Ausgabe 
23.7.1932 Erstes Blatt
 
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Wandern und Reisen Bäder und Sommerfrischen.

Dreitägige Dsgelsbergwanderung.

1 ra<>:

Alsfeld Romrod Groh-Felda Ulrichstein.

Ein« für di« F«rienz«it überaus lohnende Wan­derung durch den Vogelsberg ist die Begehung des rot-weihen Bandes, einer Verbindung des Vordens Oberhessens mit dem Süden. Die Mar­kierung ist ein Werk des im vorigen Jahre ver­storbenen Prof. Bender, Frankfurt a. M., der sich unvergehliche Verdienste um seine oberhes­sische Heimat und besonders des Dogeisberges erworben hat. Das Wegzeichen beginnt in Alsfeld, dieser Perle unter den hessischen Städten, wo wir nicht versäumen dürfen, die Stätten mittelalterlicher Romantik, wie Rathaus, Walpurgiskirche, Weinhaus, Leonhardsturm usw. zu besichtigen. Unser Weg führt uns dem Krebs­bach aufwärts über Liederbach und Oberrod mit einem der Sage nach von Bonifatius gegründeten Kirchen nach Romrod. Hier können wir gegen ein geringes Entgelt das sehenswerte grobherzog­liche Jagdschloß besichtigen. Durch Feld und Wald gehen wir weiter, überschreiten in Grob- Felda den reizenden Hohlen Grund und kommen über Stumpertenrod und den sog. Koppel nach insgesamt sechsstündiger Wanderung zum Endziel des ersten Tages, dem hochgelegenen Ulrichstein. Gut« Wirtschaften.

2. Tag:

Ulrichstein hoherodskopf herchenhalner höhe harlmannshain.

Am Morgen des zweiten Tages besteigen wir vor allem den Schlohberg, um von oben die prächtige Aussicht zu geniehen, und wandern über Feldkrücken und die Feldkrücker Höhe zum Ludwigsbrunnen mit schönem Blick auf Rudings­hain und den Hohen Vogelsberg. Hier erreichen wir die Staatsstraße, auf der wir bis zur Pop- penstruth weiterschreiten. Bei der Schuhhütte Gharlottenhöhe gelangen wir zum Oberwald, der uns bis zum Hoherodskopf begleitet. Rach einer Erholungspause in dem gut bewirtschafteten Klub­haus führt uns das Zeichen zum Taufstein, von dessen Turm wir die weite, umfassende Rundschau betrachten und weiter durch Wald und aussichtsreiche Triften, an der Lauterbacher Hütte vorüber, zur Herchenhainer Höhe, die wir bei dem stimmungsvollen Gefallenendenkmal erreichen. 2m nahegelegenen Vater-Denderheim ist gute Einkehr. Wir steigen nunmehr abwärts und gelangen nach Hartmannshain, wo wir bei Schmalbach oder Rühl übernachten. Wanderzeit am zweiten Tage 5l/t Stunden.

3. Tag:

harlmannshain Wenings Bübingen.

Der dritte Tag führt uns zunächst auf der Staatsstraße, die wir beim Bahnübergang ver­lassen, hierauf durch Wald, später einen Höhen­weg mit prächtigen Ausblicken nach Ober-Seemen. Hinter dem Ort berühren wir wieder die DogelS- bergbahn, die hier nach einer gewaltigen Stei­gung mit vielen Windungen di« Höhe erreicht hat. Wir kommen an der DHC.-Linde Wanderlust vorüber durch Wernings, einem früheren Dorfe, von dem nur noch ein einzeln^ Gehöft steht, nach Wenings mit guten Gasthäusern. Ein großes Stück durch freie Gegend, jedoch stets mit hüb­schen Blicken führt uns jetzt das rot-weiße Band nach Michelnau, hinter dem uns nunmehr der Wald aufnimmt. Rach geraumer Zeit erreichen wir auf dem Pfaffenwald das Weichbild un­seres Endziels Büdingen und sind überrascht von der herrlichen Aussicht, die sich uns beim Aus­tritt aus dem Walde bietet. Zu unseren Fühen liegt die liebliche Kreisstadt und in der Ferne arühen die Glauburg, die Hardeck, der Herrn- yaag und di« truhige Ronneburg. Wir steigen nun hinab und weiden unsere Blicke an den vielen Kleinodien mittelalterlicher Schönheit des Städt­chens. Dauer der Wanderung am dritten Tag 51/, Stunden.

