zweiter. Im Kugelstoßen ist er ein beachtlicher Gegner.

Berg- Frankfurt (IG.), ist ein ebenfalls noch in der Entwicklung begriffenes Talent. Er wurde Süd­deutscher Meister im Kugelstoßen, bei den Deutschen Meisterschaften Dritter hinter Hirschfeld und Ling- nau.

Eldracher und Mährlein- Frankfurt (Ein­tracht), sind Sprinter bester Klasse.

G l a g o w s k y - Dortmund-Hörde, ist einer der besten westdeutschen Mittelstreckler.

Haag- Darmstadt (Sportverein 98), ist ein aus­gezeichneter 5000-Meter-Mann.

Oie Wettbewerbe - die Aussichten.

Klasse I.

Die Wettbewerbe werden in drei Klassen aus­getragen. Sn Klasse I sind vorgesehen: 100 Meter, 200, 800, 5000 Meter und eine 4 mal 100- Meter-Stasfel. Außerdem Hochsprung, Kugelsto­ßen, Diskuswerfen >und Stabhochsprung. Heber 100und 200Meter sollte sich ein spannender Kampf zwischen Eldracher, Mährlein, Maerten- Darmstadt, W. Müller 1900 und Fernau MTV. ergeben. Die Sprinter von Hessen, Preußen und Turngemeinde Kassel sind beachtenswerte Gegner. Favoriten sind die beiden Frankfurter. Ein schwe­res Rennen erwartet man über 800 Meter.

Glagowsky, Schilling (Eintracht), die Kasseler Rietz und Tölle, die 1900er Peters und Bcp- perling treten hierzu an. Favorit: Glagowsky. Ein kleineres Feld stellt sich über 5000 Meter dem Starter. Hier wird sich ein Zweikampf zwi­schen Haag und Schaaf ergeben. Ferner laufen Gerhard 1900 und Grölz OSC. Gießen. Sn der 4X100-Meter-Staff el wird die in vielen Kämpfen erprobte, routinierte Eintrachts­staffel nicht zu schlagen sein und sich den ehrwür­digen, aber stark strapazierten Wanderpreis end­gültig erringen. Die Kasseler werden allerdings harte Gegner sein. Die Mannschaft des MTD. Gießen ist nicht zu unterschätzen. Sm Hoch - sprung hat Kratz (Hessen-Preußen) in Weil 1900 einen ernsten Konkurrenten. Beide springen über 1,75 Meter. Sm Stabhochsprung ist Stahl-Langen Favorit. Sung 1900 wird voraus­sichtlich nicht dabei sein können. Er war krank und ist ohne Training.

Für die Wurfkonkurrenzen der Klasse I ergab sich eine Dombenbesetzung. Sm Ku­gelstoßen wie im Diskuswerfen wird es zu hartem Kampf zwischen Debus, Berg und Kilo kommen. Sm Kugelstoßen hat Debus die meisten Chancen, im Diskuswerfen erwartet man Kilo auf dem ersten Platz. Gugel (1900), Mohl (OSC.) und Gary-Marburg werden sich anstrengen müssen, wenn sie den Anschluß behalten wollen.

In der 2. Klasse

sind 200, 1500 und 4X1500 Meter ausgeschrieben; außerdem noch Weitsprung, Speerwerfen und Ku­gelstoßen. Nicht weniger denn 20 Läufer werden sich am 200-Meterlauf beteiligen. Zwischen­läufe werden dadurch notwendig. Leider muß die Spielvereinigung auf die Beteiligung verzichten. Koch und Geist, die beide Aussichten hätten, labo­rieren an Verletzungen. Die Siegeschancen haben Klünter (Eintracht) und die MTVer Becker und Ploch. Starke Gegner sind die Kasseler und beson­ders Kersch vom Postsportoerein Frankfurt. Heber 1500 Meter dürften Krings (ASV. Köln) und Lohberger (Eintracht) als die besten zu erachten sein. Die Turngemeinde Kassel hat für die 4 m a I 1500-Meter st affel gute Mittelstreckler zur Verfügung. 1900 stellt für diese Staffel voraus­sichtlich zwei Mannschaften. Für den Weit- sprung ist der Sieger kaum oorauszusagen. Im Kugelstoßen gibt es vielleicht einen Vereins- zweikamps zwischen 1900 und OSC. Gießen. Gugel, Lipp und H. Müller vertreten die Spielvereinigung, Mohl und Luh den OSC. Im Speerwerfen sind die Kasseler sehr gut. 1900 und OSC. werden mit­zureden haben.

