Aus der Provinzialhauptstadt
glauben".
kommen.
Bornotizen.
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hauplschöffen für das Große Jugendgericht.
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Hauptstraße 55.
Ludwig Dalse' IV., Landwirt, Albach.
Ludwig Wagner VII., Weihbinder, Grohen- Duseck.
hauptschösfen für das Landgericht.
Kart Teil, Schreinermeister, Dietzen, Dücking-
Karl Wilh. Weigand, Lademeister, Großen- Linden, Bahnhofstraße 91.
Gustav Walther, Landwirt, Beuern, Hvfgar- tenstrahe 11.
hilfsfchöffen für das Landgericht.
uember wird uns geschrieben.
Alle Einwohner der genannten Ortschaften wer-
hauptschöffen für das Schöffengericht.
Jakob Häuser, Kaufmann, Giehen, Neustadt 42. Theodor Rohrbach, Dachdecker, Gießen, Katharinengasse 15.
Arthur Heißler, Feinmechaniker, Gießen, Seltersweg 50.
Albert Schmidt II., Installateur, Heuchelheim.
Karl Gärth, Landwirt, Allendorf (Lahn).
HUfsfchöffen für das Schöffengericht.
Rudolf Rüdiger, Spenglermeister, Gießen, Wall- torstraße 35.
Willi Hillgärtner, Metalldreher, Gießen, Kros-
ren,3 voraus, bei der die Winterarbeit uno Die oar^ aus sich ergebenden Fragen zur Besprechung stehen, c maliger 116er
bürg 10. .
Mols Dietz, Maschinist, Gießen, Rodheimer
Straße 23. r „
Fritz Flimm, Kaufmann, Giehen, Weser st r 10. Edmund Köhler, Metallschleiser, Giehen, Erednerstrahe 32.
August Michel, Drogist, Giehen, Walltor- strahe 29. , _ .
Karl Balser, Schreibgehilfe, Giehen, Cred-
strahe 1.
2. Otto Balser, Geschäftsführer, Giehen, Tho-
Was gibt es Neues in der Medizin?
Kostbare Heilmittel.-Intereffanie Hormon-Versuche.- Vitamine für Säuglinge.
Don Or.R. Wölffel.
masstrahe.
Johann Schmitz, Gastwirt, Giehen, Sonnen- strahe 13.
Ida Hebing, geb. Schohknecht, Gießen, Aulweg 34.
Wilhelm Hahn, Schreinermeister, Giehen, Lö- berstrahe 17.
Karl Ronnenbroich, Kaufmann, Giehen, Lessingstrahe 15.
Aug. Braun, Buchdrucker, Giehen, Am Ku- gelberq 49.
Phil. Wallhäuser, Schatfner, Allendorf a. d.
Lahn.
Albert Drücket, Landwirt, Lang-GönS.
Heinr. Denner, Weichensteller, Alten-Dufeck.
Philipp Klein V., Dreher, Klein-Linden.
Ludw Karl jünger, Dreher, Reiskirchen.
strahe 11. _. .
Wilhelm Moritz Werner, Schreiner, Drehen, Aulweg 36.
Christine Ottilie, geb. Stöhr, Giehen, Schan- zenstrahe 18. .
Ella Giesse, geb. Sartorius. Giehen, Ludwrg-
Steinbera.
6. Friedr. Schneider, Bürgermeister, Allendorf an der Lumda.
• Oie Auslosung der Schöffen und Geschworenen
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von Amsterdam nach er gelöscht.
ist es der Feuerwehr ind an Bord des im den Damdsers J. 6. 'gebnis Wirde dadurch brennende Oel grHc aodurch schließlich das einen zweiten Feuer- öaflcrmaflen Dor.
le Kusflüglergruppc.
l zu geben, W du -chmugtzlrrauio ng in rnstnbrr Fahrt ruppt hinein. Sier t und mußten ins in. Einer der Bcrlch nes Verbandes wieder agen war bei dem Zu-, wurde von hinzukoin- hlagnahmt. Man der, 20 Pfund Kasfee chmiiggelt waren, vor. verhaftet.
.. Heinr. Wilh. Rau, Bürgermeister, Trohe.
