sachgemäß täuschen könne. Die PolE^lHql ?b, tr°6 des jüngsten Verbotes bestimmte Vö- Sanftr get hoch noch aphlpnhnt m»rhnn :n . >7 - 'U
wie
Jeiifchnfien.
des Schweden-
Ä in ebaTütU^VtgabÄ
dem Landesbudget und 15 v. H. dem Bezirks- bufcget.
Unwetterschaden in Transvaal.
Bei einem überaus heftigen G e w i t t e r in der Gegend von Raboorn Spruit (Transvaal), das von sch^«m Hagelschlag begleitet war, wurden 2000 Schafe, 400 Stück Rindvieh und rund 30 Ziegen getötet. Die Hagelkörner bohrten sich stellenweise tief in die Erde ein.
Der ächiffsbrand im Hafen von Amsterdam nach lövstündiger Dauer gelöscht.
Rach über 180 Stunden ist es der Feuerwehr endlich gelungen, den D rand an Bord des im Amsterdamer Hafen liegenden Dampfers „P. C. Hooft zu löschen. Dieses Ergebnis wktrde dadurch erzielt, daß man auf das brennende Oel große Mengen Schaum schüttete, wodurch schließlich das ^euer erstickt wurde. Gegen einen zweiten Feuerherd ging man mit großen Wassermassen vor.
Schmugglerbande fährt in eine Ausflüglergruppe.
Ohne Licht und ohne Signal zu geben, fuhr bei totolberg (Rheinland) ein Schmugglerauto nus dem benachbarten Breining in rasender Fahrt in eine Ausflüglergruppe hinein. Vier Personen wurden verletzt und mußten ins Krankenhaus gebracht werden. Einer der VerleK- ten konnte nach Anlegung eines Verbandes wieder entlassen werden. Der Kraftwagen war bei dem Zusammenstoß umgefallen und wurde von hinzukoin- menden Zollbeamten beschlagnahmt. Man sand in ihm elf Zentner Zucker, 20 Pfund Kaffee und 20 Pfund Mehl, die geschmuggelt waren, dol Der Lenker des Autos wurde verhaftet.
Dochfchulnachnchten.
Der Ordinarius für Botanik an der Universität Frankfurt a. M., Professor Dr. Peter Stark ist im Alter von 44 Jahren g e st o r b e n Seine Arbeiten betreffen Pflanzenphysiologie, Moorkunde Paläobotanik und Variabilitätslehre.
Aus aller'Wett.
Das Erdbeben in Westdeutschland. — Kein Anlaß zu Befürchtungen.
Der Erd st ost, der sich in der Rächt zum Montag in ganz Westdeutschland und in Holland bemerkbar machte und, wie gemeldet, auch in Gasten vereinzelt wahrgenommen wurde, hat die Bevölkerung vielfach in große Aufregung versetzt. Schon in den frühesten Morgenstunden letzte ein telephonischer Ansturm auf Zeitungen, Wetterdienststellen und Rachr'.chtenbureaus ein, die jedoch jede Besorgnis zerstreuen konnten' Von fachmännischer Seite wurde erklärt, daß es sich um ein sog. tektonisches Erdbeben gehandelt habe, das seinen Herd wahrscheinlich im Rhein- tal haben dürfte.
Oie weibliche Zugend im Freiwilligen Arbeitsdienst.
Berlin, 21. Nov. (CNB.) Im Reichsarbeits- blatt vom 25. November wird ein Erlaß d e s Reichskommissars für den Freiwil- ligen Arbeitsdienst veröffentlicht werden, der die Gesichtspunkte darlegt, nach denen die weib- bche Jugend in den Arbeitsdienst einzugliedern ist. Darin wird besonders darauf hingewiesen, daß be- s o n d er 5 Dienstleistungen für Hilfsbedürftige nach dem gegenwärtigen Stand der Erfahrungen als der be ft geeignetste Inhalt des Arbeitsdienstes der Frau erscheinen. Es handele sich vor allem um das Erhalten und Pflegen von Sachgütern, das Umwandeln alter Gegenstände für neuen Gebrauch und um hauswirt- chaftliche Leistungen für Dienstwillige oder Not- ^idende. Als Beispiele für die Praxis werden Lasche- und Kleiderpfleae für männliche Arbeits- lager Küchendienst für offene Arbeitslager, Bewirt- a^un9 unbenutzter Ländereien bei gemeinnütziger Verwertung des Ertrags, Schaffung von Kleingartenland, Arbeit in einer Dienstgruppe bei der Siedlungshelferin und Werkstattsarbeit für die Winterhilfe genannt.
