Einzelbild herunterladen

l0Men T»; J^oinetf. Ä. 8KZ: oi Wenb^ W

i?0'"' M te

r ®e(f.

»ta*** Aschen Ün^nntr «Äil !LLS ääg£e 'S'öz? . 8«&;

'oneniu9 erfaßt

7ZS-L

--^LrL 6 schwer verletzt.

°>°ll im Zillertaler istwerk.

Mte M im 3i!lw F°)'. Als nach der 'hrleitung das Malier e- sprang dlöhlich auseinander. Sin oeres Sprengslück slvg a u if, und tras den Mo- 'öc mit zerschmettcrien ertumpel tot ausge- Sachschaden wurde durch teile angerichtet. Dahr- und Eis in der Rohr- sie durch den grohen gerrsse^ wurde.

ttcrlflflt.

*

((XL8wointe»«,,li^<2

"äs- Lin.cn w^dHOrire^

i».

lftlgkeit iu.. . QU(t aus SSftSg

lk,strtt5« i-»w

>achts lv'ederum

. Dieder ^onner^^ttrrinlt

4.2 ««SojV.'V, :A"Kr S^S: 'S Ziemlich

-neter *

KJS»'*'

DM-

Aus der Provinzialhaupilladt.

Dietzen, den 23. Februar 1932.

provinzialausschußGihung.

3n der am SamStag im Regierung sgebäude zu Dietzen unter dem Vorsitz von Provtnzialdirettor G r a e f abgehaltenen öffentlichen Prooinziolaus- schußsihung wurden u. a. verhandelt:

Dre Klage der Firma Sämtliche Riedesel Freiberrnzu Lifenbach, offene Handels- gefellfchaft in Lauterbach, gegen den KreiSdiret- ckor des Kreises Alsfeld auf Aufhebung des Polizeibefehls vom S. November 1931 Durch Po- lizeibefehl war es der Firma untersagt worden, das von ihr von Heinrich Kaiser V. in Storndors im Wege der Zwangsversteigerung erworbene WohnhauS zwangsweise räumen zu lassen, mit Rücksicht daraus, daß eine zwangsweise Räu­mung keineswegs notwendig und dah für die siebcnköpfige Familie Kaiser eine geeignete Miet­wohnung in Storndors nicht vorhanden sei. Durch eine zwangsweise Räumung werde ein rechts- und ordnungswidriger Zustand geschossen. Das weitere Vorgehen gegen Kaiser sei *u unterlassen, bis dieser den Neubau seines Häuschens vollendet habe. Der ProvinzialauSschuh erkannte zu Recht, der Klage stattzugeben und den Polizeibefehl des KreiSdirektors des KrciseS Alsfeld aufzuheben. Die Kosten des Dersahren» wurden der Staats­kasse aufcrUat Den Parteien wurde nach Der- kündung dieses Urteils dargelegt, auf welche Weife eine Verständigung zwischen Hausbesitzer, Mieter und Gemeinde möglich ist.

Weiter stand zur Verhandlung dieBerufung der Gemeinde Do n st ad t gegen da- Urteil deS KreiSausschusseS deS Kreise- Friedberg vom 14 November 1931 in Sachen Wartegeld der ®c- meindeHebamme Anna Schultheis zu Dön- stadt. Der KreiSauSschuh Friedberg verurteilte die Gemeinde Dönstadt kostenpflichtig, an die Gemeindehebamme S ch u l t h e i - zu Dönstadt ein Wartegeld von 120 Mark jährlich von ihrem Dienstantritt ab zu zahlen und eine Hebammen­tasche auf Kosten der Gemeinde zu beschaffen. Streitwert 600 Mark. Gegen dieses Urteil erhob die Gemeinde Dönstadt Berufung an den Pro- vinzialousschutz. Der ProvinzialauSschuh wie- die Berufung al- unbegründet kostenpflichtig zurück. Streitwert 1500 Mark.

Ferner wurde verbandelt die Klage deS Alfred Deutsch in Friedberg gegen den Drscheid deS KreiSamts Friedberg wegen Versagung deS WandergewerbcscheinS. Der Klage wurde statt­gegeben und der beantragte Wanderaewerbe- fchein erteilt. Die Kosten deS Verfahrens wurden dem Klager zur Last gesetzt. Streitwert 500 Mark.