8. Louis Bier II., Maschinist, Staufenberg.
nerstrahe 23. , _
10. Antonie Daehr, geb. Ritzel, Giehen, Frankfurter Strahe 43.
11. Elisabeth Wickert, Dureaugehilfin, Gießen,
Hilfsschöffen für das Große Jugendgericht.
1. Hans Reul, Rektor, Gießen, Roonftraße 22.
2. Wilhelm Volkmann, Bauassistent, Gießen, Asterweg 57.
3. Luise Peters, geb. Schmücker, Gießen, Bahnhofstraße 56.
4. Adolf Clotz, Studienrat, Gießen, Wiesenstr. 2.
5. Frau Christine Noll, geb. Simon, Bahnhofstraße 14.
6. Frau Lina Flörke, geb. Bindewald, Gießen, Karl-Dogt-Straße 9.
17. Georg Göbel, Landwirt, Hausen.
Wilhelm Hilberg, Händler, Daubringen,
1. Karl Tlhl, Landwirt, Giehen, Ebelstrahe 28.
2. Wilh. Christ, Stadtrat, Giehen, Marburger Strahe 15.
3. Anton Wagner, Eisenbahn-Sekretär, Drehen, Lahnstrahe 15. .
4. Willi Bette, Kaufmann, Drehen, Maus-
1. Karl Schaub, Kaufmann, Gießen, Asterweg
2. Karl Schäfer XIII., Schreinermeister Wieseck.
3. Katharine Grothe, Gießen, Frankfurter Str. 17.
4. Philipp Hofmann, Lehrer, in Lang-Göns.
5. Karl Gerhard, Schmied, Reiskirchen.
ordisch-deutschks Reich scher Führung auszu- deutscher Pfarrer in n Aussatz „Finnlands tau Adolfs Tat aus 85** ugeschichküchen «^ld Ke. Zu «ner "n über bi« ®'S* rthiir Neuberg „Um' ^das Ethlch- üb«
G ic hen, den 22. Rovember 1932.
(fine Derkehrs-llngeheuerlichfeit auf der Reichsbahn.
Zu dem Eingesandt über die P e rsonenzug- nerbinbung Lang - Gons — ® roßen = Linden und Leihgestern nach (8 i e 6 e n in Nr. 272 des „Gießener Anzeigers" vom lv.No-
Zestnahme eines OoppelmörderS?
WER. Geisenheim a. Rh., 21. Rov. Am Sonntagabend gelang es der hiesigen Polizei, im Obdachlosenasyl, wo er Ausnahme suchte, den 46 Jahre alten Metzger Eduard Dach mann aus der Tschechoslowakei sestzunchmen. Der wie ein Zigeuner aussehende Mann wurde aus seine Identität näher angesehen und bei der Revision des Ausweises stellte sich heraus, daß Alter und Berus aus den st c ck b r i e s l i ch g e s u ch t e n Mo r- der Dachmann paßten. Die Taten des Der» hafteten liegen schon mehrereIahre zurück. Er hat am 27. August 1911 den Eisenbahnbcam- ten Karl Tuche im Grundtal umgebracht, und am 6. Februar 1921 eine gewisse Julie König in Komotau in der Tschechoslowakei ermordet. Der Verhaftete will von den Taten nichts wissen. Rach seiner Festnahme wurde er in das Amtsgerichts- gesängnis Wiesbaden eingeliefert.
DergrößteAadiumbesih der Welt.
Ein Reuhorker Krankenhaus, das „Bellevue Hospital“, hat kürzlich' seinen bisherigen Radium- Vorrat, der 5 Gramm betrug, um weitere 5 Gramm erweitert. Damit ist dieses Krankenhaus im Besitze des größten rerarbeitenden Radiumvorrats der Welt.
Die 5 Gramm Radium, die das Krankenhaus sich angeschafft hat, dienen in erster Linie zur Behandlung von Krebskranken. Der kostbare Stoss ist in winzige Platinröhren gefüllt, die nur die für die Behandlung wichtigen Gammastrahlen passieren laffen, während die anderen Strahlen von der Platinumhüllung zurückgehalten werden. Die Behandlung der Kranken erfolgt auf die Weise, daß die Röhrchen direkt in die von der Krankheit befallenen Körperteile eingeführt werden und hier fo lange verbleiben, bis die Wirkung des Radiums sich in der gewünschten Weise geltend macht.