Die zahlenmäßig stärkste Besetzung weist die

3. Klasse

auf. 100 Meter, 400, 3000 und eine 4X100-Meter- Staffel, sowie Weitsprung werden bestritten. Eine Voraussage über den mutmaßlichen Sieger ist nicht möglich. Für die 100 Meter gehen 25, für die 400 17 und für die 3000 Meder 15 Läufer an den Start. Für die 4X100-Meter-Staffel sind sechs Mann­schaften gemeldet. Der Weidsprung wird von 26 Teilnehmern stark umftriten sein.

Entsprechend den Meldungen und den zu erwar­tenden Leistungen darf man die 11. Nationalen Wettkämpfe «der Spieloereinigung wieder als

ein sportliches Ereignis

betrachten. Man darf beim Gießener f portlieb en« den Publikum einiges Interesse dafür voraussetzen. Daß die Spielvereinigung es trotz aller Gegen­wartsnöte unternommen hat, die Leichtathleten zu diesem Wettkampf aufzurufen, verdient Anerken­nung. Wie die Gießener Sportler und die Turner unter so illustrer Gesellschaft abschneiden werden, wird von besonderem Interesse sein. Hoffentlich läßt sich am Montag viel Gutes berichten ...

Arbeiier-Fußball: Gießen Wien.

Am heutigen Samstagabend treffen sich auf dem Waldsportplatz des VfB. die Mannschaften der Freien Turnerschaft Gießen und des Gas­werks St. Deith Wien zu einem Freundschafts­spiel.

Für diesen Kampf wurden folgende Mann­schaften genannt:

Wien: Büttner; Bauerzeck, Stern; Kürbis, Brinck, Prinz; Weftermayer, Steinhäuser, Fo- reith, Wallner, Hösch.

Gießen: Borschel; Biehl, Leutheuser; Hardt, Hintze, Rinderknecht; Balser, Arnold, Heller, Ranft, Weber.

,13. Rhön": Kronfeld stürzt ab.

Schlechtes Wetter wenig Flugbelrieb.

Die diesjährige Veranstaltung der. Rhön- Rositten-Gesellschaft scheint unter einem schwar­zen Stern zu stehen. Rachdem erst am Dienstag der Breslauer Student Rüdiger tödlich ver­unglückte, stürzte am Freitag auch der Wiener K r o n f e l d m i t s e i n e rA u st r i a" bei einem Schleppflug ab. Kronfeld segelte, nachdem er vom Flugzeug geschleppt worden war, etwa 15 Minuten. Dann verschwand er plötzlich in einer Wolke, aus der dieAustria" nach kurzer Zeit hervorschoß. Snfolge anscheinend turbu­lenter Strömungen brachen die Flügelspitzen an beiden Tragflächen ab. Kronfeld erkannte die Gefahr sofort, sprang aus etwa 6 0 0 Me­ter mit seinem F alls chirm ab und landete wohlbehalten bei Gersfeld. Die Austria" ging vollständig zu Bruch. Auch der Fluglehrer Krebs der Rhön-Rossiten-Gesell- schaft, der einige Flugzeuge geschleppt hatte, wurde vom Pech verfolgt. Bei seinem 13. Start setzte der Motor seinesFlamingo" aus. Die vorgenommene Waldlandung lief aber noch glimpflich ab.

