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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.2R.
Banknoten.
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2)te hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o.H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
S.Jl.-'fpOTt
Wie Schmeling unterlag
Mit Ausnahme von Rheinhessen, in dem die Nachtigall von der einheimischen Bevölkerung als eine alltägliche Erscheinung des heimischen Vvgellebens angesehen wird — der naturschützerisch hochinteressante Altrhei-narm, der zwischen Erfelden und Stockstadt das Dorado des Rachtigallengesanges, den Kühkopf umfließt, sowie die vielen Brutorte bei Worms, Ingelheim, Rierstein, Bodenheim, Mainz, bilden oft das Wanderziel vogelfreundlich gesinnter Menschen, die in ihrer Heimat nie Rachtigallengesang gehört haben —, müssen Hessen und seine Rachbarländer im allgemeinen als nachtigallenarm bezeichnet werden. Rur mühselig, vermag man sich aus der vogelkundigen Literatur unseres Heimatlandes eine Vorstellung über die Verbreitung, d. h. die Vorkommensdichte im ganzen Lande oder über das sporadische An- und Abschwollen ihres Bestandes in bestimmten, offenbar bevorzugten Teilgebieten Oberhesseirs und Starkenburgs zu machen. Denn trotzdem schon frühzeitig der Anwesenheit von Rachtigallen bei uns besondere Aufmerksamkeit zugewendet wurde, sind seit den siebziger Jahren bis auf den heutigen Tag nur einige wenige Einzelfundorte bekannt geworden. Vielleicht läßt sich aus dieser Tatsache schließen, daß auch in früheren Zeiten Rachtigallen bei uns eine seltene Erscheinung gewesen sind und daß auf hessische Verhältnisse das Allgemeinurteil der Ornithologen gar nicht zu- trisft, nämlich das in Deutschland der Rach- tigallenbestand nur durch' das immer häufiger werdende Herumstromern vogelnestplündernder Katzen so heruntergekommen sei. Persönlich bin ich davon überzeugt, daß es in früheren Jahren, als die Rachtigall bei uns noch häufiger gewesen sein soll, bedeutend mehr Katzen im Feld gegeben hat, nicht nur deshalb, weil in Kleinstädten und Dörfern zahlreichere Katzen als heute gehalten wurden, die ab und zu jagen gingen, sondern auch deshalb, weil es früher viel öfters als heutzutage vorkam, daß Hauskatzen bei der Ranzzeit mit verwilderten oder gar wilden Genossen in Berührung kamen, und der mit Wildererblut versippte Rachwuchs sich alsdann einfach nicht mehr im Hause hielt. Lloberhaupt hat die Vertreibungsthese durch Katzen m. E. nichts für sich. Denn einmal sind durch Katzen nur das bodenständige Rest — im besten Falle samt dem brütenden Weibchen —, sonst nur die unflüggen Jungen, gefährdet, was bedeutet, daß man das Männchen mindestens eine Zeitlang müßte haben singen hören, wenn Rachtigallen überhaupt da waren, und das um so mehr, als das Männchen 5 bis 8 Tage früher zu ziehen pflegt, als das Weibchen und es alsdann bei seinem Durchzug durch lauten Gesang anzulocken und zum Herbeikommen zu veranlassen sucht. Zum andern aber trifft die Vertreibung durch Katzen stets nur ein bestimmtes Individuum Rachtigall, nicht aber die Art. Mit anderen Worten: besitzt eine Gegend ein der Rachtigall zusagendes Gelände mit Unterholz und etwas Bodenfeuchtigkeit, so müssen auch dann, wenn Katzen vorhanden sind, immer wieder einmal die Ansiedlungsversuche von Rachtiaallen vorkommen, denn wenn wirklich einmal ein bestimmtes Pärchen vertrieben würde, so spricht sich das noch längst nicht unter den in Zukunft durch die Gegend durchziehenden Rachtigallen