In Hei del berg ist im Alter von 81 Iahren der langjährige Direktor der Geologischen Lan- desanstalt für Elsaß-Lothringen, GeA. Rat Pro- Ecking gestorben. Bücking war früher Dozent an den Universitäten Berlin unb ^.am 1883 als ordentlicher Professor stir Mltzeralogie an die Universität Straßburg.
8U feiner Versetzung in den Ruhestand 1917. Rach der Besetzung durch die Franzosen im Iahre 1919 verließ er das Elsaß unö nahm seinen Tyohnsitz in Heidelberg. ° Wilhem Somberg an der Uni- 9nmpnh®r»Cr£in 1)01 cincn Ruf als Ordinarius für nrei fUxn6e man bic Universität R o st o ck als Nachfolger des Geh. Medizinalrats Professor A. Peters zum 1. April 1933 erhalten. *
Schmitt von der Han-
Ruf aus den fut öffentliches Recht «m bet Uni- TrotoLa Äc^^ ^chfolger des verstorbenen ' ars Fritz Stier-Somlo angenommen.
Professor Dr. Hermann Staudinger Direk- tät Ä r $;a^a5rium8 der Universi-
^^burg, hat ^Ruf an die Technische
Der Prozeß gegen tei Zranenmörder Leitgöb
Ein sensationeller Knminalsall in Oesterreich.
Gonderbesteuerung derEinzel- bauern in der Gowsetunion.
Moskau, 21. Rov. (WTD.) Das Zentral- exetut.v.omitce und der Dol skommissarenrat der Sowjetunion veröffentlichen einen Beschluß über eine einmalige Besteuerung der Ein- -E l b a u e r n w i r t s ch a f t e n. Bauernwirtschaften, die Landwirtschaftssteuern zu festen Sätzen entrichten, haben danach einen einmaligen Betrag von 15 bis 20 Rubel zu zahlen. Die- jenigen Bauernwirtschaften dagegen, die Steuern selten Sätzen entrichten, müssen min- destens 2o Rubel zah.en. Für die Kulakenwirt- bie doppelte Landwirt- schaftssteuer festgesetzt. Die Exeku iv.oni ees der einzelnen Bezirie können solche Einzelwirtschaften, „ die ihre Verpflichtungen gegen den Staat pünktlich erfüllen, gänzlich oder teilweise der. einmaligen Besteuerung b e f r e i e n. Der Beschluß ves Zentralexekutivkomitecs befreit von der einmaligen Steuer die Kollektiv- to 1 _r 1 te n, arme Einzelöauern- Mirtschaften, sowie Wirtschaften, in denen rote ue n, Angehörige der Roten Armee oder Arbeits- bzw. Kriegsinvaliden arbeiten Die einmalige Landwirtschaftssteuer muß bis zum 31 Dezember d. I. entrichtet werden. 75 v. H. des 2lu,kommens fallen dem Staatsbudget zu 10 v H *
4. weil nach dem Eintreten des Bruches die Ereignisse ihren normalen Verlauf genommen hätten.
Chinesische Klage.
In dieser Erklärung sieht man eine uneinge- schrankte Absage Japans an den Völ- kerb und und gleich zu Beginn der Verhandlung 6^ die Betonung, daß die japanische Regierung die Zuständigkeit des Völkerbundes für die Regelung öer mandschurischen Frage nicht anerkennt.
