geprüft.
ge
hl. E.
Drouckere auf einer Völkcrbundssitzung äußert.
UnivrrsiZ
yle.
il (IU.) Son inta-Müglieder ! erklär», der Mhrung kam. ihn mit her indes. Der militärischem go fahren un< herheitsvraane lerer schaß zu haben heftige,
Straßen sind len bedeckt, -r die hohe der Angaben narbe die Ruhe ein Mora- uldenzahlungen beiden Sierkl- den Bierteljahr eljahr 20 v.y.
und mit Schutzanzügen ausgerüstet werden sie alle ton Gas befallenen Gegenstände entgiften, ehe irgend« ein Ungeschützter mit ihnen in Berührung kommt.
In einer intensiv beworfenen Grogstadt wird man mit Hundert en von Bränden rechnen müssen, die in der gleichen Stunde aufslammen. Abgesehen davon, daß jeder Hausbesitzer seinen Feuerschutz noch wird verstärken müssen, müssen in solchen Momenten der Feuerwehr auch schon geschulte Hilfskräfte zur Verfügung stehen.
Die Reichsregierung ist in letzter Zeit mit aller Intensität an die Aufgabe herangctreten, die hier erwähnten behördlichen Stellen im Gasschutz und Luftschutz auszubilden! Don all den Selbst, schutzmatznahmen, die die Bevölkerung ausüben soll, weiß noch kaum jemand etwas, weil die Dinge Schritt für Schritt vorbereitet werden mußten. Aber heute wird mit aller Intensität an der Organisation des zivilen Luftschutzes gearbeitet. In allernächster Zeit werden olle Kreise der deutschen Bevölkerung nicht nur von diesen Dingen hören, sie werden auch über den zweckmäßigen Selbstschutz unterrichtet werden.
Deutschland -raucht Lustschuh
Wie schützt sich die Bevölkerung im Kriegsfälle vor Lustangriffen?
•• Forstpersonalie. Verseht wurde der Förster Ludwig Vage! zu Zlteshaulen vom l. August 1932 ab in gleicher Diensteigenschaft in die Försterei Daum garten des Forftamts Schifsen- berg zu Gießen. . _ .
•• Verbesserte Eilgut er befördern n g nach Hamburg. Der h'.er um 15.02 über Kassel. Göttingen. Elz«. Hil^heim nach Hamburg abfahrcnde Eilgüterzug 5131 kurzem so beschleunigt worden, daß er schon
's Scheuer: Kühe: *) Ackern: ') Peitsche. s) euch.
•) sagen: -) 4 Uhr: ’) heute; ') Regen; u) Heu; “) neben; u) Kleiegetränk; M) neues.
Ihm bei dem Zäckcrn zu:
„Ihr Keuh, aich will uch°) ebbcs sahn"). Um vier Auer') mache mer Schluß, Weil aich, denn Hauers gibt's noch Rahn'), Das Haa'°) noch häufle muß. Wann mer bis dahin ftrtig fei Gibts nebig “) Haa un Grummet Für jed' von uch e Kleicbreuh u) Un zur Kirmes e nau") Kummet."
in der vierten <5tunte anderen TagS in Hamburg eintrifft. Die Deförderungsdauer ter für Hamburg bestimmten Eilgüter beträgt allo ab Gießen nur noch 12 61 unten. Eilgut, das mit diesem Zug befördert werten soll, muß bis spä- testens 14.30 Hhr auf geliefert sein.
Eine besondere Aufgabe wird den Arbeitern es städtischen Reinigungswesens zu-
&
der modernen Oberflächlichkeit. Auf Singewochen bildeten sich unter Walter Hensels Führung Singekreile: die seichten Landsknechtslieder werden zurückgedrängt. DaS 18. und 19. Jahrhundert hat auf dem Gebiet des Volksliedes und deS geistlichen CieteS kaum wertvolle- geschaffen, auf das ganze Völker gesehen. Darum greift die Singebewegung auf das Gut deS 16. und 17. Jahrhundert zurück. Auch unsere Kirchenchöre müssen wieder Volkslieder singen, die das ganze Leben unter den Dlickpunkt „®otl“ stellen: am Choral ter Aesormationszeit erlebte die Singebewegung. waS Kirche ist. Sein herber Realismus wigt Zurückhaltung auf der GefühlSseite. Die Bewegung legt Wert darauf, daß der tiefste Gehalt des LieteS beim Singenden sich auswirkt: sie rückt Singen und Leben zusammen. So bleibt sie von Bedeutung für unsere Gemeinden, die das rechte Singen erst wieder lernen müssen.