Reisewinke.

Nehmt Kleingeld mit auf die Reife!

2n den Städten fließt das Silbergeld zur Zeit reichlich: Zehn- und Zwanzigmarkscheine sind sel­ten, und das »dicke Portemonnaie" mit den schweren Fünfmarlstücken wird manchmal unbe­quem. Wer aber in den ersten 2ulitagen in die Ferien fuhr, konnte besonders in den kleinen Sommerfrischen die Erfahrung machen, daß die Reisekassen der Gäste im allgemeinen mit Fünf­zig- und Zwanzigmarkscheinen gefüllt waren. Denn Reisegeld meist eine größere Summe er­hielt man daheim vom Arbeitgeber oder von der Sparkasse in großen Scheinen. Soviel Fünfzig­markscheine aber, wie die neuangekommenen Rei­

senden in den ersten Tagen in ihrer Sommerfrische gewechselt haben wollen, können di« Geschäfte, die Postagenturen oder auch die Fahrkartenschalter gar nicht einlösen. Darum: nehmt Kleingeld mit auf die Reise!

DeutscheLtudenten-Kampss-iclemFreiburg

2n Freiburg finden Ende Juli die .Deut­schen StudeOten-Kampfspiele 1932' statt, bei denen etwa 500 bis 600 deutsche Stu­

denten und Studentinnen sich in sportlichen Wett­kämpfen messen werden. Die Veranstaltung beruht auf dem Gedanken des MannschaftSkampses, bei dem möglichst gute Durchschnittsleistungen erzielt werden sollen. Der Schauplatz ist das Freiburger Universitäts-Stadion, das berrlich am Fuß der Schwarzwaldberge und am Ufer der Dreisam liegt. Die Universität Freiburg erwartet zu den Spielen außer reichsdeutschen auch deutsche Studenten aus Danzig, Prag, Brünn, Wien, Innsbruck und Graz.

Fahrt in die Eifel.

Ein Reisegebiei, das für viele noch zu entdecken ist!

Von (Surf Hohel.

Die Eifel ist eines der charaktervollsten Berg­länder im deutschen Raum. Ein englischer Schrift­steller nannte sie ein »Deutschland im Kleinen". In' breitgelagerten Gruppen dehnen sich ihre Berge im weiten Winkel von Mosel und Rhein zu den Grenzen Belgiens und Luxemburgs hin­über. Die Hauptstrecke Köln-Trier durchschnei­det sie und verschafft Anschluß an all die viel- verzweiten Nebenbahnen, die in die Berge klet­tern. Ausgezeichnete Straßen bieten Gelegenheit zu genußreichen Autofahrten in alle Teil« des in sich sehr verschiedenartigen Gebirges und seiner weilen Ausläufer.

Weite, Größe, Unberührtheit: das sind die Kennzeichen dieses Landes. Burgen, Klöster, alte Herrensitze in weiten Wäldern, und über allem di« seltsamen Spitzgipfel der erkalteten Vulkan­berge, von den Hochstraßen gesehen weite grüne Wellen eines Hochlandes, majestätischer Rhyth­mus einer in sich ruhenden großen Landschaft: das ist Eifelcharakter. Richts von Düsternis im Früh­sommer, wenn das Eifelgold, die Ginsterblüt«, an den Hängen schäumt, zu allen Felsrändern klet­tert, in bi« schluchtartigen Täler hinabschieht. Tie­fer Friede des Septemberglücks, wenn sich die Hejdestrecken des Hochlandes rot färben von der Blüte der Erika. Aber einen Eindruck von uner­hörter Kraft hat dieses deutsche Dergland ganz für sich allein: wenn man nämlich in mondheller Sommernacht aus lieblichen Dörfern und Som­merfrischen aufbricht zu seinen Maaren, au den Kraterseen seiner toten Vulkane. Dann offenbart dieses Land seine ganze geheime Herrlichkeit.