Doppelter Wohnsitz doppelte BlirgerHeuerpflicht.

3n den vom Wirtschaftsprüfer und Bücher­revisor Hermann W i l l zu Giesten herau-gegebe- nenAktuellen Steuersragen" (Rundschreiben Nr 4) lesen wir folgende-:

Gin Steuerpflichtiger, der in zwei verschie­denen Gemeinden seinen Wohnsitz hatte, war von beiden Wohnsitzgemeinden zur Dürgersteuer 1930 in Höhe von je 750 Mark hcrangezogen worden. Gr wehrte sich gegen diese doppelte Heranziehung, aber ohne Erfolg: denn der ReichSfinanzhof hat mit Urteil vom 24. 11. 1931 IV A 213 31 entschieden, dah derjenige, der im Bezirk meh­rerer Gemeinden einen Wohnsitz hat, für die Bürgerschaftssteuer 1930 in jeder dieser Gemein­den mit dem vollen Betrag steuerpflichtig ist.

Der ReichSfinanzhof erkennt die in dieser dop­pelten Heranziehung liegende Hörte an, erklärt sich aber an den Wortlaut für das 3ahr 1930 gebunden.

Für 1931 ist, wie zur Beruhigung mitgeteilt sei, bestimmt worden, dah bei mehrfachem Wohn- sitz des Steuerpflichtigen nur diejenige Gemeinde steuerberechtigt ist, die nach dem Stand vom 26. 10. 1931 Die höchste Bürgersteuer erhebt, und dah bei gleicher Höhe der Bürgersleuer der­jenige Wohnsitz mahgebend ist, der die Zustän­digkeit des Finanzamts für die Einkommensteuer- Veranlagung begründet hat.

Nationalsozialistische Kundgebung.

Die NSDAP, trat am Sonntagabend im voll­besetzten Saale des CafS Leib mit ihrer ersten Ver­sammlung im Wahlkampf zur Ne i ch s p- f identen wähl vor die Oesfentlichkeit.

Der hessische Landtagspräsident Prof. Dr. Wer­ner als erster Redner erklärte u. a., die NSDAP, sei eine Bewegung, die sich an das ganze deutsche Volk ohne Unterschied des christlichen Glaubens wende. Er beschäftigte sich weiter mit der Ver­fassung von Weimar, die Ine innere Unfreiheit be­deute und die heute schon mit Ausnahme des Artikel 48 der (tzeschichte angehöre. Es gelte, die Ketten zu zerreißen, sowohl die des Diktats von Versailles, wie die derScheinverfasfiing von Wei­mar". Die NSDAP, werde einen Staat schaffen, der dem deutschen Volksaedanken, dem deutschen Volkstum, dem deutschen Menschen diene. Zur bevor­stehenden Reichspräsidentenwahl erklärte der Redner u. a., die Leute, die im Jahre 1925 .'öinbenburg gewählt hätten, leien von feiner politi­schen Führung völlig enttäuscht. Der Zentrumsführer sei nicht Brüning, sondern Prälat Koos, über dem der Kardinalftaatssckretär P a c e 11 i und dar­über der Papst stehe. Deshalb sei die NSDAP, nicht in der Lage, Hindenburg, dem sie alle Ehr­furcht entgegenbrinae, wiederzuwählen. Wie der Kandidat der NSDAP, heiße, stehe schon einiger­maßen fest, er könne den Namen nicht nennen, aber man könnte ihn sich schon denken. Deutschland werde nach der Präsidentenwahl noch nicht ein politisches Paradies werden. Die NSDAP, werde aber stark eingreifende Maßnahmen treffen. Dann werde man die Reichswehr in die Hand bekommen, aber auch den Reichstag. Die Auflösung des Reichstages und der Länderparlamente werde folgen, anschließend eine Neugliederung des Reichs auf ftammlicher Grundlage. Das deutsche Volk könne auf eine ge- wisse Zeit nicht anders regiert werden, als durch die Diktatur einer gewissen Persönlichkeit. Die NSDAP, werde toi der Reichsprösidentcnwahl den Wahlkampf so führen, wie er bei der Ehre der Bewegung ge­führt werden müffe. Die NSDAP, sei um des deut­schen Volkes willen gezwungen, ihren eigenen Weg zu gehen. Bei einer Besprechung hessischer Fragen gab der Redner u. a. einige Klarstellun­gen. Hinsichtlich der Frauenarbeit wolle die NSu.AP. die Frauen überall da eingesetzt wissen, wo es am nötigsten sei, damit durch die Frau die deutsche Fa­milie wieder emporgebracht werde. Die N«DAP. wisse, was unser Volk den Frauen und Müttern verdanke. Wenn eine Umformung statt finde und ein Mann an die Stelle einer Frau trete, die Frau aber die ihr von Natur aus gegebene Stelle ein- nehme, so sei das nur eine natürliche Zurecht-