Der gehaltvolle Vortrag wurde mit lebhaftem Deifall ausgenommen und gab Anlaß zu einet regen Wrssprache.
Warndienst, ter vom Kriegsausbruch an jede bedrohte Stelle in kürzester Frist von ter heran- nahcnoen Gefahr verständigen kann. 11 .ter Verwendung von -i-clcpbDn. Telegraph una Funkcin- richtung sollen die Dehorten ein das ganze Reich überziehendes Flugrneltewescn schaffen. Durch dieses werden Anflug und Flugrichtung jedes feindlichen Flugzeuges rechtzeitig erkannt und die Meldung an die mutmaßlich bedrohten Gebiete zur Warnung geleitet
Selbstschutz der Bevölkerung.
Dann w'.rd die Devö.kerung sofort von den Straßen in die Kellerräume verschwinden. 3n ihnen ist durch zweckmäßige H.rrichtung Schuh vor Granatsplittern und Galen möglich. Die Kosten, die bei dem Umbau eines m.tte^roßen Keller- zu solch einem Sch uh raum entstehen, betragen kaum mehr als 70 d.S 80 Wart Genaue Anwe.sungen. wie ein solcher Umbau am zweckmäßigsten vorgenommen wird, werten schon in ter nächsten Zeit allen Bevöl- kerungSkreisen zugehen. Die Frage einer Herrichtung solcher zentraler Sammelschutz- räume für das ganze deutsche Volk wird augenblicklich von Fachwissenschaftlern eingehend überarbeitet.
Um die Verbindung mit ter Außenwelt ohne Gefahr Herstellen zu können, wird nur eine 'Person den Keller verlassen dürfen, die eine DaS - maSke trägt. Mutmaßlich werten schon im voraus solche Maskenträaer als Luftschutzwarte für alle Sammelräume bestimmt werten, vielleicht wird man diesen auch die Defügnisse eine- Hilfspolizisten übertragen.
Doch nie werten alle Bewohner eines Häuseln den Sammelschuhraum flüchten dürfen. Zeder- zeit kann ja eine jener leichten Brandbomben. die feindliche Flugzeuge zu Hunderten mit sich zu führen imstande sind, daS Dach durchschlagen. Dann würde in wenigen Minuten schon der Dachstuhl in Flam n, en stehen. Deshalb wird in jedem HauS mindestens ein -Mann zur Brandwache bestimmt werden müssen, ter nicht nur die Feuerwehr zu alarmieren hat, sondern auch selber die Bonide schleunigst mit Sand zuschütten muß, um ihr die Zündkraft zu nehmen. Selbstverständlich muß auch dieser Mann mit einer GaSmaSke ausgerüstet sein.
Gerate gegen diese Brandbomben wird di» Bevölkerung auch schon im voraus recht wirkungsvolle Sicherungsmaßnahmen durchführen können. Dor allem werten, sobald Kriegsgefahr droht, die Dachböden von allem alten Gerümpel befreit werden müssen. Sandschichten im Dachstuhl und Anstrich mit einer sicheren Feuerschuhlösung vermindern ebenfallweitgehend diese Gefahr."
Dieser Selbstschutz kann aber immer nur eine wertvolle Ergänzung zu jenem Lustschuhdienst bilden, mit dessen Durchführung von feiten ter Behörden begonnen worden ist.
Der behördliche Lustschuhdienfl.
Mit diesem behördlichen Luftschutzdienst sind heute eine Reihe öffentlicher und privater Stellen als mit einer Zusatzaufgabe betraut worden.
Die Polizei dient als Befehlsstelle und vereinigt die einzelnen Stellen in Luftschutz-Beiräten, welche bereits vielerorts gebildet sind.
Die Technische Nothilfe wird verschüttete Straßen frei machen müssen, damit die Fahrzeuge der Feuerwehr und des Rettungswesens du^chkom- men. Sie wird hierzu besondere „Räumungstrupps" bilden.
