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182. Jahrgang

Dienstag, 25. Zebruar 1952

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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tr«»it»n ammain iism. frutf IN» Dtrlag: BrfiMW HwiierfiliU-Bad,- im» Skht»ru<ferei K lange in Kietzen. Sd>rift!eitmig NI» Keschäfktzele: Schiliiratz« 7.

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Oie Sanierung der deutschen Großbanken.

Zusammenschluß vonOresdnerBank und Oanatbank. Oie Commerz- undprivai-Bank nimmt den Barmer Bankverein auf. (Starke Abschreibungen und Kapitalzusammenlegungen mit Hilfe des Reichs für Herstellung einer neuen gefunden Basis.

Berlin, 22. Febr. (WTB.) Dor Vertretern der Prelle berichtete heute abend Reichssinanz- Minister Dietrich über die V a n k e n f a n i e - rung. Dabei führte der Minister u. o au«: Der heutige Tag zieht die Bilanz auS den Ereignissen, die sich feit anderthalb Jahren vollzogen haben, insbesondere aus der starken Rückziehung der kurzfristigen Kredite des AuS- lands. Wäre Deutschland eine ruhige all­mähliche Abwickelung seiner Kredite von vorn­herein ermöglicht worden, so wären der Bankcn- zusammenbruch im Juli und die in seinem Ver­folg eingetretenen Kreditverkürzungen und Schrumpsungen der Wirtschaft gar nicht oder sicher nicht in diesem Umfange cuigctrclcn. Die Regierung hat geglaubt, entscheidendes Gewicht daraus legen zu müssen, dast allevierGroh- banken am selben Tage, nämlich an dem heutigen, mit einer offenen Darlegung über den Gtand ihrer Verhältnisse herauskommen und dast gleichzeitig nach erfolgter Bereinigung die Reu­konstruktionen bekanntgegeben werden.

Oie Oresdner Bank.

Der Dresdner Dank, deren Stammkapital bis­her 100 Mill. Mk. betrug, haben wir damals vom Reich in Form von Schatzanweisungen ein Dor­zug s a k t i e n k a p i t a l von 300 Millio­nen Mark gegeben, daS in der Zwischen­zeit zum kleineren Teil bar eingezahlt ist. An Reserven hatte die alte Dank 34 Millionen Don den Stammaktien befinden sich 34 Millionen im Besitz der Bank. 66 Millionen Stammaktien, sind noch im freien Derkehr, bzw. in den Händen des Reiches. Um die Verluste der Bank abzudecken, wird zunächst der Reserve­fonds mit 34 Millionen gestrichen. Durch Zusammenlegung von 66 Millionen Stammaktien im Verhältnis von 10:3 werden {ietponnen rund 46 Millionen Mk Um die Der- uste der Dank zu decken, ist notwendig, dast da« Reich auch diese Dorzugsaktien, die künftig Stammaktien werden, z u s a m m e n 1 e g t. wobei es einen Rennbetrag an Vorzugsaktien von 100 Milk. Mk. einbüht. Um die Dresdner Dank be­sonder« reichlich mit liquiden Mitteln auszu- statten. übernimmt die Golddiskontbank von den durch das Reich der Dresdner Dank zur Verfügung gestellten Aktien 48 Mill. Mk. mit einem kleinen Agio. Diese Mastnahrne bezweckt vor allem, der Dresdner Dank die lieber» nähme der Danatbank zu erleichtern. Die Reserven mit 30 Millionen und eine Ausgleichs­reserve stellt das Reich der Dank zur Verfügung in Form von belcihbaren Papieren. Austerdem ist noch ein Kredit in erheblichem Ausmast vor­gesehen und darüber hinaus eine bare Zahlung deS Reiches für die Abfindung der Angestellten in Höhe von 20 Mill. Mk.

Sie Darmstädter und Aationalbanl.

Die Danatbank wird mit der Dresdner Dank zusammengelegt werden. Zuvor ober wird die Danatbank bereinigt in fol­gender Weise: Von ihrem Gesamtkapital von 60 Millionen Mk. befinden fi<b 35 Mill. Mk. im Besitz der Bank, die ursprünglich von der In­dustrie übernommen Worten waren. Diese wer­den notfalls vom Reich übernommen und gestrichen. Die im freien Verkehr befindlichen Beträge «etwa 25 Millionen Mk.) von Danat- Aktien werden in der Weise gegen Aktien der Dresdner Dank u m g e t a u , d) t. dast auf je 10 000 Mark Danatbank-Aktien k 3000 Mark Dresdner Dank-Aktien entfallen Hierzu sind 7.5 Millionen Mark zulammengelegte Aktien der Dresdner Bank erforderlich, die das Reich aus seinem Besitz zur Verfügung stellt.