herum und es findet sich gelegentlich immer wieder einmal ein Pärchen, das von dem Mißgeschick seines Vorgängers nichts weiß und da bleibt. Diese Gedanken liehen sich noch weiterhin indirekt ergänzen durch die De- obachtungstatsache, daß es immer wieder vorkommt, daß man Rachtigallen urplötzlich in Geländeformationen antrifft, in denen seither nie der Versuch einer solchen Ansiedlung gemacht worden ist. obwohl schon ehedem die Beschaffenheit in Vegetation und Untergrund genau so einladend, für einen Rachtigallen-Standort genau so „typisch" war, wie heutzutage. Mit einem Wort gesagt, ich glaube, daß man — vielleicht gestützt auf Einzelfälle — erst dann auf diese Geschichte von Katze und Rachtigall gekommen ist, als man sich die arteignen Gewohnheiten von Auftauchen und Verschwinden, die die Rachtigallen bei uns zeigen, eben nicht anders erklären konnte. Wobei man beachten muh, dah im Gegensatz zu ihrem regelmäßigen und zahlreichen Vorkommen auf allergrößten geschlossenen Realen in Rheinhessen bei uns nur einzelne De- büschgruppen — und damit stets auf ein und demselben Standort nur ein oder einzelne Pärchen — Ansiedlungsmöglichkeit haben.
Am besten geht das aus eine kurzen Uebersicht über die Nachtigallenbeobachtungsliteratur hervor. Rach Arnold nistete durch Jahre hindurch ein einzelnes Pärchen im Londorfer Schloßpark (Rabenau).
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In den 70er Jahren beobachtete derselbe Gewährs. mann unsere Nachtigall im ehemaligen Altefeld- garten bei Wetzlar, der „leider samt dem alten Häusertor verschwunden ist". 1922 brütete eine Nach, tigall in Gießen, „heute noch in Wetzlar, Braunfels, Weilburg". (Sunkel.) Erhard stellte 1925 ein paar bei Schloß Eisenbach fest, Fischer 1920 bei Laubach. Bad-Nauheim hat stets einige Nachtigallenbrutplatze gehabt. Nach L. Schuster wurden dort 1909 Junge ausgesetzt, 1910 brüteten 500 Meter von der Aussetzungsstelle mehrere Paare. Im benach- barten Taunus hat die Nachtigall ganz gefehlt. Aus Starkenburg ist bislang nur ein Brutvorkommen bei Heppenheim 1922, bei Bensheim 1921 und des öfteren bei Darmstadt bekannt geworden. Das ist gerade alles, was feit den 70er Jahren an Nachtigallen einwandfrei bei uns beobachtet wurde.
Im Jahre 1932 ist es nun urplötzlich anders geworden. Allenthalben kommen aus Oberheffen Mitteilungen über das Auftreten von Nachtigallen in Gegenden, in denen sie nie oder nur höchst selten — und nur gelegentlich — vorkam. Allein im Gießener Bergwerkswald bzw. dem darin gelegenen Ruderal- gelände nisteten vier Pärchen, ein weiteres Vorkommen wurde von Leihgestern gemeldet, in Lich I hat man in der Nähe des Schloßparkes zwei Paare 1
Schlechte Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Nassau.
WSR. Frankfurt a. M., 22. Juni. Die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes hat merklich nachgelassen. Während in der vorigen Derichtszeit die Zahl der Arbeitsuchenden um 3039 zurückgegangen ist, ist in der Derichtszeit vom 1. bis 15. Juni nur ein Abgang von 715 zu verzeichnen, so daß jetzt 3 2 2 8 6 4 (269 480 männliche und 55 384 weibliche) Arbeitsuchende bei den Arbeitsämtern gemeldet sind. In 6 von 18 Arbeitsamtsbezirken ist die Arbeitsuchendenziffer bereit swiedergestiegen (um 1640). Auch in den meisten Derufsgruppen ist schon wieder eine leichte _ Zunahme zu beobachten. Die Zahl der Unterstützten in der Arbeitslosenversicherung ist um 4940 auf 48 002 zurückgegangen, die der Krisenunterstützten um 1135 auf 85 609 gestiegen.