Der Preis, den das Krankenhaus für das Radium zahlen mutzte, betrug nahezu anderthalb Millionen Mark. Die Platinröhrchen allein haben einen Wert von 200 000 Mk.
Honig als Heilmittel.
Im Dolksmunde wird dem Honig seit jeher eine besonders günstige Heilwirkung zugesprochen, und bei zahlreichen Krankheiten wird Honig in den verschiedensten Formen schon seit Jahrhunderten angewendet. Reuerdings aber hat sich auch die ärztliche Wissenschaft mit dem sympathischen Produkt der Dienen beschäftigt, und — wie schon oft in ähnlichen Fällen — hat die Wissenschaft bekräftigt, was der Volksglaube annahm.
Dem Honig wohnen in der Tat ganz besondere Kräfte inne, was sicherlich nicht zuletzt der Tatsache zuzuschreiben ist, daß er fast gar keinen Rohrzucker, wohl aber etwa 4 Prozent Fruchtzucker und 35 Prozent Traubenzucker enthält. Traubenzucker wird von der modernen Medizin sehr häufig bei Lebererkrankungen, Vergiftungen usw. angewendet, und es versteht sich von selbst, daß der Honig in dieser Beziehung das gleiche vermag wie der künstlich hergestellte Traubenzucker. Aber damit allein ist die Heilkraft des HvnigS noch keineswegs erschöpft. In letzter Zeit vorgenommene klinische Versuche, über die in der „Münchener Medizinischen Wochenschrift" berichtet wird, haben gezeigt, daß die Wirkungen von Tranbenzucker durch geeignete Darreichung von Honig bei weitem überschritten werden können. So konnten z. D. schwere Erkrankungen der Harnwege lediglich durch Verabreichung von größeren Honigdosen — etwa «50 bis 100 Gramm täglich — weitgehend gebessert werden.
Daneben ist aber auch die keimtötende und wundheilende Wirkung des Honigs klinisch erwiesen worden. Schon die alten Aegypter benutzten Honig zum Einbalsamieren von Mumien, für welchen Zweck er sich wohl dadurch empfohlen hatte, daß er selbst bei noch so langem Stehen nicht schimmelt. Die gleiche Eigenschaft des Honigs hat ein süddeutscher Landarzt wiederholt mit größtem Erfolge bei der Behandlung infizierter Wunden verwertet. Er goh in die Wunden verdünnten Honig, und die Folge war, daß eine geradezu erstaunlich rasche Reinigung e^olgte. In der Sauerbruchschen Klinik sind ganz ähnliche Erfahrungen neuerdings mit reinem Traubenzucker gemacht worden.
Ein neues Hormon.
Professor Bernhard Zondek, der bekannte deutsche Hormonforscher, der insbesondere durch seine Arbeiten über die Sexualhormone internationalen Ruf erlangt hat, ist abermals mit einer neuen Entdeckung vor die medizinische Oesfentlich- keit getreten. Es ist ihm gelungen, in der Hypophyse — der Hirnanhangsdrüse — ein neues Ho> mon festzustellen, dem eine ganz eigenartige Aufgal im tierischen — und auch wohl menschlichen — Körderhaushalt znfällt. Dieses Hormon steht nämlich in engstem Zusammenhang mit den Piz-
Ja der Sitzung des Ausschusses für die Bildung der Schöffen-,und Schwurgerichte, sowie der I u g e n d g e r i ch t e für das Jahr 1933 34 wurden folgende Personen bestimmt: hauplgeschwarene für das Schwurgericht.
1. Wilhrlm Feuerbach, Weißbinder. Giehen, Marburger Straße. .
2. Walter König, Kaufmann, Giehen, Donng- strahe 9. ,
3. Konrad Dewald, Werkführer, Giehen, Wetzlarer Weg 34. „ .
4. Georg Beckmann, Giehen, Schiehgarten 10. 5. Georg Löwer, Kaufmann, Gießen, Reustadt 5.
6. Hermann Jung, Kaufmann, Klein-Linden, Frankfurter Straße 13,
7 Adolf Luh, Schreibgehilfe. Wieseck.
8. Heinrich Ludwig Balser, Oppenrod.
9. Wilhelm Kahl I., Landwirt, Alten-Buseck.
10. Wilhelm Pfaff, Weißbinder und Gastwirt, Watzenborn-Steinberg.
Hjlfsgefchworene für das Schwurgericht.