rüdung. Der Redner wandte sich weiter gegen die Behauptung, die NSDAP wolle die Pensionen be­seitigen. Die NSDAP, denke nicht an die Aushebung von Pensionen, sie lehne ober Minifterpensionen ob und fordere an deren Stelle für eine aeroifk Zeit ein Uebergangsgeld, bis die in Betracht kommende Person sich einen neuen Wirkungskreis geschaffen habe. 3n den paar Wochen der bisherigen Land- tagstötigkeit fei es noch nicht möglich gewesen, aus Hesien das zu machen, was die NSDAP. erstrebe, zumal die hessische Politik wesentlich unter dem Ge fichlspunkt der Reichspolitik gemacht werde. Der Redner kündigte für die nächsten Wochen Anträge geaen die Konsumvereine, Warenhäuser und Ehape- aefchäste an. Zu den stürmischen Vorgängen im Landtag erklärte er, solche Dinge solle man nicht so tragisch nehmen: auch in früheren Zeiten habe e» in allen Parlamenten stürmilche Austritte gegeben. Die NSDAP, fei nicht gewillt, sich die Zeit zur Auflösung des Landtages vorfchreiben zu lasten. Es werde bald die Zeit gekommen fein, wo sie ave Landtage aufläfe auf Nimmerwiederkehr

Studienrat Dr. Blank (Gießen) als zweiter Redner bedauerte zunächst, dah die NSDAP, jetzt gigen Hindenburg stehe, der sich im politischen Mampf schuhend vor die Parteien gestellt habe, die die NSDAP, bekämpfe. Für die NSDAP, gebe es kein Zurück, und wenn den Bundesgenossen der Führer nicht gefalle, sage sie mit Dell:Der Starke ist am mächtigsten allein!" Sie schaue nicht rechts und nicht links, sondern geradeaus aufs Ziel. Die NSDAP, wolle auch nicht von dem jetzigen System das Staatsbürgerrecht für Hitler haben, sondern sie selbst werde es ihm verleihen. Er wies auf den Doungplan hin und bedauerte, daß Hindenburg die- ses Dokument unterschrieben habe. Die NSDAP, könne allerdings auch fein Paradies schaffen, aber die Reinheit und Ordnung im Staate verspreche sie dem Volke. Alles für das Volk und mit dem Volke, das nach den vielen Enttäuschungen wieder einen Hoffnungsschimmer in sich trage. Wenn die NSDAP, den enttäusche, dann verdiene sie, daß ihre Bewegung für immer verschwinde. Er hoffe noch, daß Hindenburg nach dem 23. oder 24. Fe­bruar den Reichstag nach Hause schicke und Schluß mache mit dem jetzigen System. Wenn er das nicht tue, bann müsse die NSDAP, schweren Herzens von ihm Abschied nehmen. Der neue Reichspräsident müsse nicht nur Präsident, sondern auch Führer (ein.

Taten für Dienstag, 23. Februar.

1685: der Komponist Georg Friedrich Hönde! in Holle a. d. S. geboren: 1855: der Mathematiker und Astronom Karl Friedrich Gauß in Göttingen gestorben: 1863: der Maler Franz v. Stuck in Tettenweis geboren.