Der chinesische Delegierte Wellington Koo wies den Vorwurf, daß China kein organisierter Staat sei, mit großer Entschiedenheit zurück. Die Umwandlung eines 4000 Jahre alten Feudalreiches in eine moderne Demokratie sei gewiß nicht leicht. Die Modernisierung und Vereinheitlichung Chinas wäre aber schon weiter gediehen, wenn sie nicht d a u e r n d d u r ch Japan gestört würde. Die im Lytton-Bericht erwähnte traditionelle Expan- stonspolitik Japans habe es seit dem 16. Jahrhundert auf die Unterjochung Chinas und darüber hinaus auf die Eroberung Asiens abgesehen. Der antijapanische Boykott sei nur eine Maß - n o b m e der Selb st Verteidigung. Der den japanychen Interessen zugefügte Schaden sei unvergleichlich geringer als die Zerstörung von Milliardenwerten an chinesischem Eigentum, ganz abgesehen von dem Verlust von zehntausenden von Menschenleben. Wellington iioo hob hervor, daß der Lytton-Bericht in seiner allgemeinen Tendenz der chinesischen Auffassung vollkommen recht gebe. Die Verpflichtung der ja- panijchen Regierung hinsichtlich der Zurückzie- hung ihrerTr uppen aufgrund der Entschließung vom 30. September und 10. Dezember 1931 bleibt unverändert. Diese Zurückziehung sei immer noch eine wesentliche Voraussetzung für die Aundlegende Regelung des chinHsch-japanischen Streitfalles Der Völkerbund habe bedauerlicher Weise bisher keine wirksamen Mittel gesunden die Durchsetzung seiner Begriffe zu erreichen. Der Kellogg vertrag verliere seinen x ,nn,mroenn ber Bruch des Kriegsverbotes unter öem Vorwand gesetzmäßiger Verteidigung ungestraft zugelassen werde. Der japanische Angriff auf bas friedliche China stehe in seiner Rücksichtslosigkeit einzig in der modernen Geschichte da. Die Lösung der Mandschureifrage könne nur auf der Grundlage der Bestimmungen des Völkerbunds-, Kellogg- und des Washingtoner Neunmächtepaktes gefunden werden.
gel doch noch geblendet werden dürfen, ist noch im- ’m d°nge, und Herren im Salonanzug, die auf a? Landstraße aus dem Auto steigen, um die D?pnUprehn«Ufte abzuspritzen, worauf der
1tergefaUene zusammenscharrt, hal- JiffpnÄ t $U0 ,unb Recht für Jäger. Ja, eine öffentlich aufgeworfene Streitfrage, die Diskussion drüber, wer ein Schießer und wer ein Jäger e? 'Sapr* /"'h FMtellung, daß man den rechten Sager an dem Umfang der Beute erkenne mifeE Begnff des Hegers ist dem Süden so fremd m Lber Starenkobel oder die anderen künstlichen Ristgelegenheiten. Wer so etwas sieht — und es gibt ja spleenige Ausländer, die in ihrem Garten gegen die Sitten verstoßen — hält es für Fallen.
6Ute Bekannte haben mich ausgelächelt, weil ich vergessen habe, das Anflugstäbchen mit Leim zu bestreichen. Sie glauben, wir züchten die es Ä' M\e?rUt -3U ^sen. Und in der lat gibt ,5 in RUUelitalien eine deshalb berühmte Stabt mo die Schwalbennester geflissentlich geschont wer- n. dam.t man die Jungen, bevor sie flügge wer- Die'nS^-*Unbrf.Unbt. 3art in bie Pfann/ kriegt. rp<+>/frtCn ^ehwalben haben nur deshalb das Vor
Cn^rUr^ Iurme unb verfallene Mauern ZU schwirren weil sie zu zäh sind.
In den Schaufenstern der Garküchen der rostic- ffifin UJÜftrh 1ttOria' 015 Paradestück ein langes
frf&on L bci” .^’f^en je zwei gerösteten Brot- i?h “re t,blCr2,6hmiPeP bes Himmels" ausgespießt sind, Rotkehlchen und Lerchen, Amsel, Drossel Fink NP» ff Hf- ei.ner richtigen Mahlzeit, in die grü- ?fnb»nhbfQnrbineix0cb^tct' yehören schon ein gutes Dutzend Zeisige ober Zaunkönige ober Meisen °
^enn der Nordländer so etwas sieht oder zu- schauen muß, wie die Lerchen im Aetherblau als die beliebtesten Zielscheiben bienen, glaubt er die Batterien feiner Sentimentalität gegen eine derart gepanzerte Front auftahren zu müssen. Das ist aber ®°aig unnujj, denn der Gegner verfügt über eine gute Abwehr. Selbstverständlich gibt es auch in Jta- £mm?9-IfneUnbeZ bic Bezeichnung „Stimmen des Himmels stammt von einer italienischen Dichterin in den Zeitungen versucht einer ab und zu, sich ®e' Jor zu verschaffen. Aber sie erwidern ihm mit beißendem Spott er scheine also seine ästhetischVn humanen ober Mitleibsgefühle nach bem Umfang' bc9 Tieres abzumessen: bas stolze weihende Rind rli fuchtige Bulle dürfe ebenso wie das geduldige
^mbf01 ?er christlichen Legende, abge- K^‘?LUnb-,auf0efrcffen "erben, her Sperling Sr"’?' "eck er kleiner sei! Unb bcn norbischen Sh? ia«?CSpü firi2erfxn lie sich stolz in bie Brust: Shr jagt den Hirsch, den König der Wälder, ihr
Der Anschlag ans Herriot.