Frankfurter Abendbörse lustlos.
Frankfurt a. M., 22. Juni. Da alle schwebenden Fragen der Innen- und Außenpolitik noch der Lösung harren, konnte man an der Abendbörse stärkste Zurückhaltung beobachten. Von Pudlikumsseite lagen wieder so gut wie keine Orders vor das geringe Geschäft wurde lediglich von der Kulisse getätigt. Das Kursniveau lag gegenüber dem Berliner Schluß behauptet. IG.-Farben eröffneten mit 89% unverändert. Für Gelsenkirchen wurde ein Schätzungskurs von 35 Prozent genannt.
Auch am Rentenmarkt war das Geschäft sehr still. Die Diskussionen über eine neue Zins- senkung stehen jeder Unternehmungslust hemmend entgegen. Von Jndustrieobligationen konnten Stahl- verein-Bonds % Prozent gewinnen; bei Dollar- Bonds waren RWE. etwas mehr gefragt auf das Anziehen der deutschen Werte im Auslande.
Nvibesitzanleihe 3,45, Altbesitzanleihe 37, Schutzgebiete 2,60, Dedibank 30, Reichsbank 123,50, Gelsenkirchen 35, Aschersleben 82, Westeregeln 90, Stahl- oerein 13%, Aku 33, AEG. 20. Sche'ideanstalt 133, JG.-Farben 89%, Gesfürel 50,50, Holzmann 32 Brief, Metallgesellschaft 25, Rütgerswerke 31,25.
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Die Verbreitung der Nachtigall in Seffen 23on Karl Rudolf Ascher.
Bücheriisch.
— „Die neue Einheitsbewertung des Vermögens" von Bankdirektor a. D. Rudolf Körfgen, Steuersachverständigem in Bonn, gibt jedem Steuerpflichtigen eine genaue Anweisung, auf welche Art und Weise man die Einheitswerte prüfen kann, und wie man infolgedessen alle statthaften Steuerermäßigungen erlangt, die unter Berücksichtigung der neuesten Gesetzgebung möglich sind. Das Büchlein ist zu beziehen durch den Verlag Rudolf Körfgen, Bonn, Ermekeisftraße 1, zum Prei e von 2,— RM. — (135)
außerorventllch erbittert. Er erklärte, Schmeling sei von dem Urteil vollkommen überrascht, der Sieg sei seinem Schützling einfach weggenommen worden. Mindestens zehn Runden seien durchaus zugunsten Schmelings verlaufen, der niemals besser als in diesem Treffen kämpfte, während Shar- key durchweg in der Defensive war.
Or. Carl Diem 50 Jahre.
Dr. Carl Diem, der Generalsekretär des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen, feiert am morgigen Freitag seinen 50. Geburtstag. Er wurde in Würzburg geboren und fiedelte zu feiner Aus- Gilbung nach Berlin über, wo er im Jahre 1899 den Sport-Club Marcornannia gründete. Auf Grund feiner großen Fähigkeiten wurde er 1903 Schriftführer der DSB., deren Vorsitzender er später fünf Jahre lang bis 1913 war. Von dieser Zeit an wurde Diem in den Deutschen Reichsausschuß als Generalsekretär berufen. Diesen Posten bekleidet er heute noch. In dieser Eigenschaft führte er den Auf- und Ausbau der Deutschen Hochschule für Leibesübungen durch, wirkte für die Einführung der täglichen Turnstunde, arbeitete am Reichsspielplatz- und Jugendsportpflicht-Gesetzentwurf. In Anerkennung seiner großen Verdienste um die Leibesübungen verlieh ihm die Universität Berlin im Jahre 1920 den Ehrendoktortitel. Auch im Auslande erfreut sich Carl Diem eines sehr guten Rufers» wurde er bereits von Japan und Amerika zuVortragsreisen eingeladen und wird auch in diesem Sommer wieder vor und nach den Olympischen Spielen in Amerika eine Vortragsreise abhalten.