Wtcftcncr Wochcnmarktpreise.

Dießen, 23. Febr. Aus dem heutigen Wo­chenmarkt kosteten Kochbutter 90 Pfennig da- Pfund, Süßrahmbutter 130, Landbutter 110, Matte 25 bis 30, Wirsing 10 bis 20, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 brS 15, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 25 bis 30, älnter-Kohlrabi 6 bis 8. Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 biS 30, Feldsalat 100 bi« 120, To­maten 63 biS 70, Zwiebeln 18 bis 20, Meerrettich 30 bis 60. Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartofseln 4, Aepfel 8 biS 15, Birnen 10 bis 12, Dörrobst 25 bis 30, Honig 40 biS 50, Nüsse 35 biS 40, junge Hähne 90 bis 100 Suppenhühner 80 bis 90: Käse 5 biS 10 Pfennig daS Stück, Tauben 60 bis 80, Gier 9, Blumenkohl 30 bis 70, Salat 25 bis 30, Endivien 15 bis 30, Ober-Kohlrabi 8 biS 10, Lauch 5 biS 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 40; Kartoffeln 3,00 bis 3.50 Mark der Zentner. Weißkraut 6,00 biS 6,50, Wirsing 10biS 15, Rotkraut 10 bi« 12 Mark.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag: Kaufmänn. Verein, Ortsgewerbeverein, 20 älhr. Neue Aula, Lichtbilder-Vortrag über..Sine Früh­lingsfahrt zu den sonnigen Gestaden des Mittel­meers'. Eafö Leib, 20 iUjt, Gastspiel-Abend Dellachini. Hess. Hauptstelle für Pflanzenschutz, 20.30 Ufcr, Hörsaal II des Landwirtschastlichen Instituts, Senckenbergstraße 17a, Versammlung. Lichtspielhaus, Bahnhofstrahe:Der Herr Du- tcauDorflefcer.

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, Dienstag, bleibt das Theater der Vorbereitung zumHauptmann von Köpenick" wegen geschloffen. Die 20. Vorstellung im Dienstag- abonnement wird verschoben. Die morgige Erst­aufführung findet als 20. Vorstellung irn Mittwoch- abonnement statt. Morgen, Mittwoch, 24. Februar, 19 Uhr, Erstaussührung des deutschen Märchens von Carl Zuckmayer:Der Hauptmann von Köpenick" unter der Spielleitung des Intendanten Dr. Rolf P r a s ch. Mit dieser Erstaufführung schließt sich Gießen der großen Reihe deutscher Duhnen an, die dieses erfolgreichste Werk der letzten Spielzeit zur Ausführung brachten. Im Gegensatz zu anderen kleinen Theatern ist am Stadttheatcr Gießen gegen­über der Inszenierung einer größeren Bühne nichts gestrichen, es wird im Gegenteil ein Bild gezeigt, das bisher nirgends aufgeführt wurde. Die Titelrolle spielt Peier Fas sott. Beginn 19 Uhr, Ende nach 22 Uhr.

.Aktuelle Schicksalsfragen". Zu diesem Thema spricht in zwei öffentlichen Vor­trägen der Mitarbeiter der Bewegung für reli­giöse Erneuerung, Dr. Herrn. HeiSler (Mün­chen). Mittwoch. 24. Febr., behandelt er: »Die Schicksalslage der Gegenwart" (West oder Ost? Untergang des Abendlandes? Die Welt auf der Waage. Zukunft des deutschen Geistes.». Donners­tag, 25. Febr.:Rätsel des menschlichen Schicksals" (zugleich ein Beitrag zur Frage des Selbstmordes), älmverfität, Hörsaal 41 (2. Stock), jeweils 20.15 ilfcr. (Siehe heutige Anzeige.)

ee Keine Schiebung beim Milch­preis! Der Beauftragte des Reichskommisfars für Hessen und Hessen-Nassau teilt mit: Es gehen aus den Kreisen der Landwirte Klagen darüber ein, dah von einigen Händlern der Versuch ge­macht wird, die Senkung des Milchpreises durch Reduzierung des ProduzenlenprciseS auSzu- gleichen. Es muß mit allem Ernst darauf hin- gewiesen werden, daß ein derartiges Verfahren unter keinen älmständen geduldet werden wird und daß Verstöße gegen die Anordnung betr. die Senkung des MilchpreifeS zur Schließung der betreffenden Geschäfte führen können.