Die Pariser Deutschenhetze geht weiter.
Paris, 21. Nov. (TU.) Ministerpräsident Herriot ist am Sonntagabend aus Nantes wieder *n eingetroffen. Die Untersuchungen über
ben ^"schlag dei Nantes werden inzwischen mit großem Eifer fortgesetzt, ohne daß es aber bisher gelungen ist, die geringste Spur der Täter mohrinhbe%r n^Oli3eJ $ im übrigen mehr und 9rni*rber Auffassung daß es sich weniger um einen Anschlag auf das Leben des Ministerpräsidenten handelt als um eine symbolische Geste überhitzter a u t o n o m i st i s ch e r Gemüter, die dadurch ihrer feindseligen Einstellung gegenüber bem Minislerpräsibenten Ausbruck geben moJten. Diese Auffassung wirb baburch bestärkt daß man in unmittelbarer Nähe bes Tatortes an bem bie Schienen burch die Explosion aufgerissen waren zwei rote Lappen fand, die sicher dazu bestimmt waren, den Lokomotivführer des herannahenden Zuges zu warnen.
In Nantes sind eine Reihe von Verhaftungen blirchgefuhrt worden, die aber zum größten Xeü nicht aufrcchterhalten werden konnten. Sechs oer Verhafteten sollen angeblich bereits bei dem Bombenanschlag in Rennes unb dem versuchten ^nMag In Vannes eine gewisse Rolle gespielt hoben, ohne daß man aber die Beweise gegen sie erbringen konnte, bie eine Anklage ermöglicht hätten wnotS @rJätungen, in denen er im gewissen Sinne D e u t s ch l a n b für das D e rb re - chen verantwortlich macht, werden von der gesamten Pariser Morgenpresse mit um so
ilm die Bogeljägerei inZialien.
Von Dr. Gustav W. Eberlein, Rom.
G a pri, 18. November 4.932. Durch künig- Se/rei j* bas Jagdrecht für die ganze Jnjel ausgehoben worden. Jagd und Vogelfang sind daher fortan verboten
)t es fertig, einem Reh, dem Inbegriff der Htmut, trotz seiner klagenden Augen den Fangstoß zu geben, ihr, Ladies and Gentlemen, hetzt mit Hunden Gottes wundersame Geschöpfe! Und wollt euch zum Richter über uns aufwerfen, weil wir die kleinen Vögel schießen? Zu unserem Vergnügen, wir geben es zu, her Mensch hat noch so atavistische Triebe, aber was ihr tut,, tut ihr es zu eurem Mißvergnügen?
Hier ist nicht weiterzukommen, das liegt auf der Hund. Rian muß den Italienern schon praktischer kommen. Ihnen sagen und beweisen, daß der Vogel- fang em unrentables Geschäft sei, weil Kalbfleisch ^mme als ein Vogelspieß, denn i l^'Kch k°ste eine Patrone 36 Centesimi, macht durchschnittlich, zwei Schuß auf den Kopf darf man regnen, 72 Centesimi für einen Spatzen. Wieviel also kostet ein Kilo Singoogelfleisch? Und weiterein Singvogel frißt täglich rund das Doppelte seines Gewichts an schädlichen Insekten^ das, lieber Land- bM ubcr be'ne wurmigen Früchte jammerst, stelle dir einmal vor! Italien könnte an der »piße des Obsthandels stehen, aber schuld der Vogelvertilgung erzeugt es nur eine ganz geringe ^!”0rj.DOn Edelsruchlen (Drangen unb Zitronen natürlich ausgenommen). Für jeben Apfel, für jebe halbreife Birne muß her Wirt bem Gast so viel wie ur einen halben Liter Wein in Rechnung stellen. Unermeßlich ist der Schaden, den neben der Obst- ku"ur die Forstwirtschaft durch die Vertreibung der besten Waldhüter, der Vögel, erleidet. Nun ist zwar S?. einer für Italien geradezu umwälzenden Entschlußkraft die Wiederaufforstung des Landes befohlen worden, nach bem Raubbau an Flora unb öauna, her bie Berge, die ebensogut bewaldet sein ^emwüsten machte, aber diese Großtat re Stückwerk bleiben, solange nicht
°rbcb,nx0un0e? 6U ihrer Verwirklichung ge- solange nicht ein allgemeines
Z 9? :TÖ0 emgesuhrt wird.