Die I n d u st r i e wird gemeinsam mit den Arbeitern Anlagen zur Verdunkelung und Tarnung des Betriebes und zum Schutze der Belegschaft treffen; in einzelnen Werken sind bereits derartige Hebungen vorgenommen worden. Die Jraae einer zweckmäßiaen Tarnung wichtiger amtlicher Gebäude und Industriezentren, fei es durch Vernebelung, sei es durch eine anderweitige Unkenntlichmachunq, wird von den zuständigen amtlichen Stellen gerade
des st _
fallen. Man wird ihnen die Entgiftung der vergasten Straßen und Räume übertragen. Mit Gasmasken
an der Maschine zu erfüllen hatten. Ich verstand nämlich die russische Sprache nicht und mußte ihnen mit allen Mitteln der Zeichensprache, gewissermaßen mit Händen und Füßen, begreiflich zu machen versuchen, was sie zu tun hatten. Nach einigen Monaten ging es besser. Auch hatte ich mich an die herrschenden Verhältniste bald gewohnt, es gab meist gutes Essen, ich verdiente viel Geld und konnte es eigentlich gut aushalten. Die Beleaschast des Werkes betrug zur Zeit meiner dortigen Tätigkeit bereits 16 000 Mann. Man trägt sich aber mit dem Gedanken, das Werk so weit auszubauen, daß 60000 Mann beschäftigt werden können. Der Beomtenapparal zur Inganghaltung des Betriebes erschien mir dabei immer sehr groß und gleichzeitig sehr kostspielig. Von der oielgepriese- nen „Gleichheit" habe Ich nur wenig bemerkt. So verdienen manche Arbeiter nur 45 Rubel im Monat, die anderen 1000 in der gleichen Zeit. Es waren auch verschiedene deutsche Staatsangehörige im Betrieb, die aber kaum das Esten verdienen konnten und deshalb in die Heimat zurückkehrten. Lieber Onkel! Ich hätte Dir sehr gern von Moskau aus geschrieben, ober es hätte herzlich weyig Zweck gehabt, denn das, was Du im besonderen wissen wolltest, das hätte ich nie schreiben dürfen ...
Ameisen — die Schutzpolizisten des Waldes.
Wer einmal gesehen hat, wie Hunderte, ja Tausente von Hektar frischer grüner Fichten- und Kiefernwälder von Millionen und aber Millionen Raupen kahlgefressen werten, ter wird diese- Bild nie vergessen und die dringende Forderung verstehens Bewahrt den Wald vor solchen Verwüstungen. Auf ausgedehnten Flächen ragen die kahlen Stämme zum Himmel und sind stumme Zeugen solcher Ereignisse. Dazu kommt heute, daß die auf diese Weise vernichteten Waldbestänte nicht einmal eingeschlagen werden können, da das Holz sich nicht verwerten läßt, und es dem Wald- besitzer an den notwendigen Mitteln fehlt, das Holz einzuschlagen und aufzuarbeiten, wenn er nicht die Gewißheit hat, da- Holz auch verkaufen zu können. So sind die kahlgefressenen Wälder wieder wertlose Oedflächen und legen zugleich Zeugnis ab von ter schweren Rot ter deutschen Waldwirtschaft. Sie warnen jeden eindringlich: Behütet den deutschen Wald vor Feuersgefahr und Raupenfraß.
Freilich sind solche Raupenplagen in den letzten Jahren schon recht häufig erfolgreich durch Bestäubung vom Flugzeug aus bekämpft worden, aber das Verfahren ist für den Waldtesiher recht kostspielig und ein Schaden für die betroffenen Bestände läßt sich niemals vermeiden. Darum heißt eS auch hier: Vorbeugen! Die natürlichen Feinde der Raupe, die Do gelweit, die verschiedenen Schlupfwespen, aber auch die Waldameisen sind zu erhalten. Gerade die Ameisen haben schon manchen Bestand vor Kahlfraß tewayren können. Wenn man das Leben im Umkreise eines großen Ameisenhaufens beobachtet, so wird man mit Bewunderung feststellen, was all^s von den Ameisen an Raupen, Käsern, Schmetterlingen, Larven, Fliegen usw. herbeigeschleppt wird. Durch Zählung konnte fest- geftellt werden, daß bis zu 100 000 dieser verschiedenen Insekten die Tagesbeute ter Bewohner eines einzigen großen Ameisenhaufens bilden. Ferner konnte man beobachten, daß ein normaler Ameisenstaat mit schätzungsweise 75 000 Bewohnern ungefähr einen Hektar vollkommen vor Insektenfraß zu schützen vermag. Cin Waldkomplexe von 500 Hektar, ter künstlich mit 340 Ameisenhaufen besiedelt werten konnte, blieb bei einem dreimaligen Ronnenfraß und einmaligem Forleulen- fraß, dem die umliegenden Bestände zum Opfer fielen, vollkommen verschont.