1. Hans Grieb, Kaufmann, Giehen, Kepler-
2. Heinrich Baum, Glasermeister, Giehen, Bleichstr ahe 2. _ , _
3. Theodor Sturm, Kraftfahrer, Gießen, Reustadt 57. C /CLl-l
4. Heinrich Drechsler, Kaufmann, Gießen, Stein- strahe 73. . , ..
5. Theodor Rühl, Krankenkassenangestellter. Gießen, Kugelberg 11.
6. Karl Delz, Tapeziere., Gießen. Roonstr. 36. 7. Georg Schember, Schneider, Giehen, Kirch-
Wie beträchtlich die Benutzung der geforderten Berkehrsverbindung sein würde, mag aus folgenden Zahlen ersehen werden: Großen-Linden ist die Eisenbahnstation für den Ort selbst nicht allein. An den Bahnhof unmittelbar grenzt an ß eil) • gestern. Beide Orte zusammen haben eine Einwohnerzahl von fast vierundeinhalb Tausend. Dazu aber kommen die Dörfer Hörnsheim, Hochelheim, Dornholzhausen und Lützel - Linden mit insgesamt rund 3400 Einwohnern. Das gibt in Summa fast 8000 Menschen, die wahrend 5 Stunden in der verkehrsreichsten Zeit des 2ages keine Eisenbahnverbindung mit der Stabt Gießen haben. Der Zustand ist auf die Dauer unerträglich.
Daß er abgestellt wird, dazu müssen alle Helsen, die dazu nach Amt und Stellung berufen sind, vor allem die Gemeindevorstände. Man darf sich nicht damit zufriedengeben, wenn Eingaben an die Reichs- bahnverwaltung fürs erste abgeschlagen werden sollten. Dann muß man die Oesfentlichkeit zu Hilfe rufen, die Handels-, Handwerks- und Landwirt- schaftskammern um Unterstützung angehen, auch sollte man sich an die Staatsregierung und an die Landtagsabgeordneten wenden, daß sie sich des Notstandes annehmen. Nicht zuletzt geht auch die Stadt- Verwaltung Gießen die Sache an. Eine Stadt hat doch ein beachtliches Interesse daran, daß die Nachbarorte ausreichende Möglichkeit haben, dorthin zu kommen. , .. „ ..
Wenn man fragt, warum nicht etwa die Post, ober ein Privatunternehmer einen Autoverkehr ein- richtet ber sicher rentieren würbe, wenn bie Reichs- bahn sich den berechtigten Wünschen verschließt, so wirb zu antworten sein, baß bie Reichsbahn, gestützt auf ihr Derkehrsprioileg, Einspruch erheben würbe. Bebauerlich aber wäre es, wenn bie Reichs- bahnverwaltung überhaupt nachweisbar begrunbe- ten Berkehrsforberungen beswegen sich unzugänglich zeigen sollte, weil bie in Frage kommenbe Bevölkerung wegen bes genannten Privilegs auf ben guten Willen ber Reichsbahn angewiesen ist. Sollte ber gute Wille" so mangelhaft sein, bann mußten Wege gefunben werben, um trotzbem zum Ziele zu
— Aus dem Stadttheaterbureau wird unS geschrieben: Als 8. Vorstellung tm Dienstag-Abonnement gelangt heute, 20 ältjr, die Sch lageroperet te: .Peppina' von Oesterreicher und Stolz zur Aufführung. Spielleitung: Wrede — Moehl — Bäulke. Ende 22.30 Mr. — Paul Schönthans Schwank: .Der Raub der Sabine- . rinnen", in neuer Inszenierung als 7. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement unter der Spielleitung I von Karl Volck morgen 20 Uhr. Ende 22.30 ilfyr — Ab Mittwoch findet auch der Kartenverkauf für die Jubiläums- Fest-Vorstellung am
vereine statt, die dem Verband der evangelisch-kirchlichen Frauenvereine in Hessen angeschlossen sind. Im Mittelpunkt der Tagung steht em Vortrag von Pfarrer Rieb er (Offenbach a. M.) über das Thema „Der moderne Mensch gebunden im Un- Am Vormittag geht eine Vorständekonse- 1%, bei der bie Winterarbeit und bie bar*
Vereinigung
Landwehr leu te. Die Landwehrvereinigung ehemaliger 116er hielt am Samstagabend eine stark besuchte Mitgliederversammlung ab. Ilniver- sitäts-Prvsessor Dr. Eger, der dem Landwebr- rcgiment 116 als Hauptmann während des Weltkrieges angehört hatte, hielt einen sehr interessan- ten Dortrag über das Thema „Ein Besuch an der Westfront". Der Redner schilderte die Fahrt über Metz nach den ehemaligen Stellungen der 116er Landwehr im Priesterwald, in der Champagne und in den Argonnen. Ein lebhafter Austausch alter Kriegserinnerungen schloß sich an. Professor Dr. H e y m a n n ergänzte den Dortrag mit Ausführungen über den heutigen Zustand des ehemaligen Kampfgebiets in den Argonncn. Besondere Genugtuung erregte bei den Kameraden die Mitteilung, daß der Gefallenenfriedhof bei Servon. der die meisten Gefallenen des Regiments birgt, in gutem Zustand sei. Die Patenschaft des Friedhofs hmt Rheinhessen übernommen.