2luf gaßre fjinaus müßte das Beispiel von Capri nusgedehnt werden. Immerhin, S"™ 'st gemacht, eine herrliche Verheißung für die stimmen des Himmels. 700
3cn Umgebung von Linz war ein außerordentlicher Zuzug bes Publikums gekommen. Ceitgöb ist ein vierschrötiger Mensch, besten Blick bereits die Brutalität verrat. Von leinen 50 Lebensjahren hat er bereits 20 hinter Kerkermauern verbracht.
Ceitgöb bekannte sich auf die Frage des Vorsitzenden schuldig, aber nicht wegen Raubes. Er sei kein Dieb unb kein Räuber. Er habe seine Taten in Bewußtlosigkeit begangen. Er bestreitet auch lebhaft, aus Haß gehanbelt zu haben. Aus her Schilberung seines Lebenslaufes geht hervor, baß Leitgöb ein uneheliches Kinb ist. Sein früheres Strafregister umfaßt auch Defertation unb eine ganze Reihe von Diebstählen. Er heiratete 1910. In ber fünfjährigen Ehe würben brei Kinber geboren. Wegen feiner Straftaten betrieb feine Frau aber die Scheibung.
Es wird bann ber erste Mord erörtert. Im Verlauf bes Verhörs wirb der Angeklagte lebhafter Mit Zynismus schildert er die Beziehungen zu seinen Opfern. Er wiederholt, daß er keine Raubabsichten hatte, sondern einem dunklen Drange erlegen sei. Bei der Schilderung des Mordes an der Eisenbahnerehefrau Renezeder erklärt Leitgöb, daß bie Frau im Tobeskampf bie brennenbe Petroleumlampe umgeworfen und dadurch den Zimmerbrand verursacht habe. Der Vorsitzende hält dem Angeklagten vor, daß seine Behauptung nicht stimmen könne. Auch hier leugnet Leitgöb, einen Raub begangen zu haben. Die Verhandlung wurde dann vertagt.
ttprffAN?vembÄ^ der „Zeitwende" (C.H.
^bh^oandlung, München) beantwortet Jhs Paul, ber bekannte Biograph ' '
?b°ll b" Fraget- ist uns Gustav nnb h£Ln^>fU Ä0t ble gemaltiaen politischen Pläne, an deren Ausführung Gustav Adolf durch den Tod gehindert wurde. Die Frage drängt sich auf: wie- ptel Kampf und 2r-rwege wären unserem Volk fpart worden, wenn es Gustav Adolf vor 300Ia^
, Geschenk an Italien, an die ganze Weit' Die schönste Insel dieser Erde befreit ?on Netzen und ßeimruten unb Knallerei! Ein Dichter aus nordi- mZ" hßanbhn nutzte kommen, um dem Logelpara- brii%^ün b°h !?irb nun werden, zum Durchsuch ZU verhelfen. Konnte nicht auch ber ganzen £lIb,Ä bT ®Qrten Europas, ein Retter er^ Ihn 65 nid)x-9J^ffoüni sem? Viele haben
ihn schon befchworen, bie Dichter nicht nur, sonbern noniPn " . Wissenschaftler, Nationalöko-
nomen unb Landwirte, Ornithologen nicht bloß, °"ber i die um ihr Obst, um ihre Wälber hat Nichts genützt, bie Vogelver- tlgung wirb nach wie vor im Großen betrieben jo ols ob es sich um Ungeziefer hanble, unb nicht um die besten Freunbe ber Menschen. Mussolini fe ber schießt zwar nicht, aber er hätte mit einem 3agbDerbot die halbe Bevölkerung minbeftens gegen fid), benn ber Schießprügel gehört zum Manne, wie ? Regenschirm. Nach einem unbegreis- besetz barf jebermann, wenn er seine paar ?inCnlL>«ba|5e"^ratent" obgeliefert hat, jahraus, jahrein alles abknallen, was ihm vor ben Lauf kommt. .-Rist Jagd in unserem Sinne hat das natürlich Kt ?/p„ozchis mehr zu tun, schon deshalb nicht, weil Italien durch biefes System völlig ausgeschossen h^hnh^' J0 hba^ sagdbare Tiere in freier Wilb-