Die verschiedenen forstschädlichen Raupen kommen im Sommer ober Herbst von den Bäumen herunter, um sich im Erdboden oder unter der Moosdecke zu verpuppen ober bort als Raupe zu überwintern. Sind genügend Ameisen vorhanden, so wird jede Raupe verschleppt und getötet, so daß eine Verpuppung und damit Entwicklung neuer Falter nicht vor sich gehen kann. Jeder Waldbcsitzer muß daher seine Ameisen schonen, deren Existenzbedingungen verbessern und keinesfalls dulden, daß Ameisenhaufen aus Langeweile von Kindern oder Halbwüchsigen zerstört werden. Die Lebensbedingungen der Ameise kann er aber nicht fördern, wenn er noch immer die auch für den Bestand so überaus verderbliche Streu- Nutzung oornimmt. Die Ameise gehört in den Wald, sie sorgt dafür, daß die forstschädlichen Insekten auf den „eisernen Bestand" beschränkt bleiben und bewahrt den Wald zusammen mit der Vogelwclt vor Insektenkalamitäten, die dem Waldbesitzer und Forst- mann allzu häufig schwere Sorge bereitet haben.
Das Versprechen hinterm Pflug.
Der Schibbehannes ist ein Bauer Wie es viele gibt im Land, Sein Haus, die Ställ und auch die Schauer') Sind immer gut imftanb.
Sein Diehstanb kann sich sehen lasten, Er hat bie bicksten Sau Und Gäns und Hühner feinster Rassen Und auch die schönsten Keuh-).
Auf seinen schuldenfreien Aeckern Schafft er stets unermüdlich, Sein Sinn beim Mähen und beim Zockern') Ist immer fromm und friedlich.
Er brauchte für sein Kuhgespann Stein Fluchen, keine Peutsch ), Er trieb's mit guten Worten an In oberhest'schcm Deutsch.
Einst suchte ich am Weldesrand Nach langer Wanderung Ruh Und hört, geschützt vorm Sonnenbrand
usgefjöben unb lopft. Ich W 3 fallen lallen, reimal mit bcm mir acht Split' eifrig Mal mit Teerpappe den Stranbparjelle iberaufbau des immer auf den auf ben linst" Eimer Schweiz berartige
„ wmil « * * er niemanb oa,
i mir alle drei ohne Störung ’ag, und indek iss
M3 )QU5 an ’oirm* " •. hie -ollen- übel DO °°r in her * Telephon'^?'
St«®* ”
jere ®!n* verkauft- AÄ
t ellt ßn-iiy \#
Oie Aufgaben des zivilen Lustschutzes.
Hnd dennoch brauchen wir nicht ganz un- ge schützt uns solchen feindlichen Luftüberfällen un gegebenen Falle auszuliefern. Das Pariser Luftsahrtabkommen vorn Jahre 1926 hat auch un- die Errichtung eines zivilen Luftschutzes gestattet. Sein Ausbau ist eine ter notwendigsten Aufgaben ter Behörden unter Mitwirkung der Bevölkerung. Aber noch ist das Wissen der Bevölkerung um diese Rotwendigkeit nur gering. Deshalb ist auf Anregung von privaten Sachverständigen der .Deutsche Lustschutzverband" gegründet worden.
Das Wichtigste eines zivilen Luftschutzes ist ein sorgfältig vorbereiteter Flugmelde- und
Dom 23. bi- 25. 3uni findet hx Ostpreußen die erst« große Luftschutzübung statt. Die Bedeutung dieser Hebung gebt schon aus ter Tatsache hervor, daß an ihr auch der Reich-tnnenminister teilnehmen wird Dennoch wissen weite Kreise kaum, wa- .Luftschutz" «igenllich bedeutet. oie wissen vor allem auch nicht, tote dieser Luftschutz durch gesührt werten wird.
Deshalb hat unser Berliner Mitarbeiter, das Dorstandsmitglied des vor kurzem gegrünte len DeutschenLuftschutzver- oandeS. Herrn Direktor G e i ß l« r ausgesucht. und ihm über den Stand deS deutschen Lustschutzwesen- einige Fragen vorgelegt.