Sporiabteilung des Turnvereins Lollar
Die Fußballabteilung trug die fälligen Rück- spiele gegen die Mannschaften von Ebsdorf in Ebs- dorf aus. Die 2. Mannschaft Lollars siegte gegen die 1. Elf des Gastgebers durch ein Prachttor von Seipp mit dem knappen (Ergebnis von 1:0, während die 3. Mannschaft von Lollar gegen die 2. von Ebsdorf mit 1:2 Toren verlor.
ganz zufriedenzustellen. Die Runde bringt wenig Kampf.
In der 5. Runde landet Sharketz zum ersten Male tief, was Schmeling lächelnd entschuldigt, den Amerikaner aber ermahnt, höher zu schlagen.
Auch in der 6. R u n d e ist der Amerikaner noch der Angreifende, wird aber von Schmeling immer gut gedeckt: Schmeling- Schläge sind überdies genauer.
In der 1. Runde ist der Amerikaner auffallend wütend und wild, wodurch die Genauigkeit seiner Schläge beeinträchtigt wird.
Am Ende der immer noch ruhig verlaufenen 8. Runde scheint Sharketz mitgenommen, erholt sich aber wieder und wird in der 9. Runde sehr agressiv. Don nun an kommt Schmeling stark auf.
Er forciert alle Runden, legt in der 1 0., 1 1. und 12. Runde ein höllisches Äempo vor, kann aber den mit Erbitterung gesuchten entscheidenden Treffer nicht anbringen. Sharketz erholt sich wieder, schlägt in der 13. Runde wieder einmal tief, was Schmeling kaum berührt.
In der 14. Runde ist der Amerikaner sehr mitgenommen, Schmeling kann aber nicht entscheidend treffen.
In der Schlußrunde setzen beide Gegner alles auf eine Karte: der entscheidende Schlag bleibt aber aus. Der Gong beendet den Kampf, das Kampfgericht verkündet Punktsieg des Amerikaners: Sharketz ist Weltmeister. Schmeling zeigt sich als anständiger Verlierer und umarmt seinen Gegner.
Was sagt Schmeling?
Bei der Verkündung des Urteils galt das allgemeine Interesse weniger dem Sieger Sharketz als dem „Unterlegenen" Schmeling. Daß er seine berechtigte Enttäuschung zu verbergen verstand und nach einer kurzen Pause der Verblüffung sofort zu seinem Gegner eilte, um ihm zum Siege zu beglückwünschen, wurde ihm von den sportlich denkenden Zuschauern hoch angerechnet. Trotz der Riederlage darf man sagen, dah der Deutsche durch diesen Kampf eher an Sympathien gewonnen als verloren hat.
Rachdem sich der erste Sturm gelegt hatte, gelang es dem WTD.-Korrespondenten, Max Schmeling in seiner Kabine zu sprechen. Der Deutsche, der erstaunlich frisch war und kaum Spuren des Kampfes aufwies, erklärte:
„Ich mache mir keine besonderen Sorgen wegen dieser Entscheidung. Aber wie konnte Sharketz den Sieg erhalten, obwohl er meist auf dem Rückzüge war?" Lachend fügte et hinzu, er sei noch jung und habe Zeit genug, die Meisterschaft zurück- xugetoinnen. Jederzeit trete er gegen Sharketz an, t>er ihm nichts anzuhaben vermochte, den er vielmehr in 15 Runden gejagt habe.