Wenn wir eine Eroberung der Eifel von der Mosel her unternehmen wollen, so fahren wir etwa mit dem Schnellzug von Koblenz bis Bul­lay und besuchen das im bergigen Eifelvorland liegende Bad Bertrich im engen waldigen Tal des Ueßbaches unterm Kondelwald. Bertrichs Heilquellen sind berühmt, ebenso seine reizende Anlage als idyllischer, sehr gepflegter Bade- und Kurort. Mit der nahen Mosellandschaft bildet es erst den Uebergang zu der eigentlichen Eifel. Diese erreicht man, wenn man entweder von Bertrich auf einem bezeichneten Eifelwanderweg oder über Wittlich mit der Dahn und über die gute Autostraße nach Manderscheid kommt. Man­derscheid gehört zu den romantischen Glanzpunk­ten der Eifel als Sommers rischen gebiet. In ge­schützter Lage zwischen hohen Waldbergen im viel gekrümmten Tale der Lieser liegt der lieblich« Ort unter seinen zwei Burgruinen. Richt weit davon ist seit einigen Jahren die prachtvolle, barock« Zisterzienserabtei Himnterod im Salmtal aus Ruinen wiedererstanden.

Hinter Manderscheid erhebt sich unmittelbar der Mofenberg, der imposanteste erloschen« Vul­kan ter Eifel, mit feinem Kratersee, seinem Maar. Dort oben erlebt man die Eifel zu jeder Zeit in ihrer ganzen Größe und in der Fülle ihrer Reize. In dieser Landschaft ter südöstlichen Eifel liegen noch die anderen Maare: das Pulvermaar

bei Gillenfeld, daS Meerfelder Maar, die Schalkenmehrener Maare. Don all diesen Orten führen unzählige Wanterwege in die Hohe Eifel nach* Nörten. Wir können aber auch auf ältesten Straßen, auf Römerstrahen heute noch von ter zweitausendjährigen Kaiserstadt Trier au8 in die Eifel Vordringen. Die Schnellzugstrecke folgt in dieser Richtung, nahe bei Trier von ter Mosel abzweigend, ter Kyll hinauf in die Eifelberge. Als Ziel nimmt man dort am besten Kyll­burg, das mittelalterliche Städtchen, das von ter Bahnstrecke unten am Flüßchen hinaufklettert zum Plateau desHahn", eines merkwürdig run­den Berges, ter auf seinem Gipfelplateau Reste einer alten Burg und daneben den einzigartigen düsteren Eiseldom trägt. Aus diesem Waldwinkel gehts bald weiter hinaus nach G e r o l st e i n, dem tefamiten Luftkurort. Hier herrscht reinster Eifel­charakter. Wie Birresborn und Rieder­men d i g , hat Gerolstein seine Mineralquelle, Es ist eine luftige liebenswürdige Sommerfrische in den Bergen ter Hocheifel. Richt weit davon das Kreisstädtchen Daun mit eisenhaltigen Quellen und modernem Batebetrieb. Die Eiset zählt ja an 300 Heilquellen.

Von ter Kyll ists nicht weit hinüber zur Ahr, die durch ihr liebliches Tal hinunterströmt, an vie­len Sommerfrischen vorüber nach dem schon dicht am Rhein liegenden BadReuenahr. Aber wir wollen weiter quer durch dieses schön« einsame Dergland wandern, nach Westen gewandt zur Schnee.Eisel hin an deren Rand Prüm liegt. Von hier aus führen Wanderwege zum Westrand ter Eifel in das Gebiet von Neuerburg und weiterhin zur Sauer, dem in einem reizenden Tale dahinfließen den Grenzfluß gegen Luxemburg.

Heber die Schnee-Eifel geht nach Norden ein Wanderweg über tee Wasserscheide hinauf nach Schleiden, ter hübschen Kreisstadt, wie alle diese alten Gifelstädtchen von einer mächtigen Burg, heute Kloster, überragt 2m Kreise Schlei­den sind als Luftkurort zu nennen: Gemünd am Zusammenfluß der Urft und Olef, die vereint den weiten Stausee ter Urfttalsperre bilden. Dieser Stausee gehört zu den Glanzpunkten der schönen N o r d «i f e l. Die Urft mündet kurz nach ihrem Abfluß aus ter Sperre in die Rur. Sehr lohnend ist eine Wanderung die Rur abwärts, an der Burg Niteggen vorüber ,die das Tal malerisch überragt. Hinter dem Kermeter-Wald die Trappisten-Abtei Mariawald und weiterhin Heimbach mit ter Burgruine Hengebach. Ausgangspunkt für Wanderungen in diese Gegend ter Norteifel ist die behagliche Stadt Düren, an der Hauptlinie KölnAachen. 2n einer tiefen Schlucht liegt an ter schmalen Rur das berühmte Tuchmacherstädt­chen Monschau (Montjoie). Diese Kultur kam wie die Monschauer Tuchherren selber aus Aachen. Dorthin führt schließlich unser Weg vom Venn herab. Die alte deutsche Kaiserstadt, das europäische Bad Aachen, ist die eigentliche Eifel- hauptstadt.