Um die Verluste der Danatbank auszugleichen, gewährt das Reich hier eine V e r l u ft r e j e r o e von 100 Millionen RM. die in die Kombination mit übergeht. Das Kapital der Dresdner Bank n'ird in der Folge 220 Millionen RM. Aktien um­fassen, daneben wird eine offene Reserve von .30 Millionen RM. bestehen neben den stillen Re­serven, auf die bereits hingewiesen worden ist.

Nunmehr gehen Aktiven und Passiven der Danat auf die Dresdner über, die nach den Mastnahrnen der Reichsregierung in einer Weise ausgestaltet ist, dast sie künftig als die mit dem gröstten Kapital ausgestat- t c t e Bank die neue graste Aufgabe meistern fann. Für die Auslandsschulden der Danat­bank, die von der Dresdner Bank übernommen wer­den, bleibt die Garantie des Reiches be­stehen. Dagegen wird diese Garantie f u r b i e 3 n landsgläubiger zu dem Zeitpunkt an dem die Firma ins Handelsregister eingetragen wird. Ende März oder Anfang April ausgehoben.

Die Commerz- und privaf-Sank.

Die Commerz- und Privai-Bank, die bisher ein Kapital von 75 Millionen Mark hatte, besitzt von diesem Kapital 37 Millionen Mark im eigenen Portefeuille. Die andere Hälfte ist im Umlauf. Es wird hier zusammengelegt im Verhält­nis v o n 10:3, wobei das Reich die im Portefeuille der Bank befindlichen Aktien zunächst der Bank ab kaust und sie bann mit den anderen gleichzeitig jiifammcnlcgt. Nunmehr hat die Bank noch ein Ka-

Sital von 22,5 Millionen Mark. Es wird auf 80 iHlionen Mark erhöht. Die Golddiskont- bank übernimmt 45 Millionen Mark neue Aktien, und zwar mit einem Agio von 15 Prozent, wodurch brutto eine Reserve von 6)i Millionen Mark entsteht. Diese Reserve wird vom Reich a u f 30 Millionen 'Mark erhöht, und zwar wie­derum, wie bei der Danatbank, durch beleihbare Papiere. Die noch sehlenden 12S Millionen Mark Aktien werden geschaffen im Umtausch gegen Aktien des Barmer Bankvereins. Diese Bank geht damit mit Aktiven und Passiven auf die C o m p r i 'B a n t über.

Bei der Uebernahme der spateren Zusammen­legung der 37 Millionen Mark Aktien, die im Por­tefeuille der Commerzbank sich befinden, erleidet dos Reich einen Bcrluft von rund 26 M i l Honen Mark. Austerdem must das Reich, wie bargelegt, 23,'. Millionen Mark zur Reserve bei- steuern und schließlich noch für alle (tzefahrenfalle eine Ausgleichsreserve von 16% Millionen Mark, ebenfalls in beleihbaren Papieren, hergeben. Nun ist hier sofort zu bemerken, dast diese Leistun-

Die Abtragung der Verpflichtun­gen der Dresdner und der Tomrncrz- und Privat-Dank an daS Reich erfolgt in der Weile, dast vorn Reingewinn zunächst 15 Prozent an das Reich zu erstatten sind. Bei normalem Geschält kann es sich hier uni erhebliche Summen handeln. Dann dürfen die Danken bis zu 8 Prozent Dividende zahlen und von dem, was darüber ist. er­hält das Reich den Hauptanteil mit 6 0 Prozent, die Danken 40 Prozent. Alles, was endgültig verloren ist. ist effektiv abgeschrieben, und von dem, was g e h r - det ist, sind entsprechende Rückstellungen gemacht. Wenn man alles überblickt, so findet man. dast bei aller Verschiedenheit der Rekon­struktionen der einzelnen Danken ihre innere Stärke gegeneinander so abgewogen ist, dast menschlichem Ermessen nach alle Ge­fahren behoben sind