Die Gefahren eines Luftangriffs.
.Wir dürfen keinerlei Luflstreitkräfte baten. Dir dürfen auch keine Streitkräfte besitzen, die lediglich der Abwehr feindlicher Luftangriffe dienen. Wenn also Krieg wäre, würden feindliche Flugzeuge ungehindert über unsere Grenzen dringen kennen. 3n unseren Nachbarländern steh:n siebentausend Bombenflugzeuge bereit. Da-rheinisch - westfälische 3n- dustriegebiet kann von den französischen Flugzeugen in einerStundeerreicht werten. Wenige Minuten schon nach ter Kriegserklärung können über den Gruben und Hütten Ober- schIesien - tschechische und polnische Domben- geschwater erscheinen. Auch Berlin — das heute ja nur mehr zweihundert Kilometer von ter Grenze entfernt Hegt — kann von polnischen und tschechischen Lustgeschwatern in einer Stunde bedroht sein. Daim werten die Bomben fallen, Arbeit und Menschenleben Vernichterxd. Sie werten keinen Hnterschied machen zwischen alt und jung, zwischen Arbeiter und Unternehmer, zwischen Kind und Mann.
Die Sprengbomben, die beim Aufplatzen in sechshundert bis zwölfhundert Splitter nusein- anberfüegen, werben alles zerfetzen, was mit ihnen in Berührung kommt. Die Tlinenbomben, bie heute schon ein Gewicht von bis zu taufenb Kilogramm haben, werben Inbustriewerke unb float- liche Gebäude auseinanberreihen. Eine Bombe von fünfzig Kilogramm durchschlägt ja schon ein vierstöckiges Haus. Andere Flugzeuge werben Brandbomben werfen. Diese strömen nach ihrer Explosion eine Hitze von zweitausend bis dreitausend Grad aus bringen dadurch alle brennbaren Stoffe zur Entzündung. Und mit all diesen Schrek- ken werden jene Maschinen kommen, die Gasbomben werfen, Bomben, gefüllt mit den ent- setzlichsten Giftstoffen, die je die Chemie ersann, und unter deren Wirkung Mensch und Tier qualvoll verenden werden. Ist es wahr, daß wir tatsächlich nach Internationalem Recht all diesen frauenvollen Gefahren ungeschützt ausge- ie f e rt sein sollen?"
Deutschlands militärische Ohnmacht.
„9a und Nein. Militärisch sind wir gegen solche Angriffe feindlicher Luftgeschwader vollkommen ungerüstet, denn durch das Diktat von Versailles ist die deutsche Luftwaffe zerschlagen worden. Selbst Reichswehr und Polizei dürfen sich im Fliegen nur sportlich und im ganz kleinen Aus- maß üben. Aber auch fast jede Erdabwehr ist durch jenen Vertrag uns untersagt. Unsere Nachbarn haben eintausendachthunbert Flugzeugabwehrkanonen aufgeftelt, obwohl wir keine Mili- tärflugzeuge haben. Die paar Kanonen jeboch, die wir in Königsberg, in einigen Küstenanlagen und an Bord weniger Schiffe führen dürfen, bedeuten k e i n e r l e i S ch u tz für die deutschen Städte gegen feindliche Luftübersalle.
Für den feixxdlichen Piloten würde ter Angriff auf unsere Heimat nichts weiter bedeuten als die Ausführung eines ganz gewöhnlichen Fernfluges. Selbst an daS fliegerische Können wären die An- forterimgen nur gering. Denn die bei einem Luftangriff gegen Deutschland zu bewältigenden Entfern xm gen betragen kaum über zweihundert Kilometer. Der Aktionsradius der Bombenflugzeuge beträgt in ter Regel aber tausend Kilometer. .Die Tatsache, daß es Deutschland verboten ist, sich gegen Luftangriffe zu verteidigen, muß als eine zynische Grausamkeit bezeichnet werten", hat selbst der belgische Delegierte d e
^ilion, -'te
2®z9nem Men. Ti«
Deutsch. J^nieman.
brüdt Gunter-
dem Mu- rtvklt bet. 'undAer- * und der intern, jn urschen. 3m Jni> die ßfa, Uschast der. "und Din- 'Micher Füh. Sftng muh ich ^ritien 1 Iwhefren 1 nicht durch andern durch rntrum glaubt -tzten Dahlen ng. Dir wer- Monat 3uli arteigenossen! ikamhs am lgsschlacht chufr auch die in den Län« >hne ftompro- 'ir dann am Men haben r allem auch m Tradition ' Lösung bet : befähigt fein
Kirche und (Schule.
