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za Dohna, Prälat S ch o e l l (Stattgart), Wendling (Stattgart).

Das Kuratorium

der Hinhenburg-Ausschüsse.

Miere Enttäuschung im Mmelland.

Oie Deuffchen befürchten neue litauische Gewalttaten zur gänzlichen Beseitigung der Autonomie.

Berlin, 22. Febr. (VDZ.) Wegen ihrer Sel­tenheit ist eine Reichstagstagung heute zu einem Ereignis von ganz besonderer Bedeutung ge­worden. Das Interesse, mit dem die Öffentlichkeit heute die Reichstaassitzungen verfolgt, kommt ijx der starken Rachfrage nach Tribünen­karten und in dem Andrang des Publi­kums zum Reichstagsgebäude zum Ausdruck. Auch diesmal rechnet man wieder mit großen Ansammlungen in der Umgebung des Reichstagsgcbäudes. Die Polizei hat deshalb um­fangreiche Vorkehrungen getroffen, um das Reichstagsgebäude in einem bestimmten Umkreis abzusperren und Ruhestörungen zu verhindern.

Der Montag stand im Zeichen der Vorbereitung der bevorstehenden Plenarveryandlungea. Es liegen .jetzt auch die Anträge der Ratio- nalsozialisten vor, und zwar ein Antrag, der dem Rcichskabinett das Miß­trauen ausspricht, ein Antrag auf Auf­lösung des Reichstags und ein Antrag, sämtliche Rotverordnungen seit 1930 außerKraftzu setzen. Für den Fall der Ab­lehnung des letzten Antrages sind Eventual­anträge eingebracht, die die Rotverordnungen zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen, oder, wenn auch das abaelehnt wird, die Rotverord­nungen und Verordnungen, die die Wahl- und Versammlungsfreiheit einschränken, während des Wahlkampfes außer Kraft sehen wollen.

Die Deutsch nationalen haben neben ähn­lichen Anträgen einen Antrag vorgelegt, wonach der Rundfunk während des Wahlkampfes allen

tionalfozialiftcn angenommen. Der Ausschuß faßte schließlich gegen die Kommunisten den Be- schluß, die Regierung zu ersuchen, in Verhand- lungen mit dem ehemaligen großherzoglichen Hause einzutreten, um in Anbetracht der schwierigen Ver­hältnisse und der allgemeinen Rot eine N e u r e g e-

Heule Zusammeulrilt des Reichstags

Oie Mißirauensanträge her Opposition. Am greifog wird hie Entscheihung erwartet.

d. h. die national-litauische Fraktion, beauftragen, einen Kandidaten zu nomi­nieren. Zweifellos würde der Gouverneur diesen Kandidaten ernennen, und dieser würde aus litauischen Kreisen sich seine bei­den Landesdirektoren nehmen. Rach Bildung dieses Direktoriums durch den Gou­verneur müßte dann der Memelländische Landtag zusammentreten. Es wird hier aller­dings bezweifelt, daß der jetzige Landtag die­sem Direktorium sein Vertrauen aussprechen würde. Die Folge wäre dann die Auflösung des Landtages und das Ausschreiben von Reuwahlen, die nach Art. 12 des Memel- Statuts sechs Wochen nach der Auflösung statt­zufinden hätten. Für diesen Fall rechnet man in litauischen Kreisen mit einem starkenMan- datszuwachs.

Deutschland fordert Einschreiten der Signatarmächte.

Berlin, 22. Febr. (ERB.) Die deutsche Re­gierung hat ihre bei den Signatarstaaten des Me- melstatuts akkreditierten diplomatischen Vertreter beauftragt, Schritte zu unternehmen, um mit Rachdruck darauf hinzuweisen, daß entsprechend den am Samstag gefaßten Beschlüssen des Dölker- bundsrates der Haager Gerichts Hof an- g e r u f e n werden soll, um die Frage her Recht­mäßigkeit der Abberufung des Landesdirektors Böttcher von der Memelregierung zu prüfen. An­gesichts der Entscheidung des Völkerbundsrates im Memelkonflikt, die trotz der formalen Vorbehalte des litauischen Außenministers Zarznius die L a g e im Memelgebiet als anormal präzisiert und die Rotwendigkeit von Maßnahmen zur Verhinderung einer Verschlimme­rung der Lage ausgesprochen hat, muß Deutschland entschieden darauf bestehen, daß wie­der gesetzmäßige Z u st ä n d e im Memelland herbeigeführt werden und die Signatarstaaten des Memelstatuts ihrer Pflicht entsprechen.

dem Trauergeläut der Dresdener Kirchen n a ch d e r Hofkirche bewegt, überall von einer ehrfurcht- voll schweigenden dickten Menschenmenge begrüßt.