baljn überhaupt nicht mehr vorkommen. Die Kinber mV0" ^ebeVnb ^osen in ihren Bilderbüchern lesen, müssen schon in den Zoo gehen, wenn sie mit eigenen Augen sehen
U*nbcb,C H?ger in die Reservate, wo nach k^Ersche. Anti open, Wildschweine auf bk Derfe gelegt werben können. Ein Beweis, daß das Land sehr wohl in ber Lage wäre, bie Tierwelt zu qe^unb H'0 ei.9entnnur bie Vo-
&6n»b k 'hnen geht, weiß man ja leiber zur mp?U£h,hSlf? s^emden Reisenden staunen zwar im- einer ÄntP Th" f-C ,ebe" ^ann im Freien mit einer Flinte und einem doppelten Vatrcinpnnn^ sthen, aber ihre Phantasie wird durch
& •*
Schweres Aukounglück in Italien. — (Elf lote, zahlreiche verletzte.
Am Bahnübergang des italienischen Ortes Für- bara wurde ein Lastkraftwagen, auf dem sich 52 junge Faschisten befanden, die von einem Besuch der Ausstellung über die faschistische Revolution nach Tarquinia zurückkehrten, bei einer Bahnüber- Qucrung vom Zug erfaßt. 11 Personen wurden getötet und alle anderen verletzt. Don den Derletzten sind etwa 20 in die Krankenhäuser eingeliefert worden. Bei einigen ist der Zustand äußerst bedenklich. Der Ort Tarquinini, die Heimat der sämtlichen Toten und Derunglückten ist durch die Katastrophe in tiefste Trauer versetzü
Die Vorfälle an der Universität Breslau.
Bor der Wiedereröffnung der Breslauer U n i v e r s i t ä t, die wegen der Zwischenfälle bei der Dorlesung des Professors Cohn bis einschlieh- nch 22. Rovember geschlossen ist, gaben Rektor und Senat der Universität durch Anschlag bekannt, daß die disziplinarische Bestrafung oer bei den Ausschreitungen festgestellten Studenten unmittelbar bevorstehe und daß daher vor erneuten Derstößen gegen die akademische Disziplin gewarnt wird. Weiter teilt die Universität mit, oaft oer kommissarische preußische Kultusminister für die laufende Prüfungsmethode Proleffor Lohn zum Mitglied des juristischen Prüfungsausschusses in Breslau ernannt hat.
Auszeichnungen
für die Retter der „Riobe"-Schiffbrüchigen.
Bei bem Untergang bes deutschen Schulschiffes a w b4 der Hamburger Dampfer „Theresia L. M. Nuß ber Reeberei Ernst Ruß burch eines ber oon 'hmausgesetzten Rettungsboote 40 Ange° honge der „Niobe" gerettet. Im Bürgermeister- saal bes Hamburger Rathauses wurden aus diesem Anlaß der Äapitan des Schiffes unb bic Beman- nung des von ber „Theresia L. M. Ruß" ausge- Atzten Rettungsbootes burch Bürgermeister Dr. Petersen empfangen. Bürgermeister Dr «Beter- fen überreichte Kapitän Müller eine künstlerisch au.9eÄte Urkunbe, in ber ber Senat Kapitän unb Offizieren unb ber Mannschaft bes Dampfers ben Dank Hamburgs ausspricht. Den Mitgliebern der «Bemannung des Rettungsbootes, bie bei her Rettungsfahrt in ber bewegten See unb burch bas Anklammern ber im Wasser Schwimmenben an bas Boot in steter Lebensgefahr schwebten, überreichte ber Bürgermeister bie ihnen vom Senat oer- uehenen Hamburgischen Rettungsmebaillen.