mentzellen des Körpers, d. h. deniemgen Zellen, die bei Tier und Mensch die Färbung der Haut, der Augengewebe, der einzelnen Organe usw. besorgen.
Daß zwischen Hypophyse und Piamentstoifwech- sel ein gewisser Zusammenhang besteht, ist bereits seit einiger Zeit bekannt. Es war aber äußerst schwierig, hier grundlegende Erkenntnisse zu gewinnen, weil, wie es sich gezeigt hat, nicht nur die Hypophyse allein bei diesen Vorgängen eine Rolle spielt. Diese Unklarheit hat Zondek nun beseitigt, denn das von ihm entdeckte Hormon ist, wie sich gezeigt hat, ausschließlich für die Entwicklung der roten Farbzellen entscheidend.
Zondek hat seine Versuche hauptsächlich an Fischen vorgenommen, und zwar in erster Linie an Elritzen, die sich durch ein besonders auffälliges rotleuchtendes Hochzeitskleid auszeichnen. Durch die Einspritzung von winzig kleinen Mengen von Hypophyseneftrakt konnte die Entstehung des Hochzeitskleides künstlich bis weit über das Normale hinaus gesteigert werden, während kein anderer Stoff imstande war, die Dildung der roten Verfärbungen zu beeinflussen.
Welche praktischen Folgerungen die Zondeksche Entdeckung haben wird, läßt sich noch nicht Jagen. Zweifellos aber werden zahlreiche bisher ungeklärte Vorgänge — so z. D. auch die sogenannten Schwangerschaftsverfärbungen. der Farbwechsel des Chamäleons usw. — nunmehr bald gelöst werden können.
Buttermilch als Dttaminttager.
In der Frauenklinik des Staatlichen Krankenstiftes und Forschungsinstituts Zwickau sind letzthin umfangreiche Untersuchungen über den Vita- mingehalt des weiblichen Organismus vorgenommen worden, über die der Direktor der Anstalt, Professor Dr. C. Vogt, in einer medizinischen Wochenschrift berichtet. Diese Untersuchungen sind ein neuer Beweis dafür, daß es keine bessere und gesündere Rahrung für das Heranwachsende Kind gibt als die Muttermilch. Die Muttermilch, die Eiweiße, Fett und Kohlehydrate in einem Verhältnis von 1:4:7 enthält, ist einer der bedeutsamsten Vitaminträger. Ihr Bestand an Vitamin A ist besonders groß, desgleichen finden sich in ihr das Vitamin B und auch das Vitamin C in sehr reichlicher Menge vor. Die Zwickauer äln- tersuchungen haben weiter gelehrt, daß das Wachstumsvitamin A, das nicht nur eine wichtige Rolle für die Ernährung der Haut und der Schleimhäute, sondern auch für alle inneren Drüsen spielt, insbesondere im Fettgewebe des weiblichen Organismus, reichlich aufgespeichert ist. Allerdings ist bei den einzelnen Fettgebieten der Ditaminbestand nicht gleich stark. Während im Unterhautfettgewebe des Oberschenkels das Vitamin A nur in verhältnismäßig kleinen Mengen vertreten ist, hat die weibliche Brustdrüse das weitaus meiste Vitamin A auszuweisen. Es ist durch die neuen Untersuchungen ferner bestätigt worden, daß unter den Vitamin trägem überhaupt die Lever als die größte Drüse des menschlichen Körpers an erster Stelle steht. Richt einmal durch einen allgemeinen körperlichen Verfall, wie er beispielsweise bei Krebsgeschwüren eintreten kann, wird der Ditaminbestand der Leber angetastet, ebenso bleibt er bei Dlutzersetzung und Blutvergiftung, trotz allen sonstigen schlimmen Auswirkungen, unbeeinträchtigt. Eine Ausnahme macht lediglich die bösartige Dlutarmut, pemiciöse Anä-.