Die Hofkirche ist durchflutet vom herben Hauch des Lorbeers. Schwarze Draperien schaffen ein stimmungsvolles Dunkel. An den Seitengängen sind die Kränze und Blumen gehäuft, daran seidene Schleifen im leuchtenden Schwarz-Weih- Rot, in den Reichs-, Landes- und Stadtfarben. Feierliches Glockengeläut kündet das Herannahen des Trauerzuges. Am Eingang der Kirche emp­fängt Bischof Gröber ben toten König und geleitet den Sarg nach dem Platz vor dem Hoch­altar, wo die Aufbahrung erfolgt. Fähnriche der Infanterieschule bilden Spalier. Orgelklang rauscht auf, Fahnen umsäumen die Kirchengänge, Schiss und Emporen sind bis zum letzten Platz gefüllt. Bischof Gröber nimmt die stille Einseg­nung des Toten vor. Dann zieht der ganze Trauerzug noch einmal an dem Sarge vorbei. Offiziere halten die Totenwache. Am Mtar bren­nen die Kerzen.

Kürzung der Beamtenbesoldung eben­falls herabzusetzen, wurde mit den drei Stimmen der Antragsteller gegen die Kommunisten bei sechs Enthaltungen der Nationalsozialisten und des Zentrums angenommen. Ziffer 3 des sozialdemokratischen Antrags, der eine Volksab- st i m m a n g im Falle eines negativen Ergebnisses der Verhandlungen mit dem großherzoglichen Haus verlangt, wurde nicht zugelafsen, da Volks­abstimmungen Parteisachs sind. Der sozialdemokra­tische Antrag, der verlangt, daß die Regierung bei der Reichsregierang die Vorlage^eines Gesetzes be­antragen soll, das die Länder ermächtigt, die Zahlangen an die ehemaligen Landesfürsten vorläufig einza stellen and ihre Abfindung entsprechend der staatlichen Notlage durch Lan­desgesetz neu zu regeln, wurde mit den Stimmen der Antragsteller gegen die Kommunisten bei Stimmenthaltung des Zentrums und der Na-

Oie japanische Offensive zum Stehen gekommen.

Schwere Kämpfe bei Tschapei.

Schanghai, 22. Febr. (WTD.) Rach drei­tägigen schweren Kämpfen ist die japanische Offensive überall zum Stehen ge­kommen. Der rechte japanische Flügel befindet sich in vorgeschobener Stellung bei Kiang- wan, das die Chinesen hartnäckig halten. An der Front bei Tschapei haben die Chinesen die Offensive ergriffen und versuchen, die japani­schen Linien zu durchbrechen, doch scheitert ihr Vorgehen an den dicken Sandsackwällen und Stacheldrahtverhauen der Japaner. Die Kämpfe waren sehr verlu st reich auf beiden Seiten, sogar die Japaner geben 300 Tote und Verwundete zu, doch meint man, daß sie noch größere Verluste erlitten haben. Die Chinesen sol­len 500 Tote und 1500 Verwundete verloren ha­ben. Die Verluste der Zivilbevölkerung sind wahr-

Berlin, 22. Febr. (WTB.) Das Kuratorium der Hindenburg-Ausschüsse ist heute abend zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Den Vorsitz des Kuratoriums hat Geheimrat Duis berg (Leverkusen) übernommen. Es wurde ein Arbeitsausschuß unter dem Vorsitz des Land­rats a. D. Dr. G e r e k e, MdR., gebildet. Das Kurato­rium fordert zur Bildung von Landes- Ortsausschüssen auf, soweit dies noch nicht geschehen ist. Durch eine D o l k s s a m m l u n g soll weitesten Kreisen Gelegenheit gegeben werden, die Wiederwahl des Feldmarschalls durch Geldspenden zu fördern. Die Hauptgeschäftsstelle des Arbeitsaus­schusses befindet sich in Berlin, Prinz - Albrecht - Straße 9.

Gruppen und Kandidaten zur Verfügung gestellt wird.