** Oberheffifcher Kunst verein. Es sei schon jetzt darauf hingewiesen, daß am Sonnlag, 28. Februar, 11S Uhr, Herr Dr. Fritz Droop (Mannheim) einen kurzen Einführungsvortrog über die Maler der Gegenwart hatten wird.

" SinestädtifcheDrennholzverstei- gerung finbet am kommenden Freitag in der Nähe der 7. Schneise statt. Siehe heutige Anzeige.

' Die Maul- und Klauenseuche ist in Mufchenherm und in Hof Düll erloschen. Die Sperrmahnahmen wurden wieder aufgehoben.

Die Handels- und Gewerbebank wird am l.Mörz im GasthausHindenburg" ihre 73 ordentliche Generalversammlung abhalten, t-c Mitglieder brr Bank feien auf die Einladung in unterem gestrigen Blatte besonders hingewiesen

"Kricgervcrein Gießen. Man berichte! un«. Am Donnerstagabend fand die diesjährige Hauptverfammlung bc« Kriegervercins Gießen im .Postkeller" statt. Der erste Vorsitzende, Kamerad Landgericht«rat Trümpert, begrüßte zunächst die sehr stark befuchte Versammlung und über­mittelte die Grüße de« 88iabngen Ehrenvorsitzen­den und Mitbegründer« de« Kriegerverein- in Gießen, Kamerad Karl Mayer. Sodann ge­dachte er der drei Kameraden, di« dem Verein in den letzten Wochen durch den Tod entrissen wur­den, und hob besonder- die Verdienste de« ver­storbenen langjährigen Rechner« Ehr. W a a - hervor, der dem Vorstände 21 Jahre angehörte und stet« unermüdlich im Interesse de« Verein« tätig war. Hieraus ging der Vorsitzende zu ge­schäftlichen Mitteilungen über und wies besonders auf die verschiedenen älnterstühung-möglichkeiten für die in Not geratenen Kameraden und ihre Hin­terbliebenen hin. Die Ausführungen schloffen mit einem .Hoch" auf da- Vaterland und den ReichS- präfidenten. Die Verlesung de- IlahrcSberichtes führte allen Mitgliedern die rege Dereinstätigteit vor Augen. Troy der Not der Zeit ist die Mit- aliederzahl nicht -urückgegangen, die Zahl der Kleinkaliber-Schützcn ist um da- Vierfache ge­stiegen. Der im verflossenen Verein-jahr verstor­benen zehn Mitglieder wurde in der üblichen Weise gedacht. Durch Kamerad Hartmann er­folgte fodann die Rechnungsablage, die ein gün­stiges Bild des Vermögen-- und KassenbestandeS ergab. An älnterstühungen wurden gewährt durch den Verein 157 Mk. und durch den Verband 235 Mark, an Sterbegeldunterstühung gewährte der Verein 1102,10 Mark. Mit dem Voranschlag für 1932 erklärte man sich einverstanden. Hierauf folgte die Dorstandswahl. An ©teile des verstor­benen 1. Rechner- Ehr. WaaS trat Kam. Hugo Hartmann, neu in den Vorstand gewählt wur­den die Kameraden Karl Stroh als 1. Schrift­führer und F. Kretschmer al- Beisitzer und Berater für das Versicherungswesen. Einen ein­gehenden Bericht über die Kleinkaliber-Hchieß- ablcilung und die Zugendaruppe gab Kamerad Aug. Wagner. Der Vorschlag, für die Kinder bedürftiger Kameraden warmes Mittagessen be» reitzustellen, fand allgemeine Zustimmung. Der Vorsitzende berichtete al-dann eingehend über da- Versicherungswesen und regte den Abschluß einer Sterbegeldversicherung mit der DertragSgesell- schaft an. Seine Ausführungen wurden durch den Vertreter der Versicherung ergänzt. Nachdem noch ein Kamerad dem Vorsitzenden den Dank deS Ver­eins für die mühevolle Arbeit im Dienste der Ka­meraden und ihrer Angehörigen ausgesprochen hatte, schloß der erste Vorsitzende die Versamm­lung.