- mie, bei der in der Leber sowohl als auch im Unterhautsettgewebe das Vitamin A bis auf einen verschwindenden Rest aufgezehrt wird. Das Vitamin A ist übrigens auch für das allerfrüheste, vorgeburtliche Entwicklungsstadium des Menschen von Bedeutung. Es entfaltet hier gerade seinen höchsten Wert als Wachstumsvitamin. Don großem Einfluß auf den Ditamingehalt ist, dem Zwickauer Ergebnis zufolge, auch das Lebensalter. 2m Fortpflanzungsstadium sind z. B. die Ditaminmengen im Fettbezirk des Oberschenkels erheblich größer als bei den Frauen der vorge-
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Sonntag, 27. Rovember. 11 Uhr, statt. Zur 1 Ausführung gelangt neben Ansprachen von Ober bür germei fter Dr. Keller und Intendant Dr. P r a s ch ein Querschnitt durch unsere Aussüh- rungen, ferner Orchestervo. träge des Orchesterver- eins Gießen unter der musikalischen Leitung von Universitätsmusikdirektor Dr. Temesvary. Die Veranstaltung ist außer Abonnement. — Sonntag, 18.30 Uhr, gelangt die dreiaktige Operetten- ncuheit: „Die Toni aus Wien" von Stesfan außer Abonnement zu ermäßigten Operettenpreisen als Fremdenvorstellung zum letztenmal zur Ausführung. Schülerkarten haben Gültigkeit! Spieldauer von 18.30 Uhr bis 21 Uhr. Am gleichen Tage um 22 Uhr findet eine Wiederholung der mit großem Beifall aufgenommenen Reueinführung des „Racht-Kabaretts' statt. Die Veranstaltung mit einem völlig neuen Duntprogramm steht unter der künstlerischen Gesamtleitung von Wolfgang Kühne, der auch die Ansage übernimmt.
•.
"Ein Achtzigjähriger. Schlossermeister Karl Flett, wohnhaft T-uselslustgärtchen 22, begeht am Donnerstag, 24. Rovember. in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag.
" Zum „Tag der deutschen Hausmusik" (22. Rovember, Cäcilientag) veranstaltet die Ortsgruppe Gießen des Reichsverbandes der deutschen Tonkünstler und Musiklehrer heute, pünktlich 20 Uhr, im Großen Hörsaal der Universität einen deutschen Hausmusik-Abend. Die Ausführenden sind sämtlich Schüler und Schülerinnen von Mitgliedern des De.chsvcrbandes. Es gelangen zur Ausführung Kompositionen sür Klavier, Violine. Diola, Cello, Gesang und Block- slöte, teils Solostücke, teils Ensemble-Musik (u. a. auch Streichquartett). Alle Werke sind mit Rücksicht auf die Bedeutung des Tages sorgfältig ausgewählt und vermitteln in ihrer Vielseitigkeit eine reiche Anschauung aus dem Gebiete der besten deutschen Hausmusik. Das Programm, bei Ernst Challier, im Musikhaus Dusch und abends am Saaleingang für 50 Pf. (Schüler 30 Pf.) zu haben, berechtigt zum Eintritt. (Siehe gestrige Anzeige.)
** Verbandsversammlung der evangelischen Frauenvereine. Am kommenden Donnerstag, 24. November, findet im Cafs Leib die Derbandsversammlung der oberhessischen Frauen-
Liebigstrahe 20. .