Rundfunkprogramm.

Sonnlag, 24.3uli.

6.15: Don Bremen: Hafenkonzert. 8.15: Frie- tenskirche Kassel: Morgenfeier, veranstaltet von ter Evangelischen Landeskirche in Hessen-Kassel. 10.00 bis 10.45: Von Hamburg: Totengedenkfeier zu Ehren ter gefallenen Kameraden vom Reichs­verband deutscher Kriegsbeschädigter und Krieger­hinterbliebenen. 11.00: Festhalle Frankfurt a. M.: XI. Deutsches Sängerbuntessest. III. Hauptkon- jert 12.00: Mittagskonzert des Kurorchesters Bad Hersfeld. 14.10: Stunde des Landes. 15.00: Stunde ter 2ugend. 15.30: Festzug des XI. Deut­schen Sängerbuntesfestes. Am Mikrophon: W. W. Knoeciel und Carl Stueber. 16.00: Nachmit­tagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 18.00: »Gibt es Klassen?". Gespräch zwischen einem Arbeiter und einem Akademiker. 18.25: Dreißig bunte Mi­nuten. 18.55: »Was bedeutet ter preußische Osten

für die deutsche Zukunstsentwickkung?" Dortrag von H. v. Zihewitz. 19.30: Mannheim: Die Flucht. Aus dem Roman »DenSchiChua", von Tret­jakow. Erzählt von Walter Jensen. 20.00: Kö­nigsberg i. P.: Großes Militärkonzert. 22.00: Die ilpr. Don Martin Raschle. 22.45 bis 24.00: Nachtmusik. Leitung: Erich Kloß.

IHonlag, 25. Juli.

7.05: Bad Mergentheim: Frühkonzert des Kur- orchesters. 12.00: Freiburg: Serenaden. 13.30: Don Münster: Konzert. 15.20:Die Be­rufsaussichten der Frau im Hotelgewerbe", Vor­trag von Helene Haimann. 17.00: Mannheim: Konzert. Volkstümlich« Melodien. 18.30: »Wie kann dem Handwerk geholfen werten?", Vortrag von Dr. Carl Schäffer, Franklurt/M. 19.00: Frei- gehalten für politische Vorträge. 20.00: Deutsch« Volkslieder II. 20.45: Deutsch« Reden. Erwin

Guido Kolbenhcyer. 21.10: (M, Deutschlandsen- ter): Orchester-Konzert. 22.45: Nachtmusik.

Dienstag, 26. Juli.

7.05: Don Bad Oeynhausen: 'Frühkonzert der Kurkapelle. 12.00: Mittagskonzert. 13.30: Kon­zert auf Schallplatten. 15.20 bis 15.50: HauS- frauen-Nachmittag. 17.00: Konzert. 18.30: »Der Stand der Arbeitslosenhilfe und was weiter?". Vortrag von Stadtrat Dr. Ernst Michel. 19.00: Freigehalten für politische Vorträge. 20.00: Don Freiburg: Wiener Schrammelmusik. 20.30: Don Friedrichshafen: Plauderei vom Bodensee. Don Erwin Erdmann. 21.00: Länderquerschnitt. Skan­dinavien. 22.45 bis 24.00: Nachtmusik der Stutt­garter Philharmoniker.

Mittwoch, 27. 3ulL

7.05: Don Bad Oeynhausen: Frühkonzert bet Kurkapelle. 12.00: Mittagskonzert. 13.00: Kon­zert auf Schallplatten. 13.30: Konzert aus Schall­platten. 15.20 bis 16.20: Stunde ter Jugend. 16.30:Mit dem Rundfunkgerät auf AuSlandS- reifen". Dortrag von Hans Neuert, Berlin. 17.00: Nachmittagskonzert des Rundfunk-Orchester-. 18.30:Robespierres Tisch", von Dr. Friedrich Sieburg. 19.00: Freigehalten für politische Dor­träge. 20.00: Mandolinenkonzert teS erften Stuttgarter Mandolinen-Orchesters. 20.20: Die Gondoliere. Durlesque-Operette in zwei Akten. Don W. S. Gilbert. 22.45 bis 24.00: Blasmusik des Philharmonischen Orchesters Stuttgart.