Die Entscheidung sei durchaus ungerecht.
aber ein Einspruch dagegen erscheine ihm zwecklos. Schmelings Manager, Joe Jakobs war
In der großen Arena auf Long Island stellte sich am Dienstagabend — wir berichteten bereits kurz über den Kampf — der zweimalige deutsche Boxweltmeister Max Schmeling seinem amerikanischen Herausforderer Jack Sharketz, über den er vor zwei Jahren durch dessen Disqualifikation wegen Tiefschlag zum ersten Male seine Weltmeisterschaft gewann. In einem außerordentlich erbitterten Kampf, den der Amerikaner mit leichtem Vorteil begann, wurde der favorisierte Deutsche nach dem Urteil des amerikanischen Kampfgerichtes als besiegt erklärt. Rur ein knapper Punktsieg war es, den Sharketz errang; ein Punktsieg sogar, den man vielleicht als nicht ganz verdient bezeichnen kann und der es auch nach Ansicht eines großen Teiles der gegen die Entscheidung protestierenden Zuschauer nicht war. Auch der Deutsche hielt die Entscheidung für falsch. Zu ändern ist aber an dem Spruch nichts und selbst, toenn es ein Fehlurteil fein sollte, bleibt Max Schmeling kein anderer Ausweg als ein Revanchekampf, zu dem sich ihm hoffentlich baldigst Gelegenheit geben sollte.
Vor 80000 Zuschauern.
Das Stadion auf Long Island schien bis auf den letzten Platz gefüllt, als der große Kampf begann. Die auf 80 (XX) Personen geschätzte Menge nahm das Rahmenprogramm ohne sonderliches Interesse hin: alles fieberte dem Hauptkampf entgegen. Veben den Vertretern der amerikanischen Regierung fehlte selbstverständlich auch Reuhorks Bürgermeister Jimmy Walker nicht. Ebensowenig vermißte man die prominentesten Vertreter von Kunst, Wirtschaft und vom Film. Trübes Wetter machte den Veranstaltern in den Rachmittagsstunden große Sorge. Man erwog eine Verschiebung der Veranstaltung um 24 Stunden. Abends besserte sich aber dann die Wetterlage, so daß der Kampf gesichert war. In großem offiziellen Rahmen fand am frühen Rachmittag das Wiegender Teilnehmer mit für uns ungewohntem Zeremoniell im Reuhorker Staatsgebäude statt. Die deutsche Doxsportdehörde war durch Generalkonsul Dr. Schwartz vertreten. Sharketz brachte 205, Schmeling 188 englische Pfund.
Oer Kampf.
In der 1. Runde entwickelt sich trotz der Rer- vosität beider Boxer schon ein ziemlich aufgeregter Schlagwechsel, bei dem beide Gegner leicht getroffen werden. Sharkey forciert den Kampf, kann aber den Deutschen nicht erschüttern.
Auch in der 2. Runde ist Sharketz der An- greifenbe, ohne aber zu Erfolgen zu kommen. Sharkey sucht eine Blöße des Gegners, der ruhig abwartet, bis er seine Zeit für gekommen erachtet.
3n der 3. Runde bleibt das Tempo das gleiche: der Amerikaner scheint die Runde schlechter zu über stehen, als der kalte Deutsche: dem man fein Zeichen der Erregung anmerkt.
Von der 4. Runde ab wird der Kampf schneller, ohne aber die sensationsgierigen Zuschauer
feftgefteHt, ln Wetzlar mehrere, bet Ortenberg und Lißberg wurden welche gehört, ebenso bei Bad-Nau- beim, Friedberg und anderwärts, kurz, man hat den Eindruck, als habe Oberhessen dies Jahr eine regelrechte Nachtigalleninvasion. Und sicherlich kommen in manchen Gegenden noch weitere Exemplare oor. die man bislang vielleicht nicht „entdeckt" hat.