gelungen wäre, em großes nordisch-deutsches Reich unter brandenburgisch-schwedischer Führung auhu- nchten griebr. Israel, früher deutscher Pfarrer in Helstngfors, schildert in seinem Aufsatz „Finnlands Befreiung als Dank für Gustav Adolfs Tat" aus eigenem Erleben heraus die «Befreiung Finnlands durch beMche Truppen im Frühjahr 1918. Er er^otjlt wie ber Kampf in Finnlanb allgemein ms Glaubenskampf gegen ben religionsfeinb- hchen Bolschewismus, bie deutsche Waffenhilfe aber als Einlösung einer weltgeschichtlichen Schuld gegenüber Finnland empfunden wurde. Zu einer weiteren geschichtlichen Besinnung über die Gegen- wart leitet der «Aufsatz von Arthur Neuberg Umbruch des Zeitgeistes^. «Wie etwa um 1500 "ober 1800 gewinnt auch heute wieder das Ethische über bas Aesthetische die Oberhand. Ein schöngeistig spielerisches Zeitalter wird abgelöst durch eine Epoche tiefsten ethischen und metaphysischen Ernstes, eine Zeit der Kunst und Literatur durch eine ber '(Energie unb der Tat.
größerer Genugtuung wiedergegeben, als die Untersuchungen bisher zu keinerlei Ergebnissen kamen. Obgleich diese Erklärungen jedoch in direktem Widerspruch zu den Tatsachen stehen, da man selbst amtlicherseits der Auffassung ist, daß es sich weniger um einen Anschlag auf das Leben Herriots, als um eine toenn auch geschmacklose und gefährliche Kundgebung autonomistischer oder kommunistischer Kreise handelt, begrüßen es besonders die Rechtsblatter, endlich einen von höchster Stelle bezeichneten Sündenbock gesunden zu haben. Rur der sozialistische .Popü- laire und die kommunistische „Humite" machen ich die Ausfassung des französischen Ministerpräsidenten nicht zu eigen. Während der „Populaire" von eigentümlichen Erklärungen Herriots spricht, bezeichnet die „Humite" sie als niederträchtig.
In Linz an ber Donau begann einer ber aufsehenerregendsten Prozesse, ben Oesterreich in ben letzten Jahren erlebt hat. «Angeklagt ist ber Raub- morber Franz Leitgöb, ber ben «Beinamen „Frauenwurger oon Oberösterreich" führt. Die Anklageschrift, bie runb 100Ö Seiten umfaßt, wirft bem Angeklagten sieben «Dl orbtaten, begangen an grauen mittleren Alters, vor. Währenb sechs von biesen «Morbtaten bisher unaufgeklärt waren, konnte man ben Verbrecher erst bei ber letzten Tat sicher fassen. Am 29. Februar b. I. würbe bie Gattin bes «Lauverwalters Jank, eine 58jährige Frau in L>nz mit einem Knebel im Munb tot aufgefunben Es gelang nach kurzer Frist, Leitgöb als den Mörder festzustellen, ber auch geftanb. In biesem Fall überführt, geftanb Leitgöb auch bie im Jahre 1922 im «Walde erwürgt aufgefunben« 35jährige Linzerin ermorbet unb beraubt zu haben, unb bann tarn ein Geständnis nach dem andern. Sein erstes Opfer im 2ahre 1912 war eine 47jährige Frau, bie mit einem ©trief um den Hals tot aufgefunben worden war. Vier Jahre später war die Frau eines ihm bekannten ßanbfturmmannes in ihrem Schlafzimmer durch Rauch erstickt worben. Wieher/ vier Jahre spater würbe Leitgöbs Stiefgroßmutter mit einem Hosenträger erwürgt tot auf bem Sofa aufgefunben. Äaum ein halbes Jahr darauf verbrannte in einer Holzbarackc eine 36jährige Frau. «Alle diese Verbrechen gestand der Raubmörder ein.
Der Schwurgerichtsprozeß gegen Leitgöb begann unter allen Anzeichen ber Sensation. «Aus ber gan- i