Da es in diesem Sahre der Wettergott an­scheinend mit der Veranstaltung nicht gut meint

man wartet immer noch auf Wärme und günstige Winde ist der Flugbetrieb nicht allzu rege. Sn den zurückliegenden Tagen wur­den insgesamt 134 Flüge ausgeführt. Am Don­nerstagnachmittag werden einige Schleppflüge ausgeführt, ebenso auch verschiedene Strecken­flüge, bei denen Grönhoff mit 29 Kilometer auf Fafnir" die größte Weite erreichte. Wolf Hirth brachte es mitMusterte" auf 28 Kilometer.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Lastkraftwagenverkehr und hausbeschädigung.

Das außerordentlich starke Anwachsen des Kraft« wagen- und inbefonbere des Lastkraftwagenverkehrs hat nicht nur eine starke Inanspruchnahme und Be­schädigung der Straßendecke zur Folge, sondern auch eine schwere Schädigung der Häuser, die an großen Verkehrsstraßen liegen. Schwer geschädigt sind die Hauseigentümer der Frankfurter Straße. Ein Gesetzentwurf, nach dem Kraftwagen für Güter­transport auf Luftreifen zu fah en haben, ist nicht zur Durchführung gekommen, dagegen kann man feststellen, daß die Vollreifen der Lastwagen stark ab­genutzt sind, ja sogar der Gummibelag teilweise ganz fehlt. Durch solche Wagen werden die Häuser stark erschüttert und bekommen Risse. Wie kann man solcheGüterfernverkehrswagen" genehmigen?

Ich stelle der Verkehrspolizei folgende Aufgaben: 1. Feststellung der Geschwindigkeit der Autos; 2. Prüfung der Wagenräder auf Gummi­reifen; 3. Feststellung, ob die Kraftwagen schwerer beloben sinb, als es ben Vorschriften entspricht..

Enblich sei noch barauf hingewiesen, daß oft genug Personenwagenführer die breite Frankfurter Straße in ihrem oberen Teil als Rennstrecke ansehen! Was gedenkt die Verkehrspolizei zu tun, um bie genannten Hebel ft ä n b e allzu- stellen? Welchem Schaben hat bie Reichsbahn burch bie täglich neugenehmigten" Güterfernver- kehrswagen?

Wer entschäbigt ben burch ben Verkehr ge = schäbigten Hausbesitzer, ber burch hohe Steuern bei gesetzlich vorgeschriellenen nichtigen Mieten ohnehin schwer zu kämpfen hat? Erfolgt keine durchgreifenbe Abhilfe, so werden die Häuser in kur­zer Zeit durch die entstandenen großen Risse bau­fällig fein. Wer aber hilft bann?

Ein Hausbesitzer an ber Frankfurter Straße.

Wirtschaft.

Oie preisiendenz.

Sm Wochenbericht des Snstituts für Konjunk­turforschung wirb geschrieben: Eine Gesundung ber Wirtschaft mühte vor allem ihren Ausdruck in einer Konsolidierung der Warenmärkte finden. Gegenwärtig haben sich aber Angebot und Rach­frage offenbar noch nicht aneinander angepaßt. Tie Preisbewegung ist im ganzen ge­sehen weiter abwärts gerichtet. Aller­dings vollzieht sich diese Bewegung nicht mehr ganz gleichmäßig. Hoffnungen auf einen konjunk­turellen Anstieg dürften aber solange nicht allzu­weit gespannt werden, als die weltwirtschaftlichen Kreditbeziehungen nicht in Ordnung gebracht sind.