Worauf mag diele eigenartige Erscheinung beruhen? Möglich ist, daß der lange Nachwinter einen gewissen Einfluß auf den Nachtigallenzug gehabt hat: vielleicht in der Art, daß Paare, die eigentlich nördlicher zu reifen gedachten, ähnlich wie dies Jahr die Waldschnepfe, längere Zeit an südlicheren Stationen rasteten, um abzuwarten, bis im Norden die Gebüsche laubreicher geworden sind, und denen dann etwa in unserer Gegend, weil die Zeit schon zu weit vorgerückt war, der Zug, und Wandertrieb einfach ausging, und die dann blieben, wo sie gerade waren. Möglich ist aber, und das halte ich siedlunys- geographisch für das erklärende Moment beim ganzen, auch schon oben angeschnittenen Nachtigallen, Problem, daß die Nachtigall auf dem Zuge neben ihrem typischen und damit ständigen Brutgebieten (Kühkopf, Schwetzinger Park) auch noch Gelegen- beitsbrutgebiete besiedelt, das sind itjr an sich zusagende größere Gebüschgruppen in Wassernäbe, Parks und feuchtgründige Strauchvegetation (Bergwerkswald), die aber nicht immer auf ihrem Zug von Nachtigallen berührt werden, alsdann jahrelang ohne Nachtigallenbesiedlung bleiben, bis dann der Durch- zug wieder einmal durch diese Gebiete gebt und einige Paare dableiben.
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Dalum
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Datum
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6% Stunde iHetd)oanietbe v. 192; 7% Deutsche Reichsanleihe 0.1929 6¥i% Doung.Anieihe von 1930 . Deutlche Anl.-Ablös.-Cchuld mll AuSlos.-Rechlen.......
Desai, ohne AuSlos.-Rechte .
8% Heil. Volksstaal von 1929
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Oberhesjen Provinz-Anleihe mll AuSlol.-Rechtcn......
Deutzche Komin. Sarnmclahl.
Anleihe Serie 1.......
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfc 15 unkündbar bis 1935 ....
7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar biü 1936 Serie 16 .
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8% Pr. LandeSpsandbrtcsanstalt, Psandbriese R. 19......
7% Pr. Landespfandbriesanstalt, Psandbriese R. 10
4% Oestrrretchische Goldrente . . 4,20% Oesterreichische Silbcrrente 4% Unaarische Goldrente . . . . 4% Ungarische Staatirente V. 1910 4yz% dcSgl. von 1913 ...
6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
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5% flluniän. vereinh. Rente v. 1903 4k%RumLn.veretnh.Rcn1ev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .
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78,28
London. . . Buenos Aires
15,16
15,20
15,24
15,23
0,948
4,209
0,952
0,948
0,952
Reuyork . .
4,217
4,209
4,217
Brüssel. . .
58,54
58,66
58,54
58,66
Italien. . .
Parts . . .
21,50
21,54
21,50
21,54
16,535
16,575
16,54
16,58
Schweiz . .
81.89
82,05
81,89
82,05
Spanien . .
34,67
34,73
34,67
34,73
Danzig. . .
82,22
82,38
82,22
82,38
Japan . . .
1,269
1,271
1,259
1,261
Rio de Jan..
0,325
0,327
0,325
0,327
Jugostawten.
Ltsjabon . .
6,943
6,957
6,893
6,907
13,84
13,86
13,89
13,91
gtrlln, 22.Juni
Geld
Dries
Amerikanische Noten.......
4,20
4,22
Belgische Noten.........
58,38
58,62
Dänische Noten .........
83,08
83,42
Englische Noten.........
15,20
15,26
Französische Noten........
16.50
16,56
Holländische Noten........
169,76
170,44
Italienische Noten........
21,58
21,66
Norwegische Noten........
Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling
74,90
75,20
Rumänische Noten........
2,49
2,51
Schwedische Note»........
77,94
78,26
Schweizer Noten. ........
Spanische Noten.........
81,71
34,53
82,03 34^7
Ungarische Rotte........