Die Meinung, dast die Aktionäre nur in dem Kreise der grasten Leute zu suchen wären, ist irrig. Eine Unmenge Aktien befindet sich in den Hän den mittlerer und kleinerer Existen - z e n. Der 'B e r l u ft, den die Aktionäre der (tzrost- banten erleiden, ist schwer. Wenn dos Reich auch bei der Dresdner und Danatbank sich auf den Standpunkt gestellt hat, dast den Aktionären ein bescheidener Teil ihres Vermögens belassen wer­den must, so deswegen, weil sie an dem Verhängnis nicht schuldig sind und weil die Krise der Grost- banfen nicht auf ihre falsche Führung, sondern a u f d i e Nervosität des Auslandes, teilweise

Goebbels proklamiert Hitlers Kandidatur.

Berlin, 22. Febr. (IU.) 3n einer (ßcncralmit- gliedrrVersammlung des Gaues Berlin der 7lSD2ip.. die am Montagabend im überfüllten Sportpalast slattsand, teilte der Berliner Gauleiter Reichslags- abgeorbnder Dr. Goebbels unter minutenlangen stürmischen heilrufen den Anwesenden mit, dast Adolf Hitler als Kandidat für die Reichspräfidentenwahl ausgestellt wird. Nachdem Dr. Goebbels etwa eine Stunde gesprochen hatte, kam er auf die präsidentschasls- ftage zu sprechen und erklärte dazu u. a.: Dir wol­len als Präsidenten einen Führer, einen Mann, der aus dem Volke heroorgegongen ist, der mit uns denkt und fühlt, der mit uns leidet und empfindet. Dir wollen einen Präsidenten, von dem jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau sagt: Dem Monn möchte ich die Hand drücken, weil ich weist, dast in seiner Hand derselbe Pulsschlag schlägt wie der meine. Als vor vier Dochen zum ersten Mole in diesem Saale diese Frage aufgeworfen wurde, da standen spontan 15 000 Menschen auf und jubel­ten dem Kamen unseres Führers zu. Ich selbst sah damals zitternden Herzens daneben und durfte nichts lagen, vielleicht war das auch gut so, denn ich glaube, ich hätte nicht die Kraft gefunden, das, was bereits beschlossen war, ihnen in irrem Aeberschwang zu verschweigen, heute, Darlei- gcnossen. bin ich vielleicht der erste Glückliche, der ihnen sagen darf, Hitler wird unser Reichspräsident. Ich weih: ihr seid euch der Gröhe dieser Stunde bewußt. Ich weih wohl, dah ihr mich versteht, wenn ich fuge:fjittcr wird unser Reichspräsident" und nicht vorausschickeunser

gen des Reiches nicht auf Fonds perdu er­folgen, sondern dost sie von der rekonstruierten Bank nach einem bestimmten Schema ab befahlt werden müssen.

Oie Deutsche Bank.

Die Deutsche Dank endlich, die bisher ein Kapi­tal von 285 Mill. Mk. hatte und über 160 Mill. Mark Reserven verfügte, wird ihre Reser­ven zum groben Teil zum Reuausbau heran- ziehen und das Kapital, das noch im freien Ver­kehr ist, und das 180 Mill. Mk. ausmacht, 10:4 Zusammenlegen. Sie wird nunmehr neue Aktien ausgebcn, deren Unterbringung im wesentlichen gesichert ist. DaS Reich braucht hier nicht zu intervenieren, wohl aber wird die Golddiskontbank aus Mitteln der Reichs­bank den Hauptteil der neu emittierten Aktien zunächst übernehmen. Ihr Kapital wird in der Folge 144 Mill. Mk. betragen, die Reserven, die zum Teil durch das Agio auf die neuen Aktien entstehen, werden 25,2 Mill. Mk. netto betragen.

auch des Inlandes, zurückzufuhrcn ist, die einen Sturm entfesselte, dem keine Bank der Welk gewachsen gewesen wäre.