Sm Suni hatten sich am Welt-, wie am Bin­nenmarkt wiederum einige Warenpreise erhöht, so für Zucker in Reuyork um fast 75 v. H. Eine nach­haltige Preissteigerung ist jedoch bei dem großen Zuckervorrat von der Angebotsseite her nicht zu erwarten. Auch die Preise für Schmalz und gegen Ende des Monats die Preise für Häute und Felle haben sich befestigt, ebenso die Kaffeepreise. Die Weltmarktpreise für Steinkohle, die sich im Früh­jahr etwas befestigt hatten, lagen Anfang Suli wieder auf dem Stand des Sahresbeginns. Die Haldenbestände haben gegenüber dem Vorjahre um etwa 10 v. H. zugenommen, auch die Vorräte an Mais, Kakao, Kautschuk, Kupfer und Blei sind gestiegen, während sich die Vorräte an Weizen, Baumwolle, Benzin und Zinn ungefähr auf Dor­jahrshöhe halten.

Angesichts der vielfach zurückgegan- genen Rachfrage kann man nicht von einem Rachlassen des Angebotsdruckes sprechen. Die ge­genwärtige Tlnterbrechung des Preisrückganges auf einigen Weltmärkten kann daher alles in allem noch kaum als Beginn eines endgültigen Stabilisierung der Preise gewertet werden.

Oie Lage auf den HoLzmärkien.

Die Holzmärkte erhalten, wie im Wochenbericht des Snstituts sür Konjunkturforschung ausgeführt wird, gegenwärtig eine gewisse Stütze durch die Rachfrage nach Holz für Siedlungs- bauten und Kleingärten. Für diese Bau­

ten wird in stärkerem Maße Holz verwendet als beim Wohnungsbau der früheren Sahre. Darüber hinaus wird aber gegenwärtig so wenig gebaut, daß die Saisonbelebung auf den Holzmärkten in diesem Sahre nur sehr schwach in Erscheinung trat. Snsolge der starken Beschränkung des Angebots machte sich trotz der geringen Saisonbelebung an den Holzmärkten eine gewisse Entspannung be­merkbar, die auf Teilgebieten zu einer Befesti­gung der Preise führte. Sm Mai zogen die Preise für Latten, Kantholz und bei geringen Hm» sähen aiich für Dalken, sowie die Preise für Fichtenausschuhbretter und unsortiert sägefallende Bretter etwas an und konnten im Sunt den er­reichten Stand behaupten. Die Tatsache, daß bei der an sich geringen Rachfragesteigerung die Preise sich bereits befestigten, bestätigt die An­nahme, daß das Angebot zur Zeit in einer gan­zen Anzahl von Sortimenten verhältnismäßig knapp ist.

Frankfurter Abendbörse geschästSloS.

F r a n k f u r t a. M, 22. Suli. Auch an der letz­ten Abendoörfe in dieser Woche herrschte weit­gehendste Geschäfts stille, da die Kulisse Zurückhaltung bekundete. Die feste Tendenz der meisten Auslandsbörsen bot keine Anregung. Ge­gen die Berliner Schlußkurse ergaben sich nur ge­ringe Veränderungen. S. G. Farben bröckelten leicht ab und blieben zu 86,90 Proz. eher offeriert, wogegen Montanaktien um Bruchteile eines Pro­zentes höher, zumindest aber gut behauptet taxiert wurden. Sm Verlause war die Börse vollkommen verödet. Auch an den Rentenmärkten zeig­ten die Kurse bei minimalsten Umsätzen kaum Veränderungen. Reubesih 5,075, Altbesitz 41 75, Berl. Handelsgesell. 90, Reichsbank 122,75, Gelsenkirchen 33,50, Rhein. Braunkohlen 172, Stahlverein 12,50, AEG. 24,50, Demberg 28 Scheide anstatt 134, S. G. Farben 86,90, Holzmann 30 50, Siemens 119,75, Südd. Zucker 106, Reichs- bahn-VA. 74,40.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe ber zuletzt beschlossenen Dioibenbe an. Reichsllpnkbiskont 5 v. H, Lc

mbarbsinsfufj 6 H.

jraniiur u. jji.