Die Kommunisten haben besondere Miß- trauensanträge gegen das Gesamtkabinett und den Minister Groener eingebracht. Auch sie verlangen die Auflösung des Reichstags und die 'Aufhebung der Notverordnungen. Hinzu find neuer­dings noch Anträge gekommen, die Zahlung von Polizeikosten an die Länder und namentlich an Braunschweig einzustellen, alle Lebensmittel­zölle aufzuheben und den Brotpreis auf den Stand von 1913 zu senken.

Die Deutsche Volkspartei hat den Be­schluß gefaßt, ebenfalls ein Mißtrauens­votum gegen das Reichskabinett einzubringen and bei der Abstimmung Fraktionszwang aus­zuüben. Die Volkspartei wird ihren Antrag mit einer besonderen Erklärung verbinden, in der die selbständige oppositionelle Stellung der Partei hervorgehoben wird.

Am Freitag sollen die Abstimmungen so­wohl über den Wahltermin als auch über die zahl­reichen Anträge stattfinden. In Kreisen der Regie­rung rechnet man auch diesmal wieder unbedingt mit einer Mehrheit gegen die Miß­trauensanträge. Mit der Deutschen V o l k s p a r t e i wird das Landvolk das er­gibt sich aus der Entschließung des Reichspartei­aasschusses wieder gegen d i e Regierung stimmen. Das Schicksal der Mißtrauensanträge wird also, wie im Oktober, von der Entscheidung der Wirtschaftspartei abhängen.

tim die Abfindung des Großherzogs.

Finanzausschuß des Hefsifchen Landtags.

Darmstadt, 22. Febr. (WSN.) Der Finanz­ausschuß des Hessischen Landtags nahm mit fünf gegen vier Stimmen der Kommunisten und Natio­nalsozialisten die Regierungsvorlage an, die das Finanzgesetz des Jahres 1931 bis zum 3 0. September 19 32 erstreckt, da mit einer rechtzeitigen Verabschiedung des Etats durch den Landtag nicht zu rechnen ist. Dann befaßte man sich mit verschiedenen Anträgen der Kommunisten, Sozialdemokraten und Nationalsozialisten zur Ab­findung desehemaligen Großherzogs. Die Regieruna erklärte, sie wolle zunächst die gesetz­lichen Maßnahmen im Reichstag abwarten, erklärte sich jedoch bereit, inzwischen schon in Verhand­lungen mit der Verwaltung des ehemaligen groß- herzoglichen Hauses einzutreten.

Der kommunistische Antrag auf ent- schädi gangslose Enteignang wurde dann mit 6 Stimmen der Nationalsozialisten und des Zentrums gegen die Kommunisten bei sozialdemo- kratischer Stimmenthaltung abgelebt! t. Der so­zialdemokratische Antrag, die Auszahlungen an den | ehemaligen Großherzog im Verhältnis der!

Des Königs von Sachsen letzte Fahrt.

Uebersührung nach Dresden und Aufbahrung in der Hoskirche.

Dresden, 22. Febr. (WTB.) Ganz Dresden stand heute unter dem Zeichen der Llebersührung der Leiche des vormaligen Königs. Um den Bahn­hof hatte sich eine ungeheure Menschenmenge an- gesammelt. Lim 9.15 Llhr marschierte d i e mili­tärische Trauerparade mit der Fahnen­kompanie, einem gemischten Bataillon Infanterie, einer Batterie Artillerie und einer Schwadron Kavallerie unter Führung des General­majors Beck auf. Vor dem Königspavillon hatte sich die Generalität der alten sächsischen Armee und das gesamte dienstfreie Reichs­wehroffizierkorps von Dresden versam­melt. Kurz vor 10 Llhr erschienen die Mitglieder des ehemaligen königlichen Haases sowie die katholische Geistlichkeit.