Deutschnationale Frauengruppe in Gießen. Man berichtet uns: äleberauS an­regende Stunden verlebten die deutschnationalen Frauen Gießen« anläßlich ihrer Sebruar-3u- sammenkunst. Rednerin des Abends war die preußische Landtagsabgeordnete Frau Katharine H e r t w i g, die die Ferien deS Landtag- zu einer DortragSreise nach Baden und Hessen benutzte. 3n sehr klaren, lebendigen AuSsührungen besprach sie alle die wichtigen Fragen, die uns heute er­füllen Abrüstung, Reichspräsidentenwahl usw., und wußte die Zuhörerinnen von An­fang bis zu Ende zu fesseln. Eine lebhafte Aus- fprache schloß sich an, wobei die Rednerin be­reitwillig auf die vielen Fragen antwortete, die ihr vorgelegt wurden.

Wintersport - Gesellschaftsfahrt nach Tirol. Eine Gesellschaftsfahrt nach Galtür in Tirol veranstaltet das chapag-Reisebureau vom 8. bis 22. März. Die Fahrt beginnt in Gießen und führt über StuttgartLindau nach Landeck. Don dort besteht Anschluß mit Auto oder Schlitten durch das wildromantische Paznauntal nach dem Winter- fportplatz Galtür, am Fuße der Silvretta-Gruppe gelegen. Gattür inmitten eines sonnigen Winter- fportgebietes in 1600 Meter Höhe bietet sowohl dem Anfänger, wie auch dem Fortgeschrittenen ein in­teressantes Skigelände. Die Rückfahrt erfolgt über Landeck Innsbruck München (bortfelbft kurzer Aufenthalt), dann weiter über Frankfurt nach Gie­ßen. Es besteht auch die Möglichkeit, nur an der Bahnfahrt teilzunehmen. Nähere Auskünfte durch das Hapag-Reifebureau, Seltersweg. Man beachte die heutige Anzeige.

Schwurgericht Gießen.

'Gießen, 22. Febr. Diesmal hatte sich das unter dem Vorsitz de« Landgerichtsdirektors Cramer tagende Schwurgericht nur mit einem Fall zu beschäftigen. Die Anklage vertrat Oberstaatsanwalt Dr. Brill, die Verteidigung wurde von den Rechtsanwälten Dr. W a m f e r und Elsoffer geführt. Die Oesfentlichkeit war für die ganze Dauer der Verhandlung auSgefchlofsen. Nach dem öffentlich verkündeten Urteil hat das Gericht folgenden Sachverhalt als feftgestellt an­gesehen:

Die Angeklagte W. au« Laubach war mit einer schweren Bauchfellentzündung in das dortige Krankenhaus eingeliefert worden. Cs ergab sich, daß sie in anderen Umständen gewesen und an ihr von dem Angellagtcn K. aus Rainrod bei Schotten mit Erfolg ein verbotener Eingriff vor­genommen worden war, der ihre Erkrankung zur Folge hatte. Zwei weitere Angeklagte aus Lau­bach wurden der Beihilfe für schuldig befunden. Einer hatte der W. die Adresse des K. verschafft, die andere hatte ihr einen Brief an K, in dem er nach Laubach bestellt wurde, aufgesetzt.

3m Gegensatz zu der Auffassung der Staats­anwaltschaft hielt das Gericht bei K. einen Be­weis dafür, dah er gewerbsmäßig gehandelt habe, nicht für erbracht, erkannte aber trotzdem mitRäck- ficht auf die Gefährlichkeit feines Treibens auf eine Gefängnis st rafe von einem 3ahr und drei Monaten. Die drei übrigen An- geflagten wurden zu Gefängnisstrafen von je vierzehn Tagen verurteilt.