Abschließend kann man sagen: Die deutsche Wirt schäft hat im vorigen Sommer einen Sturm erlebt, im Verfolg dessen ihr zwischen 1 und 5 Milliarden Mark bare Mittel, und zwar in der Hauptsache über die Großbanken entzogen worden sind. Sie hat sich in einer Weise widerstandsfähig gezeigt, die ohne Beispiel ist, und hat den Sturm überwun­den. Das letztere ist am deutlichsten daraus zu er­kennen, dah bei der Akzept und Karan, tiebank, die wir bei der Eröffnung der Banken im vorigen Sommer geschaffen hatten, und die nicht nur von Großbanken, sondern noch in stärke rem Maste von den Sparkassen beansprucht wurde, heute schon ein groster Teil der Kredite es handelt sich um Hunderte von Millionenzu rückgezahlt ist.

Es sind nunmehr alle Vorkehrungen getroffen, den Danken neues Leben zu schaffen und sie als Instrument der deutschen Wirtschaft, welche ohne ein "Bankwesen überhaupt nicht bestehen kann, zu erhalten. Die Regierung appelliert an alle beteiligten Kreise des Volkes, nunmehr durch Ruhe und Besonnenheit und vor allem durch normale Führung ihrer Geld- und Kreditgeschäfte mitzuhellen, dast das grafie Werk der Wiederherstellung des deutschen Dankwescns einen Grundpfeiler der Genesung aus der schweren Krise ab- geben fann.

Kandidat : denn wenn ich sage, er wird unser Kan­didat, bann weih ich auch, dah er unser Reichs­präsident wird. Stürmische Heilrufe begleiteten die Kundgebung der Hitler-Kandidatur.

DeuMnationale und Stahlhelm nominieren Düsterberg.

Berlin, 22.Febr. (CJIB.) Die Verhandlungen bet Führer ber in ber Harzburger Front zusam- mengeschlosfenen Organisationen über die Stellung­nahme zur Reichspräsibentenwahl haben zu dem Ergebnis geführt, dast von ber Aufstellung eines Einheilskandidaten abgesehen worben ist. Die wir erfahren, werben dieDcutsch- nationale volksparlci und ber Stahl­helm im ersten Wahlgang für bie Reichspräsi dentenwahl ben zweiten vunbessührer bes Stahl­helms, Oberstleutnant Düsterberg, aufstellen. 3n Kreisen ber DRVp. unb bes Stahlhelms wird betont, dast man auch weiter an dem Ge­danken ber Harzburger Front fesi­tz a l t e unb hosst, im zweiten Wahlgang zu einer Einheit,kandidatur zu gelangen. Die Aufstellung ber Kanbidatur Düsterberg hat ben Zweck,auch bie letzte nationale Stimme im Kampfe gegen bas heutige System zu erfassen".

Boyern und Hindenburg.

München, 22. Febr. (WTB.) Münchens Oberbürgermeister. Dr. Lcharnagl, richtete ein Schreiben an den Reichspräsidenten, in dem «na. hcistt. dast d i e bayrische Landes­hauptstadt mit groster Freude und Degei- sterung davon Kenntnis genommen habe, dast Hindenburg sich bereit erklärt habe, die Kan­didatur für die Reichspräfident- schäft neuerlich zu übernehmen. Die bayrische

Landeshauptstadt und das Land Vancrn werd« a 1 s Dank für diele opferwillige Ge­sinnung am 13 März Hindenburg einen 6 c < sonderen WahlersoIg bereiten, der er- daß der weitaus größte Teil der bayrischen Bevölkerung in Treue z u Hin« d e n b u r g stehen wolle.

Zührer der christlich-nationalen Gewerlschastsbewegung beim Reichs-

Präsidenten.

Berlin, 22. Febr. (WTB.) Der Herr Reichspräsident empfing heute vormittag einige Führer der christlich-nationalen Gewert- schaftsbewegung, nämlich die Herren Behrens (Reichsverband ländlicher Arbeitnehmer),De ch I y (DHV ). Da l t ru sch (EhristlicheGewerkschaften). Römmeie tGelamtverband der Verkehrs- und StaotSbedicnsteten) und L ü t t r i n g h a u s sowie Fräulein Katharina Müller (Verband weib­licher Handels- und DureauangesteNten), Fräu­lein Margarete Wolfs «Gcwcrkverein der Heim­arbeiterinnen) und Fräulein Clara Mleinek (Deutscher GewerkschastSbund). Sie versicherten den Reichspräsidenten der unbedingten Treue seiner in dieser Bewegung zusammen­geschlossenen alten Wähler von 1 92 5. Das deutsche Volk sehe in Hindenburg trotz aller poli­tischen Quertreibereien gegen ihn und die Reichs­regierung ben Vater des Vaterlandes.