Der Wiener-Platz vor dem Bahnhof and die Zu- suhrungsstraßen waren von einer unabsehba­ren Menschenmenge angefüllt, die im tiefsten schweigen verharrte, als gegen 10 Uhr ber Ex­tra z u a mit der Leiche des Königs Friedrich August in der Halle des Bahnhofs einlief. Vier Unteroffi­ziere der Traditionskompanie hoben den Sarg aus dem Wagen. Stumm grüßten ihn die Mitglieder des Hauses Wettin, der Ministerpräsident Schi eck, Polizeipräsident Dr. Palitzsch und Mini­sterialdirektor Dr. Schettler von der Staatskanzlei Unter präsentiertem Gewehr der Trauer- kompanie der Reichswehr und unter den Klängen des Präsentiermarsches des Leibgrenadier-Regiments wird der Sarg auf die schwarzverhängte Geschützlafette gehoben. Der Trauerzug setzte sich dann in Bewegung. Hinter der Musikkapelle des militärischen Trauergeleites mit den Fahnen der alten Regimenter folgten die Batterie des Artillerie- Regiments 4 und die 6. Eskadron des Reiter-Regi­ments 12. Die Lafette mit dem Sarg wird von vier Rappen gezogen. Vorausgetragen werden d e s Königs Marschallftab und die Ordenskissen die Wettiner Hausfahne bedeckt den Sarg. Hinter der Lafette folgen Chorknaben, die Geistlichkeit, die Hofjäger und die Familienmitglieder des Toten hierauf das Offizierkorps. Auch der rangälteste säch­sische General, Edler von der Planitz, gibt seinem toten Könige das Geleit. Dann schließen sich die Abordnungen der Kriegervereine aus dem gan­zen Lande und zum Schluß die studentischen Ver­bindungen in Wichs mit trauerumflorten Fahnen an. Berittene Polizei schließt den Zug, der sich unter

Memel, 22. Febr. (TU.) Die Spannung, die im Memelland allaemein in Erwartung des Ergeb­nisses von Genf herrschte, hat sich nunmehr gelöst. Man erblickt ober in dem Verhalten des Völker­bundes einen völligen Versager. Wenn auch Litauen noch keineswegs Recht erhalten habe, so sei die Entscheidung über die Streitfragen zwi­schen dem Memellande und der litauischen Regie­rung doch soweit hinausgezögert, daß dem Gouverneur des Memelgebietes Merkps aus­reichend Zeit bleibe, um seine politischen Pläne zu verwirklichen. Man rechnet im Memellande be­stimmt damit, daß trotz der Ratsentschließung nun­mehr der zweite Pfeiler der Autonomie, der Landtag gestürzt werden wird, wie es Außen­minister Zaunius in Genf ja bereits angekündigt hat. Man bezweifelt sehr, ob es bann überhaupt zu Neuwahlen kommen wirb. Sollten sie ben- noch ausgeschrieben werben, so bürsten sie unter bem Terror ber litauischen Behörben stattfinben unb ein völlig verzerrtes Bilb von ber wirklichen Volksmeinung im Mernellanbe geben. Die von litauischer Seite bementierten Ge­rüchte über bie Aufstapelung von Zivil- kleibung inben Kasernen bewahrheiten sich doch. Außerdem verlautet, baß an bie Truppen ber litauischen Garnisonen im Memelgebiet scharfe Munition ausgegeben worden ist. Man be­fürchtet allgemein, baß über kurzem bie Aktion vom Jahre 1923 burch litauische Truppen in Zivil er­gänzt werden soll und man siebt den Folgen einer solchen Aktion mit größter Besorgnis entgegen.

Kownos weitere Pläne.

vor der Auflösung des Memeler Landtags.

K o w n o . 22. Febr. (ERB.) 3n litauischen Kreisen hält man nach wie vor an dem Stand­punkt fest, daß Litauen nach dem Memel-Statut vorgegangen sei. Da die Fraktionen der Mohr- heitsparteien es abgelehnt hätten, ein Direk­torium aus ihrer Mitte zu bilden, würde der Gouverneur nunmehr die nächststarke Fraktion,

In wenigen Tagen hat der Aufruf 430 000 Llnterschriften aus allen Devölkerungskrei- sen erhalten. LI. a. haben folgende Persönlich­keiten den Aufruf unterschrieben:

Prof. Dr. Althaus (Erlangen); Baltrusch (MdR. Berlin); Bazille, Kultusminister (Stutt­gart); Prof. Dr. von Beckerath (Bonn); Gene­ral von B e r n u t h (Marburg); Prof. Dr. Brandi (Göttingen); Graf von Brünneck (Bellschwitz); D. Dr. Damaschke (Berlin); Ge­heimrat Prof. Dr. Deismonn (Berlin); General d I. von Dickhuth-Harrach; Geheimrat Dr. von Drganber (Berlin); General d. I. von Eisenhart-Rothe (Berlin): Gräfin von Francken-Sierpstorff, geb. Freiin von Stumm-Eltville; Abraham F r o w e i n , Vizepräsi­dent ber internationalen Handeskammer (Elberfeld); General d. I. von Gerock (Stuttgart); Geh. Kom­merzienrat Gribel (Stettin); Gräfin Gün­ther von der Gröben Exzellenz (Berlin); Fürst Hatzfeld - Wildenburg; Geheimrat Prof. Dr. von Heck (Tübingen); Prof. Dr. Hem - p e l (Göttingen); Prof. Dr. Hötzsch (Berlin); Ernst Fürst zu Hohenlohe-Langenburg; Generalleutnant von Jacobi (Hannover); Gene­ralleutnant von Kabisch (Stuttgart); General- superintendent D. Keßler (Berlin); Geheimrat Pros. Dr. Werner Koerte (Berlin); Prof. Dr. von Krehl (Heidelberg); Geheimrat Krupp von Bohlen unb Halbach (Essen); Freiherr von Landsderg-Steinfurt; Konterabmi- ral Lanz; Graf von Leiben, Geh. Justizrat in München; F ü r st von der Leien; Prof. Dr. Littmann (Tübingen); Dr. von Loesch (Ber­lin); Udo Prinz zu Löwen st ein-Wert- heim-Freubenberg; Geheimrat Prof. Dr. Erich Marcks (Berlin); General b. I. Graf von Montgelas; Gejanbter Graf von Moy (München); Geheimrat Dr. von Müller (Mün­chen); Vizeadmiral Olbekop; General ber Ar­tillerie Graf von Pfeil unb Klein-Ell- guth; Generaldirektor Dr. Piatschek; Vizeadmi­ral Graf von Platen Haller in und; Ge­neral d.K. von Poseck; Wirk!. Geh.Rat Graf Pückler; Graf von Quadt-Jsny (Mün­chen); Freiherr von R i ch t h o f e n - Boguslawitz; Prof. Dr. Ritter (Freiburg); Pfarrer Dr. Rit - t e r (Marburg); Dr. Paul Rohrbach (München); Wilhelm Schäfer (Ludwigshafen); General d.I. Schniewindt (Marburg); Generalleutnant Rit­ter v o n S ch o ch (München); Prof. Dr. Schramm (Göttingen); Dr. h. c. Gräfin von ber Schulenburg (Berlin); Prof. Dr. Schwarz (München); Lanbrat Schwede! (Marburg); Reichsgerichtspräsibent o. D. Dr. Fre iherr von Seckendorf; Geheimrat Professor Serin g (Dahlem); Professor Dr. Som bart (Berlin); General b. K. Freiherr von Steibel, Gene­räl d. I. von Staabs (Kassel), Geheimrat Prof. Dr. Stählin (München), Prof. Dr. Wagen- b o r f (Freiburg i. Br.), Graf von Walbburg- Zeil, Staatsininister Wallrafs, Frau von Wilamowitz - Möllenbors geb. Mommsen, Exz., Dr. Freiherr von W i l m o w s k i, Exz., Ge­neral von Winterfelb (Berlin), General b.I. Ritter von Tylanber (München), Febor von Zabeltitz (Berlin), Paul E r n st (St. Georgen), General b. I. vonHülsen (Kassel), Burggraf

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schcinlich höher. Man erwartet, daß die japa­nischen Verstärkungen, die innerhalb der nächsten Stunden eintrefsen sollen, zwei Divisio­nen umfassen.

Lieber Tschapei, wo ausgedehnte Brände wüten, liegen dichte Rauchwolken. Lim 9.30 LIHr überflogen acht japanische Flugzeuge den Flugplatz Hungjao, 16 Kilometer westlich von der internationalen Riederlassung, und warfen Bomben ab. Sämtliche chine­sische Flugzeugschuppen gerieten in Brand. Alle dort untergebrachten Flugzeuge wurden ver­nichtet. Ein halbamtlicher japanischer Bericht besagt, daß die Chinesen während der Rächt nördlich von Kiangwan eine flankierende Bewegung ausführten, worauf sich schwere Kämpfe entwickelten.

Aus aller Well.

Raubüberfall in einer Kopenhagener Leihanstatt.