Berlin

Frankiun a.M. |

Berlin

Franlsurt a. M

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Schluß­kur«

Schlutzk. Abend- börlc

Schluß­kurs

öchlußk. Mittag- bSrse

Schluß- kurs

Schluß!. Abend- börie

Schluß- kurs

Echlußk. Miilag- börse

Schluß­kurs

Echlußk. Abend- börs"

Schluß­kurs

Echlußk. Mittag- börse

21.3ull

22-Suli

Amtliche Notierung

Geld | Brlei

Amtliche Notierung

Geld | Briel

Datum

21.7. ! 22.7.

21.7.

22 7.

Datum

21.7

22 7.

21-7.

22.7.

Datum

21.7

227

21.7.

22.7.

Helsingsor« . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Oslo. . . . Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aires Neuyork . - Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Jan.. Jugoslawien. Lissabon . .

6.364 51,95

12,465

3,057 169,68

74,63 80,82 76,92

15,00 0,923 4,209 58,29 21 .46

16,485

81,89 33,57

81,97

1,159 0,325

6,693

13,64

6,376 52,05

12.485

3,063 170,02

74,77 80,98 77,08 15,04 0,927

4,217

58,41

21,50

16,525

82,05 33,63

82,13 1,161 0,327

6,707

13.66

6,364 51,95

12,465

3,057

169,68

74,53

80,57

76,82

14,965 0,923 4,209

58,30

21,46

16,485

81,89

33,67

81,97

1,159

0,325

6,693

13,64

6.376 52,05

12,485

3,063

170,02 74,67

80,73

76,98

15,005 . 0,927

4,217

58,42

21 .50

16,525 82,05

33,73 82.13

1,161 0,327

6,707

13,66

6% Deutsche Reichsanteiye d. 1921 7% Deutsche Reichsanleihe v. 1929 5yt% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Wlös^Schuld mit

63,5

65

63

42,13

5,1

49

39,5

38,7

67,25

66,5

78,5

80,75

67,5

10

6,5

4,5

3,3

3,3

3,3

7,25

3,65

16,5

64,25

41,75

5,075

39,5

69

68,5

79,25

80,5

67,5

63,75

64

63,5

42

5,1

50

39

68,25

1,05

5,75

6,4

5,4

3,25

3,35

3.3

7,1

3,65

17

62,5

65

63,25

41,75

5,1

52

39,4

68

1,13

5,8

6,7

5,45

3,25

3,35

3,3

7,3

3,55 .

17

Hamburg-Amerika Patei . . . c

Hamburg-Südam. Dampsschtss. 0

Hansa Dampsschtss .....0

Norddeutscher Lloyd.....6

A.G. sür Verkehrswesen Mi. . . Berliner Handelsgesellschaft . 8

Commerz- und Privat°Bank . 7

Darmstädter und Nattonalbank 8 Deutsche Bank und

Tisconto-Gesellschast 6

Dresdner Bant...... 6

Reichsbank........ 12

11,25

12,75

89

16

18,5

75

18,5

122,75

23 Ji

70

36,5

56

63

61

120

75

25

32

50,5

15

169

46

11,25

12,5

26

90

16

18,5

75

18,5

122,75

24,5

70,25

36

56,5

62

61

119,75

76,25

25

67

33,5

49,5

37,75

15,5

172

11,25

26,5

12,75

27,4

89,4

53,5

18,5

75

18,5

123

24

57

69.75

36,5

55,65

60,75

76

24

67

31,75

50,13

23

89,75

21

36,9

11

28,5

15,5

168,75

45,75

11,13

16,5

12,5

28

90,25

53,5

18,5

75

18.5

122.75

24,9

58.5

69,75

37,13

56,75

62,5

61

119,5

25,5

66,75

33,65

49,5

23,5

126

88,5

21,65

37

11

28.25

15,25

171,5 47,65

Rrebeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlwerke .... 4

Otavi Minen......16'/,

Kaliwerke Aschersleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 16

I. G. Farben-Fndustrte ... 12

Verein, chem. Industrie Frank-

13,25

88,13

133 15,75 29,75

24,5

30,5

35

3.13

12,5 10,25

155

86,9

134 15,75

29,5

24,5

30,5

35

31

13,25

10

89

97

156

87,75

15,75

29,65

24

30,5

3;

52,13

32,5

26

26

80,75

10,5

30

22,5

45

171,5

105,75

12,25

10.4 89

155

87,13

15,75

30

24,75

30,25

53

32,75

29

26,9

81

11

30

21,25

45

175,25

18,5

Desgl. ohne Auslos^-Rechte .