Donnerstag, 28. 3ull.

7.05: Bad Bertrich: Frühkonzert der Staatlichen Kurkapelle. 12.00: Konzert auf Schallplatten. 13.30: Konzert. 15.00: Stunde ter Jugend. 17.00: Don Wiesbaden: Nachmittagskonzert des Städti­schen Kurorchesters. 18.30: .Wirtschaftsverfas­sung und Wirtschaftslage der Dölker: Spanien". Dortrag von Professor Dr. Fritz Neumark. 19.00: Freigelassen für politische Vorträge. 20.00: Reue Balladen. Don Hans Friedrich Blunch, gelesen vom "Verfasser. 20.15: Naturschutzpark der Mund­arten: Hessisch. 20.40: Auf ter Kegelbahn. Hör- tericht von Ernst Nebhut. 21.00: Die Komödian­tin. Singspiel in 2 Akten von Jos. Haydn (1766). 21.45: Gianni Schicchi. Oper von ®. Puccini. 22.45 bis 24.00: Nachtkonzert.

Freitag, 29.3utt.

7.05: Bad Bertrich: Frühkonzert der Staatlichen Kurkapelle. 12.00: Unterhaltungskonzert des Rundfunk-Orchesters. 13.30: Konzert auf Schall- platten. Unterhaltende Klaviermusik. 17.00: Desperkonzert. 18.30: »Sanierung deS städti­schen Grundbesches"', Vortrag von Dr. Luehr, Frankfurt a. M. 19.00: Freigelassen für poli­tische Vorträge. 20.00: Symphonie-Konzert. 21.00: »Ziviler Lust- und Gasschutz", Vortrag von Pros. Dr. Helsferich. 21.30: Unterhaltungskonzert. 22.45 bis 24.00: Nachtmusik der Stuttgarter Philharmo­niker.

Samstag, 30.3uIL

7.05: Bad Sooden-Allendors an ter Werrar Frühkonzert. 12.00: Konzert auf Schallplatten. 13.30 bis 14.40: Konzert des Kur-Orchesters Bad Hersfeld. 15.30 bis 16.30: Stunde ter Jugend. 17.00: Nachmittagskonzert des Rundfunk-Orche­sters. 18.30:Die Merck-Goethe-Ausstellung in Darmstadt", Hörbericht, Leitung: Ernst Nebhut 19.00: Freigelaffen für politische Vorträge. 20.00: Bad Kreuznach Südwestfunkbühne: Städte-Tres- fen. 22.45 bis 24.00: Nachtkonzert.

Goldenes Doktor-Jubiläum Arthur v. Weinbergs.

WSN. Frankfurt a.M., 22. Juli. Siner der bedeutendsten industriellen Forscher auf dem Gebiete der anorganischen Farbstoffe, Geheimer Regierungsrat Dr. Dr.-Ing. e. h. Arthur von Weinberg, Frankfurt-Nieterrad, Mitglied deS Aufsichtsrats und Verwaltungsrats der 2G- Farbenindustrie, Ehrensenator der Universität Frankfurt a. M. und Ehrenbürger der Stadt Frankfurt a. M., begebt am 24. Juli die fünf­zigste Wiederkehr des Jahrestages feiner Doktor-Promotion. Diese fand in Mün­chen bei Adolf v. Bayer statt, der bekanntlich ein berühmter Führer der wissenschaftlichen Chemie des 19. Jahrhundert- war und dessen Assistent Geheimrat A. v. Weinberg gewesen ist. Dem Ju­bilar wurde als Zeichen der Dankbarkeit für seine unermüdliche und großzügige Förderung aller kulturellen Bestrebungen in Frankfurt an­läßlich seines goldenen Doktor-Jubiläums di« Goethejahr-Medaille ter Stadt Frank­furt zugeeignet.

Daten für SamStag, 23. Juli.

1532: Religionsfriede zu Nürnberg. 1562: Ritter Götz v. Berlichingen in Homberg gestor­ben. 1914: Ultimatum Oesterreich-UngarnS an Serbien.

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