12. Ferd. Dolkmann 11., Landwirt. Heuchelheim.
13. Heinrich Schmitt. Maurer, Bersrod.
14. Adolf Hahn I., Weißbinder, Rödgen.
15. Wilh. Hahn II., Landwirt, Annerod.
16. Heinr. Horn II., Schlosser, Steinbach
17. Melchior Wißner, Landwirt, Climbach.
18. Jakob Leidich, Metzger, Grüningen.
Heinr. Albach IX., Landwirt, Burkhardsfelden. Wilh. Herzberger, Landwirt, Bersrod.
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der Dampfers 2 MglLrn ngsbootes, die bei der ten See und durch das er Schwimmenden an esahr schwebten, über, ihnen vom Senat per« ningsmeüaillen, i Transvaal tn ® e to i 11 e r in bet : «Transvaal), das von begleitet war. wurden Vieh und rund 3D Zir- er bohrten sich stellen-
strahe 5. _ .
11. Georg Weller, Zimmermann, Leihgestern
12. Heinrich Ihm, Dürgermeistere.geh.lfe, Wieseck.
13. Ioh. Karl Funk, Zimmermann, Beuern.
14. Johannes Sommer, Landwirt, Garbenteich.
15. Karl Schmidt III., Landwirt und Schweine- Händler, Lang-Göns.
16. Georg Seipp, Schlosser und Beigeordneter, Lollar.
Aue iLinwoyner oet geiiuniucn
Den dem Einsender dankbar sein, daß er die wichtige Frage der Lormittaaszugoerbindung nach Gießen in der Oeffentlicbkeit angeschnitten hat. Es ist zu verwundern, daß das nicht schon längst geschehen ist, und es ist dringend zu wun- chen, daß nun so lange in die gleiche Kerbe gehauen wird, bis die Reichsbahn den berechtigten Wünschen Rechnung trägt. Denn, wie die Dinge jetzt liegen, handelt es sich geradezu um eine Berke h r s u n g e h e u e r 1 i ch k e i t, die kaum ihres- gleichen haben wird. Von allen Strecken, Marburg, Wetzlar, Fulda, Gelnhausen, sogar von der Nebenstrecke Grünberg—Lollar, laufen zwischen 9 und 10 Uhr Personenzüge in Gießen ein. Nur von den Stationen vor Gießen auf der Hau p t ft recke, die die befahrendste ist, Frankfurt — Gießen, gibt es vormittag rund fünf Stunbcn lang keine Fahrgelegenheit nach Gießen. Um 7 57 Uhr kann man nach Gießen kommen, und dann erst wieder um 12.25 Uhr. Das ist doch ein unerhörter Zustand für eine Hauptstrecke. Die alte- ren Einwohner von Großen-Linden und den benach- barten Gemeinden erinnern sich noch, welche Mühe und welche Kosten daran gewandt worden sind, daß Großen-Linden —Leihgestern Bahnstation wurde. Jetzt ist es wieder so, daß, wer vormittags von etwa 10 Uhr an, der Hauptzeit für Termine am Gericht und bei den Behörden, in Gießen zu tun hat, den 7 Kilometer-Weg unter die Füße nehmen muß, wie zur Zeit, da es noch keine Eisenbahnen gab. Denn zwei Stunden vorher fahren und dann nutzlos in Gießen herumzusitzen, dazu haben die wenigsten Zeit und Lust. Doppelt schmerzlich wird der Mißstand empfunden, wenn man weiß, daß um die gewünschte Zeit ein Zug fährt, aber zwischen Butzbach und Gießen nicht mehr hält. Man soll doch annehmen, daß es fahrplanmäßig durchführbar märe, daß ber Zug, Gießen an 10.21 Uhr, in Lana-Göns unb Großen-Linb e n hielte. Der Zeitverlust betrüge boch wohl nur 8 Minuten. Mehrkosten entftünben ber Reichsbahn gar keine. Sollte der Fahrplan aber die nötige Zeit nicht freimachen können für diesen Zug, so mußte eine andere Lösung gefunden werden, . Einlegung eines elektrischen Wagens, wenn der Verkehr für einen Lokalzug nicht ausreichte, wie er nachmittags von Gießen nach Lang-Göns gefahren wird.
dorfer Straße 16.
3. Karl Plank, Kaufmann, Gießen, Schottstr. 19.
4. Georg Sturm, Güterbodenarbeiter, Gießen, Mühlstraße 8.
Georg Burger II., Weißbinder, Watzenborn-