Tie T kanatökonfercitz der eoanselischen (4c stlichcn des Dekanats ttutzen
tagte gestern im Matthäussaal. Der Vorsitzende Dekan ©ufrmann (Kirchberg) begrüß le besonders den Superintendenten D. Wagner Rach Besprechung von dienstlichen Angelegenheiten hielt Pfarrassistent Knell (Gießen) einen Vortrag über .Die Singebewcgung und ihre Bedeutung für die Kirche". Diese e^reuliche Bewegung (Fritz Zote) ist erwachsen auf dem Boden der Großstadt» und Gremzlandnot. Das alte Liedgut unseres Volkes begegnet in ihr
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 23. 3uni 1932.
Hebungen zwischen Aufflehen und Frühstück.
ES ist eine alle Erfahrung: wenn man Jung und schön ist, denkt man meist nicht so viel an sein Aussehen. Man freut sich, wenn man in den Spiegel blickt und einem daS hübsche Gesicht entgegenlacht und die geschmeidige Gestalt auch vor der kritischsten Prüfung bestehen kann, aber man denkt nicht daran, daß diese herrlichen Besitztümer einem nicht immer bleiben, und doch hantelt man klug, wenn man in jungen Zähren, so lange man eS eigentlich .noch nicht nötig hat", daraus bedacht ist, seine Schönheit zu pflegen, und zwar auf vernunftgemäße Weise. Wer bereiten anfängt. seine Haut zu pflegen und auf seine Haltung au achten, wird immer später denen gegenüber un Vorteil sein, die erst an ihre Schönheit denken, wenn sie dahin ist, wenn sich Runzeln gebildet habexx, wenn sich Fett anseht und der Körper feine Geschmeidigkeit verloren hat.
Der junge Mensch soll sich sagen, daß eine vernunftgemäße Hautpflege viel besser ist al- Puter und Schmi-xke.
Regelmäßige Körperübungen sind jedem jungen Mädchen anzuraten. Hier ist hie Gewohxcheit ter teste Lehrmeister, und wenn irgendwo, so gilt hier das alte Sprichwort: .Jung gewohnt, alt getan." Man darf gar nicht auS der Hebung kommenI Dann erhält man feinen Körper leistungsfähig, geschmeidig und jung.
Alle Hebungen sind am besten im Badeanzug auSzusühren. Eine sehr wesentliche Hebung ist das Acten ter Deine. Man stellt sich in etwaS nach hinten geneigter Haltung, natürlich ohne Schuhe, auf und hebt das eine Dein ganz gerate in die Höhe, so hoch man kann. DaS macht man mehrmals. Zinmer ein Dein mit dem andern abwechselnd. Wenn man nicht höher kommen kann, stützt man sich mit den Händen gegen die Wand und versucht nun, die möglichste Höhe zu erreichen. Die dritte Position ist, sich mit den Händen zu stützen und dann das Dein von einem andern hoch heben zu lassen, immer so hoch wie möglich, selbst wenn es etwas weh tut. Immer beide Beine abwechseln. Man wird sehen, baß man nach einiger Zeit bei regelmäßiger täglicher Hebung dahin kommt, ohne fremde Hilfe und ohne jede Stütze bie Beine sehr hoch heben zu können und doch im Gleichgewicht zu bleiben.
Eine andere wichtige Hebung ist die Streckung des Rückgrats. Man jetzt sich auf einen Stuhl, so daß die Lehne seitlich ist, stellt die Füße unter einen Schrank ober ein anderes schweres Möbelstück, hebt bie Arme über ben Köpft unb neigt sich nun nach hinten, allmählich immer weiter. Beim Wieberaus- richten kann man sich im Anfang ruhig von jeman- bem helfen lassen. Der Körper muß sich nur an diese Hebungen gewöhnen. In erstaunlich kurzer Zeit ist man bann imftanbe, auch schwierigere Hebungen ohne Mühe auszusühren.