Der Herr Reichspräsident antwortete, er habe die Kandidatur übernommen nicht aus den Händen einer Partei ober einer Parteiengruppe, sondern unter Wahrung seiner vollen lleberparteilichkeit und in dem Willen, mit seiner letzten Kraft dem Vaterlande und dem deutschen Volke zu dienen.

Oie Landvolkpartei für Hindenburg.

Berlin, 22. Febr. lVDZ.) Der ReichsauS- schust der Deutschen Landvolkpartei faßte einstim­mig eine Entschließung, in der es u. a heistt Die Deutsche Landvolkpartei tritt bei der Reichs- Präsidentenwahl geschlossen f ü r Hinden­burg ein, weil allein ber Felbmarschall von Hindenburg durch seine überparteiliche Haltung u n d p c r s ö n I i ch e A u t o r i t ä t heute imstande ist, alle gesunden und willigen Kräfte des deutschen Volkes für ben Neuauf­bau im 3nnc r n und den Befreiungs­kampf nach autzenzusammenzufassen. Demgemäst lehnt das Deutsche Landvolk jede Verquickung ber Hinbenburg-Wahl m i t parteipolitischen Forderungen ab. An alle verantwortlichen Stellen. Rcichsregie- rung wie Parteien, richtet die Deutsche Landvolk- partei die dringende Mahnuna, alsbald eine Verständigung über dl e Bildung einer nationalen Regierung auf breite fier Grundlage unter E in - schlust aller Kräfte der Rechten her- beizusührcn. Der Reichsausschust ber Deutschen Lanbvolkpartei billigt bie Politik des Parteifüh­rers unb des Parteivorstandes unb vertraut dar­aus. dast sie auch weiterhin bie Partei imöinnc der nationalen unb konservativen Politik leiten werben

Ein Aufruf Graf Westarps.

Berlin, 23. Febr (WTB.) Der volkskonser Diltiuc Reichstagsabgeordnete Graf Westarp Hal auf vielfachen Wunsch einen Aufruf an solche im nationalen Lager stehende Persönlichkeiten erlassen, die im Jahre IM25 Wähler des Feldniarfchalls von Hindenburg gewejen find, um ihnen Gelegenheit zu geben, abseits von allen parteipolitischen Mampfen ein öffentliches Bekenntnis daftzr abzu legen, dah sie den schweren und hochherzigen Ent ,chlust de-> Reichspräsidenten.zur Annahme einer Wiederwahl nicht nur dankbar anerkennen, sondern dast sic auch seine Wiederwahl im Hinblick auf die austenpol,tische Lage des Vaterlandes für dringend erforderlich halten Der Aufruf lautet:

3n der Stunde des Entlcheidungskampses um Deutschlands Wehrhoheit unb Tributsreiheit hat Generalseldmarschall von Hindenburg sich ent­schlossen. noch einmal die schwere Bürde des Reichspräsidenten anzunehmen Hindenburg ver­körpert uns deutsche Gottesfurcht unb Treue im Dienst des Daterlanbes. eisernes Pflichtbewuht- lein unb deutsches Soldatentum. Ehrfurcht vor ber eigenen Geschichte gebietet dem deutschen Volke, vor seiner Perlon inneren Machtkampf unb Streit der Parteien schweigen zu lassen. Hindenburg ver­körpert dem Auslände das Deutschtum, bas es ehrt und achtet, an besten Zukunft es glaubt. Das deutsche Volk schuldet ihm Dank, dast es ihn in dem entscheidenden Ringen um seine Befreiung einsetzen darf. Hindenburg verkörpert bes beut* schon Volkes Einigkeit, für die er als getreuer Mahner seine Stimme erhebt. Sein Rame soll bei ber Wahl des Staatsoberhauptes bie alte Schwäche innerer Zerrissenheit überwinden helfen unb ber Welt bezeugen, dast Deutschland einig ist im Kampf für Dasein, Freiheit und Ehre ber Ration."

Das Endergebnis der (Sanierung.

Menschlichem Ermessen nach alle Gefahren behoben."

HiilerundOüsterberg-iepräsidentschasts- kandidaten der Harzburger Front.