In Kopenhagen drangen drei junge Männer in eine Filiale der städtischen Leihanstalt ein, bedrohten den allein dort anwesenden Geschäfts­führer mit Revolvern, banden i hn an einen Stuhl und raubten 4 6 0 Kronen. Die Räuber entkamen, wurden jedoch am folgenden Tage in einem Restaurant der Innenstadt erkannt und verhaftet. Es handelt sich um einen Süd­jüten und zwei Deutsche aus Köln. Die drei Burschen behaupten, daß keiner der Revolver geladen war. Die beiden Deutschen haben sich seit einiger Zeit hier im Lande aufgehalten, um Arbeit zu suchen. Keiner der Verhafteten tft vorbestraft.

Ein Auto vom Personenzug erfaßt.

Auf der Fernstraße OppelnBeuthen, in der Nähe von Groß-Strelitz, durchfuhr ein Kraft­wagen, in bem sich ber Versicherungsbirektor Stäb­ler aus Stuttgart unb ber Oberinspektor Köhler aus Oppeln befanben, bie Schranken eines Bahnüberganges. Der Wagen blieb auf den Gleisen ft eben unb würbe von einem Personenzug erfaßt. Stäbler büßte habet bas Leben ein; sein Mitfahrer würbe schwer verletzt.

Schwerer Betriebsunfall im Zillertaler Großkraftwerk.

Ein schwerer Llnfall ereignete sich im Ziller­taler Großkraftwerk (Tirol). Als nach der Reinigung der Druckrohrleitung das Wasser wieder eingelassen wurde, sprang plötzlich die Rohrleitung auseinander. Ein etwa 50 Kilogramm schweres Sprengstück flog in den Maschinenrautst und traf den Ma­schinenwärter. Er wurde mit zerschmetterten Gliedern in einem Wassertümpel tot a u f ge­funden. Bedeutender Sachschaden wurde durch die herumfliegenden Rohrteile angerichtet. Wahr­scheinlich hatte sich Sand und Cis in der Rohr­leitung gestaut, so daß sie durch den großen Wasserdruck auseinandergerisser^ wurde.

Die Wetterlage.

Montag''

den 22. Februar ^32, % Ufr

O wolkenlos O heiter, o nalD Bedeckt. ® wolkig, Bedeckt eRegc^ * Schnee oGraupeirt e Nebel K Gewit»».© windstille. sehr

leichter osi nassiger Südsüdwest q stürmische» nordwesl Die Piene fliegen mit dem Winde. Die Beiden Stationen stenenden Zah­len oeBen die Temperatur an. Die Linien verBmden Orte mit.gleiche» tut Meeresniveau umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Rach wie vor steht die Wetterlage im Zeichen der Luftzufuhr aus nördlicheren Breiten, wobei eine gewisse Wechselhaftigkeit zu erkennen ist. Während einerseits mildere maritime Luft aus Rordwesten bis zur Oder vordringt, bewegen sich anderseits jetzt wieder kältere nordöstliche Luftmassen über Rordostdeutschland vor. In dem Wechselspiel dürste zunächst die kältere Luft auch bis in unseren Bezirk Abkühlung bringen, aber wahrscheinlich nur vorübergehend, denn von Is­land und den britischen Inseln herunter hält der Herantransport maritimer Luft mit Temperatur­werten bis zu plus 10 Grad an.

Aussichten für Mittwoch: Zunächst kühler, Temperaturen nachts wieder um Rull und etwas darunter wechselnd wolkig mit Aufheite­rung, vereinzelt leichte Riederschläge, teils als Regen, teils als Schnee.

Aussichten für Donnerstag: Wieder etwas milderes, vorwiegend wolkiges Wetter mit einzelnen Riederschlägen wahrscheinlich.

Lufttemperaturen am 22. Februar: mit­tags 3,3 Grad Celsius, abends 3,8 Grad; am 23. Februar: morgens 4,2 Grad Celsius. Maxi­mum 4,7 Grad, Minimum minus 0,5 Grad. Erd - temperatureninlOZentimeterTiefe am 22. Februar: abends minus 0,6 Grad; am 23. Februar: morgens minus 0,6 Grad Celsius. Riederschläge 0.2 Millimeter.

Amtlich« wintersportnachrichlen.

Vogelsberg; Hoherodskopf: Rebel, minus 3 Grad, 12 bis 15 Zentimeter Schnee, ver­harscht, Sportmöglichkeit ziemlich gut.

Schwarzwald, Feldberg: Bewölkt, mi­nus 4 Grad, 30 Zentimeter Pulverschnee, Sport­möglichkeit gut.

Alpen, Garmisch - Partenkirchen: Klar, minus 8 Grad, 15 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr gut.