Kommerzienrat Langst>off,Knedberg t

WSN. Friedberg, 22. Febr. Der lang­jährige Präsident der Handelskammer Friedberg, Kommerzienrat Langsdorf, ist heute nach­mittag gegen 14.30 ilbr im 71. Lebensjahre an den Folgen eine« Schlaganfalles verstorben. Langsdorf gehörte der Kammer aU Mitbegrün­der feit feinem Bestehen an. Er war zugleich Beigeordneter und Ehrenbürger der Stad: Fried­berg. Weiter war er Ehrenmitglied des hiesigen Gefchichtsverein« und Ehrenvorsitzender der hie­sigen Staat-Partei.

Preußen.

Arcie Wetzlar.

> Wißmar. 22. Febr Unter starker Beteili­gung der Mitglieder hielt die F r e i w i l 11 g c Feuerwehr ihre Generalversammlung ab. Brandmeister Wilhelm Tort gab in seinem Oahresbericht einen Ucbcrblid über die Tätigkeit der Wehr, erwähnte lobend die starke Beteili­gung an den Hebungen und erinnert« an die Feier de« 25jähr,gen Bestehen«. Der Rechner Frm Rau erstattete den Kassenbericht, der einen günstigen Stand der Kaflenverhättnifse auswies. Der bisherige Vorstand wurde wiederaewähtt- 3n der Reihe der Wintervorträge des Volks­bildung« - Ausschusses hielt Lehrer Schnorr, Wißmar, einen Vortrag über .Die Kriege- und Notzeiten Wißmar« in alter Zeit". Er zeigte in packender und anschaulicher Weise die Geschicke de« Dorfe« während de« Dreißig- und de« Siebenjährigen Kriege«. Auf Grund de« Studium« der Gemeindeakten konnte der Redner viel WiffenSwerteS mitteilen. Lichtbilder unterstützten den intereffanten und sehr beifällig aufgenommenen Vortrag.

LlrciS Biedenkopf.

Fellingshausen, 22. Febr. Der Jung- deutsche Orden (Bruderschaft Biebertal) hat in diesen Tagen in der freiwilligen Ar­beitsdienst eine Kolonne von 26 Ar­beit-dienstwilligen eingesetzt, die damit beschäf­tigt ist, in der Nähe de« Kruppschen Maschinen- hause« für die Gemeinden FellingShaufen und Bieber durch Rodung«- und Plamerung-arbeiten einen Sportplatz zu schaffen. Die 26 jungen Leute zogen mit Gesang, die Schauseln und Hacken geschultert, von Fellingshausen au«. Der Komtur oer Dallei Lahn-Dill deS Iungdeutschen Orben«, Herr Rolle, Ehringshausen, hielt, al- die Ko­lonne am Arbcileplan ongekommen war, eine hinc Ansprache, in der er auf die Bedeutung dieser Art Arbeit hinwie» und dabei dem Bür­germeister Wagner, sowie der Gemeindever­tretung Fellingshausen dafür dankte, daß sie ihr wesentliches Teil dazu beigetragen haben, die Be- schästiguna dieser freiwilligen Arbeit-kvlonne zu ermöglichen.

Jtunbfunfproflromm.

Mittwoch, 24. Februar.

7.20: Frühkonzert. 10.20 bi« 10.50: Schulfunk: .Dreißig Mann auf dem Felde". Zwei eng­lische Eollege-Mannschasten im Rugbykampfe. Hörbild von Paul Laven. 12.05: Konzert auf Schallplatten. 13.05 (Von Köln): MittagSkonzert. 15.15 bis 16: Stunde der Zugend. 17: Konzert des Rundfunkorchester«. 19.05 (Don Mannheim): .Rechenkniffe", Vortrag von Dr. Karl Menninger. 19.35: .Musikalische Grundbegriffe. Zhr Wesen und ihre Bedeutung", Vortrag von HanS RoS- baub. 20.05: Operetten-Komponisten von der ernsten Seite. 21: Eine Viertelstunde Lyrik: Ruth Schaumann. 21.15: Kannst du Goethe lesen? Ver­such zur Bildung einer Arbeitsgemeinschaft zwi- fchen Funk und Hörer von Dr. Fritz Röthardt. 21.35: Orchesterkonzert: Kompositionen von Ed­vard Moritz.