6% Hess. Volksstaat vou 1929

rrirrfmhlfi 102°Z3......

Oberhellen Provinz-Anleihe mit

Deutsche Komm. Sammelabl.

Schetdeanstalt.......10

Goldschmidt.........0

Rütgerswerke........&

Metallgesellschaft.......6

Philipp Holzmann......8

Zementwerk Heidelberg. ... 7

Cementwerk Karlstadt.....7

Wayß & Freytag......0

Schultheis Payenhofer ... 15

Aku (Allgemeine Kunstseide) (

Bemberg......... 0

Zellstoss Waldhos.....12

Zellstoss Aschaffenburg ... 6

Dessauer Gas........9

Daimler Motoren......O

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

15 unkündbar bis 1935 ....

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. unkündbarbis 1936 Serie 16 .

*i/2% Franks. Hyp.-Bank Liqu.-

A.E.G............7

Bergmann.........9

Elektr. Lieferungsgesellschaft. 10

Licht und Kraft ...... 10

Felten & Guilleaume .... 6%

Gesellschaft sür Elektrische

Unten,ehmungen .... 9

Rheinische Elektrizität .... 9

Schurken & Go.......11

Siemens L Halske.....14

iy,% Rheinische Hyp^Bcml-Liau.

8% Pr. LandeSpsandbrtesanüaU, qUrmhfi riete» SB 19 .....

7% Pr. Landespsandbriesanstalt, Dsandbriese R. 10

4% Oesterretchtsche Goldrenle . . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente . . .

4% Ungarische Staatsrente V. 1910 41/,% desal. von 1913.....

32,25

10,5

30,5

17

48,5

106

33,5

28

27

19

11

30,5

45

173

17

48,5

106

Banknoten.

10

5,65

6,5

4,5

3,2

3,3

3,3

7,25

3,65

Berlin, 22. Juli

Geld

Brief

Buderus ... Erdöl

. . 4

. . 5

Amerikanische Noten.....

Belailcke Noten....... .

4,20 58,14 80,39

14,925

16.445

169,31

21,43 74,35

2,49 76,65 81,78 33,53

4,22

58,38

80,71

14,985

16 505

169,99

21,51

74,65

2,51

76,95

82,03

33,67

Gelsenkirchener . . .

. . 8

Dänische Note Englische Not Französische 9 Holländische s Italienische 9 Norwegische Deutscl>Oeste Rumänische £ Schwedische Schweizer No Spanische Ro Ungarische Nr

n ........ .

Hoesch Eisen.....

. . 6

. 10

Deutsche Linoleum.....5

Orenstcin & Koppel ..... 0

loten........

5% abgest. Goldmexstaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1

Ilse Bergbau Genüsse itlödnerwerle . .

Mannes mann-Röhren Mansselder Bergbau .

'. . 6

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Leonhard Tietz.......8

Svenska.........15

Thade ............

Frankfurter Maschinen . . . . 0

Gritzner ........ . 0

Mainkraftwerke Höchst a. M.. . 6

Süddeutscher Zucker .... 10

oten . .......

toten........

neid), i 1OO Schilling oten........

?nten ......

6% Rumän. vereinh. Rente V. 1903 4^%RumSn.veretnh.Rentev.l912 4% Rumänische vereinh. Rente

I. Anatolier ......

Oberschlei. KokSwerke

Phünl^ Bergbau. . .

. . 8

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len.........

Rheinstahl.........8

len........