Sehr wertvoll sind die Hebungen bie im Liegen ausgeführt werben. Man legt sich auf eine Decke ober einen Teppich, streckt die Arme längs des Körpers aus unb versucht sich auf Schultern unb Ferse zu heben. '21nfaiys wird man vielleicht die Ellbogen zu Hilfe nehmen müssen, aber wenn man beharrlich weiter versucht, wirb man auch biese schwierige Hebung bald beherrschen. Beine und Körper müßen immer gerade gestreckt sein.
Nach jeder Hebung soll man immer eine kleine Ruhepause machen. Lesonbers im Anfang soll man niemals zu lang anhültenbe Hebungen matten, ba maif baburd) zu sehr ermüdet wirb. Nach ber Hebung tut man gut, sich richtig auszuruhen, am besten auf einem Bett ober einem Sofa, auf bem man sich richtig ausstrecken kann. Sehr erfrischend sinb Atemübungen, bei benen man tief ein. unb ausatmet unter aleichzeitigem Heben und Senken der Arme. Für bie Körperhaltung im allgemeinen kann man immer eine Gehübung einschieben, indem man mit emporgehobe- nen Armen unb gerate gerichtetem Kopf unb Rückgrat auf ben Zehspitzen geht. Auch Kniebeugen sind wesentlich, dürfen aber nicht übertrieben werden, da sie im^lnfang sehr anstrengend sind. D. R.
Weitere Zunahme
der Wohlsahrtserwerbslosen in Hessen
Im Dolksstaat He-ssen ist nach ben neuesten (Ermittelungen des Hessischen Lanbesstatistischen Amts bie Zahl ber von ben Arbeitsämtern anerkannten, bei ben Bezirksfürsorgestellen gezählten Wohl- fahrtserwerbslosen gegenüber bcm Vormonat von 45 751 auf 47 851 am 31. Mai gestiegen. Um die gleiche Zeit des Vorjahres waren 24 987 Wohlfahrtserwerbslose ermittelt. Während im Mai bie Wohlfahrtserwerbslosen in Hessen um 2100 zunahmen, hatten sie sich im gleichen Monat des Vorjahres nur um 10 vermehrt.
Ein Briöf aus Rußland.
Ein Gießener Bürger, ber vielen bekannte Kreisfeuerwehr.Inspektor D i ck o r 6, erhielt in biesen Tagen von seinem Neffen einen Bries, in dem ber Schreiber Einbrücke von seiner Reise nach Rußlanb unb seiner Tätigkeit in einer dortigen Kriegsmate- rialfabrit schildert. Der Brief ist hx einigen Stellen sehr interessant und gibt einen kleinen Einblick in das Rußland von heute. In diesem Briefe heißt es unter anderem:
„In Deutschland konnte ich, wie du weißt, lieber Onkel, keine Arbeit finden. Um Arbeit zu bekommen und gleichzeitig ein Stück Welt kennenzulernen, wandte ich mich nach Rußland. Anfang September des vorigen Jahres begann ich die Reise, die mich über Polen dem Sowjetstaat entgegenführte. Zwischen den beiden Staaten befindet sich eine etwa 100 Meter breite neutrale Zone. Durch diese Zone fuhr ter Zug sehr langsam, die polnischen Zug- poften sprangen ao, die russischen auf. Kurz vor der Grenzstation Nigoralle fuhr der Zug durch einen Empsangsbogen, mit roten Fahnen unb bcm Sowjetstern geschmückt. Ich mußte mein Gelb um- wechseln unb für ben Rubel 2,17 Mark bezahlen. Die Uhr mußte vorgerückt werben, denn bie mitteleuropäische Zeit ist für biese Gegend nicht mehr zuständig. Nach einigen Stunden Aufenthalt beftiea ich ben russischen Zug, fuhr 16 Stunden lang burch flache russische Lanbschast, um endlich in Moskau (Alexander-Bahnhof) anzukommen. Dom Trustleiter wurden wir (es fuhren noch mehrere deutsche Arbeiter mit) empfangen, bas Freiheitslieb erklang, unb bann würben wir unseren Bestimmungsorten zugeleitet. Der Omnibus brachte uns burch bas Zentrum der Stabt zum Bahnhof Ieresslavky, unb eine elektrische Schnellbahn führte zum Werk, einer Fabrik, in ber leichte unb schwere Geschütze hergestellt würben. Dort würbe ich als Einrichter beschäftigt. Es ist nicht weiter verwunderlich: es war mir anfänglich sehr schwer, ben Leuten, bie ich anzulernen hatte, begreiflich zu machen, welche Funktionen sie