Gewilliauszug

5. Klasse 38. PreuhIsch.ESbbe«tfche (264. Preuß.) Staats-Lotterie

Ohne Gewabr Nachdruck verböte»

Auf jede gezogene Rümmer sind zwei gleich hohe Gkwivne gefallen, onb »war je ehur aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

11. Ziehungstag 20. Februar 1932

8n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 »ftoinne (u 25000 M. 183576

4 »«totnne ia 5000 HL 185040 278620

12 iu 3000 HL 8797 44893 67279 27196? 295387 361616

58 »«teinne «u 2000 Hl. 1446 6595 6896 40171 68521 79562 91946 104824 114014 128504 159603 168837 229830 243739 244193 276052 279465

280119 291873 292144 305041 322014 328313

328451 338650 341017 385902 395552 395723

124 »f»inne ,u 1000 M. 2190 27391 27955 35399 40767 44587 46987 50450 51160 54691 54691 66372 66502 58859 90927 94230 94934 100373 103129 108779 168963 111491 117012 135547 155304

162084 166474 173102 180177 196344 200346

207247 208071 209867 219079 219643 227368

229727 241911 245194 265620 280297 280580

281014 281819 283937 291889 298105 298237

307763 312565 323086 325283 342304 346369

347891 361148 372169 378282 384727 384936

888069

180 «ttotnne ra 600 Hl. 11557 18165 22312 25162 26173 27016 28190 33829 37649 41585 42122 49339

50952 51739 53401 54619 67372 58060 61347 71113 77648 79383 89874 92827 98707 108457 110236 111505 115471 122437 123815 126341 128361

136111 137326 133914 139563 140369 146678

148141 149678 150420 153767 161135 175926

182306 184569 186497 186580 199415 203834

211099 213686 219718 223061 231454 235548

240310 240619 253552 255864 261335 267522

267555 267902 273400 276714 282721 282896

284851 288674 295189 300187 .303072 311015

315804 320193 328902 329935 340356 349546

354166 363915 366197 366841 369067 369406

371162 372603 388426

3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 ®etoi«e |i 50000 HL 247348

2 eturtnne «n 1 0000 OL 12515

6 »ttomn« »u 5000 <TL 96858 321886 355507

10 e«t»irn. ;0 3000 HL 28617 163658 208291 224277 348861

32«Bmrt tu 2000 TL 65903 77554 91389 96836 99038 175709 179596 193178 193202 213340 231407 269057 340032 360357 380585 388966

90 in 1000 TZ. 8323 12790 12879 13269 31061 35037 54370 74829 88295 90636 94456 110020 122489 128192 129326 133856 154017

162500 165053 173957 179010 179414 180441

182343 193842 200745 208188 217589 246264

253740 264211 265198 265221 272001 296700

300571 305502 305994 333394 343294 344977

355914 381205 389402 392791

140 ®eninn» >u 500 10218 10884 15825 16994

21158 21515 23444 2 321 40416 40948 4 6096 52197 53840 57140 60057 60231 66310 71498 78852 78914 89872 92949 94353 105006 108152 124424 133517 135273 140603 144383 144474 148816 155236

167408 199439 204568 204872 212446 213067

217421 229241 233831 246463 249298 250733

256142 257597 262082 237' 59 269385 275387

283941 294788 303290 304472 306356 311281

319565 325271 344449 351279 359748 369991

372033 383148 386240 388031 388745 38912»

392806

Im ®eroinntabe verblieben: 2 Prämien zu je 5COXJO, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 2000VJ, 2 zu je 100000, 2 zu je 75000, 8 zu je 50000, 18 zu je 25000, 120 zu je 10000, 2») zu je 5000, 614 zu je 3000, 1818 zu je 2U00, 3684 zu je 1000, 598- zu je 500, 17896 zu je 400 M.

Kirchliche Nachrichten.

Eoaagelische Gemeinden.

Mittwoch, den 24. Februar.

Stadtkirche. 18 Uhr: 3. Passionsandacht, Pfar» afsistent fimelL